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  • vor 3 Wochen
André will den Namen des Auftraggebers von Nadine wissen, doch sie bleibt standhaft und verrät Beatrice nicht. Beatrice überredet währenddessen Friedrich, sich mit Nadine zu treffen und ihr das Geld zu geben, das sie ihr noch schuldig ist. Nadine verläuft sich jedoch auf dem Weg zum Treffpunkt im Wald und stößt auf Werner, der ihr ins Gewissen redet und ihr seine Hilfe anbietet. Als Beatrice Werner und Nadine zusammen im Hotel sieht, wittert sie die Gefahr und verlangt von Nadine, dass sie den „Fürstenhof“ sofort verlässt. Bevor Nadine in den Bus steigt, hinterlässt sie einen brisanten Brief für André – Trotz Claras Appell weigert sich Melli, ihre Medikamente weiter zu nehmen.

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Transkript
00:03Bevor wir den Trumpf ausspielen, lasse ich dir Albrecht noch mal nachlegen.
00:07Um die Feindschaft der beiden Brüder so richtig schön anzuhalten.
00:11Versprichst du mir, dass du deine Eifersucht unter Kontrolle kriegst?
00:16Ich...
00:17Ich gebe mir Mühe, die Freundschaft mit Hofer zu akzeptieren.
00:22Wirklich?
00:25Großes Braumeister-Erenwort.
00:30Ja, man muss es natürlich noch modernisieren und renovieren, aber dann ist es was ganz Besonderes.
00:34Es ist individuell, es ist authentisch, es gehört hier in diese Gegend.
00:38Und es gehört den Sonnenbichlers.
00:40Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass die nicht verkaufen wollen.
00:43Dann nehme ich eben diese kleinen Helferlein.
00:45Ist ja auch viel besser als wieder eine manische oder eine depressive Phase.
00:50Mama.
00:53Andere Richtung.
00:54Ich möchte Ihnen das Schmerzensgeld zurückgeben, das Sie mir gezahlt haben.
00:58Oh nein, nein.
01:00Nicht mit mir, darauf falle ich nicht rein.
01:03Bitte, ich...
01:04Mir ist diese ganze Situation mittlerweile sehr unangenehm.
01:07Hätte ich gewusst, was meine Aussage für Auswirkungen hat, dann...
01:10Dann hätte ich mich niemals kaufen lassen.
01:25Mama.
01:28Was tust du da?
01:33Was tust du da?
01:47Was tust du da?
01:50Was tust du da?
01:52Was tust du da?
02:06Untertitelung des ZDF für funk, 2017
02:25Du brauchst deine Tabletten, Mama. Willst du in der Psychiatrie landen?
02:28Ich entscheide, was ich mit meinen Medikamenten mache.
02:30Und wenn ich sie wegschmeißen will, dann schmeiß ich sie weg.
02:32Du hast mir versprochen, dass du sie nimmst.
02:35Jetzt hör auf, mich zu kontrollieren.
02:37Hör auf damit. Hast du vergessen, wie es dir das letzte Mal ging?
02:39Dass du sie einfach eigenhändig abgesetzt hast?
02:40Das war doch eine vollkommen andere Situation, Mensch.
02:43Du warst tagelang nicht ansprechbar.
02:44Du lagst nur noch im Bett. Du wolltest nicht aufstehen, nichts essen, nichts fricken.
02:47Ich hatte Angst, du tust dir was an.
02:49Hör...
02:49Bitte. Ich will das nicht nochmal durchmachen und du auch nicht.
02:53Jetzt hör auf mit damals. Heute ist heute.
02:59Du bist krank, Mama.
03:02Okay?
03:03Du brauchst diese Tabletten.
03:06Bitte nimm sie.
03:09Mir geht's hervorragend.
03:11Ich bin glücklich.
03:13André, gib mir den Halt, den ich brauche.
03:14Warum sollte ich Medikamente nehmen, wenn's mir gut geht?
03:29Mama!
03:36Hut ab vor ihr Courage, Frau Albrecht.
03:39Aber ich muss wissen, wer sie beauftragt hat.
03:43Niemand. Ich geh jetzt.
03:45Moment, Moment, Moment.
03:46Sie haben gesagt, sie wurden gekauft.
03:48Von wem?
03:51Von wem?
03:53Das kann ich nicht sagen.
03:56Weil Sie Angst haben?
03:58Ich hab's versprochen.
04:00Sie werden unter Druck gesetzt.
04:01Wieso? Warum?
04:02Bitte lassen Sie mich gehen.
04:04Und was ist mit der anderen Frau, die derselbe ausgesagt hat?
04:07Die kenn ich nicht.
04:09Um ein Haar.
04:11Hätte ich mein Ansehen,
04:12mein Amt als Bürgermeister,
04:13meinen Job im Hotel verloren.
04:15Wer immer sie gekauft hat,
04:16der will mich vernichten.
04:19Aber der Staatsanwalt hat das Verfahren eingestellt
04:21und ihr Geld, das haben Sie auch wieder.
04:23Ich muss wissen,
04:24wer hinter dieser Schweinerei steckt.
04:27Frau Albrecht,
04:28reden Sie mit mir.
04:31Ich helfe Ihnen.
04:32Was immer Ihr Problem ist,
04:34wir werden es lösen.
04:35Haben Sie doch keine Angst.
04:38Bitte, Frau Albrecht.
04:48In Ordnung.
04:51Danke, dass Sie gekommen sind
04:52und mir das Geld gebracht haben.
04:59Frau Albrecht,
05:02denke Sie doch mal drüber nach.
05:04Bitte.
05:18Ich will dich nicht bevormunden.
05:20Ich mein's doch nur gut mit dir.
05:21Dann solltest du mir einfach mal zuhören
05:23und mich nur auf deinem Stammbuch beharren.
05:29Okay.
05:30Gut, okay.
05:32Kompromiss?
05:33Du redest mit Dr. Niederbühl.
05:35Wenn er dir seinen Segen gibt,
05:37dann halte ich den Mund.
05:38Versprochen.
05:39Ich brauche keinen Arzt,
05:40um zu wissen,
05:41dass ich weder manisch noch depressiv bin.
05:43Ich bin verliebt.
05:44Einfach glücklich verliebt.
05:45Warum was,
05:46wenn es nicht so bleibt, ha?
05:47Warum sagst du denn sowas?
05:49Warum sollte es denn nicht so bleiben?
05:50Weil das Leben auf Dauer
05:51keine rosa-rote Wolke ist,
05:52weil André Konopka beileibe
05:54kein Prinz aus seinem Märchen ist
05:55und weil er irgendwann
05:55von einer Krankheit erfahren wird.
05:59Was, wenn er damit
06:00so wenig zurechtkommt wie mein Vater?
06:02Was, wenn er dich verlässt?
06:08Das würde er niemals.
06:17Mama, wenn du dir da so sicher bist,
06:20warum hast du dich ihm noch nicht anvertraut?
06:23Oder Opa?
06:25Es gibt eben Sachen,
06:26die sagt man nicht so leicht.
06:31Du hast keine Ahnung,
06:32wie es ist mit diesen Pillen.
06:34Man empfindet nur die Hälfte.
06:36Man sieht nur die Hälfte.
06:37Man schmeckt nur die Hälfte.
06:39Das ganze Leben ist wie gefiltert.
06:41Einfach alles.
06:43Ich verstehe das nicht.
06:45Es ging dir doch so gut.
06:47Jetzt geht es mir aber besser.
06:49Glaub mir, Clara,
06:50ich habe das im Griff.
06:52Ich lebe seit 30 Jahren
06:53mit dieser Krankheit.
06:54Ich kenne sie besser
06:55als jeder andere.
07:03Okay, na gut.
07:06Aber wenn du irgendeine Veränderung bemerkst,
07:09irgendwas,
07:09wenn du anfängst,
07:10Mist zu bauen aus Euphorie
07:11oder wenn du plötzlich
07:13grundlos traurig bist,
07:15dann musst du sie wieder nehmen.
07:17Versprich mir das.
07:18Einverstanden.
07:21Einverstanden.
07:26Einverstanden.
07:27Einverstanden.
07:37Einverstanden.
07:40Einverstanden.
07:58Natürlich.
08:03Herr Sonnenbichler,
08:05hätten Sie immer
08:06fünf Minuten für mich?
08:08Selbstverständlich.
08:08Worum geht es denn?
08:09Gehen wir doch gleich ins Büro.
08:10Ja.
08:20Nehmen Sie doch Platz.
08:22Danke.
08:23Gibt es denn
08:24irgendein Problem?
08:26Nein.
08:26Überhaupt nicht.
08:28Im Gegenteil.
08:30Es geht um
08:30Ihr wunderschönes Haus.
08:33Das freut mich,
08:34dass es Ihnen so gut gefällt.
08:36Ich habe mich verliebt.
08:38Unsterblich.
08:39Sie haben vermutlich
08:41schon gehört,
08:41dass Herr Lechner
08:42und ich ein Kind erwarten.
08:43Ja.
08:44Herzlichen Glückwunsch.
08:45Danke Ihnen.
08:47Ich möchte Ihnen gerne
08:48ein Angebot machen.
08:50für unser Haus.
08:51Für unser Haus?
08:51Für unser Haus.
08:53Das Haus ist alt.
08:54Der Garten ist groß.
08:56Sie und Ihre Frau
08:57werden nicht jünger.
08:58Irgendwann wird es
08:59eine Belastung werden.
09:01Ja.
09:02Noch haben wir das ganz gut
09:03im Griff.
09:04Sie lieben es,
09:05weil es Ihr Elternhaus ist.
09:06Aber andererseits...
09:14Wäre es nicht schön,
09:15sich alles leisten zu können,
09:17wovon Sie je geträumt haben?
09:20Reisen.
09:21Ein neues Auto.
09:24Eine schicke,
09:25kleine Dachterassenwohnung.
09:30Großzügige Geschenke
09:31für Ihre Kinder und Enkel.
09:34Ich rede nicht von Peanuts,
09:36Herr Sonnenbichler.
09:41Außerdem gebe ich Ihnen
09:42mein schriftliches Versprechen,
09:44dass ich das Haus
09:44nicht abreißen,
09:45sondern liebevoll sanieren lasse.
09:48Nein, Frau Bramek.
09:50Für kein Geld der Welt.
09:52Ja, aber Sie dürfen
09:53nicht nur an heute denken,
09:54Herr Sonnenbichler.
09:55Gerade im Alter,
09:56da muss man liquide sein.
09:58Denken Sie doch mal
09:59an die teuren Krankenkasten,
10:00die Pflegekosten.
10:01Frau Bramek,
10:02meine Frau und ich,
10:03wir werden unter
10:04keinen Umständen verkaufen.
10:06Auch wenn Sie uns
10:07bereits im Altersheim sehen.
10:09Vielen Dank.
10:11Jetzt seien Sie doch
10:12nicht beleidigt.
10:12Ich habe Ihnen
10:13lediglich ein Angebot gemacht.
10:14Nein, danke.
10:30Leila?
10:32Ja, na, na, warte mal.
10:34Du glaubst nicht,
10:34wer gerade bei mir war.
10:36Dann sag's mir doch.
10:38Nadine Albrecht.
10:39Die hat alles zugegeben.
10:41Es war eine Intrige,
10:42wie wir vermutet haben.
10:43Die wurde sogar dafür bezahlt.
10:44Von wem?
10:45Ja, das hat sie mir
10:46leider nicht verraten.
10:47Was wollte sie jetzt von dir?
10:49Die hat sich bei mir entschuldigt.
10:50Die hat mir sogar
10:51das Schmerz ins Geld zurückgegeben.
10:52Oh, da muss ich immer
10:53so ein mächtig schlechtes
10:54Gewissen haben.
10:55Genau das
10:56muss ich irgendwie ausnutzen.
10:58Bloß wie?
11:00Ich muss noch wissen,
11:01wer mich da in die Pfanne gehauen hat.
11:02Vermutlich jemand
11:03aus dem Gemeinderat,
11:04der will,
11:05dass du dein Amt verlierst.
11:06Ja, aber wer?
11:07Ich muss sie mir
11:08nochmal ordentlich
11:09vorknüpfen.
11:10Du unternimmst gar nichts.
11:11Ich mache das für dich.
11:15Als du versucht hast,
11:16ihr die Anzeige auszureden,
11:17warst du ja auch
11:18nicht sehr erfolgreich.
11:18Aber stell dir mal vor,
11:19du wirst mit ihr gesehen.
11:20Das ist doch viel zu riskant.
11:21Ja, so blöd bin ich ja auch nicht.
11:23Ich habe auch mehr
11:24Fingerspitzengefühl,
11:25als du.
11:25Seit wann?
11:27Im Gegensatz zu dir
11:28habe ich mich im Griff
11:28und kann in dieser Angelegenheit
11:30ruhig und sachlich bleiben.
11:32Du bist ja hier
11:32auch nicht der Sittensträuch.
11:34André, ich finde heraus,
11:35was ihr eigentliches Problem ist
11:36und dann bieten wir ihr Hilfe an.
11:37Hab ich schon probiert.
11:38Sag doch,
11:39da muss jemand
11:39mit mehr Fingerspitzengefühl hören.
11:42Weißt du eigentlich
11:42schon mein momentanes Handicap?
11:44Ja, du solltest
11:45auch mehr Sport schreiben.
11:46Das macht den Kopf frei
11:47und senkt den Blutdruck.
11:49Ich verlasse mich auf dich.
11:50André,
11:52ich finde heraus,
11:53wer hinter dieser ganzen
11:54Angelegenheit steckt.
11:56Vertrauen ja.
11:59Der Trimm-Dich-Pfad
12:01im Bichlheimer Forst.
12:04Dann sehen Sie eben
12:06im Internet nach,
12:06wo das ist.
12:07Ja,
12:09gut,
12:10bis dann.
12:12Die gute Frau Albrecht,
12:14nicht gerade eine Glühbirne.
12:15Beatrice,
12:16komm vom Fenster weg.
12:17Sonst ist da eine
12:18Rollstuhlshow
12:19schneller vorbei,
12:20als ihr Liebes.
12:20Ja, ist ja gut.
12:25Und Konopka hat dir die Geschichte
12:27vom schlechten Gewissen geglaubt?
12:28Alles läuft nach Plan.
12:30Und jetzt
12:30wie sie ihr geht.
12:32Ich dachte mir,
12:33vielleicht könntest du das übernehmen.
12:36Ich soll mich mit ihr treffen?
12:38Jetzt, wo Konopka weiß,
12:39dass es da einen Drahtzieher
12:40im Hintergrund gibt?
12:41Nein,
12:42kein Fall.
12:43Der Treffpunkt ist mitten im Wald.
12:45Niemand wird euch sehen.
12:46Außerdem,
12:47ich sitze im Rollstuhl.
12:49Können Sie Schwierigkeiten machen?
12:50Sie hat sich bis jetzt
12:51an alle Anweisungen gehalten.
12:53Sie braucht Geld.
12:55Wann ziehst du eigentlich
12:57deinen Joker aus dem Ärmel?
13:01Vielleicht heute noch?
13:03Oder morgen?
13:05Mal sehen.
13:08Das wird ein Schock für Konopka.
13:11Nicht nur für den.
13:22Morgen.
13:24Es ist drei Uhr nachmittags,
13:26mein Schatz.
13:28Ein Keks?
13:29Wer ein mit Speck?
13:32Gute Laune?
13:33Womit habe ich das verdient?
13:34Als ich heute Morgen
13:35unter der Dusche stand,
13:37ist mir eingefallen,
13:39dass ich vor gar nicht allzu langer Zeit
13:41dem Tod von der Schippe gesprungen bin.
13:44Und man eigentlich jeden Tag feiern sollte.
13:48Du hast verdammt recht.
13:51Und du siehst verdammt gut aus.
13:54Ich sehe nicht nur gut aus,
13:56ich fühle mich auch gut an.
14:01Wo ist er eigentlich, Fabian?
14:02Aus dem Haus gegangen.
14:04Setz dich,
14:05sonst wird noch das Rührei kalt.
14:09Ah, lass mich raten.
14:11Er trifft sich wieder mit seinen Kumpels.
14:14Er hat seine Bewerbungsunterlagen
14:16für das Stipendium zusammengestellt
14:18und übt jetzt für das Vorspielen.
14:20Er übt?
14:21Wo?
14:23Ich habe im Hotel nachgefragt
14:25und er darf den Flügel in der Pianobab nutzen.
14:28Er verpennt nicht mehr den halben Tag.
14:30Er kümmert sich um seine Zukunft.
14:31Er übt.
14:34Langsam glaube ich,
14:35es ist was dran an deinen übersinnlichen Fähigkeiten.
14:37Na ja,
14:38Fabian geht es eben wie allen Künstlern
14:40mit einer Berufung.
14:41Sein Talent beherrscht ihn
14:43und nicht er.
14:44Sein Talent.
14:46Sein?
14:47Schatz,
14:49für jemanden,
14:50der die ganze Nacht
14:51Bereitschaftsdienst hatte
14:52und wahrscheinlich
14:53Dutzende Menschenleben gerettet hat,
14:56ist es noch recht früh am Morgen.
14:59Lass es einfach sacken.
15:05Alternativ könntest du mir natürlich
15:06einen Unterricht geben,
15:08jetzt wo wir ganz alleine sind
15:10und jeden Tag feiern möchtest.
15:14Manchmal
15:14hast du großartige Ideen.
15:40Tatsächlich,
15:41du hast recht, Nils.
15:42Soll ich ihn die geben?
15:44Ach, heute Morgen schon.
15:46So, so, so, so.
15:47Du telefonierst also mehr mit Fabienne
15:49als mit mir,
15:50ha?
15:51Aha.
15:53Ja,
15:54das mache ich.
15:55Ich vermisse dich auch.
15:57Grüß Gregor und Samia,
15:59ganz lieb von mir,
15:59ja?
16:00Ja, mein Schatz.
16:02Bravo.
16:04Wunderschön.
16:05Hallo Fabienne.
16:06Hallo Frau Saalfeld.
16:09Ja, also auch wenn dieser Satz
16:11vollkommen abgedroschen ist,
16:13ich muss ihn einfach sagen,
16:15du bist groß geworden,
16:16ein richtiger Mann.
16:17Ja, danke.
16:18Ich soll Lise nicht vermeiden.
16:19Ja.
16:20Ich hoffe, es ist okay,
16:21dass ich spiele.
16:22Nils hat mir verraten,
16:23du übst für ein Stipendium.
16:25Ja.
16:27Und er meinte,
16:28du würdest mich gerne etwas fragen.
16:30Ja, stimmt es,
16:31dass sie Connections
16:32für die Stiftungsleitung haben?
16:34In der Tat.
16:36Naja, also die Albertus-Stiftung
16:37ist die Top-Adresse
16:39für die Förderung junger Musiker.
16:41Ja, es ist wahr.
16:42Naja, und
16:43ich will nicht
16:44auf Michels Tasche rumliegen.
16:46Und
16:46ich bin wirklich gut.
16:48Und da dachte ich mir,
16:49vielleicht könnten sie
16:50ein gutes Wort für mich einlegen.
16:51Ich spiele ihnen einfach was vor.
16:53Ich meine,
16:54sie haben ja nur
16:54den Schluss mitbekommen.
16:55Dann kannst du
16:56in Ruhe entscheiden.
17:23Die Albrecht ist jetzt
17:25seit 15 Minuten
17:26überfällig.
17:27Bist du sicher,
17:28dass du an der richtigen Stelle stehst?
17:30Ja, soll ich ein Foto machen,
17:31dir schicken,
17:31damit du mir glaubst?
17:32Vermutlich hat die dumme Nuss
17:33sich verirrt und
17:34kein Handy empfangen.
17:36Ja.
17:37Oder was anderes
17:38läuft hier gewaltig schief.
17:44Jetzt warte noch
17:44fünf Minuten.
17:47Ruf du sie an
17:48und klär,
17:49was da schiefgelaufen ist.
17:50Ich muss zurück ins Hotel.
17:51Bis dann.
17:52Ja, bis später.
17:54Jetzt machen Sie sich
17:55einmal keine Gedanken.
17:56Der Dienstplan
17:57ist das geringste Problem.
17:59Danke.
17:59Das Wichtigste ist,
18:00dass Ihre Mutter
18:01jetzt so schnell wie möglich
18:02wieder auf die Beine kommt.
18:03Ich melde mich,
18:03sobald ich genauere schreie.
18:04Machen Sie das.
18:05Ich rufe den Leo an.
18:06Der kann ihre Schichten übernehmen,
18:07falls Sie sich länger
18:08um Ihre Mutter kümmern müssen.
18:09Danke.
18:09Sagen Sie gut die Besserung.
18:10Mach ich, ja.
18:12Und verlass ich,
18:13mach das.
18:13Äh,
18:14da bricht mir wirklich
18:15kein Zacken aus der Krone.
18:17Bleibst du da?
18:18Ja.
18:20Am liebsten würde ich ihm
18:21einfach sagen,
18:21was mit Mama los ist.
18:23Er würde bestimmt gut reagieren
18:25und könnte Sie eher überzeugen,
18:27Ihre Tabletten wiederzunehmen
18:28als ich.
18:32Ich hab's ihr versprochen.
18:35Kein Wort zu niemandem
18:36über Ihre Krankheit.
18:56Alles, was ich jetzt brauche,
18:57ist die genaue Adresse
18:58von Frau Albrecht.
18:59Also meines Wissens
19:01wohnt sie in München.
19:03Hat sich gerade erledigt,
19:04Herr Schuster.
19:05Danke.
19:06Ja, Frau Albrecht.
19:08Was machen Sie denn hier?
19:10Ich hab mich nur etwas verlaufen.
19:12Aha, wo wollen Sie denn hin?
19:15Ja, ja, gehen Sie ruhig ran.
19:18Nein, ist nicht so wichtig.
19:19Also,
19:20da geht's nach Bichleim
19:21und da geht's im Fürstenhof.
19:25Dann los,
19:25sagen Sie schon,
19:25wo Sie hinwollen.
19:26Ich kenne ja jeden Baum
19:27und jeden Strauch.
19:29Ich such den,
19:30den alten Trimmlichtpfad.
19:31Ich wollte ein bisschen trainieren.
19:32Den alten Trimmlichtpfad,
19:34ja.
19:34Wo man den noch benutzen kann.
19:36Also,
19:37das ist noch ein bisschen
19:37kompliziert zu erklären.
19:38Wissen Sie was?
19:39Ich bring Sie hin.
19:40Nein, auf keinen Fall.
19:41Das ist nicht nötig.
19:41Das ist doch kein Problem.
19:42Ich hab heute meinen Sporttag.
19:44Das bedeutet,
19:44am Nachmittag keine Termine,
19:46viel Bewegung.
19:47Auf geht's.
19:48Ich cancel das heute.
19:50Frau Albrecht,
19:51ich weiß,
19:52dass Sie sich bei meinem Bruder
19:53in aller Form entschuldigt haben.
19:54Das ist
19:55eine noble Geste
19:56und das bedeutet,
19:57dem Vieh.
19:58Aber jetzt muss ich
19:59doch was für Sie tun.
20:01Ich kann doch nicht
20:02eine junge,
20:02hübsche,
20:03verirrte Frau
20:03hier im Wald
20:04allein lassen.
20:05Kommen Sie,
20:06auf geht's.
20:12Sowas von dreist.
20:14Ich hab dir doch gesagt,
20:15dass die Hintergedanken hat.
20:17Und erst das Argument,
20:18mit dem Sie uns
20:19den Verkauf schmackhaft
20:20machen wollt.
20:21Das ist das Allerbeste.
20:24Was hat sie denn gesagt?
20:25Dass wir auch nicht
20:27jünger werden
20:28und uns das Haus
20:29bestimmt irgendwann
20:30einmal überfordert.
20:31Ist das eine
20:32Unverschämtheit.
20:33Und im Alter braucht man
20:35ja besonders viel Geld.
20:36Erst für Luxusgüter
20:38und Weltreisen
20:39und dann für die Pflege.
20:41Also unglaublich.
20:43Dabei macht die Bramik
20:44doch immer so einen
20:45auf höflich.
20:46Das ist doch alles
20:47nur Fassade.
20:49Erzählt,
20:49wie sehr sie sich
20:50für alte Bauernhäuser
20:52interessiert.
20:54Ehrlich,
20:54du weißt,
20:55ich bin normalerweise
20:56nicht so.
20:56Aber als sie mich
20:57heute so falsch
20:58angelächelt hat,
20:59da hab ich mir gedacht,
21:00da schau her,
21:01der Apfel fällt
21:01nicht weit vom Stamm.
21:03Jetzt komm,
21:03Alfons,
21:04jetzt reg dich doch
21:04mal nicht so auf.
21:05Und den Lechner,
21:05den hat sie mit ihrem
21:07aufreizenden Gesäusel
21:08und Getue
21:08auch um den Finger
21:09gewickelt.
21:10Und jetzt mit dem Baby,
21:11da wird der Sack
21:12zugemacht.
21:13Alfons!
21:13Ja, ist doch wahr.
21:15Ich mein,
21:15wie kann man denn
21:16so deppert und blind
21:17gleichzeitig sein
21:18wie der Lechner?
21:19Mei,
21:21jetzt komm,
21:22ruhige dich,
21:23komm,
21:23setz dich mal her.
21:25Ich hab nämlich
21:26was für dich.
21:26Ja.
21:32Voilà.
21:34Daher wär mir
21:35für mein Handy.
21:36Also sowas,
21:38ich hab's dir doch
21:39versprochen.
21:41Ja.
21:41So,
21:42jetzt probierst
21:43das mal aus.
21:44Naja,
21:45das wird schon
21:45reinpassen.
21:46Oh,
21:47wo ist es denn?
21:47Das bestimmt
21:48nur ein Spind.
21:49Ja.
21:50Zu Hause hast du's
21:51vergessen.
21:52Oh.
21:53Ja,
21:53vielleicht werde ich
21:54ja tatsächlich
21:55langsam alt.
21:56Ich glaube,
21:57wir beide zusammen
21:58schaffen's noch
21:58ne Weile.
22:00Ja,
22:01aber passt.
22:02Siehste.
22:03Ja,
22:04und es schaut auch
22:05gar nicht so
22:06schlecht aus.
22:07Ja,
22:07das hab ich ja.
22:09Ja.
22:38so,
22:40da wären wir.
22:43Vielen Dank
22:44für Ihre Hilfe.
22:45Ist der Auftraggeber,
22:46der pausenlos
22:47versucht,
22:47Sie zu erreichen?
22:48Nein.
22:49Wie wollten Sie
22:50mit ihm hier treffen?
22:51Hab ich recht?
22:53Frau Albrecht,
22:53weder mein Bruder
22:54noch ich
22:54machen Ihnen
22:55Vorwürfe.
22:56Sie wollten wissen,
22:57wer mich bezahlt hat,
22:57aber das kann ich Ihnen
22:58nicht sagen.
22:59Zwei kleine Kinder,
23:00arbeitslos,
23:01werbt Schulden,
23:02da kann man schon mal
23:03leicht auf die schiefe Bahn
23:04geraten.
23:05Woher wissen Sie das?
23:06Unwichtig.
23:08Egal,
23:08was Sie sagen,
23:09ich halte mein Versprechen.
23:10Sie haben sich
23:11da in eine gefährliche
23:12Lage gebracht.
23:12Die Sache wechseln Ihnen
23:13über den Kopf.
23:14Merken Sie das nicht?
23:15Nein.
23:17Frau Albrecht,
23:18ich kann Ihnen helfen,
23:19Ihnen finanziell
23:20unter die Arme greifen.
23:21Wir finden eine
23:22langfristige Lösung
23:23für alle Ihre Probleme.
23:26Ich bin ein
23:27einflussreicher Mann.
23:29In mir legt
23:30Sie so schnell keiner an.
23:33Vertrauen Sie mir.
23:44Sie haben den Anschluss.
23:50Die blöde Nuss geht nicht ran.
23:51Ich habe es jetzt
23:52fünfmal versucht.
23:57Irgendwas ist da faul.
24:01Spören wir uns eben das Geld.
24:03Du hättest sie nicht
24:04zu Konopka schicken dürfen.
24:06Das war aber Teil des Plans.
24:08Was ist,
24:09wenn er Sie klein gekriegt
24:10und Sie die Seiten
24:10gewechselt hat?
24:11Wie damals Alina Steffen.
24:13Diese Damen kriegen doch
24:14irgendwann kalte Füße
24:16oder ein schlechtes Gewissen.
24:17Oder ein besseres Angebot.
24:19Jutta hat für Nadine
24:20die Hand ins Feuer gelegt.
24:22Sie spielt kein doppeltes Spiel.
24:23Deine Freundin
24:23wäre nicht die Erste,
24:24die sich die Flossen verbrennt.
24:26Außerdem hat unser Lockvogel
24:27zwei kleine Kinder
24:28und einen Haufen Schulden
24:29auf ihrem schimmeligen
24:30Sonnenstudio.
24:30Das ist doch das,
24:31was ich sage.
24:31Sie hat ein besseres Angebot bekommen.
24:34Was ist denn,
24:34wenn Konopka Spitz kriegt,
24:35dass du hinter dieser Intrige steckst?
24:37Wir, mein Lieber, wir.
24:39Damit du bald
24:40die Alleinherrschaft
24:40am Fürstenhof hast.
24:41Vergiss das bitte nicht ganz.
24:43Nur danach sieht es
24:44im Moment überhaupt nicht aus.
24:49Also sie bleibt dabei, ja?
24:52Ich kann sagen,
24:52was ich will.
24:53Mama nimmt ihre Tabletten nicht.
24:55Das ist nicht gut.
24:56Sie ist verliebt,
24:57sie fühlt sich voller Energie,
24:58sie hat das Gefühl,
24:59nichts und niemand kann sie erschüttern.
25:02Na ja,
25:02eigentlich ist das ja beneidenswert.
25:04Ja.
25:05Wenn ich nicht wüsste,
25:06dass es morgen schon vorbei sein kann.
25:08Kleinste Krise
25:09und der Schalter
25:10legt sich komplett um.
25:13Sag mal, hast du Hunger?
25:15Mhm.
25:16Was ist denn da drin?
25:18Kartoffelsalat.
25:21Ich glaube,
25:22das ist genau das Richtige jetzt.
25:25Mhm.
25:27Und ich esse wirklich nichts weg?
25:29Mhm.
25:29Mhm.
25:37Ich habe solche Angst,
25:38dass sich der ganze Horror wiederholt.
25:41Das letzte Mal hat es Monate gedauert,
25:43bis Mama wieder einigermaßen auf Spur war.
25:46Pack das irgendwie gerade nicht.
25:48Hey,
25:49du bist ja nicht alleine.
25:53Wie früher.
25:55Ohne William und dich
25:56hätte ich Mamas Schübe
25:57niemals durchgestanden.
26:05Als meine Mutter
26:05mit William abgehauen ist,
26:08da hat Melli mir
26:09jeden Tag
26:10einen Mini-Google-Hopf gebacken.
26:11Das war wirklich unglaublich.
26:13Ich werde sie das nie vergessen.
26:16Sie hat es gern gemacht.
26:18War es ja auch ein besserer Esser als ich.
26:20Ich habe immer nur
26:21die Zuckerglase runtergenascht.
26:22Ja.
26:23Ich glaube,
26:23sie hatte einfach nur Mitleid
26:24mit dem armen,
26:25verlassenen Jungen.
26:29Hey,
26:29Zuckermaus.
26:32Wir kriegen das schon hin.
26:35Wir haben schon
26:35ganz andere Situationen gemeistert,
26:37oder nicht?
26:48Bitte.
26:49Danke.
26:58Wie hast du das geschafft?
27:00Stichwort
27:01Fingerspitzengefühl.
27:02Ja, ja, ja.
27:03Der Punkt geht an dich,
27:03aber wie geht es jetzt weiter?
27:05Ja.
27:06Ich muss ihr Vertrauen
27:08in mich festigen.
27:10Mit Geld?
27:12Mit einem gut bezahlten Job
27:14als Kellnerin.
27:16Was du wüsst?
27:17Sie hatte mal
27:17ein Sonnenstudio.
27:19Ging pleite.
27:19Jetzt ist sie arbeitslos,
27:20verschuldet,
27:21verzweifelt,
27:21hat zwei Kinder.
27:23Du brauchst eine Perspektive.
27:25Das ist genial.
27:26Oh, danke.
27:26Hört mir selten genug
27:27aus deinem Mund.
27:28Also du meinst,
27:29wenn du ihren Arbeitsvertrag
27:30unterschrieben hast,
27:31erzählt sie uns freiwillig,
27:32wer ihr Auftraggeber war?
27:33Davon gehe ich aus.
27:36Und die hatte
27:36eine Sonnenstudio.
27:37Ja.
27:38Und vielleicht hat sie dort
27:39jemanden aus dem Gemeinderat
27:40kennengelernt,
27:41der später,
27:41als sie pleite ging,
27:42ihre Notlage ausgenutzt hat,
27:43um sie auf dich anzusetzen.
27:46Könnte hinkommen.
27:47Ja.
27:49Wie wäre es mit
27:50Rebraten auf Pfefferling?
27:52Wandnudeln in Rotweinsoße
27:53und als Nachtisch
27:54eine riesengroße
27:56Musse Schokolade.
27:57Das klingt sehr verführerisch,
27:59aber leider muss ich passen.
28:00Heute ist mein Sporttag.
28:02Sporttag?
28:03Das wäre jetzt das erste Mal.
28:04Na ja,
28:04heute ist ja auch Premiere.
28:05Aber morgen hole ich mir
28:06meine Belohnung
28:07sehr gerne ab.
28:08Ich bin geboren.
28:10Werner?
28:11Ja.
28:12Danke.
28:13Du bist dein großer Bruder.
28:23Zu hässlich.
28:26Zu teuer.
28:30Von wegen antikes Bauernhaus.
28:31Das sieht aus wie eine Ruine.
28:34Ich bin in zehn Minuten fertig.
28:36Dann kannst du mich ja abholen.
28:38Kochen wir was zusammen?
28:39Dazu müssen wir erst mal was einkaufen.
28:41Okay.
28:42Bis gleich.
28:43Bis gleich.
28:46Hey.
28:48Nur Schrott auf dem Markt.
28:51Oder zu teuer.
28:532,4 Millionen.
28:54Wer hat denn bitte so viel Geld?
28:58Die Sonnenbichlers wollen nicht verkaufen.
29:01Hast du ihnen wirklich
29:01ein Angebot gemacht?
29:03Ja, warum denn nicht?
29:05Desiree.
29:07Was denn?
29:08Das ist doch nicht verboten.
29:10Nur weil es sich um
29:11Herrn Sonnenbichlers Elternhaus handelt
29:14und der Chefpot hier anscheinend
29:15so eine Art Heiligenscheinträck
29:17tun alle ganz betreten.
29:18Ja, wie kannst du es nur wagen?
29:20Pfui und so weiter.
29:22Die Nervennahrung scheint dir richtig viel zu bringen.
29:26Kannst du die bitte wegpacken?
29:27Ich werde noch fetter,
29:29als ich eh schon bin.
29:34Na, die Gurken bleiben hier.
29:41Als Schwangere solltest du dich gesund ernähren
29:43und ausgewogen.
29:47Ich gehöre nicht zu diesem vorbildlichen Schwangeren.
29:50Muss sie ja auch nicht.
29:54Auch wenn ich ja sonst von allem zu viel bin, ne?
29:59Zu selbstbewusst.
30:01Zu sehr auf meinen eigenen Vorteil aus.
30:05Ja.
30:06Ich habe gehört,
30:07was du mit Frau Sonnenbichler
30:08in der Küche über mich gelästert hast.
30:10Und vor allem,
30:12dass ich nicht die Richtige für Adrian bin.
30:14Desiree, es tut mir leid.
30:17Ich habe keine einzige echte Freundin hier am Versuch.
30:20Das stimmt nicht.
30:21Doch.
30:22Clara ist nur mit mir befreundet,
30:23pseudo befreundet wegen Adrian.
30:25Und du...
30:25Ich habe das nur gesagt,
30:27weil du...
30:27Komm, Tina.
30:29Lass es einfach.
30:30Ich will es gar nicht wissen.
30:36Oskar und ich,
30:36wir könnten heute Abend für dich kochen,
30:38was Gesundes.
30:39Wir könnten ein WG-Abend machen
30:40und dann gibt es Salat.
30:42Nee, nee, lass mal, Tina.
30:44Ich bin überhaupt nicht nachtragend.
30:47Außerdem sind Gurken schon gesund genug.
30:59Im Internet wirst du eh nicht das Richtige,
31:01rausfinden.
31:02Die gehen hier unter der Hand weg.
31:04Na toll, danke für den Tipp.
31:07Ja, aber du kennst ja jetzt jemanden,
31:10der in Bichelheim geboren und aufgewachsen ist.
31:14Ich weiß, welche Bauernhäuser freistehen.
31:41Hallo.
31:44Adrian.
31:46Schön, dich zu sehen.
31:47Hast du eigentlich die Lieferbestätigung
31:49für die Luray-Produkte schon bekommen?
31:51Ich habe heute Morgen welche geordert.
31:53Wir haben nicht mehr viele.
31:54Okay, gut.
31:55Dann werde ich gleich später mal die Mails checken.
31:57Danke.
32:01Und wie geht es dir sonst so?
32:04Genauso gut wie heute Vormittag,
32:06als wir uns unten gesehen.
32:09Clara.
32:11Mellie, du weißt, sie macht sich große Sorgen.
32:13Jetzt fang du nicht auch noch mit dieser Tablettenleihe an.
32:16Ich wundere mich einfach,
32:17dass du deine Krankheit plötzlich so auf die leichte Schulter nimmst.
32:20Sprichst du als Chef zu mir
32:21oder als guter Freund der Familie,
32:23die nicht keine Seite so ist?
32:25Mellie, ich würde...
32:26Kümmer du dich doch einfach um deinen eigenen Kram.
32:28Ich habe damals genug mitbekommen
32:30und das, was du jetzt gerade machst,
32:31das ist sehr gefährlich.
32:31Wieso glaubt eigentlich jeder,
32:33er könnte sich in meine privaten Angelegenheiten einmischen?
32:35Mir geht's blendend.
32:37Und das wird auch genau so bleiben.
32:39Mach du dir doch lieber mal Gedanken um deine Zukunft.
32:42Wie meinst du denn das jetzt?
32:44Unser blondes PR-Gift
32:45kann ja wohl kaum die richtige Frau für dich sein.
32:47Ah ja?
32:48Ja? Sondern?
32:49Sondern.
32:53Eine Frau, die mehr Anstand hat und ehrlich ist.
32:57Und mehr sage ich dazu nicht.
32:58Und das kannst du so gut beurteilen, ja?
33:00Hast du vergessen,
33:02was sich Frau Bramig vor ein paar Wochen geleistet hat?
33:04Mit diesem Kunsträuber, ihrem Exfreund?
33:07Ich habe es nicht vergessen,
33:08weil sie hat mit dem Leben meiner Tochter gespielt.
33:10Ich habe es auch nicht vergessen, Mellie.
33:12Und trotzdem war das damals ein bisschen komplizierter,
33:14als du es jetzt darstellst.
33:15Und jetzt, wo sie schwanger von dir ist,
33:17dann müssen wir sie auf einmal alle heilig sprechen.
33:21Was?
33:22Bin ich ja zu weit gegangen?
33:25Da kannst du mal sehen, wie sich das anfühlt,
33:27wenn sich jemand ungefragt in deine persönlichen Angelegenheiten mischt.
33:39Alphons, schauen Sie doch mal,
33:41ob wir für diese junge Dame noch ein Zimmer haben.
33:44Selbstverständlich.
33:45Waren Sie denn schon mal bei uns zu Gast, Frau...
33:48Albrecht.
33:49Nadine Albrecht.
33:51Äh, Sie sind...
33:53Sie können den Mund wieder zumachen, Alphons.
33:55Diese junge Dame wird für ein paar Tage unser Gast sein.
34:00Ich weiß nicht, ob das wirklich eine gute Idee ist.
34:02Das ist es, glauben Sie mir.
34:04Sie spannen jetzt ein paar Tage aus
34:05und dann reden wir in Ruhe über Ihren Vertrag.
34:08Und meine Kinder?
34:09Sie sind doch bei Ihrer Großmutter bestens aufgehoben.
34:11Denken Sie an die Zukunft Ihrer Familie.
34:13Und, Alphons?
34:14Ja, das Edelweißzimmer ist frei.
34:17Bitte sehr.
34:18Das ist ein sehr schönes Zimmer.
34:20Äh, haben Sie denn Gepäck, um das wir uns kümmern dürfen?
34:23Das kommt später, Alphons. Danke.
34:25Der Anteil, bitte.
34:28Sind Sie sicher, dass auch Helko Nocker...
34:34Ich meine, dass er mit allem einverstanden ist?
34:37Das ist er, ganz sicher.
34:38Frau Hofer?
34:39Herr Salfeld.
34:41Guten Tag.
34:41Das Zimmer liegt im ersten Stock und hat einen wunderbaren Blick über den ganzen Park.
34:46Sie werden sich wie eine Prinzessin fühlen.
34:47Kommen Sie.
35:01Ich würde den Jungen nicht empfehlen, wenn ich ihn nicht selbst am Klavier erlebt hätte.
35:06Seine Unterlagen müssten der Stiftung bereits vorliegen.
35:10Fabienne Lieberts.
35:13Ach du, das wäre wunderbar, Hubertus.
35:15Hab herzlichen Dank.
35:17Charlotte.
35:18Ach, Michael.
35:20Ich habe gerade mit Dr. Leisenberg von der Albertus Stiftung telefoniert.
35:25Wegen Fabienne?
35:26Ja, Dr. Leisenberg kann zwar nichts versprechen, aber Sie werden ihn sich aufmerksam ansehen.
35:32Das ist sehr nett von dir, aber wie kam es dazu?
35:34Na ja, Fabienne war so mutig, mich zu fragen.
35:37So mutig also.
35:39Habe ich was Falsches getan?
35:40Ach.
35:42Weißt du, dass der Junge einmal übt, sich einmal richtig anstrengt.
35:46Nein.
35:47Probier das gleich über Beziehungen, mein Herr Sohn.
35:48Ja, ich habe keinen Hinblick, mein Herr Sohn.
36:18Was haben Sie vor mit den Bildern?
36:20Wollen Sie das wirklich wissen?
36:22Nur wenn ich muss.
36:24Nein, müssen Sie nicht.
36:25Sie müssen sich nur in den Plan halten.
36:37Frau Hofer.
36:38Können Sie mir das erklären?
36:40Wo waren Sie? Wir hatten eine Verabredung.
36:43Und was zum Teufel machen Sie hier?
36:45Ich hatte mich verlaufen und Herr Saalfeld war so nett.
36:48Und hat mir den Weg gezeigt.
36:50Den Weg ins Hotel?
36:51Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
36:56Du hast selbst gesagt, er hat Talent.
36:58Warum setzt er dann nicht alles darin, dadurch sein Stipendium zu bekommen?
37:01Herzlich willkommen im Showbusiness.
37:03Da geht es nicht nur darum, dass man was kann, sondern auch, wen man kennt.
37:06Komm, komm, komm. Wir reden hier nicht vom Showbusiness.
37:08Wir reden von einem Musikinternat.
37:10Ich hätte es genauso gemacht.
37:11Was ist das für eine Erziehung, sich immer zu durchmogeln?
37:14Im entscheidenden Moment seines Lebens muss man den harten Weg gehen
37:17und darf sich nichts schenken lassen.
37:18Und überhaupt, was mischt sich der Nils Heilemann da ein?
37:21Wenn ich mich recht erinnere, ist er Fabiennes Stiefvater.
37:27Michael, worum geht es hier eigentlich gerade wirklich?
37:31Du bist sauer, weil du nicht gefragt wurdest.
37:34Fabienne sichert sich sein Stipendium doch nicht dadurch, dass Frau Saalfeld einen Anruf tätigt.
37:39Die nehmen ihn nur, wenn er wirklich begabt ist.
37:41Ja, ja, ja. Wo ist er denn überhaupt? Hat er schon wieder den Luch vom Öfen oder was? Was ist
37:44das?
37:46Giao-Gulan-Blätter wirken beruhigend und stellen das innere Gleichgewicht wieder her.
37:52Du verstehst mich nicht.
37:56Michael, du solltest stolz auf deinen Sohn sein.
38:00Er ergreift die Initiative.
38:02Er hat sein Ziel ganz klar vor Augen und setzt alles, wirklich alles daran, dass es klappt.
38:06Nur so kommt man weiter.
38:08Hast du mir überhaupt zugehört?
38:10Natürlich, Liebling.
38:12Das heißt aber nicht, dass ich deiner Meinung sein muss.
38:15Augen auf bei der Partnerwahl.
38:21Sag mal, hast du mir nicht erzählt, dass dein Vater dir seine Praxis geschenkt hat?
38:27Ja.
38:28Da bist du ja wirklich den ganz harten Weg gegangen im entscheidenden Moment deines Lebens.
38:42Sie haben auf einmal Skrupel bekommen.
38:45Herr Konopka hat mir nichts getan.
38:47Ach, was Sie nicht sagen.
38:50Unser Bruder will mir unter die Arme greifen.
38:53Indem er Ihnen eine Nacht im Hotel spendiert.
38:57Er hat mir einen Job angeboten.
39:01Bitte was?
39:03Und wie haben Sie reagiert?
39:07Was verlangt er?
39:09Die Wahrheit.
39:15Sie haben jetzt genau zwei Möglichkeiten.
39:19Sie können sich auf die andere Seite schlagen oder Sie halten sich an unsere Abmachung.
39:25Wenn Sie sich allerdings gegen mich entscheiden, muss ich Sie warnen.
39:30Wie Sie sicher von unserer gemeinsamen Freundin Jutta wissen, bin ich nicht gerade zimperlich.
39:36Ihr Honorar.
39:38Plus 3000 extra.
39:39Also genug, um Ihre Schulden zu bezahlen.
39:42An Ihrer Stelle würde ich zugreifen.
39:47Okay, einverstanden.
39:49Sicher?
39:52Ja.
39:53Ich werde kein Wort sagen.
40:02Morgen auschecken und nach München fahren.
40:04Nein.
40:05Heute.
40:07Davor werden Sie mir noch einen letzten kleinen Gefallen tun.
40:23Warum genau hast du den Einkaufskorb so voll gemacht?
40:26Na ja, weil ich mit dir eigentlich gar nicht mehr raus will.
40:31Tja, aber jetzt haben wir so viel Zeug, dass ich gar nicht weiß, was ich dir kochen soll.
40:34Mach doch mein Lieblingsessen.
40:36Clara mag aber kein Gulasch.
40:38Hier, lag draußen.
40:41Tschüss.
40:45Absender David Hofer.
40:53Aus dem Burgund.
40:58Ich mach's einfach später auf.
40:59Ich kümmere mich jetzt erst mal um unser Abendessen.
41:03Wären Nudeln mit Tomatensauce okay?
41:05Wir haben alle Zutaten der Welt und du willst Nudeln mit Tomatensauce machen?
41:09Das ist der kleinste gemeinsame Nenner.
41:13Hier.
41:14Was soll ich damit?
41:16Ich seh doch, dass du wissen willst, was drin ist, also.
41:20Aber nur, wenn du...
41:22Ich bleib ganz entspannt.
41:24Versprochen.
41:39Und?
41:42Kleine Rotweinflaschen.
41:47Geschrieben hat er auch was.
41:52Liebe Tina, anbeige schon mal ein paar Kostproben für deine Lunchbox-Idee.
41:57Liebe Grüße, David.
42:03Tja, du weißt halt noch nicht, dass die Idee gestorben ist.
42:06Mhm.
42:07Hast du vielleicht Lust, heute Abend mit mir Rotwein zu trinken?
42:12Zu den Nudeln mit Tomatensauce.
42:14So was auch immer du willst.
42:18Da gibt's eigentlich nur eins.
42:20Und warum hast du das nicht gleich gesagt?
42:24Ich bin Brauer.
42:26Ich mag kein Wein.
42:28Du willst kein Wein mögen.
42:31Du hast mich sowas von durchschaut.
42:33Mhm.
42:58Eine Kleinigkeit für Sie, Frau Salfeld.
43:00Ach, das ist aber lieb.
43:02Dankeschön.
43:04Ah, Charlotte.
43:05Entschuldige die Verspätung.
43:07Du, ich bin bestens versorgt.
43:09Kein Problem.
43:10Ja, so könnte der PR-Text aussingen.
43:14Ach.
43:17Wie, du hast schon was verfasst?
43:19Damit hab ich gar nicht gerechnet.
43:21Eine gute Ablenkung.
43:26Ach, André, willst du das wirklich machen?
43:29Aber selbstverständlich.
43:30Wir bringen eine Sonderedition von Burger Boy heraus
43:33und 30 Cent pro Flasche fließen in den Wiederaufbau des Weißenheims.
43:39Ja, und was sagen Alfons und seine Frau dazu?
43:41Ja, die sind natürlich einverstanden.
43:43Jeder will dir und den Kindern helfen.
43:48Mein Gott, wie oft wollte ich einfach weg von hier.
43:53Hatte die Nase gestrichen voll von all diesen Intrigen und Machtkämpfen.
43:58steck ich grad mittendrin.
44:00Aber?
44:01Ja, am Ende sind wir doch eine Familie, was?
44:06Das Werner sich so für mich reinkniet.
44:09Du, also wenn einer rausfindet, wer hinter dieser Frau Albrecht steckt, dann er.
44:13Ja, trotzdem, das hätte ich nicht gedacht.
44:15Nach diesen ganzen Streitereien und diesen Golfplatzprojekten,
44:19da wollte ich ihm erst das Grundstück nicht verkaufen.
44:21Ach komm, das sind doch alles nur Nebenkriegsschauplätze.
44:24Früher war der nachtragende.
44:25Ja.
44:28Es gab Momente,
44:30da dachte ich wirklich, es kommt zum Bruch zwischen uns.
44:34Aber wir können ob Gas halten zusammen.
44:37Wenn es um Familie geht, ist auf Werner Verlass.
44:46Grüßen Sie mir Ihre wehrte Gattin recht, recht herzlich.
44:49Dankeschön.
44:50Wiederschauen.
44:51Frau Albrecht, wo wollen Sie hin?
44:53Ich kann das nicht, tut mir leid.
44:54Fahren Sie nach München?
44:55Moment mal, Moment mal, kommen Sie mal kurz mit, bitte.
44:58Es tut mir wirklich sehr leid.
45:00Herr Konopka und Sie, Sie sind sehr nett
45:01und Sie haben ja ein tolles Angebot gemacht,
45:03aber ich kann das einfach nicht bringen.
45:04Vor wem haben Sie solche Angst?
45:06Das spielt jetzt keine Rolle, ich will einfach nur weg.
45:08Wir helfen Ihnen, egal wer es ist.
45:11Frau Albrecht, wer ist Ihr Auftraggeber?
45:17Vergessen Sie einfach, was ich gesagt habe
45:19und bitte akzeptieren Sie meine Entscheidung.
45:34Gleitschirmschule, die ganz oben steht, ist die, die ich persönlich empfehlen kann.
45:37Die anderen sollen aber auch nicht schlecht sein.
45:39Und ganz unten findest du dann die besten Abspringspots.
45:42Okay, vielen Dank.
45:43Wenn Herr Lorenz noch irgendwelche Fragen hast, schickst du ihn einfach zu mir.
45:45Alles klar, super.
45:47Möchtest du vielleicht noch einen Kaffee?
45:48Nein, danke.
45:51Klara, ich hatte gerade eine etwas seltsame Begegnung mit deiner Mutter.
45:58Okay.
46:00Ich habe sie auf ihre Tabletten angesprochen
46:02und sie hat etwas vehement reagiert.
46:08Okay, was hat sie denn gesagt?
46:09Na ja, sie hat gesagt, ich soll mich um mein eigenes Leben kümmern
46:13und die Sirese nicht die richtige Frau für mich.
46:15Was?
46:17Oh Gott, wie übergriffig das.
46:20Das klingt gar nicht gut.
46:23Das tut mir auch furchtbar leid, dass sie das gesagt hat.
46:25Nein, du musst dich nicht entschuldigen.
46:27Melli ist eine erwachsene Frau.
46:28Du bist nicht verantwortlich für es.
46:33Ich fühle mich aber so.
46:35Hey.
46:36Hey, komm mal her.
46:44Ich habe einfach so eine Panik,
46:45dass das alles wieder von vorne losgeht,
46:47dass sie ihren Job hier dann verliert
46:49und alle sich das Maul über sie zerreißen,
46:51sie als geisteskranke abstreiten.
46:53Hey, hey, hey.
46:54Das wird nicht passieren.
46:56Das wird nicht passieren.
46:59Niemand wird davon erfahren, hörst du.
47:02Niemand.
47:12Das bleibt alles ganz allein unser Geheimnis, okay?
47:33Servus.
47:34Gut, Herr Karnocker.
47:35Gut.
47:35Das ist für Sie.
47:38Von wem?
47:39Von der Frau Albrecht.
47:40Die ist gerade abgereist.
47:43Also, dass die Frau, die Sie der sexuellen Nötigung bezichtet hat,
47:47hier im Hotel Gast ist,
47:49ein bisschen komisch, finde ich das schon.
47:51Mein Bruder hat Sie überzeugt, die Seiten zu rützen.
47:53Ich nehme mal an, dass es ein kleines Abschiedsgeschenk ist.
47:57Da steht jetzt drin, wie er...
47:59Ich tippe hier auf den Gemeinderat.
48:01Und Sie?
48:05Lieber Herr Karnocker,
48:06auf dem Foto sehen Sie meinen Auftraggeber.
48:09Was ich gesagt habe.
48:11So wollen wir doch mal sehen.
48:22André, ich habe hier etwas Merkwürdiges beobachtet.
48:24Alle raus!
48:25Fünf Minuten Pause.
48:27Raus, ich gesagt.
48:29Du bleibst!
48:29Was ist denn los?
48:31Was los ist?
48:32Das werde ich hier sagen, was los ist.
48:36Du hast sie beschlossen.
48:38Du willst mich fertig machen.
48:40Mein eigener Bruder!
48:46Weil es ja auch keine Männer gibt,
48:47die ihre Frauen mit Kind ansitzen lassen.
48:49Aber es gibt noch etwas, das zwei Menschen verbindet.
48:52Im Leben kriegt man nichts geschenkt.
48:54Dir wurde sehr viel geschenkt.
48:55Dein Talent zum Beispiel.
48:57Eben.
48:57Aber ein Künstler sein, das ist mehr als nur herumklimpern.
49:00Was sagt der Hobbypianist?
49:01Vielen Dank für deine Hilfe.
49:03Für dich immer.
49:04Das weißt du.
49:06Ich habe manchmal das Gefühl, wir leben in einer Dreiecksbeziehung.
49:09Tun wir ja auch.
49:10Du hast doch überhaupt keine Ahnung, wie Werner tickt.
49:12Und misch dich doch nicht in Sachen ein, die dich nicht angehen.
49:15Ach, einen Grund zum Feiern findet man doch immer.
49:17Also ich kann das sehr, sehr gut verstehen.
49:20Chips?
49:21Das ist ja hier die reinste Fundgrube.
49:25Ach, tschu!

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