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Kategorie

📺
TV
Transkript
00:00:06Musik
00:00:57Man schreibt das Jahr 1880,
00:00:591775. Russland ist von Korruption und Wildkür ausgehöhlt. Ein Riesenreich, das auf tönernen Füßen steht. Aber darüber hat sich Michael
00:01:08Strogow nie Gedanken gemacht. Er ist Sibirier, Bauernsohn, und hat es bis zum Rittmeister im Moskauer Kurierkodes Zaren gebracht. Ein
00:01:17unwahrscheinlicher Aufstieg, wenn man bedenkt, dass die Leibeigenschaft der Bauern erst vor 14 Jahren abgeschafft wurde.
00:01:23Härte gegen sich selbst, blinder Soldatengehorsam und kritiklose Ergebenheit gegenüber dem Zarenhaus und natürlich der Ehrgeiz Karriere zu machen, bestimmen
00:01:32sein Dasein.
00:01:34In Moskau feiert man Feste, während sich am anderen Ende des gewaltigen Vielvölkerreichs die Tartaren erheben, um ein unabhängiges Sibirien
00:01:41zu schaffen.
00:01:43Die Rebellen kappen die Telegrafenleitungen. Die Verbindungen mit Moskau sind unterbrochen.
00:01:49Rittmeister Strogow erhält den Befehl des Zaren, sich durch 6000 Kilometer Feindgebiet nach Irkutsk durchzuschlagen.
00:01:55Er soll Großherzog Dimitri, dem Bruder des Zaren und unerfahrenen Gouverneur dieser sibirischen Provinz, geheime Anweisungen überbringen.
00:02:03Eine fast aussichtslose Mission.
00:02:08Um die Agenten und Spitzel der Rebellen zu täuschen, reist der Kurier als Privatperson unter falschem Namen und gibt sich
00:02:14als Tuchhändler aus.
00:02:15Es ist ihm untersagt, sich russischen Amts- und Militärpersonen erkennen zu geben, sodass er von keiner Seite Hilfe zu
00:02:21erwarten hat.
00:02:24Auf der Reise zum Ural lernt er Nadia Fedor kennen, die Tochter eines nach Sibirien verbannten Wissenschaftlers, die ebenfalls nach
00:02:31Irkutsk unterwegs ist, um ihren Vater zu sehen.
00:02:34Strogow gewinnt ihr Vertrauen. Sie lässt sich darauf ein, mit falschem Pass als seine Ehefrau zu reisen und so ahnungslos
00:02:41zu seiner Tarnung beizutragen.
00:02:43Zur gleichen Zeit gelingt es dem tartarischen Stammesfürsten Ivan Ogarev, einem halbrußen und degradierten Oberst der Zarenarmee, aus seiner politischen
00:02:52Haft in der Zitadelle Tver zu entfliehen.
00:02:54Auch er macht sich auf den Weg nach Osten, um seinen politischen Traum zu verwirklichen. Eine moderne Republik Sibirien.
00:03:02Ogarevs Flucht ist von langer Hand vorbereitet worden. Sangare, Angehörige einer mit den Tartaren sympathisierenden Zigeunersippe, hat die Gefängnisbeamten bestochen.
00:03:11Sangare ist Ogarev eng verbunden und warnt ihn vor einer Gefahr, die seinen Plänen und ihm selbst von einem mir
00:03:16unbekannten Mann aus dem Kreis um den Zaren droht.
00:03:19Eine dunkle Ahnung, ein Blick in sein zukünftiges Geschick, den Ogarev nicht ernst nimmt.
00:03:25Auch Ogarev gelingt es, sich durchzuschlagen.
00:03:28Er trifft auf seine eigenen Leute, einen seiner Stämme, während Strokow mit seiner Begleiterin den Irrtisch erreicht.
00:03:34Am anderen Ufer wird die Fähre von Tartaren überfallen und Strokow über Bord geschleudert.
00:03:39Nach langer Bewusstlosigkeit wacht er in der Hütte eines freundlichen Fischers auf und erfährt, dass Omsk sein nächstes Ziel von
00:03:45Tartaren unter der Führung Ogarevs genommen und Nadja in die Stadt verschleppt worden ist.
00:03:51Strokow stammt aus Omsk, er kennt sich aus.
00:03:54Es gelingt ihm, ohne Schwierigkeiten in die besetzte Stadt einzudringen.
00:03:58Nadja findet er nicht.
00:03:59Hingegen stößt er unversehens auf seine Mutter, an der er sehr hängt.
00:04:03Sie werden von Agenten der Tartaren beobachtet und er muss sie verleugnen, um seine wahre Identität nicht preiszugeben.
00:04:09Sie begreift, dass nur ein wichtiger Grund ihm sein Verhalten aufgezwungen haben kann.
00:04:14Da sein Name in den Fahndungslisten aufgeführt und seine Zugehörigkeit zu den Leibkurieren des Zaren bekannt ist, wird sie von
00:04:20Ogarev selbst verhört.
00:04:22Er ist jetzt davon überzeugt, dass mit diesem Zarenkurier ein Gegner ins Spiel gekommen ist, den er nicht unterschätzen darf
00:04:28und lässt nach ihm fahnden.
00:04:31Die Hetzjagd geht durch die Parabasümpfe.
00:04:35Strokow schüttelt seine Verfolger immer wieder ab.
00:04:38Aber bevor er noch aufatmen kann, sitzen sie ihm wieder im Nacken, bis er ihnen am Ende entkommt.
00:04:43Doch nur um wenig später in Ogarevs Hände zu fallen und zum Anlass eines kühnen Planes des Tartarenfürsten zu werden.
00:04:52Ogarev ist es gelungen, mit seinen Stämmen zu denen Feofar Khans zu stoßen.
00:04:57Der Sieg liegt greifbar nahe.
00:04:59Allerdings zeigt sich auch, dass Ogarev und Feofar völlig verschiedene Absichten verfolgen.
00:05:04Der wilde, verschlagene Khan träumt von einem islamischen Großreich.
00:05:09Der in westlicher Tradition erzogene Ogarev möchte hingegen auf keinen Fall das zaristische Joch gegen eine neue und vielleicht noch
00:05:16rücksichtslosere Feudalherrschaft eintauschen.
00:05:20Jeder der beiden so ungleichen Verbündeten will den anderen nur so lange akzeptieren, bis der Sieg über die zaristischen Truppen
00:05:26errungen ist.
00:05:27Es geht nur noch darum, Irkutsk zu erobern.
00:05:29Wer die Stadt besitzt, beherrscht Sibirien.
00:05:32So beschließt Ogarev, die Rolle des Gefangenenkuriers zu übernehmen, in Irkutsk als Rittmeister Strokov aufzutauchen und die Stadt durch falsche
00:05:40Anweisungen den Tartaren auszuliefern.
00:05:42Auf Veranlassung von Feofar Khan wird Strokov mit einer glühenden Schwertklinge, die dicht an seinen Augen vorbeigeführt wird, geblendet.
00:05:58Mit Hilfe von Nadja, die selbst Gefangene ihn unter den Gefangenen entdeckt, glückt die Flucht.
00:06:12Gib mir die Hand, Michael. Die rechte Hand.
00:06:16Das Ziel bleibt Irkutsk, aber die Stadt im hohen Norden Russlands scheint jetzt eine andere geworden zu sein.
00:06:23Zu viele Tote liegen an seinem Weg, darunter die eigene Mutter.
00:06:27Als der Rittmeister Strokov aufbrach, war Irkutsk der Peilpunkt seines Soldaten-Ehrgeizes, ein Baustein für seine weitere Karriere.
00:06:35Jetzt wird die Stadt zur Hoffnung, hinter ihren Mauern Sicherheit zu finden. Zuflucht.
00:07:06Sieht wirklich nicht danach aus.
00:07:09Die Truppe ist recht zuversichtlich. Wir können erst mal ganz zufrieden sein.
00:07:14Ich danke Ihnen.
00:07:25Sagen Sie mal, General, da sind doch weit und breit überhaupt keine Tartaren zu sehen.
00:07:32Ah ja, da gibt's ein paar.
00:07:34Wenn der Winter kommt, werden die aber mächtig frieren mit ihren dünnen Zeltchen.
00:07:39Um diese Handvoll Tartaren so große Geschichten, General Voranzhoff?
00:07:43Allerdings.
00:07:45Zumal hier der Schein erheblich trügt, Hoheit.
00:07:48Diese Handvoll Tartaren ist nur die Vorhut. Das Gros der Truppen wird bald hier erscheinen.
00:07:52Und warum räumen wir nicht kurz mal auf?
00:07:54Wenn Sie mir ein Korsaken-Regiment geben, mache ich kurz einen Prozess mit den Brüdern.
00:07:58Nein.
00:07:59Taktisch wäre das ein großer Fehler, Hoheit.
00:08:01Die wollen Sie doch aus der Stadt rauslocken.
00:08:04Und irgendwo lauert dann die Hauptstreitmacht Fiofakans.
00:08:07Wenn Sie dem in die Finger fallen, ist Sibirien verloren.
00:08:09Eine bessere Geisel kann er nicht bekommen.
00:08:10Ich sollte weniger auf Ihre Ratschläge hören.
00:08:13Ich wäre längst wieder in Moskau bei Hofe, statt in diesem Drecknest eingesperrt zu sein, wenn ich nicht auf Sie
00:08:17gehört hätte.
00:08:19Ich tue lediglich meine Pflicht.
00:08:22Befolge die Befehle Ihres kaiserlichen Bruders. Seine Majestät ist zahlend.
00:08:25Ach, lassen Sie das doch voranzukommen.
00:08:27Ich habe heute früh Ihrer verehrten Gattin und Natascha Carina versprochen, eine Partie Wisst mit Ihnen zu spielen.
00:08:32Sie entschuldigen mich.
00:08:45Hauptmann, meinen Sie wirklich, wir schaffen es bis Irkutsk?
00:08:48Wir haben es ja bis jetzt geschafft.
00:08:50Darf man fragen, was für kostbare Fracht Sie da befördern?
00:08:53Sie dürfen. Es ist kein Geheimnis, was Sie geladen haben. Porzellan.
00:08:56Wie bitte, was?
00:08:57Porzellan. Sie haben richtig gehört.
00:08:59Ja, seine kaiserliche Hoheit, Großherzog Dimitri, würde lieber verhungern, als etwas zu verspeisen, das nicht auf Porzellan oder Edlrem serviert
00:09:06wird.
00:09:07Das ist unglaublich.
00:09:08Sie kutschieren mitten durch das Feindgebiet, nur um dem Bruder des Zaren am anderen Ende der Welt Porzellanservice zu bringen.
00:09:16So was gibt's nur in Russland.
00:09:17Tja, andere Länder sind dafür zu klein.
00:09:21Es heißt, dass Ihr Großherzog Dimitri ein Fantast sein soll. Der Zar soll auch nicht ganz mit ihm einverstanden sein.
00:09:26Wir werden in ein paar Tagen am Ziel sein. Dann können Sie sich mit Ihren Fragen an die Adjutanten des
00:09:29Großherzogs wenden.
00:09:30Entschuldigung, Fragen zu stellen gehört zu den Aufgaben des Journalisten. Wir sind von Berufs wegen neugierig.
00:09:38Was ist das dann?
00:09:40Ein altes russisches Kloster, aber die Usbeken hier in der Gegend sind Mohamedaner. Die russischen Mönche sind längst wieder abgezogen.
00:09:47Und wo stecken jetzt die Usbeken?
00:09:49Ach, wissen Sie, die ziehen mit ihren Herden in der Gegend herum, so wie das alle Tartaren an sich haben.
00:09:55Tja, die Tartaren. Was für ein faszinierender Völkerstamm. Dieser Ratila ist fast bis nach Frankreich vorgestoßen.
00:10:01Schon möglich. Jedenfalls sollten Sie sich nicht wundern, wenn es uns nicht gelingt, diese Kerle auf Anhieb gleich in den
00:10:06Griff zu bekommen.
00:10:07Keiner wundert sich.
00:10:08Bis nach Frankreich werden Sie es ja diesmal nicht schaffen. Sie hätten lieber bei sich zu Hause bleiben sollen, werter
00:10:12Herr.
00:10:12Das sage ich mir selbst jeden Tag mindestens ein Dutzend Mal.
00:10:14Na, sehen Sie. Ich wäre auch lieber in Frankreich, anstatt hier Porzellan spazieren zu fahren.
00:10:19Glauben Sie mir, so viel Spaß macht mir das gar nicht.
00:10:22Passen Sie auf, Sergeant, dass wir nicht mit Scherben ankommen.
00:10:29Halt!
00:10:29Na, hab ich's nicht gesagt. Da haben wir die Schweinerei.
00:10:33Vorwärts, wagen zum Geil fahren und Land ziehen!
00:10:45Halten Sie mein Pferd!
00:10:57Wie eurer Hoheit ja bekannt ist, haben wir darauf verzichtet, die am Westufer geliegenen Vorwerke zu verteidigen.
00:11:02Das Ostufer ist jedoch inzwischen, dank unserer gemeinsamen Anstrengungen, ausreichend befestigt worden.
00:11:08Auf der Seite haben wir die alten Festungsmauern restauriert und ergänzt.
00:11:12Das heißt, wir haben sie durch ein System von Wellen, Gräben und Palisaden erweitert.
00:11:15Sollte es den Tartaren einfallen, ausgerechnet hier anzugreifen, wäre es uns ein leichtes, sie abzuriegeln.
00:11:20Und wie steht's mit unserer Truppenstärke?
00:11:22Da wären zunächst die Kosaken, die wir hier in der Stadt liegen haben.
00:11:25Wir verfügen über zwei sehr gute Regimente, das 23. und das 27.
00:11:29Selbstverständlich sind auch die Bürgerwehreinheiten zu den Waffen gerufen worden.
00:11:33Auch die politisch verbannten haben ein paar freiwilligen Bataillone aufgestellt, auf die sicher Verlass ist.
00:11:39Mit diesen zugegebenerweise etwas zusammengewürfelten Hilfstruppen werden wir bestimmt durchhalten,
00:11:44bis Verstärkung hier bei uns eintrifft.
00:11:45Ja?
00:12:14In der Kirchend Sch wisst!
00:12:43Was ist denn das?
00:12:45Was?
00:12:47Das Päckchen, das auf dem Stein da liegt.
00:12:50Was denn für ein Päckchen?
00:12:53Ich weiß nicht, es ist ein Tuch. Merkwürdig.
00:12:57Ich habe vorhin auch so das Gefühl gehabt, als wäre jemand da gewesen.
00:13:01Du meinst jetzt?
00:13:03Ja, ich habe was rasch angehört. So, als ob da was wäre.
00:13:11Das ist was zu essen.
00:13:15Hat er denn, hat er denn gar nichts zu dir gesagt?
00:13:18Nein, kein einziges Wort.
00:13:21Ich habe erst gedacht, du wärst's.
00:13:24Er ist gleich wieder weitergegangen. In die Richtung, würde ich sagen.
00:13:28Verrackt, ein Tier kann es nicht gewesen sein.
00:13:30Die bringen kein Brot und wickeln es noch ein.
00:13:37Das ist schon merkwürdig.
00:13:42Vielleicht, vielleicht sind wir überhaupt ganz woanders, als wir denken.
00:13:45Vielleicht ist hier irgendwo ein Dorf.
00:13:48Komm, wir suchen mal.
00:13:50Dann.
00:13:52Dann.
00:14:02Dann.
00:14:03Dann.
00:14:27Das kommt von da.
00:14:54Was treibt ihr hier?
00:14:56Wir wollen uns bedanken für das Brot, das sie uns gebracht haben.
00:15:00Macht, dass ihr wegkommt. Macht, dass ihr weiterkommt. Ich kann euch hier nicht brauchen.
00:15:07Ja, stimmt. Die Wasserleitung habe ich gebaut. Jetzt könnt ihr hier hingehen und melden, was ich hier treibe.
00:15:12Was reden Sie da? Wo sind wir eigentlich hier?
00:15:16Und ihr beiden? Wo kommt ihr her?
00:15:20Wir sind auf der Flucht vor den Tartanen.
00:15:24Haben Sie was mit den Augen?
00:15:25Ja, ja. Und Sie selbst sollten auch lieber verschwinden. Haben Sie einen Wagen?
00:15:35Machen Sie, dass Sie wegkommen.
00:15:38Wir, wir würden für die Fahrt bezahlen.
00:15:42Ich glaube euch den Unfug mit den Tartanen einfach nicht. Ich bleibe hier. Hier kommt sowieso keiner her.
00:15:48Woher wissen Sie denn das?
00:15:50Wenn Sie es loswerden wollen, Ihr Gold, dann können Sie ja hierbleiben.
00:15:54Sie reden Unsinn. Was kümmern Sie sich überhaupt um mich? Ich weiß schon, was ich zu tun habe.
00:16:03Bitte, wie Sie wollen.
00:16:08Wie kommen wir auf die Straße nach Krasnoyarsk?
00:16:13Geradeaus.
00:16:15Gibt es deinen Weg, Nadja?
00:16:17Ja.
00:16:36Was hast du da von Gold geredet?
00:16:38Ja, deine Waschanlage.
00:16:40Gibt es denn hier in der Gegend Gold?
00:16:41Ja.
00:16:42Vorsicht!
00:16:45Ja. Und der Staat behält sich das Schürfrecht vor.
00:16:49Wenn so ein Bursche ohne Erlaubnis Gold wäscht, kann das ziemlich teuer für ihn werden.
00:16:54Lohnt sich das denn überhaupt?
00:16:56Tja.
00:16:57Den Leuten, die in den Staatsminen arbeiten, geht es so schlecht, dass sie es lieber drauf ankommen lassen.
00:17:02Ich möchte kein Gold.
00:17:06Dabei, vielleicht könnten wir damit irgendwo einen Wagen kaufen und wir brauchen nicht immer zu laufen.
00:17:38Hör mal.
00:17:39Na, da kommt was.
00:17:59Na, auf was wartet ihr?
00:18:01Steigt auf.
00:18:01Na, da kommt was.
00:18:28Ich habe mir gedacht, es ist ja kein Unglück, wenn ich euch ein Stück bringe.
00:18:33Na ja, es ist schon schlimm, wenn man nicht weiß, wohin.
00:18:44Ich denke mir, ihr habt wirklich mit Tartan zu tun gehabt.
00:19:02Räumt mit ihnen auf.
00:19:04Dann gibt es von hier bis ihr kurz keinen einzigen Russen mehr, der uns noch aufhalten könnte.
00:19:08Zeigt ihnen, wer ihr seid.
00:19:09Bringt ihnen das Laufen bei.
00:19:10Das heilige Reich des Islam.
00:19:13Vorwärts!
00:19:42Was gibt's?
00:19:42Es sieht so aus, als würden die Russen nicht lange durchhalten.
00:19:46In zehn Tagen stehen wir vor ihr kurz.
00:19:49Husbier, du greifst mit deinen Leuten an und gibst ihnen den Rest.
00:19:53Und wie steht's jetzt mit dir, Ogarev?
00:19:55Es hat sich nichts bei mir geändert.
00:19:57Also, wann willst du losreiten?
00:19:59Heute Abend noch.
00:20:00Vermutlich triffst du noch vor dem Yenissai auf weitere Tartaren.
00:20:04Ich hab Emil Taraskan an den Fluss gerufen, um den Übergang für uns vorzubereiten.
00:20:08Sag ihm, in drei Tagen bin ich am Yenissai.
00:20:09Ich will nur noch mit den Russen hier aufräumen.
00:20:12Viel Glück.
00:20:12Danke.
00:20:13Los!
00:20:22Kann ich's haben?
00:20:24Ich muss jetzt aufbrechen.
00:20:27Was ist denn los?
00:20:29Du riskierst sehr viel.
00:20:31Er ist blind.
00:20:31Aber wenn er es nun doch bis Irkuts geschafft hat, was dann?
00:20:33Weißt du das?
00:20:34Sei doch nicht so kindisch.
00:20:38Ich weiß nicht.
00:20:39Ich hab nur ganz einfach schreckliche Angst.
00:20:42Überleg doch mal, warum hat er ihn denn einfach laufen lassen?
00:20:47Er will dich vielleicht reinlegen.
00:20:50Sicher will er mich loswerden.
00:20:52Aber erst mal will er Irkutsk haben.
00:20:54Fehofer ist kein Name.
00:20:55Bewundere ihn, wenn er tot ist.
00:20:56Jetzt hüte dich vor ihm.
00:21:02Sei unbesorgt.
00:21:05In einem Monat sieht alles ganz anders aus.
00:21:08Ogarev hat an seiner Residenz in Irkutsk.
00:21:11Du glaubst es wirklich?
00:21:14Ich weiß es sogar.
00:21:27Okay.
00:21:28Okay.
00:21:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:27Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:58Untertitelung des ZDF, 2020
00:23:02Ist das krass Neujahrs? Das Dorf ist ja ganz leer
00:23:07Ja!
00:23:09Ja!
00:23:15Ja!
00:23:34Ja!
00:23:35Ja!
00:23:57Haben Sie da gewohnt?
00:23:58Ja, das ist mein Haus
00:24:01Es ist völlig leer
00:24:03Und weit und breit kein Mensch
00:24:05Das Papier habe ich drin gefunden
00:24:06Sie müssen uns vorlesen
00:24:08Ich habe nie lesen gehört
00:24:09Auf Anordnung des Gouverneurs ist in Anbetracht der unmittelbaren Gefahr
00:24:12Eines Angriffs durch die Tataren
00:24:14Bis 27. August bei Vermeidung der Zwangsevakuierung
00:24:17Krasnoyarsk zu räumen
00:24:19Die Bürger der Gemeinde werden hierdurch aufgefordert
00:24:22Was sie nicht mitnehmen können an Gerätschaften, Fahrzeugen, Hausrat, Nahrungsmitteln und sonstigen Gegenständen
00:24:28Die dem Feind dienlich sein könnten zu vernichten
00:24:30So dass er bei seinem Einmarsch in den Ort nichts vorfindet
00:24:33Was ihm nützlich sein könnte
00:24:48Sieben Jahre her
00:24:51Ein alter, wackeliger Schuppen
00:24:53Ein paar Bretter
00:24:54Was ist das schon?
00:24:59Was werden Sie nun anfangen?
00:25:03Warum kommen Sie nicht mit uns?
00:25:06Wir wollen nach Irkutsk
00:25:09Wer weiß
00:25:10Vielleicht ist Ihre Familie auch nach Irkutsk unterwegs
00:25:16Möglich wär's
00:25:19Wo sollen die Leute hier aus der Gegend doch sonst hin?
00:25:23Ich weiß nicht
00:25:26Ob ich nun hier bin
00:25:28Oder in Irkutsk
00:25:29Ist gleich
00:25:46Wie er ist relativ schnell?
00:25:51Wie on rzecz ein Bild
00:25:52Wie er ist mit mir vorletz-
00:25:58Wie er ist mit uns hier aus der Gegend doch threat
00:26:08Ich hab was gefunden.
00:26:10So schnell gibt der alte Picassof nicht auf.
00:26:12Was ist das?
00:26:14Wunderbares Weizenleben.
00:26:16Sie haben das Haus zwar gründlich ausgeräumt,
00:26:18aber den Sack haben Sie vergessen.
00:26:20Davon können wir uns zwei Tage den Bauch vollschlagen.
00:26:22Ist das vielleicht nicht?
00:26:24Michael, Michael, schlaf nicht.
00:26:27Oder willst du nichts abhaben?
00:26:29Der Tisch ist schon gedeckt.
00:26:30Wir brauchen uns nur noch hinzusetzen.
00:26:31Wach doch auf.
00:26:33Jetzt muss ich nur ein Feuer zustande bringen.
00:26:34Dann mache ich uns eine Grütze, in der der Löffel stecken bleibt.
00:26:37Bringen Sie alles hierher, was brennt, mein Teuf.
00:26:39Hier, schnell.
00:26:40Schnell.
00:26:41Ja, sehr schön.
00:26:42Das Feuerloch.
00:26:44So.
00:26:44Nicht mehr?
00:26:45Nein, das reicht.
00:26:46Und nun ein Stoßgebiet.
00:26:47Ich hab nämlich nur noch zwei Zündhölzer.
00:26:49Hoffentlich haben wir Glück.
00:26:52Einmal Mist.
00:26:53Und jetzt das Letzte.
00:26:56Ja.
00:26:57Ja, es brennt, es brennt.
00:26:59Es zieht zwar nicht besonders gut,
00:27:01aber für eine Grütze reicht es.
00:27:03Holen Sie mal Wasser.
00:27:18Ja.
00:27:36Die haben das Mehl vergiftet.
00:27:45Sie haben ja nicht ausgerechnet uns vergiften wollen.
00:27:48Nein, das wollten Sie bestimmt nicht.
00:27:51Eher haben Sie dabei schon an die Tataren gedacht.
00:27:54Mein Bruder war das.
00:27:57Einfach Gift.
00:28:00Für Menschen auszulegen.
00:28:03Das ist böse.
00:28:05So stumpfsinnig und böse ist das.
00:28:12Oh ja.
00:28:41Ja.
00:28:42Ja, die Liebe war sowieso schon im Eimer, als ich beschlossen habe, mein Glück allein zu suchen.
00:28:52Tja, das Glück.
00:28:55Das war schon ein komisches Glück.
00:28:58Hinter dem ich all die Jahre her war.
00:29:00Ja, und das Ergebnis ist das.
00:29:11Hört doch mal.
00:29:29Das sind Pferde.
00:29:32Sehen Sie denn was?
00:29:34Ein ganzer Trupp.
00:29:36Aber die reiten nur durchs Dorf.
00:29:55Ist das nicht herrlich?
00:29:56Wir fahren, Michael.
00:29:58Wenn man nicht den Kopf verliert, dann geht's schon.
00:30:01Diese Tataren sind längst über alle Berge.
00:30:05Danke.
00:30:07Sie kommen mit uns nach Erkutzen.
00:30:09Dort kann ich für Sie und Ihre Familie etwas tun.
00:30:20Hüeher, Fahrer!
00:30:31Das Ufer ist hier leer gefehlt.
00:30:43Dabei war unsere einzige Chance, an so etwas wie ein Kahn zu kommen, hier am Ufer.
00:30:48Aber hier ist nichts.
00:30:50Gar nichts.
00:30:56Das war zu befürchten.
00:30:59Wenn Sie sich auf die andere Yenisei-Seite abgesetzt haben,
00:31:03dann sind Sie bestimmt nicht so dumm gewesen,
00:31:06den Tataren in Ihre Fähren dazulassen.
00:31:08Dann ist hier für uns Endstation.
00:31:10Ich wüsste vielleicht eine Lösung.
00:31:13Damit würden wir sogar den Wagen über den Fluss bringen.
00:31:30So, das müsste jetzt reichen.
00:31:33Und wo muss der hin?
00:31:36Hinten an dem Wagenboden.
00:31:39Als Gegengewicht für den Schwimmer an der Deichse.
00:31:53Wäre es nicht besser, wir würden den Kahn ausräumen und den ganzen Krempel wegwerfen?
00:31:57Im Gegenteil.
00:31:59Je schwerer die Fuhre ist, desto geringer ist die Gefahr zu kentern.
00:32:03So, jetzt bin ich fertig.
00:32:05Gut.
00:32:06Dann kann es ja losgehen.
00:32:14Danke.
00:32:15Es geht schon.
00:32:17Ja, du kommst mal auf mir.
00:32:40Und da kann es.
00:33:02Wir dürfen uns jetzt möglichst nicht bewegen.
00:33:04Ich werde den Wagen ausbalancieren.
00:33:09Wie geht's, Picasso?
00:33:11Wunderbar!
00:33:25Wie weit sind wir schon?
00:33:28In der Mitte ungefähr.
00:33:38Hörst du auch was?
00:33:40Ja, das hört sich so an, als hackt irgendwer.
00:33:45Könnt ihr schon was sehen?
00:33:47Nein!
00:33:49Na, kommt vorwärts, Alter.
00:33:54Seht ihr immer noch nichts?
00:33:57Nein.
00:34:00Ich sehe nur Bäume.
00:34:05Da hinten, da ist Wagen im Fluss.
00:34:07Auf die Pferde!
00:34:09Los, beiegt euch!
00:34:10Nicht durch die Waffe!
00:34:11Alles auf die Pferde!
00:34:16Auf die Pferde!
00:34:18Junge, da ist er.
00:34:19Los, auf geht's!
00:34:23Da wird es!
00:34:24Tasch, das ist!
00:34:28Das ist es!
00:34:45Und wie ist das gekommen?
00:34:50Ich habe Patronenhülsen füllen wollen.
00:34:52Dabei ist das Pulver explodiert.
00:34:54Was hast du mit Pulver zu tun?
00:34:56Raus mit der Sprache.
00:34:58Ich bin Jäger.
00:34:59Runter damit.
00:35:04Nun geh.
00:35:05Und immer geradeaus.
00:35:19Lassen Sie ihn doch bitte endlich in Ruhe.
00:35:21Ich kann mir schon denken, was mit ihm los ist.
00:35:23Aber erst mal weg mit euch.
00:35:27Ich bin Jäger.
00:35:41Ich bin Jäger.
00:35:54Du da! Aufstehen und mitkommst!
00:35:56Nein!
00:35:57Komm!
00:35:57Nein!
00:35:59Ich werde es dir schon beibekommen!
00:35:59Nein!
00:36:00Nein!
00:36:01Nicht!
00:36:01Los! Raus mit dir!
00:36:02Hände mehr!
00:36:06Nadja!
00:36:11Nadja!
00:36:12Michael!
00:36:14Michael!
00:36:16Nadja!
00:36:17Ihr seid 30!
00:36:29Das ist der Mann, den Färfarkhan suchen lässt.
00:36:35Er hat ihn blenden lassen.
00:36:40Mit einer glühenden Schwertklinge.
00:36:42Oder nicht?
00:36:46Habe ich das vielleicht erfunden?
00:36:55Du kannst morgen früh weiterfahren.
00:36:59Färfark will nur diesen Mann wieder haben.
00:37:01Ich könnte euch auch beide zurückschicken, aber ich kann euch beide auch einfach verschwinden lassen.
00:37:06Ich weiß nicht.
00:37:07Was haben Sie nur davon, wenn Sie Menschen quälen?
00:37:11Aber ich glaube, Sie wissen das selbst nicht.
00:37:13Ich weiß ganz gut, was ich will.
00:37:17Euch Russen zeigen, was ihr seid.
00:37:18Ich weiß nicht.
00:37:22Ich weiß nicht.
00:37:28Ich weiß nicht.
00:37:33Ich weiß nicht.
00:37:47Oh!
00:38:30Hey!
00:38:33Hey, hey!
00:38:36Hey!
00:38:38Hey!
00:38:40Hey!
00:38:40What you!
00:38:41Oh-oh-oh-oh-oh!
00:38:42Hey!
00:38:45Hey!
00:39:29Meinetwegen kann euch Führerfahrt jetzt haben.
00:39:40Hier bin ich!
00:39:42Michael!
00:39:46Hier!
00:39:49Feuer!
00:39:50Schieß doch!
00:39:52Halt dich fest, Natja!
00:39:56So, Freundchen, dir werde ich schon zeigen.
00:40:20Da sind Männer von Theo Farcan eingekommen.
00:40:23Wir haben sie rüber geholt.
00:40:25Ich werde sie begrüßen.
00:40:51Du bist Haraskhan?
00:40:53Ja, ich bin der Emir von Kokant.
00:40:55Ich bin Ogarev.
00:40:57Führerfahrt lässt dir sagen, er wird in vier Tagen mit seinen Truppen hier sein.
00:41:00Ist alles bereit?
00:41:01Ja, so ziemlich.
00:41:0320 Flöße sind fertig.
00:41:05Bleibst du hier bei uns?
00:41:06Nein.
00:41:07Ich muss sofort weiter.
00:41:09Ich will morgen in Irkutsk sein.
00:41:13Wann greifen wir an?
00:41:15Wenn der Winter kommt, ist es zu spät.
00:41:17Das stimmt.
00:41:17Also, wann geht's los?
00:41:20Sobald ich in Irkutsk bin, wirst du Bescheid bekommen.
00:41:22Sobald den Rätten und Zaki.
00:41:35Sobald den Rätten.
00:41:37Weitere Zaki.
00:41:37Sobald den Rätten.
00:41:39Sobald die Rätten.
00:41:39Wir werden in Irkutsk?
00:41:44Chillerie Zaki.
00:41:45Sobald den Rätten.
00:41:51Und dabei wird sie vonкそう.
00:42:06Das ist Explosivstoff von sehr großer Sprengkraft.
00:42:10Sein Wirkungsgrad ist um ein Vielfaches höher als das gewöhnliche Schwarzpulver.
00:42:15Nobel nannte den Sprengstoff Dynamit.
00:42:19Dynamit?
00:42:19Ja.
00:42:21Ich persönlich hatte mir allerdings fest vorgenommen, von dieser Formel niemals Gebrauch zu machen.
00:42:28Aber Sie haben mich überzeugt.
00:42:29Also gut.
00:42:31Was für Rohstoffe brauchen Sie, um das Zeug schnell herzustellen?
00:42:35Schwefelsäure, ja, dann Salpetersäure, Glycerin, Kaliumperchlorat und Kolodiumwolle.
00:42:42Na, wie sieht's aus? Lassen Sie sich die Rohstoffe in der Stadt auftreiben?
00:42:45Ich werde für die Beschaffung dieser Dinge persönlich sorgen.
00:42:51Der Sprengstoff wird mittels einer Sprengkapsel, die man mit einer Verzögerungszündschnur zündet, entladen.
00:42:58Aber Vorsicht, die Mischung ist extrem instabil.
00:43:00Schon ein leichter Stoß kann die Explosion auslösen.
00:43:02Das ist ja verrückt.
00:43:04Der Mann jagt uns noch alle in die Luft.
00:43:06So schnell geht das Zeug nun auch wieder nicht los.
00:43:09Wir müssen jede Gelegenheit ergreifen, die uns die Möglichkeit gibt, unsere Kampfkraft entscheidend zu verstärken.
00:43:15Na gut, aber umsonst sind Sie nicht in die Verbannung geschickt worden.
00:43:20Ich werde dafür sorgen, dass Ihr Fall dem Zahn persönlich vorgelegt wird.
00:43:27Auf solche Männer wie Sie kann Russland nicht verzichten.
00:43:41Die Tatanen scheinen noch nicht bis hierher gekommen zu sein.
00:43:44Ich habe nichts Beunruhigendes gesehen.
00:43:47Aber ich bin nicht einem einzigen Menschen begegnet.
00:43:50Wie ausgestorben ist alles.
00:43:53Nicht einmal Katzen sieht man.
00:43:55Das war beängstigend.
00:43:58In einem Haus habe ich ein Stück Brot für Dich gefunden.
00:44:01Und ich habe mir ein paar Äpfel mitgebracht.
00:44:07Was hast Du denn?
00:44:11Was ist denn Michael?
00:44:15Ich denke an Picasso.
00:44:19Ja, ich weiß.
00:44:20Es hilft ihm aber auch nichts, wenn Du Dich hier rumquälst.
00:44:25Nein.
00:44:27Damit ist ihm nicht mehr zu helfen.
00:44:30Auch nicht den Leuten, die sie meinetwegen in Oms geschossen haben.
00:44:37Und meiner Mutter nicht.
00:44:41Und nicht den Schilfbauern in Paraba.
00:44:44All dieses Unglück.
00:44:45All diese Toten, die ich zurückgelassen habe.
00:44:50Dafür werde ich dann hinterher befördert.
00:44:52Oder ich bekomme irgendeinen Orden.
00:44:54Für Tapferkeit.
00:45:00Machen wir uns doch nichts vor, Nadja.
00:45:03Rittmeister Strogoff ist ein Versager.
00:45:07Und dieses Sibirien.
00:45:09Das gehört doch gar nicht uns.
00:45:10Das gehört doch den Tartaren.
00:45:12Haben wir es Ihnen vielleicht nicht weggenommen?
00:45:15Das ist doch alles dreckig.
00:45:18Dreckig.
00:45:19Dreckig.
00:45:21Ich weiß nur, dass wir nach Irkutsk müssen.
00:45:25Ja, wir müssen nach Irkutsk.
00:45:27Wo sollen wir denn sonst auch hin?
00:45:49Hier ist ein Fluss.
00:45:51Müssen wir rüber oder bleiben wir auf dieser Seite?
00:45:54Das ist die Tschuna.
00:45:56Da müssen wir bis nicht schon über Dins folgen.
00:45:59Es wird schon bald dunkel.
00:46:00Wollen wir nicht hier übernachten?
00:46:03Hell oder dunkel?
00:46:05Was ist das für mich schon für ein Unterschied?
00:46:07Wir waren ununterbrochen auf den Beinen.
00:46:09Sogar das Pferd ist dunkel.
00:46:12Was ich dir da zumute,
00:46:15hast du wirklich nicht verdient.
00:46:17Nein.
00:46:18Nein, Michael, sag sowas nicht.
00:46:20Das ist völlig in Ordnung.
00:46:22Bitte führe mich ans Wasser.
00:46:32Ah, okay.
00:46:49Ah!
00:47:32Untertitelung. BR 2018
00:48:03Untertitelung. BR 2018
00:48:33Untertitelung. BR 2018
00:48:46Und die Artillerie?
00:48:47Tja, White, da sieht's betraulicherweise schlecht aus.
00:48:51Das ist unsere Achillesferse, um ehrlich zu sein.
00:48:53Die Heeresleitung hat sämtliche Kanonen eingezogen.
00:48:55Sie sollen umgebaut werden und wir haben immer noch keine neuen.
00:48:57Das heißt, wir müssen ohne Kanonen auskommen?
00:48:59Nicht ganz, über drei Exemplare verfügen wir noch.
00:49:03Drei Mörser vom Kaliber 12.
00:49:07Erlauben Sie?
00:49:10Aber die Intendanz hat die angeforderte Munition irrtümlich nach Jakuts geschickt, statt zu uns.
00:49:17Auch gut.
00:49:19Dann wird es also ganz allein auf uns ankommen.
00:49:23Kavallerieattacken liegen den Kosaken auch mehr als lange Kanonaden.
00:49:28Kaiserliche White, Herr General, da ist ein Kurier aus Moskau angekommen.
00:49:33Ein Kurier aus Moskau?
00:49:34Jawohl, Herr General.
00:49:35Er hat sich mit dem Privatsiegel seiner Majestät des Zaren ausgewiesen.
00:49:39Man hat uns nicht vergessen.
00:49:40Endlich Befehle von meinem Bruder.
00:49:42Der Kurier soll sofort reinkommen.
00:49:53Rittmeister Michael Strogov.
00:50:14Woran soll man denn erkennen, dass das der Baikalsee ist?
00:50:18Einen anderen gibt es hier nicht.
00:50:20Jetzt ist es nicht mehr sehr weit.
00:50:24Wenn wir nur irgendwo ein Boot auftreiben könnten.
00:50:27Hier ist weit und breit kein Ort.
00:50:29Hier nicht.
00:50:31Oder siehst du irgendwas?
00:50:32Nein.
00:50:34So weit, wie man sehen kann, nur Schilf und Wasser.
00:50:37Manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe auch was.
00:50:41Nur so einen hellen Schimmer.
00:50:45Wenn ich die Augen nicht verbunden hätte...
00:50:47Wir kommen schon hin.
00:50:49Verlass dich drauf, wir schaffen es.
00:51:02Halt, warte mal.
00:51:03Geh in Deckung.
00:51:27Ich glaube nicht, dass das Tatanen sind.
00:51:29Das sind ganz bestimmt keine.
00:51:33Voranzhoff meint, dass wir hinter diesem alten Gemäuer recht gut aufgehoben sind.
00:51:36General Voranzhoff hat das volle Vertrauen seiner Majestät des Zaren.
00:51:39Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl...
00:51:42Was für ein Gefühl.
00:51:44Er hält den General für etwas überflussendlich.
00:51:48Nachwissen Sie, dass man in diesem verdammten Mistfest sitzt.
00:51:51Während in Sasko Jezello die Saison vielleicht wieder auf Hochtouren läuft.
00:52:24Das gilt für alle unsere Schriftsteller, verehrte Zarekland.
00:52:25Anzugreifen und diese Bande von Rebellen zu vertreiben.
00:52:28Sowas wie Kampfgeist können diese Wilden noch gar nicht haben.
00:52:31Wenn die sehen, dass unsere Säbel blitzen, fangen die an zu laufen.
00:52:34Habe ich nicht recht, Robert?
00:52:35Doch, Hoheit, ich muss Ihnen zustimmen.
00:52:38Entspricht Ihre Meinung den Befehlen, die Sie in Moskau bekommen haben?
00:52:40Seine Majestät hat befohlen, die Entscheidungen den Umständen anzupassen.
00:52:44Er schien jedoch grundsätzlich eine offensivere Haltung zu befürworten, General Boransow.
00:52:48Hat man Ihnen in Moskau keinerlei schriftliche Anweisungen mitgegeben?
00:52:52Nein, selbstverständlich nicht.
00:52:53Das wäre viel zu riskant gewesen, falls die Dataren mich erwischt hätten.
00:52:57Seine Überlegungen erscheinen mir vollkommen richtig.
00:52:59Ich bedauere, Hoheit.
00:53:00Ohne schriftlichen Befehl muss ich davon ausgehen,
00:53:03als kommandierender General auch weiterhin die ganze Verantwortung für Ihre Person und die Stadt zu haben.
00:53:08Das heißt, dass die unter meinem Befehl stehenden Truppen auf gar keinen Fall die Stadt verlassen werden.
00:53:16So, ihr beiden, trinkt das erst mal.
00:53:19Das tut euch gut.
00:53:20Das macht euch schnell wieder munter.
00:53:23Hier.
00:53:24So.
00:53:28Och, mein kleines Täubchen hier friert so furchtbar, dass es vor lauter Kälte zittert.
00:53:32Warte, ich gebe dir was Warmes zum Überziehen.
00:53:36Ihr könnt von Glück reden, dass ihr uns hier getroffen habt.
00:53:38Am Ufer langmarschieren, da wärt ihr niemals durchgekommen.
00:53:42Da hätten die euch ziemlich bald geschnappt.
00:53:44Das Ufer wimmelt jetzt von Tataren.
00:53:46Die reiten alle in Richtung Omsk.
00:53:48Da scheint sich irgendwas anzubahnen.
00:53:50So, das passt sicher.
00:53:51Es ist für meine Tochter.
00:53:53Das wird dich schön warm halten.
00:53:58Das ist der Sonntagskleid.
00:54:00Und wie wollt ihr das machen?
00:54:02Nach Irkutsk reinzukommen?
00:54:03Immer auf der Angare halten.
00:54:05An beiden Ufern ist Sumpfgelände.
00:54:06Da können die Tataren nicht an den Fluss ran.
00:54:08Ihr braucht überhaupt keine Angst zu haben, dass was schief geht.
00:54:11Ich sage euch, wie geschmiert geht das.
00:54:13Ihr werdet schon sehen.
00:54:15Ihr braucht euch um gar nichts zu kümmern.
00:54:18Wir beide machen das schon.
00:54:19Und wenn wir erst in der Stadt sind, dann sind wir in Sicherheit.
00:54:23Wir gehören zusammen.
00:54:25Wir sind alle verdammt arme Schweine.
00:54:49Die wollen mitgenommen werden.
00:54:50Beine werden sie sich schon holen müssen.
00:54:52So dicht kommen wir nicht ans Uferrand.
00:54:53Vorsicht.
00:54:55Schauen Sie sich die Leute lieber genau an.
00:54:57Der eine ist aus dem Nachbardorf.
00:54:58Die anderen kenne ich nicht.
00:55:00Kommt her!
00:55:10Wir brauchen uns nicht anzustrengen.
00:55:12Der Wind treibt uns sowieso rüber.
00:55:14Wann sind wir denn da?
00:55:16Heute Nacht.
00:55:19Von dieser Seite haben wir bestimmt nichts zu befürchten.
00:55:24Das Osttor lässt sich ganz leicht mit einer Handvoll Soldaten gegen jeden Angriff halten.
00:55:29Über die Zitadelle brauchen wir uns keine Gedanken zu machen.
00:55:35Ich glaube, dass General Voranzov doch völlig recht hat.
00:55:40Die Tataren sollen ruhig angreifen und sich die Köpfe einrennen.
00:55:43Und der Zar und Moskau sind so weit, als dass man dort die Dinge so sehen könnte, wie sie sich
00:55:47hier an Ort und Stelle zeigen.
00:55:49Aber wir könnten vielleicht ein Stück weiter kommen, wenn wir ein paar Informationen über die andere Seite hätten.
00:55:55Das ist leicht gesagt.
00:56:02Es müsste gehen.
00:56:05Bitte, darf ich Ihnen etwas vorschlagen?
00:56:07Ohne Förmlichkeiten bitte.
00:56:08Wenn Sie mir erlauben würden, heute Nacht die Stadt für eine Stunde zu verlassen, Moskau hat dafür gesorgt, dass wir
00:56:13Informationen bekommen.
00:56:16Also, sehen Sie zu, was Sie machen können.
00:56:20Der Rüttmeister darf jederzeit passieren.
00:56:28Viel Glück, Herr Rüttmeister.
00:56:39Ein einziges großes Tatarenreich, vom Ural bis zur Manscherei.
00:56:47Das ist das Ziel, für das ihr kämpft.
00:56:50Ein großes Reich, in dem alle die Gesetze des Koran befolgen.
00:56:55Das Heilige Reich des Islam.
00:56:57Ja!
00:57:05Siehst du da drüben die Lichter?
00:57:09Da in der Mitte.
00:57:12Die Fenster, die heller sind.
00:57:15Das ist das Regierungsgebäude.
00:57:18Ab morgen sitzt Ogarev irgendwo da drüben.
00:57:22Ivan Ogarev.
00:57:23Und was ist mit dem da?
00:57:25Und seinem Reich des Islams?
00:57:29Der soll ruhig erst mal die Kastanien aus dem Feuer holen.
00:57:33Erst müssen wir die Stadt mal haben.
00:57:35Dann wird sich schon zeigen, wem sie gehört.
00:57:45Hast du sie gesehen?
00:57:46Ja.
00:57:47Ihr Wagen ist heute im Lager angekommen.
00:57:49Hat sie von Ogarev schon was gehört?
00:57:50Nein, noch nicht.
00:57:51Aber ich glaube, sie rechnet heute Abend mit einer Nachricht von ihm.
00:57:54Wenn es soweit ist, möchte ich Genaues erfahren.
00:57:58Kolschak, komm her.
00:58:14Ivan, ich habe schon gedacht, du kommst nicht mehr.
00:58:18Da bin ich.
00:58:20Das ist gut.
00:58:21Ich werde die Angst nicht mehr los.
00:58:23Ivan, ich habe so auf dich gewartet.
00:58:26Ach, das ist was Schreckliches.
00:58:31Jetzt hör mir mal gut zu, ich habe nur wenig Zeit.
00:58:33Aus der Stadt habe ich sie nicht rausbekommen können.
00:58:36Der alte Voranzov vermeidet jedes Risiko, aber das macht nichts.
00:58:40Du sagst, Feofar, er soll noch heute Nacht zwei Ablenkungsangriffe vorbereiten.
00:58:44Einen im Norden und den anderen im Süden vom Fluss her.
00:58:47Jetzt pass auf, das Groß seiner Truppen hält er im Osten gegenüber der Zitadelle bereit.
00:58:51Wenn der Angriff in Gang ist, wird das Bolkaya-Tor geöffnet.
00:58:54Es ist da nicht besetzt.
00:58:55Ich bin am Tor und unsere Truppen können unbehindert in die Stadt eindringen.
00:58:57Und was ist mit dem Kurier?
00:59:01Nichts.
00:59:03Vergessen wir ihn.
00:59:05Morgen ist alles vorbei.
00:59:07Wann soll Feofar angreifen?
00:59:09Tja, sag ihm, ein Stück Strom aufwärts sind im Fluss zwei Erdöltanks festgemacht.
00:59:14Wenn der Fluss brennt, soll er angreifen.
00:59:40Nachricht, Meister.
00:59:43Hoheit, ich bedauere, dass ich nicht früher zurück sein konnte.
00:59:46Hat es sich gelohnt?
00:59:48Ich muss gestehen, ich bin skeptisch.
00:59:50Dieser Moskauer Agent will in Erfahrung gebracht haben,
00:59:53Feofar Kahn hätte beschlossen, die Stadt noch heute Nacht anzugreifen.
00:59:56Und zwar hier und hier.
00:59:59Wir sind auf seinen Angriff vorbereitet.
01:00:01Er ist uns herzlich willkommen.
01:00:02Und warum sind Sie skeptisch, Rittmeister?
01:00:04Haben Sie einen Anlass, die Auskünfte in Frage zu stellen?
01:00:07Die Tartaren greifen ungern derart befestigte Städte an.
01:00:10Wie alle Reitervölker.
01:00:12Aber Sie wissen das ja.
01:00:13Na, wie auch immer.
01:00:16Bravo, Strogow, bravo.
01:00:17Jedenfalls sind wir auf Ihren Angriff vorbereitet.
01:00:19Der wirklich gefährliche Mann bei den Rebellen ist ein ehemaliger russischer Oberst.
01:00:22Er heißt Ivan Ogarev.
01:00:23Ich habe hier eine Analyse anfertigen lassen, aus der die Einzelheiten über ihn hervorgehen.
01:00:27Fürst Ogarev ist Häuptling von 14 Tartaren-Stämmen.
01:00:30Ausgebildet auf der Militärakademie in Moskau.
01:00:33Degradiert, inhaftiert, ausgebrochen aus der Zitadelle Twer.
01:00:37Das ändert nichts.
01:00:38Ich glaube nicht, dass er großen Schaden anrichten kann, dieser ehemalige Oberst.
01:00:43Nicht so rasch.
01:00:44So schnell lassen sich Rebellen nicht zu disziplinierten Truppen umfunktionieren.
01:01:14Warum ist er nicht hergekommen und hat mir das selbst gesagt?
01:01:16Es ist bestimmt besser, wenn er sich nicht hier im Lager sehen lässt.
01:01:19Und ich habe dir alles Wort für Wort genauso wiederholt, wie er es mir mitgeteilt hat.
01:01:25Der Schmuck der Frau ist die Bescheidenheit, aber davon scheinst du noch nie etwas gehört zu haben.
01:01:30Doch, gehört habe ich es schon.
01:01:32Ja, natürlich. Und viele Frauen werden dir das auch glauben.
01:01:36Aber du selbst trägst lieber richtigen Schmuck, hm?
01:01:39Es kommt darauf an, wer ihn mir schenkt.
01:01:51So ein verdammtes Ruhlstück.
01:01:55Der Kerl wagt es mir, durch diese Person Anweisungen schicken zu lassen.
01:01:59Warum nicht?
01:02:01Ich würde mich über sowas nicht weiter aufregen.
01:02:04Hauptsache wir bekommen ihr Kutzk.
01:02:14Stimmt, Teichis.
01:02:16Ruf die Hornführer zusammen.
01:02:18Was geht uns diese Zigeunerin an?
01:02:26Vorsicht!
01:02:27Ihr müsst das Bloß weiter nach links bringen.
01:02:29Schneller!
01:02:29Kommt in die Strömung!
01:02:31Kommt los!
01:02:33Wir sind zu schnell, Rudert!
01:02:35Wir müssen in die Strömung raus!
01:02:37Vorsicht!
01:02:38Ein hoffes Insel!
01:02:39Sie würden das auf der Strömung raus!
01:02:40Rudert! Rudert!
01:02:42Riecht es doch in die Mitte!
01:03:06Wir sind nicht mehr weit.
01:03:08Wir müssen sehen, dass wir allein weiterkommen.
01:03:10Wie sollen wir denn allein weiterkommen?
01:03:13Ein angeschwemmter Baumstamm.
01:03:14Sowas gibt es bestimmt hermuchen.
01:03:16Ja.
01:03:16Dann mit der Strömung treiben lassen.
01:03:18Ja gut.
01:03:19Macht die Augen auf.
01:03:21Wir müssen da lagen.
01:03:35Wenn Irkutsk erst einmal gefallen ist, gehört Sibirien uns.
01:03:38Von Turkestan bis zur Manschorei.
01:03:39Ein riesenhaftes Reich, Teichis.
01:03:42Und Ogareff?
01:03:44Es ist ein Jammer, dass wir keine Verwendung für ihn haben.
01:03:46Und was fangen wir mit ihm an?
01:03:48So einfach ist das gar nicht mit ihm.
01:03:49Er hat immerhin 14 Stämme hinter sich.
01:03:52Ich habe gehört, er lässt sich von seiner Zigeunerin das Geschick aus der Hand lesen.
01:03:55Aber was dabei herausgekommen ist, weiß ich nicht.
01:03:57Was hältst du denn davon, wenn ich mir auch mal aus der Hand lesen lasse?
01:04:01Du glaubst doch nur an dich selbst.
01:04:02An wen denn sonst?
01:04:07Wir sind so weit, Takshir.
01:04:09Die Truppen sind in drei Angriffskeile aufgeteilt und stehen in Bereitschaft.
01:04:13Ein Keil wartet in den Hügeln am Volkaya-Tor.
01:04:17In Ordnung.
01:04:24Und euch beiden wünsche ich, dass ihr am Leben bleibt.
01:04:31Wer hat hier das Kommando?
01:04:32Leutnant Serow.
01:04:33Wo ist er?
01:04:33Da drüben, Herr Rittmeister.
01:04:37Leutnant Serow, kommen Sie doch bitte mal her.
01:04:40Sie gehen mit Ihrer Einheit sofort zu den Festungswellen am Fluss.
01:04:45Das begreife ich nicht.
01:04:47Wir können das Volkaya-Tor doch nicht unbewacht lassen.
01:04:49Befehl vom General Voranzow.
01:04:51Sämtliche Einheiten der Garnison haben sofort in den westlichen Festungswellen Stellung zu beziehen.
01:04:56Vereilen Sie sich bitte.
01:04:58Jawohl, Herr Rittmeister.
01:05:01Zweite Zug.
01:05:02Eintreten.
01:05:25Ich kann immer noch nichts sehen.
01:05:28Oh!
01:05:45Das Wasser riecht ganz komisch.
01:05:48Da riech mal.
01:05:58Petroleum.
01:06:02Das Zeug schwimmt auf dem Wasser.
01:06:04Wo kommt das denn her?
01:06:06Ich habe keine Ahnung.
01:06:08Wo steckt's Druck auf?
01:06:10Es hat ihn niemand gesehen, Horace.
01:06:11Das war es nicht nur, Herr Rittmeister.
01:06:12Ich bin nicht nur, Herr Rittmeister.
01:06:16Ich bin nur, Herr Rittmeister.
01:06:34Der Herr Rittmeister ist ein Mann.
01:06:54Da brennt ja der Fluss!
01:07:03Ich kann's sehen! Ich kann's sehen!
01:07:08Hierher, Nadja! Hierüber!
01:07:11Na los! Komm, hier rüber!
01:07:33Lauf, Nadja! Lauf, was du kannst! Wir müssen in die Schachtel!
01:07:38Komm!
01:07:45Komm!
01:07:48Komm!
01:07:50Komm!
01:07:59Dich komm!
01:08:02Was weiß ich, machen Sie Platz. Aus dem Weg.
01:08:04Los, los.
01:08:14Hey, woher?
01:08:16Wo wollt ihr hin?
01:08:17Vor der Reier-Tor.
01:08:18Wenn ihr meistens noch ein Gegenbefehl überbringt,
01:08:20dann ist er an die Westseite.
01:08:21Lauf, wir folgen.
01:08:51Ja, Oberst. Ich kann Sie sehen.
01:08:53Strakow.
01:09:23Ja, Oberst.
01:09:32Was würdest du nicht bald hüten?
01:09:33Wenn wir keine Munition haben.
01:09:35Das ist hier, Herr General.
01:09:53Aua.
01:10:14Ja, Oberst.
01:10:20Geh!
01:11:02Das war's für heute.
01:11:42Noch immer nichts?
01:11:47Schau mal eine Nacht, was da los ist.
01:11:49Ja, Tachir.
01:12:28Ja, Tachir.
01:12:30Ja, Tachir.
01:12:31Ja.
01:12:34Ja, Tachir.
01:12:36Tachir.
01:12:40Geh! Geh!
01:13:28Was wollen Sie hier? Sind Sie verrückt geworden? Sie gehören mit Ihren Leuten ans Volkaya-Tor.
01:13:32Ich soll mich bei Ihnen melden, hat Drittmeister Strockhoff gesagt.
01:13:34Ich habe niemals einen derartigen Befehl gegeben. Jetzt ist das Volkaya-Tor völlig unbewacht.
01:13:38Herr General, ich habe mich auch schon über diesen Befehl gewundert.
01:13:40Sie übernehmen hier das Kommando, Herr Oberst. Ich werde das erst mal klären.
01:13:43Haben Sie einen Verdacht?
01:13:44Bei der prekären Lage, in der wir uns befinden, müssen wir mit allem rechnen, woher ich.
01:13:48Wir dürfen uns nichts vormachen.
01:13:49Ja. Folgen Sie mit Ihren Männern, Leutnant.
01:13:52Zu Befehl.
01:13:56Geh!
01:13:58Geh!
01:14:03Geh!
01:14:06Geh!
01:14:07Geh!
01:14:08Geh!
01:14:09Geh!
01:14:10Geh!
01:14:11Geh!
01:14:12Geh!
01:14:13Geh!
01:14:13Geh!
01:14:13Geh!
01:14:14Geh!
01:14:14Geh!
01:14:15Geh!
01:14:16Geh!
01:14:19Geh!
01:14:20Geh!
01:14:33Feofar wird langsam ungeduldig. Was ist los?
01:14:35Ich frage mich auch, was da los ist. Bis jetzt ist das Bolkaya-Tor noch zu.
01:14:44Feofar wird langsam ungeduldig. Was ist los?
01:14:46Greift weiter an! Attacke!
01:14:51Wir verkluchten Feindrunde, ihr Scheißgeirr!
01:14:59Ich brauche neue Befehle. Wir haben bis jetzt vor dem Bolkaya-Tor gewartet.
01:15:04Aber da rührt sich nichts. Die Russen halten die Festungswelle.
01:15:07Wenn nicht sofort was geschieht, dann ist es zu spät.
01:15:10In einer halben Stunde ist es hell, dann ist alles aus.
01:15:13Attacke! Attacke!
01:15:16Unsere Truppen können die Stellung am Fluss nicht mehr halten.
01:15:20Unmöglich! Ich kann sie nicht mehr zurückhalten!
01:15:22Feige Hunde sind das! Feige Hunde!
01:15:24Sie haben sich so gut gehalten, wie es ging.
01:15:28Aber die Russen haben eine neue Waffe, Attacke!
01:15:30Ach was! Feiglinge sind sie!
01:15:32Waschlappen, die weder Saft noch Kraft in den Knochen haben!
01:15:35Mach dir doch nichts vor! Das Bolkaya-Tor sollte geöffnet werden.
01:15:38Das ist schief gegangen.
01:15:39Hier ist etwas passiert, wovon wir keine Ahnung haben.
01:15:41Ogareff hat uns reingelegt. Dieses Schwein hat uns verkauft.
01:15:44Er versucht uns, den Russen in die Hände zu spielen.
01:15:46Und ihr habt ihm alle vertraut!
01:15:48Ich hab euch immer vor ihm gewarnt, vor diesem dreckigen Halbrussen.
01:15:51Tu lieber etwas, anstatt hier rumzustehen, statt große Worte zu spucken.
01:15:55Du, du hast ihn im Stich gelassen.
01:15:57Mach, dass du wegkommst!
01:15:58Er riskiert sein Leben, und was tust du?
01:16:01Ihr lasst euch für ihr Dumm verkaufen!
01:16:02Er will euch einreden, dass ihr für den Islam kämpft!
01:16:05Ihr kämpft für ihn!
01:16:07Das Reich Allahs, von dem er euch erzählt, damit meint er sein Reich!
01:16:11Vom Ural bis zur Manschurei das Reich Theophars!
01:16:15Das Ganze ist nichts weiter als ein Affentheater, das er euch vormacht!
01:16:19Er verachtet euch alle!
01:16:22Ihr seid seine Sklaven!
01:16:24Er liebt nur sich selbst!
01:16:28Vielleicht hätte Ogarev dir helfen können, aber du hast ihn im Stich gelassen.
01:16:34Er ist dir im Weg gewesen.
01:16:36Du hast ihn umgebracht!
01:16:39Umgebracht hast du ihn!
01:17:14Ich weiß nicht, was du hier rumsitzt.
01:17:17Zwei russische Armeen sind im Anmarsch.
01:17:19Mehr als 100.000 Mann nur noch vier Tagesmärsche entfernt.
01:17:22Wollen wir warten, bis wir an die Zange genommen werden?
01:17:24Wir können nur noch nach Süden ausweichen.
01:17:27Es ist noch Zeit, aber wir müssen uns verdammt beeilen!
01:17:31Du gewinnst nichts, wenn du hier rumsitzt und das Feuer anstarrst und grübelst.
01:17:36Die Steppe ist groß, bald gibt's Schnee.
01:17:40Der Winter ist unser Verbündeter.
01:17:44Auf Allah ist kein Verlass mehr.
01:17:47Eis und Schnee nur noch.
01:17:56Schade, dass wir ihn nicht lebend erwischt haben.
01:17:58Ich hätte es lieber gesehen, wenn er gehängt worden wäre.
01:18:02Solche jämmerlichen Kreaturen gehören an den Galgen.
01:18:06Er war nicht jämmerlich.
01:18:10Das war bestimmt nicht.
01:18:12Wir sprechen von einem Offizier, der seinen Alter auf die russische Fahne gebrochen hat.
01:18:16Von einem Rebellen.
01:18:18Ja, er war ein Rebell.
01:18:21Er hat gewusst, was er wollte.
01:18:24Nicht alle wissen das.
01:18:53Ivan!
01:18:54Ivan!
01:18:54Ivan!
01:18:58Ivan!
01:19:54UNTERTITELUNG
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