- vor 9 Minuten
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SpaßTranskript
00:00Ich musste dich sehen. Warum hast du so schnell aufgelegt?
00:04Ähm, meine Großmutter hat einen Schwächaranfall, aber es geht schon wieder.
00:07Und du? Wie geht's dir?
00:10Du bist so stark und neben dir fühle ich mich wie...
00:15wie eine verlorene Prinzessin.
00:31I'm a true believer
00:36And I've seen the power of what big love can do
00:45I'm a true believer
00:50I believe in me and you
01:01Ich habe Angst
01:02Du brauchst keine Angst zu haben. Nicht vor mir
01:07Bitte berühre mich
01:16Das muss Maren sein. Sie wartet im Grand Hotel auf sie, auf dich
01:21Ich hab's so arrangiert
01:22Ja
01:23Wo bleibst du? Ich dachte, wir wären verabredet
01:27Du weißt doch, dass mein Sohn Pascal zu Besuch ist
01:31Wir haben eine wichtige Besprechung im Familienkreis
01:33Und du lässt mich hier im Hotel wie Groupie warten?
01:36Vergreifst, dass ich nicht etwas im Motorrad fahren?
01:39Allerdings
01:40Du bestellst mich ausdrücklich hierher
01:42Du kommst nicht, du rufst nicht an. Was soll das?
01:44Willst du mich für irgendwas bestrafen?
01:46Ja
01:47Ich weiß nur noch nicht wofür
01:50Sehr witzig
01:51Bestell dir noch einen Drink und mach es dir bequem
01:53Ich will sehen, dass ich so schnell wie möglich hier wegkomme
01:56Und wann soll das sein?
01:59In etwa einer Stunde bin ich bei dir
02:09Ich sollte gehen
02:11Oh nein
02:16Du hast mich in eine unmögliche Situation gebracht
02:19Es tut mir leid
02:21Und jetzt
02:24will ich sie genießen
02:27Diese
02:29unmögliche Situation
02:39Alexander, Sophia, Überraschung
02:41Ich bin schon da
02:42Aber einen Zug früher erwischt
02:46Keiner da?
02:47Doch, auch eine Überraschung
02:50Hallo Pascal
02:51Hallo Mutter
02:53Alexander hatte mir schon verraten, dass du zu Besuch bist
02:58Sollen wir an den Sheriff unser Wiedersehen trinken?
03:00Gerne
03:01Ja
03:06Du bist ja schon der perfekte Gastgeber
03:08Ich stelle mich schnell auf neue Situationen ein
03:13Ich habe richtig Lust, dich zu verwöhnen
03:14Das tut gut
03:16Soll ich dir noch was aus der Küche holen?
03:18Danke
03:19Ich hatte eine Kleinigkeit im Zug
03:24Ich hatte gehofft, dass ich noch antreffe
03:27Vater hat mich überredet zu bleiben, bis du kommst
03:29Und?
03:30War es schwer?
03:31Gar nicht
03:35Sind alle außer dir ausgeflogen?
03:37Fast
03:37Judith und Oliver sind ausgegangen
03:39Sophia ist schon zu Bett
03:40Und Vater hat wohl noch einen Termin
03:45Heute Morgen hat er mir auf die Mailbox gesprochen
03:47Dass er früh zu Hause sein wird
03:49Er muss ja jeden Moment wieder da sein
03:52Lässt er dich oft allein?
03:55Pascal
03:56Ich hoffe nicht, dass du einen falschen Eindruck bekommst
03:58Dein Vater ist ein vielbeschäftigter Mann
04:01Und das würde ich ihm nie zum Vorwurf machen
04:05Dafür leiste ich dir ja, Gesellschaft
04:07Wenn du nicht zu müde bist, erzähl doch, wie die Messe für dich verlaufen ist
04:09Das mache ich gern
04:15Na, du hast ja den coolsten Job von uns allen
04:18Findest du?
04:18Na klar
04:19Ich schnippel an den Blumen rum
04:20Denise muss die Bett machen
04:21Und du fährst die Herrschaften im fetten Wagen durchs Leben
04:24Von mir aus können wir gerne mal für einen Tag tauschen
04:25Einen Tag lang Chauffeur?
04:27Warum nicht?
04:28Ich dachte dabei eher an Denise
04:29Als die neue Chauffeurin
04:31Oh
04:31Und ich soll die Bett machen?
04:33Ach nee
04:33Also ich bin dabei
04:35Aber sollte ich ihm klaren, dass wir damit deinen Alten in den Wahnsinn treiben?
04:38Ja, und ich liebe Ellinghoffs
04:40Die kriegen die Krise bei meinem Fahrstil
04:42Schumi kriegt jedes Mal einen Heulkrampf, wenn er mich sieht
04:44Oliver findet es bestimmt schick, mal so schnell in der Bank zu sein
04:47Ja
04:48Aber die Strafzettel werden ihm bald vom Gegenteil überzeugt
04:52Früher bist du doch immer mit Oliver um die Häuser gezogen, hm?
04:55Ja
04:55Ja, aber seit die Unit wieder da ist, sehen wir uns kaum noch
04:59Er ist ziemlich im Stress
05:01Wieso eigentlich?
05:02Keine Ahnung
05:03Ich merke es auch nie, wenn ich ihn fahre
05:05Dann wirkt er oft abwesend
05:06Irgendwie verschlossen
05:08Jetzt ist auch noch sein großer Bruder aufgetaucht?
05:11Halbbruder
05:11Ja
05:13Der ist eine Nummer
05:14Wieso Nummer?
05:16Pascal ist fit
05:17Der weiß genau, was er will
05:19Das ist ziemlich hell in der Würne
05:20Was der mich schon alles gefragt hat
05:22Ja
05:23Aber als kleines Kind von seinem Vater verstoßen zu werden, ist auch nicht schön
05:28Ist er eigentlich sauer auf seinen Alten?
05:31Pascal und Herr Wellinghoff sind ein Herz und eine Seele, so als wäre Pascal nie weg gewesen
05:36Dann hat dein Vater Pascal schon als Kind gekannt
05:39Lass mich mal rechnen
05:41Vor 30 Jahren
05:43Oh, wie alt war dein Vater da?
05:44Auf jeden Fall jung
05:45Das kann ich mir bei Georg gar nicht vorstellen
05:47Ich nehme ja Fotos zu Hause
05:48Jungs, ich wäre ja für den Tapetenwechsel
05:51Mit oder ohne uns?
05:54Mit euch
05:55Dann gehen wir doch zu mir, Fotos angucken
05:57Eddie als kleinen Hosenscheißer, das lasse ich mir nicht entgehen
06:00Ich mir auch nicht
06:22Danke für den wundervollen, überraschenden Abend
06:27Ich habe zu danken
06:29Ich zähle jetzt schon die Stunden bis zu unserem Wiedersehen
06:34Ich weiß nicht, ob es so richtig ist, wenn wir uns wiedersehen
06:37Wenn wir es beide wollen, dann ist es richtig
06:42Es war wunderschön
06:43Aber ich fühle mich jetzt plötzlich so schäbig Ariane gegenüber
06:49Das könnte sie sein
06:56Ja
06:57Ariane, wie schön, dass du wieder da bist
07:01In etwa einer halben Stunde?
07:04Ja, bis gleich
07:06Wir dürfen uns nicht wieder treffen
07:09Das war jetzt ein Ausrutscher
07:10So nennt man das doch
07:12Ari, wäg dich nicht auf
07:13So schlimm ist das auch wieder nicht
07:15Meine Frau und ich
07:17Deine Frau liebt dich über alles
07:19Ich werde mich nicht dazwischen drängen, auf gar keinen Fall
07:22Aber das machst du doch auch nicht
07:24Gib mir wenigstens deine Handynummer
07:26Nein
07:27Bitte nicht
07:30Es ist besser, wenn man uns nicht zusammen sieht
07:32Ich gehe schon mal vor
07:33Ganz wie du willst
07:36Hast du alles?
07:38Ups
07:41Beinahe
08:09Das ist auch mir richtig ab
08:11Das ist nur zu blöd, dass man diesen Alfa Romeo nicht sehen kann.
08:15– Mann, Zentauri! – Ja, diesen Alfa-Zentauri.
08:18– Wahnsinn! Kommt mal schnell her! Kommt mal schnell her!
08:26– Kennt ihr den? – Nee.
08:30– Na los! – Kenn ich nicht.
08:32– Ja, dann streng mal deine kleinen grauen Zellen an.
08:34– Das ist ja unglaublich. Das ist ja Georg mit langen Haaren.
08:39– Und kurzer Lederhose.
08:42– Darf ich vorstellen, mein Vater war früher ein waschechter Naturfreak
08:46hier vor unserem Ferienholz an der Ostsee.
08:48– Und diese unglaublichen Hosen. Ich pack mich weg.
08:51– Sensationell. – So piepen.
08:53– Sag mal, dein Vater war ja ein richtig schräger Vogel.
08:55– Allerdings. Und das Beste daran ist, damals wollte ich genauso werden wie er.
08:59– Nein! Ich kann nicht mehr.
09:04– Könnt den ganzen Abend so sitzen bleiben. – Ja. Danke, Jungs.
09:09– Das war ein richtig toller Abend. Ich habe lange nicht mehr so gelacht.
09:15– Oh, Mist. Der letzte Bus ist schon weg. – Dann bleib doch hier.
09:20Ich habe genug Platz, genug Bier, genug Musik.
09:22– Könnte doch ein richtig schöner Abend unter Freunden werden. – Mhm.
09:27– Mhm.
09:55– Mhm.
09:56– Dann bist du ja. – Herzlich willkommen. Du hast uns gefehlt.
10:00– Mhm. Dann bist du mir nicht mehr böse, dass mir meine Termine wichtiger waren als deine.
10:06– Wie könnte ich? Deinetwegen ist doch Pascal da. – Mhm.
10:11– Ein sympathischer Junge, hm? – Schade, dass er so bald wieder abreisen muss.
10:21– Ich könnte ja vielleicht meine guten Beziehungen spielen lassen und ihm überreden, noch etwas länger zu bleiben.
10:28– Es ist erstaunlich, wie sehr Pascal mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen ist.
10:33– Wie war eigentlich der Cocktail-Empfang bei Ulrichs ohne mich?
10:37– Deine Assistentin hat dich würdig vertreten. – Habe ich es nicht gesagt?
10:41– Kathi ist ein Allround-Talent. Eine bessere Assistentin werde ich niemals wiederfinden.
10:47– Das kann man wohl sagen.
11:13– Dritton.
11:14– Oh!
11:14– Dritton.
11:23– Dritton.
11:24–ieve.
11:32– Sorry, sorry!
11:34– Dritton.
11:41Von der Messe erzähle ich dir morgen.
11:44Heute bin ich zu müde.
11:53Maren Heilmann, habe ich recht?
11:56Sie hat sich wohl in diesen Tagen daran gewöhnt,
11:58nicht alleine zu schlafen.
12:00Ariane, wo ist das Problem?
12:02Deine Assistentin darf dich doch auch
12:04zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen.
12:10Lass uns schlafen gehen.
12:32Ich wusste, dass du gleich reinkommen würdest.
12:35Und ich wusste, dass du hier sein wirst.
12:38Und ich wusste, dass du allein sein wirst.
12:41Dann hättest du lieber nicht kommen sollen.
12:43Ist es jetzt schon verboten, mir einen wunderschönen Morgen zu wünschen?
12:47Nein, ich freue mich darüber.
13:10Ich bin eigentlich auch nur gekommen, weil ich dir sagen wollte,
13:15dass, dass ich das auch gut finde, wenn wir einen gewissen Sicherheitsabstand waren.
13:24Na, dann ist ja alles perfekt.
13:32Willst du Milch?
13:33Danke, ich mach das schon.
13:41Keine Angst.
13:44Ich trinke ihn im Wohnzimmer.
13:49Oliver.
13:51Ja?
13:56Weißt du, ob Pascal seinen Kaffee mit Süßstoff oder mit Zucker nimmt?
14:00Was?
14:02Vergiss es.
14:14Jetzt beeilt euch mal, wir sind schon spät dran.
14:17Sonst heißt es wieder ich.
14:19Hätte euch verführt.
14:21Du willst uns beide in zehn Minuten verführen?
14:23Ja.
14:23Na, das will ich ja mal sehen.
14:24Mein alter Herr bringt's fertig und glaubt das ungesehen.
14:27Oh, guten Morgen, Chef.
14:28Na, die zehn Minuten, da drücken Sie doch bestimmt ein Auge zu.
14:32Morgen, Vater.
14:33Guten Morgen, Herr Behringer.
14:34Wir arbeiten heute auch doppelt so schnell.
14:35Ich hab die beiden unterwegs aufgegabelt.
14:38Woher kommt denn heute Ihre erschreckend gute Laune?
14:41Also, Chef, die Sonne scheint.
14:43Ist das nicht Grund genug?
14:45Ich dachte, Sie bevorzugen die Nächte.
14:59War es richtig, zurückzukommen?
15:02Wovor habe ich eigentlich Angst?
15:04Vor der Zukunft?
15:06Aber warum sollte ich vor der Zukunft Angst haben?
15:10Zukunft ist doch nur Zeit.
15:12Oder?
15:15Ja, Annika?
15:16Hm?
15:16Das Wasser kocht.
15:19Irgendwie schaltet er sich nicht mehr von alleine aus.
15:22Also mit den Gefühlen.
15:23Die schalten sich auch nicht einfach von alleine aus.
15:26Ist was passiert?
15:28Hm, hm.
15:29Alles wie immer.
15:31Durchwachsen eben.
15:32Und wie geht's deiner Großmutter?
15:34Sie sagt schon besser.
15:36Aber ich würde trotzdem gerne gegen Mittag mal zu Hause vorbeigucken.
15:39Den Vormittag über ist Kathi bei ihr.
15:41Hm.
15:43Klar.
15:44Ich finde es prima, wie ihr euch beide um sie kümmert.
15:47Morgen!
15:48Morgen!
15:49Na, gibt es Arbeit für mich?
15:51Ja, auf Nachtdollen will ich warten.
15:53Heute sogar Sonderaufgaben.
15:54Weißt du, Bärbel, was ich an dir mag?
15:56Nee.
15:57Dass du immer so freundlich bist.
16:00Reizt mich nicht.
16:03Na, hat morgen so gut gelaunt?
16:04Ja.
16:05Ich habe Georg in kurzen Lederhosen gesehen.
16:09Ja.
16:10Und ich die Queen im Bikini.
16:12Doch.
16:13Ich habe es auf einem Foto gesehen.
16:14Er hat sie sogar am Ostseestrand getragen.
16:20Guten Morgen.
16:21Morgen.
16:22Guten Morgen.
16:22Wie geil?
16:22Hat Sophia verschlafen?
16:24Sie lässt sich entschuldigen, aber sie ist schon zur Schule.
16:27Sehr aufmerksam, euer Personal.
16:29Das weiß ich ja, Bianca.
16:30Die denkt an alles.
16:31Jetzt erzähl doch mal von deiner Messe.
16:34Das Blindenprojekt ist gut angekommen.
16:36Die Leute haben Schlange gestanden.
16:38Alle wollten sie die Infomappe haben.
16:40Es war großartig.
16:41Kein Wunder bei deiner Fähigkeit, die Menschen zu begeistern.
16:44Jetzt übertreibst du aber.
16:45Nein.
16:46Ich habe ja mitgekriegt, wie überall über die Wellinghoff Stiftung gesprochen wurde.
16:49Dabei sind wir erst in der Gründungsphase.
16:51Ariane war die Beste.
16:52Dann bin ich jetzt mit einer erfolgreichen Geschäftsfrau verheiratet.
16:55Oh, gibt es noch Kaffee?
16:57Was hast du eigentlich auf der Messe gemacht?
17:00Mein Aufgabenfeld waren die steuerlichen Belange solcher Projekte.
17:03Meinst du damit Abschreibungsprojekte?
17:05Nein, nicht direkt.
17:06Das war mehr ein Freundschaftsdienst für einen Kollegen.
17:08Sein Steuerbüro betreut große Firmen.
17:10Und ich war sowieso vor Ort, um eine gewichtige Leute aus der Branche zu treffen.
17:13So war die Messe für alle erfolgreich.
17:15Auch für mich.
17:16Und wie schön, euch jetzt alle hier zu haben.
17:19Besonders Pascal.
17:21Ja, Vater, aber nicht mehr lange.
17:23Ich muss wieder loslegen.
17:25Du willst schon abreisen?
17:26Vater, ich muss.
17:27Und wie sehen deine Pläne aus, wenn ich mal fragen darf?
17:30Natürlich darfst du das, Bruder.
17:32Ich möchte gerne was Neues anpacken und prüfe derzeit einige Angebote.
17:35Und dann entscheide ich mich auch für das Beste.
17:38Das kannst du doch auch von hier aus machen.
17:40Es wäre wirklich schön, wenn du länger bleiben könntest.
17:42Dem kann ich mich nur anschließen.
17:45Und Vater hat sicher nichts dagegen, wenn du deine Projekte vom Büro aus vorantreibst.
17:48Natürlich nicht.
17:50Daher mich alle so herzlich bittet,
17:53nehme ich euer Angebot an und verschiebe meine Abreise noch einmal um ein paar Tage.
18:01Wie soll ich dir...
18:03Die sind bestimmt für mich.
18:04Bestimmt.
18:05Ciao.
18:06Ciao.
18:11Wer soll dir denn Blumen schenken?
18:14Umi, das war nicht sehr nett.
18:17Entschuldige.
18:19Ja, ich freue mich für dich.
18:20Aber das passiert nur, weil dir nicht jemand jeden Tag Blumen schenkt.
18:25Ja, ist schade eigentlich.
18:33Von wem sind die denn?
18:40Von meinem Optiker.
18:42Seit wann?
18:44Ah, jetzt hältst du mich schon wieder zum Narren.
18:47Also, du hast einen Verehrer.
18:49Ja, aber seinen Namen verrate ich nicht.
18:53Na, auf jeden Fall hat er einen guten Geschmack.
18:56Außerdem ist er durch und durch zuverlässig und geradlinig.
19:00Ja, wirklich?
19:02Der würde alles für mich tun, egal was ich verlange.
19:06Das hört sich ja wirklich nach dem richtigen Waschleppen an.
19:09Aber Umi, wenn du nicht aufisst, kannst du ja gar nicht wieder gesund werden.
19:13Ist mir zu trocken, kriege ich nicht runter.
19:17Dann mache ich dir jetzt schnell noch einen Kräutertee.
19:20Und dann muss ich Besorgungen machen und zur Arbeit.
19:23Ja, mach nur.
19:25Ich lasse dich wirklich ungern allein.
19:28Und Bianca kann erst mittags wieder da sein.
19:31Ich bin weder bettlägerig noch hängig am Tropf.
19:34Genau.
19:35Es tut mir sogar gut, wenn ich mal ein paar Stündchen für mich allein habe.
19:39Umi, du bist die Beste.
19:42Mhm.
19:57Guten Morgen.
19:58Guten Morgen.
19:59Wenn du unterschrieben hast, sag Bescheid. Das Sekretariat wartet.
20:02Marin.
20:04Ich muss mich für mein Verhalten gestern bei dir entschuldigen.
20:09Das ist aber auch das Mindeste.
20:11Seit Pascal da ist, läuft mir die Zeit davon. Wir haben so viele Gesprächsthemen, so viel nachzuholen.
20:17Du willst mir doch nicht etwa erzählen, dass du gestern den ganzen Abend zu Hause warst.
20:21Doch, Marin, das war ich.
20:23Lass uns jetzt das Geschäftliche besprechen, ja?
20:28Hat Deidas Assistentin sich zurückgemeldet?
20:31Bis jetzt noch nicht.
20:32Das ist kein gutes Zeichen.
20:34Soll ich Sie anrufen?
20:35Hm, noch nicht.
20:37Wir müssen uns eine gute Strategie überlegen, eine sehr gute sogar.
20:42Sonst bringt uns Deida in enorme Schwierigkeiten.
20:45Was schlägst du vor?
20:47Ruf Oliver an und bitte ihn, so schnell wie möglich herzukommen.
20:54Vielleicht können wir morgen zusammen joggen.
20:56Mal sehen.
20:58Im Moment komme ich zu fast gar nichts.
21:00Du bist ziemlich eingespannt in der Bank, hm?
21:02Ja, Vater hat endlich eingesehen, dass ich auch selbstständig arbeiten kann.
21:06Es war gar nicht leicht, ihn davon zu überzeugen.
21:08Er ist eben von der alten Schule.
21:09Mhm.
21:10Kontrolle abzugeben ist nicht seine leichteste Übung.
21:13Mir hat er erzählt, dass du sehr erfolgreich bist.
21:15Ach.
21:16Ich bin noch ganz am Anfang meiner Abteilung Neue Energien.
21:19Sondiere gerade die Absatzmärkte.
21:21China.
21:22Wir sind jeder Beziehung des reines Investitionsparadies.
21:24Ich hab's live erlebt.
21:25Wir sind verrückt nach der neuesten Technik.
21:27Alle brauchen Autos, Handys, Hightech.
21:29Und das Beste ist, sie haben viel weniger Auflagen.
21:31Stimmt.
21:33Nur Energiemanagement und Nachhaltigkeit sind Fremdworte für dich.
21:35Die verpulvern Energie ohne Ende.
21:37Was kann dir denn bei deinem Schwerpunkt Neue Energien Besseres passieren?
21:40Dort liegt dein Schatz und du baust nicht mal danach zu gehören.
21:43Entschuldige.
21:45Wellinghoff?
21:47Hallo, Frau Heilmann, was gibt's?
21:50Ja, natürlich, bin sofort da.
21:55Wichtige Besprechung in der Bank.
21:56Komm doch gleich mit.
21:58Ja, aber ich möchte dabei nicht stören.
21:59Du störst nicht.
22:00Du willst doch sowieso in der Bank arbeiten.
22:09Hey!
22:10Mensch!
22:10Ich kann dich nicht aufhören.
22:12Nicht auszudenken, was ich mir alles hätte brechen können.
22:15Wo kommst du eigentlich so plötzlich her?
22:17Von der Schule.
22:19Irgendwie ist das blöd.
22:21In der Schule ist es langweilig und ohne Schule ist es auch langweilig.
22:25Du hast ja vielleicht Probleme.
22:26Bei mir häuft sich die Arbeit.
22:28Dabei ist mir heute eher nach easy going.
22:30Schlecht geschlafen?
22:31Viel zu kurz.
22:32War noch mit Eddie unterwegs.
22:34Im Fisch?
22:35Auch.
22:36Und später noch bei ihm zu Hause.
22:38War echt lustig.
22:39Du hast es gut.
22:40Bei dir ist wenigstens was los.
22:42Aber heute könnte ich gut auf Arbeit verzichten.
22:46Weißt du was?
22:48Ich opfere meinen freien Nachmittag und helfe dir bei der Gartenarbeit.
22:53Lieber nicht.
22:55Nachher heißt es noch, Gärtner der Wellinghoffs als Sklaventreiber enttarnt.
22:59Ach, das will ich sehen.
23:00Du, ein Sklaventreiber.
23:02Du kannst doch nicht meiner Fliege was zu Leide tun.
23:04Geschweige denn jemanden herumkommandieren.
23:06Okay.
23:07Ich nehme ihr Angebot an, Miss Wellinghoff.
23:11Sie haben hier in einer halben Stunde im Gärtneroutfit zu erscheinen.
23:15Jawohl, Mr. Eisenberg.
23:18Abgang.
23:23Jetzt hört schon auf.
23:27Mann, hab ich einen Kohldampf heute.
23:32Entschuldigung.
23:35Na, und dir mache ich gleich erstmal einen doppelten Espresso.
23:38Nicht, dass du noch hinterm Steuer einschläfst.
23:41Hast du die ganze Nacht mit Denise durchgemacht?
23:43So ähnlich.
23:45Wir haben uns Eddies alte Fotoalben angeschaut.
23:48Sehr aufschlussreich.
23:49Von unseren Familienurlauben an der Ostsee damals.
23:52Ah, daher die Lederhosen.
23:54Genau.
23:54Eddie, du sollst ein paar eilige Akten zur Bank fahren.
24:00Bin schon unterwegs.
24:04Alle Achtung, Chef.
24:06Mit langen Haaren waren Sie ein richtig scharfer Feger.
24:09Feger?
24:10Hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut.
24:12Ach, damals ja doch.
24:16Da hatten ja alle lange Haare.
24:18Aber als Pferdeschwanz habe ich Sie nie getragen.
24:21Natürlich nicht.
24:23Danke.
24:29Meine Vermutung hat sich leider bestätigt.
24:32Daida scheint im Begriff zu sein, die Bank zu wechseln.
24:35Das ist nicht dein Ernst.
24:36Doch.
24:37Seine Assistentin hat durchblicken lassen, dass er neue Wege gehen möchte.
24:42Das ist ja katastrophal.
24:46Wir müssen unbedingt raus, wenn Wählen abwerben will.
24:48Dieser Daida ist sicher ein Großkülle von euch.
24:50Ja.
24:52Er verwaltet verschiedene Rentenfunks für eine renommierte Versicherungsgesellschaft und hat das gesamte Geld bei unserer Bank angelegt.
24:58Bisher ist er einer unserer größten Kunden.
25:02Menschlich sehr schwierig, aber sonst sehr zuverlässig.
25:05Wenn er geht, bringt er unsere Bank in eine empfindliche Schieflage.
25:09Diese Kandidaten kenne ich.
25:12Aber ich will mich nicht in eure Interne einmischen.
25:15Er spricht ruhig aus, was du denkst.
25:16Jede Anregung ist uns willkommen.
25:19Drohungen in die Bank zu wechseln sind meistens ein Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit.
25:22Jeder Großkunde will gebauchpinselt werden.
25:25Welche Kriterien verfolgt deine Anlagestrategie?
25:27Sicherheit und Tradition.
25:28Und wie ist er als Mensch?
25:30Starik, konservativ.
25:33Deshalb die Wellinghoff-Bank.
25:34Ein altes Familienunternehmen, gemeinsam geführt von Vater und Sohlen.
25:39Das stimmt.
25:41Familie ist dein Ein und Alles.
25:43Dann würde ich ihm von der Seite packen und ein Arbeitsessen im familiären Rahmen vorschlagen.
25:47Bei uns zu Hause im Kreise der Familie.
25:50Klingt doch plausibel.
25:51Das machen wir.
25:53Dann sollte aber Pascal auch dabei sein.
25:56Wenn du meinst, Vater.
26:03Erbel!
26:04Nicht hier!
26:06Was machen Sie denn da?
26:08Ich habe tierischen Durst.
26:10Den habe ich gerade gestillt.
26:12Tierisch.
26:13Das ist genau die richtige Bezeichnung dafür.
26:16Seien Sie doch mal locker, Herr Beringer.
26:18Sven, aus dem Wasserhahn saufen gehört sich einfach nicht.
26:22Dass man sowas überhaupt sagen muss.
26:25Hier.
26:27Und holen Sie sich ein Glas.
26:29Schon gut, Maestro.
26:30Aber so richtig ernst nehme ich Ihnen Ihre Strengsitten nicht, Herr Beringer.
26:36Früher müssen Sie mal ganz anders gewesen sein.
26:39Was Sie nicht sagen.
26:41Na ja, als Sie noch lange Haare hatten und in kurzen Lederhosen rumgelaufen sind.
26:45So verhält sich doch kein Spießer.
26:49Hier steckst du.
26:50Ich habe schon überall nach dir gesucht.
26:52Auch Sophia hat sich verändert.
26:54Du bist ja auch kein Modepüppchen mehr.
26:55Oder nur noch ein halbes.
26:58Also von mir aus können wir.
26:59Na dann mal los.
27:01Ach Sven.
27:02Vergessen Sie nicht, sich um das heruntergefallene Laub zu kümmern.
27:05Ich schwöre Ihnen, im Umkreis von 500 Metern werden Sie nicht ein einziges Blatt mehr am Boden finden.
27:10Also los, du hast gehört, was uns erwartet.
27:12Ab.
27:22Sie müssen Maren Heilmann sein.
27:25Und Sie der verlorene Sohn.
27:30Ich soll Ihnen ausrichten, dass Alexander, ich meine Ihr Vater und Oliver, zu einem Treffen mit Deiders Assistentin gefahren sind.
27:38Danke.
27:39Arbeiten Sie eigentlich schon lange für meinen Vater?
27:42Zehn Jahre sind es jetzt.
27:43Ach, dann kennen Sie den Laden hier ja in- und auswendig.
27:46Wenn ich mal Informationen brauche, dann wende ich mich vertrauensvoll an Sie.
27:49Tun Sie das.
27:54Ich hoffe, es geht Ihnen wieder besser.
27:57Ach so, Sie meinen, weil ich die letzten Tage nicht im Büro war.
28:01Manchmal arbeite ich auch gerne von zu Hause aus.
28:04Ja, ja, die Arbeit hört einfach nie auf.
28:06Vater und Oliver kommen auch häufig mit Akten nach Hause.
28:09Sagen Sie, wie war denn die Besprechung im trauten Familienkreis gestern Abend?
28:13Die ist schlichtweg ins Wasser gefallen.
28:14Vater glänzte durch seine Abwesenheit und ich bin früh ins Bett.
28:19Schade.
28:23Sie hatten sich bestimmt darauf gefreut.
28:27Das holen wir nach.
28:30Ja.
28:31Ich will Sie jetzt nicht länger von Ihrer Arbeit abhalten, Frau Heilmann.
28:36Mir ist nach einem Spaziergang zumute.
28:47Wer hätte das gedacht, dass die Idee, Gärten für Blinder einzurichten, auf der Messe so gut ankommen würde?
28:55Was Sie dort an Kontakten herausgeholt haben, ist nicht von schlechten Eltern.
29:00Die interessante Phase kommt ja erst noch.
29:03Ein Erstkontakt bedeutet noch gar nichts.
29:05Jetzt spielen Sie Ihren Erfolg mal nicht so runter.
29:08Wenn man erst mal die Menschen begeistert hat, ist alles weiter ein Kinderspiel.
29:14Ich war nicht immer so.
29:15Wie meinen Sie das?
29:17Ich war nicht immer so erfolgreich.
29:20Und mir ist sehr wohl bewusst,
29:23wem ich das zu verdanken habe.
29:25Frau Wellinghoff, wenn Sie mich jetzt meinen sollten...
29:28Kathi, Sie sind bei Weitem der bescheidenste Mensch, den ich kenne.
29:33Entschuldigen Sie.
29:35Neubauer?
29:37Ja, Frau Heilmann.
29:39Was kann ich für Sie tun?
29:40Es gibt da noch einiges zu besprechen bezüglich der Spendenkoordination.
29:45Möchten Sie mit Frau Wellinghoff?
29:47Nicht nötig.
29:48Ja, sie ist auch nicht da im Moment.
29:49Ich dachte da an ein Treffen mit Ihnen im Fish for Fun.
29:53Ja, gerne, Frau Heilmann.
29:54Sagen wir so schnell wie möglich.
29:57Gut, ich bringe die Papiere mit.
30:01Die Spendenkoordination.
30:03Ich bin heilfroh, dass ich mich nicht mit der falschen Schlange treffen muss.
30:07Nicht verzagen, auf Kathi übertragen.
30:10Und weil Sie mir eine solche große Hilfe sind,
30:16möchte ich Ihnen gerne das Du anbieten.
30:24Ich bin überwältigt.
30:29Ariane!
30:34Du bist so gut zu mir.
30:39Ja.
30:48Ach, gemeinsam geht es doch viel schneller.
30:50Ich muss leider gleich gehen, meine Großmutter wartet.
30:52Was?
30:53Du lässt uns hier mit dem Geschirrberg alleine?
30:56Ach, Denise, jetzt mach ich kein schlechtes Gewissen.
30:58Bianca übernimmt auch oft genug deine Arbeit.
31:01Wie geht es ihr denn?
31:03Sie weigert sich zum Arzt zu gehen.
31:05So war meine Großmutter auch.
31:08Lebt sie nicht mehr?
31:09Nö.
31:10Sie ist dann an einem Blinddarmdurchbruch gestorben.
31:13Naja, hab sie eh kaum gekannt.
31:16Bianca, du kannst jetzt gehen.
31:19Hier.
31:21Nehmen wir euch noch ein bisschen Suppe mit.
31:22Danke.
31:23Dann kümmere ich mich doch schnell um die Wäsche
31:27und weck mich, falls ich dort einschlafen sollte.
31:32Ach, da sind Sie ja.
31:33Ja, wo soll ich doch sonst sagen.
31:35Bärbel, mir ist heute so nach Süßen.
31:37Ob Sie für mich ein Stückchen von dem leckeren Nusskuchen abzweigen können?
31:43Nur, wenn Sie mir von Ihrem Reet-Dach-Häuschen an der Ostsee erzählen.
31:48Häuschen?
31:50Woher?
31:52Was ist denn heute hier bloß los?
31:54Sind hier alle verrückt geworden?
32:01Ich will jetzt ein Stück Kuchen.
32:06Es haben sich einige Fehler in die Namensliste eingeschlichen.
32:10Danke.
32:11Verstehe.
32:14Sagen Sie, haben Sie letzte Nacht auch so schlecht geschlafen wie ich?
32:20Sehe ich so aus?
32:22So ein bisschen blass um die Nase sind Sie schon.
32:27Obwohl ich mich bestimmt nicht so exzessiv ins Nachtleben stürze wie Sie.
32:31Interessant.
32:32Sie scheinen ja ein völlig verzerrtes Bild von mir zu haben.
32:35Oh, machen Sie mir doch nichts vor.
32:38Sie sind eine lebenslustige Frau.
32:41Und sicher keine Kostverächterin.
32:44Dann wollen Sie lieber nicht wissen, was ich letzte Nacht gemacht habe.
32:49Was wir uns erzählen, bleibt natürlich unter uns.
32:53Ich wollte in einen exklusiven Club.
32:56Ich sollte auch schon abgeholt werden.
32:57Aber meiner Großmutter ging es nicht so gut.
33:01So habe ich den ganzen Abend unspektakulär
33:04zu Hause verbracht und mich fürchterlich gelangweilt.
33:07Ich gehe mich mal frisch machen.
33:10Darf ich mal?
33:11Bitte.
33:19Interessant.
33:22Der Duft ist momentan sehr beliebt.
33:24Ich kann ihn nur empfehlen.
33:26Ehrlich gesagt ist er mir ein bisschen zu ordinär.
33:30Ja, aber soviel ich weiß,
33:31soll Prinzessin Maxima diese Marke auch benutzen.
33:41Ich habe uns was von Bärbels fantastischer Suppe mitgebracht.
33:44Ach, du bist es schon.
33:47Wie geht es dir, Omi?
33:48Immer besser.
33:51Mir machst du doch nichts vor.
33:55Vielleicht hätte mir deine Suppe gut.
33:58Ich gucke mir das nicht länger mit an.
34:02Wen rufst du an?
34:04Oliver, vielleicht weiß er einen guten Arzt.
34:06Da fahren wir heute noch hin.
34:07Nein.
34:09Leg sofort das Telefon weg.
34:12Bianca, bitte.
34:14Aber...
34:32Wenn es zu anstrengend für dich ist,
34:33dann können wir den Arzt auch kommen lassen.
34:35Du verstehst es nicht.
34:38Ich werde schon wieder gesund.
34:41Und dann...
34:42machen wir eine lange Wanderung am Meer.
34:48Hast du Schmerzen in der Bauchgegend,
34:50die vom Blinddarm her kommen können?
34:52Nein, im Blinddarm geht es blindend.
34:55Du verschweigst mir doch was.
34:57Da ist nichts, Kindchen.
35:03Warte, warte.
35:05Es muss gründlich sein.
35:06Bärbels Adleraugen entgeht nichts.
35:08Hab ich's besser.
35:10Unter meinem Motorhaube schau nur ich.
35:12Nicht anfassen.
35:15Mensch, Vater.
35:16Jetzt hätte ich beinahe die Schüssel fallen gelassen.
35:18Hast du dir wenigstens die Hände gewaschen,
35:20bevor du das gute Geschirr anfasst?
35:22Denise, können Sie uns kurz mal einlassen?
35:25Ich habe mit meinem Sohn unter vier Augen zu reden.
35:27Ja.
35:29Ich gehe dann mal eben...
35:32an die frische Luft.
35:38Wie bist du denn drauf?
35:40Für die Verspätung habe ich mich doch schon entschuldigt.
35:42Ach was, es geht doch gar nicht um die zehn Minuten.
35:44Und was dann? Immer noch um Denise?
35:45Auch nicht.
35:47Was fällt dir ein, mich vor allem zur Witzfigur zu machen?
35:50Ich?
35:51Ich habe doch überhaupt nicht über dich geredet.
35:53Aber Fotos hast du herumgezeigt.
35:55Und nicht zu knapp.
35:57Lange Haare, Lederhosen.
36:00Inzwischen machen sich alle lustig über mich.
36:02Einschließlich Bärbel.
36:03Aber Vater...
36:04Keiner will nichts mehr davon hören.
36:06Was Privates soll privat bleiben.
36:08Hast du mich verstanden?
36:10Nein.
36:12Unter Arbeitskollegen haben Fotos von früher nicht zu suchen.
36:15Ich möchte, dass du das respektierst.
36:18Hast du mich jetzt verstanden?
36:20Ja, gut.
36:32Das Schönste auf Mallorca war das Meer.
36:36Früh am Morgen.
36:39Ganz ruhig lag es da.
36:41Und die Oberfläche, die glitzerte Türkis.
36:47Das hat einfach alle Sorgen weggewischt.
36:50Vermisst du das Meer?
36:53Nicht, wenn wir beide zusammen sind.
37:02Hallo.
37:03Hallo.
37:04Du hattest bei mir angerufen und keine Nachricht hinterlassen.
37:08Stimmt.
37:09Und Bärbel hat mir erzählt, dass du nach Hause gegangen bist.
37:12Und ich dachte, du brauchst mich vielleicht.
37:16Hallo, Frau Berger.
37:18Ich hoffe, es geht Ihnen schon wieder besser.
37:19Ja, ja.
37:20Ein bisschen.
37:22Bitte entschuldigt mich.
37:23Ich lege mich kurz hin.
37:42Wie kann ich dich am besten unterstützen?
37:46Setze dich einen Moment zu mir.
37:48Ja.
37:54Ich mache mir richtige Sorgen.
37:57Omi geht es nicht gut, aber sie weigert sich, zum Arzt zu gehen.
38:02Ältere Menschen wollen oft nicht zum Arzt gehen.
38:04Sie haben Angst vor schlechten Nachrichten.
38:09Wenn dir was passiert, dann...
38:26Besser?
38:29Fiel.
38:39Soll ich jetzt nicht lieber gehen?
38:44Ja.
38:51Bis später.
39:14Eigentlich wollte ich ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe und wie viel Kraft er mir gibt.
39:19Aber ich darf mich in diese Nähe nicht hineinfallen lassen.
39:23Dann tut es am Ende noch viel mehr weh.
39:46So müde, wie du tust, kann man doch gar nicht sein.
39:49Erstens bin ich keine 16 mehr.
39:51Zweitens habe ich höchstens nur zwei Stunden geschlafen.
39:53Also etwas mehr Respekt, bitte.
39:55Was habt ihr denn die ganze Nacht getrieben?
39:57Das hast du mir immer noch nicht erzählt.
39:59Nein, frag Eddie. Der war dabei.
40:02Und noch so ein Gespenst.
40:04Na, voll fit, Kumpel?
40:05Von wegen.
40:09Hallo, Prinzessin.
40:11Wie ich sehe, hast du dir eine Hilfskraft zugelegt.
40:13Wie praktisch.
40:18Ich dachte, ich könnte meinem Wagen ein kleines Nickerchen halten.
40:21Aber mein Vater hat mich heute total auf den Kieker.
40:23Mich hat er auch schon angeflammt.
40:25Ich glaube, Denise hat ihm erzählt, dass er in kurzen Lederhosen...
40:29Das war nicht Denise.
40:30Das geht auf meine Kappe.
40:32Denise?
40:34War die gestern auch dabei?
40:35Und nicht so knapp.
40:37Man sieht überhaupt nichts an, wie sie das bloß macht.
40:39Frauen.
40:40Ja.
40:41Mann, du bist echt fies.
40:42Warum hast du mir nicht erzählt, dass Denise gestern dabei war?
40:45Verarschen kann ich mich alleine.
40:47Nein.
40:50Was war das denn jetzt?
40:52Frauen?
40:55Lass uns das Private nachher in Ruhe im Büro besprechen.
40:58Gern.
41:00Sicher interessiert es deine Söhne brennend, was für eine miese Nummer der Vater drauf hat.
41:04Was soll das werden?
41:06Alexander, irgendwann ist das Mars voll.
41:08Und der Zeitpunkt ist jetzt.
41:10Alexander, ich nehme dir deine Lügen nicht mehr ab.
41:12Ich habe dich versetzt und ich habe mich entschuldigt.
41:14Was willst du noch?
41:17Wie greifst du mir ins Gesicht, Lüxt?
41:19Maren, nicht hier.
41:23Wenn du nichts zu verbergen hast, dann kannst du mir doch erklären, wo die halbleere Champagnerflasche herkommt.
41:29Und das nasse Handtuch.
41:31Wir gehen jetzt.
41:33Du warst in der Wohnung und du warst nicht alleine, ich weiß es.
41:37Ich habe ihr Parfum gerochen.
41:39Das ist wirklich eine blühende Fantasie.
41:44Wenn du wenigstens den Mut hättest, es zuzugeben.
41:48Was?
41:48Dass du es mit Kathi Neubauer auf unserem Sofa getrieben hast.
41:58Wie ist es, ihn zu sehen?
42:01Es ist, als ob wir zusammengehören.
42:02Der Großmater ist schlecht geworden und du bist jetzt sowas wie Biancas Bewährungshelfer.
42:07Bewährungshelfer?
42:08Wer könnte dich schon ersetzen?
42:10Gerade die Neubauer zum Beispiel.
42:12Du hast es nicht nötig, dich von irgendjemandem abhängig zu machen.
42:15Da bin ich mir manchmal nicht so sicher.
42:16Ich wünschte, wir könnten jeden Abend so gemeinsam verbringen.