- vor 7 Minuten
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SpaßTranskript
00:00Wir haben doch gewusst, dass es nicht ewig so weitergehen kann, oder?
00:02Ja.
00:04Weißt du, was jetzt kommt?
00:09Ende der Auszeit.
00:11Das Erleben wird wieder wie früher sein.
00:14Ich weiß nicht, ob ich...
00:15Ich verspreche dir, es wird nie wieder vorkommen.
00:17Wie kannst du dir da so sicher sein?
00:19Weil wir so bald wie möglich heiraten werden.
00:21Wie bald?
00:23In zwei Wochen.
00:30I'm a true believer
00:35And I've seen the power of what they look into
00:43I'm a true believer
00:50I believe in you
01:00In zwei Wochen?
01:03Ist das dein Ernst?
01:07Oder in drei oder vier?
01:10Nein, in zwei Wochen ist gut.
01:13Sehr gut.
01:22Das muss ja ein toller Typ sein.
01:25Ich frage dich, ob du mich heiraten willst
01:26und du hörst mich auf zu heulen.
01:29Ehrlich gesagt, habe ich mir das schon ein bisschen anders vorgestellt.
01:32Es kommt so plötzlich.
01:34Ach komm, Judith.
01:35Wir wissen es, seitdem wir acht sind.
01:38Ich war sieben.
01:40Du warst alt genug, um mir aus der Hand zu lesen.
01:41Das hat mir mal was ganz Großes wert.
01:43Ich billete mir damals ein, ich wäre die Kollegin von Bibi Blocksberg.
01:50Deine bezaubernde Wirkung auf mich hast du nicht verloren.
01:56Es ist also nicht nur wegen des Kindes.
01:58Judith, bitte.
02:00Oder weil ich dir leid tue.
02:04Ich heirate dich deinetwegen.
02:10Und wegen des Kindes.
02:16Akzeptiert.
02:17Dann heißt das ja.
02:20Wen wollen wir alles einladen?
02:25Ich weiß nicht.
02:27Ich würde sagen, zunächst einmal deine Eltern,
02:29meine Eltern, Geschwister,
02:31die besten Freunde.
02:33Und im Grunde genommen reicht das schon, oder?
02:35Eine kleine Hochzeit.
02:36Nur wir,
02:38die Familie
02:39und die besten Freunde.
02:41Oder hättest du gerne noch ein paar
02:43Aufsichtsratsmitglieder aus der Bank dabei?
02:45Am liebsten würde ich niemanden einladen.
02:48Nur wir beide.
02:50Du und ich.
03:01Sehe ich das richtig,
03:02dass heute mal wieder
03:03ein ganz besonders kurzer Schultag war?
03:05Oder bist du etwa noch gar nicht?
03:09Hey,
03:10was ist denn mit dir los?
03:15Ich weiß auch nicht.
03:18Der Vogel sieht einfach so traurig aus.
03:23Was ist das denn für eine Comicfigur?
03:25Es ist kein Comic.
03:27Es ist eine Dronte,
03:28auch Dodo genannt.
03:29Ein flugunfähiger Vogel,
03:31der bis vor 500 Jahren
03:32noch auf Mauritius lebte.
03:35Bis diese spanischen,
03:37blutrünstigen Seefahrer
03:38sich mit ihm den Bauch vollschlugen.
03:39Und deswegen heulst du?
03:42Es kommt vor,
03:43dass Arten aussterben.
03:44Die Dinosaurier leben ja schließlich
03:45auch nicht mehr.
03:46Aber die wurden nicht einfach aufgefressen.
03:48Die waren auch nicht so schutzlos.
03:51Schutzlos?
03:52Also ich finde ihn ziemlich fett.
03:54In der Literatur ist die Dronte
03:56der Vogel der Liebe.
03:57Ah.
03:59Daher weht der Wind.
04:01Ach, du verstehst doch gar nichts.
04:04Diese Vögel waren absolut zutraulich.
04:07Die waren so zahm.
04:08Die hatten überhaupt keine Feinde.
04:10Die sind ihren Mördern
04:12regelrecht in die Arme gelaufen.
04:13Ja, schön blöd.
04:15Und als sie bemerkten,
04:16was die blöden Spanier
04:17mit ihnen vorhatten,
04:18sie nämlich fressen,
04:18war es längst zu spät.
04:22Weil sie nicht wegfliegen konnten,
04:24weil sie keine Flügel hatten.
04:27Nicht weglaufen,
04:27weil sie zu kurze Beinchen hatten.
04:32Ich weiß schon,
04:33warum ich Vegetarierin werden wollte.
04:35Wegen Heiko.
04:41Ich finde es einfach blöd,
04:42dass er mir nicht gesagt hat,
04:43wer er wirklich ist.
04:45Darf ich dich daran erinnern,
04:46dass du ihm auch nicht alles gesagt hast?
04:48Margret?
04:51Ob er mich noch mögen wird,
04:53wenn er weiß, wer ich bin.
04:56Na ja.
04:57Vielleicht ist er ja auch so ein Spanier,
04:59der seine Tronte sucht.
05:01Das weiß man bei Jungs wie Heiko
05:03nie so genau.
05:04Aber du hast schließlich
05:05beide zum Weglaufen.
05:10Okay.
05:12Ich sag's ihm heute Abend.
05:14Ja.
05:21Ich hoffe,
05:22dass ich in meinem Ratschlag
05:22nicht zu weit gegangen bin.
05:24Wieso?
05:25Was hast du ihr denn geraten?
05:26Dass sie endlich an sich denken sollen.
05:29Jetzt bin ich aber erleichtert.
05:31Heute früh dachte ich,
05:32fast es sei verstopft.
05:35Wie im letzten Herbst.
05:36Ja.
05:37Dann hätten wir aber tief
05:38in die Tasche greifen müssen.
05:39Dann wäre nämlich
05:40eine neue Leitung fällig gewesen.
05:42Du hast mir überhaupt nicht zugehört.
05:45Doch.
05:46Womit bist du denn zu weit gegangen?
05:48Ich habe Judith darin bestärkt,
05:50sich eine eigene Wohnung zu nehmen
05:51und sich vorläufig von Oliver zu trennen.
05:54Ich hoffe, sie nimmt mir das nicht übel.
05:57Oliver ist ziemlich geschockt.
05:58Das kann ich mir vorstellen.
06:01Aber wenn Judith
06:02diesen Schritt wirklich geht,
06:04dann werde ich sie dabei unterstützen.
06:05Und wenn sie bleibt?
06:07Dann auch.
06:09Aber es wird mir schwer fallen.
06:15Was hast du ihm denn geraten?
06:17Vergiss Bianca.
06:21Toller Rat.
06:23Das hat er ja schon ein paar Mal versucht.
06:25Ich weiß, aber
06:25mehr fällt mir dazu einfach auch nicht mehr ein.
06:28Eben, und deshalb muss Judith handeln.
06:30Und er kriegt sie offensichtlich nicht hin.
06:34Morgen, ihr Herren.
06:35Hallo, Bianca.
06:36Was macht die Frau mit dem Gipskopf?
06:39Äh, Gipsbein.
06:41Es geht ihr gut.
06:42Ich glaube, ich konnte ihr helfen.
06:45Ihr würd dich sicher vermissen.
06:47Ich sie auch.
06:58Hey, wieso habt ihr meine Kerzen ausgepackt?
07:01Na, ich weiß nicht.
07:02Es war Eddie.
07:04Weil diese Kerzen ihn an seine Räucherstäppchenphase erinnern.
07:07Dich erinnern sie daran.
07:09Tut mir leid.
07:10Ich war ein bisschen vorherig.
07:11Ich hab gedacht, dass das Päckchen ist für mich.
07:13Ich hab nämlich
07:15auch Glühbirnen für unsere Autos bestellt.
07:18Aber jetzt will ich doch auch wissen,
07:20ob die Kerzen auch angezündet so schön riechen.
07:22Hey, willst du das von bleiben lassen?
07:24Die sind alleine für mich und meine Wohnung.
07:26Na, da bin ich ja erleichtert.
07:27Wieso?
07:28Dass ihr nicht auf die Idee kommt,
07:29diese Kerzen hier in unserer Küche aufzustellen.
07:32Gegen Räucherstäppchen bin ich nämlich allergisch.
07:34Warte, das sind Duftkerzen.
07:37Ich mag diese Düfte.
07:39Ein bisschen Patchouli
07:40und man träumt von fernen Welten.
07:42Ich glaube, mein Vater träumt da eher
07:43von großen roten Löschzügen.
07:46Hallo, Bianca.
07:48Wie geht's deiner Patientin?
07:50Ich glaube, es geht dir wieder gut.
07:51Sag mal,
07:52du hast uns halt einen fantastischen Bruder verschwiegen.
07:55Ich hab nur Gutes über ihn gehört.
07:57War Heiko schon wieder hier?
07:58Der war doch auch in Indien.
08:00Der würde die Düfte sicherlich mögen.
08:02Wer Indien mag,
08:04hat auch Sinn für schwere Erode.
08:06Das ist eine fantastische Düfte.
08:07Egal, ob er Sinn dafür hat oder nicht.
08:09Ich glaube, wir alle freuen uns,
08:10dass ihr Bruder endlich wieder heil
08:12von seiner Weltreise zurückgekehrt ist.
08:13Danke.
08:14Ich mich auch.
08:19Ach, Mist.
08:24Ist was passiert?
08:27Nein, nur runtergefallen.
08:29Hoffentlich haben Sie sich nicht geschnitten.
08:31Ich pass schon auf.
08:36Was verstehen Sie unter einer intelligenten Geldanlage?
08:41In welcher Höhe?
08:4410.000?
08:47Bei einer solchen Summe sind die Möglichkeiten,
08:50anlegerische Intelligenz zu beweisen,
08:51leider sehr begrenzt.
08:52Was halten Sie von Aktien?
08:54Da muss man nämlich keine Steuern zahlen.
08:57Manchmal tut es richtig weh,
08:59mit welchen Vorstellungen die Leute hier leben.
09:01Natürlich müssen Sie Spekulationsgewinne versteuern.
09:04Ach ja?
09:05Da hat Pascal mir eine völlig falsche Auskunft gegeben.
09:07Hören Sie mir bitte mit Pascal auf.
09:09Wenn ich diesen Namen noch einmal höre,
09:11dann falle ich auf der Stelle tot um.
09:16Pascal.
09:19Mir ist nicht nach Scherzen zumute.
09:22Und für Anlagetipps im Bereich von unter 50.000 Euro
09:25ist unsere Abteilung für Kleineleger zuständig.
09:27Ich hätte es aber lieber etwas persönlicher.
09:30Bedauerlicherweise kann ich Ihnen heute
09:32keine kompetenten Ratschläge geben.
09:34Heute ist kein guter Tag.
09:36Hat Pascal Sie geärgert?
09:38Das ist noch milder ausgedrückt.
09:39Was hat er denn getan?
09:40Ich möchte jetzt nicht darüber reden.
09:42Ich werde zu Hause arbeiten
09:44und dabei alle Lichter ausknipsen.
09:48Ich habe Kopfschmerzen.
09:55Du armes Bambi.
09:58Also versprochen, zum Mittag bist du wieder da?
10:00Versprochen.
10:01Wenn du aber doch länger in der Bank bleiben musst,
10:02dann werde ich es auch überleben.
10:05Judith, ich habe gesagt,
10:06dass ich nach diesen drei Tagen wieder voll und ganz für dich da sein werde.
10:09Und daran werde ich mich halten.
10:12Manchmal habe ich ja gezweifelt,
10:14aber ich glaube, ich kriege doch den besten Mann der Welt.
10:21Und ich kriege eine Frau, die ich eigentlich gar nicht verdient habe.
10:32Ich war so unsicher.
10:37Also, dass du dir ein neues Zuhause gesucht hast,
10:39das kann ich ja gerade eben noch verstehen.
10:43Aber dass du es bei der Konkurrenz getan hast,
10:45das finde ich wirklich unverzeihlich.
10:46Wir haben auch eine gute Immobilienabteilung.
10:49Ab jetzt nur noch zusammen.
10:51Ist es okay, wenn ich es gleich meiner Mutter erzähle?
10:53Nur, wenn ich es direkt meinem Vater sagen kann.
10:55Ich bin so glücklich, ich werde sofort meine Eltern anrufen.
10:58In Brasilien?
11:00Ist es doch jetzt mitten in der Nacht?
11:02Nein.
11:03Die Sonne geht gerade auf.
11:05Außerdem bei der guten Nachricht darf ich sie wohl wecken.
11:07Meine Mutter würde es mir nie verzeihen,
11:09wenn ich sie nicht anrufen würde.
11:10Kurz.
11:12Wenn ich wieder da bin, sagen wir es meiner Mutter, okay?
11:15Ja.
11:16Tschüss.
11:19Tschüss.
12:00Ich bin's.
12:02Hi.
12:04Tut es noch sehr weh?
12:06Was?
12:09Die Liebe.
12:11Ich meine dein Tattoo auf dem Rücken.
12:14Ja, tut noch weh.
12:15Schlimm.
12:16Mh-mh.
12:17Geht schon.
12:18Wenn es nicht wehtun würde, wäre es keine Liebe.
12:21Und ich hab süß geträumt, als ich geschlafen hab.
12:25Und ich hab mir so überlegt.
12:28Und mich gefragt, wann wir uns das nächste Mal wiedersehen werden.
12:32Schwupps war der Schmerz wie weggeblasen.
12:34Wie wär's heute Abend im Fisch?
12:36Ähm.
12:38Ich muss dir etwas sagen, etwas sehr Wichtiges.
12:41Ich werd da sein, Liebes.
12:45Ja.
13:05Hallo, Pascal.
13:07Ich bräuchte einen Rat von dir.
13:09Wann?
13:10Sofort.
13:22Ach, bist du jetzt unter die Umweltschützer gegangen?
13:24Nein.
13:26Aber du liegst gar nicht so falsch.
13:27Das Projekt hat tatsächlich mit Naturschutz zu tun.
13:29Ich weiß, ich weiß.
13:31Woher?
13:31Vater hat mir davon erzählt und ich hab mich kundig gemacht.
13:34Aha.
13:36Und?
13:38Ich meine, ist möglicherweise ein gutes Geschäft.
13:43Ich will den Betreibern auch keine schlechten Absichten unterstellen.
13:46Ich glaube, sie wollen nur das Beste.
13:47Aber genau da, wo das Wasserkraftwerk gebaut werden soll, befinden sich Brut- und Nistplätze seltener Vogelarten.
13:52Und die Umweltschützer protestieren schon heftig dagegen.
13:55Ich weiß.
13:57Aber die Vogelbestände werden durch den Bau des Kraftwerks nicht gefährdet werden.
14:00Im Gegenteil.
14:02Eco Correnta hat sich verpflichtet, für fünf Millionen Euro ein Vogelschutzreservat einzurichten,
14:06um seltene Zugvögel wieder heimisch zu machen.
14:08Nach strengsten EU-Richtlinien.
14:11Unsere Rechtsabteilung hat das geprüft.
14:13Nach dem Bau des Kraftwerkes werden dort wieder mehr Vogelarten heimisch sein als vorher.
14:18Ganz zu schweigen von anderen Tierarten wie Dachsen oder Füchsen.
14:21Oliver, ich schätze deine Begeisterungsfähigkeit.
14:24Nein, wirklich, ich beneide dich darum, aber...
14:26Aber was?
14:29Du kannst mir erzählen, was du willst.
14:31Für mich riecht das nach Ärger.
14:33Umweltschützer lassen nicht so schnell locker und Ökostrom ist ein heikles Geschäft.
14:37Ich hatte die gleichen Bedenken, Pascal.
14:40Aber hier ist der neueste Pressebericht.
14:45Eine Einigung mit den Vogelschützern ist erreicht.
14:49Und Eko Corrente hat sich verpflichtet,
14:50auch die jährlich anfallenden Kosten für das Vogelschutzreservat zu übernehmen.
14:54Con una parte, mit einem Teil der Umweltschützer.
14:58Steht hier.
14:59Ich wusste gar nicht, dass du so gut Italienisch sprichst.
15:02Ich esse regelmäßig mit der Mafia zu haben.
15:05Ich kenne die Betreiber.
15:07Es sind alles seriöse und engagierte Leute.
15:10Ich bin sicher, dass sie auch die letzten Skeptiker unter den Umweltschützern überzeugen werden.
15:14Mit wie viel wirst du einsteigen?
15:1620 Millionen.
15:18Na dann.
15:21Viel Glück.
15:33Tina.
15:35Wir heiraten.
15:37In zwei Wochen!
15:39Ach, das geht ja wie in drei Sekunden von Null auf Hundert.
15:45Gerade wolltest du noch ausziehen.
15:46Und jetzt wird geheiratet.
15:48Die Unsicherheit über Olivers Absicht und seine Gefühle, das ist vorbei.
15:51Endlich.
15:52Und du bist meine Trauzeugin.
15:56Ich freue mich, wirklich.
15:59Ich muss die gute Nachricht mir erst mal verdauen.
16:08Noch vor kurzem waren wir in einer Liebe verbunden, die dunkler und tiefer ist als jede Nacht.
16:14Er ist meine Droge.
16:15Und ich bin seine.
16:18Er muss genauso fühlen wie ich und ebenso leiden unter diesem Entzug.
16:23Gab es da nicht diesen Mythos im alten Griechenland?
16:26Von den ersten Menschen.
16:29Sie waren am Rücken zusammengewachsen.
16:31Um sich zu sehen, mussten sie sich trennen.
16:39Ja?
16:42Darf ich reinkommen?
16:44Ja, klar.
16:46Ich bin übrigens Heiko, Biancas Bruder.
16:48Ich glaube, sie hat mit dir geredet.
16:49Ja, hat sie.
16:50Ich bin übrigens Oliver.
16:52Setz dich.
16:54Bianca hat mir so viel von dir erzählt.
16:56Es ist schön, dich kennenzulernen.
16:57Oh, entschuldige.
16:58Ist das okay, wenn ich du sage?
17:00Darf ich mir noch etwas überlegen?
17:02Klar.
17:02Aber ich bleibe so lange beim Du, okay?
17:05Also, wie schnell komme ich an das Geld?
17:08Das Geld aus der Lebensversicherung deines Vaters ist fest angelegt.
17:11Und Bianca konnte ja nicht ahnen, dass meine Oma so schnell stirbt.
17:16Tja, hat mich auch überrascht.
17:18Als ich sie das letzte Mal gesehen habe, so vor vier bis fünf Jahren, ging es ihr noch blendend.
17:22War echt der Schock.
17:25Ja, für mich auch.
17:27Ich habe sie sehr gemocht.
17:29Es tut mir leid.
17:31Trotzdem, das Leben geht ja weiter.
17:33Und die Hunderttausend, bitte nicht den Kleinschein.
17:37Wenn du das Geld jetzt früher rausnimmst, Heiko,
17:40dann sind die angesparten Zinsen zum Teufel.
17:42Und du hast am Ende weniger als vorher.
17:45Egal.
17:45Ich brauche es dringend.
17:46Ich muss meiner Cousine 400 Euro zurückgeben.
17:48Und dann brauche ich noch was für ein Geschenk.
17:50Das Mädel ist mir wichtig.
17:52Dafür habe ich natürlich falsch das Verständnis.
17:55Ich könnte dir was vorstrecken.
17:58Und was kostet mich die Sache?
18:00Nichts.
18:01Verstehe ich nicht.
18:02Warum machst du das?
18:04Weil ich deine Familie mag.
18:06Kapiert?
18:08Nicht wirklich.
18:11Nun, ich empfinde vielleicht ein wenig Verantwortungsbewusstsein für euch.
18:21Soll vorkommen.
18:23Helfer-Syndrom oder so.
18:27Dann hätte ich erst mal gerne fünf.
18:31Gut.
18:32Ich rufe gleich unten in der Kasse an.
18:34Solltest du mehr brauchen, sag mir einfach Bescheid.
18:36Ich richte dir ein Konto ein und dann überweise ich dir den jeweiligen Betrag.
18:39Okay.
18:40Thanks, mein Lieber.
18:41Bist echt okay.
18:42Und weißt du was?
18:42Du hast beim Dublein.
18:45Ach, Heiko.
18:46Wie geht's eigentlich Bianca?
18:49Keine Ahnung.
18:49Hab sie heute noch nicht gesehen.
18:50Aber wenn du willst, kann ich sie mal fragen.
18:52Nee, lass mal.
18:53Das mag ich schon selbst.
19:02In zwei Wochen.
19:03Und ich soll auch noch Trauzeugin sein.
19:06Er hat Judith mit Sicherheit noch nichts von Bianca erzählt.
19:09Und wahrscheinlich liebt er Bianca immer noch.
19:10Das ist doch keine Hochzeit.
19:12Das ist eine Farce.
19:14Matthias.
19:16Judiths Trauzeugin zu sein.
19:18Nein, nein.
19:19Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinen.
19:22Ich verstehe dich ja, Tina.
19:23Aber sollten wir uns nicht mehr um unser eigenes Leben kümmern?
19:26Ich meine, so sehr wir Judith, Bianca und Oliver auch mögen, aber wir können ihre Probleme
19:29nicht zu unseren machen.
19:31Du meinst, wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich welche?
19:34Sechs Tische sind für heute Abend reserviert.
19:35Ein Anglerverein.
19:36Im Moment läuft's ganz gut.
19:38Wir sollten lieber die Zeit genießen, anstatt uns über die Entscheidungen anderer Leute
19:41den Kopf zu zutaten.
19:41Anderer Leute?
19:42Sie sind unsere besten Freunde.
19:43Ach, zu diesem Thema wurde doch schon wirklich alles gesagt.
19:46Eben nicht.
19:46Das Wichtigste wurde nicht gesagt.
19:48Das ist doch nicht alles so ernst.
19:49Kein Mensch kann dich zwingen, Trauzeugin zu sein, wenn du nicht willst.
19:55Ja, wahrscheinlich hast du recht.
19:58Ich muss mir einfach nur eine gute Ausrede überlegen.
20:06Und schon bin ich Spezialist in biologischen Weinanbau.
20:09Das ist doch verrückt.
20:11Früher bin ich da vier Tage in die Bücherei gelaufen, habe Bücher gewälzt, kopiert.
20:15Heute reicht ein Knopfdruck.
20:17Herr Behringer, Sie machen Fortschritte.
20:20Jetzt müssen Sie den Artikel nur noch in Ihrem Ordner speichern.
20:23Und den lesen.
20:24Na ja, klar.
20:27Hat der Bruder sich inzwischen eingelebt?
20:29Mhm.
20:30Ich glaube, er ist ganz glücklich.
20:31Ich bin's auch.
20:33Im Grunde ist er viel zu jung, so allein durch die Welt zu tingeln.
20:44Bianca?
20:45Hallo.
20:47Ich muss dich sehen.
20:49Ähm, warte mal einen Augenblick.
20:51Herr Behringer, ich gehe schnell draußen telefonieren.
20:53Dann können Sie in Ruhe den Artikel lesen.
20:54Ja.
20:54Aber Sie stören mich doch gar nicht.
21:07So, jetzt kann ich sprechen.
21:08Was gibt's denn?
21:09Dein Bruder war gerade bei mir.
21:11Und?
21:12Konntest du ihm helfen?
21:13Mhm.
21:14Ich habe ihm einen Teil ausgezahlt.
21:16Das ist ein netter Kerl.
21:17Danke.
21:19Was machst du heute nach Dienstenschluss?
21:21Bin zu Hause.
21:22Warum?
21:24Ich könnte vorbeikommen.
21:25Ich muss mit dir reden.
21:27Sicher.
21:31Ich gehe dann mal wieder rein.
21:33Georg wartet.
21:33Computerstunde.
21:35Gut.
21:36Dann bis nachher.
21:38Bis dann.
21:49Vater, hättest du einen Moment Zeit?
21:52Es gibt Neuigkeiten.
21:54Ja, ich warte.
22:05Also, schieß los.
22:06Was habt ihr euch ausgedacht?
22:07Was soll ich jetzt wieder abnicken?
22:09Du sollst gar nichts abnicken, Vater.
22:11Entschuldige den flapsigen Ausdruck, aber zu euren Geschäften braucht ihr offensichtlich
22:15meinen Rat nicht mehr, sondern nur noch meinen Segen.
22:18Vater, es gibt auch andere Bereiche in meinem Leben, wozu ich deinen Segen bräuchte.
22:23Ach ja?
22:23Was machst du heute in genau zwei Wochen, sagen wir, um die gleiche Zeit?
22:28Keine Ahnung.
22:30Maren verwaltet meine Termine.
22:31Wahrscheinlich irgendeine langweilige Sitzung.
22:37Was hältst du von Kirche?
22:39Kirche?
22:40Mit mir, unserer Familie, Judith, ganz in weiß.
22:45Ihr wollt doch nicht etwa heiraten.
22:46Du hast es erraten.
22:48Du hast dich also endlich entschieden.
22:50Hast du jemals daran gezweifelt?
22:52Nein.
22:54Eigentlich niemals.
22:56Weil Judith die beste Wahl ist, die du treffen konntest.
23:01Ich freue mich sehr für euch.
23:03Aber sag mal, in zwei Wochen schon?
23:07Wie sollen wir es denn da schaffen, die ganzen Leute einzuladen?
23:11Vater, ich weiß, es wird dich vielleicht enttäuschen, aber Judith und ich dachten an eine Hochzeit im kleinsten Kreis.
23:17Im kleinsten Kreis.
23:18Mein Sohn heiratet und ich darf nicht mal ein wenig protzen.
23:22Vater.
23:23Ja, ein bisschen musst du mich doch auch verstehen.
23:26Ich war immer sehr stolz auf dich und ich hätte dir so gern ein riesiges Fest ausgerichtet mit allem drum
23:32und dran.
23:33Ich weiß.
23:34Und ich hätte mich auch sehr darüber gefreut, Vater.
23:37Denn ich hätte auch ganz gerne mal mit meinem Vater geprotzt.
23:40Aber Judith und ich, wir können einfach nicht länger warten.
23:43Ja, das scheint mir auch so.
23:49Zumindest bin ich froh, dass es bei der Wahl der Braut geblieben ist.
23:57Deniz!
23:58Nanu?
23:59Ist du schon zurück?
24:02Tote Vögel sind wohl nicht so spannend, was?
24:05Nee, das ist es nicht.
24:06Haben wir wegen Heiko geschwänzt?
24:11Ich war so nervös.
24:12Da konnte ich mir den Trauergesang über so einen ausgestorbenen Vogel nicht antun.
24:17Ich habe Bauchschmerzen vorgetäuscht.
24:20Schon klar.
24:22Du, Denise, ich brauche deine Hilfe.
24:26Ich habe mit Heiko telefoniert und wir wollen uns heute Abend treffen.
24:29Und dazu brauchst du meine Hilfe?
24:32Verabredung hat doch auch ohne mich geklappt.
24:34Die war ja auch ein Kinderspiel im Gegensatz zu dem, was mir heute bevorsteht.
24:38Ich will Heiko sagen, dass es Margret gar nicht gibt.
24:42Und dazu brauchst du mich?
24:45Ja.
24:47Und falls er wirklich sauer reagiert,
24:48dann kannst du ihm immer noch erzählen, wie wir auf diese dumme Idee gekommen sind.
24:51Schließlich ist es deine Schuld.
24:54Und ich soll mitkommen?
24:56Das wäre schön.
25:01Okay.
25:02Danke.
25:03Du bist deine echte Freundin.
25:05Ich werde Sven Bescheid sagen.
25:06Wir setzen uns gemeinsam an die Bar.
25:08Und dann passen wir auf, dass er dich nicht zum Teufel schickt
25:11oder dass er dir nicht sein Zeichen auf den Hintern brennt.
25:14Genau das wollte ich hören.
25:15Okay.
25:32Köstlich.
25:33Den macht Bärbel keiner so schnell nach.
25:35Ich sage nur ihr.
25:37Apfelkuchen.
25:38Ich bevorzuge den mit Ingwer.
25:41Mh, Bärbels Prunkstück?
25:43Sollte ja wohl unsere Hochzeitstorte werden.
25:46In Neapel habe ich mal eine gesehen.
25:48Die war 1,50 Meter hoch.
25:51Naja.
25:52Aber bis ihr beiden so weit seid,
25:55bin ich ja bestimmt schon erblindet
25:56und komme gar nicht in den Genuss,
25:57dieses Kunstwerk von Bärbel zu sehen.
26:00Ich wette dagegen.
26:03Du wirst diese Torte zu Gesicht bekommen.
26:05Und das schon bald.
26:06Was meinst du damit?
26:07Dass Judith und ich heiraten werden in zwei Wochen.
26:14Oh Gott.
26:16Und ich hatte mir schon Sorgen gemacht,
26:18dass ihr den richtigen Augenblick verpasst hättet.
26:21Wie kommst du da?
26:22Ihr kennt mich doch.
26:23So bin ich eben.
26:26Voller Sonne.
26:28Ich freue mich schon für dich.
26:32Und für dich.
26:34Mama.
26:41Meine Hochzeit
26:42war mit der wichtigste Moment
26:44in meinem Leben
26:44und der schönste.
26:47Oh Gott, in zwei Wochen schon.
26:49Wie sollen wir das bloß schaffen?
26:50All die Leute.
26:51Oliver und ich wollen
26:52im kleinsten Kreis heiraten.
26:53Vater weiß es schon.
26:55Kein großes Brimborium.
26:56Nur ein kleines Fest.
26:57Und trotzdem heißt es Eile.
26:59Auch ein kleines Fest
27:00will gut vorbereitet sein.
27:02Ja, dann sollten wir es am besten
27:03gleich Bärbel und den anderen sagen.
27:05Aber nicht bevor
27:05Matthias und Eddie es erfahren haben.
27:07Es sind schließlich meine besten Freunde.
27:09Ja, natürlich.
27:09Aber lasst dir bitte nicht zu viel Zeit.
27:11Bärbel muss bald wissen,
27:13was ihr vorhabt.
27:14Sonst kriegt ihr nur
27:15eine Hochzeitstorte,
27:16die 50 Zentimeter hoch ist.
27:18Aber bevor
27:19diese ganze Hektik losgeht,
27:20sollten wir vielleicht
27:21noch einen kleinen Spaziergang machen
27:22und eine liebe Gewohnheit
27:23wieder aufnehmen.
27:24Was hältst du davon?
27:25Ja, schön.
27:27Entschuldigung.
27:38Kinder.
27:45So nachdenklich?
27:49Ich sinniere.
27:50Über das Leben?
27:52Über den Dachs.
27:53Meinst du das Tier
27:54oder unseren großartigen Index?
27:57Beides.
28:00Was machst du in zwei Wochen?
28:03Wahrscheinlich das Gleiche.
28:04Sinieren über den Dachs
28:05und seinen Namensvetter,
28:07den Dachs.
28:08Falsch.
28:09In zwei Wochen wirst du sehen,
28:11wie dein Bruder
28:12an die Kette gelegt wird.
28:13Und zwar vor einem Traualtar.
28:16Ich dachte schon,
28:16Oliver kriegt nie mehr Dekore.
28:18Aber mir war klar,
28:19dass Judith dieses Kind
28:19nicht ohne Trauschein
28:20zur Welt bringen würde.
28:22Freust du dich denn gar nicht?
28:23Natürlich freue ich mich,
28:24lieber Vater.
28:25Aber ich habe im Moment
28:26wirklich andere Sorgen.
28:27und die betreffen
28:28den Dachs,
28:29die Lachmöwe
28:30und ein Wasserkraftprojekt
28:31in Norditalien.
28:32Was ist damit?
28:35Wenn das Ding in die Hose geht,
28:36dann sind das 20 Millionen Verlust.
28:39Gibt es Probleme?
28:42Ich weiß, wie sehr Oliver
28:43in Sachen neue Energien
28:44engagiert ist
28:45und ich bewundere das.
28:46Aber mit den Protesten
28:47von Umweltschützern
28:47ist nicht zu spaßen.
28:49Ich habe einfach Angst,
28:50dass Oliver zu viel will.
28:53Er ist ehrgeizig
28:54und das ist gut so.
28:55Aber da dieses Kraftwerk
28:57das erste Projekt ist,
28:58für das er alleinig
28:59verantwortlich zeichnet,
29:00will er es allen beweisen
29:01und übersieht dabei die Risiken.
29:04Es gibt da
29:05eine neue Pressemeldung.
29:06Ich weiß,
29:07das klingt nicht schlecht.
29:08Aber Umweltschützern
29:09ist nicht über den Weg zu trauen.
29:11Ich habe einfach Angst,
29:12verstehst du?
29:13Angst?
29:15Um die Bank,
29:16um unseren guten Ruf.
29:17Ich hänge
29:18an diesem Familienunternehmen.
29:20Vater,
29:20die Geschäftswelt da draußen
29:21kann manchmal bitterkalt sein.
29:24Hier drinnen ist Wärme
29:25und Sicherheit.
29:26Wollen wir das wirklich
29:26aufs Spiel setzen?
29:27Für Ökostrom?
29:29Du triffst da
29:30einen wunden Punkt.
29:35Ich habe übrigens
29:36mit Maren gesprochen.
29:38Und?
29:39Sie streitet zwar alles ab,
29:40aber sie war mir einfach
29:42zu laut,
29:43zu wütend,
29:43zu unsouverän.
29:45Du glaubst mir also.
29:50Sei nicht zu streng
29:51mit ihr, Vater.
29:53Für Frauen ist diese Situation
29:54ziemlich schwierig.
29:56Ich hätte nie gedacht,
29:58dass Maren
29:58zu so etwas fähig ist.
30:00Sie sollte sich
30:01bei dir entschuldigen.
30:02Aber das will ich doch gar nicht.
30:04Sie soll es nur
30:05nicht nochmal tun.
30:07Du bist wirklich
30:08ein feiner Kerl, Pascal.
30:17Wenn man Oliver und Jude
30:18zusammen sieht,
30:19kann man glauben,
30:20dass sie doch zusammengehören.
30:22Sie wirken so vertraut.
30:33Loslassen.
30:35Umdrehen und weitergehen.
30:36Das ist die ganze Kunst.
30:39Ich muss loslassen,
30:41damit Oliver und Judith
30:42ihren Weg gehen können.
31:09Das war aber geschickt eingefädelt,
31:11wie du Ariane von unserer Hochzeit
31:12erzählt hast.
31:15Was haben eigentlich
31:16deine Eltern gesagt?
31:19Ich habe noch nicht angerufen.
31:21Warum nicht?
31:25Ich habe mich nicht getraut.
31:28Aha.
31:30Du schämst dich wohl,
31:30meiner.
31:32Blödsinn.
31:33Es ist nur,
31:34ich kann es ja selbst
31:35noch kaum glauben.
31:37Hm.
31:38Dann ruf sie an.
31:43Jetzt?
31:44Ja, warum nicht?
31:56Hallo Mama.
31:57Ich bin's.
31:59Habe ich euch geweckt?
32:04Mama, ich heirate.
32:07Oh Gott, Mama.
32:09Ich fange doch nicht
32:09gleich an zu heulen.
32:12Wann soll ich denn
32:13zurückrufen?
32:15Okay.
32:16Okay.
32:20Was?
32:20Das war's schon?
32:22Ja.
32:22Wie haben sie denn
32:23reagiert?
32:23Ähm,
32:25sie ruft gleich zurück.
32:26Sie war noch im Schlafzimmer.
32:28Sie wollte meinen Vater
32:29nicht wecken.
32:29Er ist erst vor zwei Stunden
32:30vom Flughafen
32:31zurückgekommen.
32:33Tja.
32:34Ähm.
32:38Manche Dinge
32:39muss man allein machen.
32:41Oh,
32:42natürlich.
32:43Dann lass ich dich mal
32:44allein.
32:45Grüße schon von mir.
32:46Schick ihr einen dicken Kuss
32:47über den Atlantik.
32:50Hallo Mama.
32:53Du hast richtig gehört,
32:54wir heiraten.
32:55Und das schon in zwei Wochen.
32:59wenn du wüsstest,
33:00wie glücklich ich bin.
33:14Bianca?
33:15Hi Sophia.
33:16Darf ich dich mal was fragen?
33:19Ja klar.
33:20Wie geht es eigentlich
33:21deinem Bruder?
33:23Ganz gut.
33:23Warum fragst du?
33:25Nur so.
33:26Vielleicht,
33:27weil ich auch
33:27einen Bruder habe.
33:28Hast du nicht sogar zwei?
33:30Stimmt.
33:31Aber ich kann mich
33:32glücklich schätzen,
33:32wenn ich einen
33:33von den beiden
33:33zu Gesicht kriege.
33:35Wie ist es denn bei euch?
33:37Siehst du deinen Bruder oft?
33:39Jetzt fast täglich.
33:40Obwohl er in den letzten Tagen
33:41ziemlich beschäftigt war.
33:44Beschäftigt?
33:44Was macht er denn
33:45den ganzen Tag?
33:46Er ist verliebt
33:47in ein geheimnisvolles Mädchen
33:49namens Margret.
33:52Kennst du sie?
33:57Bisher hat er sie mir
33:57noch nicht vorgestellt.
33:59Ist alles noch
34:00ziemlich frisch.
34:02Schön für ihn.
34:03Und ist er wohl beschäftigt.
34:05Ziemlich verknallt.
34:06Warum fragst du?
34:07Hast du Heiko kennengelernt?
34:09Nein, nein.
34:10Denise hat mir nur erzählt,
34:11dass dein Bruder
34:12jetzt bei dir wohnt
34:12und da war ich einfach neugierig.
34:14Ihr lauft euch bestimmt
34:15bald über den Weg.
34:16Er ist ganz oft
34:16auf dem Gut.
34:17Schön.
34:18Bis bald.
34:19Ja.
34:30Ich bin froh,
34:31dass du dich entschieden hast,
34:32Judith endlich zu heiraten.
34:34Es ginge einfach
34:35nicht mehr so weiter.
34:36Sie wäre daran zerbrochen.
34:39Vielleicht schätzt du sie
34:39doch auch falsch ein.
34:40Immerhin hatte sie
34:41in der Wirkung gezogen,
34:42mich zu verlassen.
34:45Matthias hat mich
34:46jetzt nicht vereingebildet,
34:47aber Judith wäre diesen Schritt
34:48nicht ihretwegen gegangen,
34:49sondern meinetwegen
34:50und das konnte ich
34:50nicht verantworten.
34:53Weiß Bianca schon davon?
34:56Ich muss es ihr noch sagen.
34:58Viel Spaß.
34:59Vielen Dank für dein Mitgefühl.
35:03Ich muss los.
35:13Schlechte Laune?
35:15Ich weiß auch nichts.
35:17Ich habe einfach
35:17ein ungutes Gefühl.
35:19Diese Ehe beginnt
35:20mit einer Lüge.
35:22Gerade das
35:23will Oliver ja nicht.
35:25Du nimmst ihn
35:25immer nur in Schutz.
35:27Tina, Oliver hat sich entschieden
35:28und glaub mir,
35:30er hat es sich damit
35:30nicht leicht gemacht.
35:32Das müssen wir akzeptieren.
35:34Wir.
35:34Judith müsste es akzeptieren,
35:36aber dazu müsste
35:36sie es mal erfahren.
35:42Und Sie finden es nicht anmaßend,
35:44dass Sie mich einfach so privat
35:45überfallen
35:46für Ihre läppischen 10.000?
35:48Auch der kleine Anleger
35:49hat schließlich
35:49seine Existenzberechtigung.
35:51Außerdem habe ich mir
35:52Sorgen gemacht.
35:53Ich wollte sehen,
35:54ob es Ihnen wieder besser geht.
35:57Ich habe Kopfschmerzen.
35:58Mir geht es nicht gut
36:00und ich wäre jetzt gern...
36:01Du hast vorhin im Taxi
36:02einen Nagel abgebrochen
36:03beim Bezahlen.
36:04Meine Nägel sind zurzeit
36:05so brüchig.
36:06Ich glaube, das ist psychisch.
36:07Mir geht es nämlich
36:08auch nicht so gut.
36:12Was hat Pascal Ihnen
36:13denn angetan?
36:15Er hat erzählt...
36:21Bitte sagen Sie es mir.
36:23Es ist so ungeheuerlich.
36:26So, es ist bei mir
36:27in guten Händen.
36:28Und ungeheuer erst recht.
36:30Ich soll ihn belästigt haben.
36:33Sexuell.
36:36Sie sollen dem
36:37an die Wäsche gegangen sein?
36:38Ja.
36:39Nicht wahr, oder?
36:41Doch.
36:43Pascal Wellinghoff.
36:45Nicht doch,
36:45so der wäre nett.
36:50Er ist ein Intrigant.
36:52Gegen solche Leute
36:52habe ich was.
36:58Na, seid ihr als Aufpasser
36:59mitgekommen?
37:00Weißt du,
37:01wir haben einfach
37:01schlechte Erfahrungen damit gemacht,
37:03unser Küken hier allein zu lassen.
37:05Verstehe.
37:06Salve.
37:08Zwei Wasserschirchen
37:09für die Wachhunde, bitte.
37:10Scheiße, ist der cool.
37:12Da kommen wir auch noch hin.
37:14Na, Engelchen?
37:16Ich...
37:17Du brauchst nichts erklären.
37:19Ich...
37:22ich wollte dich nicht verschrecken
37:23mit dem Tattoo.
37:25Das heißt du doch gar nicht.
37:28Aber ich muss dir unbedingt
37:29was erzählen.
37:30Später.
37:32Also, ich habe
37:34einfach das Gefühl gehabt,
37:35dass ich dich
37:35bei unserem letzten Treffen
37:37zu sehr bedrängt habe.
37:38Ach, das stimmt doch nicht.
37:39Ich war nur...
37:42Dabei...
37:43Dabei...
37:47Dabei wollte ich dir nur sagen.
37:49Und zeigen,
37:51wieso ich dich liebe.
37:53Hm?
38:02Das ist für dich.
38:04Ich hoffe,
38:05das Geschenk gefällt dir
38:05besser als mein letztes.
38:07Aber das ist doch nicht nötig.
38:11Soll ich's aufmachen?
38:14Dann kann ich deine Hand
38:15ja nicht mehr halten.
38:20Ich muss dir unbedingt
38:21was sagen.
38:22Nicht jetzt.
38:23Warum nicht?
38:24Weil ich jetzt gehe.
38:27Aber ich muss dir doch
38:28was sagen.
38:30Sag's mir morgen.
38:37Sag's mir morgen.
39:08Das hätte ich gar nicht gedacht von Pascal.
39:11Obwohl, je länger ich darüber nachdenke, irgendwie pervers ist er ja schon.
39:16Für mich war es Abneigung auf den ersten Blick.
39:19Dass du ihn belästigt haben sollst, ist doch absolut lächerlich.
39:23Wo du doch sexuell völlig ausgelastet bist.
39:26Mit Alexander meine ich.
39:28Was sollst du da mit dem missratenen Sohn, diesem Bastard?
39:33Naja, mit Alexander lief es auch schon mal besser.
39:35Glaub mir, das wird wieder. Und Pascal kannst du ruhig mir überlassen.
39:42Ich wollte auch schon länger vorschlagen, dass wir uns duzen.
39:46Maren. Endlich.
39:48Kathi?
39:52Ob wir mich als Sophia auch noch leben würden?
39:55Da macht ihr mal keine Sorgen.
40:00Ich muss jetzt nach Hause.
40:03Das Armband nehme ich nie wieder ab.
40:06Also, wenn das meine Tochter wäre, würde ich mir langsam Sorgen machen.
40:14Muss Liebe schön sein.
40:43Darf ich reinkommen?
40:44Natürlich.
40:55Möchtest du was zu trinken?
40:57Das sieht ja sehr expressionistisch aus.
40:59Hm?
41:03Ich hatte...
41:05Ich war nervös.
41:09Es war uns doch klar, dass es nur drei Tage sein würden, oder?
41:13Eine Auszeit im Leben. Geschenk.
41:16Nee, eine Leihgabe.
41:22Bianca.
41:25Ich muss dir was sagen.
41:27Ich höre.
41:32Du weißt doch, dass ich...
41:34Dass ich mich jetzt um Judith kümmern muss.
41:36Und das Kind.
41:39Das war uns doch beiden klar.
41:40Was willst du mir denn neu sagen?
41:48Dass ich Judith in zwei Wochen heiraten werde.
41:59Ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der mir so viel bedeutet.
42:03Du liebst ihn?
42:04Ja.
42:05Werden wir eine tolle Ehe führen?
42:07Was denn sonst?
42:10Heiko, nicht super cool?
42:11Wenn er dich werben will, ist er wohl eher super heiß.
42:16Weiß Bianca denn schon davon?
42:18Ja, ich habe es ihr gesagt.
42:19Das war doch absolut.
42:21Das war doch nicht einfach.
42:23Ich bin đi.
42:24Du hoffst mal zu und bist es.
42:25Ich habe keine Angst.
42:25Als es wurde damit um die Smartplexe."
42:31Was?
42:31Ich glaube, das ist schwierig.