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  • vor 1 Tag

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:10Musik
00:34Was ist denn?
00:37Was wird hier schon wieder getuschelt?
00:39Getuscheln gar nicht. Herr Schenk will die Weinpresse reparieren.
00:43Ja, wie man sieht.
00:44Das will ich auch hoffen. Bis zur Lesung muss die reibungslos funktionieren, ist das klar?
00:48Aber erst mal haben wir ein anderes Problem.
00:52Kirschwässig fliegen. Das darf doch nicht wahr sein.
00:57Hallo, wo willst denn du hin? Wir haben einen neuen Schädlingsbefall.
01:00Dafür hast du doch deinen Spezialisten.
01:02Lass gut sein. Er meint es nicht so.
01:05Wieso verteidigst du den schon wieder?
01:07Weil es unhöflich ist, wenn du mit ihm sprichst. Er arbeitet schon so lange für uns.
01:12Ja, für Papa. Aber jetzt bin ich der Chef. Hast du gehört? Ich bin dein Chef.
01:23Ich bin der Chef.
01:24Ich bin der Chef.
01:25Ich bin der Chef.
01:27Ich bin der Chef.
01:40Ich bin der Chef...
02:08Hey, hey, ich bin in der Branche!
02:10Hallo, ich bin hier!
02:11Hey! Hey, ich bin in der Branche!
02:15Hey, ich bin in der Branche!
02:51Hey, ich bin in der Branche!
02:57Hallo, Herr Reutner!
02:58Guten Tag, Frau Schöter!
03:01Darf ich uns doch zu Tode gekommen?
03:02Ja, schrecklich!
03:05Dr. Engel hat die Leiche schon zum Abtransport freigegeben.
03:08Der Tote heißt Andreas Schenk.
03:10Er hat über zehn Jahre als Vorarbeiter hier auf dem Hut gearbeitet.
03:13Das heißt, er hatte viel Erfahrung mit der Weinpresse?
03:15Ja.
03:16Er spricht also nicht viel dafür, dass es ein Unfall war.
03:18Wir halten das vor ausgeschlossen.
03:20Warum?
03:21Schenk war wohl sehr gewissenhaft.
03:23Hier.
03:25Der Stecker vom Starkstrom, der wird vor allen Arbeiten gezogen.
03:29Und hier.
03:33Der Drehschalter, den kann man auch nicht so einfach bedienen.
03:36Kann also auch nicht von alleine auf eingesprungen sein.
03:41Das heißt, das hat jemand nachgerufen?
03:43Mhm.
03:43Das war von ausgehend.
03:45Ja.
03:47Mord.
03:48Kein blütiger Mord.
03:51Tag, Herr Reuter.
03:53Guten Tag, Herr Bitte.
03:53Der Winzer Carsten Löber hat den Toten entdeckt.
03:57Er war zur Tatzeit im Weinkeller eine Fassprobe machen.
04:00Seine Frau Sandra Löber hat im Büro Bestellungen abgearbeitet.
04:03Und keiner hat was gesehen oder gehört?
04:05Nee.
04:07Wer ist denn auch inwesend?
04:09Die Mutter des Winzers, Verena Löber und ein angestellter Önologe.
04:13Ein Önologe?
04:16Ja, interessant.
04:16Hast du ein Traditionsunternehmen einstudierten Weinbau-Experten beschäftigt?
04:20Es war ja klar, dass Sie wissen, was ein Önologe ist.
04:23Also, ich musste erst mal nachfragen.
04:25Ja, ich habe jetzt mal irgendwo aufgeschnappt.
04:26Sie wissen das jetzt ja auch.
04:27Wir reden auch als nächstes mit ihm.
04:29Gut.
04:29Und mit der Mutter.
04:31Ja.
04:35Guten Tag.
04:36Mein Name ist Reuter, Herr Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
04:39Ich leite die Ermittlungen.
04:40Löber.
04:41Sandra Löber.
04:43Was hier passiert ist, muss ein Schock für Sie gewesen sein.
04:45Wenn wir Ihnen irgendwie helfen können, dann.
04:47Nein.
04:48Wir brauchen nichts.
04:49Aber danke.
04:52Schlimmer Unfall.
04:54Der Schenk musste nicht aufgepasst haben.
04:55Ja, lieber.
04:56Das war leider kein Unfall.
04:57Herr Schenk wurde ermordet.
04:58Was?
05:01Aber, wer hätte ihn denn umbringen wollen?
05:04Das werden wir herausfinden.
05:06Haben Sie vielleicht eine Idee, wer Interesse daran gehabt haben könnte, dass Herr Schenk stirbt?
05:11Nein.
05:13Aber ich weiß, dass ich jetzt die Weinpresse austauschen muss.
05:15Und da kommen erhebliche Kosten auf uns zu.
05:17Sag mal, wie kannst du denn da an Geld denken?
05:19Na, der Betrieb muss doch weiterlaufen, oder nicht?
05:23Also.
05:24Komm, Sandra.
05:27Ich war ja in der Küche beim Kochen.
05:30Und ich habe wegen dem Schädlingsbefall recherchiert.
05:33Den Weinessig fliegen.
05:36Kirschessig fliegen.
05:38Ach ja, genau.
05:39Entschuldigung.
05:40Ich bin immer noch ganz durcheinander.
05:43Mein Sohn Kass, ne?
05:44Mir erzählt, was passiert ist.
05:47Ich kann das noch gar nicht fassen.
05:49Ist noch ganz komisch.
05:51Pensionen.
05:52Damit kann man sich ganz gut ablenken, ne?
05:54Der arme Herr Schenk.
05:57Er hat schon so lange für uns gearbeitet.
05:59Und Sie sind Önologe.
06:01Äh, jetzt nur zur Verständnis.
06:03War nicht Herr Schenk als Vorarbeiter für den Weinanbau verantwortlich?
06:07Ja, das stimmt.
06:09Aber wir müssen dringend mehr Ertrag aus den Weinbergen rausholen.
06:12Wir haben so enorme Schäden durch Schädlingsbefall.
06:16Ja.
06:17Aber wir kriegen das wieder in den Griff.
06:19Ich habe das schon mal erlebt in Australien, nach meinem Studium in Wien.
06:22Oh, Sie sind ein weitgereister Experte, hm?
06:25Kann man so sagen.
06:26Wir müssen die Tannine beim Kältern stärker herausfiltern.
06:29Außerdem ist das Sulfid das A und O.
06:30Es erhöht die Lagerfähigkeit und bewahrt die sensorischen Eigenschaften.
06:34Was macht denn Nils hier?
06:37Wer ist das?
06:39Mein jüngerer Sohn.
06:49Was willst du hier?
06:50Ich habe gehört, was passiert ist. Ich will nur sehen, wie es Mama geht.
06:53Lüge doch nicht!
06:54Du willst doch nur sehen, ob hier alles den Bach runter geht.
06:56Carsten, ich will keinen Streit.
06:57Nein, natürlich nicht.
06:58Du hast ja auch nicht die Rebstöcke angesägt.
07:00Willst du sehen, ob der Schenk wirklich tot ist, ja?
07:02Ist es das?
07:03Hast du was mit seinem Tod zu tun?
07:04Das ist die Sterne!
07:11Spinnst du?
07:17Ist gut, Ernst! Ist gut, Ernst!
07:18Wie könnt ihr euch mitzubinden?
07:20So kann ich jetzt hier loslassen.
07:21Ja.
07:25Ja, dann schon.
07:28Ja, genau.
07:29Verpisch dich von meinem Land!
07:32Noch ist das auch mein Land. Ja?
07:37Tut mir leid, Mama.
07:45Was ist denn da los zwischen Ihnen?
07:48Carsten und ich, wir verstehen uns einfach nicht so besonders.
07:53Gibt's ja öfter unter Brüdern.
07:56Kannten Sie Herrn Schenk gut?
07:57Ja, der hat schon lange hier gearbeitet.
08:00War ein bisschen spröde, aber hatte echt Ahnung vom Anbau.
08:05Mir war er ein bisschen zu oldschool.
08:08Schon krass, dass der tot ist.
08:10Sind Sie auch Winzer?
08:12Ja.
08:13Nachdem unser Vater gestorben ist, haben wir das gut aufgeteilt.
08:16Jetzt macht jeder sein Ding.
08:18Woher wussten Sie denn von Herrn Schenks Tod?
08:20Was soll das denn jetzt?
08:23Glauben Sie etwa, ich habe was damit zu tun?
08:25Es ist eine einfache Frage.
08:27Ich war einkaufen.
08:29Vorne auf der Straße habe ich den Streifenwagen gesehen.
08:31Ich kenne den Beamten schon ewig.
08:33Der hat mir erzählt, was passiert ist.
08:36Kann ich jetzt los?
08:37Ja, ja. Bitte.
08:56Das Weingut Löber gibt es seit vier Generationen.
08:59Der Altwinzer Eberhard Löber ist vor zwei Jahren mitten in der Lese gestorben.
09:04Herzinfarkt mit 67.
09:07Es gab kein Testament, also haben seine Witwe Verena Löber
09:11und die Söhne Carsten und Nils ihre gesetzlichen Anteile geerbt.
09:16Und jetzt arbeiten die Brüder gegeneinander?
09:18Ja, das kann man so sagen.
09:20Sie sind offenbar schon einige Male aneinander geraten.
09:24Es gab einige Strafanzeigen.
09:26Carsten Löber hat zum Beispiel seinen Bruder Nils wegen Sachbeschädigung angeklagt.
09:31Da wurden mal nachts fast 100 Rebstöcke abgesägt.
09:35Nils Löber wiederum hat seinen Bruder Carsten angezeigt wegen schwerer Körperverletzung
09:40und wegen unerlaubten Betretens seines Grundstücks.
09:44Also der Mord könnte mit dieser Aufteilung des Weingutes zu tun haben.
09:50Die Frage ist, was hat der Vorarbeiter Andreas Schenk damit zu tun?
09:59Also für mich steckt mehr dahinter als der Streit zwischen zwei Brüdern.
10:07Was machen der jetzt?
10:09Anscheinend hat er eine Idee. Ist eher so der spontane Typ.
10:12Achso, ja. Ich merke schon, das scheint dir zu gefallen.
10:15Ihr seid euch da offenbar ganz ähnlich.
10:31Guten Tag.
10:32Guten Tag.
10:33Was kann ich für Sie tun? Möchten Sie etwas probieren?
10:36Wir haben gerade diesen ganz tollen grünen Werdliner aus Österreich. Der ist im Angebot.
10:40Ja, ich suche eigentlich Weine vom Weingut Löber. Können Sie mir da etwas zeigen?
10:44Gute Wahl. Die haben wir hier drüben. Welche Richtung suchen Sie denn?
10:49Was können Sie mir empfehlen?
10:50Es gibt die klassischen Weine vom Carsten Löber. Rieslinge aus verschiedenen Lagen.
10:55Er hat auch diesen sehr schönen Spätburgunder. Zeig ich Ihnen mal.
10:57Ah ja. Danke.
11:00Und dann haben wir hier, das sind die Weine des Monats. Da habe ich aktuell die neue Linie der sogenannten
11:05Naked Wines.
11:07Naked Wines?
11:08Die hat der jüngere Bruder, der Nils Löber, letztes Jahr erst auf den Markt gebracht.
11:13Nackte Weine. Ja, klingt interessant.
11:16Ist unter Winzern nicht ganz unumstritten. Geht halt voll auf den aktuellen Trend. Zurück zur Natur sozusagen.
11:23Ja, verstehe.
11:24Wenn Sie sich dafür interessieren, da in der Broschüre steht alles drin über diese neue Art der Weine.
11:29Ah ja. Ah, danke. Ist sehr nett, aber ich bin leider mit dem Auto hier.
11:35Ist ja nur ein Schlückchen. Das werden Sie nicht bereuen. Und sonst nutzen Sie den.
11:39Ah ja, ja. Na dann.
11:44Ja, interessant.
11:45Es gibt einen Bankkredit, den das Weingut vor zwei Jahren aufgenommen hat, kurz vor dem Herzinfarkt des Winzers.
11:52150.000 Euro für neue Maschinen. Und dann kürze ich nochmal 10.000 Euro für neue Weinstücke als Ersatz für
11:58die Abgesägten.
12:00Die stehen finanziell ganz schön mit dem Rücken zur Wand.
12:03Interessant. Du, guck mal hier. Schenks gemeldeter Wohnsitz. War auf dem Weingut.
12:08Aber hier ist noch ein Mietvertrag auf seinen Namen. Ein Zwei-Zimmer-Apartment in der Stadt läuft seit einigen Monaten.
12:14Ach.
12:15Und unter seinen persönlichen Sachen war der hier.
12:19Na doch mal los. Ja.
12:38Guten Tag. Herr Löber? Noch einer von der Polizei. Sind Sie der Oberboss?
12:45Nicht ganz. Mein Name ist Reuter. Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
12:51Wohnen Sie beide dauerhaft hier?
12:53Ja.
12:54Simple life.
12:56Alles, was wir brauchen, haben wir.
12:59Nämlich uns.
13:01So ist es, Sweetie.
13:03Sind Sie hier, weil Carsten wieder Lügen über uns erzählt?
13:06Nils hat nichts mit dem Mord zu tun. Sie sollten sich lieber seine Familie anschauen. Die haben sich alle gegen
13:11uns verbindet.
13:11Naja. So schlimm ist es auch nicht.
13:14Doch ist es.
13:17Die wollen doch nur, dass wir verschwinden, damit sie ihre Weinberge wiederkriegen.
13:23Die behandeln mich, als wäre ich irgendwie das Böse in Person.
13:30Wie meinen Sie das?
13:33Naja. Die glauben, ich hätte Nils quasi manipuliert mit unserem Projekt.
13:37Dabei ist es Carsten, der versucht uns zu sabotieren. Indem er Nils andauernd angreift und Lügen über uns erzählt.
13:43Wahrscheinlich hat er seine Reben auch selber zerstört und behauptet jetzt, dass wir das waren.
13:51Hier geht das alles sehr nahe.
14:00Also wegen der schönen Aussicht hat sich der Herr Schwenke wohl kaum eingemietet.
14:03Nee, auf dem Weingut ist jedenfalls wesentlich idyllischer.
14:06Aber man ist auch dauernd in Beobachtung.
14:11Polizei, aufmachen!
14:14Polizei, aufmachen!
14:18Hallo?
14:21Polizei!
14:38Polizei, aufmachen!
14:59Was ist los?
15:06Ja, scheiße.
15:10Eigentlich wollte ich gar nicht ins Weingeschäft einsteigen.
15:13Nach meiner Kochausbildung habe ich quer durch die Welt in der Gastro gearbeitet.
15:18In Kopenhagen habe ich Muriel kennengelernt.
15:20Er hat als Sommelier gearbeitet.
15:23Als mein Vater plötzlich gestorben ist, sind wir hierher zurück.
15:26Muriel hatte die Idee, auf eine neue Produktlinie umzustellen.
15:30Weniger Ertrag, aber dafür viel höhere Qualität.
15:33Sie ist einfach genial.
15:37Naked Wines, hm?
15:39Kennen Sie sich ja richtig aus.
15:40Ich habe das zufällig in einem Weinladen in Wiesbaden gesehen.
15:44Wir haben die Trauben am Stock halbiert, damit sich die Geschmacksstoffe konzentrieren.
15:48Neben Weiß, Rot und Rosé gibt es eine neue Farbe. Orange.
15:52Ein Weißwein, der wie ein Rotwein hergestellt wird.
15:55Das klingt interessant.
15:57Die ist für die Weinberghüter. In der Lesezeit sind die mit Ratschen unterwegs, um die Vögel zu verjagen.
16:02Früher waren die sogar bewaffnet, um Traubendiebe abzuschrecken.
16:06Das ist eine uralte Tradition.
16:09Mein Vater hatte die Idee, historische Führungen mit Weinprobe zu veranstalten.
16:14Warum macht Ihr Bruder das nicht? Der kann doch jede Einnahmequelle gebrauchen.
16:18Er hat halt Angst vor Veränderungen.
16:21Jetzt macht jeder sein eigenes Ding.
16:24Ja, wenn das so ist, ist doch alles gut.
16:27Trotzdem geraten Sie ständig aneinander. Sie haben eine regelrechte Feindschaft entwickelt.
16:33Na, so schlimm ist es auch nicht.
16:34Nein.
16:36Also in der Akte steht was von schwerer Körperverletzung.
16:38Ihr Bruder muss Sie ganz schön verprügelt haben.
16:43Wissen Sie, was ich glaube, Herr Löber?
16:45Ihr Bruder hält sich für die legitimen Nachfolger Ihres Vaters.
16:49Während Sie durch die Welt gereist sind, hat er die ganze Zeit auf dem Weingut mitgeschuftet.
16:54Und Ihren Anteil haben Sie doch nur bekommen, weil es kein Testament gibt.
16:58Das wird Ihrem Bruder nicht gefallen?
17:00Das gehört mir.
17:04Er wird sich wohl damit abfinden müssen.
17:08Entschuldigung.
17:11Frau Schröder, was gibt's Neues?
17:12Schenk hat eine Zweitwohnung angemietet.
17:15Ja, wir haben eine regelrechte Massenzupf von Kirschessigfliegen gefunden.
17:18Außerdem gibt's Hinweise, dass er früher auch andere Schädlingssorten hier gezüchtet hat.
17:22Also steckt Schenk hinter dem Schädlingsbefall?
17:25Ja, dann könnten die abgesegten Rebstöcke oder auch auf sein Konto gehen.
17:28Im Kühlschrank waren übrigens 10.000 Euro versteckt.
17:31Ah, verstehe.
17:33Das Geld deutet natürlich darauf hin, dass Schenk möglicherweise das Weingut im Auftrag sabotiert hat.
17:38Ja, aber wer könnte ein Interesse daran haben, dass das Weingut in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät?
17:44Nils Löber, weil er seinem Bruder in den Konkurs schicken will?
17:47Tja, das ist schon merkwürdig.
17:52Ihr Bruder wird heftig von Vandalismus und Schädlingsbefall heimgesucht.
17:55Und bei Ihnen wäre es nur ein bisschen Unkraut.
17:58Wovon reden Sie?
18:00Wir wissen, dass Schenk die Schädlinge gezüchtet und den Weinberg ihres Bruders ausgesetzt hat.
18:04Und wir wissen auch, dass er dafür bezahlt wurde.
18:07Jetzt hören Sie mir mal zu. Ich hab damit nichts zu tun, ja?
18:09Ein bisschen Abstand, Herr Löber, ja. Ich mag das nicht.
18:17Also nochmal, ich weiß davon nichts.
18:20Wissen Sie, wer etwas davon wissen könnte?
18:23Keine Ahnung, was Carsten sich für Feinde gemacht hat.
18:28Vielleicht wäre es wirklich einfach besser für ihn zu verkaufen.
18:30An Sie?
18:31An mich.
18:36Ich hab kein Geld. Aber er hat bestimmt das gleiche Angebot bekommen wie ich.
19:00Ah, ich bin hier gerade am Verkosten. Macht es Ihnen was aus, wenn wir dabei reden?
19:04Der Vertrieb braucht noch die Infos.
19:06Kein Problem.
19:08Ich würde Ihnen auch was anbieten, aber das wollen Sie gar nicht probieren.
19:17Sehr lieblich. Brauche eine bunte Verpackung. 1,49, maximal 1,99.
19:22Also, wie kann ich Ihnen helfen?
19:24Herr Kramann, wenn ich richtig informiert bin, sind Sie einer der größten Weinhersteller Deutschlands.
19:29Ja, wenn Sie das sagen. Sie kennen sich aus, Herr Reuter.
19:33Und was man so hört, wollen Sie ja noch kräftig weiter expandieren.
19:36Ja, für Erfolg ist Masse notwendig. Die ausländische Konkurrenz macht uns fertig.
19:40Die verschneiden ihre Weine mit billigem Rebensaft und betreiben Preisdumping.
19:45Das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass Sie ein Auge geworfen haben auf das Weingut von Nils und Carsten Löber.
19:52Auch nicht so doll, aber ganz okay. Da können wir sagen, 3 Euro die 1,5 Liter.
19:58Äh, Löber? Hm?
20:00Löber. Wollen wir die kaufen?
20:03Ja, scheint so zu sein.
20:06Ich bin an so vielen Weingütern dran, da habe ich nicht immer den genauen Überblick.
20:10Es ist nur so, dass die Beinlöbers gar nicht verkaufen wollen.
20:14Aber das ist ja nichts Neues für Sie. Sie haben in den letzten 10 Jahren ungefähr ein Dutzend Familienweingüter geschluckt.
20:20Und da waren ja auch einige dabei, die zunächst nicht verkaufen wollten.
20:23Ja, meine Angebote, die sind eben so gut, dass die keiner ablehnen kann.
20:28Das hat ja wohl nicht mal in Ihren Angeboten gelegen.
20:31Es gab mehrere Anzeigen gegen Sie. Sie sollen Weinhändler unter Druck gesetzt haben, Produkte dieser Winzer nicht mehr abzunehmen.
20:37Und das hat natürlich dazu geführt, dass die Familien irgendwann dann doch verkauft haben, weil sie sonst bankrotz gegangen wären.
20:44Das sind alles Verleumdungen. Die Anzeigen wurden allesamt zurückgezogen.
20:51Das ist richtig, ja. Aber warum?
20:56Einer der Winzer hat nach dem Verkauf selbst Smog begangen. Und seine Familie hat Sie dafür verantwortlich gemacht.
21:05Kennen Sie eigentlich Andreas Schenk, den Vorarbeiter der Löwers?
21:10Nee, ich fürchte nicht.
21:13Herr Schenk hat das Weingut Löwers sabotiert. Er hat Rebstöcke abgesägt. Er hat Schädlinge ausgesetzt.
21:20Das dürfte eigentlich ganz in Ihrem Sinne gewesen sein.
21:23Das wäre nicht mein Problem, wenn dieser Schenk kriminell war.
21:27War?
21:28Ja.
21:29Sie reden von Herrn Schenk in der Vergangenheit? Woher wissen Sie denn, dass er tot ist?
21:35Das habe ich irgendwo gelesen, im Internet.
21:38Interessant. Also meines Wissens ist noch keine Meldung über den Tod von Herrn Schenk rausgegangen.
21:46Ich habe den Eindruck, dass Sie wesentlich besser informiert sind, als Sie mir ihr vorspielen wollen.
21:52Aber gut, ich will Sie nicht länger aufhalten. Sie haben noch zu tun.
21:56Schönen Tag noch.
22:03Oh, hat es geschmeckt?
22:05Ja, vielen Dank Herr Schiller.
22:07Waren Sie bei einer Weinprobe?
22:08Nein, sowas ähnliches.
22:11Sie haben Urlaub?
22:12Nein.
22:14Aber zum Glück führt mich mein Beruf manchmal in den Rheingau.
22:16Ah.
22:18Da wollte ich auch mal wieder hin.
22:21Aber hier ist halt immer so viel zu tun.
22:23Naja.
22:24Vielleicht habe ich ja bald ein bisschen mehr Zeit.
22:27Moment, Moment, Moment.
22:29Heißt du, dass Sie wollen aufhören?
22:30Nein.
22:31Ich habe ein Angebot bekommen von einer Ibisketty.
22:34Sie wollen das Geschäft übernehmen.
22:35Trotzdem könnte ich den Betrieb weiterleiten.
22:37Ich verstehe. Weniger Verantwortung, aber mehr Freizeit.
22:39Ja, klar.
22:40Ja, das ist mir gut.
22:42Und, machen Sie es?
22:44Was denken Sie?
22:44Wie würden Sie das entscheiden?
22:46Ich finde, Sie sollten noch mal ganz in Ruhe darüber nachdenken.
22:49Mach ich.
22:51Also, bei den großen Lebensentscheidungen geht es ja meistens nicht nur um die unmittelbaren Auswirkungen.
22:57Herr Schiller, die ist für Sie.
23:00Danke.
23:00Ich muss los.
23:04Alles tut gut.
23:18Andreas Schenk wird dafür bezahlt, Carsten Löbers Weingut zu sabotieren.
23:23Wer ist der Auftraggeber?
23:25Dieser Grammann vielleicht?
23:27Durch die Sabotage bringt er Carsten Löbern finanzielle Schwierigkeiten und erhöht somit den Verkaufsdruck.
23:33Außerdem ist da noch der Bruder, Nils Löber.
23:36Vielleicht will der Carsten ruinieren?
23:38Oder seine Freundin, die steht doch auch auf Kriegsfuß mit der ganzen Familie.
23:42Nein, keiner von denen.
23:44Die KTU hat doch bei allen Anwesenden auf dem Weingut Fingerabdrücke genommen, zum Ausschluss für die auf der Weinpresse.
23:49Die haben das jetzt mit den Scheinen, die wir bei Andreas Schenk in der Wohnung gefunden haben, abgeglichen.
23:52Und hier.
23:54Es gibt ein Match.
23:57Warte, aber haben Sie sowas schon mal gesehen?
23:59Das ist ein sogenanntes daktyloskopisches Gutachten zum Abgleich von Fingerabdrücken.
24:05Und auf diese Weise können wir beweisen, dass Herr Schenk das Geld von Ihnen bekommen hat.
24:14Sie haben ihn damit für seine Sabotage bezahlt, richtig?
24:19Zuerst die angesiegten Rebstöcke, dann der Ungeziefer befallen.
24:25Wollten Sie so erreichen, dass Ihr Mann das Gut an den Besitzer dieser Großkellerei, Herrn Grammann, verkauft?
24:33Ja.
24:36Ich kann einfach nicht mehr so weitermachen.
24:39Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit.
24:41Wir haben seit über zehn Jahren keinen Urlaub mehr gemacht.
24:46Obwohl es Carsten jedes Jahr verspricht.
24:48Und ich...
24:49Ich will nicht so werden wie meine Schwiegermutter.
24:52Das ganze Leben immer nur diesem Betrieb unterordnen.
24:57Ich will noch was sehen von der Welt.
24:59Verstehen Sie das?
25:02Ja.
25:04Von dem, was Sie haben ja erzählt, dass die finanzielle Situation Ihres Gutes ja angeschlagen ist.
25:11Woher haben Sie dann unter diesem Lumpf stehen plötzlich 10.000 Euro gehabt?
25:15Von... von meinem eigenen Konto.
25:18Da habe ich noch Gagen von meiner Zeit als Weinkönigin gespart.
25:22Hm.
25:24Was ist dann passiert?
25:26Wollte Herr Schenk mehr Geld? Hat er Sie erpresst?
25:29Simon?
25:29Hm?
25:30Oh Gott, nein. So was könnte ich niemals tun.
25:33Herr Schenk war ein total netter und loyaler Mann.
25:35Ja, mit seiner Loyalität hielt sich das ja wohl in Grenzen.
25:38Immerhin hat er seinen eigenen Arbeitgeber geschädigt.
25:39Ja, aber das lag ja nur daran, wie Carsten ihn behandelt hat.
25:43Trotzdem hat er ein schlechtes Gewissen gehabt und wollte mit der Sabotage aufhören.
25:47Moment, hat er das gesagt?
25:48Ja.
25:49Wann war das?
25:50Gestern Morgen.
25:52Ein paar Stunden vor seinem Tod.
25:54Hat er einen Grund genannt, warum er aufhören wollte?
25:56Nee, er hat nur gesagt, er habe im Weinkeller etwas Hochinteressantes beobachtet.
26:02Mhm.
26:14Hallo.
26:15Hallo.
26:15Wir haben diese Faserspuren gesichert.
26:18Mhm.
26:19Und die Wolldecke hat hier gelegen?
26:21Ja.
26:22Ja.
26:28Hat wohl jemand ein romantisches Picknick veranstaltet.
26:33Ach, schon mal hier.
26:40Könnten das Sperma-Spuren sein?
26:43Möglich.
26:45Das Labor checkt das gerade noch, aber offenbar hat jemand im Weinkeller Sex gehabt und Andreas Schenk hat das beobachtet.
26:53Moment mal.
26:55Ich ruf gleich zurück, ja?
26:57Was willst denn du jetzt, ne?
27:01Ey, lass mich durch, du Hassler!
27:02Was?
27:03Was?
27:06Oh!
27:07Oh, HEPFRA!
27:08Hau, HAUFRA!
27:09Bitte, HECK, SHLINK!
27:10Was ist ...
27:12RÖSZT!
27:14Stopp!
27:14Stopp, Haufer!
27:33Das muss versorgt werden.
27:35Das muss versorgt werden.
27:44Herr Witte, wie geht's Ihnen?
27:46Alles okay.
27:48Naja, der hat mich aus Versehen erwischt.
27:50Na, wie auch immer, er hat sich ganz schön auf die Bretter geschickt, ne?
27:53Ja, aber nur kurz. Das war auch nur die erste Runde.
27:56Na dann.
27:58Hier.
28:00Danke.
28:01Guten Tag.
28:03Hallo.
28:04Guten Tag, Frau Löber.
28:05Herr Dahmen, das sieht ja gar nicht gut aus.
28:08Ach, alles halb so wild.
28:09Wo ist denn mein Sohn?
28:11In seinem Weinberg ist er noch nicht aufgetaucht.
28:14Was ist denn passiert?
28:15Naja, nichts Besonderes.
28:19Herr Dahmen hat meinem Sohn erklärt, dass das mit seinem Naturwein nichts wird.
28:22Das ist auch nichts.
28:24Aber das hat er ihm übel genommen.
28:26Frau Löber, vielleicht können Sie noch mal versuchen, Ihren Sohn zu erreichen?
28:29Tja, natürlich.
28:36Kommen Sie mal kurz mit, dann sind Sie umgestört.
28:39Ja.
28:43Herr Dahmen, was ist denn nun wirklich passiert zwischen Ihnen und Herrn Löber?
28:47Wie Frau Löber schon gesagt hat, er war sauer, weil ich sein Konzept kritisiert hatte.
28:53Mehr war da nicht.
28:54Also für mehr war da nicht, sind Sie ganz schön nervös.
28:57Ja, das ist noch der Schock.
28:59Im Weinkeller haben wir Sparmarschbrun gefunden.
29:05Können Sie irgendwas dazu sagen?
29:07Ich?
29:08Nein.
29:09Wieso denn?
29:10Keine Ahnung, was da passiert ist.
29:13Na gut.
29:14Ach, das interessiert mich persönlich.
29:17Warum geben Sie dem Konzept des Naked Wine keine Chance?
29:22Der Markt wird das nicht annehmen.
29:24Auch nicht den Orange Wine?
29:26Also für mich ist das was ganz Besonderes.
29:28Ein Rotwein, der wie Weißwein hergestellt wird.
29:31Ja, ja, das stimmt schon.
29:32Aber ich hab da einfach Vorbehalte.
29:34Aus Erfahrung.
29:35Ach so, ja.
29:37Natürlich.
29:38Danke.
29:42Herr Dahm sagt, er weiß nicht, was im Weinkeller passiert ist.
29:45Das glaube ich ihm nicht.
29:47Und noch etwas.
29:48Ich hab mit ihm über diesen Orange Wine geredet
29:50und da ist mir klar geworden, dass er von Wein absolut keine Ahnung hat.
29:54Wieso?
29:56Ja, ich hab gesagt, na ja, ist doch interessant.
29:58Ein Rotwein, der wie ein Weißwein hergestellt wird.
30:01Das hat er bestätigt.
30:02Dabei ist das genau umgekehrt.
30:05Ein Fachmann müsste so etwas wissen.
30:08Absolut.
30:17Das ist interessant.
30:19Und sind Sie da ganz sicher, ja?
30:21Prima.
30:21Sie haben mir sehr geholfen.
30:23Vielen Dank.
30:24Also, auf Wiederhören.
30:25Wie bitte?
30:27Servus.
30:28Richtig.
30:31Hallo.
30:33Also, es gibt in den letzten fünf Jahren kein Einreisevisum nach Australien auf den Namen Tom Dahmen.
30:38Die Story, dass der da gearbeitet hat, ist völliger Quatsch.
30:42Ich hab grad mit der Uni in Wien telefoniert.
30:44Kein Tom Dahmen hat dort jemals Önologie studiert.
30:47Mhm.
30:49Und der einzige Tom Dahmen in Wiesbaden zahlt Lohnsteuer als Barkeeper.
30:53Ah.
30:53Und der gibt sich jetzt als Önologe aus.
30:56Wieso?
30:57Ja.
30:57Das fragen wir ihn doch direkt mal.
30:59Ja.
31:00Ach so, noch was.
31:01Laut Finanzamt wird der Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung von der Damen von
31:05einer Bar bezahlt.
31:06Kupit Wiesbaden.
31:08Kupit Wiesbaden.
31:09Na, ich glaub der Leiden, der sagt mir doch was.
31:11Das ist ein Treff für einsame Herzen.
31:13Die Kollegen von der Sitte waren schon öfters da.
31:15Verdacht auf illegale Prostitution.
31:17Ah.
31:18Ach so.
31:19Und ich dachte schon, du kennst das aus eigener Erfahrung.
31:22Ähm, was?
31:23Na dann viel Glück.
31:42Na, Interesse?
31:44Oder wartet zu Hause noch jemand auf dich?
31:46Nee, und ehrlich gesagt hab ich auch gerade überhaupt kein Bedürfnis danach, dass da jemand
31:50zu Hause sitzt und wartet.
31:51Oh, das klingt nach frischer Trennung.
31:53Ja.
31:54Hallo, ihr Süßen.
31:56Herzlich willkommen.
31:57Ja, nehmt gerne Platz.
31:58Was kann ich euch Gutes tun?
32:00Ja, ein paar Auskünfte wären doch ganz nett.
32:04Zu Ihrem Mitarbeiter Tom Damen, um präzise zu sein.
32:07Der ist mein außerhalb Sparkeeper.
32:09Mhm.
32:10Und hat der sonst noch irgendwelche Aufgaben?
32:14Ich hab keine Ahnung, was Sie meinen.
32:16Na ja, sich zum Beispiel etwas intensiver mit den Wünschen der Gäste zu beschäftigen.
32:20Sind Sie die Dame in Rot?
32:22Mit dem Mineralwasser?
32:23Die ist professionell unterwegs.
32:25Ja, erst bei zahlungswilliger Kundschaft wird dann auf Champagner umgestiegen.
32:28Was ja auch den Umsatz Ihres Hauses befördert.
32:30Davon ist mir nichts bekannt.
32:31Ah.
32:32Gut, dann schlage ich vor, dass wir jetzt mal eine Personenkontrolle durchführen.
32:35Nein, nein, nein.
32:36Bitte, bitte nicht.
32:38Ich brauch den Job.
32:40Wie heißen Sie?
32:41Gabriele.
32:43Schaffhausen, bitte.
32:45Ich bin nur angestellt hier.
32:48Also, Tom Damen?
32:51Tom ist zwar Barkeeper, aber ja, er ist auch nicht abgeneigt, wenn jemand mehr will als bloß
32:56ein Trink.
32:57Er ist sehr charmant.
33:00Die Frauen, die, die stehen auf ihn.
33:03Wann haben Sie den denn das letzte Mal gesehen?
33:05Ach, er war jetzt schon ein paar Monate nicht mehr hier.
33:08Er hat gesagt, er hat keine Zeit.
33:21So, hier ist Ihr Bachmacher.
33:24Wunderbar, danke.
33:26Ich wollte mich auch noch mal bedanken.
33:28Wofür?
33:29Für Ihren Rat.
33:31Ah, wie ist das ausgegangen?
33:33Ja, Sie hatten vollkommen recht.
33:34Die wichtigen Konsequenzen sind nicht die unmittelbaren.
33:37Wenn ich nicht mehr selbst bestimme, verliege ich letztendlich meine Flexibilität.
33:43Dann könnte ich zum Beispiel meinen Stammgästen keine Sonderwünsche mehr erfüllen.
33:49Oder diese Espressobohnen verwenden, auf die ich schwöre.
33:52Na ja, Sie hatten zwar sehr viel mehr Freizeit.
33:55Aber weniger Freiheit.
33:56Ich wäre nicht mehr mein eigenes Chef.
33:58Heißt das, Sie werden ablehnen?
33:59Hab ich schon.
34:00Ah.
34:03Also, irgendwie freut mich das, Herr Schiller.
34:27Frau Löber?
34:35Frau Löber?
34:37Verdammt!
34:44Verdammt!
34:46Frau Löber!
34:48Verdammt!
34:49Verdammt!
34:57Verdammt!
35:02Ich glaube, Sie haben genug, oder?
35:05Entschuldigung.
35:13Ist sonst nicht so meine Art.
35:16Aber alles, wofür wir ein Leben lang gearbeitet haben,
35:20geht gerade den Bach runter.
35:25Ich hab alles falsch gemacht.
35:29Machen Sie vielleicht mal eine Pause. Danach sieht die Welt schon ganz anders aus.
35:37Was wollen Sie denn hier?
35:38Wir suchen Herrn Dahmen. Haben Sie ihn gesehen?
35:43Irgendwo im Weinberg. Wer hat ihn denn eigentlich eingestellt?
35:48Karsten.
35:49Ah.
35:50Wer ist hier das Schiff?
35:55Ich muss mich hinlegen. Mir ist ganz schlecht.
35:59Ich muss mich hinlegen.
36:04Bitte sehr, Frau Epp. Setzen Sie sich.
36:10Möchten Sie etwas trinken? Espresso-Wasser?
36:12Nein.
36:15Haben Sie denn inzwischen was gehört von Mieslöber?
36:22Was ist eigentlich vorgefallen zwischen Ihnen?
36:25Ach.
36:27Wir hatten einen Streit sonst nicht.
36:31Hat das was mit Tom Dahmen zu tun?
36:36Woher wissen Sie das?
36:38Na ja, wir haben ein bisschen was über Tom Dahmen erfahren.
36:40Und ich denke, Sie sind der Grund, warum Mieslöber Tom Dahmen so verprügelt hat.
36:46Und natürlich seine Gefühle für Sie.
36:50Wie meinen Sie das?
36:53Nils Lüber liebt Sie zutiefst.
36:55Er schwärmt von Ihnen. Er ist begeistert von Ihrer Idee mit den Naked Wines.
37:01Kann es sein, dass Sie mit Herrn Dahmen eine Affäre haben und dass Nils Lüber etwas davon erfahren hat?
37:07Nein. Keine Affäre.
37:12Es war nur ein einziges Mal.
37:17Tom.
37:21Tom.
37:23Er hat die ganze Zeit mit mir geflirtet.
37:26Ich habe das immer abgeblockt, aber er ist einfach so charmant.
37:30Und Nils war Tag und Nacht nur noch mit diesem Wein beschäftigt.
37:34Und ich weiß nicht warum.
37:39War das vor drei Tagen?
37:42Im Weinkeller?
37:44Ja.
37:46Ich habe das sofort bereut und ich habe Tom gesagt, dass das nie wieder passieren wird.
37:51Und ich habe ihn angefleht, es für sich zu behalten.
37:55Aber er hat Nils Lüber davon erzählt, oder?
37:59Nein.
38:01Das war ein Clip.
38:05Ein Video?
38:07Ja.
38:09Von uns im Weinkeller.
38:12Jemand hat es Nils geschickt.
38:14Und er ist vollkommen ausgerastet.
38:17Er hat geschrien, er bringt Tom um.
38:19Ich habe ihn so noch nie erlebt.
38:21Ich hatte richtig Angst vor ihm.
38:28Herr Reuter.
38:29Haben Sie Tom Damen?
38:30Leider noch nicht.
38:31Wir suchen noch.
38:33Er soll irgendwo hier im Weinberg sein, aber er geht nicht an sein Handy ran.
38:35Nils Lüber ist da auch irgendwo.
38:38Er ist wohl so ausgerastet, weil Damen seine Freundin verführt hat.
38:41Oh Gott.
38:42Also wenn Nils ihn erwischt, dann könnte es richtig üble Folgen haben.
38:45Das sehe ich auch so.
38:47Also finden Sie ihn.
38:52Alexander?
38:54Ja?
38:56Da war mal eine Lanze.
39:01Eine Hellebarde.
39:03Eine Hellebarde.
39:10Polizei!
39:12Kommen Sie mit erhobenen Händen raus!
39:24Gehaut ab!
39:33Komm!
39:34Händen!
39:36Bist du bescheuert?
39:38Ich habe nichts getan!
39:44So, das war Runde Nummer zwei.
39:47Komm!
39:48Nicht schlecht.
39:50Ja, das war auch nicht so schwer.
39:52Die hat ordentlich einen Intus.
39:55Oh ja, ich riech's.
39:58Herr Lüber?
39:59Herr Lüber.
40:01Wo ist Tom Damen?
40:04Mir ist schlecht.
40:05Okay, ich versuch's nochmal auf seinem Handy.
40:12Ich versuch's noch.
40:21Herr Lüber.
40:23Ich versuch's.
40:37Ich versuch's noch.
40:39Ich versuch's noch.
40:39Und er wird's noch mal auf dem Schiff.
40:40Ich am linken Schulterblatt vorbei, der die Aorta durchtrennt hat.
40:43Darm ist innerhalb kürzester Zeit verblutet.
40:46Diese alten Waffen haben es ganz schön in sich, ne?
40:49Schlau und tödlich konstruiert.
40:52Man kann den Gegner aufspießen oder auch Panzerbrechen zustoßen.
40:56Also, um seine Hellebarde richtig zur Hand haben,
40:59baut es doch bestimmt jede Menge Koordinationsfähigkeit.
41:01Kann ja nicht jeder, oder?
41:02Absolut.
41:04Also, zum Zeitpunkt seiner Festnahme hat der Nils Löber
41:06ein Blutalkohol von knapp drei Promille.
41:09Er ist dann auch in ein Krankenhaus gekommen zur Beobachtung.
41:12Halten Sie es für möglich, dass jemand, der derart betrunken ist,
41:15in der Lage ist, einen so präzisen Stich auszuhalten?
41:19Ich würde sagen, bei der Intoxikation ist das sehr unwahrscheinlich.
41:24Danke.
41:29Und?
41:31Ich glaube, er war es nicht.
41:32Er hatte nur ordentlich Alkoholvergiftung und hängt noch am Tropf.
41:35Okay.
41:36Wenn er es nicht war, was macht er denn dann in der Nähe vom Tatort?
41:39Dann sagt er, er weiß es nicht mehr.
41:41Wir seien die Sicherungen durchgebrannt,
41:43als er das Video mit seiner Muriel und Tom Dahmen gesehen hat.
41:45Ja, eben.
41:46Und er liegt dann zwei Meter weiter tot im Weinberghäuschen.
41:48Ja, trotzdem glaube ich nicht, dass Nils Löber das war.
41:52Für mich klingt er glaubwürdig.
41:54Er hat sich übel betrunken und ist dann ziellos herumgelaufen.
41:57Im Weinberg ist er dann eingepennt und aufgewacht, als er uns gehört hat.
42:01Ja, und pöbelt uns an und rennt weg.
42:04Tja.
42:06Okay.
42:18Es gibt definitiv keinen Hinweis, wer das verschickt haben könnte.
42:22Die KTU hat Nils Löbers Handy analysiert.
42:24Der Absender hat einen anonymen Messenger-Service benutzt.
42:28Das heißt, wir haben jetzt zwei Morde und tappen völlig im Dunkeln.
42:31Super.
42:32Ja.
42:34Theorie.
42:35Also, jetzt nur mal so hingestellt.
42:37Schenk hat Tom Dahmen und Muriel Heep beim Sex beobachtet und gefilmt.
42:42Und mit dem Video wollte er Tom Dahmen loswerden.
42:45Und der hat ihn dann deswegen ermordet.
42:47Und wer hat dann das Sextape an Nils Löber geschickt?
42:50Schenk war doch schon tot, als Nils Löber das Video erhalten hat.
42:54Ja.
42:57Ich dachte, Sie haben genug gesehen.
43:03Mir ist was aufgefahren.
43:06Das Bild ist völlig statisch.
43:07Also, wenn ich mit meinem Handy irgendwas filme, kriege ich das nie so ruhig hin.
43:11Ja.
43:12Ja, Sie haben total recht.
43:13Das ist komisch, dass das nicht das kleinste bisschen wackelt.
43:16Dann hat offenbar jemand das Handy vorher positioniert.
43:20Ja, es muss natürlich jemand sein, der gewusst hat, was im Weinkeller passieren würde.
43:25Ja, Muriel Heep hat keinen Grund.
43:27Schließlich ist das Video der Beweis für Ihre Untreue.
43:30Bleibt also die zweite anwesende Person, Tom Dahmen.
43:35Wenn das stimmt, hat er das Video im Auftrag gedreht.
43:39Das würde doch passen.
43:41Ich meine, wir wissen, er war ein Mann für gewisse Stunden, der sich auch schon mal für Sex bezahlen lässt.
43:46Ja, jemand hat ihn angeheuert.
43:48Der sollte gezielt Moriel verführen.
43:51Ganz schön auf, wenn wir planen.
43:54Ich meine, er wurde vorher extra als angeblicher Önologe eingeführt.
44:15Sie haben gelogen, Frau Löber.
44:17Das Konto, von dem Sie angeblich 10.000 Euro für Andreas Schenk abgehoben haben, existiert nicht.
44:23Das haben wir überprüft.
44:25Und noch etwas.
44:27Tom Dahmen haben Sie doch deshalb in den Betrieb angeschleust, weil er Muriel Heep verführen sollte.
44:31Ich nehme an, Sie wollten damit erreichen, dass Nils Löber psychisch so verletzt ist, dass er aufgibt, richtig?
44:36Was? Nein, ich habe überhaupt nicht gewusst, dass Tom Dahmen gar kein Önologe ist.
44:41Das Geld habe ich von Michael Gramann.
44:44Das ist der Besitzer dieser Großgälerei, der den Betrieb übernehmen will.
44:47Ja, er hat mich kontaktiert.
44:49Wenn ich ihm helfe, dass Carsten verkauft, erhöht er sein Angebot.
44:53Ich habe ihm von Schenks Frust erzählt und da kam Gramann auf die Idee, ihn mit ins Boot zu holen.
45:01Warum haben Sie das nicht gleich nach dem Wort erzählt?
45:03Weil Gramann mir gedroht hat.
45:05Wenn ich was sage, wird er das Weingut nicht kaufen und dafür sorgen, dass es auch sonst niemand tut.
45:11Sandra Löbers Aussage ist glaubhaft.
45:13Gramann hat in der Vergangenheit mehrfach geschafft, seine Kaufinteressen mit seinen merkwürdigen Methoden durchzusetzen.
45:19Und noch etwas, ich habe mal ein bisschen gegraben bei ihm.
45:22Gramann steht selbst unter Druck.
45:24Ein großer ausländischer Weinkonzern versucht eine feindliche Übernahme.
45:28Und das heißt, Gramann muss wachsen, sonst bekommt er von seiner Bank keinen Kredit mehr.
45:32Es ist also durchaus vorstellbar, dass er beide Brüder mit allen Mitteln zum Verkauf drängen will.
45:37Ja, vielleicht haben sowohl Schenk als auch Damen versucht, Gramann zu erpressen.
45:44Wir mussten deshalb sterben.
45:45Dann müssen wir aber beweisen, dass Damen von Gramann als falscher Inologe eingeschleust wurde.
45:50Vielleicht gibt es einen Zeugen dafür, dass die beiden sich kennen.
45:53Oder vielmehr eine Zeugin.
46:01Der da.
46:03Der war ein paar Mal hier.
46:04Und der war sehr vertraut mit Tom.
46:07Können Sie sich noch an das Datum erinnern?
46:09Nee, so genau weiß ich das jetzt leider auch nicht mehr.
46:13Vielleicht vor vier Monaten.
46:15Und Sie sind sich ganz sicher, dieser Mann hat mit Tom Dahmen gesprochen.
46:20Tausend pro.
46:23Ja, komm, Mom.
46:2710.000 Euro.
46:29Haben Sie damit Andreas Schenk für seine Sabotage bezahlt?
46:34Von dem Geld weiß ich nichts und vom Sabotage auch nicht.
46:37Jetzt versucht er sich rauszuwinden.
46:39Wir haben eine Zeugenhaussage, die sich schwer belastet.
46:41Insofern rate ich Ihnen, sich zu äußern.
46:47Wir sollten an dieser Stelle mit offenen Karten spielen.
46:58Also gut.
47:01Das Geld war dafür, dass er die Ernte ruiniert.
47:04Und ich habe Sandra Löber unter Druck gesetzt, dass sie meinen Namen raushält.
47:10Gut.
47:11Dann kommen wir jetzt zu Ihrer Beziehung zu Tom Dahmen.
47:18Wer?
47:21Den Mann habe ich noch nie gesehen.
47:24Herr Grammann, eine weitere Zeugin hat genau das Gegenteil ausgesagt.
47:28Ja, dann muss sich Ihre Zeugin irren.
47:29Wer ist denn das überhaupt?
47:32Sie behaupten also, dass Sie diesen Mann niemals im Kopitwiesbaden getroffen haben?
47:37Wo?
47:38Den Laden kenne ich überhaupt nicht.
47:40Wann auch immer das gewesen sein soll, ich bin gerne bereit, Ihnen meinen Terminkalender zur Verfügung zu stellen.
47:49Wir haben das verifiziert.
47:50Grammann war vor vier Monaten eigentlich die ganze Zeit auf Reisen.
47:53Der hat sich Weingüter in Südafrika angeschaut.
47:56Gut.
47:56Ja, aber andererseits kann sich Frau Schaffhausen auch nicht an die genauen Daten erinnern, wann er im Kopit gewesen ist.
48:02Also für mich klang seine Aussage durchaus glaubhaft.
48:05Ja, für mich ehrlich gesagt auch.
48:08Aber warum sollte uns Frau Schaffhausen derart anlügen?
48:12Schaffhausen, Schaffhausen.
48:14Also in irgendeinem Zusammenhang habe ich den Namen kürzlich gelesen.
48:18Nee, nee, nee, also für mich ist der noch nicht entlastet.
48:21Sie haben das ja selber gesagt, für die Vergrößerung seines Geschäfts ist der quasi schon über Leichen gegangen.
48:28Das ist es, Herr Wetter. Genau das ist es.
48:31Danke.
48:34Ah, da ist ja wieder die berühmte Spontanität.
48:38Hm.
48:38Hm.
49:04Musik
49:07Frau Schaffhausen, es geht um Ihre Aussage. Sie haben gelogen.
49:13Wie bitte?
49:15Ihr Mann gehörte zu den Winzern, die ihre Weingüter verkaufen mussten, weil sie von der Großkellerei Grammann mit üble Methoden
49:22unter Druck gesetzt wurden.
49:24Ihr Mann hat noch versucht, Herrn Grammann zu verklagen, damit ist er aber gescheitert. Und kurz darauf hat er Suizid
49:29begangen.
49:31Sie glauben, dass der Verlust des Weingutes Grund für diesen Freitod war.
49:53Es ist Zeit für die Wahrheit.
49:58Ich glaube, ich weiß jetzt, wer für die Daten verantwortlich ist. Ich brauche aber noch eine Bestätigung.
50:02Frau Schröder, ich habe eine Bitte.
50:06Okay, machen wir. Wir brauchen alle Handyverträge vom Weingut Löber.
50:22So, das ist das Handy meiner Mutter.
50:24Danke.
50:24Ich benutze sie aber kaum.
50:25Mhm.
50:27Können Sie mir mal erklären, wozu Sie die brauchen?
50:29Sind das alle Ihre Geräte mit Internetzugang?
50:32Ja, das sind alle, die wir haben.
50:34Da.
50:39Das stimmt ja gar nicht, Herr Löber. Hier ist noch ein weiterer Providervertrag auf Ihrem Betrieb.
50:49Als ich noch nicht hier war, haben Sie gesagt, man würde Ihnen unterstellen, dass Sie Ihren Freund Nils negativ beeinflussen.
50:56Ja.
50:58Ich würde die Familie auseinanderreißen und das Weingut ruinieren.
51:02Und Nils sollte sich von mir trennen.
51:05Aber diesen Druck hat nicht sein Bruder Carsten aufgebaut, oder?
51:23Hinter Frau Löber.
51:26Hallo, Herr Reuter.
51:28Was machen Sie denn schon wieder hier?
51:30Ich habe gerade mit Frau Heep gesprochen.
51:34Sie geben ihr ja die Schuld daran, dass das Weingut auseinandergerissen wurde.
51:37Und das hat ja nach Ihrer Meinung dazu geführt, dass Sie jetzt kurz vor einem Notverkauf an die Großkellerei Krammann
51:44stehen.
51:45Diese Frau hat meinem Sohn Nils Blödsinn in den Kopf gesetzt.
51:50Orangener Wein. So ein Quatsch.
51:52Wir pressen doch keinen Orangensaft.
51:55Ohne die Frau wären meine Söhne jetzt nicht verfeindet.
52:01Ihr Weingut ist ja nicht das Einzige, das sich Krammann unter den Nagel reißen will.
52:05Ja.
52:06Mit seinen üblen Methoden hat er sich ja schon das Weingut der Familie Schaffhausen einverleibt.
52:11Sie und Frau Schaffhausen sind Freundinnen, richtig?
52:15Ja.
52:18Nach dem Suizid Ihres Mannes arbeitet Frau Schaffhausen jetzt in einer Bar, aber das wissen Sie so viel.
52:23Ja, furchtbar.
52:25Ja.
52:25Und?
52:26Sie hat mir erzählt, was Sie wollten.
52:31Dieses verdammte Flättchen.
52:35Es schuld, dass alles kaputt geht.
52:41Und Krammann kriegt auch unsere Weinberge.
52:45Das lassen wir nicht zu, Verena.
52:49Wie denn?
52:51Nils ist diesen Biest doch, höre ich.
52:54Dann müssen wir die beiden auseinanderbringen.
53:01Und ich weiß auch schon, wie.
53:05Tom Dahmen sollte als Synologe auftreten.
53:08Er sollte Frau Heep verführen und ein Video davon machen.
53:11Und mit diesem Sexvideo wollten Sie erreichen, dass sich ja so Nils von Frau Heep trennt.
53:16Was hat Ihnen Gabi denn da für ein Märchen erzählt?
53:20Wir haben uns mal Ihr Tablet angeschaut.
53:23Sie spielen ja nicht nur Pösser mit.
53:26Von diesem Tablet haben Sie das Sexvideo an Ihren Sohn Nils verschickt.
53:35Es ist vorbei, Frau Löber.
53:46Dafür hat meine Familie über Generationen geschuftet.
53:50Und meine Kinder machen das jetzt alles kaputt.
53:54Ein raffinierter Plan.
53:56Sie wollten Frau Heep und ihren Sohn Nils auseinanderbringen,
54:00um Ihre beiden Söhne wieder zusammenzubringen.
54:04Aber Sie haben nicht mit den Gefühlen Ihres Vorarbeiters gerechnet.
54:08Ich habe nicht geahnt, dass es ihm so verletzt.
54:13Schenk hat Dahmen nachspioniert.
54:15Und so wurde er Zeuge, als Dahmen und Frau Heep im Weinkeller Sex hatten.
54:20Und er hat auch entdeckt, dass Dahmen ein Handy installiert hatte,
54:23um ein Video zu drehen.
54:27Ich nehme an, dass er Ihren Sohn informieren wollte
54:30über das, was er gesehen hatte.
54:33Ja.
54:35Nils hätte im Leben kein Wort mehr mit mir gesprochen.
54:40Aber dann ist Schenk doch zuerst zu Ihnen gekommen,
54:42weil er dachte, Ihnen könnte er am meisten vertrauen.
54:46Ein tödlicher Irrtum.
54:48Und dann ist Schenk doch zu Ihnen gekommen,
55:39Ich höre hier der Nacht.
55:43Ich höre seine Schreie hier der Nacht.
55:49Trotzdem haben Sie weitergemacht.
55:52Sie haben Ihrem Sohn das Video geschickt.
55:56Es wäre ja sonst alles umsonst gewesen.
56:01Aber es hat nicht funktioniert.
56:04Ihr Sohn hat sich nicht von Frau Heb getrennt.
56:06Stattdessen ist er auf Tom Dahmen losgegangen.
56:10Tom Dahmen wollte zu Ihnen. Er wollte gestehen.
56:14Das konnten Sie natürlich erst recht nicht dulden.
56:18Frau Löber?
56:43Und dann haben Sie Ihre Freundin noch einmal benutzt.
56:48Sie haben Frau Schaffhausen eingeredet, dass der von ihr gehasste Gramann hinter den beiden Morden steckt.
56:54Und daraufhin hat Frau Schaffhausen ausgesagt, dass sie Gramann in ihrer Bar identifiziert hat.
57:01Gramann? Der gehörte eigentlich ins Gefängnis?
57:04Für alles, was er Gabi angetan hat.
57:09Dafür werden Sie jetzt ins Gefängnis gehen, Frau Löber.
57:13Und zwar für eine sehr lange Zeit.
57:39Zweifache Mörderin. Und alles, was Sie wollte, ist schiefgegangen.
57:42Na ja, sie hat die Beziehung ihrer Söhne kaputt gemacht.
57:47Es ist auch schade um das Naked-Wein-Konzept von Nils Löber.
57:50Es hatte großes Potenzial.
57:53Ja, hoffen wir mal, dass die beiden Brüder die Kurve kriegen und wieder zusammenkommen.
57:57Auch mit ihren Frauen.
57:59Ähm, wie wär's mit einem Schluck zum Feierabend?
58:04Ja, warum nicht?
58:05Ja, ein Gläschen könnte ich vertragen.
58:07Aber kein Wein. Davon hab ich echt die Schnauze voll.
58:11Ha, ha, ha, ha.
58:13Das ist ja so, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
58:42Vielen Dank.