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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:12Wir können doch vernünftig darüber reden!
00:38WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
01:12Wenn doch bloß alles so einfach wäre.
01:58Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:22Wie viel Uhr war das denn ungefähr?
02:33Guten Morgen, Frau Doktorin.
02:35Guten Morgen, Reuter.
02:36Der Tote heißt Frank Richard, Paartherapeut.
02:39Seine medizinische Fachangestellte Frau Meier hat ihn heute früh gefunden.
02:44Durchs wahrscheinlich das Tatwerkzeug.
02:46Das geht sofort in die KTU.
02:48Todeszeitpunkt zwischen 19 und 22 Uhr gestern Abend.
02:51Ausgelöst wahrscheinlich durch ein schweres Schädel-Hirntrauma.
02:54Genaues nach der Obduktion.
02:57Gab es einen Kampf?
02:59Auf den ersten Blick erkenne ich keine Abwehrverletzungen.
03:03Merkwürdig.
03:04Ich meine so, wie es hier aussieht.
03:13Ich bin fertig zu können, komm.
03:20Wahrscheinlich hat der Täter oder die Täterin gezielt etwas gesucht.
03:23Laptop und Handy des Opfersbundes zerstört.
03:25Die Schränke sind erhöht.
03:27Ja, sei es für eine Suche oder jemand wollte Spuren verlischen.
03:30Dann wäre es aber klüger gewesen, die Sachen direkt mitzunehmen.
03:34Die KTU wird die Daten wieder herstellen können.
03:36Auch wenn es so lange dauert.
03:41Anschriftliche Aufzeichnungen sieht man doch immer seltener.
03:43Das habe ich auch erst gewundert.
03:45Aber Frau Meier meint, während der Therapiesitzung wird alles per Hand notiert
03:49und dann anschließend ins digitale System übertragen.
03:52Ah, verstehe gut.
03:54Dann müssen wir die Aufzeichnungen mit der digitalen Datenbank abgleichen.
03:57So können wir feststellen, ob irgendwelche Akten fehlen.
04:00Ja, wir haben schon eine Liste aller Patienten angefordert.
04:03Frau Meier hat gestern Abend gegen 18 Uhr Feierabend gemacht.
04:06Da war Herr Richard noch in der Sitzung.
04:07Aber wie sie sagt, lief die völlig friedlich ab.
04:10Wissen wir, mit wem die Sitzung war?
04:13Robin und Erika Schmitz-Hagen. Ich bestelle die ein.
04:16Gut.
04:17Was ist mit der Familie?
04:18Ich kümmere mich drum, ja?
04:25Auf Wiedersehen, Frau Meier. Ich habe Ihnen ein Taxi rufen lassen, ja?
04:28Wenn wir noch Fragen haben sollten, dann rufen wir Sie an.
04:30Alles Gute für Sie.
04:40Guck mal, um reinzukommen, braucht man einen Schlüssel.
04:44Sie hat einen Klingel und dann wird den aufgedrückt.
04:46Heißt, das Opfer hat den Täter selbst ins Haus gelassen?
04:49Wahrscheinlich kannte er den Mörder.
04:52Ach, ich hoffe, mein Mann und ich, wir landen niemals in einer Paartherapie.
04:55Also, verstehe mich nicht falsch.
04:58Wenn wir Probleme hätten, mit denen wir alleine nicht klarkämen,
05:00dann würden wir das schon machen, denke ich.
05:01Also, hoffe ich.
05:03Na, die meisten Paare suchen ja als Hilfe, wenn es schon zu spät ist.
05:05Ja, Fehler eingestehen, das ist auch nicht so leicht.
05:08Ja, wohl wahr.
05:10Da hast du es als Single leichter.
05:13Wie sieht es denn bei dir eigentlich gerade aus?
05:27Konstantin?
05:29Wir brauchen hier mehr Licht, ja?
05:35Äh, Anna?
05:36Gerne andere Blumen, die sind nicht.
05:39Mach ich.
05:40Gut.
05:42Oh, der ist zu old, der Stuhl, der muss auch weg.
05:44Haben wir was anderes empfunden?
05:46Vielleicht was Moderneres?
05:47Sag mal, Mira, machst du hier Urlaub oder Praktikum?
05:49Dachte beides.
05:52Ich frag nach.
05:53Gut.
05:54Vergiss nicht einzutragen, ja?
05:57Ähm, gerne dahin, ja, ist mal.
05:59Super.
06:00Kann ich Ihnen helfen?
06:02Guten Tag, mein Name ist Reuter, Stadt Sanwaltschaft Wiesbaden.
06:04Frau Richard?
06:05Ja.
06:13Ich hab den Sessel eingetragen.
06:29Was ist los, Mama?
06:31Ich ruche einen Notarzt.
06:32Mama?
06:34Mama, was ist?
06:36Was ist passiert?
06:37Papa, Papa, jetzt.
06:39Papa, was ist mit Papa?
06:42Papa, was ist mit Papa passiert?
06:49Äh, die kommen hierhin, ja?
06:52Danke.
06:52Bitte.
06:53Danke.
06:55Hi.
06:55Dann gehen wir jetzt wohl erstmal die Patientenaktion durch.
06:57Oh, das sieht nach einer Nachtschicht aus.
06:59Passt es ja.
07:00Mit Zucker ist richtig, ne?
07:02Ja, danke.
07:04So viele Paare, die Hilfe suchen.
07:08Bei meinen Eltern hat sie jedenfalls nicht viel genutzt.
07:11Scheidungskind?
07:11Ach, naja, aber es ist ja das Kind.
07:13Ich war da schon 18.
07:15Ich hab's mir ja trotzdem total fertig gemacht.
07:17Keine Vorstellung.
07:19Schröder?
07:20Ja?
07:21Danke.
07:22Die Schmitz Hagens sind da.
07:24Ich hol die mal rein.
07:29Also, Eile für Zucker hat auch gereicht.
07:43Ja?
07:44Hallo, Herr Reuter.
07:45Das Paar, mit dem Frank Richard gestern die letzte Sitzung hatte, hat vor zwei Wochen
07:49einen heftigen Streit zwischen ihrem Therapeuten und einer Frau mitbekommen.
07:53Ja, die ist wohl mitten ins Gespräch geplatzt.
07:56Nee, mehr konnten die auch nicht dazu sagen.
07:58Aber wir haben ein Phantombild anfertigen lassen.
08:00Ich schick's Ihnen.
08:02Gut, danke.
08:14Ich verstehe das nicht.
08:16Wie ist das passiert?
08:19Die medizinische Verhangstätte ihres Mannes hat ihn heute früh tot in der Praxis aufgefunden.
08:24Ich dachte, Papa ist in Berlin.
08:28Das dachte ich auch.
08:31Ich hab gestern noch mit ihm telefoniert.
08:36Er wollte direkt nach der Arbeit nach Berlin zum Schachturnier.
08:41Deshalb hab ich mich auch gar nicht gewundert, dass er nicht nach Hause gekommen ist.
08:48Sie haben Ihren Mann also das letzte Mal gestern früh gesehen?
08:52Nee, nicht so richtig.
08:53Also, ähm, er ist früh los.
08:58Ich hab noch geschlafen.
09:00Ich hab im Moment eine Nachtschicht nach der anderen.
09:03Ich kümmere mich um Kostüme, Szenenbild.
09:05Und gestern war die erste Abprobe.
09:07Nächste Woche ist die Premiere.
09:10Wie lange waren Sie gestern Abend hier?
09:16Lange.
09:17Also, bestimmt bis nach Mitternacht.
09:20Und Sie?
09:22Ich bin heute Morgen erst aus Hamburg gekommen.
09:25Ach, nehmen Sie in Hamburg?
09:27Ja, ich studie da Theaterwissenschaft.
09:29Aber ich mach jetzt hier für die Semesterferien mein Praktikum.
09:33Hm.
09:38Haben Sie ja eine Idee, wer Ihr Mann wirklich, ob er sich etwas antun wollte?
09:42Nee.
09:46Weil, ja, klar, also, es gab sicher den ein oder anderen schwierigen Patienten, aber so, also Mord, nein.
09:55Haben Sie diese Frau schon mal gesehen?
09:57Nee.
09:58Sie?
10:23Ich glaube, ich hab hier was.
10:28In der digitalen Datenbank befindet sich die Akte von dem Ehepaar Kiefer, Hermann und Ulrike.
10:35Aber es gibt keine handschriftlichen Aufzeichnungen dazu.
10:38Heißt, die könnten gezielt aus der Praxis entwendet worden sein.
10:41Kiefer? Versuchen wir's doch einfach mal.
10:50Guten Tag.
10:51Ich hab einen Termin mit einem Gast von Ihnen, Hermann Kiefer.
10:54Ja, einen Augenblick, bitte.
10:55Und seit wann wohnt ihr in meinem Hotel, Frau Kiefer?
10:58Ex-Mann.
11:00Wir haben uns vor zwei Monaten getrennt.
11:02Er ist ausgezogen.
11:04Ohne Ihnen zu nahe treten Sie wollen,
11:05aber dann scheint die Paartherapie bei Henricha nicht angeschlagen zu haben.
11:10Daran trägt er aber keine Schuld.
11:14Sie kennen meinen Mann nicht.
11:18Herr Kiefer?
11:20Das bin ich, ja.
11:22Sie hätten sich ruhig noch was anziehen können.
11:24So viel Zeit hab ich.
11:25Ich hab gleich einen Termin im Spa.
11:27Können Sie sich also bitte beeilen würden?
11:28Es geht um Ihren Therapeuten, Frank Richard.
11:32Bitte, nicht so laut.
11:33Muss doch keiner wissen.
11:35Wann haben Sie den denn zuletzt gesehen?
11:36Als er mir meine Frau ausgespannt hat.
11:41Kommen Sie.
11:42Wir waren bei ihm in Behandlung.
11:45Aber er hat Ulrike den Kopf verdreht.
11:47Und dann hat er plötzlich behauptet, wir hatten eine Affäre.
11:50Sie hatten also kein Verhältnis.
11:52Wie kam er denn da drauf?
11:54Das wüsste ich auch gerne.
11:56Ich denke, so war es für Hermann einfacher, die Scheidung zu akzeptieren.
12:00Indem er mir die Schuld daran gegeben hat.
12:03Das hat alles keinen Sinn mehr gemacht.
12:05Wir haben die Therapie abgebrochen.
12:06Gab es deshalb Streit zwischen ihm und Henricha?
12:10Das kann man wohl sagen, ja.
12:11Hermann ist rasend eifersüchtig.
12:14Auf alles und jeden.
12:17Klassischer Fall von Midlife Crisis.
12:20Habe ich in meinem Job als Familienanwältin dauernd mitzutun.
12:23Und jetzt wird sie mich ausbluten lassen.
12:26Sie ist Anwältin.
12:27Ich weiß genau, was sie tut.
12:29Hätte ich doch bloß auf einen Ehevertrag bestanden.
12:32Sie haben immer noch nicht die Frage beantwortet,
12:34wann Sie Herrn Richard zum letzten Mal gesehen haben.
12:37Ist schon Monate her.
12:38Darf noch was sein?
12:39Nein, danke.
12:40Gerne.
12:41Wo waren Sie denn gestern Abend?
12:43Da habe ich gearbeitet.
12:46Ich hatte einen wichtigen Call mit einem Kunden in Amerika.
12:49Sie arbeiten als...
12:51Investmentbanker.
12:52Geld schleift nie.
12:53Ach.
12:55Ja, wenn Sie ein Kundengespräch hatten,
12:57dann wird das ja jemand bezeugen können.
12:58Mit wem haben Sie denn telefoniert?
13:00Na, so weit kommt es noch, dass Sie mir meine Kunden verkraulen.
13:03Tja, ehrlich gesagt keine andere Wahl.
13:04Sagt mir.
13:05Sag ich.
13:07Sie behindern die Ermittlungen in einem Tötungsdelikt
13:09und behaupten, das Opfer hat Ihnen Ihre Frau ausgespannt.
13:11Da rutschen Sie ganz nach oben auf die Liste der Verdächtigen.
13:15Sie haben Herrn Richard also schon seit Monaten nicht mehr gesehen?
13:18Richtig.
13:18Frau Kiefer, wo waren Sie vorgestern zwischen 19 und 22 Uhr?
13:22Ich war mit einer Freundin Abendessen
13:24und danach noch in einer Bar auf einen Absacker.
13:27Das können etliche Leute bezeugen.
13:30Welche Bar?
13:41Ja, gut.
13:42Ja, Sie haben uns damit sehr geholfen.
13:44Ja, auf Wiedersehen.
13:45Tschüss.
13:48Das war das Hotel in Berlin,
13:49in dem Frank Richard laut seiner Frau übernachtet hat.
13:51Aber es wurde dort kein Zimmer auf seinen Namen reserviert
13:54und es findet dort auch derzeit kein Schlachturnier statt.
13:57Also hat er seine Frau belogen.
13:59Sieht so aus, ja.
14:01Wenn du Paartherapeut bist
14:02und deine Ehe trotzdem in die Brüche geht,
14:05dann läuft doch definitiv etwas schief.
14:07Ach, Therapeuten sind doch auch nur Menschen.
14:10Apropos Hotel.
14:11Dieser Hermann Kiefer empfängt er mich allen Ernstes im Bademantel,
14:15aber in der Öffentlichkeit über das Thema Therapie reden,
14:17das war ihm unangenehm.
14:18Seine Frau, also seine Noch-Ehefrau sagt,
14:21er sei extrem eifersüchtig.
14:22Ja, das glaube ich sofort.
14:23Alibi?
14:25Angeblich hatte er ein Telefonat mit einem Kunden in Amerika
14:27und nach langem Hin und Her hat er auch einen Kontakt rausgerückt.
14:30Ich hänge mich gleich mal ans Telefon.
14:31Obwohl, nee, da erreiche ich wahrscheinlich noch keinen.
14:34Hermann Kiefers zukünftige Ex-Frau scheidet als Verdächtige jedenfalls aus.
14:38Sie war mit einer Freundin im Restaurant, ich habe das überprüft.
14:41Aber die Spurensicherung hat noch was Interessantes gefunden.
14:47Bewerbung?
14:48Die waren im Büro des Opfers.
14:50Ich habe die BewerberInnen abtelefoniert,
14:52kommen alle von außerhalb und waren so tatsächlich in Wiesbaden.
14:55Wollte er Verstärkung in die Praxis holen?
14:57Alle drei sagen aus, dass er eine Nachfolge gesucht hat.
15:00Er wollte die Praxis aufgeben?
15:06Schatz.
15:09Vorsicht, das heißt.
15:12Dankeschön.
15:16Kann ich Ihnen auch was anbieten?
15:18Nein, vielen Dank, Frau Richard.
15:20Frau Richard, unsere bisherigen Ermittlungen haben übrigens ergeben,
15:24dass es gestern in Berlin gar kein Schachtturm hier gab
15:26und auch keine Hotelbuchung für Ihren Mann.
15:29Aber das hat er so gesagt.
15:30Keine Ahnung warum.
15:37Können Sie mir sagen, warum Ihr Mann seine Praxis
15:40an einen anderen Therapeuten abgeben wollte?
15:42Er wollte was?
15:44Es gab wohl Bewerbungsgespräche mit potenziellen Nachfolgern.
15:48Nein.
15:49Warum?
15:50Die Praxis lief super.
15:52Er hätte Unterstützung gebraucht über Nachfolger.
15:55Also Ihr Mann hat nie mit Ihnen darüber geredet?
15:59Nein.
16:04Wie lange hat Ihr Mann die Praxis denn schon?
16:08Äh, das war kurz nach Miras Geburt, also ungefähr 18 Jahre.
16:13Was hat er vorher gemacht?
16:16Er war Dozent an der Uni.
16:18Ah, könnte es vielleicht sein, dass Ihr Mann wieder zurück wollte an die Uni?
16:21Also sozusagen zurück zu seinem alten Beruf?
16:24Nee, das kann ich mir nicht vorstellen.
16:28Entschuldige mich.
16:30Ich muss sagen.
16:33Mira?
16:46Kaffee, Espresso?
16:48Äh, nein, vielen Dank.
16:50Herr Schiller, darf ich Ihnen mal eine fachliche Frage stellen?
16:52Medizinisch oder kulinarisch?
16:54Medizinisch.
16:54Wo drückt es denn?
16:56Nein, alles gut, nur so grundsätzlich.
16:59Wenn Sie damals als Arzt die Wahl gehabt hätten zwischen einer Lehrtätigkeit einer Uni und einem festen Kassensitz,
17:04wofür hätten Sie sich entschieden?
17:06Kommt drauf an.
17:07Die Arbeit einer Hochschule ist toll, aber gewinnbringend ist das nicht.
17:10Ein Kassensitz dagegen ist je nach Fachgebiet oder Region eine sichere Gelddruckmaschine.
17:15Also, schwer zu sagen.
17:17Schöne Frage.
17:18Geld oder Passion?
17:20Welche Fachrichtungen sind denn besonders profitabel?
17:23Och, eine Menge.
17:26Dermatologie, Augenheilkunde, Gynäkologie.
17:28Gibt es überall zu viele Patienten, auch zu wenig Ärzte.
17:32Psychotherapie auch?
17:33Sonst ist es Gold wert.
17:35Kostet aber dementsprechend, dass man schnell 80.000 los oder mehr, nur für die Kassenzulassung.
17:41Und man muss erst mal das Glück haben, dass überhaupt eine frei wird.
17:43Verstehe.
17:56Okay, great. Thank you very much.
17:59No, don't worry.
18:02Okay, thank you. Bye.
18:04Ja, soviel dazu.
18:06Mr. Bademantel hat gelogen.
18:08Also, kein Korn mit Amerika.
18:09Nicht gestern Abend jedenfalls.
18:12Auch noch was zu Hermann Kiefer.
18:14Er ist vor zwei Jahren wegen Körperverletzung angezeigt worden.
18:16Es kam auch nie zu einer Anklage.
18:18Warum, konnte ich nicht herausfinden.
18:20Das kann Reuter bestimmt.
18:22Kiefer ist nicht der Einzige, der gelogen hat.
18:24Warum hat das Opfer seiner Frau erzählt, dass er in Berlin ist?
18:28Irgendwas hatte der vor, von dem seine Frau nichts wissen sollte.
18:31Ich habe ihr Alibi überprüft.
18:33Scheint wasserdicht.
18:34Die Kollegen sagen, sie ist immer die Letzte, die das Theater verlässt.
18:36Außerdem war er ja nie zur Tatzeit dort eingeloggt.
18:39Wer ist diese unbekannte Frau?
18:51Hallo.
18:53Hermann Kiefer.
18:56Die Kollegin, die den Fall damals bearbeitet hat, sagt, es kam niemals zu einer Anklage,
19:01weil sich die Parteien außergerichtlich geeinigt haben.
19:04Vermutlich ist da eine Menge Geld geflossen, aber wie auch immer, das Verfahren wurde eingestellt.
19:07Hier steht, Kiefer hat einen Mann zusammengeschlagen, der in einer Bar seine Frau angesprochen hat.
19:12Nur angesprochen.
19:13Nicht auszuschließen, dass er aus Eifersucht jetzt wieder die Kontrolle verloren hat.
19:17Er denkt, seine Frau hätte ein Verhältnis mit ihrem Therapeuten, sucht ihn auf, die Situation eskaliert
19:21und er entfindet seine Akte, damit nichts auf ihn deutet.
19:24Noch etwas, unser Opfer Frank Richard hat damals ein Kontaktverbot erwirkt.
19:29Hermann Kiefer durfte sich weder seinem Haus noch ihm noch der Praxis auf maximal 200 Meter nähern.
19:34Ach, davon hat Hermann Kiefer gar nichts gesagt?
19:37Seine Frau und ich.
19:46Hallo, Frau Dr. Engel.
19:47Hallo, Reuter.
19:49Todesursache war eigentlich ganz klar die schwere Kopfverletzung um circa 21 Uhr.
19:54Eigentlich höre ich dann aber.
19:57Aber eventuell wäre er sowieso in nächster Zeit gestorben.
20:00Das kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen.
20:02Bei der Obduktion habe ich festgestellt, dass er ein intrakranielles Aneurysma hatte.
20:08Ein Hirnaneurysma?
20:10Womöglich wusste er selbst nichts davon.
20:13Ich werde mich mal bei seinem Haushalt erkundigen.
20:16Die Größe und Lage des Aneurysmas sprechen dafür, dass es inoperabel war.
20:20Also ich bin keine Expertin, das kann nur ein Gefäßchirurg entscheiden.
20:25Eine Zeitbombe im Kopf.
20:26Wenn es reißt, dann ja.
20:28Ansonsten kann man damit steinhalt werden.
20:31Es ist nicht selten, dass sowas zufällig diagnostiziert oder nie entdeckt wird.
20:35Beziehungsweise dann erst auf meinem Tisch.
20:39Haben Sie eigentlich noch irgendwelche Abwehrverlationen gefunden?
20:44Also der verwüstete Datort spricht für einen Kampf.
20:49Die Leiche nicht.
20:53Herr Kiefer, Moment.
20:55Wo geht's denn hin?
20:56In den Urlaub.
20:57Ja, der muss jetzt wohl noch ein bisschen warten.
20:59Der Richard hat ein Kontaktverbot gegen Sie erwirkt.
21:01Warum?
21:04Ich helfe Ihnen da gerne auf die Sprünge.
21:05Sie haben ihn zu Hause und vor seiner Praxis aufgelauert und gedroht.
21:09Mehrmals.
21:09Weil er es abgestritten hat.
21:11Ich wollte, dass er endlich zugibt, dass Ulrike verführt hat.
21:14Ihre Frau sagt, dass sie nie malt.
21:15Ach, die lügt.
21:16Ja, das lässt sich momentan nicht feststellen.
21:19Klar ist, dass Sie gelogen haben.
21:21So was denn? Können wir jetzt fahren?
21:24Sie hatten zur Tatzeit keine Telefonkonferenz mit Ihrem amerikanischen Kunden.
21:29Herr Kiefer.
21:32Was mache ich denn jetzt mit Ihrer Falschaussage?
21:35Aber ich habe mich an das Kontaktverbot gehalten.
21:37Ja?
21:38Ich war seitdem nicht mehr in der Praxis.
21:40Können Sie das beweisen?
21:43Aber das muss bitte unter uns bleiben.
21:46Meine Frau darf davon nichts erfahren.
21:50Herr Kiefer, was haben Sie zur Teilzeit gemacht?
21:53Mein Oldtimer verkauft.
21:56Ehrlich?
21:57Ich gebe Ihnen gerne die Telefonnummer des Käufers.
21:59Aber bitte erzählen Sie bloß Ulrike nichts davon.
22:02Diese geldjährige Schampe.
22:04Lassen Sie mich raten, der Verkauf hat ordentlich Geld eingebracht.
22:07Und davon sollte Ihre Frau lieber nichts mitbekommen.
22:09Die Scheidung kommt nicht so schon teuer genug.
22:11Zieh ich nicht ein.
22:13Es war mein Wagen.
22:15Mein Baby.
22:21Bitteschön.
22:22Danke.
22:23Herr Schiller.
22:26Sie haben noch lange im Krankenhaus gearbeitet.
22:28Mhm.
22:28Wie ist das eigentlich so?
22:30Meine Ärztes schafft Patienten.
22:32Wenn sich da irgendwas Privates entwickelt.
22:34Oh.
22:35Kommt öfter vor, als man denkt.
22:38Lang, lang ist es her.
22:39Da war ich noch Assistenzarzt da.
22:41Da habe ich Schwierigkeiten bekommen mit dem Abszidenzgebot.
22:44Eine Patientin.
22:45Aber wir haben es frühzeitig beendet.
22:47Die Gefühle waren nicht echt.
22:48Nur Übertragung.
22:50Inwiefern?
22:51Ja, ich hatte Ihre Schmerztherapie begleitet.
22:54Die Behandlung schlug an.
22:56Ihr ging es besser.
22:57Das Positive hat sie auf mich übertragen.
22:59Und andersrum.
23:00Das Gehirn spielt einem vor, verliebt zu sein.
23:02Aber wenn Sie einen Psychologen fragen,
23:04wird er Ihnen immer sagen,
23:05das beruht auf Übertragen und Gegenübertragung.
23:08Das ist nicht echt.
23:08Verstehe.
23:10Und wenn sich dann doch mal echte Gefühle entwickeln?
23:13Ich meine, das könnte doch sein, oder?
23:15Dann riskiert man seine Zulassung.
23:16Da muss man sich fragen, was wichtiger ist.
23:18Die Liebe oder der Job?
23:20Damals ganz klar, der Beruf.
23:24Heute?
23:25Tja, Prioritäten ändern sich eben.
23:30Kiefers Alibi wurde bestätigt.
23:33Käufer hat bar bezahlt.
23:3575.000.
23:38KTU, bitte?
23:41Ja, okay.
23:43Alles klar, schickt es mir bitte einfach gleich rüber, ja?
23:45Ja, danke.
23:48Das war das Blut des Opfers, Hanni Büster.
23:50So haben wir definitiv ein Tatwerkzeug.
23:52Leider gibt es aber keine verwertbaren Fingerabdrücke.
23:54Das wäre aber auch zu schön gewesen.
23:56Ja, die KTU ist jetzt aber auch mit dem Laptop des Opfers durch.
23:59Das, Hanni, das dauert noch ein bisschen.
24:01Die schicken gleich den ersten Teil der Auswertung und dann kann...
24:04Ach, guck mal, da ist es ja schon.
24:13Was haben wir denn da?
24:16Das Opfer war ein richtiger Schachfanatiker.
24:18Hat online mit jemandem Schach gespielt.
24:21Das ist ja erstmal nichts Ungewöhnliches, oder?
24:23Das ist nicht.
24:24Aber Frank Richard wollte seinen Schachgegner am Tatabend treffen.
24:27Um 21 Uhr in seiner Praxis.
24:30Lässt sich die Alibi-Adresse rückverformen?
24:33Sind wir dran.
24:34Also wenn es wirklich nur um Schachspiel ging,
24:35warum hat er das seiner Frau verheimlicht?
24:37Und warum hat er seiner Frau gesagt, er sei in Berlin?
24:40Vielleicht war sein Schachgegner mehr als nur eine Bekanntschaft aus dem Internet?
24:44Eine Affäre?
24:45Also wenn man Hermann Kiefer glaubt, dann mit dessen Frau.
24:48Aber das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
24:50Also wenn Richard wirklich eine Affäre gehabt haben sollte mit einer Patientin,
24:54wäre das ein grober Verstoß gegen die Berufsordnung gewesen.
24:56Und er hätte alles dran gesetzt, dass das nicht rauskommt.
24:58Dann könnte auch das der Anlass für einen Streit gewesen sein,
25:01der dann tödlich rausging.
25:03Ich habe heute Vormittag mit der Ärztin von Frank Richard telefoniert.
25:06Er hatte vor ein paar Wochen einen Fahrradunfall.
25:09Vorsichtshalber wurde ein MRT gemacht und dabei wurde das Aneurysma entdeckt.
25:13Er wusste um seinen Gesundheitszustand.
25:14Das erklärt er noch, warum er eine Nachfolge für seine Praxis gesucht hat.
25:18Noch was, diese unbekannte Frau, mit der er sich gestritten haben soll.
25:21Sind wir da weiter?
25:21Leider nein, aber das könnte ja seine heimliche Geliebte sein.
25:32Welche findest du denn?
25:34Ach Schatz.
25:37Es muss weitergehen.
25:41Ein bisschen Ablenkung tut uns gut.
25:51Wie findest du die?
25:54Ach, Herr Reuter.
25:56Gibt es schon Neuigkeiten?
25:58Dr. Frau Richard, ich würde Ihnen gerne noch ein paar Fragen stellen.
26:02Am besten dafür Augen, ja?
26:04Na klar.
26:14Wussten Sie, dass bei Ihrem Mann ein Hirnaneurysma diagnostiziert wurde?
26:19Was?
26:21Ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund dafür war, dass er seine Praxis verkaufen wollte.
26:26Es könnte sein, dass er dafür sorgen wollte, dass Sie und Ihre Tochter finanziell abgesichert sind im Fall der Fälle.
26:34Aber warum hat er denn nichts gesagt?
26:44Noch etwas.
26:46Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Mann eine Affäre hatte?
26:51Wie kommen Sie darauf?
26:52Wie kommen Sie darauf?
26:52Ja, es gibt einen Hinweis, den wir folgen.
26:54Einen Hinweis?
26:56Von wem?
26:57Ich darf über laufende Ermittlungen nichts sagen.
27:00Na ja, klar.
27:02Ehrlich gesagt kann ich mir das nicht vorstellen.
27:05Ja, wir hatten unsere Probleme, aber so ist das eben, wenn man fast 20 Jahre zusammen ist.
27:09Es wäre natürlich nicht das erste Mal, dass sich ein Therapeut und seine Patientin ineinander verlieben.
27:15Nicht bei Frank.
27:16Niemals.
27:17Dafür ist es.
27:19War jetzt professionell.
27:23Sackgasse.
27:24Die IP-Adresse von den Chatnachrichten im Online-Schach ist von einem Internetcafé.
27:28Keine Videoüberwachung?
27:29Nee, der Laden hat keine Kameras.
27:30Sie können nicht nachvollziehen, wer wann an welchem Rechner gesessen hat.
27:34Hallo, Herr Reuter, die Betriebsunterlagen des Opfers, ja, die haben wir hier, schicke ich Ihnen rüber, ja, bitte.
27:51Reuter?
27:53Ach, das ging ja schnell, vielen Dank für den Rückruf.
27:56Richtig, Herr Richard hat monatlich 500 Euro an eine Frau Maike Sommer überwiesen.
28:02Ich würde gerne wissen, seit wann dieser Dauerauftrag besteht.
28:08So lange schon?
28:12Sie haben mir sehr geholfen, vielen Dank.
28:14Für Sie auch, danke.
28:17So.
28:43Guten Tag.
28:45Frau Sommer?
28:47Mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
28:50Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Frank Richard getötet wurde.
28:53Wer?
28:55Frank Richard, der Mann, der ihn monatlich 500 Euro überwiesen hat.
29:00Das ist ein Missverständnis sein, ich kenne keinen Frank Richard.
29:04Ich habe mich ein bisschen über Sie informiert, Frau Sommer.
29:07Sie haben früher Psychologie studiert, richtig?
29:10Es war in einem anderen Leben.
29:12Ja, und in diesem anderen Leben war Herr Richard Ihr Dezent?
29:16Kann sein.
29:18Das ist wirklich lange her.
29:19Das weiß ich nicht mehr.
29:21Warum haben Sie das Studium eigentlich abgebrochen damals?
29:24Ging nicht anders.
29:33Ist das Ihr Sohn?
29:37Laut Geburtsurkunde müsste er jetzt etwa 17 Jahre alt sein, richtig?
29:41Sie kennen Bedlamins Geburtsurkunde?
29:44In der kein Vater eingetragen ist.
29:47Herr Richard hat Ihnen das Geld genau seit der Geburt Ihres Sohnes überwiesen.
29:51Das kann doch kein Zufried sein, oder?
29:53Wie schon gesagt, ich kann mit dem Namen wirklich nichts anfangen.
29:58Ich würde Ihrem Sohn gern einen Vaterschatztest ersparen.
30:02Aber würden Sie darauf bestehen?
30:04Staats, alles in Ordnung?
30:08Er weiß es.
30:15Spielt er schon lange?
30:17Schon länger, als er lesen und schreiben kann.
30:20Ich habe ihn schon früher oft mit in den Park genommen,
30:22von klein an die Schachspieler beobachtet.
30:25Inzwischen besiegt er jeden ausnahmslos und bessert so sein Taschengeld auf.
30:30Spielen Sie auch?
30:32Mein Mann und ich, wir sind eher die Typen menschärgerlich, nicht wenn Sie verstehen.
30:38Frau Sommer, ich gehe davon aus, dass Frank Richard der leibliche Vater ist, was Sohnes ist.
30:44Es war ein Unfall.
30:45Ein Bonnert-Stand, mehr nicht.
30:47Wir haben es beide sofort bereut.
30:49Ich wollte nichts mit dem Dozenten anfangen und Frank war verheiratet und hatte gerade eine Tochter bekommen.
30:55Weißt du, Sohn ist?
30:56Ja, also, nein, er hält Erik für seinen leiblichen Vater.
31:04Und ihr Mann?
31:05Weiß, dass Benni nicht sein leibliches Kind ist.
31:07Wir sind zusammengekommen, da war Benni knapp ein Jahr.
31:10Für ihn war Erik von Anfang an Papa.
31:16Wie ist Herr Richard eigentlich mit dieser Situation umgegangen?
31:20Wir haben uns geeinigt, dass er Unterhalt bezahlt und wir stillschweigend darüber bewahren.
31:26Ich bin da nicht stolz drauf, aber es ist besser so für Anne.
31:33Wann hat er uns das letzte Mal Kontakt zu Herrn Binnert?
31:35Persönlich?
31:37Das ist Jahre her.
31:39Ich würde Ihnen das gern glauben, aber es gibt Zeugen.
31:42Sie haben vor kurzem Herrn Richard in seiner Praxis aufgesucht.
31:51Ja, danke, wir melden uns.
31:53Die Schmidts-Hagens könnten noch heute zu einer Gegenüberstellung vorbeikommen.
31:56Vielleicht gar nicht nötig, wenn Maike Sommer von sich aus zugibt, dass sie vor kurzem bei Frank Richard in der
32:01Praxis war.
32:02Ja, mal sehen, was ihr Mann dazu sagt.
32:06Danke.
32:08Zwei Zeuginnen haben ausgesagt, sie hätten sich heftig gestritten.
32:11Was war denn da der Auslöser?
32:13Er hat Kontakt zu Benni aufgenommen hinter meinem Rücken.
32:15Hat ihm einfach gesagt, dass er sein leiblicher Vater ist.
32:19Wie hat er reagiert?
32:21Erst wollte er es gar nicht glauben und hat Frank für irgendein Internet treu gehalten.
32:25Aber dann...
32:26Benni hat nicht aufgehört nachzufragen.
32:30Er hat mir keine Wahl gelassen.
32:32Und da haben Sie ihm die Wahrheit gesagt?
32:34Schweren Herzens, ja.
32:37Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen.
32:41Verständlich, ich meine.
32:42Sie haben ihm sein Leben lang angelungen.
32:45Manchmal ist es besser, nicht die ganze Wahrheit zu kennen.
32:48Unser Leben war in Ordnung, verstehen Sie?
32:51Frank hat alles auf den Kopf gestellt.
32:55Was haben Sie Ihrem Sohn denn über Herrn Richard erzählt?
33:00Viel weiß ich ja selbst nicht, was er beruflich macht.
33:04Dass er verheiratet ist.
33:05Meine Tochter hat die jetzt ungefähr in Bennys Alter sein müsste.
33:09Ihr Sohn weiß also von Ihrer Richard?
33:13Das Ganze hat ihm ziemlich zugesetzt.
33:15Er hat sich komplett in seine Schachwelt zurückgezogen
33:18und redet seitdem nur noch das Nötigste mit uns.
33:23Wissen Sie, ob Bennys einen leiblichen Vater kennenlernen wollte?
33:26Wollte er ihn treffen?
33:27Soweit ich weiß, hatten Sie nur Online-Kontakt.
33:29Erstmal ging es nur um Schach.
33:32Das Talent hat Bennys wohl von Frank geerbt.
33:35Dass ich nicht Bennys leiblicher Vater bin, da habe ich kein Problem mit.
33:39Ich bin sein Vater.
33:41Komm mal, was wolle.
33:42Oder wer wolle.
33:43Kannten Sie Frank Richard?
33:44Was heißt Ken?
33:47Wusste ich, wer er ist?
33:48Ja.
33:50Habe ich ihn jemals getroffen?
33:52Nein.
33:53Habe ich mal eine Meinung über ihn?
33:55Allerdings.
33:55Und wie sieht diese Meinung aus?
33:57Können Sie sich das nicht denken?
33:59Könnten Sie mir bitte einfach die Frage beantworten?
34:02Er hat Glück, dass meine Maike so eine gute Seele ist.
34:06Das denke ich.
34:08Andere Frauen, die hätten das ausgenutzt, dass er so ein reicher Pinsel ist.
34:12Ihn erpresst oder sonst was.
34:15Maike, die wollte einfach nur ihre Ruhe.
34:18Aber daran hat er sich ja nicht gehalten.
34:21Es muss ein harter Schlag für Sie gewesen sein.
34:23Für mich?
34:24Nein.
34:25Für meinen Sohn.
34:27Aber vielleicht ist es auch besser so.
34:30Früher oder später hätte er die Wahrheit eher erfahren.
34:36Frank hat einen Sohn?
34:39Sie haben nichts davon geputzt?
34:41Nein.
34:42Er ist etwas jünger als Ihre Tochter.
34:47Ich habe einen Bruder.
34:58Grüße.
35:01Maike Sommer wurde ungewollt schwanger, musste ihr Studium abbrechen und war alleine mit einem Kind.
35:07Das machen 500 Euro im Monat nicht wett.
35:09Aber die beiden hatten einen Deal.
35:11Ja, an den Frank Richard sich aber gar nicht gehalten hat.
35:13Ich kann ihn schon irgendwie verstehen.
35:15Er hat erfahren, dass er womöglich bald sterben wird und wollte seinen Sohn noch kennenlernen.
35:19Ja, ist schon klar, aber er hat damit das komplette Leben der Familie Sommer auf den Kopf gestellt.
35:24Ich finde es egoistisch irgendwie.
35:27Einerseits ja, andererseits hätte Benjamin Sommer sonst vielleicht nie die Wahrheit erfahren.
35:32Der Junge findet raus, dass er sein ganzes Leben lang belogen wurde und bekommt plötzlich die Chance, seinen leiblichen Vater
35:37kennenzulernen.
35:38Benjamin Sommer ist ein Schachgenie.
35:40Vielleicht ist es kein Zufall, dass er die Leidenschaft seines leiblichen Vaters teilt.
35:43Er könnte der geheime Schachfreund sein, mit dem das Opfer verabredet war.
35:46Aber Herr Frank Richard hat mich getroffen.
35:49Angeblich.
35:50Okay, ich höre mich nochmal in diesem Internetcafé um.
35:53Vielleicht kann sich da jemand an ihn erinnern.
36:04Benni, warte mal.
36:10Können wir reden?
36:16Was willst du, Erik?
36:18Erik?
36:21Du glaubst doch nicht, dass ich jetzt noch weiter Papa sage.
36:25Aber hör mal.
36:26Ich weiß, das ist alles gerade nicht einfach für dich.
36:29Aber ich bin dein Vater und ich werde es auch immer bleiben.
36:34Ich habe keinen Vater mehr.
36:37Und was bin ich dann?
36:38Ein Niemand?
36:39Jetzt verstehe ich wenigstens, warum wir nichts gemeinsam haben.
36:42Das hatte ich mit meinem Vater auch nicht.
36:44Benni, bitte.
36:45Hast du es deshalb getan?
36:47Hast du ihn deshalb umgebracht?
36:50Was redest du da?
36:51Ich erkenne dich gar nicht wieder.
36:53Er war mein Vater.
36:55Nein, ich bin dein Vater.
36:58Benni, nur weil der Mann Schach genauso mochte wie du.
37:01Das heißt noch lange nicht, dass ihr einen Draht gehabt hättet.
37:03Doch!
37:05Du hast doch keine Ahnung.
37:07Ich war immer für dich da.
37:08Oder nicht?
37:12Ihr habt mich belogen.
37:14Die ganze Zeit.
37:16Ihr habt mich nur verarscht.
37:18Wir wollten nicht, dass du es so erfährst.
37:21Und jetzt ist es zu spät.
37:24Wegen euch werde ich meinen Vater niemals kennenlernen.
37:27Benni, bitte.
37:29Bitte.
37:38Wer ist er?
37:40Wer ist mein Bruder?
37:43Das weiß ich nicht.
37:44Wir müssen das rausfinden.
37:46Ich will ihn kennenlernen.
37:47Warum denn?
37:49Hallo, weil er mein Bruder ist?
37:51Ja, bitte.
37:51Ich muss das auch erstmal alles verarbeiten.
37:53Dein Vater hatte so viele Geheimnisse.
37:56Und?
37:58Und?
37:59Stört's dich nicht, dass Papa uns die ganze Zeit belogen hat?
38:03Und was ist mit dir?
38:05Mit mir?
38:05Meinst du, dass ich damals nicht mitbekommen habe, was zwischen diesem Manuel und dir passiert ist?
38:12Das verstehst du nicht, Schatz.
38:14Ich habe Papa nie belogen.
38:16Es war ein einmaliger Ausbruch.
38:18Ich habe ihm sofort die Wahrheit gesagt.
38:19Aber er, er hat uns die ganze Zeit belogen.
38:25Für Ihr Vorwürfe ist es ja zu spät.
38:27Ich weiß.
38:30Es tut mir leid.
38:32Aber ich will diesen fremden Jungen nicht in unserem Leben.
38:35Verstehst du?
38:36Wir haben doch schon genug Kummer.
38:39Willst du mir verbieten, ihn zu suchen?
38:42Das kannst du nicht.
38:44Nein.
38:45Aber ich kann dich darum bitten.
39:08Das Internet-Café habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.
39:12Das ist eher so eine Art Spielhalle.
39:14Teil der Webster-Laden.
39:16Aber da konnte sich auch niemand an Benjamin Sommer erinnern, weil ja jeden Tag unzählige Jungs in seinem Alter sind.
39:21Und zwar weil direkt um die Ecke ein Gymnasium ist.
39:24Aber seit Wochen ohne WLAN.
39:27Technische Probleme.
39:29Heißt, in der Pause und in den Freistunden sind alle immer im Internet-Café.
39:32Genau.
39:33Der Laden ist hier.
39:35Und die Schule ist hier.
39:37Rate mal, wer die Schule besucht.
39:38Benjamin Sommer.
39:40Ja.
39:41Also hat Frank Richard mit seinem Sohn online Schach gespielt und sich für den Tatabend mit ihm verabredet.
39:47Mhm.
39:48Aber welchen Grund soll der Junge gehabt haben, ihn zu töten?
39:52Ich sehe da kein Motiv.
39:54Das hätte doch eher die Mutter.
39:55Der Tote hat sich über sie hinweggesetzt, indem er ihren Sohn gegen ihren Willen erzählt hat, dass sein Vater nicht
40:00sein Vater ist.
40:01Ja, eine Mutter, die ihr Kind schützen will, das ist ein starkes Motiv.
40:04Was ist denn mit dem Ziehvater?
40:06Erik Sommer hat Benjamin aufgezogen, als wäre es sein eigener Sohn.
40:09Und jetzt bricht der Junge mit ihm.
40:13Herr Sommer.
40:15Was wollen Sie denn noch?
40:17Wussten Sie, dass Benjamin vorhatte, seinen leiblichen Vater zu treffen?
40:20Die beiden waren am Dienstagabend verabredet.
40:22Der Abend, an dem Frank Richard getötet wurde.
40:24Nein, davon hatte ich keine Ahnung.
40:27Ach, Sie denken Benni?
40:30Niemals.
40:31Was haben Sie denn am Dienstagabend gemacht?
40:34Ich war zu Hause.
40:35Hab mit meiner Frau eine Serie geguckt.
40:37Machen wir abends wie's immer.
40:39Und Ihr Sohn?
40:40Benni war auch da.
41:19Hallo, Herr Reut.
41:20Guten Abend, Frau Sommer.
41:21Ich will gern kurz mit Ihrem Sohn sprechen.
41:22Warum?
41:23Darf ich?
41:24Er ist in seinem Zimmer.
41:26Bitte.
41:26Danke.
41:27Benni, kommst du mal eben?
41:36Ich könnte mir vorstellen, dass diese Neuigkeit Sie ziemlich überfordert hat.
41:47Ich komm mir halt mega verarscht vor.
41:51Verständlich.
41:54Ihr leiblicher Vater hat ja Kontakt zu Ihnen aufgenommen.
41:57Wie lief das eigentlich ab?
42:05Muss Sie dabei sein.
42:08Aber...
42:08Wenn es Ihnen die weiß, können wir uns natürlich auch gern unter vier Augen unterhalten.
42:13Ja.
42:26Er hat mich im Internet gefunden.
42:28Ah.
42:28Und dann hat er Ihnen einfach geschrieben, dass Sie sein Sohn sind?
42:31Nicht direkt.
42:34Wir haben Online-Shark gespielt.
42:36Er war richtig gut.
42:38Besser als ich.
42:40Hat mir sogar noch was beigebracht.
42:43Das war cool.
42:47Wie ging es dann weiter?
42:50Dann kam er plötzlich damit raus, er wäre mein eigentlicher Vater.
42:56Ich dachte, er spinnt.
42:59Aber er wusste alles.
43:02Über mich, meine Mutter.
43:07Sie wollten sich ja mit ihm treffen, Dienstagabend um neun Uhr, richtig?
43:13Ja.
43:14Ja.
43:15Aber...
43:18Ich hab mich nicht getraut, hinzugehen.
43:21Es war mir dann doch zu krass, irgendwie.
43:34Die Funkzellenabfrage von Benjamin Sommers Handy.
43:36Und zwar zur Tatzeit ist er näher der Praxis eingeloggt.
43:38Also war er doch da.
43:40Gerade kam übrigens auch die Auswertung von Frank Richards Handy.
43:43Ach, endlich.
43:44Kannst du das bitte am Beuter weiterleiten?
43:45Ja, klar.
43:47Also hat Benjamin Sommers gelogen?
43:49Ja, genau wie seine Eltern.
43:51Die Familie Sommers hat uns ein falsches Alibi präsentiert.
43:53Angeblich waren sie ja alle zusammen zu Hause, aber das kann ja dann nicht stimmen.
43:57Los.
44:03Frau Sommer?
44:05Ist Ihr Sohn zu Hause?
44:07Nein, Benni ist im Park.
44:09Können wir kurz reinkommen?
44:11Warum?
44:12Kurz gesagt, weil ihr Alibi geplatzt ist.
44:28Hallo, Benjamin.
44:30Tag.
44:32Äh, freuen Sie mich?
44:33Nein, lieber nicht.
44:34Ich verliere nicht sogar.
44:37Benjamin, Sie waren zur Tatzeit in der Nähe der Praxis.
44:40Das hat uns ihr Handy verpasst.
44:41Zur Tatzeit.
44:44Ja.
44:45Weißt du, ich war da, als er...
44:47Sie geben also zu, dass Sie da waren?
44:50Ja.
44:51Aber ich bin nicht reingegangen.
44:53Ich stand ewig davor und bin dann wieder abgehauen.
44:58Haben Sie irgendwas bemerkt?
45:00Haben Sie jemanden gesehen?
45:02Es war dunkel, aber...
45:05als ich weggehen wollte, kam noch jemand aus dem Haus.
45:07Können Sie die Person beschreiben?
45:11Es war eine Frau.
45:14Aber...
45:14keine Ahnung, ich konnte sie nur von hinten sehen.
45:18Größe, Haar, Farbe, Kleidung.
45:21Nee.
45:22Hab ich nicht drauf geachtet.
45:26Außer, ähm, vielleicht der Schal.
45:29Das war so ein riesiges Tuch mit einem Muster, mit, äh, mit hellen Punkten.
45:36Das ist irgendwie hängen geblieben.
45:38Aber sonst ist mir nichts aufgefallen.
45:40Na gut.
45:41Wenn Ihnen noch was einfällt, melden Sie sich, ne?
45:43Ja.
45:53Hi.
45:54Hallo.
45:56Mira.
45:57Benja.
45:58Schön, dich kennenzulernen.
46:01Schön, dass du gekommen bist.
46:03Oh.
46:04Ja.
46:05Ähm, ja.
46:07Ihr Sohn war Dienstagabend nicht zu Hause.
46:11Ja, das stimmt.
46:14Wir haben das erst nicht gesagt.
46:16Aber wir haben das nur gut gemeint.
46:20Ja, gut gemeint.
46:21Ging leider daneben.
46:23Was also haben Sie an diesem Abend gemacht?
46:25Wir beide waren hier.
46:27Aber Benni war nicht da.
46:29Er war unterwegs.
46:31Um seinen leiblichen Vater zu treffen?
46:34Davon hat er uns nichts erzählt.
46:37Benjamin war niemals fähig, jemandem was anzutun.
46:44Das ist noch was, was Sie vielleicht wissen sollten.
46:47Benni hat seine Halbschwester online gefunden und Kontakt aufgenommen.
46:52Er will Sie kennenlernen.
47:15Einde sanitisch.
47:20Bei Benjamin Sommer handelt es sich also um eine Frau.
47:23Die Frank-Richard selbst in seine Praxis gelassen haben muss.
47:32Ja? Ah, hallo Herr Reuter.
47:37Moment, ist da in deinem Chaos irgendwo die Akte Kiefer?
47:40Kiefer?
47:43Chaos.
47:45Okay, checken wir. Ja, bis später.
47:48Wir treffen Reuter nachher im Theater.
47:50Ja, was ist denn jetzt mit Hermann Kiefer?
47:53Wegen des Kontaktverbots, das Frank-Richard gegen ihn erwirkt hat.
47:57Schau mal nach, ob Lydia-Richard da war, als Kiefer ihren Mann zu Hause belästigt hat.
48:04Ja. Ja, sieht so aus.
48:06Okay, dann geht's jetzt erstmal zur Wohnung von Richards und dann ins Theater.
48:10Reuter besorgt uns den Durchsuchungsbeschluss.
48:12Okay.
48:26In der Wohnung war nichts.
48:30Fängst du jetzt auch an wie dein Vater hinter meinem Rücken?
48:33Ich hab dir gesagt, ich will ihn kennenlernen.
48:36Wir schauen uns da hinten um.
48:38Was wird das hier?
48:40Das ist ein Durchsuchungsbeschluss für das Theater.
48:44Aber die bringen mir doch alles durcheinander.
48:47Moment!
48:54Vielleicht da vorne.
48:57Ja.
48:58Mira, Sie haben Ihrem Vater geschrieben, wann ihr Zug ankommt.
49:01Ja, das mach ich immer so.
49:03Ach, das war so eine kleine Tradition zwischen Ihnen?
49:07Also wollte Ihr Vater Sie diesmal auch abholen?
49:09Ja, eigentlich schon.
49:11Aber er wollte ja nach Berlin fahren.
49:17Ist das eigentlich ungewöhnlich für Sie, dass Ihr Vater Ihnen nicht Bescheid gesagt hat, dass er diesmal nicht kommt?
49:23Ja, irgendwie schon.
49:27Eigentlich.
49:30Aber meine Mutter hat mir doch gesagt, dass...
49:33Ja.
49:40Lass mal da vorne gucken.
49:42Nach was suchen Sie überhaupt?
49:48Mama?
49:49Mama?
49:55Warum hat mir Papa nicht gesagt, dass er mich dieses Mal nicht abholen kommt?
49:59Wahrscheinlich hat er es vergessen.
50:00Das hat er nie.
50:02Frau Richard, diese ganze Geschichte mit dem Schachtdornier und mit Berlin, das haben Sie doch alles nur ausgedacht, um uns
50:08und Ihre Tochter zu täuschen?
50:09Quatsch.
50:10Sagt Ihnen der Name Hermann Kiefer etwas?
50:12Nein, nie gehört.
50:13Das glaube ich Ihnen nicht.
50:15Ihr Mann hat gegen Herrn Kiefer ein Kontaktverbot erwirkt, weil Herr Kiefer Ihren Mann zu Hause bedroht hat.
50:21Und das wissen Sie, weil Sie nämlich dabei waren.
50:25Na ja, ähm, so ein Spinner ja.
50:28Jetzt erinnere ich mich.
50:43Alexander?
50:45Guck mal.
50:47Kann das sein, ja?
50:49Ja.
50:50Dann mal los.
50:53Herr Kiefer behauptet, der Mann habe eine Affäre gehabt mit seiner Frau, was wahrscheinlich nicht stimmt.
51:00Was aber stimmt, ist, dass Sie diesen Vorwurf mitbekommen haben.
51:04Und?
51:04Na, das hat doch sicher etwas ausgelöst in Ihnen.
51:08Warum kommt mein Mann immer so spät aus der Praxis?
51:11Wem schreibt er diese heimlichen Nachrichten?
51:14Gefunden.
51:15Gehört der Schale Ihnen?
51:17Nee.
51:19Das ist, äh, vom Theater.
51:21Ihre Kollegin war so nett, uns das hier zu geben.
51:24Hier wird ordentlich notiert, welche Kostüme und Requisiten wann und von wem ausgeliehen werden.
51:29Sei es für Vorstellungen oder privat. Und hier steht jetzt aber zu dem Schale...
51:33Ja, ich weiß, was da steht.
51:35Zur Tatzeit war Ihr Hände hier im Theater eingeloggt. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sie auch hier waren.
51:42Wir werden den Schale untersuchen.
51:43Und falls da Blutspuren mit der DNA Ihres Mannes draußen sind...
51:46Aber ich war hier!
51:47Nein!
51:50Es gibt einen Zeugen, der Sie gesehen hat, als Sie die Praxis verlassen haben.
51:56Nein.
52:03Wollen Sie jetzt zu einem Rechtsanwalt anrufen?
52:22Ehemann!
52:22We love you!
52:31Ehemann!
52:33Unsere Ehe ... war ein einzig Lüge!
52:38Warum hat er mir nicht die Wahrheit gesagt?
52:44Was ist an diesem Abend passiert?
52:51Frank hat angerufen, dass er sehr spät nach Hause kommt.
52:57Wieder mal.
52:59Ich habe gedacht, er trifft sich mit seinen heimlichen Geliebten.
53:04Und dann sind Sie zu mir in die Praxis gefahren?
53:08Wenn ich das gewusst hätte, dass er vorsorgen wollte.
53:17Dass er uns absichern wollte, Mira und mich die Praxis verkaufen.
53:22Ich dachte, ich wäre ihm egal.
53:30Wo ist sie?
53:35Wie lange geht das schon mit euch?
53:37Immer die gleiche, Laia.
53:38Ach ja?
53:39Schatz, ich habe keine Affäre.
53:42Willst du mich verarschen? Warum seid die heimlich Tuerei?
53:44Es ist kompliziert. Setz dich bitte.
53:46Nee, ich will mich nicht hassen!
53:48Ich will wissen, wer dieser Scheißschlampe ist!
53:52Ich habe dir damals auch die Wahrheit gesagt.
53:55Den Ausrutscher mit Manuel.
53:57Ich habe dir alles gebeichtet, aber du...
53:59Lydia!
53:59Nichts, Lydia.
54:00Zwei Jahre und bin ich von dir zur Kreuze gekrochen.
54:03Sogar von deinen Freunden hast du Anspielung gemacht.
54:06Du hast mich gedemütigt, wo du nur konntest.
54:07Lydia, ich habe noch ein Kind.
54:13Was?
54:14Ein Sohn.
54:16Ich dachte erst, er macht das mit Absicht.
54:20Um mich büßen zu lassen.
54:22Wegen ihrer Appare vor zwei Jahren?
54:25Ja.
54:26Aber ich habe sofort bereut.
54:29Und Frank hat sich hingestellt, es wäre ein besserer Mensch.
54:33Aber...
54:37Im Gegenteil.
54:40Und dann hat er ihnen endlich die Wahrheit gesagt?
54:44Ja.
54:47Dass er mich betrogen hat.
54:49Aber nicht erst seit kurzem.
54:52Sondern vor 18 Jahren.
54:54Dass er einen...
54:56Sohn hat,
54:57der fast so alt ist wie Mira.
55:06Die hat mich hingestellt, als wäre ich verrückt.
55:14Lydia, du übertreibst.
55:15Du kannst gerade gar nicht klar denken.
55:18Das hat doch nichts mit uns zu tun.
55:19Das Theater.
55:21Das Theater?
55:22Sag mal, spinnst du?
55:23Ich habe gedacht, ich werde verrückt.
55:26Du hast mir eingeredet, ich werde Gespenster sehen dabei.
55:27Hast du mir die ganze Zeit was vorgemacht?
55:29Schatz.
55:30Du verstehst mich mal wieder nicht.
55:32Lass mich doch!
55:36Aber wir können doch vernünftig darüber reden!
55:45Er ist fremdgegangen, kurz nachdem ich unsere Tochter zur Welt gebracht habe.
55:51Er hat mich mein halbes Leben betrogen.
55:54Das...
55:57Das war einfach zu viel.
56:15Wenn doch bloß alles so einfach wäre.
56:17Wenn doch bloß alles so einfach wäre.
56:31Ich habe das Büro verwüstet.
56:35Damit es nur einem Streit mit einem Patienten aussieht.
56:55Schatz.
56:58Ich habe mich so verraten gefühlt.
57:10Ich habe gedacht, ich verliere den Verstand.
57:12Verstehst du das?
57:15Ich...
57:18Ich...
57:19Papa hat mir immer gesagt, es gäbe keine Geheimnisse.
57:24Schatz...
57:24...des ich grundlos verrückt spiele.
57:27Aber...
57:27Schatz.
57:37Es tut mir leid.
58:26Es tut mir leid.
58:30Es tut mir leid.

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