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SpaßTranskript
00:11Musik
00:36Musik
01:14Barmherziger Gott, wir können es noch nicht fassen, dass Max Fischer von uns gegangen ist.
01:21Es fällt uns schwer zu akzeptieren, dass wir ihn loslassen müssen.
01:26Wir bitten dich, gib uns Kraft.
01:30Führe uns aus der Verzweiflung zur Hoffnung, aus der Angst zum Trost.
01:36Lass deinen Frieden unsere Herzen erfüllen.
01:40Amen.
01:44Musik
02:11Das Leben geht weiter.
02:15Und das steigen wir auch.
02:19Musik
02:33Ist das Hauptkommissarin klar?
02:34Ja, das ist sie.
02:35Da war heute die Beerdigung, richtig?
02:36Richtig.
02:37Okay, danke.
02:38Bitte.
02:40Hauptkommissarin Julia Schröder.
02:42Ah, Sie sind die Neue.
02:43Ja.
02:45Man hat Ihnen das aber erzählt, oder?
02:47Ja.
02:48Kerstin.
02:48Julia.
02:50Ja, also ich weiß, was mit deinem Partner passiert ist.
02:55Wenn ich irgendwie helfen kann, dann...
02:57Danke.
02:57Wir kriegen das schon hin.
03:00Ja, dann erzähl ich dir mal mit was, was wir zu tun haben.
03:03Ja?
03:06Ich zähle allein oberflächlich vier Frakturen.
03:09Eine davon am Schädel.
03:10Mindestens drei gebrochene Rippen und eine Punktion der Lunge.
03:13Es gibt aber auch andere Verletzungen, die nicht dazu passen.
03:17Das macht weitere Optionen auf.
03:18Bis hin zu einer täglichen Auseinandersetzung, aber genaueres nach der Obduktion.
03:22Verstehe.
03:24Könnte natürlich sein, dass der Baum nur gefällt wurde, um einen Unfall vorzutauschen.
03:27Wäre ein ziemlich stümperhafter Verduschungsversuch.
03:30Das Opfer kann dem Baum ja nicht selbst gefällt haben.
03:32Ja, das ist doch klar.
03:32Aber vielleicht gibt es ja mehrere Täter.
03:36Haben Sie was zur Identität des Toten?
03:38Nichts.
03:40Gut, danke erst mal, ja. Bis später.
03:42Gerne.
03:43H-A-B-O-L-D.
03:45B-O-L-D. Harbold. Ja? Vorname Ludger.
03:49Chef vom Sägewerk.
03:50Wer von Ihnen hat ihn denn gefunden?
03:54Der Sohn.
03:57Danke.
04:00Tja, meine Herren, wie sieht es denn mit Ihrem Motorsägen aus?
04:03Hatten Sie die heute schon im Einsatz?
04:04Nein, heute noch nicht.
04:06Tja, dann muss ich Sie leider bitten, sich alle einmal auszuziehen.
04:09Bitte was? Warum das denn?
04:10Nur die Oberbekleidung. Wir brauchen die für die Spurensicherung.
04:13Sie bekommen was von uns zum Anziehen.
04:15Okay.
04:16Also drittes Jahr.
04:18Was?
04:19Drittes Ausbildungsjahr zum Postwirt.
04:21Ja, ja.
04:23Lennart?
04:26Danke dir.
04:28Herr Harbold, sind Sie wirklich sicher, dass Sie jetzt mit mir sprechen können?
04:33Okay, für wen arbeitet Ihre Firma denn?
04:36Für jeden, der zahlt.
04:37Und wer ist das jetzt hier in dem Fall?
04:39Malthus.
04:40Unten im Dorf.
04:41Der Wald gehört denen.
04:44Kann ich jetzt heim?
04:45Gleich.
04:46Hier der Frostwagen.
04:47Ist der normalerweise abgeschlossen?
04:49Ja, der Schlüssel liegt unten an der Deichsel.
04:52Ah, und dann haben Sie den geholt, weil seit morgen der Erste waren?
04:54Ja.
04:55Und dann haben Sie den Baum gesehen?
04:56Das habe ich doch schon gesagt.
04:59Weil der gar nicht zum Fällen markiert war.
05:01Also bin ich gucken gegangen.
05:03Und was dann?
05:04Ja, was dann?
05:06Das frage ich Sie, Herr Harbold.
05:11Da lag halt die Jacke vom Papa.
05:14Ich habe gedacht, er hat sie da vergessen.
05:18Dann habe ich gesehen, dass er sie noch anhat.
05:42Wie geht es dir?
05:44Ich bin okay.
05:47Wenn nur das nicht wäre.
05:49Menschen, die sich gegenseitig umbringen.
05:52Manchmal habe ich das Gefühl, ich packe das nicht mehr.
05:58Kirstin, wenn du eine Pause brauchst, ich würde dich da unterstützen.
06:03Ja, ich weiß.
06:04Danke, Bernd.
06:07Geht schon.
06:08Lass uns über den Fall reden.
06:11Die Forstleute sind Auftragsarbeiter.
06:14Meistens für mittelgroße Waldbesitzer.
06:16Denen das zu viel wird oder die sich keine eigene Forstverwaltung leisten können.
06:21Ja, wie Familie Malters zum Beispiel.
06:23War ein Forstbetrieb.
06:25Aber im Gegensatz zu Adel, Staatsforst und Holzkonzern natürlich ein ganz kleiner Fisch.
06:30Die Forstleute kommen viel rum.
06:33Reden nicht viel, aber hören umso mehr.
06:35Was zum Beispiel?
06:36Es gibt einen exklusiven Liefervertrag zwischen dem Sägewerk Harbold und Hedi Malthus.
06:43Man munkelt, dass es deswegen Ärger gab, weil die Konditionen für Hedi Malthus ziemlich mies sind.
06:49Ja, interessant.
06:51Was soll das heißen? Ich darf hier nicht rein. Das ist mein Grund und Boden. Sie können mich nicht aussperren.
06:55Sie können hier nicht durch.
06:55Im Moment, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Kann ich Ihnen helfen?
06:59Malthus, Hedi Malthus. Ich muss da rein. Das ist mein Wald. Die Leute müssen weiterarbeiten.
07:03Das ist im Moment leider nicht möglich, Frau Malthus.
07:06Ich weiß, was passiert ist. Die Jungs haben mich angerufen. Ich weiß, dass Ludger Harbold da unten liegt.
07:11Ja, dann haben Sie das sicher Verständnis, oder?
07:13Da sind 1000 Festmeter Schadholz. Wenn ich die nicht ausräume, kriege ich den Käfer rein. Und dann? Reden Sie dann
07:20mit der Forstbehörde?
07:21Das ist leider nicht mein Fachgebiet. Sie kannten Ludger Harbold?
07:26Ja, seit mehr als 25 Jahren. Mein ganzes Holz liefere ich dem.
07:31Frau Malthus, wenn Sie kooperieren mit uns, wäre das sehr schön.
07:42Also ist Ludger Harbold gar nicht Ihr leiblicher Vater?
07:45Ich bin adoptiert worden. Mit fünf.
07:49Aber für Sie sind das Mama und Papa?
07:51Klar. Das ist meine Familie. Die haben mich immer behandelt wie richtige Eltern.
07:59Und Ihre leiblichen Eltern? Sven? Ihre leiblichen Eltern?
08:05Was ist mit denen?
08:06Ja, das frage ich Sie.
08:08Wieso?
08:11Meine Mutter ist lange tot. Anscheinend Drogen. Mein Vater. Keine Ahnung. Ich habe ihn vor zehn Jahren mal gesehen. Für
08:22eine halbe Stunde oder so.
08:26Sie sind nervös, oder?
08:28Bin ich nicht.
08:31ADHS. Ich habe ADHS.
08:34Aber Sie kommen klar damit?
08:39Ich glaube, Papa wollte, dass ich die Säge übernehme.
08:44Aber Büro ist nicht so meins.
08:47Ich bin lieber im Holz.
08:50Nehmen Sie Medikamente?
08:52Ja. Klar.
09:01Guten Tag.
09:02Guten Tag.
09:03Könnte ich Ihnen helfen?
09:04Ja. Hauptkommissarin Klarkripo Wiesbaden.
09:06Meine Mutter ist nicht da.
09:08Geht es um Ludger Harbold?
09:10Ja. Sind Sie der Sohn von Frau Malthus?
09:12Uwe Malthus. Ja.
09:15Ja.
09:22Sven!
09:23Was bist du denn hier?
09:26Wo ist denn dein Vater?
09:29Julia Schröder. Kripo Wiesbaden.
09:33Ist was passiert?
09:34Es tut mir sehr leid, Frau Harbold. Ihr Mann wurde heute Morgen tot aufgefunden.
09:53Das ist Carla, meine Verlobte.
09:55Guten Tag, Hauptkommissarin Klar.
09:58Carla Löffler.
10:00Es geht um Ludger.
10:01Sie duzen ihn. Also kannten Sie Herrn Harbold?
10:04Ja, sicher. Also schon mein Großvater hat es bei Harbold sehr gelassen.
10:08Haben Sie eine Ahnung, wer ihn tot sehen wollte?
10:11Das heißt, er wurde ermordet?
10:14Ja, davon gehen wir momentan aus. Ja.
10:17Das Sägewerk Harbold kauft ihr Holz und verarbeitet es, richtig?
10:22Mhm, das ist richtig.
10:24Das heißt, Sie haben einen Liefervertrag mit denen?
10:26Ja.
10:27Sind Sie zufrieden mit den Konditionen?
10:29Das weiß ich nicht.
10:31Wie?
10:36Frau Malthus macht das Geschäftliche.
10:38Ja, genau. Also ich komme mich um das Organisatorische, die Maschinen, den Brennholzverkauf, sowas.
10:44Verstehe.
10:45Es gibt Gerüchte, dass dieser Liefervertrag vom Sägewerk mit Ihrem Hof sehr nachteilig ist.
10:51Wissen Sie was darüber?
10:55Denken Sie, dass Lutger wegen des Liefervertrags ermordet wurde?
10:59Kann ich diesen Vertrag mal sehen?
11:02Ähm, ich weiß nicht, wo der ist.
11:04Ja, dann suchen Sie doch einfach mal.
11:11Möchten Sie einen Tee?
11:12Nein, danke.
11:17Hier.
11:20Das ist der Vertrag.
11:21Danke.
11:24Ich weiß, dass Hedi Malthus versucht hat, bessere Konditionen zu bekommen.
11:28Ich war dagegen.
11:29Wieso?
11:31Sie hat jahrelang profitiert von guten Preisen im Vertrag.
11:34Konnte ja keiner wissen, dass das Haus plötzlich so teuer wird.
11:36Hm.
11:36War jetzt halt günstig für uns.
11:39Ich meine, das ist ja auch der Sinn von einem langjährigen Liefervertrag.
11:42Ihr Betrieb ist eine GmbH, richtig?
11:46Ja.
11:46Mein Mann und ich, wir sind Gesellschafter.
11:50Das heißt, der Tod Ihres Mannes hat keine Auswirkungen auf den Vertrag.
11:54Natürlich nicht.
11:56Wieso?
11:58Denken Sie, er wurde deswegen ermordet?
12:02Sehr gut, ja.
12:03Danke, Julia.
12:04Bis dann.
12:05Ciao.
12:08Sagen Sie, ich habe gehört, der Weich hat sehr gelitten in letzter Zeit.
12:13Lieber Wandel, ja.
12:15Ich finde den Vertrag nicht.
12:17Ist schon okay.
12:18Meine Kollegin hat ein Exemplar aufgetrieben.
12:21Das klingt nach schweren Verlusten für Ihr Geschäft.
12:24Meine Mutter hat Schlimmeres überstanden.
12:26Sehen Sie das auch so?
12:32Ja.
12:33Die komplette Bewirtschaftung ist ein Irrsinn.
12:36Es ist wie eine Baumwetzgerei.
12:38Wie vor 100 Jahren.
12:39Als ob man in der Zwischenzeit nichts dazugelernt hat.
12:41Und ich habe ihr schon tausendmal versucht, das zu erklären.
12:43Aber sie ist total beratungsresistent.
12:45Wenn du mich so über den grünen Klee lobst, werde ich ganz rot.
12:50Vielleicht kann ich helfen.
12:51Guten Tag.
12:52Tag.
12:53Sicherlich.
12:54Das ist ein Durchsuchungsbeschluss.
13:01Wir interessieren uns für sämtliche Unterlagen.
13:04Aha.
13:06Ja.
13:17Warte mal um 7 Uhr.
13:19Plus, minus eine Stunde.
13:20Ansonsten haben sich meine Vermutungen bestätigt.
13:23Es gibt Hämatome und Wunden einer Schlagwaffe.
13:26Spitzkantig, ca. 3-4 cm breit.
13:29Hat die KTO eine passende Tatwaffe gefunden?
13:31Nicht, dass ich wüsste.
13:32Die Schlagwunden sind einmal hier am Hinterkopf.
13:37Und dann an den Unterarmen.
13:39Alle verdeckt durch die Verletzung von dem Baum.
13:43Es sieht so aus, als sei er von hinten angegriffen worden
13:45und hätte sich dann umgedreht, um weitere Schläge abzuwehren.
13:48Ja.
13:50Können Sie sagen, wie viel Zeit vergangen ist
13:51zwischen den Schlägen und dem Umstürzen des Baums?
13:54Höchstens ein paar Minuten.
13:57Das heißt doch, dass er bewusstlos war oder zumindest stark benommen.
14:00Sonst hätte er doch in jedem Fall versucht,
14:02dem umfallenden Baum auszuweichen.
14:04Wahrscheinlich, ja.
14:27Neuer Becher?
14:29Ja.
14:30Ich habe genug Wegwerkbecher verkauft über die Jahre.
14:32Ich will ja mit der Zeit gehen.
14:34Sehr schick.
14:35Was denn?
14:36Die kann man über 500 Mal wiederverwenden?
14:38Ja, da ist Pfand drauf.
14:39Und man kann sich an jedem Laden, der am System beteiligt ist, wieder abgeben.
14:42Ist ja cool.
14:43Ja.
14:44Was ist das für ein Material?
14:46Zellstoff.
14:48Nachhaltig und umweltschonend.
14:49Fällt bei der Holzgewinnung an.
14:51Ein Euro für den Becher und einen für den Deckel.
15:04Wernd?
15:05Hallo, Kerstin.
15:06Sag mal, habt ihr vom Sägewerk Harbold Betriebsunterlagen mitgenommen?
15:09Ja, die hat Julia mitgenommen.
15:12Harbold?
15:13Ja, ist alles da.
15:14Gut, dann schau doch bitte mal nach,
15:15ob du irgendwelche Unterlagen findest über Art und Menge der Hölzer, ja?
15:19Ja, das mache ich.
15:20Noch was, Maltus GBA, habt ihr da auch Unterlagen mitgenommen?
15:25Ja, das habe ich auch, Liz, hier.
15:26Schick doch einfach beides in mein Büro, ja?
15:29Herr Reuter, Sie wollen uns Akten abnehmen?
15:31Klar.
15:32Die fahre ich Ihnen persönlich vorbei, das mache ich sehr gerne.
15:34Okay.
15:36Gut, danke.
15:36Bis dann.
15:39Gut gemacht.
15:40Mhm.
15:50Gut gemacht.
16:24Ich würde mich gerne mal ein bisschen schlau machen,
16:26über Holzhofen, nicht hier in der Region.
16:42Ja, der Liefervertrag mit Maltus war exklusiv, das heißt, sie liefern ihr ganzes Holz an uns.
16:46Ah ja.
16:48Ich habe mal die Festmeter der Ernte von Frau Maltus mit der Menge verglichen, die Sie angekauft haben.
16:53Das ist viel weniger.
16:54Ja gut, die Differenz ist wahrscheinlich Bruchholz oder Schadholz.
16:57Das heißt, das können wir gar nicht weiterverarbeiten.
16:58Das geht direkt in die Pelletfabrik oder als Brennholz in den Direktverkauf.
17:03Holzexport Wiesbaden, sagt Ihnen das etwas?
17:05Ich bin in den Unterlagen mehrfach auf den Namen der Firma gestoßen.
17:08Ja klar, das ist ein Holzexporteur, den wir liefern wir oft.
17:11Die nehmen nur bestes Möbelholz für den Export.
17:13Ah ja.
17:14Wie kann es sein, dass Frau Maltus Zahlungen von dieser Firma bekommen hat?
17:17Ich meine, sie hat auch mit Ihnen einen Exklusivvertrag.
17:20Das weiß ich nicht.
17:23Schauen Sie mal.
17:26Holzexport Wiesbaden, da geht es, glaube ich, um Möbelholz.
17:33Ach, und Massiv, Buchgerner heißt, ja, ja.
17:37Ja, fünf Zahlungen, auch das Konto von Frau Maltus.
17:41Immer schön mit Rechnungssnummer und unterm Strich ein ansehnlicher fünfstelliger Betrag.
17:45Können Sie sich das erklären?
17:48Verstehe ich nicht.
17:50Guten Abend.
17:51Hallo Kerstin.
17:53Ich war gerade im Sägeberg bei Frau Harbold.
17:55Verstehe. Gut, machen wir.
17:57Bis dann.
17:59Also, es geht um den Zeitraum 6 bis 8 Uhr gestern Morgen.
18:02Da waren wir Vögel beobachten.
18:04Vögel.
18:05Ja, Vögel. Das ist unser Hobby. Wir haben uns beim Vögelschutz kennengelernt.
18:09Okay, und wo waren Sie da so beim Vögel beobachten?
18:12Am Schattwald oberhalb vom Kesselbachtal.
18:15Da ist so ein Beobachtungspunkt.
18:16Die ersten Bachstelzen kommen jetzt nämlich zurück.
18:19Hat es jemand gesehen?
18:21Nee? Frau Maltus vielleicht?
18:23Nee, meine Mutter war nicht dabei.
18:25Und wo war sie dann?
18:25Sie geht morgens immer, immer Rade fahren.
18:28Aber Sie haben sie nicht gesehen an dem Morgen.
18:31Nö.
18:32Wann fahren Sie mit meiner Mutter?
18:34Kommissar, ja, denke ich mal.
18:35Warum denn?
18:37Herr Maltus, Frau Löffler, danke.
18:39Wir melden uns.
18:41Danke.
18:51Weißt du, Mama, wirklich nicht gesehen, wie ich sie fangen lasse?
18:54Ich meine, sie doch da runter zum Wiesengrund.
18:55Woher weißt du denn, ob sie am Wiesengrund war?
18:57Sie hat es mir gesagt.
18:59Hm.
19:01Du weißt, dass sie mich bei jeder Gelegenheit in die Pfanne haut.
19:04Heißt das, du willst ihr nur nicht helfen?
19:15Ganz schöne Nummer, die Sie da abziehen.
19:18Nicht ohne Grund.
19:20Guten Tag, Frau Maltus.
19:21Dann lassen Sie mal hören.
19:25Frau Maltus,
19:26Sie haben den exklusiven Liefervertrag mit Herrn Habold gebrochen
19:29und hochwertiges Möbelholz direkt an die Firma Holzexport Wiesbaden verkauft.
19:34Stimmt.
19:35Ich habe knapp 20% meiner Holzernte als minderwertig deklariert,
19:39damit ich nicht an Ludger liefern musste.
19:41Ich nehme an, Sie haben das gemacht,
19:43weil Ihnen die Firma Holzexport sehr viel mehr Geld für Ihr Holz bezahlt hat,
19:46als im Vertrag mit Herrn Habold vereinbart war.
19:49Korrekt.
19:50Wann hat Herr Habold den Wind bekommen von der Geschichte?
19:53Es war seine Idee.
19:55Ah.
19:56Es war seine Idee, dass Sie ihn über den Tisch ziehen?
19:59Mhm.
20:01Interessant.
20:02Also seine Frau weiß nichts davon?
20:07Frau Maltus, es gibt niemanden, der Ihre Person bestätigt
20:10und für die Tatscheid haben Sie kein Alibi.
20:12Was glauben Sie? Erzählt mir das.
20:14Was immer es ist, es ist falsch.
20:21Ich kaufe Ihnen Ihre Geschichte nicht ab.
20:24Tun Sie sich einen Gefallen und kooperieren Sie, okay?
20:27Bernd, die Laborergebnisse sind da.
20:30Oh ja.
20:31Nur eine der Motorsägen am Tatort war noch heiß.
20:33Daran sind Fingerabdrücke von allen vier Waldarbeiter.
20:36Ja, das war zu erwarten.
20:37Irgendwas für Frau Maltus?
20:38Die weiß, wie man so ein Ding benutzt,
20:40aber normalerweise trägt man dazu Handschuhe.
20:43Ihre Kleidung ist noch im Labor.
20:45Ich sage Bescheid, wenn wir die Ergebnisse haben.
20:47Danke dir. Tschüss.
20:57Julia, Frau Löffler möchte uns dringend was erzählen.
21:00Ah, Frau Löffler.
21:01Bitte setzen Sie sich.
21:03Danke, es geht schnell.
21:04Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mich jetzt doch erinnere.
21:07Ich habe Hedi gestern Morgen gesehen.
21:09Ah, und wo?
21:10Durchspektiv beim Vögelbeobachten.
21:12Sie ist auf dem Weg am Wiesengrund geradelt,
21:14auf der anderen Seite vom Schadwald.
21:16Aha.
21:17Was hatte sie denn an?
21:18Ihre braune Wachsjacke, gelben Schal dazu
21:21und grüne Gummistiefel.
21:23Mhm.
21:24Wo genau?
21:27Äh, Moment.
21:29Ah ja, äh, hier.
21:31Das ist Luftlinie, so ein guter Kilometer darüber.
21:39Schröder hier.
21:40Ja, ich bin zurück bei der K11.
21:43Es geht um die Beweismittel Hedi Malthus.
21:45Warum fällt Ihnen das so spät an?
21:48Es ist mir nicht spät eingefallen.
21:49Ich habe nur lange überlegt, ob ich überhaupt helfen soll.
21:51Sie wissen schon, dass das strafbar sein kann.
21:54Ich bin ja jetzt hier, oder?
21:57Woher eigentlich diese Abneigung Frau Malthus gegenüber?
22:00Sie haben sie doch erlebt.
22:01Sie hasst mich.
22:03Sie hält mich für eine Ökospinnerin.
22:05Naja, also, sie wäre nicht die Erste,
22:07die Schwierigkeiten mit ihrer Schwiegermutter hätte.
22:10Darum geht es leider nicht.
22:12Sie ist eine eiskalte Kapitalistin.
22:14Ich habe ihr mehrfach gesagt,
22:15die Zukunft liegt in naturnahem Wald,
22:18in nachhaltiger Bewirtschaftung.
22:20Aber noch hat sie das Sagen.
22:24Das ist gar nicht so einfach, oder?
22:26Fragen Sie mal den Wald.
22:29Was haben Sie und Ihr Verlobte eigentlich damit vor?
22:32Also, bei uns gibt es jedenfalls nicht noch mehr Fichtenmonokultur.
22:35Gut, wenn Sie das ändern wollen,
22:36dann müssen Sie auch 50, 60 Jahre warten.
22:39Ja, aber genau dafür hat man ja einen Wald.
22:41Wenn man in Generationen denkt.
22:43Wenn ich und Uwe das umstellen,
22:45dann machen wir das für unsere Kinder und deren Kinder.
22:48Hedi, die hat nie an uns gedacht.
22:50Nicht einmal.
22:55Herr Schiller.
22:56Ja, ciao.
22:59Oh.
23:01Das ist aber nicht im Sinn des Erfinders, oder?
23:03Was?
23:04Was gibt es doch nicht?
23:05Jetzt schmeißen wir es schon direkt von meiner Nase weg.
23:07Schon?
23:08Ja, hier.
23:10Hier habe ich aus den Müllarmen in der Umgebung gefischt.
23:12Ich verstehe nicht,
23:13wieso die Leute Geld für einen Becher
23:15und extra für einen Deckel ausgeben
23:16und trotzdem alles wegschmeißen.
23:18Bequemlichkeit.
23:19Ich nenne das Ignoranz.
23:22Vielleicht sind ja zwei Euro zu wenig.
23:25Wo leben wir eigentlich,
23:25wenn das schon nichts mehr wert ist?
23:27Probieren Sie es aus.
23:28Verlangen Sie mehr.
23:31Das kann ich nicht.
23:32Das Pfand gilt ja für alle Läden.
23:33Und selbst wenn,
23:34verlangt man mehr,
23:35kauft es keiner.
23:36Das wirklich zum...
23:36Zum Haare ausreißen, hm?
23:38Ja, das auch.
23:39Herr Schiller,
23:40wir wissen doch,
23:40zwischen Wollen und Tun ist ein tiefer, tiefer geraden.
23:44Ich muss los.
23:50Hallo, Frau Schröder.
23:52Das Labor hat angerufen.
23:54Auf Hedi Malthus Kleidung sind keine Spuren von Kettenöl,
23:56auch keine Sägespäne.
24:00Blut, DNA?
24:01Nix.
24:02Also nix,
24:02was hier mit dem Mord in Verbindung bringt.
24:04Na gut,
24:05dann schicken Sie Frau Malthus wieder nach Hause, ja?
24:07Mhm.
24:08Ah, eins noch.
24:09In Ludger Harbolds Kontoauszügen,
24:11da habe ich einen Durchschlag gefunden.
24:13Hier.
24:14Eröffnung eines Privatkontos
24:16bei so einem Fintech.
24:18Ja, ohne richterlichen Beschluss
24:19kann ich leider nicht sehen,
24:19was das für ein Konto ist.
24:21Okay.
24:22Schicken Sie es mir rüber.
24:23Ich kümmere mich drum, ja?
24:24Gut.
24:25Ach, ist Kerstin in der Nähe?
24:27Nee, ich habe sie weggeschickt.
24:28Die soll es mal langsam angehen lassen.
24:31Man verliert ja nicht jeden Tag seinen Kollegen.
24:33Das haben Sie gut gemacht.
24:34Danke.
24:35Gerne.
24:36Das ist Kerstin in der Nähe.
24:48Musik
25:20Musik
25:48Musik
26:11Musik
26:14Hey, Mama. Haben wir dich gehen lassen?
26:17Ja.
26:19Schön, dass du wieder da bist.
26:22Wie?
26:24Ist das alles?
26:28Schatz, das ist nicht in Ordnung von ihr.
26:29Ja, jetzt komm.
26:30Nee, wenn ich nicht hingegangen wäre, um dein Alibi zu bestätigen, dann würdest du jetzt immer noch hinter Gittern sitzen.
26:36Ach so, und dafür soll ich dankbar sein?
26:38Ja, das stünde dir mal ganz gut.
26:41Hast du die Polizei etwa belogen?
26:43Was? Nein.
26:44Dann hast du einfach nur gesagt, was du gesehen hast.
26:46Und dafür soll ich dankbar sein.
26:53Jetzt lass das doch mal, Schatz.
26:55Du findest doch auch, ich hab recht.
26:57Ja, natürlich.
26:58Ja, und...
27:01Was ist denn jetzt mit dem Notartermin?
27:03Sie wollte dir den Wald schon längst überschreiben.
27:06Ja, morgen. Sie hat's auf morgen verschoben.
27:08Morgen. Verschoben.
27:10Schon wieder. Uwe, sie spielt mit dir.
27:13Du darfst dir das nicht gefallen lassen.
27:15Mein Gott, du weißt doch, was alles los war.
27:17Ja, und das Schreiben für den Gemeinderat.
27:19Hast du schon mit ihr gesprochen, oder wie willst du's machen?
27:22Ja, ich mach das, sobald's ihr besser geht.
27:25Du lässt dich hinhalten.
27:27Ich mach das, okay?
27:34Ich seh keine Blutspuren.
27:38Na ja, genau der Pflock war sicher nicht die Tatwaffe.
27:41Aber ich dachte, Maß und Form könnten passen.
27:43Und von denen liegen mehrere im Wald rum.
27:46Wofür sind die?
27:47Ich hab keine Ahnung.
27:49Da waren überall Leitungen dran.
27:51Vielleicht ne Baustellenverkabelung?
27:53Im Wald?
27:56Das muss ich mir mal genauer angucken.
28:01Wie geht's hier denn?
28:02Warum?
28:05Ja, geht schon.
28:08Also auch auf die Gefahr hin, jetzt küchenpsychologisch zu wirken.
28:11Aber du weißt schon, dass Verdrängung nicht die richtige Methode ist, oder?
28:16Ich verdränge nix.
28:17Ganz im Gegenteil.
28:19Weil mir geht's rund im Kopf.
28:20Und das schon vor dem Tod von Max.
28:22Umso wichtiger, dass wir mal wieder miteinander reden.
28:25Ernst jetzt.
28:26Lass uns mal wieder Abendessen gehen.
28:28Das ist ne gute Idee.
28:42Ja?
28:42Beute, hallo Frau Schröder.
28:44Frau Schröder, Sie hatten doch wegen dieses Fintech-Kontos von Herrn Harbold gefragt.
28:48Ja.
28:49Ich hab grad die Bankauskunft bekommen.
28:51Das ist halt Fremdwährungskonto.
28:53Welche Fremdwährung denn?
28:55Südafrikanischer Rand.
28:56Südafrika?
28:58Ich war noch nie in Südafrika.
28:59Ludger auch nicht.
29:00Haben Sie gleich Geschäftspartner dort?
29:04Was mit Ihnen, Herr Harbold?
29:06Was soll sein?
29:07Ich weiß da nix.
29:09Ludger Harbold hatte ein südafrikanisches Fremdwährungskonto.
29:12Was?
29:13Na, wenn Sie davon nichts wussten und Ihr Sohn offensichtlich auch nicht,
29:17dann hat Ihr verstorbener Mann Ihnen das wohl verheimlicht.
29:21Aber warum sollte Ludger sowas tun?
29:23Frau Harbold, haben Sie schon mal darüber nachgedacht,
29:25dass Ihr Mann vielleicht...
29:26Mein Mann hatte keine Affäre.
29:29Südafrika?
29:30Quatsch.
29:32Herr Harbold, wollen wir mal ganz kurz alleine sprechen?
29:35Wozu das denn jetzt?
29:36Ach, Frau Harbold, das kann Ihr Sohn schon selbst entscheiden, oder?
29:41Also, Sie müssen nicht, aber es wäre schon gut.
29:46Hey, was soll denn das jetzt?
29:49Halt!
29:50Stopp!
29:53Ist der Bahnbericht?
29:55Scheiße, ich darf da lang.
29:56etwas blöcke.
30:05Sohn.
30:12Tsang, muss das nicht sein?
30:15Was?
30:18Du bist da.
30:20Sch.
30:21Dieter.
30:22ZEBEN.
30:23Das ist der Bahnbericht.
30:23Du bist.
30:24Du bist.
30:25Es.is.
30:26UNTERTITELUNG
30:28Halt!
30:33Bleib!
30:38Halt! Sein Jahr!
30:40Halt!
30:43Hey!
30:54Ruhig!
30:56Verabstehen!
30:57Hoch!
31:00Ah, Mann!
31:02Hey! Lassen Sie los!
31:03Gehen Sie einfach auf den Weg!
31:06Komm!
31:12Bernd, hier ist der Laborbericht.
31:13Das ist der Teil mit der Kleidung.
31:15Ah, ja, danke.
31:19Ja, gut.
31:31Mein Name ist Reuter. Ich bin Staatsanwalt.
31:36Herr Harbert, ich habe von meinen Kolleginnen von der Polizei gehört,
31:38dass Sie versucht haben sollen abzuhauen,
31:41weil Sie eben Beise an Ihrer Mutter
31:42irgendwelche Fragen nicht beantworten wollten.
31:44Stimmt das?
31:46Fast stimmt.
31:48Ja, aber Sie haben doch ganz genau verstanden, was ich gesagt habe.
31:51Also bitte, keine Spielchen, okay?
31:54Okay.
31:58Wie war denn das Verhältnis Ihrer Eltern so in der Zeit?
32:02Nicht so gut.
32:03Was heißt das? Gab es Streit?
32:08Worum ging es denn da?
32:10Um Geld? Um die Arbeit?
32:13Um Südafrika?
32:14Davon weiß ich nichts.
32:16Ja, ja. Ist auch nicht so wichtig.
32:18Was wollten Sie eigentlich erzählen, dass Ihre Mutter dabei war?
32:25Ich habe Papa zwei-, dreimal belauscht. Am Telefon.
32:31Ah.
32:33Haben Sie mitbekommen, mit wem Ihr Vater telefoniert hat?
32:38Aber es klang persönlich.
32:42Wissen Sie, ob er mit einem Mann telefoniert hat oder mit einer Frau?
32:46Eine Frau?
32:47Ja.
32:49Wo hat Ihr Vater telefoniert?
32:51War das mit dem Festnetztelefon im Büro, oder?
32:54Er hat ein Handy, okay?
32:56Ein anderes als sonst.
32:58Ich meine, was sollen Sie denn noch alles wissen?
32:59Ein zweites Handy?
33:00Ich check das mal.
33:03Ja, aber dann haben Sie sich vielleicht Sorgen gemacht, dass irgendwas passiert,
33:06wenn Ihre Mutter mitbekommt, dass Ihr Vater Kontakt zu einer anderen Frau hat?
33:11Wollten Sie das vielleicht verhindern?
33:13Wie denn?
33:15Hm?
33:20Ja, mal schauen Sie mal.
33:21Das ist ein Laborbericht über die Spuren, die wir an Ihrer Arbeitskleidung gefunden haben.
33:27Na ja, also, Anhaftung von Kettenschmieröl, Sägespäne in Taschen und Aufschlägen.
33:34Wahrscheinlich ganz normal für jemanden, der im Wald arbeitet.
33:38Hm, das ist ganz interessant.
33:40Die DNA der Sägespäne ist identisch mit dem Genom des Baumes,
33:45der Ihren Vater erschlagen hat.
33:50Haben Sie das verstanden?
33:52Ich bin auch nicht blöd.
33:54Na, na, Leute. Sie sind nicht blöd.
33:59Was sagen Sie denn dazu?
34:04Weiß ich nicht.
34:09Sie haben mich nicht mal zu Wort kommen lassen.
34:11Ideen von uns interessieren Sie nicht.
34:12Ja, Uwe.
34:14Aber wir brauchen Ihre Unterschrift für den Gemeinderat. Die Frist läuft ab.
34:17Ja, ich weiß auch nicht, was ich noch machen soll.
34:19Jetzt reiß dich mal zusammen.
34:22Sonst...
34:22Was meinst du mit sonst?
34:25Nichts.
34:28Geht mal her.
34:30Ich glaub, ich weiß was.
34:31Was hast du vor?
34:34Improvisieren.
34:34Na.
34:36Na.
34:41Na.
34:56Na.
35:05Trotzdem, Kerstin.
35:10Wir müssen nach vorne schauen.
35:12Ja.
35:16Ich habe viel nachgedacht in letzter Zeit.
35:19Ich würde dir keinem was erzählen.
35:21Na klar.
35:23Ich brauche frische Luft.
35:55Ich brauche frische Luft.
36:17Ja, Bernd. Ich bin mir ganz sicher.
36:20Ja, dann wäre ich mich wohl so langsam dran gewöhnen müssen.
36:24Hallo Frau Schröder, wir haben uns gerade über dieses angebliche zweite Handy unterhalten.
36:28Ah ja, klang so.
36:30Ja, es gibt keins. Es ist Ablenkung.
36:34St. Harbert hatte Späne in den Taschen. Das passiert nur, wenn man eine Muttersäge benutzt.
36:37Außerdem hat er ADHS. Wir haben alle gesehen, wie schnell seine Stimmung umschlägt.
36:41Aber wissen Sie ja alles.
36:42Ja.
36:44Tatwaffe. Gibt es da was Neues?
36:45Nix. Bis jetzt.
36:47Na ja.
36:48Was? Na ja.
36:50Sorry, ich war alleine bei Frau Dr. Engel.
36:52Okay.
36:54Hier, sie.
36:55Ah, sie hat gerade Bescheid gesagt.
36:59Dieser Pflock kommt als Tatwaffe in Frage.
37:02Beschaffenheit und Maße passen.
37:04Sind da Sporen vom Opfer dran?
37:06Nein, das ist nicht die Tatwaffe. Die wurde wahrscheinlich schon längst vernichtet.
37:09Aber von diesen Pflöcken gibt es mehrere.
37:12Ah ja.
37:13Woher hast du das?
37:14Habe ich im Wald gefunden, in der Nähe vom Tatort.
37:17Was sind denn das für Kabel?
37:18Ich weiß es nicht. Die waren an allen Pflöcken befestigt.
37:21Sind das Stromkabel? Hat da jemand seinen Müll entsorgt?
37:23Nein, glaube ich nicht. Ich habe es aber schon mal gesehen.
37:26Vor zwei Jahren wurden bei mir im Viertel alle Straßen aufgerissen.
37:28Ich weiß nicht, was die da gemacht haben.
37:30Aber da standen auch überall solche Pflöcke rum mit Kabeln dran.
37:33Das waren aber keine Stromkabel. Das waren Sensoren.
37:35Sensoren? Für was denn?
37:38Seismische Messungen in meinem Wald?
37:40Ja.
37:41Was denn noch? Ich bräuchte noch ein paar Unterschriften, bitte.
37:45Rechnungen vom Werkzeugservice und vom...
37:49Ja, ja, ja.
37:53Na.
37:56So.
37:58Weißt du was davon?
38:00Von was?
38:01Na, diese Messungen.
38:04Da waren doch mal diese Typen wegen der Quelle.
38:07Stimmt, das ist aber bestimmt zwei Jahre her.
38:09Was kann das sein, dass diese Kabel seitdem da rumliegen?
38:13Das war eine geologische Firma. Es ging um Probebohrungen nach heißen Quellen.
38:17Ich habe das abgelehnt.
38:19Hätten Sie es für möglich, dass die Firma die Bohrungen trotzdem durchgeführt hat?
38:22Das weiß ich nicht.
38:24Ich weiß nur, dass die Umweltstiftung denen gleich mit dem Anwalt gedroht hat.
38:27Welche Umweltstiftung?
38:28Die haben ein größeres Stück Wald direkt neben meinem.
38:31Die wollten keine Bohrtürme oder Pumpanlagen.
38:33Deswegen sind die Leute ja auch zu mir gekommen.
38:36Haben sie auch Pech gehabt.
38:38Brauchst du mich noch, Heidi?
38:53Was hast du gemacht?
38:55Ähm, ich habe hier deinen Job gemacht.
39:05Wir haben es.
39:06Wir haben es.
39:08Sagen Sie, ist Sven Harbold immer noch in Haft?
39:11In Gewahrsam, ja.
39:13Ich kenne den Jungen. Niemals hat er seinen Vater getötet.
39:16Glauben Sie das im Ernst?
39:18Ich glaube es nicht, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich es auch nicht ausschließen.
39:22Verstehen Sie, Frau Malthus?
39:24Sie haben eine Menge Reiseliteratur.
39:27Ja. Reisen war immer mein Traum.
39:29Nur ein Traum?
39:32Ich war immer auf Mallorca.
39:34Das war, als mein Mann noch gelebt hat.
39:36Er hat immer gesagt,
39:38ihn halten die Bäume hier fest.
39:40Seitdem er tot ist, weiß ich, was er gemeint hat.
39:44Gleich drei Bücher über Südafrika.
39:47Ich komme darauf,
39:48weil er ein Fremdwährungskonto hatte.
39:51Wissen Sie, was er damit wollte?
39:54Woher soll ich das wissen?
39:56Von diesem Konto wurde eine Anzahlung geleistet
39:58für ein Cottage in Svenendam.
40:00Breed River.
40:03Wissen Sie, wo das ist?
40:07In Südafrika.
40:11Angeblich haben sich zwei Personen für dieses Cottage interessiert.
40:15Die Kolleginnen von der Polizei ermitteln gerade, worum es dabei ging.
40:19Na, wagen wir mal ab, was dabei rauskommt.
40:21Sie wissen genau, was die da finden werden.
40:25Ludger und ich
40:27wollten das Cottisch kaufen.
40:30Sie standen Herrn Harbert also näher,
40:32als Sie bislang zugegeben haben.
40:34Glauben Sie, ich würde mit einem Wildfremden
40:36ein Haus kaufen?
40:37Herr Harbert und Sie hatten eine Affäre, richtig?
40:41Affäre, wie das klingt.
40:43Glauben Sie ja nicht, wir haben uns das leicht gemacht.
40:45Das tue ich nicht.
40:49Ludger war in einer unglücklichen Ehe
40:51und ich bin Witwe.
40:52Seit 15 Jahren.
40:54Wir wollten doch was im Leben.
40:56Wir beide.
40:58Verstehen Sie das?
41:00Das verstehe ich gut.
41:02Aber warum diese Heimlichkeit?
41:04Wir haben beide Familie.
41:06Ach, Frau Malthus.
41:07Ihr Sohn ist erwachsen und ja,
41:09Harbert wäre sicher nicht der erste Mensch gewesen,
41:11der sich scheiden lässt, also.
41:12Aber genau das wollten wir nicht.
41:14Wir kennen unsere Aufgaben im Leben.
41:16Keiner wollte sich je aus der Verantwortung stehlen.
41:19Von Malthus.
41:20Was ist passiert?
41:23Das Leben ist passiert.
41:25Ich war schwer krank, lag lange im Krankenhaus.
41:28Das war vor zwei Jahren.
41:30Ich wusste nicht, ob ich das noch schaffe und
41:32ja, da wurde mir klar,
41:34das kann es nicht gewesen sein.
41:38Und die Heimlichkeiten gingen weiter?
41:41Und die Exportgeschäfte
41:43mit dem falsch deklarierten Schartols auch?
41:45Denken Sie, Ludgers Frau
41:46hätte ihn kampflos ziehen lassen?
41:48Oder meinen Sohn mit seiner zukünftigen?
41:50Wir könnten doch gar nicht erwarten,
41:52bis ich weg bin.
41:52Nee, das wollte ich selbst in der Hand haben.
41:55Ja, und genug Geld zur Seite schaffen
41:56für Südafrika,
41:57wollten Sie doch sicher auch, oder?
41:59Glauben Sie mir nun,
42:00dass ich das nicht war?
42:02Ich glaube es Ihnen.
42:04Aber
42:06zu einer Dreiecksgeschichte
42:10gehört auch einmal ein Dritter.
42:29Maria Harbold?
42:32Und Sie hätten die Beziehung
42:33bis zum Ende geheim gehalten.
42:34Die wollten einfach durchbrennen?
42:36Wie so ein junges Liebespaar?
42:38Oh, Frau Schröder,
42:39Sie scheinen zu glauben,
42:40dass Sie Menschen im Alter
42:41noch groß ändern können.
42:42Sven Harbold scheint trotzdem mitbekommen zu haben,
42:44dass sein Vater was am Laufen hatte.
42:46Ja.
42:49Ich habe meiner Mutter nichts erzählt.
42:51Dann hat sie möglicherweise
42:53selbst etwas herausbekommen.
42:56Vielleicht hat sie ja das
42:57weiterhin Ihres Vaters gefunden.
43:00Nie.
43:07Ja, aber könnte es sein,
43:08dass es bei den Streitereien
43:09zwischen Ihren Eltern
43:10gar nicht um Geld ging
43:11oder zu viel Arbeit,
43:13sondern um die Affäre Ihres Vaters,
43:15weil Ihre Mutter davon wusste.
43:20Aber sie hat ihn doch nicht umgebracht.
43:26Wer war es denn dann?
43:28Ich weiß nur,
43:30dass sie Papa vorgeworfen hat,
43:32dass er sie hintergeht.
43:50Wo ist Sven?
43:51Frau Harbold,
43:52ich nehme an,
43:53auf den Weg nach Hause.
43:54Und wieso soll ich dann herkommen?
43:56Ich werde mal ein paar Sachen zu besprechen.
43:58Kommen Sie bitte?
44:00Natürlich hatten wir eine gute Ehe.
44:04Wieso fragen Sie das?
44:07Na, ich frage das,
44:07weil wir Hinweise bekommen haben,
44:09dass gut
44:10es wohl nicht so ganz trifft.
44:12Was für Hinweise?
44:14Hat Sven was erzählt?
44:16Frau Harbold,
44:17Sie hatten doch irgendwelche Probleme
44:18mit Ihrem verstorbenen Mann.
44:20Was für Probleme waren das?
44:25Muss ich darüber reden?
44:26Nein, nein, aber
44:28ich würde Ihnen empfehlen,
44:30Missverständnisse auszuräumen,
44:32bevor Sie von dem Haftrichter zur Sprache kommen.
44:36Natürlich hatten wir
44:37auch die üblichen Probleme.
44:39Wie in jeder Ehe, denke ich.
44:42Gehörte Untreue
44:43auch zu diesen üblichen Problemen?
44:46Nein.
44:49Hat Sven das gesagt?
44:52Wir glauben,
44:53dass Ihr Mann eine Beziehung
44:54mit einer anderen Frau hatte.
44:57Das kann nicht sein.
45:00Das hätte ich ja gemerkt.
45:02Ihr Mann wollte mit dieser anderen Frau verschwinden.
45:05Einfach so.
45:06Und ein neues Leben anfangen.
45:10Das Währungskonto?
45:14Ja.
45:16Ihr Mann hat eine Anzahlung
45:17auf ein Cottage in Südafrika geleistet.
45:22Welche Frau denn?
45:27Ihr Mann war damit einverstanden,
45:29dass ein Exklusivvertrag gebrochen wurde
45:31und das Möbelholz
45:34an Ihrem Betrieb
45:35vorbeiverkauft wurde
45:36und mit dem Gewinn
45:36aus diesen
45:38Transaktionen
45:38sollte das Cottage
45:40in Südafrika finanziert werden.
45:46Hedi Malthus?
45:48Ja.
45:55Nein.
45:58Nein, nein, nein.
46:03Warum denn?
46:10Okay.
46:17Stehe.
46:21Und wie heißt die Firma?
46:24Natural Resources Respa.
46:26Herr Reuter?
46:27Sie lassen sie gehen?
46:29Ja.
46:29Auf seiner Anrufliste.
46:31Sie hat von der Affäre
46:32erst meines nichts gepusst.
46:33Sind Sie sich da sicher?
46:35Ja.
46:35Oder haben Sie das
46:36weiter in ihr gefunden?
46:37Oder haben Sie keinen
46:38anderen Beweis?
46:39Bernd, ich habe Neuigkeiten
46:41zu diesen seismischen Messungen.
46:43Ah ja.
46:43Das war eine Firma
46:44namens Natural Resources
46:46Wiesbaden.
46:47Und auf der Anrufliste
46:49von Ludger Harbold
46:50taucht eine Nummer
46:51von dieser Firma auf.
46:52Er hat drei Tage
46:53vor seinem Tod
46:54mit denen telefoniert.
46:56Ah.
47:06Ja, es hat geklappt.
47:07Kärna ist happy.
47:08Es läuft.
47:10Ja.
47:11Was ist denn jetzt
47:12mit dem Notar-Termin?
47:14Ja, okay.
47:14Lass uns einfach nur hoffen,
47:15dass deine Mutter
47:16nicht wieder Zicken macht.
47:37Julia, du erinnerst dich
47:38an das Gespräch
47:39mit Frau Löffler.
47:40Ja.
47:41Angeblich hat sie
47:41Hedi Malthus
47:42beim Vögelbeobachten gesehen.
47:45Hier.
47:46Hier ist der Schattwald.
47:48Da ist der Vogelbeobachtungspunkt.
47:50Und hier der Wiesengrund.
47:52Der ist vom Malthushof
47:54über die Forststraße
47:56hier wie direkt erreichbar.
47:57Okay.
47:58Und das heißt?
47:59Das weiß ich auch noch nicht.
48:01Gut.
48:02Dann schauen wir uns das an.
48:19Herr Dr. Kärna wäre dann sobald.
48:21Vielen Dank.
48:23Guten Tag, Herr Dr. Kärna.
48:24Herr Reuter.
48:25Guten Tag.
48:26Nehmen Sie doch bitte Platz.
48:27Danke.
48:29Es geht also um Lithium.
48:31Richtig.
48:32Der Bedarf ist riesig.
48:34Überlegen Sie mal,
48:35was heutzutage alles
48:35mit Batterie oder Akku
48:36betrieben wird.
48:37Ja, das ist mir schon klar,
48:38aber Lithium
48:39hier im Taunus,
48:40das hat mich überrascht.
48:42Das geht dem meisten so.
48:43Viele denken,
48:44wir bohren hier nach Heilwasser,
48:45aber das vulkanische Tiefenwasser
48:46hier weist
48:47eine ganz enorm große
48:48Lithiumkonzentration auf.
48:49Ach so,
48:50Sie wollen das Lithium
48:50dann aus dem Wasser
48:51extrahieren.
48:53Verstehe.
48:55Und warum ausgehendet
48:56im Wald von Frau Malthus?
49:00Kosten, was sonst?
49:01Das Vorkommen
49:02in dem Wald
49:02liegt extrem flach
49:03und ist mit wenig
49:04Aufwand förderbar.
49:06Ah.
49:07War das auch Thema
49:08bei Ihrem Gespräch
49:08mit Herrn Harbold?
49:09Wer?
49:10Ludger Harbold.
49:11Er hat Sie vor drei Tagen
49:12angerufen.
49:15Ach so,
49:16ja,
49:17aber
49:19das betrifft
49:19laufende Vertragsverhandlungen
49:21und ich möchte mich
49:21dazu nicht äußern.
49:23Ja,
49:23das ist schade,
49:24Herr Dr. Körner.
49:25Ich bin hier,
49:25weil ich in einem
49:26Mordfall ermittle.
49:31Können Sie natürlich
49:31nicht zwingen.
49:32Vielen Dank,
49:33ich wünsche Ihnen
49:33auch einen schönen Tag.
49:37Also,
49:37ich sage Ihnen einfach mal,
49:38wie das jetzt weitergeht.
49:39Ich fahre jetzt sofort
49:40zum zuständigen
49:41Ermittlungsrichter,
49:41beantrage einen
49:42Durchsuchungsbeschluss
49:43und in zwei, drei Stunden
49:44sind dann die Kollegen
49:45von der Polizei hier.
49:46Die sind in der Regel
49:47sehr genau,
49:47aber in drei Tagen
49:49sind die wieder raus hier.
49:50Schönen Tag,
49:51Herr Körner.
49:51Ähm,
49:52Herr Reuter.
49:56Ja,
49:56also,
49:56der Herr Harbold,
49:57der war sehr bissig.
49:59Er wollte wissen,
50:00ob es stimmt,
50:00ob wir Probebohrungen
50:01durchführen.
50:03Und?
50:03Stimmt es?
50:04Es laufen
50:05Vorverhandlungen.
50:07Mit Frau Malthus?
50:08Der Kontakt läuft
50:09über Frau Löffler.
50:10Frau Löffler?
50:12Warum haben Sie nicht
50:12direkt mit Frau Malthus
50:13gesprochen?
50:14Frau Malthus
50:15war da
50:16nicht ganz
50:18vorbehaltsfrei.
50:19Ja,
50:19sie war ja schon
50:20gegen die seismischen
50:21Untersuchungen
50:22in ihrem Wald.
50:24Frau Löffler
50:25war von Beginn an
50:26von unserem Projekt
50:27sehr begeistert.
50:28Sie wollte unbedingt
50:29dabei mithelfen,
50:30in unserem Land
50:30grüne Zukunftstechnologie
50:32zu fördern.
50:34Wahrscheinlich
50:34hat sie deshalb
50:35vor zwei Jahren
50:35empfohlen,
50:36die seismischen
50:37Untersuchungen
50:37in dem Zeitraum
50:38durchzuführen,
50:39in dem Frau Malthus
50:39im Krankenhaus lag.
50:41Davon weiß ich nichts.
50:43Ich weiß nur,
50:44dass Frau Löffler
50:45ganze Arbeit geleistet
50:46und Frau Malthus
50:47am Ende
50:47mit an Bord
50:48geholt hat.
50:49Wie bitte?
50:51Das erstaunt
50:52mich jetzt.
50:59Eine Empfehlung
51:00schreiben
51:00an den Gemeinderat.
51:02Zum Bau
51:03einer Straße
51:03in ihren Wald.
51:08Darf ich das mitnehmen?
51:09Natürlich.
51:13Okay, ich sehe nicht.
51:15Bist du sicher,
51:16dass das der richtige
51:17Platz ist?
51:18Ganz sicher.
51:20Okay, warte mal.
51:20Ich stelle mal
51:21einen Messstopp auf.
51:30Jetzt sehe ich was.
51:33Warte mal,
51:33ich kriege halt einen Anruf.
51:38Bernd?
51:39Hallo Kerstin,
51:40ich habe gleich einen Termin
51:41beim Gemeinderat im Rathaus.
51:42Wieso das denn?
51:43Ich habe Hinweise bekommen,
51:45dass es unter dem Wald
51:46von Frau Malthus
51:46ein größeres Lithium-Vorkommen gibt.
51:49Das könnte natürlich
51:50der Grund dafür sein,
51:51dass sie systematisch
51:51entgangen wird.
51:52Denkst du da zufällig
51:54an Carla Löffler?
51:55Ja.
51:56Und wie kommst du auf sie?
51:58Ich bin mit Julia
51:59bei diesem Vogelbeobachtungspunkt.
52:01Carla Löffler behauptet,
52:03Hedi Malthus
52:04von hier aus gesehen zu haben.
52:06Ja, richtig.
52:07Und?
52:08Aber das ist unmöglich.
52:10Der Weg am Wiesengrund
52:11verläuft hinter einer Kuppe.
52:13Alles kleiner als drei Meter
52:14ist nicht zu sehen.
52:16Das heißt,
52:16Carla Löffler
52:17hat Hedi Malthus
52:18ein falsches Alibi gegeben.
52:20Verstehe.
52:21Ja, dann ist natürlich die Frage,
52:23hat sie das für sich selbst gemacht
52:24oder für Frau Malthus?
52:26Ich muss mal reinkassen.
52:28Bis später, ja?
52:30Was ist denn?
52:35Du hast den Notartermin
52:36endgültig abgesagt?
52:37Was ist denn
52:38mit der Besitzübertragung?
52:40Das Grundstück
52:40gehört ja doch schon
52:41in der Hof.
52:42Ja, aber es geht
52:43um den Wald
52:44und das weißt du genau.
52:45Takala, es freut mich,
52:46dass du auch was dazu zu sagen hast.
52:48Sie hat recht,
52:48du hast es zugesagt.
52:49Ja, und jetzt
52:50habe ich mir anders überlegt.
52:51Ja, du alleine.
52:53Wie du auch schon alleine
52:54den Wald ruiniert hast
52:55und ihn komplett ausgeschlachtet hast,
52:56nur um Geld zu verdienen.
52:57Zum Geld verdienen?
52:59Sein Großvater
52:59ist damit gerade so
53:00über die Runden gekommen.
53:01Sein Vater hat sich
53:02darin tot gearbeitet.
53:03Und ich,
53:04ich mache jetzt Schluss damit.
53:07Schluss?
53:08Was meinst du?
53:09Ich tue dir einen Gefallen,
53:10damit du weißt es nur noch nicht.
53:13Entschuldigung,
53:13Frau Offen.
53:14Guten Tag, Frau Maltus.
53:15Was wollen Sie denn noch?
53:16Ich würde gerne
53:17mit Frau Löffler
53:17über das falsche Alibi sprechen,
53:19das sie Ihnen gegeben hat.
53:20Was soll das heißen?
53:21Haben Sie mich jetzt
53:22wieder an Verdacht?
53:22Nein, nein, Frau Maltus,
53:24wirklich nicht.
53:24Ich weiß ja inzwischen,
53:26wie Sie zu Herrn Harbold standen.
53:28Wieso?
53:29Wie stand Sie denn
53:30zu Herrn Harbold?
53:32Ach,
53:33hat Ihr verlobter
53:34Ihnen das noch nicht erzählt?
53:36Lothar und ich,
53:37wir,
53:38wir waren ein Paar.
53:40Was?
53:41Sie haben das auch nicht
53:42gewusst, oder?
53:43Zumindest nicht am Anfang.
53:44Worauf will er hinaus?
53:46Uwe?
53:48Frau Maltus,
53:49ich glaube,
53:50das Interesse Ihres Sohnes
53:50lag nicht so sehr
53:51beim Beobachten von Vögeln,
53:53sondern beim Straßenbau.
53:55Welche Straße?
53:56Die Straße,
53:56die über Gemeindegrund
53:58in Ihren Wald führt.
53:59Die sollte geteert werden.
54:01Die Forststraße, Tern.
54:02Wozu?
54:03Da habe ich ja wohl
54:04auch noch ein Wort mitzureden.
54:05Ja, das ist richtig.
54:06Das war auch allen Beteiligten klar.
54:08Schauen Sie mal.
54:11Natural Resources,
54:12Wiesbaden,
54:13in Richtung einer Förderanlage,
54:15in meinem Wald?
54:16Haben Sie die Unterschrift gesehen?
54:21Ihr habt mich betrogen.
54:24Das sagt genau die Richtige.
54:26Wer hat uns denn ewig hingehalten
54:28und nie auf unsere Ideen gehört?
54:29Du hast uns betrogen!
54:31Wie konntest du das tun?
54:34Ihr Sohn wusste,
54:36dass der Gemeinderat
54:36auf Herrn Harbold hört
54:37und darum hat er versucht,
54:38Herrn Harbold in sein Vertrauen zu ziehen.
54:40Was Ihr Sohn aber nicht wusste,
54:43wie nah Herr Harbold
54:44und sie sich standen.
54:49Wieso willst du es ihr sagen?
54:50Du kannst meine Mutter
54:51doch gar nicht leiden.
54:51Du ahnst nicht mal,
54:52wie falsch du liegst, oder?
54:53Wieso denn?
54:54Deine Mutter und ich?
54:55Ach, vergiss es, Uwe.
54:57Warum wartest du nicht einfach,
54:58bis sie dir den Wald überschreift?
54:59Dann entscheidest du allein.
55:00Ja, aber das tut sie ja nicht.
55:01Sie hält mich dauernd hin.
55:02Und wenn ich jetzt noch länger warte,
55:03dann gehen die mit den Bogen
55:04in woanders.
55:04Das ist meine Chance.
55:05Ludwig, bitte.
55:06Das war deine Chance, Uwe.
55:07Deine Chance,
55:07das Richtige zu tun.
55:08Ich werde deine Mutter
55:09nicht belügen.
55:11Kapierst du das?
55:24Was hast du getan?
55:37Herr Malthus?
55:43Na, Frau Löffler?
55:46Dieses falsche Alibi,
55:47haben Sie sich das eigentlich
55:48für sich ausgedacht
55:49oder für Ihren Verlobten?
55:50Ich wusste von gar nichts.
55:53Nein.
55:55Sie müssen doch zumindest
55:56etwas geahnt haben.
55:59Ich habe den Notartermil
56:00nicht abgesagt.
56:01Ich war längst da.
56:03Ich habe den Wald verkauft.
56:05An den Naturschutzverein
56:07nebenan.
56:08Ich dachte,
56:08das sollte dich freuen.
56:20Es tut mir leid,
56:21Frau Malthus.
56:24Ich habe den Kaufvertrag
56:25unterschrieben
56:25für das Cottage.
56:26Mich galt hier nichts mehr.
56:29Das heißt,
56:30Sie ziehen allein
56:30aus Südafrika?
56:32Nein.
56:33Ludger ist bei mir.
56:38Immer.
56:39Immer.
56:54Das war's dann für mich.
56:57Ja, ich brauche meine Auszeit.
56:59Ich werde reisen,
57:00vielleicht nach Südamerika.
57:02Erst mal ein Jahr
57:03und dann mal sehen.
57:08Tja, Frau Schröder,
57:09es sieht so aus,
57:10als müssten Sie jetzt
57:10allein mit mir klarkommen.
57:12Keine Angst,
57:13ich würde dich niemals
57:14mit Ihnen alleine lassen.
57:19Alexander?
57:20Ja?
57:22Darf ich vorstellen,
57:24das ist dein neuer Kollege.
57:25Herrn Reuter
57:26kennst du ja bereits.
57:27und das ist Julia Schröder.
57:30Ja.
57:32Hallo,
57:33Alexander Witte,
57:34Kriminaloberkommissar.
57:35Hi.
57:38Ja, ich, äh...
57:41Ja.
57:45Kerstin?
57:48Wie auch immer
57:49dein Leben weitergeht,
57:51du machst das.
58:04Witte,
58:05merde.
58:34Untertitelung des ZDF, 2020
58:35Untertitelung des ZDF, 2020