- vor 1 Woche
Tinas Entwurf für das Sonderetikett von Burger Bräu kommt sehr gut an. Oskar ist stolz auf seine Freundin. Als Tina Pilze für eine neue Pastetenkreation braucht, begleitet er sie gerne in den Wald. Dabei kommen sie der Stelle gefährlich nahe, an der Oskar den toten Philipp von Kehling vergraben hat. Oskar kann Tina weglocken, aber die Gefahr ist nicht gebannt: Zuhause entdeckt er Phillips Uhr, die André Melli zu einem Spottpreis abgekauft hat. Alarmiert wird ihm klar, dass sie beim Transport der Leiche von deren Handgelenk gerutscht sein muss. Aufgewühlt nutzt Oskar am Tag darauf die Gelegenheit, André die Uhr zu entwenden – Clara weist Desirée selbstbewusst in die Schranken und geht nicht auf deren Erpressungsversuch ein.
Desirée wirft Adrian daraufhin vor, dass er eine Affäre mit Clara hat. Schließlich ringt sich Adrian dazu durch, Desirée die Wahrheit über Mellis Erkrankung zu gestehen. Desirée entschuldigt sich scheinheilig bei Clara für ihr Verhalten und genießt ihre Mitwisserschaft. Charlotte ist entsetzt, als sie von Werners Streit mit André und dessen Kündigung erfährt. Sie verspricht noch einmal mit André zu reden. Fabien begreift, dass er Natascha beinahe als seine Verbündete verloren hätte. Da er sich mit ihr aussöhnen will, gönnt er Michael und ihr einen Abend zu zweit. Doch dann stört er die beiden am Morgen darauf in ihrer Zweisamkeit. Trotzdem weckt er in Natascha mütterliche Gefühle…
Desirée wirft Adrian daraufhin vor, dass er eine Affäre mit Clara hat. Schließlich ringt sich Adrian dazu durch, Desirée die Wahrheit über Mellis Erkrankung zu gestehen. Desirée entschuldigt sich scheinheilig bei Clara für ihr Verhalten und genießt ihre Mitwisserschaft. Charlotte ist entsetzt, als sie von Werners Streit mit André und dessen Kündigung erfährt. Sie verspricht noch einmal mit André zu reden. Fabien begreift, dass er Natascha beinahe als seine Verbündete verloren hätte. Da er sich mit ihr aussöhnen will, gönnt er Michael und ihr einen Abend zu zweit. Doch dann stört er die beiden am Morgen darauf in ihrer Zweisamkeit. Trotzdem weckt er in Natascha mütterliche Gefühle…
Kategorie
📺
TVTranskript
00:03Das ist unsere Familie und unser Kind.
00:08Auch wenn wir nicht gleich heiraten.
00:16Also Moment mal.
00:19Er ist das Kind.
00:22Und dann schauen wir mal weiter.
00:24Okay?
00:25Ja.
00:27Gut.
00:28Gut.
00:33Ich sehe doch, wie sehr er dich liebt und unter diesem Streit leidet.
00:37Du hast doch überhaupt keine Ahnung, wie Werner tickt und misch dich doch nicht in Sachen ein, die dich nichts
00:42angehen.
00:43Drängt endlich darüber nach, wer das Foto gemacht haben könnte.
00:46Das ist mir egal. Es beweist nur deine Hinterhältigkeit.
00:49Ich lasse mich nicht anschreien.
00:54Weißt du, wenn du wenigstens dazu stehen würdest, du Feigling, wenn du mir einmal zuhören würdest, du verbohrter Idiot.
00:59Und weißt du, was der Idiotis machen wird?
01:03Er kümmert sich nur noch um seine Gemeinde und die Brauerei.
01:06Und diese Klitsche hier kann ihm gestohlen bleiben.
01:10Bitte, mach keinen Unsinn.
01:11Ich kündige.
01:12Der Keil zwischen den Konopka-Brüdern sitzt.
01:16Ich konnte zwar nichts hören, aber seiner Laune nach, diese Aktion mit dem Foto, die hat gesessen.
01:22Hast du Angst, sie könnte sich was anschauen?
01:25Wenn sie eine depressive Phase rutscht, ist ja alles möglich.
01:29Okay.
01:30Ich komm mit.
01:32Wirklich?
01:33Ja, komm.
01:35Wo wart ihr so lange?
01:38Etwa in einer der Romantik-Hütten?
01:40Idealer Ort für eine heimliche Affäre.
01:42Wir haben keine Affäre, nur ein kleines Geheimnis.
01:47Weißt du was?
01:48Ich geh jetzt zu Adrian und erzähl ihm, wie verschossen du in ihn bist.
01:51Wirklich?
02:10Wirklich?
02:13Wirklich?
02:16Wirklich?
02:18Wirklich?
02:46Warte.
02:49Wenn du es unbedingt wissen musst.
02:52Wir haben meine Mutter gesucht.
02:55Und das soll ich dir glauben?
02:57Du hast deine Mami gesucht? Warum?
03:03Und ausgerechnet mit Adrian?
03:05Lügt mich nicht an, Clara. Ich hab dich gewarnt.
03:09Ich hab mir Sorgen gemacht, weil sie ewig nicht an ihr Handy gegangen ist.
03:13Vielleicht hatte sie keine Lust, mit einer Klette zu sprechen.
03:15Und Adrian ist eben ein guter Freund, der im Gegensatz zu dir Verständnis dafür hatte und mir helfen wollte.
03:23Wenn du mir das nicht glaubst, dann frage ihn doch einfach selbst.
03:40Natürlich hat André die Kündigung ernst gemeint.
03:43Dann hättest du sie nicht annehmen dürfen.
03:45Du kennst ihn doch.
03:47Er fühlt sich dir unterlegen und verrennt sich deswegen.
03:50Aber diesmal geht er wirklich zu weit.
03:52Nicht ich stecke ich in dieser Schweinerei, sondern deine Schwester und Stahl.
03:55Da bin ich mir ganz sicher.
03:57Ich sehe Beatrice tatsächlich ähnlich.
04:00Aber sie sitzt im Rollstuhl und hadert mit ihrem Schicksal.
04:04Woher soll sie die Energie für so eine Intrige nehmen?
04:08Nicht mal bei ihr kann ich mir das vorstellen.
04:10Und das schätzt sie nicht.
04:11Sie hat Stahl hinter sich.
04:13Die beiden wollen hier am Fürsten und nicht länger die zweite Geige spielen.
04:16Soll ich mal mit André sprechen?
04:18Ja, versuch's aber.
04:21Da müsste ich schon mit einem handfesten Beweis ankommen.
04:23Und den müsstest du dir erst backen.
04:26Wenn man nur wüsste, wer hinter diesem verdammten Foto steckt.
04:29Ich appelliere an Andrés Vernunft und Familiensinn.
04:35Apropos, die liebe Familie.
04:38Schaffst du's nicht doch mit nach Verona?
04:40Die Roberts Vierzigsten?
04:42Ein paar Tage den ganzen Mist hier vergessen?
04:44Tja, ich habe versucht, einige Termine zu verschieben.
04:48So gern ich wollte.
04:49Ich habe hier noch so viel zu organisieren.
04:57Vielleicht hätte ich Desirée erklären sollen,
05:00warum ich Mama so verzweifelt gesucht habe.
05:03Denn wenn sie jetzt mit Adrian redet,
05:06wer weiß,
05:07so wie sie gerade drauf ist,
05:09verrät sie ihm, dass ich ihn liebe.
05:15Und?
05:15Dann weiß er es eben.
05:18Verlassen wird er sie ja trotzdem nicht.
05:22Und wenn er mir deshalb die Freundschaft kündigt,
05:25was soll ich denn machen?
05:27Ich liebe ihn nun mal.
05:30Und ich werde immer für ihn da sein.
05:33Egal, ob er noch was von mir wissen will oder nicht.
05:57Ach, an dem See waren Sie.
05:59Gut, das scheint ja auch ein echter Geheimtipp zu sein.
06:01Ja, das ist er.
06:02Ein kleiner Ausflug, dahin lohnt sich auf jeden Fall.
06:04Alles klar, das werde ich mir mal ansehen.
06:07Wo warst du?
06:08Wir hatten einen Pressetermin.
06:12Sie entschuldigen uns, ja?
06:15Frau Gutzeit, Herr Doktor,
06:17was kann...
06:17Ah, Ihren Schlüssel nehme ich an.
06:19Hatten Sie denn einen schönen Tag gesehen?
06:23Es tut mir leid.
06:25Das Mittagessen mit dem Journalisten, das habe ich total verpennt.
06:27Ja, das habe ich gemerkt.
06:29Was glaubst du eigentlich, wie peinlich das war?
06:32Zum Glück konnte Friedrich Stahl einspringen.
06:34Wie gesagt, es tut mir leid.
06:36Ich kann dir auch erklären, was ich gemacht habe.
06:37Nee, das kannst du dir sparen.
06:39Das hat Clara schon getan.
06:49Ich kann sonst auch noch mal anfangen.
06:51Also es ist nur der erste Entfrag.
06:52Nein, nein, nein, nein.
06:53Das bleibt so.
06:54Und was meint die Frau Stiftungsvorsitzende?
06:58Sehr gelungen.
06:59Vielen Dank.
07:01Ja, genau.
07:01Und schon bei der nächsten Abfüllung
07:03könnten wir das Etikett umsetzen und aufkleben.
07:06Ja, wunderbar.
07:08Ich habe nämlich für übermorgen ein paar Journalisten eingeladen,
07:12um das Projekt vorzustellen.
07:14Deine Zustimmung vorausgesetzt, natürlich.
07:17Natürlich, natürlich, natürlich.
07:19Da können Sie doch gleich eine Runde Pasteten
07:20für die Pressekonferenz backen.
07:23Mit einer Füllung, die zur T-Kraft passt.
07:26Das wird dann doch mal vorstellen können.
07:28Ja, genau.
07:29Und somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
07:32Ich helfe wirklich gerne, Herr Knopke.
07:34Aber, ähm, ich muss die Zeichnung ja auch noch mal ins Reino zeichnen.
07:39Was meinen Sie, schaffen das nicht,
07:41weil Hildegard sie zu lauter Doppelschichten verdonnert?
07:44Aber sie ist nicht nur kommissarische Küchenschefin,
07:47sondern auch Mitbesitzerin von Burgerbräu.
07:50Und wir von Burgerbräu wollen den Kindern in Tansania helfen.
07:54Na, wie schön.
07:55Dann kannst du auch sicher das Buffet organisieren
07:58für den Wohltätigkeitsbrunch,
08:00den ich nächste Woche im Fürstenhof veranstalte.
08:03Ich arbeite nicht mehr für euch.
08:05Ich weiß.
08:05Ja gut, wir wären dann ja jetzt durch.
08:09Ja, danke. Tschüss.
08:12Du kannst Werners Verschwörungstheorien
08:14so oft wiederholen, wie du willst.
08:17Ich bin mit ihm und im Fürstenhof fertig.
08:19Ach, André, das glaubst du doch selbst.
08:20Ah, weißt du, was ich nicht glaube
08:22und nicht glauben will und nicht glauben kann,
08:24ist Folgendes.
08:26Mein eigener Bruder will mich offensichtlich fertig machen.
08:50Ich verstehe ja, dass du eifersüchtig bist,
08:52aber es ist einfach so absurd.
08:54Wieso musst du denn dein Öl ins Feuer gießen,
08:56indem du stundenlang mit Clara in der Pampa rumziehst,
08:58um ihre Mutter zu finden?
09:00Das ist absurd.
09:01Nein, weil es so war, Desirée.
09:03Gut, vielleicht hätte ich deiner Mutter nicht geholfen.
09:04Ha, witzig.
09:06Es ist nicht witzig.
09:07Mein Gott, ich kenne Melli schon genauso lange wie Clara.
09:09Natürlich sind wir einander verbunden.
09:11Ja, schön, toll für euch.
09:12Aber es hat doch nichts mit uns beiden zu tun.
09:14Ein Gutes hat die Sache, ja.
09:16Zumindest kenne ich jetzt euer Geheimnis.
09:19Ach ja?
09:20Das ist die Clara erzählt.
09:22Nee, Clara würde natürlich niemals zugehen,
09:24dass ihr eine Affäre habt.
09:25Aber von dir hätte ich ein bisschen mehr Ehrlichkeit erwartet.
09:28Das ist nicht komisch.
09:30Doch, das ist komisch.
09:31Nein.
09:31Doch, du bist komisch.
09:32Du bist so komisch.
09:34Wahrscheinlich spielen deine Hormone mit dir verrückt.
09:36Oder du bist süß.
09:37Du bist wirklich sehr süß.
09:38Du brauchst jetzt überhaupt nicht ablenken.
09:39Also habt ihr keine Affäre?
09:40Natürlich haben wir keine Affäre.
09:42Ja, dann sagt mir doch mal,
09:44warum ihr permanent rumtuscht.
09:46Du übertreibst, du übertreibst maßlos.
09:47Nein, du kapierst es nicht,
09:49wie schwierig das für mich ist.
09:51Es ist deine aller, aller, allerbeste Freundin.
09:54Ja, ihr kennt euch schon,
09:55was ein, keine Ahnung, aus der Steinzeit.
09:57Und ich kann nichts gegen die tun.
09:59Weil du nichts dagegen tun musst.
10:00Ich liebe dich.
10:01Du bist die Frau meiner Seite.
10:02Jetzt kümmerst du dich auch noch um ihre Mutter.
10:04Und du sagst mir nicht, weshalb.
10:09Du erwartest von mir,
10:11dass ich dir vertraue.
10:12Das ist keine Einbahnstraße.
10:15Okay.
10:16Okay.
10:17Du hast recht.
10:18Natürlich habe ich recht.
10:22Und wenn ich dich jetzt einweihe,
10:24dann will ich, dass du mir eine,
10:25nein, zwei Sachen versprichst.
10:27Was denn?
10:30Setz dich.
10:35Erstens.
10:36Du behauptest nie wieder,
10:38dass Clara und ich eine Affäre haben.
10:39Das stimmt nicht und das will weder sie noch ich.
10:42Und zweitens?
10:45Und zweitens bleibt das,
10:46was ich dir jetzt gleich sage unter uns.
10:48Das erzählst du niemandem.
10:49Kapiert?
10:50Ich schwöre.
10:51Gut.
10:54Melli ist krank.
10:56Melli ist manisch-depressiv.
11:05Also deine Tochter
11:06ist ein Riesengewinn für den Fürstenhof.
11:11Erst schleppt sie diesen renommierten Journalisten an,
11:14der einen ausführlichen Artikel über uns schreiben will.
11:17Dann wird sie von Lechner versetzt,
11:19der eigentlich dabei sein wollte.
11:20Wie bitte?
11:21Und dann hat sie den Respekt,
11:23dieses wichtige Gespräch
11:24nicht ohne jemanden aus der Geschäftsführung wahrzunehmen.
11:28Und was ist mit Adrian?
11:30Keine Ahnung, der ist irgendwie verschollen.
11:32Typisch.
11:34Was ist daran typisch für Lechner?
11:36Ich meine für euch Männer insgesamt.
11:38Ihr haltet uns Frauen auf Abstand
11:40und wenn wir euch brauchen,
11:43seid ihr nicht da.
11:48Gerade jetzt,
11:49wo es um unser großes gemeinsames Ziel geht.
11:52Das Hotel für uns ganz allein.
11:55Das schaffe ich nicht ohne deine Unterstützung.
11:57Hier und jetzt.
11:59Du regst dich vollkommen umsonst auf.
12:01Ich muss nicht nach Wien.
12:02Mila geht's besser.
12:03Schön, dass ich das auch erfahre.
12:06Verzeih, dass ich nicht erst dir
12:07ein Kompliment über deine Tochter gemacht habe,
12:10bevor ich über meine Tochter rede.
12:17Entschuldige.
12:19Das ist gerade alles ein bisschen viel.
12:21Es ist doch alles in Ordnung.
12:23Wir können uns in Ruhe einen neuen Chefkoch suchen.
12:25Ich mache mir Sorgen um Desiree.
12:27Am Ende lässt Adrian sie noch mit dem Kind sitzen.
12:30Er hat ihr noch nicht mal einen Antrag gemacht.
12:32Es macht dir doch deswegen keinen Kopf.
12:36Was ist los?
12:38Vielleicht sollte ich mal mit ihm reden
12:39und ihm klar machen,
12:41was jetzt seine Pflicht ist.
12:43Bitte nicht.
12:44Ich meine es ernst.
12:45Desiree braucht ein bisschen Hilfestellung.
12:48Sie ist viel zu stolz,
12:49um den ersten Schritt zu machen,
12:50was so unklug ist.
12:53Beatrice,
12:54wir haben beide die leidvolle Erfahrung gemacht,
12:56wohin es führt,
12:57wenn Eltern sich zu sehr einmischen.
13:00Adrian als Schwiegersohn wäre der ideale Verbündete
13:03gegen die Saalfeld-Konopka-Mischbuke.
13:31Ich hätte einfach nie gedacht,
13:33dass Herr Konopka kündigt.
13:35Ich meine,
13:36der ist mit der Fürstenhofküche quasi verheiratet.
13:40Meinst du,
13:41es könnte ein Problem für deine Lehrer werden,
13:44wenn das der Ausbilder wechselt?
13:47Daran habe ich gar nicht gedacht.
13:51Na ja,
13:54dafür hast du ja mich.
13:56Und dafür?
14:00Dafür?
14:03Dafür?
14:13Wir müssen Wildkräuter sammeln.
14:23Thymian.
14:25Der ist super aromatisch.
14:26Da könnte ich
14:28Pasteten machen,
14:28die wie Flammkuchen sind,
14:30mit Speck, Sauerrahmen und Wildkräutern.
14:32Ja,
14:32und das passt bestimmt perfekt
14:34zu der säuerlichen Note
14:35von meinem Teethcraft.
14:37Nur,
14:39dass die Kräuter
14:40wahrscheinlich nicht ausweichen
14:41für so viel Pastetenfüllung.
14:42Aha,
14:43wenn du weiter so viel isst,
14:44auf keinen Fall.
14:49Aber ich kenne noch eine Stelle,
14:51wo richtig gute Kräuter wachsen.
14:54Wo,
14:54wo hast du ihn denn jetzt?
14:57Wald.
14:59Okay.
15:00In vom Wald.
15:01Kommst du?
15:02Frau Sonnbichler ist zwar sehr geduldig,
15:04aber irgendwann sollte ich auch
15:05auf der Arbeit auftauchen.
15:09Wir können gerne einen Zahn zulegen,
15:12aber nicht da.
15:13Da wachsen aber die besten Kräuter.
15:15Da ist ein Luchs.
15:16Ein was?
15:18Ich habe erst neulich einen gesehen.
15:20Zufällig.
15:22Er ist ein Bär und jetzt ein Luchs.
15:25Ja.
15:27Okay,
15:28dann,
15:28dann sollten wir da wahrscheinlich
15:30wirklich nicht hingehen.
15:31Nicht,
15:31dass der Luchs noch Junge hat.
15:33Sie sind zu selten,
15:34wenn sich schon mal einer hertraut.
15:38Du hattest das Glück,
15:39ihn zu sehen.
15:40Wenn nein,
15:40ist es wert.
15:50Nein,
16:11du hattest das Glück.
16:16Da hat sich aber jemand den Unkosten gestürzt.
16:20Ja, wenn ich geahnt hätte, wie teuer Champagner ist, dann hätte ich bei meinen Freunden gesammelt.
16:24Ehe sie ihn alleine austrinken.
16:26Nein, wirklich, ich habe kaum was abbekommen.
16:30Trotzdem danke für den schönen Abend.
16:32Ich müsste lügen, würde ich sagen.
16:34Gern geschehen.
16:35Das weiß ich doch.
16:36Und es tut mir auch wirklich sehr leid, gerade wo du so nett zu mir warst.
16:41Vorsicht, man kann auch sehr gut auf der eigenen Schleimspur ausrutschen.
16:45Ja, das stimmt.
16:46Aber ich durfte daheim noch nie Party machen.
16:50Deine Mutter ist eine kluge Frau.
16:52Hätte ich geahnt, was für ein Chaos ihr hinterlasst.
16:55Wieso, ich habe doch aufgeräumt.
16:59Also, Frieden?
17:03Was soll ich denn noch machen, außer es sauber machen und dir den Champagner zu besorgen?
17:08Dich in Luft auflösen.
17:12Keine Panik.
17:13Ich mag dich doch total gerne.
17:15Es ist alles wieder in Ordnung.
17:17Unter einer Bedingung.
17:19Du schläfst heute Nacht bei einem deiner Champagner-Kumpels.
17:23Und lässt Michael und mir ein wenig Privatsphäre.
17:32Ah, ja, okay.
17:34Alles klar.
17:59Ich weiß nicht, was du hast.
18:00Es ist doch alles gut gegangen.
18:03Ja.
18:04Ja, schon.
18:05Aber früher oder später wird jemand an die Stelle kommen.
18:07Und wo?
18:08Du hast ihn doch tief genug vergraben.
18:10Ja.
18:11Na also.
18:12Keine Panik.
18:14Wir hören uns später.
18:16Ja.
18:17Bis dann.
18:31Wir haben das zigmal durchgespielt.
18:34Er wollte dich vergewaltigen.
18:36Philipp von Kehling.
18:37Der reiche Schnösel aus Bestem Hause.
18:39Seine Eltern hätten niemals zugelassen, dass ich wegen Notwehr freigesprochen worden wäre.
18:43Wo?
18:44Wo hast du ihn denn jetzt?
18:46Wald.
18:48Okay.
18:49In Wundwald.
18:56Da ist das gute Stück, ja.
18:58Ja.
19:00Die lag hier.
19:01Oh, wunderbar.
19:02Ein Albtraum, wenn ich die gleich wieder verloren hätte.
19:05Die kommt vom Ohrmacher.
19:07Generalüberholung.
19:08Pratsstück, was?
19:09Wenn ich Ihnen erzählen würde, was ich dafür hingeblättert habe, Sie würden es mir nicht glauben.
19:18Dankeschön.
19:19Ich verstehe trotzdem nicht, warum Frau Morgenstern einfach eigenmächtig ihre Medikamente absetzt.
19:24Sie ist verliebt.
19:25In André Konopka.
19:27Ach was.
19:28Ja.
19:30Naja, wenn man auf Giftswerge steht.
19:32Also bitte.
19:36Außerdem, was hat das mit den Pillen zu tun?
19:41Sie einfach wegzulassen, das ist unverantwortlich und dumm.
19:45Man hat dir doch nichts angemerkt.
19:47Weder von der Krankheit, noch von irgendwelchen Nebenwirkungen der Medikamente.
19:50Also würde ich doch an ihrer Stelle alles so lassen, wie es ist.
19:52Sie hat halt einfach nur gute Zeit die letzten Wochen.
19:55Gelassen, entspannt.
19:56So wie man sich halt fühlt, wenn man frisch verliebt ist.
20:00So entspannt nun auch wieder nicht.
20:02Sonst hätte Clara sich ja wohl kaum solche Sorgen gemacht.
20:06Also André und Melli hatten halt einen heftigen Streit.
20:09Und als Melli dann auf einmal nicht mehr erreichbar war, da dachte Clara halt...
20:12Melli hätte einen depressiven Schub und könnte sich womöglich was antun.
20:15Ja, genau.
20:16Gänzt sicher aus.
20:18Ich hatte mal eine bipolare Kollegin.
20:20Die hat auch sehr gerne mit ihren Medikamenten rumexperimentiert.
20:24Und alle anderen müssen es ausbaden.
20:26Dann macht ihr mal keine Sorgen, ja?
20:28Clara hat das schon im Griff, ob ihre Mutter Mist baut, oder nicht?
20:30Bis auf heute?
20:34Gut.
20:35Wäre das Thema damit jetzt endlich erledigt?
20:37Es hätte überhaupt kein Thema geben müssen, wenn du einfach von Anfang an die Wahrheit gesagt hättest.
20:41Ich hab's Clara versprochen.
20:43Sie wollte ihre Mutter schützen.
20:45Und das verstehe ich auch.
20:47Und bitte, ja?
20:48Das bleibt unter uns.
20:49Versprichst du mir das?
20:51Natürlich.
20:52Ich fände es außerdem sehr reizend von dir,
20:55wenn du in Zukunft einfach offen mit mir redest.
21:00Gut.
21:01Das werde ich auch mal.
21:02Gut.
21:06Ich hab die Siri so unglaublich satt.
21:08Ich meine, klar, sie ist schwanger.
21:09Ich verstehe das.
21:10Ihre Hormone und so weiter und so fort.
21:11Aber ich bin...
21:12Komm her.
21:20Und ich bin an allem schuld.
21:23Quatsch.
21:24Du kannst da überhaupt nichts dafür.
21:26Wenn ich nicht so unvernünftig gewesen wäre,
21:29dann hätte er dir nicht suchen helfen müssen.
21:31Und ihr hättet kein Geheimnis vor ihr gehabt.
21:33Das ist ihr doch egal.
21:34Sie hakt so oder so auf mir rum.
21:41Lass uns, lass uns über was anderes reden.
21:43Du, du hast also wirklich vor,
21:46nochmal mit Dr. Niederbühle über deine Medikamente zu sprechen?
21:50Ich will offen mit ihm besprechen, dass ich sie für eine Zeit lang absetzen möchte, um's auszuprobieren.
21:56Und wenn er abrät?
21:58Hör ich auf ihn.
22:01Versprochen.
22:05Die ist aber schön geworden.
22:07Ja, findest du?
22:08Ja.
22:10Ich weiß nicht, bei Opa, da geht halt nichts über seine alte Lieblingsstrickjacke und...
22:14Ach, er wird bestimmt unglaublich kritisch sein.
22:17Ich bin auch selber noch gar nicht ganz sicher, ob sie mir wirklich gefällt.
22:21Sie ist halt...
22:23Keine Ahnung, sie ist halt einfach ein Janker.
22:25Vielleicht ist sie mir fast zu traditionell geraten.
22:27Genau deshalb ist sie doch perfekt für deinen Großvater.
22:31Wenn du heute Abend zum Essen kommst, dann gibst du sie ihm.
22:34Er wird begeistert sein.
22:36Ach, ich komme heute Abend zu euch zum Essen?
22:38Ein bisschen Familientherapie ist genau das, was du jetzt brauchst.
23:08Das leicht Säuerliche wegzubekommen, habe ich mir eigentlich was anderes vorgestellt.
23:11Als Wildkräuter.
23:13Aber gerade das findet Oskar interessant und der hat sich das Bier immerhin ausgedacht.
23:17Das stimmt.
23:20Oskar, jetzt wäre deine Meinung gefragt.
23:23Sorry.
23:24Was?
23:25Träumst du?
23:26Nein, ich habe mich nur gerade gefragt, wo sie diese schöne Uhr herhaben.
23:32Sie hat Melli im Wald gefunden.
23:35Aha, und darf ich fragen, warum sie eine Uhr tragen, die Frau Morgenstern im Wald gefunden hat?
23:40Was hast du denn mit der Uhr?
23:42Na ja, hast du sie dir schon mal genauer angesehen?
23:44Die ist echt schick.
23:47Ich glaube, du musst ins Bett.
23:49Ich glaube auch.
23:51Das ist eine Monte Tramucci.
23:54Und die hat Melli mit seinem Sportpreis überlassen.
23:57Glückwunsch.
23:58Hast du ihn gerade dafür beglückwünscht, dass er jemanden übers Ohr gehauen hat?
24:03Herr Konopka, ich weiß, was eine Monte Tramucci Uhr kostet.
24:07Ja, genau.
24:08Und deswegen sollten Sie sie vielleicht besser in einem Safe aufbewahren.
24:11Aber warum denn?
24:12Ich will die tragen.
24:14mich an ihr erfreuen, andere neidisch machen.
24:18Aber was, wenn Sie sie nochmal verlieren und nicht wiederfinden?
24:21Das wird ja nicht passieren.
24:24Die trage ich nämlich jetzt immer.
24:32Hey, schönen Verabend.
24:33Ich wieder auch.
24:34Clara, hast du bitte einen Moment?
24:43Ich, ich muss dir was beichten.
24:46Desiree weiß jetzt doch Bescheid über Mellichs Krankheit.
24:50Was?
24:51Ich weiß, es tut mir so leid.
24:54Es ging nicht anders.
24:57Sonst hätte sie mir nie geglaubt, dass wir beide kein Verhältnis miteinander haben.
25:01Ach, das hat sie dir auch schon unterstellt?
25:03Ja.
25:07Hat sie sonst noch was gesagt?
25:10Nein.
25:11Wieso?
25:11Also, das reicht doch auch, oder nicht?
25:16Das ist sehr schlimm.
25:18Nein, ich, ich weiß ja, dass sie dich unter Druck setzt.
25:23Es ist, klar, natürlich war es mir lieber gewesen, weil das einfach nichts gesagt hat.
25:29Hey, es tut mir leid und sie wird es auch bestimmt für sich behalten.
25:33Willst du ihren Maulkorb anziehen?
25:35Clara, bitte.
25:37Ich vertraue ihr da und, und du vertraust am besten mir, hörst du?
25:45Sie hat es versprochen, es für sich zu behalten.
26:07So, zeig mal.
26:09Oh, ist die schön.
26:12Widersprich nicht.
26:13Passt wie angegossen.
26:15Und der Lederkragen steht ja auch so gut, wie für dich gemacht.
26:19Sie ist für ihn gemacht, Mama.
26:20Es sei denn, sie gefällt dir nicht.
26:23Sie gefällt ihm.
26:24Ich sehe es ihm an der Nasenspitze.
26:27Sag was.
26:28Gut, ich ergeb mich.
26:29Ah, nicht ergeben, mein Designerinnenherz.
26:32Oh, nein, nein, nein, gib sie wieder her.
26:33Das kann ich nicht zulassen.
26:34Ich mach dir eine neue, ich mach eine andere oder gar keine mehr.
26:36Hildegard, du musst die Alte flicken.
26:38Der will sie nicht mehr.
26:39Ich denke überhaupt nicht dran.
26:41Die Hildegard hat natürlich recht.
26:42Die Jacke ist wunderbar.
26:44Und sie gefällt mir.
26:46Ehrlich.
26:47Danke.
26:47Siehste.
26:48Ich hätte nie gedacht, dass ich meine Alte jemals hergeben würde, aber jetzt.
26:54Halleluja.
27:00Erwartet ihr noch jemanden?
27:01Andri.
27:02Er wohnt ja schließlich hier.
27:05Und beim Essen können wir ihm alle ins Gewissen reden.
27:09Das geht doch nicht, dass er kündigt.
27:11Damit schadet er nur sich selbst.
27:13Ja, aber der hat sich in diese Sache so reingesteigert.
27:16Momentan lässt man ihn am besten in Ruhe.
27:18Ja, oder wir hoffen, dass die beiden Brüder sich wieder versöhnen.
27:21Bisher war das doch immer der Fall.
27:23Ich fürchte, das wird nichts.
27:25Er war so verletzt und so wütend.
27:27Da muss jemand vermitteln.
27:29Aber Mama, du bist da vielleicht trotzdem die Falsche.
27:33Ja, eben.
27:34Ihr zwei habt noch so viele Probleme mit euch selbst.
27:38Ihr sollt vielleicht jemanden übernehmen, der ein etwas neutraleres Verhältnis zu ihm hat.
27:43Du vielleicht Charlotte?
27:45Ja.
27:47Ich weiß ja, ihr meint's nur gut.
28:06Fenchelkraut ist, glaube ich, gut.
28:08Oder meinst du Speck ist besser?
28:25Die Uhr, die Uhr könnte doch überall sein, Herr Konopka.
28:29Wo ist die?
28:31Herr Konopka?
28:31Wo ist die?
28:32Herr Konopka, lassen Sie...
28:34Herr Konopka, lassen Sie uns doch umdrehen.
28:38Die Uhr könnte überall sein.
28:40Da.
28:41Oh, kommen Sie mit.
28:43Da.
28:43Kommen Sie mit in der Nähe des Vöhrten.
28:44Was sind die Chancen noch?
28:46Da, Herr Konopka!
28:47Was machen Sie denn damals?
28:48Wie denn da?
28:51Da ist sie.
28:52Herr Konopka?
28:53Herr Konopka.
28:54Na, was hab ich gesagt?
28:59Na?
29:01Mann darf niemals aufgeben.
29:05Hä?
29:07Nee.
29:08Der braucht ihn nicht mehr.
29:13Nein!
29:14Oskar, alles in Ordnung.
29:18Hast du was Blödes geträumt?
29:23Scheint ja ein Albtraum gewesen zu sein.
29:28Ich kann mich gar nicht erinnern.
29:58neighboringяться niemals zu sein.
30:00Was ist alles in Ordnung?
30:10Saalfeld, Sie wollen uns verlassen.
30:12Meinen Sie bloß keine Krokodilstränen?
30:14Da ist aber jemand in Hochstimmung.
30:17Darf man fragen, wohin die Reise geht?
30:21Fragt sich bloß, warum Sie so guter Laune sind.
30:23Der Tag ist jung, die Vögel zwitschern.
30:27Aber mal im Ernst, Sie wollen verreisen, wo wir gerade in einer Krise stecken?
30:30Gerade?
30:32Unser Chefkoch hat gekündigt.
30:34Sie wollen doch sicher über seine Nachfolge mitbestimmen.
30:36André feiert bloß ein paar Urlaubstage ab.
30:39Die Sonnenbücherin hält die Stellung.
30:40Ich bin nun zurück. Können wir auch später erledigen.
30:43Er feiert nur ein paar Urlaubstage ab.
30:46Sie nehmen seine Kündigung gar nicht ernst.
30:47Was in unser aller gemeinsame Interesse wäre, nicht wahr?
30:50Dass André sich wieder einkriegt und weiterarbeitet.
30:54Ja, selbstverständlich.
30:55Denken Sie bloß, ich hätte Sie nicht durchschaut,
30:57die in Ihre verwünschte Lady Macbeth.
30:59Oh, vielen Dank. Ich werde das Kompliment an Beatrice weitergeben.
31:02Wird Sie genauso amüsieren wie mich.
31:04Sie beide sägen an meinem Stuhl.
31:06Und versuchen, André in mich zu entzweilen.
31:08Ach, das ist ja meine blühende Fantasie.
31:10Aber das wird Ihnen nicht gelingen.
31:11Da können Sie sich noch so viele Intrigen ausdenken, wie Sie lustig sind.
31:15Aber falls Sie eine Beschäftigungstherapie brauchen,
31:18weil Sie ohne mich in der Geschäftsleitung nicht ausgelastet sind,
31:21denken Sie jetzt schon mal nach, wer André ersetzen könnte.
31:25Ich feiere inzwischen ein rauschendes Geburtstagsfest in Virona.
31:29Und wenn ich zurück bin, nehme ich Ihre Vorschläge sehr gern entgegen.
31:35Ich muss sagen, sehr mutig von Ihnen,
31:40mir gerade jetzt den Rücken zu kehren, feiern zu gehen.
31:53Morgen.
32:11Na, schon unterwegs zum Dienst?
32:14Na, irgendeiner muss ja arbeiten,
32:15wenn der Chefkoch schon so auf Knall und Fall alles hinschmeißt.
32:18Soll ich ja mit uns auch leid, aber ich hatte keine Wahl.
32:21Die hat man immer, wenn man will.
32:25Milly, kann ich dich kurz sprechen?
32:29Bitte.
32:31Äh, ich gehe schon mal vor.
32:33Ich komme gleich nach.
32:39Danke, dass du mir die Chance gibst, dir zu erklären.
32:42Ist nicht nötig.
32:44Mir tut es leid, dass ich mich so weit aus dem Fenster gelehnt habe.
32:47Das ist wirklich nur eine Sache, die dich und deinen Bruder angeht.
32:50Ja, trotzdem, ich war unmöglich.
32:53Ich möchte, dass du mich besser verstehst.
32:56Das wäre mir sehr wichtig.
32:59Aber ich habe jetzt wirklich keine Zeit.
33:02Aber wie lange geht denn dein Dienst?
33:03Wir könnten doch heute Nachmittag was zusammen machen.
33:06Das geht leider auch nicht.
33:09Im Garten wächst mehr Unkraut als sonst was
33:12und ich habe Hildegard versprochen, ich kümmere mich drum.
33:15Nachdem sie ja auch noch Doppelschichten einlegen muss.
33:17Ja, aber das Unkraut könnte ich doch übernehmen.
33:35Ich hoffe, der Entwurf gefällt Ihnen genauso gut
33:38wie Ihrer Frau, Frau Saalfeld und Herrn Konopka.
33:41Weil Oskar hat den Entwurf nämlich schon an die Druckerei weitergeleitet.
33:45Zusser?
33:47Nein, ich bin natürlich mehr als einverstanden.
33:50Hat denn schon irgendjemand über ein angemessenes Honorar mit Ihnen gesprochen?
33:55Packen Sie es einfach in den Spendentopf für die Kinder.
33:58Danke, das machen wir sehr gerne.
34:00Aber die Pasteten bekommen Sie bezahlt.
34:02Vom Burgerbräu.
34:04Zumindest die Materialkosten.
34:05Keine Widerrede.
34:06Die sind aber gar nicht hoch,
34:08weil Oskar und ich haben die Wildkräuter nämlich selbst gesammelt.
34:10Und dabei hat er einen Luchs gesehen.
34:12Was, einen Luchs?
34:14So ein seltenes Tier bei uns im Büchelheimer Forst?
34:17Ja, das hat allerdings verhindert,
34:19dass ich an der besten Stelle für Wildkräuter suchen konnte.
34:22Das heißt, wenn sich morgen irgendjemand über meine Pasteten beschwert...
34:25Dann ist der Luchs schuld.
34:26Das werde ich so ausreden.
34:28Ja, da muss ich jetzt dann gleich das Landratsamt anrufen.
34:32Der Luchs muss natürlich registriert werden.
34:34Oder haben Sie das schon gemacht?
34:35Nee, das habe ich vergessen.
34:37Das ist kein Problem, das mache ich schon.
34:39Und den Tierschutz informiere ich ebenfalls.
34:43Also, auf den Luchs.
34:45Auf den Luchs.
34:48Auf den Luchs.
35:18Ah, so fleißig.
35:22Sie, nichts zu tun.
35:24Naja, der Pressetermin morgen ist größtenteils vorbereitet.
35:29Und Tina kann ich erst heute Abend beim Backen helfen.
35:32Nach ihrer Doppelschicht.
35:35Ihr könnt mich mal mit euren Anspielungen.
35:38Ich tue, was ich tun muss.
35:40Und das tue ich jetzt auch.
35:53Gartenarbeit, hm?
35:55Ihre neue Bestimmung.
35:57Teil meines Planes,
35:58die Wogen zu glätten,
36:01die meine Entscheidung vorgerufen hat.
36:04Welcher Plan denn?
36:06Ich springe für Mellie ein,
36:07die damit die Sonnenbücher entlasten will.
36:10Aha, Sie wollen also bei den Damen gut Wetter machen?
36:13Ja, muss ich ja,
36:15wenn ich ja weiter in Frieden leben möchte.
36:17Ja, das leuchtet ein.
36:19Das alles nur wegen Wetter.
36:21Auch, dass ich mich mit Mellie gestritten habe.
36:24Ja, vielleicht hilft dir ein kleines Candlelight-Dinner zur Versöhnung.
36:28Ja, war mir mal nicht übertraten, hm?
36:30Aber irgendwas Nettes lasse ich mir einfallen.
36:32Aber jetzt muss ich erst mal hier fertig werden.
36:36So.
36:39Rasen ist gemäht und Krott gejätet.
36:42Kompost und Schichten.
36:44Sie erlauben, junger Mann?
36:46Soll ich Ihnen helfen?
36:48Im Ernst?
36:50Ja, ich muss nicht in die Brauerei zurück.
36:52Das Event morgen ist fast vorbereitet.
36:54Und kann man ja nicht mit ansehen, wie Sie sich hier abrackern.
36:58Wo ist da jetzt der Haken?
37:00Kein Haken.
37:02Okay, dann mal los.
37:05Schubkarre.
37:14Aha.
37:31Wo bleibst du denn?
37:36Du wolltest Frühstück im Bett.
37:39Vor allen Dingen wollte ich nicht allein im Bett sein.
37:46Vorsicht.
37:49Wow, eine geniale Idee von dir, Fabienne für eine Nacht auszukommen.
37:55Ich fühl mich gerade selbst, die fünfzehn.
37:57Oh nein.
37:58Ich stehe auf reifere Männer.
38:02Oh.
38:04Oh.
38:06Oh.
38:07Oh nein.
38:11Wenn du da bist.
38:13Jetzt.
38:13Andere.
38:14Ich muss.
38:16Ich habe Bereitschaftsdienst.
38:18Ich muss zur Verfügung stehen.
38:19Es tut mir leid.
38:19Bitte.
38:21Bitte.
38:21Es tut mir leid.
38:28Fabienne, was gibt's?
38:29Ich stehe gerade vor der Bäckerei und weiß es nicht, ob ich Semmel mitbringen soll.
38:34Ich verstehe nicht.
38:35Ja, bei dem Kumpel, wo ich gepennt habe, der musste jetzt in die Schule.
38:39Und ich durfte da halt jetzt gleich mit aufstehen.
38:43Ach.
38:45Ja, dann komm doch einfach heim.
38:48Und bring die Semmel mit.
38:49Wir haben noch nicht gefrühstückt.
38:51Okay.
38:52Bis gleich.
38:53Bis gleich.
38:56Bis gleich.
39:16Der Kompost stinkt wirklich.
39:18Ja, das wird bester Bio-Dünger.
39:21Sie können die Schubkare hinten an die Garage stellen.
39:25Und nochmals.
39:26Vielen Dank.
39:27Gerne.
39:40Was man nicht im Kopf hat.
39:56Herr Halter?
40:00Ja?
40:02Meine Uhr ist weg.
40:03Das gibt's doch gar nicht.
40:05Was?
40:08Haben Sie...
40:10Haben Sie sie überhaupt abgelegt?
40:11Die ist ja viel zu schade für die Gartenarbeit.
40:14Ich hab die hier hingelegt.
40:16Haben Sie die gesehen?
40:17Nee, egal.
40:18Keine Ahnung.
40:23Gibt's doch nicht.
40:25Soll ich Ihnen suchen helfen?
40:26Ja, bitte.
40:28Die muss ja hier irgendwo sein.
40:29Hier kommt doch nichts weg.
40:31Vielleicht...
40:48Das hat immer Mama gemacht.
40:50Oder Oma.
40:55Zeit, dass du es lernst.
40:57Also...
41:00Also...
41:01Ja.
41:04Bravo.
41:05Ah!
41:07Soll ich den Notdienst rufen?
41:11Komm mal her.
41:15So geht das.
41:18Gut.
41:19Du machst das eh viel besser.
41:24Und schneller.
41:26Und schneller.
41:30Und?
41:35Bitte.
41:37Ja.
41:38Schöne Übung macht der Meister.
41:40Auch beim Knöpfe anlegen.
41:43Ah.
41:44Mann, das gibt's doch nicht.
41:45In der Tat.
41:50Ach, komm.
42:05Du untergräbst meine Autorität.
42:07Nein.
42:09Sie kennt sich hier einfach aus.
42:10Denn sie weiß, dass man niemanden überfordern darf.
42:13Klappe.
42:14Alle beide.
42:16Ja.
42:22Ja.
42:28Ja.
42:43Enfin, ja.
42:45Nichts.
42:48Wo könnte die noch sein?
42:50Weiß nicht. Wir haben eigentlich jetzt alles abgesucht.
42:54Vielleicht haben sie sie doch nicht auf die Fensterbank gelegt.
42:57Ja, wohin denn dann?
42:58Oh, Entschuldigung.
43:01Tina.
43:03Ja, was gibt's?
43:05Ich hab Herrn Sonnbichler von dem Luchs erzählt.
43:07Er hat gleich ganz aufgeregt rumtelefoniert deswegen.
43:11Okay.
43:11Und jetzt möchte sich jemand vom Tierschutz mit uns im Wald treffen.
43:16Da, wo du ihn gesehen hast.
43:17Das ist gerade schlecht.
43:19Wieso?
43:20Ich helfe Herrn Konopka.
43:21Nein, nein, gehen Sie mal. Sie haben genug getan.
43:23Oskar? Was ist nun? Der Typ ist schon unterwegs.
43:26Ja, gut. Ich komm.
43:58Hey.
43:59Hey.
44:00Du, äh, bist hier noch da?
44:05Können wir vielleicht kurz quatschen?
44:07Ich bin eigentlich spät dran.
44:09Es dauert nicht lange, Clara, bitte.
44:16Wenn ich gewusst hätte, was du mit deiner armen Mutter alles durchmachst, dann...
44:22Es tut mir aufrichtig leid.
44:26Ich hätte dich nicht so unter Druck setzen dürfen.
44:31Warum hast du es mir denn nicht einfach erzählt?
44:37Weil ich dir nicht traue.
44:42Ja, das tut mir leid.
44:46Das muss dir nicht leid tun.
44:48Behalts bitte einfach wirklich für dich.
44:51Das ist doch selbstverständlich.
44:53Hab ich auch Adrian gesagt.
44:56Gut.
45:02Was ihn angeht.
45:05Die Siri, ich respektiere eure Beziehung.
45:10Kann es bitte einfach dabei belassen.
45:14Natürlich.
45:16Danke.
45:22Okay.
45:32Entschuldige die Störung.
45:33Ich bin eigentlich auf der Suche nach deinem Lebensgefährten und kann ihn nirgendwo finden.
45:37Adrian, du störst doch nie.
45:38Friedrich ist beim Zahnarzt.
45:39Der hat bestimmt sein Handy aus.
45:41Ach, okay.
45:42Gut.
45:42Dann versuch ich später nochmal.
45:44Warum geht's denn?
45:48Ach.
45:50Um die Brüder Saalfeld-Konopka.
45:52Der eine kündigt, der andere desertiert und wir müssen die Sache jetzt irgendwie wieder in Ordnung bringen.
45:56Selbstverständlich. Ich sag Friedrich Bescheid.
45:58Vielen Dank.
46:00Ach, ähm.
46:01Ach, ähm.
46:02Ach, ähm.
46:02Ach, ähm.
46:03Entschuldige, da du schon mal hier bist.
46:05Kleinen Moment noch.
46:12Ich, ähm.
46:17Ich wollte erst nichts sagen.
46:19Aber es lässt mir einfach keine Ruhe.
46:23Worum geht's denn, Beatrice?
46:26Ich hab da ein ganz übles Gerücht gehört und ich hoffe, du kannst meine Bedenken zerstreuen.
46:33Hast du eine Affäre mit Clara Morgenstern?
46:35Bitte was?
46:36Das hab ich nicht von Desiree.
46:37Sie geht im Moment bewusst auf Abstand zu mir.
46:40Ich hab mich wohl zu sehr eingemischt.
46:42Ja.
46:42Und warum tust du es dann schon wieder?
46:46Soll ich etwa zusehen, wie du meine Tochter unglücklich machst?
46:49Jetzt hör mir mal zu.
46:50Ich liebe Desiree.
46:52Und ich war bisher immer auf ihrer Seite und das müsstest du eigentlich am allerbesten wissen.
46:55Warum hatte sie dann Angst, dir von der Schwangerschaft zu erzählen?
47:05Und warum traut sie sich nicht, dir zu sagen, wie gern sie heiraten würde?
47:13Ja, mein Freund weiß, wo die Stelle ist.
47:16Ja, ich schätze, wir können so in 10 Minuten da sein.
47:25Dann bis...
47:28Bis gleich, ja.
47:38Oskar?
47:40Was machst du da?
47:46Schatz, du übertreibst maßlos.
47:48Sonst hättest du heute nicht unseren allerersten Hochzeitstag vergessen.
47:54Nein.
47:55Du sagst alles ab.
47:57Ich bin heute der wichtigste Mensch in deinem Leben.
47:59Ich war sauer, deswegen wollte ich Konopke eins auswischen.
48:02Und deswegen klaust du die Uhr und willst sie hier reinwerfen?
48:04Ich schufte mich in der Brauerei ab wie ein Blöder.
48:07Deswegen hab ich nach einer Gehaltserhöhung gefragt, aber er hat abgelehnt.
48:09Du musst endlich ehrlich sein.
48:11Dieses Versteckspiel, das ist doch schrecklich.
48:13Du hast recht, ich...
48:16Lange halte ich das sowieso nicht mehr aus.
48:17Er liebt sie.
48:19Und wenn er einen Fehler gemacht hat, dann bereut er das bestimmt bald schon wieder.
48:23Es war aber kein Grund, Herrn Konopka die Uhr zu klaren, nur weil der ihm keine Gehaltserhöhung geben wollte.
48:28Er hat was getan?
48:29Er hat es nicht mehr als ein paar Jahre lang, nur weil er das nicht mehr als ein paar Jahre
48:29lang ist.
48:29Er hat es nicht mehr als ein paar Jahre lang, nur weil er weiß, dass er auch nicht mehr als
48:29ein paar Jahre lang ist.
48:29Untertitelung des ZDF, 2020