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  • vor 2 Stunden
Wir sprechen über die vielen Vermutungen rund um Alexandria Ocasio-Cortez. Wird sie die nächste Präsidentschaftskandidatin der Demokraten?

Kaum eine Politikerin der Demokraten ist auch in Europa so bekannt wie Alexandria Ocasio-Cortez, kurz AOC. Die dezidiert linke 37-Jährige aus New York hat als Parteirebellin innerhalb der Demokraten angefangen und scheint jetzt größere Ämter anzustreben. Denn viele im politischen Washington sehen sie bereits als mögliche Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2028. Was ist dran an diesen Gerüchten, hätte AOC überhaupt eine Chance und will sie überhaupt? Das besprechen wir heute mit Eric Frey, Leitender Redakteur beim STANDARD.

Foto: Imago

Kapitel:
00:00 - Intro: Wird Alexandria Ocasio-Cortez nächste US-Präsidentin?
00:32 - In eigener Sache: Thema des Tages live
01:00 - Gerüchte & Wettquoten: Wer tritt 2028 an?
06:07 - Wer ist AOC & wofür steht „The Squad“?
09:36 - „Woke 1.0 was crazy“: Strategischer Kurswechsel zur Mitte?
13:50 - Wählbarkeit: Kann eine linke Latina Präsidentin werden?
21:25 - Der Vorwahl-Kalender: Chancen in New Hampshire, Nevada & Co.
26:53 - Die Rolle der Latino-Wählerinnen und -Wähler
29:14 - Signalwirkung der Midterms auf linke Kandidaten
32:37 - Strategie: Weißes Haus oder Senatssitz in New York?
33:34 - Will AOC kandidieren? & Wie sähe ihre Politik aus?
37:11 - Duell-Szenarien: AOC gegen Vance, Rubio oder Trump Jr.?
40:02 - Fazit & Verabschiedung

"Thema des Tages" LIVE erleben am 7.November 2026 im Radiokulturhaus in Wien: "Trumps Endspiel" - mit den US-Experten Sandra Navidi und Reinhard Heinisch. Wie gefährlich werden die letzten beiden Jahre des US-Präsidenten? https://www.oeticket.com/noapp/event/standard-live-podcast-thema-des-tages-orf-radiokulturhaus-22135706/?affiliate=F14&utm_campaign=oet&utm_source=f14&utm_medium=dp

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Transkript
00:00Wird Alexandra Ocasio-Cortez möglicherweise die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten?
00:05Das mag jetzt etwas abwegig klingen, aber der inzwischen 37-Jährigen
00:09werden inzwischen sogar durchaus Chancen auf das wichtige Amt eingeräumt.
00:13Was ist dran an diesen Gerüchten?
00:15Will sie überhaupt?
00:16Und kann eine so dezidiert linke Politikerin überhaupt mehrheitsfähig in den USA sein?
00:21Und wer könnte ihr Gegenkandidat sein?
00:23Darüber sprechen wir heute.
00:24Ich bin Daniel Retschezeker, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast der Standard.
00:32Gleich geht's los mit der eigentlichen Folge.
00:34Aber wenn ihr Thema des Tages einmal live miterleben möchtet,
00:37dann habt ihr am 7. November die nächste Gelegenheit dazu.
00:39Im Radio Kulturhaus sprechen wir mit den US-Experten Sandra Navidi und Rainer Teinisch
00:44über Trumps Endgame, die letzten zwei Jahre seiner Präsidentschaft nach den Midterms.
00:48Wenn ihr mit dabei seid, dann könnt ihr exklusiv vor Ort Fragen an unsere beiden Gäste stellen
00:53und wir freuen uns natürlich auch über ein Meet & Greet.
00:56Der Link zu den Tickets, den findet ihr in den Shownotes.
00:59Und jetzt geht's los mit der Podcast-Folge.
01:00Lieber Erik, herzlich willkommen im Standard-Podcast.
01:04Danke dir, Daniel.
01:05Erik, wir haben gestern miteinander kurz geschrieben und da meintest du plötzlich,
01:09wir sollten unbedingt einmal über Alexandra Ocasio-Cortez sprechen,
01:13weil sie offensichtlich gute Chancen darauf hätte, die nächste US-Präsidentin zu werden.
01:17Und ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich war gestern dann doch ein bisschen überrascht über diese Ansage.
01:22Wie kommst du darauf?
01:22Ja, also gute Chancen ist vielleicht sehr stark formuliert, aber es gibt so in den USA,
01:28wir sind genau drei Wochen vor den Midterms und die Leute haben schon ziemlich genug über diese Midterms zu reden.
01:34Es beginnt bereits der Buzz, wie man das so nennt, das Gerede, das Getuschel über die nächsten Wahlen,
01:402028 und der Wahlkampf, der Vorwahlkampf, wer wird für die Präsidentschaft antreten,
01:47ist bereits jetzt im Gange.
01:49Und da hat sich gerade in den letzten Wochen, wenn man so ein bisschen,
01:52weil man so in Washington hineingehört hat oder so gelesen hat, was so in Washington geredet wird,
01:59interessanterweise wird immer öfter über Alexandra Ocasio-Cortez oder wie sie auch kurz genannt wird,
02:05mit AOC, wo jeder sofort weiß, wer damit gemeint ist, immer mehr ist davon die Rede.
02:11Wo es davon deutlich gesagt wird, Moment einmal, diese Frau hat eine Chance,
02:19die demokratische Präsidentschaftskandidatur zu gewinnen,
02:24als Vertreterin des linken progressiven Fühlügels,
02:27der jetzt in diesen jetzigen Wahlen zum Teil große Erfolge erzielt hat
02:33und wo man die Energie in der Partei auch sehr stark merkt.
02:37Und wenn sie die Kandidatin tatsächlich der Demokraten ist,
02:41na ja, auch wenn es vielleicht ein Schuss ins eigene Knie ist,
02:45weil sie möglicherweise als zu radikal, als zu extrem, als zu links wahrgenommen wird,
02:50kann man noch immer sagen, nach dieser Trump-Präsidentschaft,
02:53die möglicherweise nach vier Jahren noch katastrophaler aussieht,
02:56als nach knapp zwei, ist es möglich, dass dann sehr wohl,
03:02wenn immer die Demokraten auch aufstellen, tatsächlich gewinnt
03:05und diese doch noch immer relativ junge Frau könnte dann die nächste Präsidentin sein.
03:10Und das ist so ein Gesprächsthema, Cocktailpartys,
03:13so in verschiedenen Podcasts, Artikeln, Interviews,
03:17überall taucht plötzlich ein Name noch viel mehr auf als bisher.
03:22Und da habe ich mir gedacht, wenn wir schon ein bisschen in die Zukunft hineinschauen wollen
03:25und welche interessanten Phänomene gibt es gerade in den USA,
03:28dann wäre das ziemlich spannend, sich darüber zu sprechen.
03:32Du hast mir auch gleich einen Link mitgeschickt,
03:34nämlich zu Polymarket, diese sehr bekannte Wettplattform.
03:38Und ich habe mir natürlich angeschaut,
03:39wie ihm da gute Chancen eingerechnet werden.
03:42J.D. Vance steht beispielsweise bei 20 Prozent.
03:45Dann gibt es einen ziemlich großen Abstand.
03:48Cortez, also AOC, bei 13 Prozent.
03:50Dann John Ossoff mit 10 Prozent.
03:52Und dann wird es eher etwas abstrus und skurril.
03:56Da steht sich jetzt doch die Frage,
03:57wenn J.D. Vance um sieben Prozentpunkte vorne ist,
04:00laut den Buchmachern,
04:00sollte man nicht eigentlich lieber über ihn sprechen?
04:02Wirkt ja wahrscheinlich.
04:03Ja, wir könnten immer über J.D. Vance sprechen.
04:05Aber vergessen wir nicht.
04:06Du weißt, was ich meine.
04:07Vergessen wir nicht.
04:07Es ist so, es werden ja beide Parteien Kandidaten aufstellen.
04:14Und es wird dann einer von den beiden Kandidaten
04:16oder Kandidatinnen der nächste Präsident sein.
04:19Bei den Republikanern ist der Fokus ganz, ganz stark auf Vance.
04:22Da war immer die Frage, Vance oder Rubio.
04:24Im Moment läuft alles so,
04:26wie gesagt, dieser Buzz wieder,
04:27diese Gerüchte eher in Richtung Vance.
04:30Das heißt 20 Prozent dafür,
04:33dass er so für viele als der fast sichere Kandidat der Republikaner gilt,
04:37ist gar nicht so hoch.
04:39Bei den Demokraten gibt es noch immer sehr viele Namen,
04:41die genannt werden.
04:42Da gibt es nicht einen Vizepräsidenten,
04:44der so eine Art logischer Erbe des jetzigen Präsidenten wäre.
04:49Und da ist das Spannende,
04:50da war doch noch vor einigen Wochen, Monaten,
04:53hat doch jeder noch von dem Gouverneur von Kalifornien,
04:56Gavin Newsom gesprochen.
04:58Der ist deutlich abgerutscht.
05:00John Ossoff, der Senator aus Georgia,
05:03der sich jetzt zur Wiederwahl stellt
05:05und laut Umfragen sehr, sehr gute Chancen hat,
05:08deutlich zu gewinnen.
05:09Der ist, über den wird auch viel geredet.
05:12Aber, und das ist interessant,
05:14AOC liegt auch noch vor Ossoff.
05:16Also unter den Demokraten ist sie an erster Stelle.
05:19Und das ist das, wo ich sage,
05:21da ist etwas in Bewegung,
05:22wo zumindest ein Teil der demokratischen Partei,
05:26die nämlich, die sagen,
05:27wir brauchen diesmal nicht einen Kandidatin
05:29oder Kandidatin der Mitte,
05:32sondern wir sind das Land,
05:35es ist Zeit, dass das Land nach links rückt
05:37und wir können mit einem wirklich progressiven Plan,
05:43Programm auch diese Präsidentschaft gewinnen.
05:46Und da ist sie die Galleonsfigur,
05:48dieser ganzen progressiven Bewegung,
05:50wo es sehr viele junge,
05:51vor allem junge Aktivistinnen,
05:53Aktivisten gibt,
05:54die voller Energie sind,
05:56die sagen, jetzt ist die Zeit einmal,
05:57dieses alte Establishment herauszuwerfen
06:01und neue Namen, neue Energie,
06:04eine neue Ära einzuleuten.
06:07Erik, wenn wir über AOC im Detail sprechen,
06:11wer ist sie?
06:11Für was steht sie?
06:12Denn du hast schon gesagt,
06:13sie ist quasi die Galleonsfigur
06:15einer linken Bewegung in den USA, gut.
06:18Und sie ist auch im Ausland sehr bekannt.
06:20Also ich glaube wahrscheinlich
06:20eine der bekanntesten amerikanischen Politikerinnen
06:22hier in Europa.
06:23EOC kennt wahrscheinlich fast jeder.
06:25Was vielleicht nicht so ganz bekannt ist,
06:27was will sie eigentlich?
06:28Was sind ihre politischen Ziele?
06:30Ja, sie wurde vor acht Jahren,
06:33überraschend hat sie die Vorwahlen
06:34in einem New Yorker Bezirk
06:38gegen einen Vertreter,
06:39der viele, viele Jahre schon
06:41einen Kongresssitz gehabt hat,
06:44Vertreter des Establishments gewonnen,
06:46ist dann in einen Kongress eingezogen.
06:48Und sie war dann ein Teil
06:49der sogenannten Squad
06:50von vier Frauenabgeordneten
06:54aus der Demokratischen Partei,
06:56die eine dezidiert linke Politik
06:58vertreten haben.
06:59Da ging es einerseits darum,
07:01zum Beispiel,
07:01dass man eine Krankenversicherung
07:02für alle,
07:04eine Art,
07:04so wie es es auch in Österreich gibt,
07:05den auch in anderen europäischen Ländern
07:07einführt,
07:08wo automatisch jeder
07:09vom Staat her krankenversichert ist.
07:11Medicare for All,
07:12wie das genannt wird,
07:14deutlich höhere Steuern
07:15für die Reichen.
07:17Etwas, was auch manche gemäßigte,
07:19kann die Politikerinnen und Politiker vertreten,
07:22aber vielleicht nicht mit dieser Vehemenz.
07:24Und zahlreiche andere,
07:26auch im Thema bei der Klimapolitik,
07:28sehr dezidiert,
07:29sehr offen,
07:30Frage der Gleichstellung von Minderheiten
07:33und der Rechte von Minderheiten.
07:35Und auch in der Außenpolitik
07:38eine Position zu vertreten,
07:39schon sehr früh,
07:40die, sagen wir zum Beispiel,
07:41kritisch gegenüber Israel war
07:43und hier vielmehr
07:44die Rechte der Palästinenser
07:45auch unterstützt hat.
07:47Jetzt ist diese Squad,
07:48wurde auch zum Teil
07:49auch massiv angefeindet
07:51von Republikanern,
07:52aber auch innerhalb
07:53der Demokratischen Partei
07:54gab es da immer wieder
07:56viel Unruhe.
07:57Aber ihr ist es irgendwie gelungen,
08:00sich Respekt zu verschaffen?
08:02Sie ist einerseits fantastisch
08:03auf den sozialen Medien,
08:04sie hat ein großartiges Auftreten,
08:06sie ist sehr eloquent
08:07und hat gleichzeitig auch
08:09in diesen jetzt acht Jahren,
08:10ist sie zu einer Art Institution
08:13in diesem Kongress geworden,
08:15hat Verbündete gefunden
08:16und man kann nicht sagen,
08:18dass sie wirklich
08:19in die Mitte gerückt ist,
08:20aber sie hat sich
08:21eine Glaubwürdigkeit erobert,
08:25die ihr jetzt auch hilft,
08:27um wo sie nicht mehr
08:27so als Außenseiterin gilt,
08:29sondern als eine,
08:30die eigentlich auch
08:31in der politischen,
08:33wie soll ich sagen,
08:34dort steht,
08:35wo man politisch
08:36auch etwas bewegen kann.
08:39Und deswegen ist sie plötzlich,
08:42wenn die Frage aufkommt,
08:43naja,
08:44wenn diese,
08:45doch dieser linke Flügel,
08:46der jetzt auch in den Vorwahlen
08:47mehrmals einige wichtige Erfolge
08:49erzielt hat
08:50und hofft,
08:51zu manchen linken Kandidaten
08:53auch dann bei den Wahlen
08:55im November durchzubringen,
08:56wenn die sagen,
08:57so jetzt werden wir mal schauen,
08:58wen können wir,
08:59wen können wir hier unterstützen,
09:01wen können wir,
09:03wessen Nominierung können wir erreichen,
09:06dann ist sie die logische Wahl.
09:09Die bisherige Galleonsfigur
09:12war Bernie Sanders,
09:13der Senator aus Vermont,
09:16der aber schon deutlich über 80 ist,
09:19der wahrscheinlich nicht mehr antreten wird,
09:21der hat es zweimal versucht
09:22und sonst ist niemand,
09:24der so ein starkes Profil hat
09:28und sich auch letztlich
09:29auch Respekt verschafft hat,
09:31auch unter denen,
09:32die mit ihr
09:33nicht unbedingt politisch übereinstimmen.
09:36Ich finde interessant,
09:37dass sie in einem Interview gesagt hat
09:38und ich würde gerne wissen von dir,
09:40was sie damit meint.
09:41Sie sagt nämlich,
09:42Woke One was crazy
09:43oder auf Deutsch übersetzt,
09:45Woke Eins war verrückt.
09:46Das klingt ein bisschen so,
09:47als würde sie sich von ihrer Vergangenheit
09:49versuchen zu distanzieren
09:50oder wie kann man das verstehen?
09:51Ja, das wurde sie sehr, sehr viel zitiert.
09:56Woke 1.0 war so ein bisschen diese Bewegung,
10:00die damals auch rund um die
10:02Black Lives Matter Bewegung entstanden ist,
10:04nach der Tötung von George Floyd
10:09durch weiße Polizisten.
10:11Und da war eine Phase,
10:13das war so in der Endphase
10:15der ersten Trump-Präsidentschaft,
10:16wo sogenannte Identity-Politics
10:20stehst du,
10:21wo stehst du in Fragen
10:23der Rechte für Schwarze,
10:26für andere Minderheiten,
10:27was gibt es wichtiger,
10:29als dass jede Form der Diskriminierung
10:31oder auch nur den Anschein
10:32der Herabwürdigung von irgendwelchen Menschen,
10:35seien sie schwarz,
10:36seien sie hispanic,
10:38braun,
10:39homosexuelle,
10:40trans Menschen,
10:41alles sofort auf eine Weise
10:43bestraft wurde
10:45von einer,
10:47innerhalb gewissen Kreisen,
10:48an Universitäten,
10:50in Verlagen,
10:51sogar auch in Unternehmen,
10:53wo eine Art von,
10:54eine ganz, ganz,
10:56zumindest in dieser,
10:57in linksliberalen Blasen
11:00eine extreme
11:01Politically Correctness
11:03hier versucht wurde,
11:04durchzusetzen.
11:04Da haben Leute ihren Job verloren,
11:08ein wichtiger Redakteur
11:10in der New York Times,
11:11weil er einen Kommentar
11:13eines rechten amerikanischen Senators,
11:16Tom Cotton,
11:17über die Proteste,
11:19über die Antipolizeiproteste
11:21in Folge von George Floyd
11:23veröffentlicht hat.
11:24Wie konnte er das?
11:25Er musste gehen.
11:27Da haben schwarze Kollegen behauptet,
11:30sie fühlen sich nicht mehr sicher,
11:31weil dieser Michael Bennett zugelassen hat,
11:36dass so ein Kommentar erscheint.
11:38Da hat jemand einen etwas
11:40unsensitiven Tweet abgesetzt.
11:41Twitter hieß das noch damals
11:43und Tweet und wurde kurz,
11:46das wurde plötzlich
11:46hundertmal verbreitet
11:47und prompt war man
11:49irgendeinen Job los.
11:50Also es war eine Stimmung,
11:52wo manche schon gesagt haben,
11:54das hatte auch Anzeichen
11:55einer Hexenjagd,
11:56Hexenjagd von Linken
11:58gegen ihre eigenen Leute irgendwie.
12:01Und das war, glaube ich,
12:02worauf sie sich bezogen hat.
12:03Das war alles maßlos übertrieben.
12:05Ich glaube,
12:05das ist den Demokraten
12:06und auch vielen Linksliberalen
12:07auf den Kopf gefallen.
12:09Das hat möglicherweise auch dann,
12:10weil das auch in die beiden
12:12Präsidentschaften hineingewirkt hat,
12:14hat man den Rechten,
12:17auch der ganzen Mergerbewegung
12:21wieder Auftrieb gegeben.
12:22Und da versucht sie sich jetzt
12:24ein bisschen zu distanzieren davon
12:25und zu sagen,
12:26wir müssen das vernünftiger angehen.
12:28Ja,
12:29es ist wichtig,
12:30dass man sensitiv ist,
12:32dass man Rücksicht nimmt,
12:33dass man inklusiv ist,
12:35all das,
12:36also das Gegenteil von dem,
12:37was von der Trump-Präsidentschaft
12:39hier durchgesetzt wird,
12:40wo alles,
12:40was in Richtung
12:45Antidiskriminierung geht,
12:45ja verteufelt
12:47oder auch verboten wird.
12:48Aber trotzdem,
12:49zu dem dürfen wir
12:50nicht wieder zurückkehren.
12:51Also sie schickt hier
12:51ihre Signale aus,
12:53Leute,
12:53ich bin nicht,
12:54ich bin keine von den Extremistinnen,
12:57keine Verrückte auf der Seite,
12:58sondern ich kenne auch
13:00die Bedürfnisse
13:01der großen amerikanischen Mitte.
13:04Aber wie würdest du das einordnen?
13:05Ist das jetzt ein Eingestehen,
13:07dass das vielleicht
13:08am Ende des Tages
13:09keine gute Idee war
13:10oder positioniert sie sich
13:11einfach etwas anders,
13:13etwas zentraler,
13:14um möglicherweise auch
13:16konservativere Wählerinnen
13:17und Wähler anzusprechen?
13:18Ich glaube beides.
13:19Ich glaube schon,
13:19dass sie das auch,
13:20so wie sehr viele andere,
13:22schauen zurück und sagen,
13:23ja was ist uns damals
13:23eigentlich eingefallen,
13:25wie verrückt waren wir?
13:26Und das war auch so eine Art von,
13:27das war so ein Strudel,
13:28wo man auch mitgerissen wurde.
13:31Aber sie ist, glaube ich,
13:33sehr auch kalkulierend
13:35in einem positiven Sinn.
13:37Sie überlegt sich ganz genau,
13:38wie kann ich meine weitere
13:40politische Karriere planen?
13:42Wie kann ich das auch,
13:43woran ich aber auch glaube,
13:44was mir wichtig ist,
13:46in diese Richtung,
13:47auch in die amerikanische
13:48Politik hineinbringen?
13:51Trotzdem, Erik,
13:52wir sprechen hier von einer
13:53inzwischen 37-jährigen,
13:55wir sind genau heute Geburtstag,
13:57Latina aus New York,
13:59die dem linken Flügel
14:00der Demokraten zugerechnet wird.
14:02Ist das mehrheitsfähig in den USA,
14:04wo in großen ruralen Gebieten
14:06am Ende des Tages
14:07doch immer alte weiße Männer
14:08noch das Sagen haben?
14:09Man muss das jetzt nicht mögen
14:10oder so,
14:11aber es ist halt nun mal
14:12einfach leider Fakt.
14:13Ist eine spannende Frage.
14:14und da gibt es viele,
14:16die sagen,
14:16nein, das wäre,
14:17das ist irgendwie,
14:19wenn wir Hillary,
14:20wir haben es mit zwei Frauen versucht,
14:22Hillary Clinton
14:22und Kamala Harris,
14:24hat beide Mal ist es gescheitert,
14:25bitte nicht noch eine Frau
14:27und wenn dann eine Frau,
14:29die so wie Kamala Harris
14:30eine Person of Color ist
14:32und dann noch dazu
14:34so links steht,
14:35dann bereiten wir uns eigentlich
14:37die Niederlage bereits vor.
14:40Allerdings,
14:41sie hat gleichzeitig
14:42eine ganz starke Authentizität
14:44eine Ausstrahlung,
14:45eine Eloquenz
14:48und jetzt muss man
14:49zwei Stufen überlegen.
14:51Das erste ist,
14:52hat sie eine Chance,
14:52die Vorwahl zu gewinnen
14:53und das hängt ein bisschen davon ab,
14:56auch einer gewissen Dynamik,
14:57Vorwahlen in den USA
14:58laufen ja Bundesstaat für Bundesstaat
15:01und da hängt es ein bisschen
15:02vom Kalender ab,
15:03welche Bundesstaaten kommen zuerst,
15:05wer sind dann die Gegenkandidaten
15:10und welche Mehrheiten
15:13entwickeln sich dann
15:14und dann kommt die zweite Frage,
15:15wenn sie tatsächlich
15:16nominiert werden sollte,
15:19hat sie dann eine Chance,
15:21die Präsidentschaft zu erobern.
15:23Das hängt wieder davon ab,
15:25wer ist der Gegenkandidat,
15:26wenn es tatsächlich
15:27J.D. Vance ist,
15:29wie schlecht stehen die USA
15:31dann auch zu dem Zeitpunkt
15:33auch da
15:33oder wie gut oder wie schlecht
15:35stehen sie da.
15:36Das heißt,
15:36hat er eine schlechte
15:37oder eine schwierige
15:38oder eine doch nicht so schlimme
15:39Bilanz zu verteidigen
15:40und von all dem
15:41kann das auch abhängen.
15:441980,
15:45als Ronald Reagan
15:46als republikanischer
15:49Präsidentschaftskandidat
15:50nominiert wurde,
15:51haben viele gesagt,
15:52das ist hoffnungslos,
15:53ein so konservativer,
15:55so rechter
15:56Politiker
15:57kann nie
15:58in den USA
15:59gewählt werden.
16:00Jimmy Carters
16:01Präsidentschaft
16:02war allerdings
16:02in großer Krise,
16:03es gab alle möglichen,
16:05es gab die hohe Inflation,
16:06die Geiseldrama
16:09im Iran
16:09und so hat tatsächlich
16:10dann Reagan
16:11noch dazu
16:12sehr deutlich gewonnen
16:13und dann sagen manche,
16:14naja,
16:15wenn das auf der rechten
16:15Seite passieren kann,
16:17auch mit jemandem
16:17wie Donald Trump,
16:19warum nicht einmal
16:20auf der linken Seite?
16:21Das ist ja
16:22eine Grundsatzfrage.
16:24Ist ein sehr rechter
16:26Kandidat
16:27oder auch ein linker
16:27Kandidat,
16:28das geht ja in beide
16:28Richtungen,
16:29eher zu schlagen
16:30mit einem
16:31dezidiert linken
16:32Kandidaten
16:33oder braucht es
16:34so jemanden
16:34wie beispielsweise
16:36Joe Biden,
16:37der wirklich
16:37beide Lager
16:38mehr oder weniger
16:38zumindest versucht,
16:40rhetorisch zu vereinen?
16:41Denn genau
16:42dieselbe Diskussion,
16:43die wir jetzt führen,
16:44hatten wir eigentlich
16:452019, 2020,
16:47als damals eben
16:47ein Bernie Sanders
16:48gegen einen Joe Biden
16:50in den Vorwahlen
16:50unterlegen ist,
16:51wo viele gesagt haben,
16:52Gott sei Dank,
16:53jetzt kann Joe Biden,
16:54der quasi wirklich
16:54mehr Stimmen holen kann,
16:55das einfach aufräumen
16:56und die anderen haben gesagt,
16:57oh nein,
16:57das wird sicher nichts,
16:58weil wir brauchen quasi
16:59einen Gegenpol
17:00zu Donald Trump.
17:01Wie siehst du es?
17:02Also wenn du mich fragst,
17:03ich würde als demokratische Partei
17:05immer einen charismatischen
17:07Vertreter oder Vertreterin
17:08der Mitte nominieren.
17:10Ich glaube,
17:11dass die entscheidende Frage
17:13ist nicht,
17:14ja,
17:14die eigene Basis
17:15möchte man mobilisieren,
17:16man braucht jemanden,
17:17der die Leute ansprechen kann,
17:20aber entschieden werden
17:22die Wahlen am Ende
17:23in der Mitte.
17:23Also ich glaube,
17:24eine Kandidatin EOC
17:26wäre ein ziemliches Risiko
17:28für die demokratische Partei,
17:31dass ich hier eingehen würde.
17:32Deswegen war die erste Frage,
17:34was sind ihr gute Chancen,
17:35Präsidentin zu werden?
17:36Würde ich sagen,
17:37na ja,
17:38aber etwas bessere Chancen,
17:40die Kandidatin zu werden,
17:42dass das möglicherweise
17:43dann sich als Fehlgriff erweist.
17:47Andererseits kann ich ihr auch zutrauen,
17:50dass es ihr gelingt,
17:51in diesen nächsten zwei Jahren
17:53oder eigentlich einen,
17:55es geht jetzt um eineinhalb Jahren noch
17:57oder sogar weniger,
17:58bis man wirklich in den Vorwahlen ist
17:59und dann natürlich bis zum echten Wahltag ist,
18:03dass es ihr gelingt,
18:04ihr Image als linke Rebellin abzuschütteln
18:08und eher als wirkliche,
18:11glaubwürdige Kämpferin
18:12für soziale Gerechtigkeit,
18:14für ein besseres Amerika aufzutreten.
18:17Sich weniger hier in dogmatischen
18:19irgendwelchen Kämpfen hier zu verstricken
18:21und wenn man sich die USA heute anschaut,
18:24die brauchen auch eine wirkliche,
18:26einen großen neuen Anschub
18:29an sozialer Gerechtigkeit.
18:31Die Art, wie das Land auseinander,
18:33wie die Armut und Reichtum auseinander driftet,
18:36wie die Politik gerade unter Trump
18:38immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen
18:40für die Superreichen wird,
18:42da könnte es schon sein,
18:43dass jemand, der hier klar dagegen auftritt,
18:48zumindest nicht chancenlos ist.
18:50Was ich ja so skurril finde an dieser Situation,
18:52wir hatten diesen Fall,
18:53oder korrigiere mich da gerne,
18:54in der jüngeren Vergangenheit
18:56ja eigentlich so noch nicht.
18:58Also wir hatten keinen dezidiert linken Kandidaten,
19:01der gegen einen dezidiert rechten Kandidaten
19:03angetreten ist.
19:04Denn J.D. Vance vertritt ja auch nicht die Mitte.
19:06Also das kann man ja auch in keiner Welt behaupten.
19:08Dann ist ja eigentlich die Frage,
19:09wo die verbliebene Mitte hintendieren würde.
19:12Und da meinst du,
19:15wenn dieses Momentum bleibt,
19:17dann hätte AOC möglicherweise sogar bessere Chancen
19:20als ein J.D. Vance,
19:21der immer mit der Präsidentschaft von Trump verbunden bleiben wird.
19:24Also AOC gegen J.D. Vance,
19:27das wäre ein Albtraum für sehr viele Amerikanerinnen,
19:29Amerikaner, die politisch in der Mitte stehen.
19:31Da würden sie sich fragen,
19:32was machen wir jetzt?
19:34Da würde ich aber sagen,
19:35es geht ja manches auch über die emotionale Schiene.
19:37Wen empfindet man als sympathischer, glaubwürdiger?
19:41Also ich würde viel lieber einen Abend mit AOC verbringen
19:44als mit J.D. Vance.
19:45Ich glaube, es ist die viel freundlichere, empathischere
19:50in der Hinsicht auch einfach Person.
19:55Also das spielt auch eine Rolle.
19:59Und letztlich wird es dann auch davon abhängen,
20:02wo steht dieses Land am Ende der Trump-Präsidentschaft?
20:06Es gab übrigens eine Wahl,
20:08wo das sehr wohl,
20:09wo die Demokraten doch einen Vertreter des linken Lagers aufgestellt hat.
20:13Das war 1972 George McGovern,
20:15der damals auch radikal gegen den Vietnamkrieg aufgetreten ist,
20:21was absolut in der demokratischen Partei mehrheitsfähig war,
20:24allerdings in der weiten Bevölkerung nicht mehr so ganz.
20:27Und sein Gegenkandidat war Richard Nixon,
20:30der sich der Wiederwahl gestellt hat.
20:31Und es war die größte Niederlage,
20:35die die Demokraten je bei einer Präsidentschaftswahl erlitten haben.
20:40Interessantes Beispiel.
20:41Habe ich jetzt ehrlich gesagt so nicht im Kopf gehabt,
20:43aber klar, wie das mit Richard Nixon dann ausgegangen ist,
20:46ist eine andere Geschichte.
20:47Es war dann bald vorbei und manche einer ganzen Generation von jungen demokratischen Politikern,
20:57so wie Bill Clinton und andere,
20:59haben damals für McGovern-Wahl gekämpft.
21:01Die waren begeistert von ihm,
21:03waren dann tief enttäuscht,
21:04aber zumindest nach Nächsten zurücktrittern gab es eine kurze Phase,
21:09wo demokratische, linkere, liberalere Politik einen Platz hatte in den USA.
21:15Bis sie wieder abgelöst worden sind.
21:18Unter Jimmy Carter, bis Ronald Reagan dann kam.
21:19Dann kam Ronald Reagan, genau.
21:20Und die Solarpendels am Weißen Haus sind abmontiert worden.
21:23Dieses Bild kennt man noch.
21:24Egal, anderes Thema.
21:26Wenn wir uns jetzt den Nominierungsprozess ansehen,
21:28der Demokraten.
21:30Es gibt eine Umfrage, habe ich gelesen,
21:32New Hampshire, da steht sie ganz gut da.
21:35Also EOC würde dort möglicherweise im Nominierungsprozess gut abschneiden.
21:40Allerdings ist die Frage,
21:41ob das wirklich denn für ein Momentum in diesem Vorwahlkampf reicht,
21:44weil diese Bundesländer, je nachdem wo gewählt wird,
21:47das ist offensichtlich umgestellt worden.
21:49Also man fangt jetzt nicht mehr mit New Hampshire an.
21:51Warum ist das so und was hat das für einen Effekt?
21:53Ja, das liegt ein bisschen auch genau an diesem,
21:55was soll ich sagen,
22:00der Fraktion der Diversen,
22:02auch in der demokratischen Partei.
22:03Die Wahlen, die erste,
22:05es war jetzt lange Zeit, war es ja so,
22:07es war Iowa, war dieser erste Caucus
22:09und dann kam New Hampshire, die erste Vorwahl.
22:12Zwei ganz, ganz weiße Staaten,
22:15wo es fast keine Minderheiten gibt.
22:17Und hat man gesagt, das wollen wir ein bisschen ändern.
22:18Jetzt ist South Carolina auf der jetzt an erster Stelle.
22:22Und wobei es immer noch möglich ist,
22:24dass, glaube ich, Iowa sich aus irgendeiner versucht noch vorzudrängen.
22:28Das werden wir noch sehen.
22:29South Carolina hat eine große schwarze Bevölkerung.
22:35Und bei den Demokraten spielen die eine ganz große Rolle.
22:38Bei den Vorwahlen 2020,
22:42nachdem Joe Biden sowohl in Iowa als auch in New Hampshire verloren hat,
22:49waren es eigentlich vor allem die schwarzen Wähler,
22:52aber auch ein bisschen andere Wähler in South Carolina,
22:55die ihm dann den Wahlsieg gebracht haben
22:57und ihm dann die Präsidentschaft oder den Weg zur Nominierung geebnet haben.
23:02An der anderen Bundesstaat, der ganz weit vorne ist, ist Nevada.
23:05Nevada hat wiederum eine starke hispanische Latino-Bevölkerung und Wählerschaft.
23:10Jetzt sagen viele,
23:12na ja, in South Carolina wird EUC nicht gut ankommen,
23:15weil schwarze Wähler sind oft und Wählerinnen sind zum Teil eher auch konservativ,
23:21wertekonservativ.
23:22Und eine Frau aus New York kommt da nicht so gut an.
23:25Werden wir sehen.
23:26Sie ist gleichzeitig, ist sie selbst eine Vertreterin einer Minderheit.
23:31Nevada wiederum könnte sie wiederum besser abschneiden,
23:34weil das Latino, unter den Latino-Wählern.
23:38New Hampshire ist interessant,
23:39weil das ist wiederum eine weiße, eher gebildete Schicht,
23:43wo die dort bei den Demokraten stimmen.
23:46Also ich glaube, es ist ein bisschen früh,
23:48zu sich so diese Strategie zu überlegen
23:52oder diese Versuche zu überlegen,
23:54welches Wählerprofil wird für wen stimmen.
23:58Es wird auch davon abhängen, wer sind die Gegenkandidaten.
24:02John Ossoff haben wir ja schon genannt,
24:04der selbst aus den Südstaaten kommt,
24:06aber wiederum ein ganz anderer Typ ist,
24:07ein ehemaliger Journalist,
24:10ein sehr eloquenter Vertreter aus der Mitte,
24:16der aber auch ein bisschen viel Buzz hat.
24:19Ob jemand wie Gavin Newsom,
24:22der aus Kalifornien ist,
24:23der wiederum eigentlich doch ein Establishment-Vertreter ist,
24:26weil er Gouverneur ist,
24:28eines des größten Bundesstaates,
24:30ob der eine Chance hat,
24:31gerade bei Wählern, die sagen,
24:33jetzt wollen wir mal was anderes, wissen wir nicht.
24:35Und dann kann es auch noch viele andere Stimmen geben.
24:41Anders als bei den Republikanern
24:42haben die Demokraten doch ein System,
24:45wo die Wählerstimmen proportional aufgeteilt werden.
24:48Das heißt,
24:50ein nicht so guter Erfolg
24:52oder ein zweiter Platz in einem Bundesstaat
24:54ist noch keine Katastrophe,
24:56weil man noch immer,
24:56wenn man sagen wir 30 Prozent der Stimmen hat,
24:59dann hat man die 30 Prozent der Delegierten.
25:01Bei den Republikanern,
25:02dort ist zum Großteil ein Winner-takes-all-System,
25:07wo wer immer an erster Stelle ist,
25:09bekommt alle,
25:10so wie es ja dann auch bei den Präsidentschaftswahlen ist.
25:13Das hat damals Trump eigentlich dazu verholfen,
25:162016 die zersplitterten Gegner alle auszuschalten.
25:21Also das ist auch noch ein Faktor
25:25in der Kalkulation dieser Vorwahlen.
25:27Das heißt aber grundsätzlich geht es nicht darum,
25:30die ersten Vorwahlen zu gewinnen,
25:31sondern insgesamt,
25:32aber es ist immer ein Momentum,
25:33was vorherrscht,
25:34wenn ich quasi durchmarschiere.
25:35Es ist wichtig,
25:37in diesen ersten Vorwahlen
25:38und in einigen zu gewinnen,
25:40einigen zumindest einen zweiten Platz zu haben.
25:42Da geht es auch immer darum,
25:43dass man die Glaubwürdigkeit als Kandidat behält,
25:46weil sonst bleiben auch die Spenden,
25:47die Wahlkampffspenden aus,
25:49die ja auch immer und ohne denen
25:51kannst du da nicht fortsetzen.
25:52So ist es auch zum Beispiel,
25:53manche Kandidaten mussten schon vor der ersten Wahl
25:56Vorwahl aufgeben,
25:57weil die Umfragen so schlecht waren
25:59und es keine Wahlkampffspenden mehr gab.
26:02Das ist zum Beispiel Kamala Harris,
26:03damals 2020 passiert.
26:06Trotzdem wurde sie dann von Joe Bidens
26:09als Vizepräsidentin ausgewählt.
26:11Aber das wurde dann auch für manche als Beweis gesehen,
26:14dass sie eine nicht so gute Wahlkämpferin ist
26:17und nicht so gute Kandidatin.
26:19Als sie dann tatsächlich die Wahl verloren hat,
26:21haben manche gesagt, naja, hätten wir nur gesehen,
26:23wie schlecht ihr Vorwahlkampf war,
26:25dass sie nicht einmal es bis zur ersten Vorwahl
26:28in Iowa geschafft hat,
26:30dann hätte man doch wissen können,
26:32dass sie die falsche Person ist.
26:35Aber ich glaube, EOC ist,
26:37wie man so sagt,
26:38political animal.
26:39Sie ist eine politische Seher,
26:41eine durch und durch,
26:42eine Person, die ein Gefühl dafür hat,
26:45für Gruppen, für Menschen
26:46und deswegen auch möglicherweise
26:48mehr erreichen kann,
26:50als man es ihrer politischen Positionierung
26:52her zutrauen würde.
26:53Erik, jetzt hast du schon die Latino-Wähler angesprochen
26:55und die sind ja durchaus in Wahlkämpfen
26:57inzwischen sehr entscheidend.
26:592024 sind sie nach rechts gerutscht
27:02und haben zu einem großen Teil
27:03auch Donald Trump gewählt.
27:04Das war für die Demokraten sehr schmerzhaft.
27:06Jetzt ist EOC selbst Latina.
27:09Hat das irgendeinen Einfluss?
27:10Kann sie diese Leute quasi zurückholen?
27:12Hat sie da einen Bonus,
27:13wie man vielleicht so schön sagt?
27:14Ich meine, man muss fairerweise auch immer dazu sagen,
27:16wir sagen immer so Latinos und das ist dann
27:18für uns eine Gruppe.
27:19Das sind natürlich viel mehr.
27:20Da gibt es sehr viele verschiedene Länder
27:23und die tippen natürlich auch anders.
27:24Es gibt die Mexikaner,
27:26es gibt die Kubaner in Florida,
27:27die wir da ganz politisch ganz anders verstehen
27:29und dann jetzt immer mehr auch
27:31aus anderen lateinamerikanischen Staaten
27:34und EOC aus Puerto Rico,
27:37das ja ein Teil der USA ist,
27:39das ist auch wiederum eine eigene Gruppe.
27:43Dieser Verlust der Latino-Stimmen
27:44bei der letzten Wahl,
27:46dass die zu Trump gegangen sind,
27:47war ein absoluter Schock für die Demokraten.
27:50Man hat gedacht,
27:51da kommt es zu einer wirklichen Verschiebung,
27:53einer längerfristigen Verschiebung,
27:54so wo eine ganze Wählerschicht verloren geht.
27:57So wie es die Industriearbeiter,
27:59die damals 1980 zu Regeln gewechselt haben
28:02und dann eigentlich viele von denen
28:04im republikanischen Lager geblieben sind.
28:07Das dürfte diesmal nicht der Fall sein
28:10und alle Umfragen zeigen,
28:11dass bei den jetzigen Midterms
28:12diese Hispanic Wähler,
28:14diese Latinos jetzt wieder ganz stark
28:16zu den Demokraten wechseln.
28:18Einerseits, weil sie haben Trump gewählt,
28:20weil er ihnen niedrigere Preise versprochen hat.
28:23Stattdessen sind die Preise weiter gestiegen.
28:26Und die Migrationspolitik,
28:29die Trump hier ausführt,
28:32trifft ja sehr vor allem auch
28:33ganz, ganz viele von ihnen.
28:35Sie waren zwar zum Teil dafür,
28:37dass die Grenze geschlossen wird,
28:38das ist so das typische Zugsabteil-Phänomen.
28:41Wenn du mal im Zugsabteil sitzt,
28:43willst du nicht,
28:43dass jemand neuer hereinkommt.
28:46Aber die Art der Deportationen,
28:48der Festnahmen,
28:49der Brutalität gegen Menschen,
28:51die schon seit Jahren,
28:52Jahrzehnten in den USA sind,
28:54das kommt bei dieser Wählergruppe
28:55ganz schlecht an.
28:56Und ich glaube,
28:57diese Hispanic Wähler
28:59sind bereits wieder zurück
29:01im Lager der Demokraten.
29:02Die werden sie wahrscheinlich
29:03auch nicht mehr verlieren.
29:04Und so gesehen hat sich hier ein Reservoir,
29:06gerade für ihre Vorwahlen,
29:08aus dem sie ganz gut schöpfen kann.
29:11Und das wird ihr zumindest,
29:12das wird ihr zumindest nicht schaden.
29:14Erik,
29:14wenn du schon die Mitjahms ansprichst,
29:16auch EOC muss sich einer Wahl stellen,
29:18Anfang November.
29:20Wird das denn irgendeinen Einfluss darauf haben,
29:22ob sie möglicherweise kandidiert oder nicht?
29:25Ja, wird es.
29:26Weil es gibt einige Vertreter,
29:29Vertreterinnen des sehr progressiven linken Flügels,
29:32die hier schwierige Wahlen zu schlagen haben.
29:36Eine ganz wichtige ist die Senatswahl in Michigan.
29:39Das ist Abdul El-Sayed,
29:41der auch ein absolut,
29:43so weit genauso ungefähr dort steht wie EOC
29:46in sehr vielen Positionen.
29:48Und der jetzt dort einen Sitz,
29:52den bisher die Demokraten haben,
29:53verteidigen muss.
29:54Und als er die Vorwahl
29:56gegen eine Vertreterin vielmehr
29:58des demokratischen Establishments
30:00ganz knapp gewonnen hat,
30:01wobei viele in den Umfragen man gedacht hat,
30:04oder das er viel höher gewinnen wird,
30:06das war dann viel knapper als erwartet,
30:08sagen viele,
30:09naja, jetzt müssen wir mal sehen,
30:10wenn er,
30:11wenn dieser Senatssitz in Michigan verloren geht,
30:14weil El-Sayed gegen seinen,
30:16gegen den Republikaner Mike Rogers verliert
30:20und möglicherweise die Demokraten
30:22deswegen auch die Mehrheit im Senat
30:24nicht erringen werden,
30:25was, sagen wir,
30:26jetzt weniger wahrscheinlich ausschaut
30:28als noch vor wenigen Wochen,
30:30dann wäre das ein Signal,
30:33stellt bitte keinen Vertreter
30:35des linken Flügels auf,
30:36damit verlieren wir jetzt.
30:38Wenn aber El-Sayed gewinnt
30:40und die Umfragen zeigen in ihm
30:42doch einen kleinen,
30:44aber doch klaren
30:44und konsistenten Vorsprung,
30:47dann wird die Botschaft sein,
30:49naja,
30:50es geht auch mit einem
30:51sehr linken Kandidaten,
30:53auch mit einem Vertreter
30:54einer ethnischen Minderheit,
30:56in dem Fall
30:57sind dessen Eltern Ägypter,
31:00in dem Fall,
31:01er ist ja auch ein Muslim,
31:02also,
31:03und der kann in Michigan gewinnen,
31:05das ja eigentlich
31:05ein sogenannter Swing State ist,
31:07das nicht eindeutig
31:08im Lager der Demokraten ist,
31:10sondern den auch
31:10Donald Trump im Jahr
31:12sogar, glaube ich,
31:14zweimal,
31:14oder auf jeden Fall
31:152024 gewonnen hat
31:17und damit wäre das
31:19ein Zeichen
31:20für EOC,
31:23sie hat eine Chance.
31:24Eine andere Wahl
31:25ist ganz unwahrscheinlich,
31:27aber das wird man auch
31:28ganz genau beobachten,
31:30Gouverneursamt in Florida,
31:32DeSantis kann nicht
31:33nochmal antreten
31:34und die Vorwahl
31:36der Demokraten
31:37hat eine dezidierte,
31:39ganz linke Kandidatin
31:40gewonnen,
31:41Angie Nixon,
31:43die jetzt
31:44wahrscheinlich
31:44keine Chance hat,
31:47zur Gouverneurin
31:48gewählt zu werden,
31:49aber
31:51sollte sie
31:51zumindest nahe kommen,
31:54Florida ist doch
31:54inzwischen
31:55ziemlich nach rechts
31:55gerückt,
31:56würde man auch sagen,
31:57naja,
31:57so schlimm ist das nicht,
31:58vielleicht funktioniert
31:59es doch,
32:00es sind lauter so
32:00kleine Anstipse,
32:02wo man
32:03andere Leute
32:04EOC empfehlen werden,
32:05du versuch es doch,
32:07du hast Chancen.
32:08Also es kommt gar nicht
32:09so drauf an,
32:10ob sie gewinnt,
32:10sondern ob die anderen
32:11Sie gewinnt eindeutig,
32:13sie hat in ihrem
32:15Wahlkreis
32:15für das Repräsentantenhaus
32:17sitzt ja,
32:18das ist eine,
32:19ich glaube nicht einmal,
32:20dass sie einen ernsthaften
32:22Gegenkandidaten hat,
32:23da haben die
32:23Damen-Republikaner
32:24gar keine Chance,
32:25also sie ist ganz gut
32:26abgesichert,
32:27es geht jetzt um andere
32:30Kandidaten,
32:31Kandidatinnen,
32:32die ein bisschen ihre
32:32Politik,
32:33ihre Ideologie,
32:35ihre Richtung
32:35vertreten.
32:36Es gibt natürlich auch
32:37eine andere Überlegung
32:39und so,
32:39sie ist jetzt heute
32:4037 geworden,
32:42sie darf schon
32:42fürs Präsidentenamt
32:43kandidieren,
32:44da muss man zumindest
32:4535 sein,
32:47aber sie ist schon
32:47sehr jung
32:48und sie kann sich
32:49auch überlegen,
32:50dass es vielleicht
32:50klüger ist,
32:52vorerst einmal noch
32:52zu warten,
32:54bevor sie hier
32:54dieses Amt anstrebt
32:55und es gibt ein anderes
32:56Amt,
32:57wofür sie antreten könnte,
32:59das ist das
32:59Senatssitz in New York,
33:01wo Chuck Schumer
33:02im Moment hält,
33:03der wahrscheinlich
33:04nicht wieder antreten wird
33:05und das wäre
33:07wahrscheinlich für sie
33:08leichter zu gewinnen,
33:09dann wäre sie
33:09Senatorin,
33:10das wäre wahrscheinlich
33:11auch ein besseres
33:12Sprungbrett,
33:13um dann
33:162032
33:16oder sogar
33:17noch ein bisschen
33:17später
33:18dann tatsächlich
33:20an das
33:21Weiße Haus
33:21anzustreben.
33:22Es zu früh
33:23zu versuchen,
33:24kann manchmal
33:25auch ein Fehler
33:25sein.
33:27Jetzt haben wir
33:27sehr viel darüber
33:28geredet,
33:29wie ihre Chancen
33:29aussehen,
33:30ob es zu früh
33:30oder zu spät ist,
33:32ob sie zu links ist
33:33oder möglicherweise
33:34genau richtig,
33:34jetzt haben wir
33:35aber eigentlich
33:35bislang nicht
33:36darüber gesprochen,
33:36ob sie selbst
33:37überhaupt will.
33:38Ist das denn
33:38schon so klar?
33:40Ich bin mir
33:41ziemlich sicher,
33:42dass in ihrer
33:44Lebensplanung
33:44irgendwo
33:44dieses Weiße Haus,
33:46auch wenn es
33:46jetzt von Trump
33:48verunziert wurde
33:49und so,
33:50noch immer irgendwo
33:50steht und sagt,
33:51sie strebt glaube ich
33:52das an und sie würde
33:53sich das nicht nur
33:55für sich persönlich,
33:56sie ist sicher
33:56jemand, der von sich
33:57überzeugt ist,
33:58sondern auch,
33:58weil sie glaubt,
33:59sie kann hier eine
33:59Politik durchsetzen,
34:01die es in den USA
34:02braucht und die bisher
34:04gefehlt hat.
34:05Aber ob sie es
34:07diesmal versucht
34:08oder später versucht,
34:09das lässt sich noch
34:10überhaupt nicht sagen.
34:11Aber ich glaube,
34:12dass sie gerne
34:12Präsidentin wäre,
34:14ja, ich glaube,
34:15da habe ich wenig Zweifel.
34:16Nach allem,
34:17was wir jetzt gehört haben,
34:18deine Einschätzung,
34:18wie würde denn
34:19eine Präsidentschaft
34:21einer AOC aussehen?
34:23Wie sehr würde das
34:23das Land verändern?
34:24Naja,
34:25das ist eine gute Frage,
34:27weil es gab eigentlich
34:30noch nie in den letzten
34:34Jahrzehnten einen
34:36wirklichen Vertreter des
34:37linken Flügels im
34:38Weißen Haus.
34:39Der linkeste Präsident,
34:42den Amerika die letzten
34:45eigentlich seit Franklin
34:46die Roosevelt oder sagen wir
34:47seit Lyndon Johnson hatte,
34:49war Joe Biden,
34:50der wirklich einige
34:52politische Maßnahmen,
34:54sei es um Klimaschutz,
34:55sei es in anderen Themen,
34:56durchgesetzt hat,
34:57die sehr stark hier auch
34:59dazu gezielt haben,
35:00auch in der Industriepolitik
35:01eine andere Politik
35:03durchzusetzen.
35:04Aber auch sein
35:05Handlungsspielraum
35:06war beschränkt,
35:07seine Mehrheiten im Senat
35:08oder im Repräsentantenhaus
35:10im Kongress
35:10ganz, ganz knapp.
35:12Also es hängt dann
35:12ein bisschen erstens davon ab,
35:14welche Mehrheiten hat sie?
35:15Hat sie eine Mehrheit
35:16im Kongress,
35:17in beiden Kammern?
35:18Wie groß sind die?
35:19Und wie sehr ist
35:20die demokratische Partei,
35:22die in der Vergangenheit
35:23und sowohl unter
35:24Bill Clinton
35:25als auch unter Barack Obama,
35:26die beide jetzt eher
35:28Vertreter der Mitte waren,
35:29war die Partei
35:30auch noch dazu zerrissen
35:31und da gab es manche
35:32Abgeordnete,
35:33die eigentlich
35:34ziemlich rechts gestanden sind.
35:36Inzwischen ist genauso,
35:37wie die Republikaner
35:38nach rechts gerückt sind,
35:39ist die demokratische Partei
35:40nach links gerückt.
35:41Und wenn sie dann,
35:42wenn es dann eine,
35:44die, diese,
35:45die Demokraten
35:45mit einem
35:46klareren linkeren Profil
35:48deutliche Mehrheiten haben,
35:50ja dann würde sie versuchen,
35:52doch einiges durchzusetzen,
35:54vor allem in der Steuerpolitik,
35:56wo die Wahl,
35:57die in den letzten Jahrzehnten,
35:58die Steuern für,
36:01für, für, für die Reichen
36:02und die Superreichen
36:04ständig nur gesunken sind.
36:06In der Sozialpolitik,
36:08wo gerade jetzt unter Trump
36:09ganz massiv
36:11in lebenswichtige
36:13Sozialprogramme,
36:13sei es die
36:15Gesundheitsversorgung
36:15für die Armen,
36:17sei es die,
36:18die sogenannten,
36:19die, die, die,
36:19die Essensmarken,
36:21von denen viele Familien
36:22abhängig sind,
36:23wirklich brutal
36:24hineingeschnitten wird
36:25und vieles andere auch.
36:27Also ich kann mir schon
36:28vorstellen,
36:29bei ihr könnte es
36:30doch einen Kurswechsel
36:32geben,
36:32der das Land
36:33auch verändert,
36:34der es in mancher Hinsicht
36:35auch europäischer macht,
36:37nämlich vielmehr,
36:38oder könnte man sagen,
36:39kanadischer macht,
36:40um etwas näher zu bleiben.
36:42Aber das, glaube ich,
36:43ist Zukunftsmusik.
36:44Also ich glaube,
36:44da sind wir viele,
36:44viele Stufen entfernt
36:46und es kann natürlich sein,
36:47wenn sie eher nur
36:48gerade in das Weiße Haus
36:50doch irgendwie knapp
36:51hineinkommt,
36:52weil der Gegenkandidat
36:53so unpopulär ist,
36:54aber im Kongress
36:55die Mehrheiten
36:56nicht so klar sind,
36:58dann hätte sie die Wahl,
37:00entweder sich die Zähne
37:01auszubeißen
37:02oder sehr pragmatisch
37:03zu versuchen,
37:04es mit kleineren
37:05Dingen zu probieren,
37:06so wie es zuletzt auch
37:08Obama und auch
37:09Clinton zuvor getan hat.
37:12Abschließend, Erik,
37:12wir haben vor einigen Monaten
37:13miteinander gesprochen,
37:15da haben wir über
37:15einen möglichen,
37:16sehr ungewöhnlichen
37:17Kandidaten der Republikaner
37:18für die Präsidentschaft
37:192028 gesprochen
37:21und dein Hot Take
37:23damals war,
37:24Donald Trump
37:25hatte ein wahrscheinlich
37:26gewichtiges Mitspracherecht,
37:27wer es denn wird
37:28und Donald Trump
37:29möchte unbedingt
37:30seinen eigenen Namen
37:31am Stimmzettel sehen.
37:32Jetzt kann er nicht mehr
37:33antreten,
37:34aber er könnte natürlich
37:35einen gleichnamigen
37:36mehr oder weniger
37:37krönen zum Kandidaten,
37:39nämlich seinen Sohn
37:40Donald Trump Jr.
37:41Das wäre jetzt,
37:42wenn wir diesen Gedanken
37:43weiterspinnen,
37:44ein Wahlkampf
37:44Donald Trump Jr.
37:45gegen AOC.
37:47Das wäre doch irgendwie
37:47durchaus interessant, oder?
37:49Also interessant wäre es,
37:50also ob das jetzt
37:51tatsächlich passiert,
37:52kann ich ja noch nicht
37:53voraussagen,
37:53aber was interessant ist,
37:55jeder spricht über
37:56J.D. Vance
37:57und dass der irgendwie
37:58der logische
37:59Nachfolger ist.
38:01Andererseits,
38:01Trump macht ihn
38:02ständig zur Schnecke.
38:04Er unterstützt ihn
38:05überhaupt nicht
38:05und man weiß,
38:06wie groß auch die
38:07Meinungsverschiedenheiten
38:08zum Iran-Krieg sind,
38:09kann ich mir gut vorstellen,
38:11dass das irgendwie
38:12und Trump auch das Gefühl
38:14vom Bauchgefühl weiß,
38:16Vance wird sehr schwer haben,
38:19eine Wahl zu gewinnen.
38:20Marco Rubio ist der andere
38:22Kandidat,
38:22der immer wieder
38:23auch im Gespräch ist
38:24und der sicher
38:26der populärere
38:27von den beiden wären,
38:28das wäre ja auch interessant,
38:29EOC gegen Marco Rubio,
38:31die beide Latinos sind,
38:33also du hättest mal,
38:33aber aus sehr unterschiedlichen
38:35Ländern kommen.
38:36Rubio kommt aus seinen Eltern
38:37aus Kuba
38:37und sehr unterschiedliche
38:39Sichtweisen haben
38:41und trotzdem denke ich mir
38:43immer noch,
38:43ja, es ist absolut gut möglich,
38:45auch wenn das im Moment
38:45in den Wettquoten
38:47bei Polymarket
38:48ganz niedrig ist.
38:49Ein Prozent.
38:50Ein Prozent,
38:51aber trotzdem bei Trump,
38:52da ist ja noch sehr viel Zeit
38:53und irgendwann wird er
38:54irgendwie jemanden
38:55aus dem Hut zaubern
38:56und das ist doch immer
38:58so mein Gefühl,
38:59das könnte doch passieren.
39:01Es würde mich nicht überraschen,
39:03wenn er sich dann
39:04für seinen eigenen Sohn entscheidet,
39:05den pusht
39:06und der dann tatsächlich
39:07dann aufgrund dessen
39:08auch die Vorwahl gewinnt.
39:10Aber ich glaube,
39:11im Vergleich zu EOC
39:12ist er natürlich
39:13ein intellektuelles Leichtgewicht,
39:16eloquent auch
39:18und würde schon
39:18mit den richtigen Stehsätzen
39:20auch und wäre einer,
39:22der sehr mit unglaublicher,
39:24sagen wir doch,
39:25mit einer sehr hetzerischen Sprache
39:26sicher auch gegen sie vorgehen würde.
39:29Also wer immer
39:30bei den Republikanern
39:31nominiert wird,
39:33die würden sagen,
39:34EOC ist ein gefundenes Fressen
39:35für uns,
39:36wir können ihr alles
39:36vorwerfen von
39:38sie ist Kommunistin,
39:39sie ist lesbisch,
39:40sie ist was immer
39:41es ihnen einfällt
39:42und die Menschen
39:43würden es alle glauben.
39:45Und das wäre dann sicher,
39:47EOC hat selbst
39:48noch keinen
39:49wirklich harten Wahlkampf,
39:51seit damals
39:51dieser einen
39:52Vorwahl kämpfen müssen.
39:54Das wäre
39:55irgendwie wirklich
39:55Feuerprobe für sie,
39:56wie sie auch
39:57unter
39:57unter großem Druck
39:59dann auch
40:00bestehen kann.
40:02Erik Frey war das.
40:02Vielen Dank für
40:03deine Einordnungen heute
40:04und wir nehmen dich
40:05wie immer beim Wort
40:06und abgerechnet wird dann,
40:07wenn der Kandidat
40:08oder die Kandidatin
40:09tatsächlich feststeht.
40:10Vielen Dank.
40:11Sehr gerne.
40:12Und wenn euch
40:13Thema des Tages gefallen hat,
40:14dann abonniert uns
40:14auf der Podcast-Plattform
40:15eurer Wahl
40:16oder auch auf YouTube,
40:17da sind wir mit
40:17Videopodcasts vertreten.
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40:22vielen Dank fürs Dabeisein,
40:23bis zum nächsten Mal.
40:33Vielen Dank.

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