- vor 7 Monaten
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:07Können wir ihn weiterhören?
00:09Sie mit Sicherheit nicht.
00:15Was wollen Sie, Frau Grafenberg?
00:19Ich hätte nie geglaubt, dass ich das einmal sagen würde.
00:24Frau Schilling, ich brauche Ihre Hilfe.
00:29Die Firma braucht Ihre Designs.
00:32Ich dachte, ich hätte deutlich gesagt, dass ich an einer Zusammenarbeit nicht interessiert bin.
00:37Ja, das haben Sie gesagt, aber wie es aussieht, braucht die Firma Ihre Entwürfe.
00:44Egal, was Sie wollen.
00:46Ich verspreche Ihnen, ich werde alle Ihre Forderungen erfüllen.
00:53Bitte.
01:03Hey, what you looking for?
01:07No one has the answer.
01:11They just want more.
01:15Hey, who's gonna make it right?
01:23This could be the first day of my life.
01:31So sehr es mich freut, das Wort bitte aus Ihrem Mund zu hören, Frau Grafenberg.
01:36Ich glaube Ihnen kein Wort.
01:38Meine Güte, was soll ich denn noch tun?
01:41Soll ich auf die Knie fallen und um Ihre Hilfe bitten?
01:44Nein, sagen Sie mir einen Grund, warum ich Ihnen einen Gefallen tun sollte.
01:49Es geht hier nicht um mich.
01:51Sie würden der Firma einen großen Gefallen tun.
01:54Daniel braucht jetzt Ihre Hilfe.
01:57Weiß Daniel, dass die Entwürfe von mir sind?
02:00Natürlich nicht.
02:03Wir haben schon sehr viel Geld in die Wildrosenserie investiert.
02:07Wenn wir nicht bald liefern können, wäre der Schaden enorm.
02:11Mal angenommen, ich würde für Sie arbeiten.
02:14Was erzählen Sie, Daniel?
02:16Nun, ich dachte da an eine freiberufliche Mitarbeit.
02:20Niemand würde wissen, von wem die Entwürfe wirklich sind.
02:24Das heißt, ich bekomme die Arbeit und Patrizia das Lob.
02:28Damit sind wir doch bislang sehr gut gefahren.
02:34Einverstanden.
02:35Ich arbeite für Sie.
02:36Unter einer Bedingung.
02:38Wie viel wollen Sie?
02:39Es geht mir nicht um Geld.
02:42Ich will, dass unter allen zukünftigen Entwürfen, die ich für Sie mache, mein Name steht.
02:46Wie bitte?
02:48Sie haben bereits einen Preis für mein Design gewonnen.
02:51Ab jetzt möchte ich, dass mein Name drunter steht.
02:54Sie sind doch nicht ganz bei Truss.
02:57Ihnen geht es doch angeblich nur darum, die Produktion weiterzuführen.
03:00Was für einen Unterschied macht es, da wer die Entwürfe fertigt?
03:02Das macht einen großen Unterschied.
03:04Ja, für Sie, Frau Grafenberg.
03:06Weil dann jeder erfährt, dass Sie versucht haben, Ihren Schwager zu betrügen.
03:09Das ist Ihr Problem.
03:11Die Firmeninterner gehen Sie nichts an.
03:14Sie sollen nur die Entwürfe liefern.
03:16Das werde ich.
03:17Mit meinem Namen drauf.
03:19Entweder Sie nehmen das Angebot an, oder Sie lassen das.
03:31Das werden Sie mir nochmals an.
03:36Das ist ja nicht.
03:39Das geht.
03:40Wollen wir noch mal tanzen?
03:42Oh nein, ich bin nicht noch mal da.
03:43Doch, komm, ein letzter Tats.
03:45Aus dem Schlafen doch bestimmt schon mal.
03:46Ja, dann tatswählen, ganz leise.
03:49Ja, leise.
03:53Ach, ihr seid das.
03:56Habt ihr mir einen Strecken eingehakt?
03:59Entschuldige, Eva.
04:01Das wollte ich nicht.
04:04Wir dachten, es wäre niemand mehr hier.
04:09Na, wie war denn der Abend im Lanzino?
04:13Sehr schön.
04:15Daniel hat das ganze Restaurant für uns gemietet.
04:18Hm, wusste ich's doch.
04:20Das ist ein ganz besonderer Abend.
04:22Na ja, der Besitzer war mir noch etwas schuldig.
04:24Ach nu, spiel es nicht ja runter.
04:27Sag schon, habt ihr euch verlobt?
04:31Wie kommst du denn da rauf?
04:34Na, ich meine, so ein ganzes Restaurant für euch alleine
04:38und die Einladung mit roten Rosen.
04:41Also, ja, da, es klingt doch sehr verdächtig nach einer Verlobung.
04:46Wir haben einfach nur einen wunderschönen Abend gehabt.
04:48Ja, so wie du strahlst, glaube ich das auch.
04:51Ja.
04:52Und wir haben so viel getanzt, dass ich diese Schuhe nicht mehr tragen kann.
04:58Na dann aber, ab ins Bett.
05:01Gute Nacht.
05:02Gute Nacht, Eva.
05:04Und mach das Licht aus.
05:06Ja.
05:07Komm, ich trage dich.
05:09Nein.
05:10Und wenn ich dich nicht mehr tragen kann,
05:11dann lege ich dich auf die Treppe und schreibe einfach drüber.
05:13Nein, bitte.
05:14Doch.
05:27Kann ich Ihnen noch was bringen oder möchten Sie jetzt zahlen?
05:31Lassen Sie uns mit offenen Karten spielen.
05:34Sie sitzen am längeren Hebel.
05:36Ich werde alle Ihre Forderungen erfüllen.
05:40Sie werden alle künftigen Entwürfe unter meinem Namen auf den Markt bringen?
05:43Sie haben mein Wort darauf.
05:46Das hätte ich gern schriftlich, bitte.
05:48Was?
05:49Ich hätte gern einen Vertrag darüber,
05:52dass alle künftigen Entwürfe unter meinem Namen veröffentlicht werden.
05:55Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
05:56Sie wissen selbst, dass so ein Werksvertrag üblich ist.
06:00Tja, und was ist mit dem Goldberg-Design-Preis?
06:03Wir können ja unmöglich sagen,
06:04dass die Entwürfe unter falschem Namen eingereicht wurden.
06:07Den Preis, den kann Patricia behalten.
06:10Offiziell sind die alten Entwürfe nicht von mir.
06:12Aber die neuen werden unter meinem Namen erscheinen.
06:15Und dafür möchte ich den Vertrag.
06:18Also gut, Sie bekommen den Vertrag,
06:21wenn wir mit der Serie auf dem Markt sind.
06:23Nein, morgen.
06:24Vorher bekommen Sie nichts von mir.
06:26Na, wie stellen Sie sich das vor?
06:27Das muss ich erst mal mit meinem Schwager besprechen.
06:29Ich bin sicher, dafür finden Sie schon eine Lösung, Frau Grafenberg.
06:36Also gut, einverstanden.
06:38Ich komme morgen vorbei,
06:41bringe den Vertrag, Sie unterschreiben.
06:44Und ich bekomme die neuen Entwürfe.
06:46Ich arbeite morgen.
06:48Sie finden mich also hier.
06:50Sie sind eine zähe Verhandlungspartnerin.
06:54Schon erstaunlich, was man im afrikanischen Busch so alles lernt.
06:58Zuerst mal lernt man, die Harmlosen von den giftigen Schlangen zu unterscheiden.
07:05Ist das gerade wirklich passiert?
07:08Annabelle Grafenberg will meine Hilfe?
07:12Ich traue ihr nicht.
07:14Sie wird alles versuchen, um mich auszutricksen.
07:18Aber die Entwürfe mit meinem Namen drauf sind eine einmalige Chance,
07:21mit der Referenzwitz in Kinderspielerstipendium zu bekommen.
07:25Ich muss nur sehr, sehr vorsichtig sein.
07:46Spät noch wach?
07:48Ja, ich warte auf Mutter.
07:51Wir haben noch was für morgen zu besprechen.
07:53Etwas Geschäftliches?
07:55Ja.
07:56Vor dir steht der Firmenchef.
07:58Frag mich, was willst du wissen?
08:00Das sind Detailfragen.
08:02Damit kennst du dich nicht aus.
08:05Versuche es.
08:07Ich habe mich gut eingearbeitet.
08:08Es ist wirklich nicht so wichtig.
08:12Geht es um die Wildrosenserie?
08:14Du hast mich mit deinen neuen Entwürfen so neugierig gemacht,
08:17ich würde sie gerne mal sehen.
08:19Frederik, die Entwürfe sind...
08:22Ja?
08:24Noch nicht fertig.
08:29Du hast es, wir sie dringend brauchen.
08:31Ja, ich weiß.
08:31Und ich lege heute auch eine Nachtschicht ein.
08:35Brav.
08:39Bestell deiner Mutter schönen Grüße.
08:42Wenn sie noch einmal vorhat, die Säge zu stoppen,
08:44nämlich irgendwie zu hintergehen,
08:46dann wird es die letzte Aktion gewesen sein,
08:48die sie in dieser Firma gemacht hat.
08:52Gute Nacht.
08:55Gute Nacht.
09:00Was ist?
09:02Habe ich was verpasst?
09:04Wieso?
09:07Du strahlst ja so.
09:10Na ja, ich freue mich, hier zu sein, bei dir.
09:14Ich freue mich auch, dass du da bist.
09:19Seit ich aus Südafrika weg bin,
09:22habe ich nur in Hotels gewohnt.
09:24Da hat man das Gefühl, man ist der einsamste Mensch auf der Welt.
09:29Das verstehe ich so gut.
09:33Aber seit ich eine eigene Wohnung habe
09:36und
09:39jemanden, den ich einladen kann,
09:43fühle ich mich richtig zu Hause.
09:45Ja?
10:03Du bist wunderschön.
10:07Wirklich?
10:10Es ist eine Ewigkeit her,
10:12dass ich eine so tolle Frau wie dich getroffen habe.
10:14Ach, Jörg, ich fühle mich auch so wohl
10:16und zu Hause bei dir.
10:18Wirklich?
10:20Ja.
10:21Bei einem Typen wie mir.
10:26Ja.
10:28Ich bin aber nicht gerade ein Schwiegermutter-Schwar
10:30mit Daniel Grafenberg.
10:33Na ja,
10:34du hast vielleicht eine harte Schale,
10:36aber hier drin, da,
10:39hast du einen ganz weichen,
10:41sensiblen Kern.
10:45Es ist schon spät.
10:46Komm.
10:47Ich fahre dich noch nach Hause.
10:51Habe ich was Walsches gesagt?
10:53Nein.
10:54Im Gegenteil.
10:58Aber ich könnte doch,
11:00ich könnte doch die Nacht noch bleiben.
11:03Ich finde,
11:04wir sollten uns Zeit lassen.
11:08Ja.
11:09Wenn du meinst.
11:12Ich habe Angst,
11:12alles kaputt zu machen,
11:13wenn wir schon in der ersten Nacht
11:15miteinander schlafen, Silke.
11:18Dafür bist du mir zu kostbar.
11:31Julia?
11:39Julia?
11:41Julia?
11:45Julia?
11:46Julia?
11:56Julia?
11:58Julia?
12:22Feierabend für heute.
12:24Den Kühlschrank füllen wir morgen auf.
12:26Ich komme morgen sowieso früher.
12:27Ja.
12:28Dein Arbeit sei von Ehren, aber du musst nicht übertreiben, Julia.
12:31Ich habe noch was Wichtiges zu erledigen.
12:33Hat das was mit dem Besuch der Königskobra zu tun?
12:36Frau Gravenberg? Ja.
12:38Sie will unbedingt meine Entwürfe haben.
12:40Das hast du doch abgelehnt.
12:42Jetzt ist sie sogar dazu bereit, mir vertraglich zuzusichern,
12:45dass die Entwürfe unter meinem Namen veröffentlicht werden.
12:48Moment, das ist deine Mitarbeit streng gehalten,
12:50weil Patricia behauptet, dass sie ihre Entwürfe sind.
12:52Und jetzt darf auf einmal jeder wissen, dass die Entwürfe von dir sind?
12:55Nein, offiziell sind die alten Entwürfe immer noch von Patricia,
12:58aber die neuen, die ich liefere, werden unter meinem Namen erscheinen.
13:02Hört sich kompliziert an.
13:04Und weißt du was, das gefällt mir nicht.
13:06Mir auch nicht.
13:07Aber so wie es aussieht, sind sie wirklich auf mich angewiesen.
13:11Ich gönne dir, dass deine Arbeit anerkannt wird,
13:13aber du hast mit der Grafenberg schon ganz andere Erfahrungen gemacht.
13:16Sei vorsichtig.
13:18Bin ich auch.
13:19Ohne den Vertrag gebe ich nichts aus der Hand.
13:22Und dies vor allem das Kleingedruckte.
13:24Wer weiß, was sie da alles reinschreibt.
13:26Zum Beispiel, Julia Schilling gehört mir für alle Zeit
13:29und ich darf sie im tiefsten Loch der Erde versenken.
13:31Genau, Jan.
13:32Mach mir Mut.
13:41Mutter, da bist du ja endlich.
13:43Es hat länger gedauert als gedacht.
13:45Und, was ist mit den Entwürfen?
13:47Morgen, sofern Julia Schilling nicht noch etwas Neues einfällt,
13:51um uns zu entpressen.
13:52Was?
13:53Wieso, was verlangt sie denn dafür?
13:56Anerkennung.
13:57Meine kann sie haben.
13:58Das reicht ihr aber nicht.
14:00Sie will einen Vertrag,
14:02der garantiert,
14:04dass die Entwürfe unter ihrem Namen auf den Markt kommen.
14:06Und du hast dich darauf eingelassen?
14:08Ich hatte keine andere Wahl.
14:10Bist du wahnsinnig?
14:11Wenn Frederik erfährt,
14:12dass wir ihm fremde Entwürfe untergeschoben haben,
14:14dann sind wir beide unseren Job los.
14:17Du verstehst mal wieder überhaupt nicht.
14:19Du versuchst doch nur,
14:20deinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
14:22Am Ende bin ich an allem schuld.
14:23Und du spielst die Retterin,
14:25die mit dem Vertrag noch alles geregelt hat.
14:27Ich bin deine Mutter.
14:29Das traust du mir zu?
14:31Willst du eine ehrliche Antwort?
14:34Wer sagt denn,
14:35dass Frederik überhaupt rauskriegen muss,
14:37von wem die Entwürfe wirklich sind?
14:39Wie willst du denn das verhindern?
14:42Wenn Julia Schilling einen Vertrag haben will,
14:44dann soll sie ihn bekommen.
14:46Das heißt noch lange nicht,
14:47dass wir ihn einhalten werden.
14:48Aber sie wird doch überall rum erzählen,
14:50dass die Wildrosenserie von ihr ist.
14:53Du hast mit diesen Entwürfen
14:55den Goldberg-Design-Preis gewonnen.
14:58Wenn sie nun erzählt,
14:59die Entwürfe sind von ihr,
15:00wird sie jeder nur für eine Trittbrettfahrerin halten.
15:03Und was ist mit den neuen Entwürfen?
15:06Sie wird glauben,
15:07dass die Entwürfe unter ihrem Namen veröffentlicht werden.
15:09Bis sie merkt, was los ist,
15:11werden wir mit der neuen Serie
15:12schon längst auf dem Markt sein.
15:14Natürlich bist du die Designerin.
15:15Aber es gibt einen Vertrag,
15:17der das Gegenteil beweist.
15:18Um den Vertrag kümmere ich mich.
15:21Und man wird uns nichts beweisen können.
15:24Das bespreche ich dir.
15:38Habe ich mich eigentlich schon bei dir bedankt?
15:41Wofür?
15:42Für den wunderbaren Abend.
15:45Und dafür, dass es dich gibt.
15:48Dafür musst du dich bei meiner Mutter betanken.
15:52Habe ich schon.
15:53Oh Gott.
15:55Das hast du nicht wirklich getan.
15:57Doch.
15:58Wer sonst hat dich zu dem wunderbaren Mensch gemacht,
16:00der du bist?
16:02Naja, in der letzten Zeit
16:04fand ich mich nicht wirklich wunderbar.
16:07Doch, das bist du aber.
16:13Andres?
16:24Schösses.
16:30Schösses.
16:44Woran denkst du gerade?
16:47An heute Abend.
16:50Er war wundervoll.
16:53Ja.
16:55Das war er.
17:28Was ist denn jetzt passiert?
17:30Wieso?
17:31Na, den Anzug holst du einmal im Jahr raus und lass es an Weihnachten.
17:34Ab heute ziehe ich ihn öfter an.
17:36Er ist mein neues Arbeitsoutfit.
17:40Du siehst aus, als würdest du für die Mafia arbeiten.
17:43Ich gehöre jetzt zum Security-Team von Falkenthal-Porzellan.
17:47Du bist der Assi von diesem Jörg?
17:49Kannst du mal aufhören, rumzunervieren?
17:51Dieser Job ist jedenfalls besser, als Haustechniker bei den Grafenbergs zu sein.
17:55Na toll, dann hab ich dich da auch noch den ganzen Tag vor der Nase rumtanzen.
17:58Das ist ja die volle Überwachung.
17:59Hey, unsere Firma ist groß.
18:02Da bleibt überhaupt keine Zeit, auf dich aufzupassen, ja?
18:06Ja.
18:07Weil eine Porzellanmanufaktur ja auch so gut gesichert werden muss, wie ein Hochsicherheitstrakt.
18:13Schon mal was von Industrie-Spionage gehört?
18:16Schon mal was von Privatsphäre gehört?
18:19Über eure Privatsphäre weiß jetzt eh jeder Bescheid.
18:23Aber nur, weil du, Kolja, unbedingt verraten musstest, dass ich mit Tim rumgeknutscht hab und deswegen unsere Verabredung verpasst hab.
18:30Hast du ja auch.
18:31Das war doch keine Absicht.
18:33Das macht es auch nicht gerade besser für ihn.
18:36Ja, ich weiß doch.
18:39Und wie soll es jetzt weitergehen mit euch?
18:45Mein Schwesterchen.
18:47Du wirst doch nicht im Ernst deinen Freund wie Kolja aufgeben.
18:50Nur weil du das erste Mal mit einem Typen zusammen bist.
18:54Ich hab ja schon versucht, mich bei Kolja zu entschuldigen.
18:57Aber er hört mir einfach nicht zu.
18:59Dann musst du dir Oberbosbesseres einfallen lassen.
19:02Oh ja, gib du mir noch Ratschläge.
19:04Du bist ja auch das Paradebeispiel für glückliche Beziehungen und gute Freundschaften.
19:10Ich kann Kolja jedenfalls gut verstehen.
19:12Ich werd mich auch nicht so behandeln lassen.
19:18Patricia, du musst das hier noch unterschreiben.
19:21Den Vertrag für Julia Schilling? Den hast du doch mit dir ausgehandelt.
19:25Deshalb kann ich ihn noch lange nicht unterschreiben.
19:28Und warum soll ich ihn unterschreiben?
19:30Weil du die Chefin der Designabteilung bist.
19:32Schließlich handelt es sich um Entwürfe für deine Abteilung.
19:36Ich will mit dem Vertrag lieber nichts zu tun haben.
19:39Du hängst hier genauso drin wie ich. Du kannst jetzt keinen Rückzieher machen.
19:43Muss das wirklich sein?
19:45Ja, soll ich den Vertrag Frederik zum Unterschreiben geben?
19:48Dein Onkel wäre begeistert.
19:55Da ist ja noch eine Zweitschrift.
19:57Die wird sofort vernichtet, sobald Julia Schilling unterschrieben hat.
20:01Sollte sie behaupten, wir hätten den Vertrag gebrochen,
20:04wird eben keine Zweitschrift zu finden sein.
20:07Trotzdem steht meine Unterschrift unter dem Original.
20:10Sie ist Designerin.
20:11Sie könnte deine Unterschrift gefälscht haben.
20:13Dann steht ihr Wort gegen das Unsere.
20:19Hoffentlich unterschreibe ich damit nicht meine Entlassungspapiere.
20:23Im Gegenteil.
20:24Damit unterschreibst du ein weiteres Stück Erfolgsgeschichte für Falkenthal Porzellan.
20:41Vielen Dank, dass du mich gestern noch nach Hause gebracht hast.
20:44Das ist doch selbstverständlich.
20:46Ich konnte aber trotzdem nicht schlafen, weil ich ständig an dich denken musste.
20:52Warst du sehr enttäuscht, dass du nicht bei mir bleiben konntest?
20:54Nein, gar nicht. Du hast völlig recht. Wir sollten uns viel Zeit lassen.
21:00Ich glaube, das ist das Beste. Für uns beide.
21:05Ja, und es ist ja auch viel schöner, wenn wir uns richtig viel Zeit lassen.
21:08Eins noch, Silke.
21:10Es ist nicht gut, wenn ihr jeder in der Firma gleich mitkriegt,
21:13was wir füreinander empfinden.
21:16Wieso denn?
21:17Du kennst doch den Büroklatsch.
21:19Und so lange bin ich auch noch nicht hier.
21:21Ja.
21:22Was sollen die denn von uns denken?
21:27Verstehe.
21:30Deshalb sollten wir so tun, als wären wir nur gute Kollegen.
21:34Ja.
21:35Wie später dann, Frau Mertens.
21:37Bis dann, Herr Schwarz.
21:48Das ist doch deine Zeichnung.
21:51Wolltest du die jetzt doch nicht haben?
21:53Doch.
21:55Sie ist sehr schön.
21:56Ich wollte nicht, dass sie schmutzig wird.
21:59Ich kann dir auch einen Rahmen dafür besorgen, wenn du sie so schön findest.
22:02Nein, in dieser Mappe ist sie doch gut aufgehoben.
22:06Bis wir eine eigene Wohnung haben.
22:08Die Mappe gebe ich aber heute ab.
22:11Die meisten Entwürfe gehen an die Manufaktur.
22:15Was?
22:16Ja.
22:17Warum das denn?
22:18Stell dir vor, die Sachen werden jetzt doch unter meinem Namen veröffentlicht.
22:25Aber wie, das verstehe ich jetzt nicht.
22:29Annabelle Grafenberg ist in die Bar gekommen und hat mich bekniet, dass ich ihr die Entwürfe gebe.
22:34Und hat sie was gesagt?
22:36Hat sie dir Geld angeboten?
22:37Ach, sie hat mir alles Mögliche angeboten, aber mir war es eben lieber, dass mein Name drunter steht.
22:41Und du hast sie ihr umsonst gegeben?
22:44Nein, nicht umsonst, aber eben auch nicht nur für Geld.
22:47Dann kriegt sie die jetzt für einen Apfel und ein Ei.
22:50Schade um das schöne Geld.
22:52Wovon redest du?
22:57Ich wollte sowieso schon die ganze Zeit mit dir reden.
23:02Aber irgendwie...
23:03Was ist los, Mama?
23:07Versprichst du mir, dass du nicht böse wirst?
23:12Annabelle Grafenberg hat mir sehr viel Geld dafür angeboten, dass ich ihr deine Entwürfe gebe.
23:25Ja, Frau Grafenberg.
23:26Genau sie habe ich gesucht.
23:29Das ist ja toll.
23:30Ich sie aber nicht, Jörg.
23:32Warum sind Sie immer so ruckig zu mir?
23:34Ich habe Ihnen doch gar nichts getan.
23:35Es reicht mir, dass Sie überhaupt da sind.
23:38Ab heute bekomme ich ja Verstärkung durch Nico.
23:41Dann sehen wir uns nicht mehr so oft.
23:42Sollen wir das in Trost sein?
23:44Als ob ein Idiot nicht reichen würde?
23:49Ich bin mir sicher, Sie können sehr charmant sein.
23:52Wenn Sie wollen.
23:53Warum suchen Sie sich nicht eine nette Zimmerpflanze, der Sie das alles erzählen können?
24:00Ich hatte gehofft, Sie können mir helfen.
24:03Ich habe nämlich ein Problem.
24:04Nicht nur eines, wenn Sie mich fragen.
24:07Aber eines, das Sie betrifft.
24:10Sie und Julia Schilling.
24:13Ich kann mir nicht vorstellen, was das für ein Problem sein soll.
24:16Ich bin Ihrem Onkel verpflichtet.
24:19Und was wäre ich für ein Sicherheitschef, wenn ich ihm nicht alles erzählen würde, was hier in der Firma so
24:23passiert.
24:24Ach ja?
24:26Was passiert hier denn so?
24:28Zum Beispiel, dass die preisgekrönten Wildrosenentwürfe gar nicht von Ihnen sind.
24:32Natürlich sind die von mir.
24:34Ach, dann frage ich mich, warum Ihre Mutter bereit ist, 10.000 Euro dafür, einen Christa Schilling zu zahlen.
24:40Das ist gelogen.
24:44Es gibt Beweise.
24:46Sie blaffen, Jörg.
24:49Hören Sie es sich selbst an.
24:52Nette Gespräche aus dem Büro Ihrer Mutter.
24:55In bester Audioqualität.
24:5910.000 Euro?
25:02Es tut mir leid, Julia.
25:04Aber das viele Geld, das hätte all unsere Probleme auf einen Schlag gelöst.
25:09Ach, und wie es mir dabei geht, das hat dich nicht interessiert, oder?
25:12Ich habe sogar schon einen Vorschuss.
25:17Hast du die davon gekauft?
25:18Ja, aber ich habe ihr das Geld zurückgegeben.
25:21Das darf doch alles nicht wahr sein.
25:23Es ist doch überhaupt nichts passiert.
25:25Nichts passiert?
25:26Du hast dich hinter meinem Rücken mit Annabelle Grafenberg verbündet und mich angelogen, Mama.
25:30Ich wollte doch nur, dass es uns endlich einmal gut geht.
25:34Du brauchst das Geld für dein Studium und Tobias braucht das Geld für seine Heizung.
25:39Das sind alles nur Ausreden.
25:41Als du das viele Geld gesehen hast, da ist deine Spielsucht ein paar mit dir durchgegangen.
25:45Ich habe das Geld zurückgegeben.
25:47Alles ist gut.
25:48Nichts ist gut, Mama!
25:50Du hast mich belogen und hintergangen.
25:53Wie soll ich dir jetzt überhaupt noch vertrauen?
25:55Aber natürlich kannst du mir vertrauen.
25:58Bestimmt.
25:59Julia, worüber denkst du nach?
26:03Julia, bitte, red doch mit mir.
26:06Ich muss weg.
26:07Ich bin frisch gebraucht.
26:09Julia.
26:12Das kann doch alles nicht wahr sein.
26:15Mama in den Fängen von Annabelle Grafenberg.
26:17Die Frau hat genau gewusst, dass sie sie mit ihrer Spielsucht ködern kann.
26:22Erst als das nicht geklappt hat, ist sie zu mir gekommen.
26:24Am liebsten würde ich die Frau jetzt ohrfeigen.
26:26und ihr die Entwürfe nicht geben.
26:30Aber damit scheide ich nicht nur mir selbst, sondern auch der Manufaktur.
26:35Und Daniel.
26:45Weitere fünf erhalten Sie bei Übergabe.
26:48Der Zeichnung.
26:50Wann kann ich mit den Entwürfen Ihrer Tochter rechnen?
26:53So schnell geht es nicht.
26:55Immerhin muss ich die Entwürfe von Julia stehlen.
26:59Sie haben unsere Büros verwandt.
27:01Das ist ja wohl das Allerletzte.
27:03Wenn mich niemand informiert, informiere ich mich ihm selbst.
27:07Ich glaube kaum, dass mein Onkel seine Zustimmung dafür gegeben hat.
27:10Wenn er erfährt, was hier passiert, könnte er sich damit bestimmt abfinden.
27:15Ich war von Anfang an dagegen.
27:16Ich wollte Frederik längst einweihen.
27:19Aber dann haben Sie doch lieber Ihrer Mutter geholfen.
27:23Okay, Jörg.
27:28Jetzt haben Sie meine Mutter und mich in der Hand.
27:30Was wollen Sie?
27:32Wer sagt denn, dass ich etwas will?
27:35Sie sind mit Ihrer CD nicht gleich zu meinem Onkel gegangen, also wollen Sie was?
27:42Alles, was ich will, ist, dass Sie auf sich aufpassen.
27:46Sie spielen mit dem Feuer und ahnen gar nicht, wie leicht nur der Rang umkommt.
27:52Ich verstehe nicht ganz.
27:54Der Firma wird durch ihren kleinen Betrug kein Schaden zugefügt.
28:00Deswegen bleibt diese Aufnahme unser Geheimnis.
28:04Niemand wird Sie hier zu hören bekommen.
28:07Was ist Ihr Preis?
28:09Freundschaft.
28:11Nichts weiter als Freundschaft.
28:16Ich stehe auf Ihrer Seite, Patricia.
28:31Und was ist mit dem Original?
28:38Ich weiß genau, dass Sie noch ein Original haben.
29:03Ich weiß nicht, dass Sie noch ein Original haben.
29:04Hey, Kolja.
29:05Bist du schon lange hier?
29:07Eine Weile.
29:10Wolltest du mich nicht abholen?
29:12Wieso hat Tim dich nicht abgeholt?
29:14Doch.
29:16Aber trotzdem fehlt etwas, wenn du mich nicht abholst.
29:19Sag mal, wie viele Leute brauchst du eigentlich, um zur Arbeit zu gehen?
29:26Keu, ja, können wir nicht wieder Freunde sein?
29:29Das weißt gerade du nicht.
29:32Warum ist das alles so kompliziert geworden, seit ich mit Tim zusammen bin?
29:36Das kann man wohl sagen.
29:38Was soll ich denn machen?
29:40Früher hattest du mich nie so sitzen lassen.
29:43Ich habe unsere Verabredung einfach verschwitzt. Das kann ja wohl mal passieren, oder?
29:51Was ist mit morgen? Holst du mich morgen ab?
29:55Ich glaube nicht.
30:01Ist das, wir sind keine Freunde mehr?
30:05Vielleicht ist es besser, wenn wir uns eine Weile nicht so oft sehen.
30:11Warum? Weil ich mich in Tim verliebt habe?
30:15Das ist nun mal Schicksal, aber ich kann nicht so weitermachen wie bisher.
30:19Keu, ja, ich wollte dir nicht wehtun.
30:22Ich brauche eine Pause.
30:27Und was das Abholen anbelangt, das war für mich immer ein Riesenumweg.
30:42Nico, Frederic, hi.
30:44Sehr beeindruckend.
30:46Die Brille ist vielleicht eine Spur zu viel.
30:49Sehe ich aus wie ein Konfirmand.
30:51Nein.
30:52Ich freue mich, dass du jetzt bei uns in der Firma arbeitest.
30:55Danke für den Job.
30:56Ist das Beste, was mir passieren konnte.
30:58Viel Erfolg.
30:59Und wenn es mal ein Problem gibt, meine Tür ist immer offen für dich.
31:02Vielen Dank, Frederic.
31:05Jörg, sieht ihr neuer Mitarbeiter nicht klasse aus?
31:08Doch, gefällt mir.
31:10Vielleicht ein bisschen unpraktisch, um in den Ecken zu putzen.
31:14Ich muss auch putzen?
31:16Lass dich nicht aufs Glatteis führen.
31:19Also dann, willkommen im neuen Job.
31:22Bist du bereit?
31:23Von mir ist ganz losgehen.
31:24Was soll ich machen?
31:25Heute begleitest du mich hier in den Büros.
31:28Ich mache dich mit den neuen Sicherheitssystemen vertraut.
31:31Es sind im Prinzip die gleichen wie drüben.
31:34Okay.
31:36In der Technik kennst du dich ja aus.
31:38Ich habe aber keinen Bock, dauernd wieder nur in irgendwas rumzuschrauben.
31:41Da hätte ich auch Haustechniker bei den Grafenwerks bleiben können.
31:45Bisschen mehr Action könnte schon sein.
31:47Wir sind ja nicht in Fort Knox.
31:49Unsere Arbeit findet im Hintergrund statt.
31:51Das klingt nicht besonders aufregend.
31:52Warte es doch ab.
31:53Mach einfach die Augen und die Ohren auf.
31:56Wer du meinst?
31:57Noch ein Tipp.
31:59Sei vorsichtig mit Patricia Grafenberg.
32:01Die ist nicht gerade begeistert, dass du jetzt hier arbeitest.
32:04Das habe ich schon gehört.
32:08Hattet ihr mal was miteinander?
32:09Quatsch.
32:10Du lückst.
32:14Na ja.
32:16Es war vielleicht nur eine kleine Affäre.
32:20Glückwunsch.
32:22Da hast du dir das Sahne-Stückchen rausgesucht.
32:24Eine echte Grafenberg.
32:26Das war mir ziemlich egal.
32:29Sag mir jetzt nicht, dass dich in sie verknallt.
32:33Die Frau ist doch ein paar Nummern zu groß für dich.
32:37Und mach mir keinen Ärger.
32:38Schließlich bist du in der Probezeit.
32:47Hallo, Großvater.
32:50Daniel, warst du schon joggen?
32:52Ja.
32:53Das sollte ich auch wieder häufiger tun.
32:55Früher bin ich die Strecke in der Hälfte der Zeit gelaufen.
32:57Gibt es einen besonderen Grund, dass du dich fit halten musst?
33:00Nein.
33:01Wieso?
33:02Ja, könnte ja sein, dass demnächst eine Veränderung bei uns ins Haus steht.
33:11Könntest du bitte aufhören, in Rätseln zu sprechen, Großvater?
33:13Ja, und du, lass dir nicht immer alles aus der Nase ziehen.
33:17Du hast gestern Abend Marie ins Land Zino eingeladen.
33:23Mit sehr vielen roten Rosen.
33:26Das muss doch eine besondere Bedeutung haben.
33:28Hat es auch.
33:30Na, hallo.
33:31Ich liebe es, mit Marie Essen zu gehen.
33:36Und das ist alles?
33:38Wieso glaubt hier eigentlich jeder, dass wir uns gestern verlobt haben?
33:43Weil ihr gut zueinander passt.
33:45Und weil es nach all dem Chaos der letzten Wochen endlich einmal eine gute Nachricht wäre.
33:54Es ist zu früh für so etwas.
33:56Wir sind damit zufrieden, so wie es gerade ist.
34:00Ich hoffe, dass du mit Marie glücklicher wirst, als du es mit Julia Schilling warst.
34:09Ich hatte mit Julia auch schöne Momente.
34:14Daniel, die Menschen neigen dazu, sich nur an das Gute zu erinnern.
34:21Ich habe nicht vor, mich von schönen Erinnerungen täuschen zu lassen.
34:25Julia hat mich verlassen und sie wollte der Familie schaden.
34:28Das werde ich nicht vergessen.
34:31Das hoffe ich.
34:33Und es ist endlich an der Zeit, dass hier wieder Ruhe einkehrt.
34:39Wir sind auf dem besten Wege dahin, Großvater.
34:42Glaubt mir.
34:59Haben Sie meine Entwürfe?
35:01Noch sind es nicht Ihre Entwürfe.
35:04Das haben wir gleich.
35:07Schauen Sie mich so an.
35:10Lassen Sie in Zukunft meine Mutter aus dem Spiel.
35:13Wie bitte?
35:14Sie hat versucht, sie zu bestichen.
35:16Ach so, das meinst du.
35:18Das habe ich wohl vergessen zu erwähnen.
35:20Sie wussten ganz genau, wie leicht meine Mutter zu verführen ist.
35:24Spielen Sie jetzt hier nicht die empörte Tochter.
35:27Ihre Mutter hat das Geld genommen, ohne mir etwas dafür zu geben.
35:30Sie kann froh sein, dass ich nicht die Polizei gerufen habe.
35:32Meine Mutter hat ihm den Vorschuss zurückgegeben.
35:35Hat sie das behauptet?
35:38Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, die es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.
35:42Was meinen Sie?
35:45Ihre Mutter hat mir nur einen Teil des Geldes zurückgegeben.
35:48Den Rest hat sie für sich behalten.
35:52Sie bekommen es zurück.
35:54Ich verzichte.
35:55Wenn Sie auf den Vertrag verzichten.
35:59Auf gar keinen Fall.
36:01Und wie Sie wollen.
36:05Unterzeichnen Sie da unten.
36:06Ich lese den Vertrag, bevor ich unterschreibe.
36:09Nur zu, aber flott.
36:11Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.
36:15Patrizia hat ihn unterschrieben?
36:16Sie leitet die Designabteilung.
36:19Bei uns kann nicht einfach jeder einen Vertrag unterschreiben.
36:22Was ist mit Ihrem Schwager?
36:24Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, meinem Schwager von ihrer kleinen Erpressung zu erzählen.
36:37Natürlich müssen Sie bis zur Veröffentlichung Stillschweigen bewahren.
36:41Wenn irgendetwas durchdringt, mache ich Sie dafür verantwortlich.
36:44Sie meinen, wenn Frederik Grafenberg davon erfährt?
36:47Er wird davon erfahren.
36:48Zu gegebener Zeit.
36:51Da Sie jetzt bekommen haben, was Sie wollen, bitte ich Sie um eins.
36:55Überlassen Sie mir den Zeitpunkt.
36:59Gut.
37:01Ich werde nichts sagen, bis mein Ländpuffer veröffentlicht werden.
37:13Danke.
37:15Danke.
37:24Okay.
37:30Danke.
37:34Danke.
37:51Kann es sein, dass hier eben noch ein Umschlag lag?
37:53Ja, das ist ja. Kann sein, ja.
37:57Und kann es sein, dass der Umschlag in deiner Hand ist?
38:01Wann ja eh nur leere Blätter drin.
38:04Ja, aber da steht vertraulich drauf.
38:06Ich wollte ja nur gucken, wem der gehört.
38:09Den Umschlag hatte ich gestern in meiner Handtasche bei Jörg dabei.
38:12Du hast in meine Halle gestellt?
38:15Ja.
38:16Und?
38:17Im Gegensatz zu dir hat sich Jörg ausschließlich für mich interessiert.
38:23Vielleicht hat er ihn ja nicht gesehen.
38:25Er hat ihn gesehen. Ich habe ihn beobachtet.
38:27Gut.
38:28Er hat ihn einfach liegen lassen.
38:29Okay. Er hat sich also nicht für den Umschlag interessiert.
38:33Ja, und du hast ihm Unrecht getan.
38:36Vielleicht wollte er dich auch nur in Sicherheit wiegen.
38:38Quatsch.
38:41Jörg ist ganz sensibel.
38:43Er wird von allen immer nur falsch verstanden.
38:46Es war romantisch.
38:49Und leidenschaftlich.
38:51Und wir haben uns geküsst.
38:56Und dann?
38:58Und dann hat er mich nach Hause gebracht.
39:02Ja, du kannst dir einfach nicht vorstellen, dass sich zwei Menschen Zeit lassen, bevor sie...
39:07Nein.
39:09Bei Jörg kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen.
39:12Ach, ich erzähl dir einfach gar nichts mehr.
39:14Da gibt es sowieso schon genug.
39:15Platsch und Gratsch.
39:30Da bist du ja endlich.
39:32Die kleine Schilling hat sich Zeit gelassen, den Vertrag zu lesen.
39:36Und?
39:38Was meinst du, was ich da habe?
39:42Das hätte ich nicht gedacht, dass sie sie wirklich rausrückt.
39:45Komm in mein Büro.
39:46Wir müssen besprechen, wie es weitergeht.
39:50Die hier gehen sofort in die Produktion.
39:54Je schneller wir die Serie fertig haben,
39:56umso weniger Zeit hat Julia Schilling, uns hinterher zu schnüffeln.
40:00Vielleicht sollten wir nicht unbedingt hier darüber reden.
40:03Möchtest du lieber am Catering darüber reden, wo uns jeder zuhören kann?
40:07Bist du dir sicher, dass uns hier niemand zuhört?
40:09Patricia, was ist denn los mit dir?
40:11Nichts.
40:12Ich meine ja nur.
40:13Das ist Betrug.
40:15Man kann nie vorsichtig genug sein.
40:16Das heißt, ihr Betrug.
40:18Wir haben die Entwürfe gerade rechtmäßig von Julia Schilling erworben.
40:22Und wenn sie herausfindet, dass wir sie reinlegen wollen?
40:26Sieh zu, dass sie es nicht erfährt.
40:28Wir können jetzt nicht mehr zurück.
40:30Hoffentlich will Frederik nicht noch mehr Entwürfe haben.
40:33Die sollten erst mal genügen.
40:35Und zum Glück ist Frau Schilling so naiv zu glauben.
40:37Wir halten uns an die Abmachung.
40:39Naja, was soll man von so jemandem erwarten,
40:42der freiwillig auf den Goldberg-Designpreis verzichtet?
40:45Mach dich an die Arbeit.
40:52Nico?
40:58Hast du uns etwa gelauscht?
41:00Euer Gespräch war ja kaum zu überhören.
41:02Was wir besprochen haben, geht nicht ganz an.
41:04Es geht mich sowohl was an.
41:06Ich arbeite jetzt hier.
41:07Halt bloß die Klappe.
41:09Das sind Dinge, von denen du nichts verstehst.
41:11Ja, ich verstehe genug.
41:12Mir drückst Julia mehrere Entwürfe und Frederik belügst du auch.
41:18Warum tust du das?
41:19Weil ich sonst meinen Job verliere.
41:24Der Firma entsteht überhaupt kein Schaden dadurch.
41:31Was hast du vor?
41:33Bring sie jetzt Frederik und sag ihm alles.
41:35Das kannst du nicht machen.
41:39Wenn aus uns noch mal irgendwas werden soll, dann...
41:42dann gehst du jetzt nicht weg.
41:46Frederik!
41:46Was ist los?
41:53Ich hab alle meine Entwürfe an Annabelle Gravenberg verkauft.
41:56Ganz offiziell.
41:57Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, Julia für dich arbeiten zu lassen?
42:00Weil du hier so eine Welle machst.
42:01Bevor du aufgetaucht bist, gab es keine Schwierigkeiten.
42:04Ich bin mir sicher, Mutter hätte Patricia diesen Deal ausgeredet, wenn sie davon gewusst hätte.
42:08Im schlimmsten Fall steht dein Wort gegen das von Julia Schilling.
42:10Wenn sie nicht den Mund halten, dann werde ich dafür sorgen, dass sie keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen.