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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
00:00Als er nur die Polizei gerufen hatte, setzte er sich in den geschwungenen Designerstuhl vor den Schreibtisch
00:06und betrachtete den Toten, der ihm gegenüber schlaff im Bürostuhl riehen.
00:13Der Schaft eines Messers ragte aus seiner Brust.
00:17Der Mann war Siegfried Bernauer, Ordinarius der Philosophischen Fakultät, 61 Jahre alt, Böhmes Chef.
00:25Er war noch warm gewesen, als Böhme seinen Puls gefühlt hatte.
00:31Wir wollen uns ja nicht setzen. Da drüben wäre noch frei.
00:36Vielleicht verdämmerte gerade jetzt der letzte Rest von Bewusstsein aus diesem schmalen aristokratischen Kopf mit den hochmütigen Gesichtszügen.
00:46Ein Geräusch aus dem Nebenraum riss Böhme aus seinen Gedanken.
00:52War der Mörder etwa noch da? Böhme stand auf und öffnete vorsichtig die Türe.
01:00Da drehte der Tote langsam seinen Kopf zu Böhme und raunte mit Grabesstimme.
01:12Pause.
01:13Karin.
01:15Was soll denn das?
01:17Das kannst du uns doch nicht antun.
01:18Was sagt das der Judy? Ihr ewiges Frösteln bringt mich ganz raus.
01:24Du hast wieder deinen Pulli vergessen.
01:26So fängt es an, Judy.
01:29Ich gehe dann einmal zum Telefonieren.
01:31Ich gehe mich frisch machen.
01:38Ich nehme doch ein Wasser, Rosi. Ein stilles.
01:41Karin schaut in letzter Zeit nicht gut aus.
01:43Das wird die mangelnde Bewegung sein. Die kümmert sich ja nur noch um ihre Katzen.
01:48Schlechte Haut hat es auch.
01:50Ja, da ist nicht mehr viel zum Frischmachen da.
01:54Heute hat es auch recht schrill vorgelesen. Meinst du nicht auch?
01:58Das werden die trockenen Stimmbänder sein. Die trinkt zu wenig.
02:03Dass es ihr nicht wie der Berndorfer geht.
02:07Wieso? Was ist mit der?
02:09Nix mehr. Dehydriert auf dem Klo was gefunden worden.
02:14Geh! Die war doch erst...
02:16Ja, so alt wie die Karin.
02:37Und, äh, wo bist du jetzt?
02:40Ah, in Times Square.
02:42Aha, mit wem?
02:43Ach, mit dem neuen Typen.
02:45Und? Wie ist dir so?
02:47Na, endlich.
02:50Der Rosl ist auch nicht mehr so gut auf die Füße.
02:53Hauptfund weniger täten ja halt gut.
02:55Tja, Essen ist halt der Sex des Alters.
02:59Man muss aber in letzter Zeit verdammt viel Sex kaufen.
03:03Die Judy ist immer noch nicht wieder da.
03:05Vielleicht hat es vergessen, was ihr holen wollt.
03:25Was hat sie noch mal ins Büro getrieben?
03:26Wir vergessen, eine E-Mail abzuschicken.
03:29Und die Frau Artmann hat gesagt, die muss unbedingt heute Abend noch raus.
03:32Im Kino ist mir wieder eingefallen.
03:33Ich konnte mich überhaupt nicht mehr auf den Film konzentrieren, wie in dieser blöden Mail.
03:38Aber sie haben ja auch ein bisschen länger gemacht.
03:42Privates, Überweisungen, meiner Mutter gemeldet, meinen Bekannten.
03:45Die wollen alle wissen, wie es mir geht.
03:47Und?
03:48Wie geht's Ihnen?
03:50Hier, gut.
03:52Ansonsten.
03:54Haben schon noch ganz schön zu knappen wegen der Scheidung, gell?
04:00Woher wissen Sie das?
04:01Mei, das macht so die Runde.
04:03Der sagt es dem, der andere verzeiht es dem.
04:05Und zum Schluss weiß niemand mehr, wer wem was verzeiht hat.
04:09Stimmt das also?
04:10Ja, leider.
04:12Ich kann heilfroh sein, dass ich auf dem Hof von der Frau Hofer wohnen kann.
04:15Macht sie es recht billig.
04:18Praktisch umsonst.
04:19Dann wird sich der Hof aber freien.
04:21Sie sollten es ihm nicht erzählen.
04:24Auch nicht in der Art, in der am Ende niemand mehr weiß, wer wem was erzählt hat.
04:28Ich kann auch schweigen.
04:30Danke.
04:33Was machen Sie heute noch?
04:35Ich?
04:35Jetzt?
04:36Gehen Sie mit mir ins Times Square.
04:38Ins Times Square?
04:39Es ist was.
04:40Meine Freundin hat gerade angerufen und die hat über das Internet einen Typen kennengelernt.
04:44Doris und die Männer.
04:45Dr. Chivago.
04:46Mehr sage ich nicht.
04:47Was habe ich damit zu tun?
04:48Ihn unter die Lupe nehmen.
04:50Aushoachen.
04:51Das können Sie doch recht gut.
04:53Ach so.
04:54Ich erlaube mir da schon längst kein Urteil mehr.
04:56Und wenn ich da jetzt alleine hingehe, dann riecht sie vielleicht den Braten und es verstopft.
05:00Gut, aber ich kann da schlecht als Ihr Arbeitskollege aufkreuzen, weil Polizei, das macht sich nicht so gut.
05:06Aber er ist mein neuer Freund.
05:08Und das ist völlig unverdächtig.
05:10Ich schaue jetzt einmal hoch.
05:11Ich komme mit.
05:14Mal gucken.
05:21Hose, da stand Ihr Wagen.
05:24Bist du sicher?
05:25Natürlich bin ich sicher.
05:26Ich bin doch mit Ihr gekommen.
05:28Was das schon heißt.
05:29Ja, ihr gar nichts.
05:30Ich rufe Sie auf dem Handy an.
05:32Und du zu Hause.
05:38Ah, servus.
05:39Hallo.
05:40Grüß dich.
05:40Die Sitzung war vielleicht anstrengend.
05:42Wir haben uns den Kopf zerbrochen über das Motto von der Landesgartenschau, die doch 2010 hier stattfinden soll.
05:47Und?
05:47Wie lautet das Motto?
05:48Also, da es um das Leben an Flüssen und Wächten zwischen In- und Mangfall geht, soll das Motto Inspiration
05:56laufen.
05:57Inspiration.
05:58Na, Inspiration mit zwei N.
06:02Ach, Inspiration mit der In-?
06:04Genau.
06:05Ist die erste draufkämmer von der Agentur, die ja das Logo entwickelt hat.
06:08Cleveres Mädel.
06:10Ja, und?
06:11Was inspiriert die heute?
06:13Ein hundsnormals Häls.
06:14Ah, ein hundsnormals Häls.
06:16Das bringe ich ein.
06:16Danke.
06:23Worte, Herr Fuss, Schotter?
06:26Na?
06:29Aha.
06:34So.
06:35Ah, das ist ja.
06:38Jo.
06:40Zwei Rotwein an den Tisch hier.
06:43Zwei Rotwein.
06:44Und es ist nicht, wie Sie denken.
06:47Aha.
06:48Darf ich dir übrigens meinen neuen Freund vorstellen?
06:51Das ist, äh...
06:52Thorsten.
06:53Thorsten.
06:55Thorsten, genau.
06:56Und ich habe überlegt, wir könnten doch auch ins Times Square gehen.
06:59Helfen wir euch.
07:00Könnten wir uns zu viert zusammensetzen.
07:02Das wäre doch nett.
07:03Stören wir?
07:03Nein, überhaupt nicht.
07:05Setzt euch nur her.
07:07Du hast doch nichts dagegen, Markus, oder?
07:09Nein.
07:11Nein.
07:11Wir besuchen uns meine allerbeste Freundin, die Miriam Stocke.
07:14Und das ist der Herr Bräunig.
07:16Ich freue mich sehr, Sie kennenzulernen.
07:18Ich hoffe, ich werde vor Ihren Augen das stehen.
07:22Beste Freundinnen sind bekanntlich die wichtigsten Ratgeber.
07:25Oder die größten Hindernisse.
07:29Darf ich Sie einraten?
07:31Gerne.
07:33Jetzt vielleicht doch noch einen Hunstenmalen Schnapps dazu?
07:41So, und jetzt nur einmal das Ganze zum Mitschreiben.
07:44Die Frau Fröhlich wollte sich einen Pullover holen.
07:47Und jetzt ist der Wagen weg.
07:48Daheim hebt niemand ab und am Handy ist sie nicht erreichbar.
07:51Das sind die Fakten.
07:52Ja.
07:53Und ihr trefft euch immer zum Lesen im Rosenbräu.
07:55Ja, wir lesen uns gegenseitig Kriminalgeschichten vor.
07:59Kriminalgeschichten.
08:00Und jetzt glaubst du gleich, dass ein Mord passiert?
08:02Sie, wir sind keine übergeschnappten Weiber,
08:04mit denen die Fantasie durchgegangen ist.
08:05Wir machen uns ernsthaft Sorgen.
08:07Jetzt könnte ja schließlich was passiert sein.
08:09Die Juli ist unsere Freundin.
08:13Halten Sie mal.
08:21Ach, schau.
08:24Damit die Kirche schon fertig ist, gell.
08:26Ich muss das nachher bloß noch rauslassen.
08:31Schlaft ihr noch?
08:34Ja.
08:35Weck mal auf.
08:40Was ist denn los?
08:42Wie alt ist eigentlich die Stockel?
08:45Das weiß kein Mensch.
08:46Wieso?
08:48Gestern war er mit ihr im Times Square.
08:50Mit der Stockel?
08:52Und du meinst, der läuft was?
08:54Geh.
08:55Die und die Stockel.
08:57Vorher heirate ich die Juliette Binoche.
08:59Die schirrl doch.
09:00Die schirrl nicht.
09:01Freilich schirrl die.
09:03Na gut, vielleicht ein leichteres Überblick.
09:05Vielleicht ist sie ja sein Typ.
09:07Du arme Schwesterherz.
09:09Kaum verliebt und schon lieb ist gekommen.
09:12Sag mir lieber, was ich machen soll.
09:14Das, was die Stuten auch machen.
09:17Mitbeißen.
09:18Die Stockel.
09:41Das, was die Stockel.
09:50Hallo, Frau Hofer.
09:53Es ist ein wunderschöner Morgen.
09:55Ja.
09:55Weiß-blau.
09:56Also fast, wie es sich gehört.
09:59Ja.
10:02Ja, wie sind bei Ihnen so die Morgen?
10:07Da, wo ich herkomme?
10:09Ja.
10:12Meist neblig und trüb.
10:14Oh.
10:15Und wo ist der trübe Fleck?
10:19Die Gegend nennt sich, ähm...
10:23Ost-Westfalen-Lippe.
10:26Aha.
10:27Und wo genau?
10:29Bielefeld.
10:32Vielleicht sollen sie mal ihre Eltern herschicken, solange sie noch hier sind, Manni.
10:37Ja, meiner Mutter wird's dir sicher gefallen.
10:41Wollen Sie auch in Bielefeld?
10:43Ja.
10:46Ich muss jetzt ins Büro.
10:49Ja.
10:50Da, bitte.
10:51Ja, was hätt ich denn machen sollen, danke?
10:53Ja, mich anrufen.
10:54Hätt ich anrufen, um halber Zähne.
10:56Du hättest mir gescheit in den Marschblasen.
10:58Tja, und jetzt bläst in dir unser Musikdirektor, Geert Achtziger.
11:02Ja, die Frau Ortmann haut die Pauke.
11:04Trum, bum, bum.
11:05Was geht's denn?
11:07Naja, gestern Nacht ist eine Frau vermisst worden.
11:09Und unser lieber Herr Mohr hat nix Besseres zu tun gehabt, als mit zwölf Polizisten das halbe Kiemlo abzusuchen.
11:15Ohne Ergebnis?
11:16Freilich.
11:21Was soll ich denn jetzt machen?
11:22Ja, gleich zum Achtziger gehen und beichten, bevor die Frau Ortmann dich in den Beichtstuhl bestellt.
11:29Herr Foss, ich wollte mich noch bei Ihnen bedanken, dass Sie gestern so weit wegspielt haben.
11:37Meinen Sie, Ihre Freundin hat Ihnen abgenommen, dass ich hier ein neuer Freund bin?
11:41Ihr habt es ja selber fast geglaubt.
11:45Warum haben Sie eigentlich gesagt, dass das ein Windhund ist?
11:50Windhund habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass er sie nicht begehrt.
11:54Aha. Und woran sehen Sie das?
11:58Er schaut dir nur ins Gesicht?
12:00Wo genau?
12:01Aber das machen doch Verliebte.
12:03Aber nicht nur. Außerdem ist sein Blick nicht der eines Verliebten.
12:06Ja, ist gut. Wir schauen uns das an.
12:09Also, Herr Foss, was Sie nicht als sehen.
12:13In der Nähe vom Rosenbräu haben Sie einen Wagen gefunden. Die Fahrerin ist tot.
12:17Herr Mohr.
12:20Warum haben Sie denn den Herrn Hofer nicht angerufen?
12:24Das hätte ich machen sollen.
12:25Ja. Reichlich spät, Ihre Einsicht.
12:29Wenn Gott zwölf Polizisten, drei Stunden lang für nix und wieder nix.
12:33Herr Mohr, Sie kosten mir nur meine letzten Ahre.
12:36Ja, bitte.
12:38Entschuldigung, wir bräuchten mal den Herrn Mohr.
12:41Eine weibliche Leiche wurde gefunden in der Nähe vom Rosenbräu.
12:44Wahrscheinlich die Frau, die gestern abgängig war.
12:47Gott sei Dank.
12:48Herr Mohr.
12:50Über eine Leiche freut man sich doch nicht.
12:52Heidschu.
13:10Grüß Gott, Herr Doktor.
13:13Gut, dass Sie nicht mehr regeln, oder?
13:14Oh, ja.
13:16Was gibt's?
13:17Eine Leiche.
13:18Unfall oder Mord?
13:19Das kann ich noch nicht sagen.
13:21Sie hat eine Verletzung an der Stirn.
13:23Das kann aber auch vom Aufprall kommen.
13:26Aha.
13:26Also, die kommt von der Straße ab und kracht in den Holzstoß.
13:29Und sie war nicht angeschnallt.
13:31Oh, nein.
13:32Das Blut auf dem Pullover, ist das von ihr?
13:34Das kann ich noch nicht sagen.
13:35Und kann das von dem Aufprall stammen?
13:38Nein.
13:38Sie hat keine offene Verletzung im Brustbereich.
13:41Ist das da drüben auch Blut?
13:43Ich denke schon.
13:45Dann war sie nicht alleine, Marta.
13:47Das sehe ich auch so.
13:48Mhm.
13:51Da wird etwa die Frau Fröhlich, die ihr gestern gesucht habt.
13:53Ja, genau die.
13:55Mei, die Arme.
13:57Was ist denn passiert?
13:58Das ist noch nicht so ganz raus.
14:00Ist ja noch was abgefahren, Frau Rose.
14:02Nein, nix.
14:03Das heißt, na ja, der ist da hinten ohne dauernd blöd in der Gegend rumgestanden.
14:07Der hat auch ständig zu dem Tisch mit den Frauen rübergeschaut.
14:10Den kannte hast du nicht?
14:11Nein, nie gesehen.
14:13Ich habe ihm dann gesagt, dass er sich setzen soll.
14:15Da ist er gegangen.
14:15Wie alt?
14:16Ende 20.
14:18Und hast du denn Zeit, dass du den Präsidium vorbeischaffst für das Frontombild?
14:21Ja, nach Weihnachten, da haben wir zu.
14:24Ich habe heute Nachmittag war besser.
14:29Die Todesursache war Hirnblutung infolge des Schädelbruchs.
14:34Sie war nicht angeschnallt und knallt mit der Stirn gegen die Scheibe.
14:37Nur hat die Spuren eines solchen Aufpralls ausschließlich auf der Beifahrerseite gefunden.
14:41Die Fahrerseite war sauber.
14:42Und der Blutfleck auf der Scheibe?
14:49Stammt von ihr.
14:50Sie war dann quasi der Beifahrer.
14:52Ein Unbekannter verursacht einen Unfall.
14:54Sie hat es nicht angeschnallt und knallt mit dem Kopf gegen die Scheiben.
14:58Laut KTU ist das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von ca. 30 kmh gegen den Holzstoß geprallt.
15:04Reicht das aus für so einen Schädelbruch?
15:06Nein, tut es nicht.
15:07Das heißt also, die Kopfverletzung rührt nicht vom Unfall her?
15:11Ich habe da einen Pullover gekriegt, zum Vergleich mit einem Blutfleck drauf.
15:17Ja, der ist von ihr.
15:18Das Blut auch.
15:20Und Knochensplitter von ihrem Schädel waren auf der Innenseite.
15:24Sie meinen, sie wurde erschlagen, als sie sich den Pullover über den Kopf ziehen wollte?
15:28Schon.
15:28Und wurde dann erst in den Wagen verfrachtet?
15:31So schaut es aus.
15:32Gellherr, fast bei uns ist ganz schön was los.
15:35Können Sie was zur Tatwaffe sagen?
15:37Ein harter Schlag und Ausmaß.
15:39Halt schon mit was Schwerem.
15:40Ein Totschläger.
15:41Kein Teil.
15:42Auch wenn es eine Frau war?
15:44Nein, dann eher nicht.
15:45So stark sind die ja bei uns nicht.
15:47Und sein Schädel ist hart.
15:49Nehmen wir mal an, der Täter war eine Frau.
15:52Welches Tatwerkzeug könnte eine solche Wirkung erzielen?
15:55Die Frau Doktor Kern vermutet einen Hammer.
15:57Einen Hammer?
16:10Herr Mohr?
16:12Ja?
16:12Sie haben gestern Nacht einen Suchtrupp angefordert?
16:14Jawohl.
16:15Eine Frau war abgängig und...
16:16Ist die Suche erfolglos?
16:18Gehen Sie immer so flott vor?
16:19Wenn jemand vermisst wird, dann wird er gesucht.
16:21So war das immer bei uns, Frau Altmann.
16:23In diesem Fall war die Person gerade zwei Stunden vermisst.
16:26Ist Ihnen nicht bekannt, dass wir frühestens nach 24 Stunden aktiv werden?
16:29Schon.
16:30Naja, der heutige Leichenfund gibt dem Hermann aber recht, Frau Altmann.
16:33Deswegen rechtfertigt er die gestrige Suche aber noch lange nicht, Herr Voss.
16:36Die Tote wurde heute gefunden, und zwar von einem Wanderer und nicht von der Polizei.
16:40Würden wir jede Aktion nach Ihrem Kriterium betrachten...
16:42Würden wir eine Menge Geld sparen...
16:44Dann würde die Aufklärungsquote bald in den Keller fallen.
16:47Jede erfolgreiche Handlung schließt kleine Misserfolge auf dem Weg dorthin mit ein.
16:51Schön haben Sie das gesagt.
16:52Mich interessiert nur, was unter dem Strich steht.
16:54Und mich, was drüber steht. Kosten nutzen nennt man das.
16:58Auf dem Papier sieht manches anders aus, ne?
17:01Da stehen Zahlen, die ich verantworten muss.
17:04Solange ein Mörder dabei herausspringen, können Sie das doch.
17:07Solange Sie ihn finden...
17:08Machen Sie sich mal keine Sorgen.
17:10Ich werde den Vorgang im Auge behalten.
17:11Das kann ich wohl kaum verhindern.
17:19Ich glaube, sie mag mich.
17:22Der Herr Voss hat die Enklin.
17:24Nein.
17:26Ich ihn.
17:27Sie ihn?
17:27Ja.
17:29Aha.
17:31So, wie gehen wir vor?
17:34Wir vernehmen die Frau Grandauer und die Frau Weiß, weil die anderen ja eh nicht infrage kommen.
17:39Wieso nicht?
17:39Die anderen Damen haben zur Tat seit am Tisch gewartet und haben deshalb logischerweise ein Alibi.
17:46Michi, du sprichst mit denen, aber kein Verhör, gell?
17:48Lass dir einfach reden.
17:50Mich würde interessieren, was die so über die Frau Weiß und die Frau Grandauer erzählen.
17:53Ist recht.
17:53Herr Hofer, es wäre besser, wenn der Herr Voss das machen würde.
17:57Wieso?
17:57Der Herr Voss kann wahnsinnig gut ausfallen.
18:00Vor allem, er macht es so unauffällig.
18:01Und schwupps, hat man ihm die ganze Lebensgeschichte erzählt.
18:07So, Frau Weiß, bitte.
18:09Wenn Sie vorgehen in den Vernehmungsraum, da ist schon der Herr Hauptkomiser Hofer, gell?
18:12Ja, gibt es hier irgendwo eine Toilette?
18:14Ja, freilich, die ist gerade am Weg.
18:15Ah, ja.
18:16Ja, und die Frau Grandauer kommt mit mir mit.
18:18Ja.
18:21Bitte.
18:24Ja, ich habe gehört, Sie haben einen Lesekreis.
18:29Welcher Schriftsteller war denn gestern dran?
18:31Der...
18:32Gerhard Meckl.
18:34Der Mörder vom Alpensee.
18:36Und Mörder, Möpse und Moneten.
18:39Ja, rein.
18:42Ja, komm, jetzt rein, Frau Weiß.
18:45Grüß Gott.
18:46Grüß Gott.
18:47Ich war auf der Toilette.
18:49Ja, schön, nimm ich doch bitte Platz.
18:50Ja.
18:53Also, Sie haben während der Tatzeit den Tisch verlassen.
18:57Wo waren Sie da?
18:58Da war ich auch auf der Toilette.
19:00Ah, ja.
19:01Wie lange?
19:03Keine Ahnung.
19:05Ungefähr.
19:0715, 20 Minuten vielleicht.
19:10Was haben Sie da so lange gemacht?
19:11Na, war es schon.
19:13Ich bitte Sie, 20 Minuten lang.
19:16Also gut.
19:17Da war eine streunende Katze.
19:19Ich wollte sie einfangen, aber sie war sehr misstrauisch.
19:22Wahrscheinlich hat sie schlechte Erfahrungen mit uns Menschen gemacht.
19:26Wer hat zuerst den Tisch wieder erreicht?
19:28Sie oder die Frau Grandauer?
19:28Hm, gleichzeitig.
19:32Sie stellen vielleicht Fragen.
19:35Moment mal, verdächtigen Sie etwa mich?
19:38Die Frau Fröhlich hat am Schlossbeck gewohnt, eine noble Adresse.
19:42Sie war vermögend, ja?
19:43Ja, sehr sogar.
19:45Erbschaft von Ihrem Mann.
19:47Kinder?
19:48Einen Sohn.
19:49Wie alt?
19:50Und Mitte 20 studiert in München, was man so studieren nennt.
19:54Sie haben kein gutes Verhältnis.
19:56Wieso?
19:58Er ist drogenabhängig.
19:59Einmal hat er Sie sogar bedroht, weil Sie ihm den Geldhahn zugetreten hat.
20:04Ah, da sind Sie.
20:07Frau Grandauer.
20:09Dürfe ich Sie was fragen?
20:10Ich hab gemeint, wegen dem sind wir da.
20:12Ach so, ist Verhör.
20:13Nein, das macht der Herr Hofer, der kommt gleich.
20:15Ist was anderes.
20:17Sind Sie verwandt mit dem Postler Grandauer?
20:20Das ist mein Bruder.
20:22Ach so.
20:24Dann sind Sie noch ledig.
20:26Bloß nicht verheiratet.
20:28Ich leb mit dem Glaser Herbert zusammen.
20:32Mit dem Viechen der Glaser?
20:33Nein, mit dem Buchhändler.
20:35Ach so.
20:36Kennen Sie ihn?
20:37Nein.
20:39Ja, sag einmal.
20:41Michi, was machst du denn da?
20:42Der Hofer war doch drüben.
20:43Ach so, ist er schon da.
20:45Ja, Frau Grandauer, gehen wir.
20:48Geht's noch vorher?
20:49Ja.
20:54So, grüß Gott, Frau Grandauer.
20:55Nehmen wir den Platz.
20:56Grüß Gott, Herr Kommissar.
20:59Laut Aussage haben Sie sich vom Tisch entfernt, um zu telefonieren?
21:03Ja.
21:04Mit wem?
21:05Mit meinem Freund.
21:07Herbert Glaser, Buchhändler.
21:09Mhm.
21:10Können Sie mir Ihr Handy herwischen?
21:13Mein Handy?
21:14Mhm.
21:15Michi, überprüft den Anruf.
21:16Danke.
21:18Ich hab nicht telefoniert.
21:20Sondern?
21:21Ich hab geraucht.
21:24Sie haben den Tisch verlassen, um zu rauchen?
21:25Ja, weil ich, weil ich, weil ich doch vor zwei Monaten aufgehört hab damit.
21:30Das sollte ich Ihnen mitkriegen, dass Sie weitere haben.
21:33Darf ich?
21:34Herr, Frau Grandauer, das ist ein öffentliches Gebäude.
21:37Wie lange waren Sie weg?
21:39Eine Viertelstunde.
21:40Eine Viertelstunde für einen Zigaretten?
21:42Ich hab drei geraucht.
21:44Gleich drei?
21:46Ja, ich hab ja überall groß verkündet, dass jetzt endgültig Schluss ist damit.
21:51Jetzt kann ich doch nirgendwo mehr rauchen.
21:53Von meinen Freundinnen nicht, von meinem Freund nicht.
21:56Und wenn es dann so über mich kommt, dann muss ich klammheimlich mein Pensum wegdampfen.
22:03Schlimm ist das.
22:04Ja, Frau Grandauer, jetzt gehen Sie runter vor das Haus und atmen Sie Zigaretten.
22:08Na, machen Sie drei Zigaretten, dann kommen Sie wieder rauf und setzen Sie das Haus hin und machen.
22:12Ja.
22:14Okay.
22:16Ja.
22:17Wir schauen.
22:18Aha.
22:19Wie ich sehe, haben Sie die Suchaktion vom Herrn Mohr mit dem Leichenfund am nächsten Tag verbunden.
22:24Ja, so sind die Ausgaben gerechtfertigt.
22:26Nobel?
22:27Nein, nur der einfachste Weg, das Problem aus der Welt zu schaffen.
22:30War die Idee von Herrn Voss.
22:32Ach ja?
22:34Ja.
22:36Sagen Sie, wie läuft es in Sachen Musikakademie?
22:38Ja, ich habe mich jetzt tatsächlich um den Vorsitz beworben.
22:42In zwei Wochen ist die Wahl.
22:46Na, haben Sie die Frauen gut ausfragen können?
22:50Die Frau Weiß hat vor einem halben Jahr ein Haus erworben.
22:53Sie will darin ein Katzenasyl eröffnen.
22:56Na schön, und?
22:57Das Geld hat die Ermordete fröhlich vorgestreckt.
23:00So lange, bis die Frau Weiß ein Grundstück verkauft hat, das sie in der Nähe von Bad Aibling besitzt.
23:05Die Expertise ergab, dass das Grundstück verseucht ist.
23:09Eine zugeschüttete Mülldeponie liegt darunter.
23:12Jetzt wird es sich nicht los.
23:13Und kann Frau Fröhlich das Geld nicht zurückgeben?
23:15Schulden.
23:16Ein astreines Motiv.
23:18Das überzeugt mir nicht der fete Druck.
23:20Wenn Schulden und der Freuden...
23:21Na ja, so gut befreundet waren die gar nicht.
23:24Die Frau Fröhlich hat der Frau Weiß eine Frist gesetzt, die in einer Woche abgelaufen wäre.
23:29Danach hätte sie geklagt.
23:31Was ist mit der Frau Grandauer?
23:34Die Frau Grandauer hat einen Freund.
23:36Herbert Klauser.
23:37Hochhensler.
23:38Die Frau Fröhlich war im Naturschutzbund engagiert, in dem der Freund von der Frau Grandauer der Vorsitzende ist.
23:44Die Fröhlich spendete viel Geld.
23:46Sie und Frau Grandauers Freund verbrachten viele arbeitsintensive Nächte miteinander.
23:50Es kamen deswegen immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Frau Grandauer und ihrem Freund.
23:55Sie unterstellte ihm mehr als nur die gemeinsame Liebe zur Natur.
23:59Eifersucht.
24:00Auch ein...
24:00Astreines Motiv, ja.
24:02Jetzt fragt sich nur, ob die Frauen in der Lage waren, die Tat auszuführen.
24:07Beide Frauen waren maximal 20 Minuten weg.
24:10Und in diesen 20 Minuten musste die Täterin die Fröhlich der Schlang ins Auto rein und zu dem Holzschluss hinfahren.
24:17Und zu Fuß zurückkehren.
24:18Grüß Gott, Frau Voss.
24:20Hier ist Marie Hofer.
24:21Ich weiß, das sagt einer jetzt nichts.
24:23Aber ihr Sohn, der Thorsten, ist bei mir auf dem Bauernhof untergekommen.
24:26Der Thorsten ist doch ihr Sohn.
24:28Schön.
24:30Was?
24:31Nein, nein, nein, nein, mitunter kommen wir morgen nicht.
24:34Er wohnt da.
24:35Die leidige Sprache, gell.
24:38Marie Hofer, ja?
24:40Nein, ich arbeite nicht bei der Polizei.
24:42Mein Bruder ist sein Kollege.
24:45Weswegen jetzt anruf, Frau Voss.
24:46Ich hätte da eine Frage.
24:47Und zwar zum Einstand für ihren Sohn.
24:49Machen wir nämlich ein Essen.
24:50Und da wüsst ihr ja gern von Ihnen, was man bei Ihnen so als Spezialität quasi kocht.
24:56Ja, ich habe einen Stift.
24:57Moment.
24:59Ja.
25:01Ja, ja, habe ich.
25:03Und das schmeckt.
25:10So, dann.
25:11So, da ist schon er.
25:13Ach, super.
25:14Danke.
25:15Nein, du wirst die Arbeit tun und es begnügen.
25:18Herr Voss, Herr Hofer.
25:21Und los.
25:24Danke, Mili.
25:25Immer wieder gern.
25:46Was machen die?
25:48Na, was wohl?
25:52Zeit stoppen.
25:54Und eine von uns in der Lage war, die Tschu...
25:58Tschudi...
26:04Was schaust du denn so?
26:131,5.
26:15Eine Minute acht.
26:17So, das Opfer zieht sich den Pullover an.
26:20Dann schlägt der Täter bzw. die Täterin zu.
26:27Schlägt die Leiche auf die Beifahrerseite.
26:30Sie können ruhig mitlaufen, Herr Mohr.
26:32Jawohl.
26:33So.
26:34Und schnallt sie nicht an, damit sie nach dem Aufprall auf den Holzstoß Unfallverletzungen aufweist.
26:41Was ist mit Ihnen?
26:43Ich war dabei.
26:43Ab jetzt reicht die eine Stoppzeit.
26:45Gut, bis gleich.
26:46Bis gleich.
27:02Das Fahrzeug greift gegen den Holzstoß.
27:06Gut, bis gleich.
27:10Gut.
27:10Mitlaufen, bitte.
27:11Jawohl.
27:22Fertig.
27:238,22.
27:24Sie können wieder auferstehen.
27:26Ja.
27:27Was haben Sie vor?
27:28Zurücklaufen.
27:29Die Zeit müssen wir an der Stopp.
27:30Und der Wagen bleibt hier?
27:32Ja.
27:32Also ich denke, es reicht, wenn einer geht.
27:34Ich stoppe, also gehe ich.
27:35Sie fahren.
27:36Ja.
27:37Und los.
27:42Das Opfer zieht sich den Pullover aus.
28:05Und, haben Sie ein Schein gehört bei uns?
28:08Kommt drauf an, was Sie darunter verstehen.
28:10Das kann ich mir nicht leisten.
28:15Nein.
28:15Wahnsinn.
28:16Das meine ich toter Ernst.
28:18Wegen der Ex.
28:20Ich wusste gar nicht, dass ich Sie über meine Scheidung informiert habe.
28:24Naja, die teure Scheidung, der Unterhalt, meine Wohnung.
28:27Allein die Fixkosten machen mich platt.
28:30Da bleibt nicht viel zum Einleben übrig.
28:33Und Rosenheim ist sauteuer.
28:34Das stimmt.
28:36Bis gleich.
28:37Bis gleich.
28:40Komm mal los hier.
28:49Fahrzeitpapiere, bitte.
28:55Und noch ein leichtes.
28:57Danke, Rosi.
28:58Für das Lamm-Carré ist es ausgesagt.
29:00Ja.
29:00Dann nehme ich das hier mit ein.
29:01Das sieht aus.
29:02Oh.
29:03Dann das Jägerschnitzel.
29:04Gut.
29:05Ganz einfach.
29:07Und?
29:111856.
29:12Das reicht für beide.
29:14So.
29:16Und?
29:171856.
29:18Das reicht für beide.
29:20Ja.
29:22Ja.
29:24Ah, Herr Foss, wo haben Sie den Hofer gelassen?
29:27Äh.
29:29Ach so.
29:30Es ist nämlich so, der Junge Fröhlich wartet im Vernehmungsraum zur Gegenüberstellung.
29:36Ah ja, gut.
29:37Ja, Foss, noch was.
29:39Ich habe bei der Bank angerufen.
29:41Und die haben mir gesagt, dass die tote Frau Fröhlich vor zwei Tagen 50.000 Euro abgekommen hat.
29:47Ah ja.
29:48Alles klar.
30:03Die Nummer drei ist.
30:05Sind Sie eine sicher?
30:07Ja.
30:07Ganz sicher.
30:09Mhm.
30:11Und?
30:12Na ja, die Frau Rosi hat ein Fröhlich-Identifizit.
30:16Hm.
30:17Gut, dann hole ich den Hofer.
30:20Die Nummer drei, der Herr Fröhlich, bleibt da.
30:22Die anderen dürfen gehen.
30:23Danke.
30:34Oh Gott, der schaut mir an.
30:36Na, das ist ein Einwegsspiel.
30:39Wo waren Sie gestern Abend?
30:41Zu Hause.
30:43In München?
30:44Ja.
30:45Falsche Antwort, Sie waren im Rosenbräu.
30:48Wer sagt das?
30:49Man hat Sie gesehen.
30:50Was wollten Sie dort?
30:51Mit meiner Mutter reden.
30:53Worüber?
30:54Ich wollte Sie anpumpen.
30:56Und sind ihr dann auf dem Parkplatz gefolgt.
31:00Na?
31:01Dann bin ich gegangen.
31:02Warum?
31:03War nicht der richtige Augenblick.
31:05Wozu haben Sie das Geld gebraucht?
31:07Bitte, sonst wäre ich auf der Straße gestanden.
31:09Nicht eher auf dem Trockenen.
31:10Sie waren mehrfach wegen Drogendelikten dran.
31:12Ihre Mutter hat Sie mal angezeigt, weil Sie Sie bedroht haben.
31:15Haben Ihnen die 50.000 Euro nicht ausgereicht, hm?
31:17Was nicht für 50.000 Euro?
31:19Genau so viel hat Ihre Mutter vor zwei Tagen abgehoben.
31:22Ich habe nicht mit ihr gesprochen.
31:23Folglich habe ich auch kein Geld von ihr bekommen und schon gar nicht 50.000 Euro.
31:26Macht ja nichts.
31:27Sie haben mir jetzt jeden Fall zu batzen.
31:29Und damit können Sie dann koksen bis zum St. Nimmerleins-Tag.
31:32Ha!
31:32Bring doch meine Mutter nicht wegen der Parkröten um und riskiere damit mein Erbe.
31:36Na, na.
31:37Dann müsste ich schon einen anderen Dummen suchen.
31:40Ist doch ein starkes Motiv.
31:42Ja, schon.
31:43Aber?
31:45Bringt man die Kuh um, die man melken will?
31:48Und Sie?
31:49Was meinen Sie?
31:51Ja, tendieren Sie mir zu den Frauen, oder?
31:55Also bitte, meine Herren, mit dem Kopfgewackele kommen wir nicht weiter.
31:59Also wir tendieren am ehesten zur Frau Grandauer.
32:03Warum gerade Sie?
32:04Weil die am ehesten die Kraft hat, einen derart wuchtigen Schlag auszuführen.
32:09Und zum Verschrauen der Leiche im Wagen.
32:11Die Frau Grandauer sagt, dass sie zur Tatzeit beim Rauchen war.
32:15Na, die kann aber ebenso gut die Zigaretten vorher präpariert und ausgestreut haben.
32:19Also, das wäre jetzt schon sehr raffiniert.
32:23Na ja, die Damen sind krimig gestellt.
32:25Ach ja, dieser Lesekreis, ja.
32:27Ja, der Frau Grandauer trauen wir so ein planerisches Vorgehen zu.
32:31Außerdem sind das alles Schwestern von Miss Marple eben, krimig gestellt.
32:39Ja, na gut, bleiben Sie dran.
32:41Und diese 50.000 Euro von der Frau Fröhlich, sind die wieder aufgetaucht?
32:46Nein, leider nicht.
32:48Ach, noch was, Herr.
32:50Sehr schön, wie Sie dem Herrn Mohr aus der Patsche geholfen haben.
32:53Habe ich das?
32:54Ja, Sie haben Einfluss, Frau Ortmann.
32:56Da könnte sich sogar der Herr Linterscheibe von abschneiden.
32:59Ich dachte eher, ich wäre hier auf die Füße getreten.
33:02Wie auch immer, der Erfolg zählt.
33:04Die nächste Panne kommt bestimmt, da kann ich doch wieder auf Sie zählen.
33:07Ich doch auch, oder?
33:18Ja, sag einmal.
33:48Das schaut doch schön aus.
33:50Ja, schmeckt mal was anderes.
33:52Dass man das fein nicht einreißt, gell?
33:53Jetzt steckt er hier nicht rum und zieht die Leber um.
33:56Bringst du mein Bier mit?
33:58Nein.
34:10Puppernickel-Suppe.
34:13Hey, das ist ja eine Spezialität bei uns.
34:19Ich hoffe, es schmeckt.
34:22Danke.
34:24Bitte.
34:26Du gestattest?
34:27Nein, nicht so viel, gell.
34:29Was der Bauer nicht kennt.
34:31Das ist er nicht.
34:32So, fangt schon an.
34:35Guten.
34:37Guten Appetit.
34:39Mh.
34:48Und?
34:50Mh.
34:51Sehr gut.
34:53Danke.
34:56Schön, dass es euch geschmeckt hat.
34:59Danke.
35:00Bitte.
35:02Und als Nachspeis gibt es Brotpudding.
35:05Nein.
35:06Doch.
35:07Sag einmal, gibt es euch noch was anderes als Brot in irgendwas?
35:10Ja, morgen früh für dich einen Magerjoghurt.
35:14Prima.
35:19Wie lange bleiben Sie noch?
35:21Zwei Wochen.
35:22Na, dann kocht es wahrscheinlich die nächsten zwei Wochen jeden Tag bielefelderisch.
35:25Ja, das ist zu befürchten.
35:29Prost, Herr Fass.
35:33Prost.
35:38Das ist aber nicht das Einzige, was mir so im Magen liegt.
35:42Was läuft denn da mit der Frau Stockel?
35:45Die Frau Stockel hat mich um einen Gefallen gebeten.
35:48Ihre Freundin hat einen neuen Freund und den sollte ich ausharchen.
35:52Sie backern also nicht bei der Frau Stockel.
35:55Und der Brotpudding.
35:57Sodala.
35:59Sodala.
36:01Guten Appetit.
36:04Marie?
36:05Ja?
36:15Und mir bleibt ein Nachtisch.
36:18Brotpudding.
36:27Erfuss!
36:32Erfuss!
36:34Was möchtest?
36:37Sag ihm, es gibt ein Leich.
36:40Ich soll dir sagen, es gibt ein Leich.
36:57Die Tote heißt Stefanie Maler, 53 Jahre alt.
37:00Jetzt stell dir mal vor, die wohnt im gleichen Viertel wie die Frau Fröhlich, nur von Straßen
37:03weiter.
37:03Ja, und sie wurde auch erschlagen.
37:05Tja.
37:06Herr Mohr, prüfen Sie bitte die Vermögensverhältnisse und ob in letzter Zeit eine größere Menge
37:10Geld von Ihrem Konto abgebucht wurde.
37:11Tja, ist halt.
37:14Sie wurde gestern Nacht zwischen elf und zwölf Uhr getötet.
37:17Frau Doktor, können Sie die Tatworte auch ein Hammer gewesen sein?
37:21Durchaus.
37:22Sie glauben, es ist derselbe Täter?
37:24Durchaus.
37:28Na, die Frau war nicht in unserem Lesekreis.
37:32Können Sie die Dame sonst woher?
37:34Na.
37:36Du?
37:38Sie hat mir vor kurzem eine Katze gebracht.
37:41Aber sonst?
37:43Und kannte Frau Fröhlich sie?
37:46Keine Ahnung.
37:47Tja, meine Damen, das wär's dann.
37:50Danke.
37:50Also, das haben wir jetzt aus dem Schneider.
37:52So können Sie es nennen.
37:53Da können wir jetzt gehen.
37:54Richtig.
37:56Ja, wieder schauen.
37:57Wieder schauen.
37:59Bis Gott, die Damen.
38:01Meine Herren, kann ich Sie kurz sprechen?
38:03Freilich.
38:04Frage.
38:05War die Tote alleinstehend?
38:07Ja.
38:08Vermögend?
38:08Ja.
38:09Hat sie kurz vor ihrem Tod Geld abgehoben?
38:11Ja, gestern 80.000 Euro.
38:13Und das Geld ist verschwunden?
38:14Richtig.
38:15Folgendes.
38:16Wir hatten in Straubing vor zehn Jahren einen ähnlichen, leider unaufgeklärten Fall.
38:20Drei Frauen, alleinstehend, vermögend, wurden innerhalb von zwei Tagen ermordet.
38:25Erschlagen?
38:26Ja, mit einem Hammer.
38:28Es stellte sich heraus, dass diese Frauen alle auf Kontaktanzeigen geantwortet haben
38:31und kurz vor ihrem Tod eine größere Summe abgehoben haben.
38:35Ich mein, wär doch denkbar, dass es sich um denselben Täter handelt.
38:38Na, Miriam, heute Abend geht's nicht.
38:40Da war ja doch der Markus und ich verloben.
38:42Was?
38:43Schon?
38:44Du, ich gratuliere dir ganz herzlich.
38:46Danke.
38:48Verlobung?
38:48Glückwunsch auch von mir.
38:50Danke.
38:51Und einen Gruß an Frau Stocke.
38:52Ja, einen schönen Gruß soll ich dir bestellen.
38:54Kommt schon.
38:54Ja, danke, hab's schon mitgekriegt.
38:56Du, dann, ich muss Schluss machen.
38:58Jetzt kommt er gerade.
38:59Toi, toi, toi, Doris, gell?
39:01Sehr gut.
39:02Danke, Ingrid.
39:06Ingrid?
39:07Ja.
39:08Ich muss nur noch zahlen.
39:10Mach ich schon.
39:12Nach zehn Jahren?
39:13Ja, warum nicht?
39:14Ich mein, der Täter tötet dreimal hintereinander.
39:17Hat mit einem Schlag sehr viel Geld zusammen.
39:21Dann wartet er, bis Gras über die Sache gewachsen ist und schlägt an einem anderen Ort wieder zu.
39:27Dann ist doch denkbar.
39:28Man hat übrigens auch Haare von dem Täter gefunden, aber ohne Referenzprobe.
39:33Ja, ich hoffe.
39:35Marie, was willst du denn?
39:38Frau Stotti?
39:38Ihre Freundin, ist die reich?
39:40Die Doris?
39:41Ja?
39:42Die ist stinkreich.
39:43Geben Sie mir Ihre Adresse, bitte.
39:45Die ist jetzt nicht da, ich hab grad mit ihr telefoniert.
39:47Wo ist sie denn?
39:49Im Times Square.
39:50Und allein?
39:51Nein, mit ihrem Freund.
39:52Moment, glauben Sie, dass er der Mörder ist?
39:54Was?
39:55Geben Sie mir Ihre Handynummer.
39:56Äh, äh, 0, 1, 7, 2, 8, 5, 4, 3...
40:01Halt falsch.
40:02Rufen Sie im Times Square an.
40:07Halt mich in den Rest.
40:09Danke.
40:14Times Square.
40:15Ja, ciao, äh...
40:17Äh, Voss hier, ist die Freundin von der Frau Stottl noch da?
40:20Grad noch.
40:21Und ihr Freund auch?
40:22Grad auch noch.
40:24Okay, Sie müssen uns etwas Zeit verschaffen, der Mann ist ein Mörder.
40:26Bis gleich.
40:30Moment, Frau Lautner.
40:32Herr Hofer, Abflug.
40:33Marie muss jetzt, bitte.
40:35Ich geh mit.
40:36So schnell kann ich doch das junge Glück nicht weglassen.
40:39Eine Verlobung.
40:41Also eine Verlobung.
40:42Eine Verlobung ist doch wirklich was ganz was Besonderes.
40:45Ja, da müssen wir doch noch, also da müssen wir doch noch drauf anstoßen, oder?
40:49Das ist aber nett.
40:50Ich vertrage das Zeug nicht.
40:52Sei doch kein Spielverderber.
40:54Genau.
40:55Also bei meiner Verlobung, da haben wir Champagner getrunken, ich sag's Ihnen, bis zum Umfall.
41:00Auf uns.
41:01Auf uns.
41:02So, Wohin.
41:05Darf ich?
41:34Wofür braucht ihr angeblich das Geld?
41:35Ah, für ein Fitnesscenter, was ein Straubing hat aufmachen wollen.
41:39Mein Gott, Lautnerin.
41:41In Straubing gibt's auch ein schönes Gefängnis.
41:43Stimmt.
41:44Wir haben rein gar nichts in der Hand.
41:46Doch, Herr Bräuning.
41:48Haare.
41:48Und morgen wissen wir dann auch, ob Sie von Ihnen sind.
41:52Herr Bräuning, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:58Ich glaube, ich brauche jetzt ein Weißbier.
42:01Logisch, nur einschenken musst du es selber.
42:04Selber zahlen muss ich es dann aber nicht, oder?
42:06Doch.
42:07Kassieren kann er mit links.
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