- vor 1 Woche
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00:00Willst du damit hin?
00:03Daniela fliegt und landet und ich will Mami und Papi.
00:07Kommt nicht in Frage um.
00:09Wie kann er mein Tagebuch rumschnüffeln?
00:11Aber...
00:13Dein Vati will doch nur das Beste für dich, Daniela.
00:17Halt du dich da mal raus, bitte.
00:20Ich weiß, Kinder sind ihre Eltern meist anders,
00:22aber unsere Mutter, die hat auch viele Sachen gemacht,
00:25die wir damals, also deine Mutti und ich, nicht immer gut fanden.
00:28Aber hinterher hat es sich immer herausgestellt,
00:31dass es zu unserem eigenen Nutzen war.
00:34Was soll es denn zu meinem eigenen Nutzen sein,
00:36wenn ich nicht zur Disco darf,
00:38aber jede Woche zweimal zum Volkstanz muss.
00:42In seinem Betrieb, wo er Kulturhauptmann ist.
00:47Volkstanz ist stinklangweilig und ödet mich absolut an.
00:51Ach, und das hast du wohl in dein Tagebuch geschrieben.
00:54Na, und vieles andere auch noch, was mir nicht passt.
00:58Na, zum Beispiel, wenn wir abends nach Hause gehen
01:02und es schon früh dunkel ist,
01:03wie es im Herbst und im Winter nun mal so üblich,
01:06steht der prompt mit seinem Fahrrad 50 Meter vom Tor entfernt,
01:11um zu spionieren.
01:13Er denkt, ich merke es nicht, aber alle wissen es
01:16und ziehen mich damit auf.
01:20Dabei werde ich 16.
01:21Na ja, nicht heute und nicht gleich morgen.
01:23Martin, lass doch mal das Kind.
01:25Ich bin kein Kind mehr, Tante.
01:27Oh, Daniela, so war es doch nicht gemeint.
01:33Daniela schläft heute in meinem Bett
01:34und ich schlafe im Wohnzimmer auf der Couch.
01:36Du willst ja nur da schlafen, weil du die halbe Nacht schmökern willst.
01:40Sabine, Vati und Mutti haben seit Wochen zufällig beide Tagsschicht
01:44und da wollen sie auch mal wieder ruhig schlafen.
01:46Und nicht, dass du sie immer wachstrampelst und dreimal eine Nacht pullern gehst.
01:49Der wo schläfst, bestimmt nicht du.
01:52Und außerdem bin ich das Geburtstag Kind.
01:54Wenn ich nicht lauter Einsen nach Hause bringe
01:57oder vielleicht mal mit einer Verwarnung nach Hause komme,
02:00dann hängt das ganze Familienleben für Tage auf Halbmast.
02:04Nicht mal das Fernsehen darf angestellt werden.
02:07Vati sagt kein Wort, Mutti schmollt und Daniel, der merkt nichts.
02:12Und wenn, dann hält der zu Vati.
02:15Und ich, ich geh kaputt dabei.
02:19Ja, aber das alles ist doch kein Grund, von zu Hause wegzulaufen, Daniela.
02:26Von deinen Eltern, von der Schule, von den Freunden.
02:32Doch, das Schlimmste kommt ja erst.
02:36Kommt noch.
02:37In meiner Klasse haben schon alle einen Freund.
02:40Die neben mir hat einen nach dem anderen.
02:43Ja, jedenfalls vor zwei Tagen hab ich Post bekommen.
02:47Na ja, von hier aus Berlin.
02:50Von einem der Jungs, die ich damals am Müggelsee kennengelernt hab.
02:54Und wie ich grad mit dem Antwortbrief fertig bin,
02:58da hat Daniel mir beide Briefe geklaut und ist damit zu Vati gerannt.
03:03Na, der hat natürlich einen großen Aufstand gemacht.
03:06Das kann mir vorstellen.
03:06Meine Tochter hinter meinem Rücken.
03:10Sumpf der Großstadt.
03:12Das ist doch wohl.
03:13Macht ihre Eltern in aller Augen lächerlich.
03:16Vertrauen gebrochen.
03:18Erziehung misslungen.
03:19Ist doch unmöglich.
03:20Jedenfalls, zwei Stunden ging das.
03:24Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen.
03:28Ich hasse Vati.
03:36Und das hast du wohl auch in dein Tagebuch geschrieben.
03:43Na dann, gute Nacht.
03:50Das hier überwindet Julius nicht so schnell.
03:53Was ist denn da los?
03:55Ja, aber ich seh mich nicht richtig.
04:00Peter, Sabine.
04:01Nee, du weißt mich.
04:02Da kriegst du einfach.
04:02Ihr benehmt euch wie die Bandalen.
04:04Ich nicht.
04:05Wollte wohl mal aufhören jetzt?
04:06Was soll denn Daniela von euch denken?
04:08Gar nicht wahr, sie lügt.
04:09Du hast angefangen.
04:10Ich wollte bloß...
04:12Siehste.
04:13Du hast gar nicht angefangen.
04:14Schimpfen, ha?
04:15Olle Tiere.
04:16Ein für alle Mal.
04:19Wer wann, wo und mit wem schläft, das bestimme ich.
04:23Und nicht Sabine.
04:24Und nicht Peter.
04:25Na bitte.
04:25So, und jetzt raus hier.
04:26Aber schnell.
04:28Daniela, ich komme gleich, mein Kind.
04:32Ich entschuldige, aber es ist mir so rausgerutscht.
04:35Wollen wir wohl jetzt endlich mal hier Ruhe geben.
04:39Da freue ich mich um die Party.
04:41Sabine.
04:45Hallo, ihr Geburtstagskind.
04:46Ich gratuliere dir ganz herzlich zu deinem Geburtstag.
04:50Danke, Oma Kniesi.
04:51Und wann kommt mein Schatz?
04:53Wann kommst du dir denn dein Geschenk abholen?
04:55Morgen.
04:56Dann muss ich mich in den Kindergarten.
04:58Ach so.
04:59Ihr habt wohl Besuch?
05:01Ja.
05:02Ja.
05:02Daniela ist aus Gera gekommen.
05:05Was?
05:06Daniela alleine?
05:07Ja.
05:08Ganz alleine?
05:10Ja, aber das stimmt was nicht.
05:13Sie weint.
05:15Ach so.
05:17Genau.
05:18Deswegen ist der Papa runtergegangen zu den Schwarzen zu telefonieren.
05:22Ja?
05:22Ja.
05:23Das haben wir gleich zu machen.
05:24Ja, also.
05:25Sabine Kinn?
05:26Kommst du dein Geschenk mal reinholen, ja?
05:28Ja?
05:29Vergiss nicht.
05:30Ah ja.
05:30Vergiss nicht.
05:31Da geht ihr mit Staunen.
05:33Da ist alles in Ordnung, Julius.
05:37Das ist ein bisschen durcheinander.
05:39Oh, kein Wunder bei dem impulsiven Entschluss.
05:43Nein, nein, keine Sorge.
05:45Wir haben da die Sache voll im Griff.
05:47Na, du kennst doch Monika.
05:49Mhm.
05:49Ja.
05:50Ja.
05:52Ja, ich hab Dienstmorgen früh.
05:55Monika auch.
05:56Ich hab Streife hier im Kiez.
05:58Da kann ich um diese Zeit doch unser Haus im Auge behalten.
06:01Ich sag dir, es ist kein Problem.
06:04Ich hab Streife hier ganz in der Nähe.
06:07Wenn du kommst, ja.
06:10So, als letztes noch den Streifenbereich von Hauptwachmeister Kleinau übernimmt heute
06:13Oberwachmeister Fuchs.
06:15Siegel aus der Kleinau stoßen auf Anweisung der Inspektion zur VK.
06:19Gemeinsame Radarkontrolle des einfließenden Verkehrs.
06:24Sie schauen mich so erstaunt an, Genosse Kleinau.
06:27Ist das nicht in Ordnung?
06:30Sie sagten doch selbst, dass Genosse Fuchs durchaus in der Lage sei.
06:34Kein Problem, Genosse Oberleutnant.
06:35Ich bin vom Genossen Kleinau so gut eingewiesen, dass ich den Bereich kenne wie er selbst.
06:39Ich bin über alle laufenden Ereignisse und Erfordernisse voll im Bilde.
06:43Na, bestens.
06:45Genosse Kleinau, Sie melden sich sofort an Ihrem Einsatzort.
06:49Und dort bei Obermeister Handgel. Die Anweisung ist beendet.
06:54Bernd, Bernd, warte mal!
06:56Ich muss hier!
06:58Pass mal auf!
06:59Genosse Fuchs!
07:00Genosse Oberleutnant!
07:01Sie bleiben noch eine Minute.
07:02Ich möchte mir noch Ihren Tätigkeitsbericht von gestern ansehen.
07:05Oh!
07:07Das war's.
07:42Hauptwachmester Kleinau, eingeteilt zur Unterstützung der Verkehrskontrolle,
07:45meldet sich zur Stelle.
07:46Danke.
07:47Danke.
07:48Guten Morgen.
07:48Morgen.
07:50Also, Kleinau, Kleinau, kennen wir uns nicht?
07:55Kann sein.
07:56Weiß nicht.
07:59Dich hatte ich doch schon mal an der Angel.
08:01Nee, nicht, dass ich wüsste.
08:03Na ja.
08:04Na, ist ja auch egal.
08:06Ach so.
08:08Pass auf, der Schirm steht da, du dort, ich bin hier.
08:12Es werden euch Kennzeichen und Typ durchgesagt.
08:14Er winkt die schnellen Vögel raus und du nimmst den ersten Kontakt auf.
08:17Alles klar?
08:18Alles klar.
08:19Na dann los, Kleinau.
08:25Wie lange bleibst du diesmal bei uns?
08:29Vielleicht für immer.
08:31Oh, für immer?
08:33Pass ja, schau.
08:34Hm?
08:35Schau.
08:37Dann wären wir ja zwei gegen Peter.
08:40Na, der wird sich umgucken.
08:42Aber du darfst ja gar nicht mehr mit Jungen spielen.
08:46Wieso?
08:47Du darfst ja auch mit Jungen spielen.
08:48Die Autoritätsmütter hat gesagt, wenn die Mädchen so kleine Rüstchen schön haben, dann dürfen sie nicht mehr mit Jungen spielen.
09:01Nein, darf ich auch nicht mehr.
09:05Jungs sind sowieso doof.
09:08Gelber Skoda.
09:09Ida Emil Victor.
09:16Nur dann geht es Ihnen wieder mit Jungen kamen.
09:38Ich weiß nicht mehr Quatsch.
09:40Ich habe neue Schuhe.
09:42Die drücken mit der Deibe.
09:45Überhaupt kein bisschen Gefühl.
09:47Ich habe dir gleich gesagt.
09:49Es gibt Theater mit den Schuhen, hm?
09:51Melden Sie das mal bitte dem Genossen da drüben im Barcast, oder?
09:58Schönerverband 1X379888.
10:06Hauptwachmeister Kleinau.
10:10Schalten Sie doch...
10:13Ach ja.
10:15Na, jetzt können Sie mich wahrscheinlich verstehen.
10:16Ihre Papiere stecken Sie bitte aus.
10:19Warum?
10:21Geschwindigkeitskontrolle. Sie sind zu schnell gefahren.
10:23Oh, tut mir leid.
10:31Ich habe mich drauf geachtet.
10:34Hinde mit.
10:35Hinde mit.
10:37Gebühren.
10:39Wahrscheinlich.
10:41Konzertgeld.
10:44Nerven hat der.
10:4695.
10:47Karl.
10:48Roter Wartburg.
10:48Kennzeichen nicht ausgemacht.
10:50Mann, der denkt würde erst auf den Sachsenring.
10:55Papi hat Streife, ganz in der Nähe.
10:59Er will mal ein Auge auf uns werfen.
11:04Mami hat gesagt, nach dem Frühstück können wir in den Tierpark fahren.
11:09Jetzt hat sie da auf den Schrank gelegt.
11:12Auch für Eis.
11:14Isst du auch Eis gerne?
11:17Nein.
11:18Macht nichts.
11:19Isst dir eine Bockwurst, wo ich esse zweimal Eis.
11:26Geh mal schnell zur Oma die Kniehase runter.
11:29Ein Geschenk abholen.
11:32Wenn du willst, kannst du ja noch die paar Scherben abwaschen.
11:42Ich hab dir eine Fahne aufgelegt.
11:52Ich hab dir eine Fahne aufgelegt.
12:01Woher weißt du das?
12:03Mein Vati hat deinen Vati angerufen.
12:06Und heute will er kommen?
12:08Vor dem Mittagessen.
12:15Du musst gar nicht mehr traurig sein.
12:18Dann wird alles wieder gut.
12:30Ich bin nicht zu schnell gefahren. Nur 50.
12:33Hauptmannmeister Kleiner, Verkehrskontrolle.
12:35Steigen Sie bitte aus und Ihre Papiere.
12:38Ich bin wirklich nicht zu schnell gefahren.
12:42Ich wundere mich, dass Sie überhaupt noch fahren können.
12:45Wieso? Wie meinen Sie das?
12:48Ich habe einen ordnungsgemäßen Führerschein.
12:50Kein Alkohol getrunken, bin rechts gefahren,
12:53habe die vorgeschriebene Geschwindigkeit unterschritten.
12:56Niemand belästigt oder behindert.
12:58Also?
12:59Würden Sie jetzt bitte mal aussteigen.
13:06Alles fest.
13:08Die Ast.
13:10Rote Fahne hinten.
13:12Genau nach Vorschrift.
13:16Dann ist doch alles zugebaut.
13:18Ein zweiter Außenspiegel ist auch nicht dran.
13:20Wie wollen Sie denn da sehen, was hinter Ihnen ist?
13:22Und das Kind sitzt vorne.
13:25Ja.
13:26Deswegen fahre ich ja so langsam.
13:29Geben Sie mir jetzt bitte Ihre Papiere und kommen Sie mit zu dem Genossler im Barker.
13:51Hauptwachmeister Kleinauer, Geschwindigkeitskontrolle.
13:53Sie sind mit 94 km h gestoppt worden.
13:54Mit 94?
13:56Ja.
13:56Na guter Mann, wie soll ich denn das wissen?
13:57Mein Tacho ist da kaputt.
13:58Der ist da auf dem Eimer.
13:59Hier, hier, hier.
14:00Wollen Sie mal sehen?
14:00Wollen Sie mal sehen?
14:03Na?
14:04Haben Sie was gesehen?
14:06Stellen Sie den Motor ab, steigen Sie aus.
14:08Ah, da haben wir es.
14:10Kein Fazer, der sich bewegt.
14:11Nicht mal einen Millimeter.
14:1394 sind Sie gefahren.
14:14Was denn 94?
14:16Junge, Junge, Junge.
14:17Glauben Sie, mir kam das vor wie 70.
14:19Auch das wäre zu schnell gewesen.
14:21Ja, da haben Sie auch recht.
14:22Ihre Papiere bitte.
14:23Kommen Sie bitte mit in den Markers.
14:24Ja, selbstverständlich.
14:26Kommen Sie.
14:26Natürlich.
14:27Herr Wachtmeister, Herr Wachtmeister.
14:29Etwas Unglaubliches.
14:30Etwas ganz Unglaubliches.
14:32Sie müssen unbedingt den gelben Datscher da stoppen, den ich da hinten überholt habe.
14:35Ich habe es leider eilig.
14:36Ich habe keine Zeit.
14:36Unbedingt stoppen.
14:37Und falls Sie nicht in den Ohren machen.
14:38Ja, Moment doch mal.
14:39Und was geht es denn eigentlich?
14:40Ich sah so was.
14:41Haben Sie noch nicht gesehen?
14:42Da muss was eingreifen.
14:43Wollen Sie mir vielleicht mal erkennen?
14:44Das ist ja nicht.
14:48Wollen Sie noch nicht?
14:50Ja, Moment doch nicht.
15:01Dann müssen Sie noch so lange warten, nicht?
15:06Na.
15:06Hoppe.
15:10Jetzt sei schön lieb zu dem Onkel.
15:18Das ist Ingo
15:20Angenehm
15:21Obermeister Anke
15:23Gestatten Sie eine Frage
15:25Fahren Sie immer so?
15:27Meistens
15:28Ich nehme ihn überall hin mit
15:29Wissen Sie, zu Hause alleine, da fühlt er sich nicht wohl
15:32Und streunen gibt es ja nicht mehr für ihn
15:35Herr Wachtmeister, wissen Sie, ich habe ihn doch kastrieren lassen
15:38Und deswegen stinkt er auch nicht
15:40Mein Ingolein, wenn wir dir schon die Freude an den kleinen Katzenmädelchen genommen haben
15:45Dann sollst du wenigstens immer mit der lieben Mama fahren
15:47Da hat die Volkspolizei auch nichts dagegen
15:51Wenn Sie Ihre Katze nicht ausgerechnet auf dem Lenkrad transportieren würden
15:55Dann spürt er meine Körperwärme und das tut ihm gut
15:59Haben Sie doch Verständnis, Herr Wachtmeister
16:03Für den Kater durchaus
16:05Aber wenn wir das durchgehen lassen, junge Frau
16:07Dann sitzt das nächste Mal der Kater persönlich am Lenkrad
16:12Aber Sie sind kein Tierfreund, Herr Wachtmeister
16:15Oh ja, doch, junge Frau
16:17Aber ich bin darüber hinaus in erster Linie Menschenfreund
16:20Und deshalb setzen Sie das liebe Tierchen doch lieber nach hinten
16:23Ach, ist das niedlich
16:27Darf ich es einmal rausnehmen, Oma Kniehase?
16:30Natürlich, das gehört dir doch
16:37Hat er schon einen Namen?
16:39Ach, wo? Den musst du ihm geben
16:41Das ist ein Junge oder ein Mädchen
16:44Ach so
16:45Ja, das weiß ich nicht
16:47Was bist denn du? Guck mal her
16:50Ja, das kann ein Junge sein
16:54Das kann aber auch ein Mädchen sein
17:00Dein Papa ist da bestimmt Sachkunja, wa?
17:03Fragen wir den mal, nicht?
17:05Oma Kniehase vielleicht erlaubt meine Mutter
17:08Nicht lasse ich den oder das Meerschweinchen mit nach Hause nehme
17:13Weil wir doch keinen Balkon haben
17:15Das Meerschweinchen, das bleibt hier
17:17Auf meinem Balkon
17:18Und wenn du Lust hast
17:20Dann kommst du rüber
17:21Und besuchst es und spielst mit ihm
17:23Nicht?
17:23Dann hab ich gleich doppelte Freude
17:25Erstens hier an dem Tierchen
17:27Und dann lasst du mich öfter besuchen, kommst mein Kleiner auf
17:29Dann geh ich gleich zum Konsum
17:31Und tue frische Moorrüben
17:34Frische Kohlrabi
17:35Nur, was es gerade gibt, nicht?
17:36So
17:37Das machen wir so
17:42Mann, das ist ja die reinste Einflugschneise hier
17:44Du sagst, das ist leider nicht die einzige
17:46Weißer Trabant, NB 8614, 78 kmh
17:52Ach du Schein
17:54Schein mir
17:55Was ist denn?
17:56Das ist mein Schwager
18:07Ist das ein Zufall?
18:10Nulles, ich muss dich leider bitten auszusteigen
18:13Und
18:17Irgendwo zu schnell gefahren
18:18Zu tief geflogen
18:19Fast 20 km war zu schnell
18:21Du weißt ja
18:23Ich denke, du hast einen Wohngewickstreifendienst
18:26Das ist umgepult, siehst du ja
18:28Daniela ist übrigens in der Wohnung
18:30Das ist ein wunderbarer Zufall
18:32Könntest du nicht vielleicht sagen, die Jungstände
18:34Du, ich kann mir nicht helfen
18:36Du musst zur Kasse
18:44Guten Tag
18:45Obermeister Handke
18:46Angenehm, hilfreich
18:48Bitte sehr
18:5378 kmh
18:56Besondere Umstände, Genosse Handke
19:00Familienangelegenheiten, die keinen Aufschub dulden
19:02Wenn Sie bei überhöhter Geschwindigkeit einen Unfall verursachen
19:06Müssen Sie eventuell einen viel größeren Aufschub im Kauf nehmen
19:10Notgedrungenerweise
19:10Darf ich mal einen Blick nehmen?
19:17Nicht ohne Stolz
19:19Möchte ich darauf hinweisen dürfen
19:20Dass mein Berechtigungsschein
19:21Seit neuneinhalb Jahren
19:22Keinerlei Eintragung aufweist
19:25Sozusagen noch jungfräulich ist
19:27Bitte, Jungfrau, schließe ich mal dran
19:30Wie?
19:31Das ist nur eine Frage
19:33Des Zeitpunktes
19:35Das ist nur eine Frage
19:37Das ist nur eine Frage
19:37Das ist nur eine Frage
20:09Weiß Sie denn, dass ich komme?
20:11Ich glaube schon
20:12Woher denn?
20:14Er hat zum Frühstück zu mir gesagt
20:16Ich habe so eine Ahnung
20:17Dass mein Vater hier heute kommt
20:26Ich habe von Oma Kina ein Meerschweinchen bekommen
20:29Ist ja toll
20:30Und will jetzt den Koran zu ihm bringen
20:33Aber ich weiß nur, dass sie es heilt
20:35Kannst du vielleicht erkennen, ob es eine nur ein Mädchen ist?
20:40Nein
20:41Bei Meerschweinchen weiß ich das nicht
20:44Klinge nur schon bei uns
20:45Daniela wird dir aufmachen
20:46Okay, Julius ist gekommen aus Gera
20:49Und will Daniela abholen
20:51Tara, hilfreich
20:52Haben Sie eine gute Fahrt gehabt
20:54Ja, danke Frau Knihase
20:56Ich habe es eigentlich
20:56Ich wollte noch mit Daniela im Tierpark gehen
21:00Vielleicht kommst du mit
21:01Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:07Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:17Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:19Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:19Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:22Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:24Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:26Ich habe es noch mit Daniela im Tierpark geholt
21:32Daniela ist weg.
21:34Unser Julius, Ihre Reisetasche hat sie auch mitgenommen.
21:39Bitte.
21:40Soll ich erst meine Tasse Kaffee machen, Herr Helfer?
21:43Nein, wo ist Monika? Ich meine, ist meine Schwägerin auf ihrer Arbeitsstelle?
21:46Bis vier Nachmittag. Dann wolltest du noch einkaufen gehen.
22:17Zum Krankenhaus, Herr Wachtmeister.
22:20Über die Brücke, dann die neue Straße, halt rechts.
22:23An der Ampelkreuzung steht ein Hinweisschild zum Krankenhaus.
22:26Die Rettungsstelle ist wohl auch dort?
22:27Ja, ebenfalls. Gleich unten beim Eingang.
22:29Warum fragen Sie es, was passiert?
22:31Nein, nein. Aber ich muss dringend zu meiner Schwägerin.
22:34Sagen Sie, kennen Sie Herrn Kleinau?
22:37Ih, mein Hauptwachtmeister Kleinau.
22:39Ja, natürlich. Das ist ein Freund von mir.
22:41Mein Lehrwachtmeister.
22:43Sagen Sie, könnten Sie ihm vielleicht über Funk etwas ausrichten lassen?
22:48Ja, wenn es wichtig ist und dringend.
22:50Bitte richten Sie ihm aus. Daniela ist weg.
22:53Verschwunden. Spurlos.
23:0028.14 für 28. Willkommen.
23:16So, ich bin jetzt müde.
23:18Er ist zum Mal allein unterwegs, Kleiner, wa?
23:20Oh, ich bitte um Entschuldigung.
23:22Ich bin fremd hier.
23:23Ich kenne mich nicht so aus.
23:24Ja, dann lass doch vermutlich eine Leine nehmen, damit er nicht unter die Räder kommt.
23:39Den 115er.
23:40Danke.
23:41Ist hier die Rettungsstelle?
23:42Ja, wir sind in jedem Falle die Rettungsstelle.
23:45Ja.
23:45Sagen Sie mal, waren Sie das eben, wegen dem die Bremsen so gequietscht haben?
23:49Ja, ich war in Gedanken.
23:50Ja, in Gedanken waren schon viele.
23:52Und sind hier nach der Narkose erst wieder wach geworden.
23:55Wenn überhaupt.
23:57Sicher.
23:57Der Verkehr in Berlin.
23:59Sie haben einen Anliegen?
23:59Ja.
24:00Unfall?
24:01Nein.
24:01Müssen Sie behandelt werden?
24:02Nein, ich möchte jemanden sozusagen mehr, mehr privat sprechen.
24:09Privat?
24:09Ja.
24:10Nee, das gibt es nicht.
24:12Arbeitszeit ist Leistungszeit.
24:14Auch bei uns, gerade bei uns.
24:1611.45 Uhr ist Mittagspause.
24:18Heute ist Andrang.
24:19Ja, da lassen wir uns durch private Kinkerlitzchen nicht stören.
24:23Sie können da rüber gehen und so lange warten.
24:26Äh, es sei denn, Sie würden von Herrn Chefarzt?
24:32Nein.
24:45Sehen Sie?
24:49Da geht es schon wieder los.
25:04Was Schlimmes?
25:06Verkehrsunfall.
25:08Wohlheide.
25:08Die Rennstrecke.
25:10Stefan, ein Krankenstuhl für die Frau, die mal von da haben ist.
25:12Ja, geht klar.
25:13Es vergeht doch kein Tag, wo Sie sich nicht gegenseitig mit 80 auf die Hörner nehmen.
25:29Wie lange benötigen Sie den von mir gestellten Ersatzmann noch?
25:32Komm.
25:32Wird nicht mehr benötigt.
25:34Wir sind beim Abbaugenosse 28.1.
25:37Kommen.
25:37Dann setzen Sie ihn beim Revier ab, während Sie zurückfahren.
25:40Kommen.
25:40Aber verstanden, kommen.
25:42Wenn der Genosser Kleiner kommt sofort zu mir.
25:43Ja, wo ist der Genosser Major?
25:46Lernen Sie mal schön ruhig.
25:48Den war alles in den Griff.
25:53Stefan, wir sind gleich fertig.
25:55Stefan.
25:56Ja, doch, gleich.
25:58Was haben Sie denn?
26:00Geschnitten?
26:02Der Daumen ist ja fast ab.
26:04Na, dann kommen Sie mal gleich mit rein.
26:15Wir verballern heute viel mehr gibt es als der gesamte Verband behinder Künstler in einem Quartal.
26:21Noch jemand vordringlich?
26:23Ja, Frau Doktor.
26:24Schwester Bärbel, bitte.
26:25Schwester Bärbel.
26:26Ich muss unbedingt Frau Kleiner sprechen.
26:28Dringend.
26:29Das ist unmöglich.
26:33Weswegen denn?
26:35Privat zwar, aber nichtsdestoweniger dringlich.
26:39Also rausholen kann ich Sie jetzt nicht, Sie assistiert beim Oberarzt, aber ich könnte etwas ausrichten.
26:45Also gut, richten Sie ja aus.
26:49Julius sei da, Daniela weg.
26:52Julius da, Daniela weg.
26:55Was?
26:56Ja.
26:58Sie kennen wohl Zusammenhänge.
27:00Und ob.
27:01Sie sind der Schwager.
27:03Ja.
27:04Und Daniela die Ausreißerin.
27:06Ja.
27:07Sekunde, das haben wir gleich.
27:10Stefan, bring den Kollegen doch mal schnell zum Hof.
27:14Du weißt doch zum hinteren Fenster.
27:18Danke.
27:19Sehr freundlich, Herr Doktor.
27:22Doktor, ich bin hier nur der Rally Brüllo.
27:24In Don Juan spielen die anderen.
27:26Ich sehe, Sie sind ein Kenner klassischen Bildungsgutes.
27:29Aber das ist die Röde kaum noch gefragt.
27:31Wenn man neben den Herzen als Mann noch bestimmen will, muss man schon schweres Geschützer fahren.
27:35Ich kann Ihnen ja satten sagen.
27:37So viel, Herr, die letzten Grenzen.
27:38Ja, das ist hier.
27:41Tag, es ist schön, dass du kommen konntest.
27:44Aber ich habe im Augenblick keine Sekunde Zeit, also schnell, was ist.
27:47Daniela ist aus der Wohnung verschwunden.
27:49Das kann nicht sein.
27:51Unter Mitnahme Ihres Gepäcks.
27:52Das ist der Beweis.
27:54Ich denke, Martin wollte...
27:56Das ist schiefgelaufen.
27:58Ihre Nichte scheint ein attraktives Mädchen zu sein.
28:02Da streiten sich drei ausgewachsene Jungs um ihre Adresse.
28:05Dann ist sie angeblich verschwunden.
28:09Spurlos.
28:10Ein halbes Kind noch.
28:12Genosse Major.
28:13Noch.
28:14Halb- oder Dreiviertelkind.
28:16Aus Knospen sprießen alle schönen Tages Blumen.
28:20Und nur uns Eltern kommt das Überraschende plötzlich vor.
28:23Dabei ist das ein ganz natürlicher Vorgang, der sich unserem Zugriff zum Glück energisch widersetzt.
28:31Aber, wie dem auch sei, wenn ich es recht sehe, könnten Sie im Augenblick ein paar freie Stunden gebrauchen.
28:41Ja, richtig gesehen, Genosse Major.
28:44Wie wäre es, wenn Sie ab sofort dienstfrei hätten und dafür die Nachtstreife übernehmen?
28:51Ich musste heute früh zwei Genossen aus der Nachtschicht für einen zentralen Einsatz abgeben.
28:56Ich dachte, das käme uns beiden zugute.
28:58Ja, ja.
28:59Ich überlege bloß, wie ich das meiner Frau schon beibringe.
29:02Da können Sie übrigens auch noch mal aufpassen, ob sich Ihr fliegender Holländer wieder zeigt.
29:06Aber wie gesagt, kein Aufsehen.
29:09Fingerspitzengefühl.
29:10Und behutsam sondieren.
29:13Wir verstehen uns.
29:14Und viel Glück bei der Suche nach der jungen Dame.
29:18Weit kann sie ja wohl nicht sein.
29:36Wo mag sie bloß sein?
29:40Hättest du ihr vorher ein bisschen mehr Leine gelassen, dann brauchtest du jetzt nicht zu jammern.
29:49Aber warum ist sie jetzt von uns abgehauen?
29:52Ja, das ist mir klar.
29:54Sie hat erfahren, dass ich komme.
29:56Von wem soll sie es denn erfahren haben?
29:58Von mir nicht.
29:59Von mir auch nicht.
30:01Ist ja gut.
30:02Natürlich nicht.
30:03Sie hat es gewusst.
30:04Das ist Fakt.
30:06Ja, woher ist doch egal.
30:07Wir müssen eben ganz systematisch vorgehen.
30:12Na, also Spursuchung, Vati.
30:14Aufhören, Daniela.
30:20Herr Kleinau.
30:21Ja?
30:22Ihre Frau hat soeben während der Mittagspause angerufen.
30:26Ja.
30:26Ob Sie an den Brief gedacht hätten.
30:29Was?
30:29Den Daniela in Gera aus Berlin bekommen hatte.
30:33Und, äh, na, den wo der Vater...
30:36Natürlich.
30:37Vielen Dank, Frau Schwarzlose.
30:40Wiedersehen.
30:40Wiedersehen.
30:41Der Brief ist ja die Lösung.
30:43Sag mal, glaubt deine Frau wirklich, dass meine Tochter bei diesem Jungen ist?
30:47Was, Monika?
30:48Glaubt das doch völlig unwichtig.
30:49Gib doch mal den Brief her.
30:51Den habe ich vergessen.
30:55Wo mögen die Bengels bloß die Adresse herhaben?
30:59Ich selbst habe da den Zettel zerrissen.
31:01Vati, einer der drei Jungs hat mich an der Schule abgepasst und mir die Adresse von Gera abgeluchst.
31:08Für seine Schwester hat er gesagt.
31:10Peter, du bist der Größte.
31:13Und deshalb kommst du jetzt mit.
31:23Ne, fahr mal, fahr mal 100 Meter weiter.
31:25Da ist ein Parkplatz.
31:27Martin, warum hast du nur deine Uniform ausgezogen?
31:29Die wäre jetzt sicher ganz nützlich.
31:31Also, ich suche doch meine Nichte nicht als Staatsmacht.
31:44Parkjörg!
31:45Ich...
31:46Moment mal!
32:01Ach, Mann!
32:03Entschuldige, Martin.
32:04Ach, ich...
32:04Aber wenn ich unterbreche, kann ich...
32:05Ist die Welle hin.
32:07Ich muss auf dem Hundertstel Millimeter hinhauen.
32:10Sonst kannst du das teure Material wegschmeißen.
32:12Du stresst aber auch ganz schön, Junge, Junge.
32:14Ja, wies abends, was du gemacht hast.
32:16Ja, dafür habe ich ja dann auch mein Freizeitentspannungshobby bei euch.
32:21Wofür ist denn nun die Welle?
32:23Kupplung für eine Werkzeugmaschine.
32:25Aha.
32:29Aber du willst ja bestimmt was von mir.
32:32Ja.
32:33Adresse von einem der drei Jungs.
32:36Vom Strand.
32:38Na, und von welchem?
32:40Na, ich das wüsste.
32:42Bei uns arbeitet nur einer von Ihnen.
32:43Bei der Kabelfertigungsanlage, Halle 3.
32:47Peter, der würde ihn ja erkennen, aber der wartet unten mit meinem Schwager bei der Anmeldung.
32:53Dann gehen wir ihn halt abholen.
32:55Ja.
32:57Komm.
33:00Wartet mal da vorne rechts, ich hole noch Martin.
33:02Ja.
33:06Peter, der Jörg, ist das der Junge, der mit Daniela...
33:10Ach, Ongel Julio, das geht doch nicht.
33:12Der Jörg ist VP-Helter.
33:13So.
33:31Peter?
33:32Na, nun kommen wir mal.
33:43Na, guck mal.
33:43Nun, guck mal, ist das der da?
33:45Nee, der ist es nicht gewesen.
33:49Der war blonder und stärker.
33:50Ich kann mal runter.
33:51Ich kann mal runter.
33:54Robert oder so, haben Sie zu ihm gesagt.
34:01Hallo, Kollege.
34:04Ja?
34:04Ach, sagen Sie, kann ich den Kollegen da hinten mal sprechen?
34:08Ja, Moment, ich hole ihn.
34:17Ach.
34:19Ach, Herr Kleiner, gibt's was Besonderes?
34:22Ach, nee, ist belanglos.
34:24Sag mal, wo arbeitet denn der Robert?
34:27Robert?
34:28Was denn für'n Robert?
34:30Ach, Robert, du weißt doch, wer mir das Ding verpasst hat.
34:34Ach, Sie meinen Norbert.
34:36Natürlich, Norbert.
34:37Na klar, den meine ich.
34:38Wo arbeitet denn der?
34:40Na, der ist Lehrling im Funkwerk.
34:43Wendenschlerstraße.
34:45Elektronische Bauelemente für Industrieroboter.
34:48Aha.
34:50Norbert.
34:51Norbert Nolze.
34:53Ja, schönen Dank.
34:56Nein, tut mir leid, ich sagte doch schon.
34:59Der Norbert Nolze ist heute Mittag weggegangen, Berufsschule.
35:02Und wie lange kann denn das dauern?
35:04Keine Ahnung, bis späten Nachmittag.
35:07Das ist ein Sonderlehrgang für Prüf- und Messprozesse.
35:11Hält einer von den Forschungsprofessoren.
35:13Da kann er auch nicht weg.
35:15Aha.
35:18Ja, wie ist er denn sonst so?
35:20Der Norbert.
35:21Der Norbert?
35:24Was ist der Beste?
35:26Dass er das Einzige zu den Lehrern delegiert, hat einen Kopf wie ein Computer.
35:31Das freut mich ja zu hören.
35:33Ja, da werde ich Ihnen dann sicher heute Abend zu Hause treffen.
35:35Ja, bestimmt, aber halten Sie nicht so lange auf, ja?
35:39Wir tüfteln nebenbei noch rum an Konstruktionszeichnungen für unseren Lehrroboter.
35:48Ach, übrigens, der Norbert hat heute schon mal Besuch gehabt.
35:53Von auswärts.
35:54Ein Mädchen.
35:56Deine Verwandte.
35:57Hat sie gesagt.
35:58Ja?
35:59Und?
36:01Und die hat sich für Ausbildungsmöglichkeiten interessiert.
36:05Hier, im Funkwerk?
36:08Na ja, doch.
36:10Ich habe gesagt, wie es läuft und Bewerbungsunterlagen mitgegeben.
36:13Er ist zwar schon ein bisschen spät, aber macht einen vernünftigen Eindruck, die Kleine.
36:18Ja, dann schönen Dank.
36:21War auf dir.
36:36Schwager!
36:38Ich meine, jetzt...
36:42Gibst du mir mal bitte eine Zwiebel?
36:44Jetzt könnten wir eigentlich schon.
36:45Ja.
36:46Wart mal noch eine halbe Stunde.
36:48Du weißt nie, was du gerade reinschneist beim Frank-Nauer-Salt.
36:59Peter?
37:06Du kommst mit, auf alle Fälle.
37:08Guckst, ob er das war, dem du die Adresse gegeben hast.
37:12Wenn Peter nicht darf, will ich auch mit.
37:15Nee, nee.
37:15Du kümmere dich lieber bei Oma Kniehase um dein olles Karnickel.
37:20Das ist kein Karnickel, das ist ein Meerschwändchen.
37:23Und außerdem, Papi muss nachgucken, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.
37:31Elektronikfacharbeiter.
37:34Für Industrieroboter.
37:36Für Industrieroboter.
37:37Als ein Mädchen.
37:38Und warum eigentlich nicht?
37:40Und was heißt als Mädchen?
37:43Nie hat sie sich für sowas interessiert, nie.
37:45In unserer ganzen Familie ist niemals großes Interesse für technische Finessen da gewesen.
37:50Kunst, ja.
37:51Literatur, ja.
37:54Ich habe als Kind einmal zu Weihnachten eine Dampfturbine bekommen und eine völlig zerfällerte Ausgabe von Gustav Schwab's Sagen des
38:04klassischen Altertums.
38:06Die, das sagenhaft teure technische Wunderwerke habe ich nicht angeschaut.
38:11Aber die zerlesene Schwarte über die griechischen Götter und Helden habe ich über die Feiertage mit wahre Inbrunst buchstäblich in
38:19mich hineingefressen.
38:20Bei Daniela ist das nun mal ins Gegenteil umgeschlagen.
38:25Vielleicht hat sie das aus unserer Linie.
38:28Über meine Schwester.
38:31Daniela interessiert sich jedenfalls mehr für heutige Helden.
38:34Wenn's nur stimmt.
38:36Und nicht nur ein Strohfeuer ist.
38:38Für ihre Bekanntschaft mit dem jungen Mann.
38:41Mein Gott, nicht mal 16.
38:44Ich gebe zu bedenken, ob es nicht doch besser wäre, die Uniform anzuziehen.
38:50Zivil, es bleibt dabei.
38:53Ich möchte keinen Auflauf.
38:58Wer soll eigentlich mit ihr sprechen?
39:00Ich meine, wenn wir sie dort finden.
39:02Es ist ja schließlich eine delikate Situation.
39:05Monika!
39:06Als Frau hat sie doch das beste Einfühlungsvermögen.
39:10Sicher.
39:12Man darf ihre junge Seele nicht verletzen, Monika.
39:15Das fällt dir jetzt ein, nachdem sie dir davon gelaufen ist.
39:20Sie lief von meiner Güte davon.
39:22Man kann aus Güte auch zum Tyrann werden.
39:27Daniela ist kein Flittchen.
39:29Nein, natürlich.
39:29Hättet ihr eurer Tochter mehr Vertrauen geschenkt, dann wäre es auch nicht nötig gewesen, in ihrem Tagebuch herum zu schmökern.
39:35Ich hatte Angst, dass sie uns zu früh entwechst.
39:39Trotz ihrer Roboterneigung neuerlich ist sie eigentlich noch ein zartes Pflänzchen.
39:50Hey, nun geht eigentlich mal runter weil ich hele Tochter wiederhole.
39:52Na, mal.
39:53Ach.
39:55Wollt ihr das hier stehen lassen?
39:56Ja, doch gut.
39:58Stellt es mal da in den Baum.
40:00Hier wollen wir, da hvor ist es da ja kein Platz.
40:02Und ohne Spruch auf den Hof bist du doch auf den Hof.
40:05Norbert, pack mal mit an.
40:09Kinder, kommt mal her, ihr könnt euch nützlich machen.
40:12Du hast den Schuss nicht gehört?
40:15Bringt mal den Müll in den Container.
40:18Norbert?
40:19Ja?
40:21Mit der Anlage geht alles klar.
40:24Wir wollen pünktlich anfangen, die Beleuchtung.
40:27Aber Herr Richter, fallen Sie mal da bloß nicht runter.
40:30Von dem euren wackeligen Stuhl.
40:32Keine Spange.
40:34Ich hab meine Erfahrungen mit den Strippen.
40:37Ja, das lobe ich Ihnen gerne.
40:39Was glauben Sie wohl, was wir in unserer Laupenkolonie schon alles angestellt haben?
40:44Ja, das lobe ich Ihnen gerne. So ist es schöner Richter. Immer quer über den Hof.
40:47Ja, danke schön.
40:50Na, Daniela? Wie sieht's denn aus?
40:54Na, du mach doch mal bloß keine Sorgen, mein Kind.
40:57Was soll schon weiter sein? Bleibst ihm erst mal hier und schläfst heute Nacht bei uns.
41:01Na, aber wenn du mein Vati kommst und die Polizei...
41:04Den lass mich mal übernehmen, den Rabenvater.
41:07Na, das wird doch hier Nacht.
41:09Außerdem, wie soll er uns denn hier finden in unserem Fuß?
41:13Zwanzig, hier wird's sein.
41:15Reda?
41:17Nächste Uhr.
41:23Mensch, ein Haufen Leute im Hof.
41:24Na und, ist der Junge dabei?
41:26Da ist er. Ich hab ihn genau erkannt.
41:28Ich geh zuerst, war gesonnen.
41:30Du, Martin.
41:31Ja, ich hab da keine Frau mehr und auf der Seele.
41:33Na.
41:35Bleib mal hier.
41:41Frau Neutze.
41:43Jetzt wär ich geholt.
41:45Was gibt's denn?
41:47Norbert, hier mal du mit Daniela nach oben. Ihr könnt Besteck gezielen, oder was?
41:52Ich mach das hier schon.
41:57Guten Tag.
41:58Glaub ich nicht, dass das für Sie ein guter Tag wird.
42:02Nolze ist mein Name. Ich bin die Mutter von Norbert.
42:05Liebe Frau Nolze.
42:06Geben Sie sich keine Mühe. Ich weiß alles. Ich bin bestens informiert.
42:11Einschließlich Details.
42:13Was?
42:14Ich hab nur weiter keine Zeit für Sie heute, deswegen kurz und knapp meine Meinung.
42:18Ich halte nicht von Ihrem Vater, der seine Tochter gegen ihren Willen zum Volkstanz jagt.
42:24Ihr beim Spazieren je nachspioniert.
42:27Seine Nase in jungen Mädchentarebücher steckt.
42:30Die Schlüpper von der Leine reißt.
42:32Sie in ein Blechkorsett stecken will.
42:35Jede Musik vermisst, die sie gerne hört.
42:38Ihre Berufswahl bestimmt.
42:39Und ihre Post ausschnüffelt.
42:43Und dann...
42:46Kicken Sie doch mal einen Spiegel.
42:49Und dann rechnen Sie sich mal aus, wie alt Sie höchstens gewesen sein können,
42:53als Sie Ihren ersten Sündenfall hatten bei der großen Tochter.
42:55Nee, da gibt's ja nichts zu machen.
42:59Etwas mehr Achtung.
43:01Etwas mehr Respekt vor dem zarten Pflänzchen der ersten Jugendliebe.
43:08Na gut, Daniela ist 16, falls Sie hier mit Gewalt eindringen wollen.
43:12Zwei Häuser weiter ist das VP-Revier.
43:16Erstens ist Daniela noch gar keine 16.
43:20Was?
43:22Wie hat sie gesagt, sie ist 16?
43:25Die Polizei bin ich sozusagen selber.
43:27Sie unterliegen einem Irrtum.
43:30Sie sind an der völlig falschen Adresse.
43:33Der Vater von Daniela.
43:39Ach.
43:42Der ist das.
43:46Und die Junge daneben, das ist die Mutter.
43:49Das ist nun meine Frau.
43:51Das ist die Schwester von der Mutter von der Daniela.
43:58Das war ja ein Schuss in den Ofen, was.
44:01Harry!
44:02Schick dir das hier an!
44:04Alter, ich glaube, das wird nun reich.
44:06Ja, ich will es nicht, Vater. So wie ich das überschauen, kriegen wir noch ein paar Esser mehr.
44:10Und nun das Wetter.
44:12Es bleibt weiterhin sommerlich warm und die Temperaturen gehen auch in der Nacht.
44:16Das dauert.
44:19Vielleicht finden Sie Daniela gar nicht.
44:25Bist du müde, Sabinekin, ja?
44:29Werd ich ins Bettchen bringen?
44:32Du willst ja nur den euren Film sehen, der jetzt kommt.
44:37Ist da was von Liebe drin?
44:38Na hoffentlich, mein Schätzchen. Hoffentlich.
44:41Peter sagt, Liebe ist Käse.
44:47Liebe ist sicher etwas Wunderbares.
44:50Etwas ganz Natürliches.
44:53Sozusagen ein normaler Vorgang.
44:57Weißt du, was ich deine Mutter kennenlernte?
45:01Ich weiß, Vati, da seid ihr monatelang spazieren gegangen, wie du meine Händchen halten durftest.
45:06Ja.
45:07Aber inzwischen kenne ich auch Mutti's Version.
45:10Ich siehst gar nichts an.
45:12Ja, so realistisch, genau.
45:16Wer weiß das schon nach so vielen Jahren?
45:18Ich war ja auch mal.
45:19Siehste.
45:23Wie, der Vater ist ganz süß?
45:24Ja, soONE.
45:34Ja, soONE.
45:43Nein, danke.
45:44Wie, der Vater ist ganz anders.
45:45Wie, der Vater hat mir das erzählt, ist ganz anders.
45:47Ich glaube auch.
45:54Den Ofen, den wir noch früher sehen sollen, das kann ich Ihnen aber sagen.
45:58Eine Müllkippe mit Hundekacke.
46:00Da ist ja klar, wo Dreck ist, kommt immer noch welcher zu.
46:04Goldene Worte, Frau Neuze.
46:06Na ja, eines Tages habe ich dann gesagt, Schluss jetzt.
46:10Was die anderen können, das können wir schon lange.
46:13Ein paar richtige Leute mit hatwerklichen Fähigkeiten an und die Sache ist hier baum.
46:25Wir haben einen Buddelkasten für die Pläne gebraucht.
46:29Bitteschön.
46:29Na ja, ist jetzt sozusagen die grüne Stube unserer Hausgemeinschaft. Ist doch gut, wa?
46:35Wunderbar.
46:37Sogar einen echten japanischen Schlitzarfer haben wir da.
46:41Ja.
46:42Ja, was mein Neuze ist, der ist doch jassen erwachsen.
46:44Ach so.
46:45Aber das Tollste ist der Klettermachselein. Der wächst bis hoch ins Rittenstock. Der kickt mal den Neuze.
46:51Klettermachse?
46:52Ja.
46:52Klettermachse kennen Sie nicht.
46:54Wir sind Knöte richtig.
46:55Ach so, ja.
46:56Ja, Knöte.
46:56Der wächst viel verrückt.
46:58Und da neben der Tür, da werden wir nun eine Pergola hinbauen. Wenn der Pflanzenträger sind.
47:05Hm?
47:05Tja.
47:16Peter!
47:18Ich frage mich an.
47:37Herr Helfrich.
47:40Wich?
47:41Herr Helfrich.
47:43Kannst du nicht eigentlich vorhin?
47:50Das meiste, ja. Ich fand ja auch ein bisschen übertrieben und überspitzt, was dann jeder
47:56über mich erzählt hat. Naja, aber eben schmuschig. Also einen Ravenfaden, ist man ganz gewiss nicht,
48:02wenn man sein Kind vor Üblem bewahren möchte. Also Sie, Sie haben ja einen Sohn. Naja, so
48:09hier sehen. Wollen wir uns wieder vertragen? Na klar.
48:22Peter, für dich wird es aber höchste Zeit. Die wartet schon. Na klar, komm ab in die Haier.
48:29Aber darf ich in deinem Bett schlafen, wenn du auf Schreiber bist?
48:32Aber Mutti einverstanden ist? Ja, komm.
48:37Auf Wiedersehen. Sag, bloß du hast ja Dienst heute. Ja, das kenne ich dir aber lieber als
48:43mir.
48:45Wie weit bist du denn? Ich bin fertig. Musst du nur mal durchlesen.
48:53Ja, prima.
49:08Was schreib ich denn nun bei Grund der Berufswahl?
49:14Na, Liebe.
49:16Quatsch.
49:17Warum denn nicht? Schreib, ich hab ein unstillbares Verlangen nach Mikroelektronik.
49:28Herr Kleiner, wieder mal auf Nachtstreife.
49:31Freue mich. Kurzfristig eingesprungen.
49:33Guten Abend, Dr. Schilling.
49:35Und Sie nicht am Fernrohr heute Abend?
49:37Ich liebe es, bei sternklarem Himmel spazieren zu gehen und Weite zu spüren.
49:45Kann ich mich Ihnen ein Stück des Weges anschließen oder bereite ich Ihnen da Ungelegenheiten?
49:50Ja.
49:51Ich habe inzwischen erfahren, dass Sie der sind, der den Brand im Altersheim gelöscht hat.
49:57Entdeckt. Nicht gelöscht.
49:59Ja, ist ja fast dasselbe. Auch die Automarder sollen Sie gefangen haben.
50:04Aber nicht allein.
50:06Sehen Sie, so entstehen Legenden.
50:09Ich meine, Legenden brauchen einen Helden. Und der sind nun mal Sie.
50:13Jedenfalls imponiert so etwas gewaltig.
50:17Mir imponiert ja nun wieder Ihre Art, im Weltall rumzupopeln.
50:23Ebenfalls mit Fernanalysen, ja.
50:27Sagen Sie, hat Ihr Sohn sich denn über das Geburtstagsfernrohr gefreut?
50:32Vorläufig sieht es so aus, ja.
50:35Begreift Ihr denn das schon?
50:37Na ja, Kinder. Muss man behutsam einführen und ohne Mystik.
50:44Ich habe ja inzwischen auch mehr drauf geachtet.
50:48Sogar mit dem Fernglas geguckt.
50:49Aber ich sehe immer nur Lichtpünktchen, weiter nichts.
50:53Man kommt sich ja so klein vor, so unwichtig.
50:58Richtig wehrlos, wenn man da hochstarrt und sich diese anderen Dimensionen vorstellt.
51:06Ist das nicht wie eine Flucht aus der Wirklichkeit, wenn man sich da hinein versetzt?
51:11Ringen um Welterkenntnis kann ja niemals Flucht oder ein Ausweichen von der Realität sein.
51:19Im Gegenteil, die Erforschung der Gesetzmäßigkeiten bestimmten das gesamte Vorwärtsschreiben der Menschheit.
51:29Vom Piticantropus bis heute.
51:32Und immer war es der optimistische Geist, der begreifen wollte, der erkennen möchte, der die Welt vorwärts trieb.
51:38Wer den Eindruck erweckt, die Welt sei letzten Endes unerkennbar und wir den Möchten eines unentrinnbaren Schicksals ausgeliefert,
51:45der macht den Menschen wehrlos.
51:47Macht ihn ohnmächtig.
51:48Will heißen, ohne Macht.
52:17Oh, Entschuldigung, Herr Doktor.
52:20Bitte.
52:22Na?
52:22Sie schläft.
52:29Wie war es denn noch?
52:30Na, ausgezeichnet.
52:31Frau Neuze ist eine prächtige Frau.
52:35Ich verstehe mich gut mit ihr.
52:36Schon das nächste Rangniveau ausgemacht?
52:38Bald.
52:40Aber nur unter Aufsicht.
52:42Fängst du schon wieder an?
52:44Grüß, Renate, schön, ja.
52:45Und gute Frau.
52:48Und nochmals für alles Dank, Schwager.
52:56Die Beschäftigung mit dem Himmel brachte Galileo Galilei, Copernicus und Kepler auf sehr irdische Gedanken.
53:05Ja, ja.
53:06Man hat bei der Betrachtung des Firmaments staunende Ehrfurcht vor der Größe des Universums, vor der Mächtigkeit der Natur.
53:15Umso dringender spürt man da die Notwendigkeit, dass die Menschheit ihre irdischen Probleme selbst lösen sollte.
53:23Moment.
53:27Wer soll mich nicht sehen?
53:28Kommen Sie, Doktor.
53:29Ja?
53:36Na, was ist denn?
53:37Na, nischt es. Die Blauen waren in der Nähe.
53:40Ja, das sollten wir vielleicht pfeifen, wisst ihr.
53:47Dasselbe wie neulich. ILB 882.
53:51Ehm.
53:54Betonkönner?
53:55Was?
53:57Er sagte doch, Blaue in der Nähe.
53:59Blaue.
54:01Mit dem Blauen, da meint er die Transportpolizei.
54:08Tja, sehen Sie, Doktor, so schnell wird man vom Himmel wieder auf die Erde geholt.
54:11Ja.
54:12Ja.
54:43Da, da.
54:51Na, S announcements.
54:53Chao, da.
54:57Tja, da.
54:57Tja, Tja.
54:58Tja, Tja.
54:59Tja, Tja.
55:20Na, wer kommt denn da in mein Nestchen gekrochen?
55:24Das ist mein Schwämpchen.
55:28Schade, dass Daniela nicht mehr da ist.
55:31Warum?
55:33Wenn sie mir vielleicht sagen könnte, ob das Mäschwämpchen ein junger Hohenlädchen wird.
55:40Komm, schlaf jetzt.