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SpaßTranskript
00:00Oliver, ich möchte nicht, dass du zur Beerdigung kommst.
00:05Das wird mir alles zu viel, Abschied von Omi und du und Jude zusammen.
00:12Ich habe langsam keine Kraft mehr, nicht mehr mehr zum Weinen.
00:16Und häufig hat sie ein Gedicht aufgesagt.
00:23Ich würde es ihr gern finden.
00:25Ich...
00:29Du Traum auf meiner Stirn.
00:42Ich bin ein wahrer Believer.
00:48Ich bin ein wahrer Believer.
00:50Und ich habe gesehen, wie viel Liebe kann.
00:57Ich bin ein wahrer Believer.
01:03Ich bin ein wahrer Believer.
01:04Ich glaube in dir.
01:14Ich glaube in dir.
01:20Du Kleinod in meinem Herzen.
01:24Komm.
01:27Lass dich beschützen.
01:39Du hast uns Kinder.
01:40Kathi und mich und meinen kleinen Bruder.
01:49Du hast uns lange beschützt.
01:51Wir sind jetzt erwachsen.
01:52Wir müssen uns selber beschützen.
01:58Aber du hast sicher keine Vorstellung davon, wie schwer uns das fällt.
02:10Damals am Grab meines Vaters hast du mir gesagt, er wird weiterleben.
02:15So lange wir ihn nicht vergessen, wird er in unseren Herzen weiterleben.
02:27Auch du wirst weiterleben.
02:29Du hast uns mit Ihnen gearbeitet.
03:27Untertitelung des ZDF, 2020
03:32Willst du die Schüsseln einfach so auf den Tisch stellen?
03:35Die Beerdigung muss gleich vorbei sein. Ich habe jetzt keine Zeit mehr, um das alles umzufüllen
03:39Außerdem sieht das doch schön aus
03:41Du könntest wenigstens ein paar Minzeblätter drüberstreuen als Dekoration
03:46Ich muss mich um die Suppe kümmern
03:49Na und Sven? Ist der schon wieder gegangen?
03:51Der sitzt in der Küche und trinkt Kaffee
03:53Dann frag ihn doch bitte, ob er das machen kann
03:55Mit Kräutern kennt er sich doch aus
03:58Wo du recht hast, hast du recht
04:00Matthias Rüger
04:02Ich werde Sie dann sofort um Hilfe bitten
04:20Danke
04:21Du bist so furchtbar draußen
04:25Deine Oma war eine ganz tolle Frau
04:29Ich habe Sie von Anfang an sehr gemacht
04:30Zieh dich auf
04:38Auch für mir noch einmal ein herzliches Beileid
04:42Vielen Dank
04:47Danke
04:51Ich bin für dich da
05:02Und bei mir noch ein bisschen
05:03Und bei mir noch ein bisschen
05:06Und bei mir noch ein bisschen
05:07Und bei mir noch ein bisschen
05:08Und bei mir noch ein bisschen
05:08Und bei mir noch ein bisschen
05:08Und bei mir noch ein bisschen
05:09Und bei mir noch ein bisschen
05:09Und bei mir noch ein bisschen
05:09Und bei mir noch ein bisschen
05:10Und bei mir noch ein bisschen
05:11Und bei mir noch ein bisschen
05:13Und bei mir noch ein bisschen
05:22Und bei mir noch ein bisschen
05:32Beerdigungen sind eigentlich überhaupt nicht mein Fall.
05:35Aber diese war irgendwie anders.
05:38Bianca hat wirklich eindrucksvoll gesprochen.
05:41Auf mich wirkte sie sehr gefasst. Banal kühl.
05:43Kati hingegen.
05:45Die beiden haben eben grundverschiedene Temperamente.
05:48Nicht jeder kann seinen Schmerz so herauslassen wie Kati.
05:52Kati ist für mich wie ein offenes Buch.
05:54Bei ihr weiß ich immer genau, woran ich bin.
05:56Sie kann sich einfach nicht verstellen.
05:58Wirklich eine erstaunliche Frau.
06:02Was haltet ihr davon, wenn wir die beiden nach dem Essen zu uns aufs Gut einladen?
06:07Als unsere Gäste.
06:08Als Gäste?
06:09Für heute Nacht.
06:10Den beiden würde es gut tun, wenn sie unter Menschen sind, die sie gern haben.
06:14Das ist eine wunderbare Idee, Alexander.
06:17Haben Sie gehört, Denise?
06:20Bianca und Kati werden unsere Gäste sein.
06:21Sie müssten also für heute Nacht noch zwei Gästezimmer herrichten.
06:24Ist recht, Herr Wellingenhoff.
06:26Du hast eben doch eine gute Seele.
06:39Woher hast du nur die Kraft genommen, so zu reden?
06:42Ehrlich.
06:43Ich könnte das nicht.
06:45Manchmal habe ich schon gedacht, dass mir die Stimme weg bleibt.
06:48Gleich am Anfang.
06:51Dann habe ich euch gesehen.
06:55Ihr wart einfach da, wegen Omi.
06:59Wir sind auch deine Twiggen gekommen, Bianca.
07:02Und so einem schweren Tag braucht man Freunde an seiner Seite.
07:05Ja.
07:06Das stimmt.
07:08Leider denkt nicht jeder so.
07:12Manchen muss man erst ganz schön zusetzen, bis er das begreift.
07:17Weißt du, dass dieser abscheuliche Kerl nicht kommen wollte?
07:21Ich wollte.
07:24Aber ich konnte nicht.
07:25Er hat mal wieder gezeigt, was ein echter Wellingenhoff ist.
07:28An erster Stelle kommen die Geschäfte, an zweiter Stelle wieder die Geschäfte
07:31und irgendwann nach dem Komma, da kommt dann alles andere.
07:34Judith, bitte.
07:36Findest du, dass es der richtige Zeitpunkt ist, darüber zu reden?
07:39Ist doch seltsam, dass du schließlich doch noch gekommen bist.
07:42Der Termin war vielleicht doch nicht ganz so wichtig.
07:44Doch, war er.
07:47Ich konnte ihn in letzter Sekunde verschieben.
08:04Ihr habt das ja alles so schön gemacht, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
08:07Du musst nichts sagen.
08:08Es ist ja schließlich unser Job.
08:11Trotzdem, danke.
08:22Von der ganzen Heulerei habe ich einen mörderischen Durst bekommen.
08:25Kathi, warte, ich glaube, wir müssen noch die Tafel eröffnen.
08:30Kannst du mal was sagen?
08:31Ich?
08:32Bitte.
08:34Und du meinst?
08:41Bianca meinte, ich sollte auch mal ein paar Worte sagen.
08:46Aber mir fällt überhaupt nichts ein.
08:48Ich bin so traurig.
08:54Vorhin an Omis Grab, da wäre ich am liebsten da geblieben,
08:57damit sie nicht so alleine ist.
09:03Ja.
09:04Und dann wollte ich mich noch bei euch allen bedanken für die Anteilnahme.
09:09Vielen Dank.
09:13Auf Umi.
09:24Und wie war ich?
09:27Wie, was meinst du?
09:28Ja, war ich gut.
09:31War es so wie immer.
09:33Du könntest mir ruhig auch mal was Nettes sagen.
09:35Du bist so wie du bist und deshalb mag ich dich.
09:45Na, was sollen Worte?
09:48Dieses Bild spricht für sich.
09:50Zwei Schwestern in Trauer vereint.
09:53Cousinen.
09:53Bitte?
09:54Cousinen.
09:55Ach ja, natürlich.
09:57Cousinen.
10:00Also, ich will es kurz machen.
10:03Bianca und Kathi,
10:05wir laden Sie nach dem Essen zu uns aufs Gut ein,
10:09um bis morgen unsere Gäste zu sein.
10:11Gerne.
10:13Wieso das denn?
10:14Weil wir euch nicht alleine lassen wollen.
10:17Und
10:18weil wir dich einfach gut leiden können.
10:47Kommst du nicht mit nach oben?
10:49Gleich.
10:50Ich will erst noch sehen,
10:51ob Post für mich da ist.
10:54Du brauchst keine Angst zu haben.
10:56Ich will mich nicht mehr streiten.
11:00Ich auch nicht.
11:03Es gibt ja auch keinen Grund mehr, oder?
11:06Es gab nie einen.
11:08Umso besser.
11:12Ich will mich noch ein bisschen frisch machen.
11:21Hallo.
11:25Ich
11:27ich
11:28war gerade dabei,
11:29nachzusehen, ob Post für mich da ist.
11:31Dabei will ich dich auch gar nicht stören.
11:34Du störst mich.
11:36Nie.
11:39Ich wollte dir nur sagen,
11:41es war gut, dass du nicht auf mich gehört hast.
11:43Dass du trotzdem gekommen bist.
11:46Es hat mir Kraft gegeben.
11:48Aber ich habe auf dich gehört.
11:52Dein Herz hat mich gerufen.
11:54Ganz laut.
12:05Um Himmels Willen, Bärbel,
12:06warum hatten Sie es dann auf einmal so heilig?
12:10Darum.
12:12Wenn Sie etwas langsamer gelaufen wären,
12:14hätte ich Sie stützen können
12:15und das wäre dann nicht ganz so schmerzhaft
12:17für Ihre Füße gewesen.
12:19Na, so ist es auch gut.
12:21Eine Wohltat.
12:22Oh, ich werde mal dann schon den Kuchen aufschneiden.
12:27Gerne.
12:28Aber ziehen Sie sich vorher den Mantel aus.
12:30Ich möchte nämlich vermeiden,
12:32dass mein Kuchen nach Mottenpulver schmeckt.
12:34Das hört schon wieder überall an zu jungen.
12:48Bianca, was machst du denn hier?
12:50Ich wollte mich noch mal speziell bei euch bedanken.
12:52Die Beerdigung.
12:53Ihr habt das alles so liebevoll organisiert.
12:55Jeder hat doch mitgeholfen.
12:57Doch jetzt mal nicht so bescheiden, Georg.
12:59Du hättest mal miterleben sollen,
13:01wie er mit dem Beerdigungsinstitut telefoniert hat.
13:03Ich habe vielleicht für einen Moment
13:05die Kontonance verloren.
13:07Ja.
13:08Und am Ende hatten Sie doch noch
13:10einen freien Bestattungstermin für heute Morgen.
13:13Georg,
13:14Sie sind ein Zauberer.
13:20Ja, dann will ich mal den Kuchen aufschneiden.
13:23Das kann ich doch machen.
13:24Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.
13:26Du gehst jetzt wieder nach oben,
13:27da, wo du heute hingehörst.
13:29Ich fühle mich aber hier viel wohler.
13:32Trotzdem,
13:33den Gästen des Hauses Wellinghoff
13:35ist es strengstens untersagt,
13:36die Küche zu betreten.
13:39Na gut,
13:40aber dann nehme ich wenigstens das Geschirr mit.
13:42Nein!
13:43Wir lassen uns doch von den Gästen
13:45nicht die Arbeit wegnehmen.
13:46Nein.
13:47Das fehlte doch.
13:48Ihr seid unverbesserlich.
13:52Frau Krause, Frau Krause,
13:54ich muss mich doch wundern,
13:56wie Sie mit den Gästen des Hauses umspringen.
14:01Von Biancas Rede waren alle gerührt.
14:03Selbst mein Vater hatte feuchte Augen.
14:06Und sonst so?
14:08Ja, was sonst?
14:09Danach wurde der Sarg in die Erde gelassen
14:11und alle haben geheult.
14:13Und das war alles?
14:14Ja, was soll denn sonst noch gewesen sein?
14:16Na, unser Blumengebinde.
14:17Hat es überhaupt einer wahrgenommen?
14:19Ja, unseren Sargschmuck fanden alle super.
14:21Ich hätte mich sonst auch gefragt,
14:22warum wir uns die Nacht in die Ohren geschlagen haben.
14:24Ach, Sven, wir haben das doch
14:26für Bianca und Biancas Oma getan.
14:27Ja, klar, aber...
14:29Übrigens, die Idee mit den Scrabble-Steinen
14:32fanden alle super.
14:33Hab ich doch gleich gesagt.
14:34Du?
14:35Du hast doch gepennt, als wir die Idee hatten.
14:37Ich hab nicht gepennt.
14:38Ich war vielleicht einen Moment eingenickt.
14:40Aber wo ich aufgewacht bin,
14:41hab ich gleich gesagt,
14:42dass die Idee mit den Scrabble-Steinen spitze ist.
14:43Wie auch immer.
14:45Ich muss los, die Gästezimmer herrichten.
14:47Weißt du, was schade ist?
14:48Nein, aber du wirst es mir bestimmt gleich sagen.
14:51Wir werden nie wieder Scrabble spielen können.
14:53Oh.
14:54Weil du dann immer an Biancas Omi denken musst?
14:57Nee, weil jetzt die Scrabble-Steine fehlen,
14:58die ihr ins Blumengebinde geklebt habt.
15:00Oh, Mann, Sven!
15:06Schmeckt's?
15:08Musst du mich immer so erschrecken?
15:09Ich muss nicht, aber ich tue's gern.
15:11Wenn's dir Spaß macht.
15:14Kathi, wie fühlst du dich?
15:16Leer.
15:17Einfach nur leer.
15:19Es ist so lieb, was ihr alles für uns tut.
15:22Schon diese Beerdigung, die vielen Blumen.
15:24Das war alles so würdevoll.
15:26Das hat eure Großmutter auch verdient.
15:27Ja.
15:28Das hat sie.
15:30Trotzdem ist es mir furchtbar unangenehm.
15:32Warum das denn?
15:34Ihr bezahlt das schließlich alles.
15:35Ist doch nicht der Rede wert.
15:37Ja, das sagst du.
15:38Bianca und ich hätten uns niemals
15:40so eine schöne Beerdigung leisten können.
15:42Aber sobald ich nur etwas zusammengespart habe,
15:45bekommt ihr natürlich jeden Cent zurück.
15:46Das wirst du schön bleiben lassen.
15:48Wenn das Haus Wellinghoff die Kosten übernimmt,
15:51dann übernimmt es sie auch.
15:52Danke, Ariane.
15:54Bedank dich bei Alexander.
15:55Er hat das entschieden.
15:57Um diesen Mann musste ich jede Frau beneiden.
15:59Er ist die Großzügigkeit in Person.
16:00Ja, das ist er.
16:03Redet ihr über mich?
16:04Ja, aber natürlich nur Gutes.
16:06Am liebsten würde ich deinen Mann jetzt umarmen.
16:08Dann tu das.
16:09Er hat sicher nichts dagegen.
16:11Wogegen?
16:12Dass Kathi sich bei dir bedankt.
16:13Ein ganz großes Dankeschön, Herr Wellinghoff.
16:16Womit habe ich das verdient?
16:18Das wissen Sie ganz genau.
16:19Jetzt ist aber Schluss mit den Komplimenten.
16:21Wir wollen endlich Kaffee trinken.
16:23Bärbel hat sehr leckeren Kuchen gebacken.
16:27Apfelkuchen.
16:28Schwarze Johannesbeere passt besser zu einer Beerdigung.
16:30Sophia, das war jetzt pietätlos.
16:32Sie hat doch noch einen Witz gemacht.
16:34Auch wenn man trauert, muss man hin und wieder einen Spaß machen können.
16:37Also, wenn ich mal unter die Erde komme, dann sollen alle fröhlich sein.
16:41Das werden wir auch darauf ganz zu giften, Emilie.
16:43Wie kommst du darauf, dass du dabei sein wirst?
16:45Wenn ich hier den Abgang mache, bist du doch schon längst verfault.
16:48Kuchen?
16:49Ja, gerne.
16:49Mit ganz viel Sahne, bitte.
16:51Da steht sie.
16:53Oh, Bianca.
16:54Sie bedienen heute nichts.
16:55Sie werden sich bedienen lassen.
16:57Das macht mir überhaupt nichts aus.
16:58Sie sind heute Gast des Hauses.
17:01Lass dir schmecken.
17:04Übrigens, die Gästezimmer sind bereits hergerichtet.
17:08Wenn ihr euch also nachher zurückziehen wollt.
17:12Entschuldigen Sie, Frau Wellinghoff.
17:13Ich möchte niemanden kränken, aber ich glaube, ich würde die Nacht lieber zu Hause verbringen.
17:17Warum das denn?
17:19Ich möchte allein sein, an meine Großmutter denken.
17:22Wenn Sie das möchten.
17:24Ich denke, ich kann Ihnen zu Hause näher sein.
17:25Das verstehe ich mir.
17:28Und du, Kathi?
17:30Ich bleibe gern.
17:30Meine Erinnerung an Omi bewahre ich hier drinnen auf.
17:33Und du, Kathi?
17:40Ich bin hier, du, du, du, du, du, du, du...
18:25Ich wusste, dass du kommst.
18:37Warum willst du heute Nacht nicht auf dem Gut bleiben?
18:40Das weißt du doch.
18:42Mit dir und Judith in einem Haus vielleicht noch Wand an Wand?
18:45Das würde ich nicht aushalten.
18:49Die Gästezimmer liegen doch im hinteren Teil des Hauses.
18:53Das macht's nicht leichter.
19:06Ich würde noch gerne nennen an ihr.
19:10Und ich in deiner.
19:23Denkst du wirklich, dass es besser ist, wenn du bei euch allein zu Hause bleibst?
19:28Wo dich alles, was du siehst und alles, was du anfasst, an deine Großmutter erinnert?
19:34Angst hab ich schon.
19:38Du sollst heute Nacht nicht alleine bleiben.
19:43Es bricht mir das Herz, wenn ich dich so leiden sehe.
19:46Bitte nicht. Du brauchst dein Herz noch.
19:51Du deins aber auch.
20:06Na bitte getroffen.
20:08Lass das bloß nicht Sven sehen.
20:10Er mag es nicht, wenn man seinen Rosenweh tut.
20:13Sven, Sven, wer ist Sven?
20:14Unser Gärtner.
20:15Ach, der Gärtner.
20:17Und außerdem mein Freund.
20:18Dein Freund?
20:20Was sagt denn Vater dazu, wenn du dich so ans Personal ranschmeißt?
20:23Ich schmeiß mich doch überhaupt nicht ans Personal ran.
20:26Wir sind miteinander befreundet und Papa findet das vollkommen in Ordnung.
20:29Bei mir würde es sowas nicht geben.
20:31Bloß gut, dass du hier nichts zu sagen hast.
20:33Das kann sich sehr schnell ändern, Schwesterchen.
20:39Warum bist du eigentlich so arrogant?
20:41Was soll das denn? Ich bin doch nicht arrogant.
20:43Ich kenne Leute, die finden dich zum Kotzen.
20:45Ach, und wer ist das? Etwa dein Freund der Gärtner?
20:49Ja, und Denise.
20:51Die beiden sind wirkliche Freunde.
20:53Du kennst die überhaupt nicht und behandelst sie einfach von oben herab.
20:55Ach was, ich kenne solche Typen zur Genüge.
20:57Die sind doch nur nett zu dir, weil du die Tochter des Chefs bist.
21:00Das ist doch kompletter Blödsinn.
21:03Die sind nett zu mir, obwohl ich die Tochter des Chefs bin.
21:05Bist du da ganz sicher?
21:06Ganz sicher.
21:09Dann habe ich mich wohl getäuscht, tut mir leid.
21:11Ich schätze, ich werde mich bei den beiden entschuldigen müssen, was?
21:14Das ist das Mindeste.
21:17Ich habe es leider immer nur mit der anderen Sorte zu tun gehabt.
21:20Solange es mir dreckig ging, haben sie mich gemuten wie die Pest.
21:24Und sobald ich mich durchgebissen hatte, der Erfolg kam und das Geld,
21:29traten sie mir förmlich die Tür ein.
21:31Auf solche Freunde kann ich verzichten.
21:33Ich auch.
21:35Deswegen sind mir Sven und Denise ja so wichtig.
21:38Die mögen mich und nicht Papas Geld.
21:41Weißt du, ich habe es irgendwann aufgegeben, ein netter Kerl zu sein.
21:47Mir genügt es, wenn mich die Leute respektieren.
21:52Ist man da nicht oft einsam?
21:56Gegenfrage.
21:57Ist man das nicht sowieso immer?
22:11Du auch einen, Cognac?
22:12Danke.
22:14Vater, es gibt da ein kleines Problem, über das ich ganz gern mit dir reden würde.
22:17Ja.
22:18Raus damit.
22:19Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst.
22:23Es geht um Maren Heimann.
22:26Was ist mit ihr?
22:27Nichts.
22:27Nichts, nichts.
22:29Aber vielleicht solltest du Pascal über dein Verhältnis mit ihr aufklären.
22:34Wie bitte?
22:37Also ich glaube nicht, dass ich über dieses Thema mit dir diskutieren will.
22:40Es gibt da ein Missverständnis.
22:43Pascal ist irgendwie draufgekommen, dass Maren einen Geliebten hat.
22:46Und er denkt, dass ich das bin.
22:50Das ist gut.
22:52Das ist sogar hervorragend.
22:55Also mich stört es nicht, aber stell dir mal vor, was passiert, wenn Judith davon Wind bekommt.
23:01Du brauchst keine Angst zu haben.
23:04Judith würde niemals glauben, dass du eine andere Frau liebst.
23:11Danke dir.
23:13Ich weiß auch nicht, was plötzlich los war. Mir sind einfach die Beine weggeknickt.
23:18Ich hätte einen Kaffee nicht trinken dürfen.
23:20Das ist bestimmt der Kreislauf. Du hast dir einfach zu viel zugemutet.
23:24Vielleicht legst du dich im Moment hin.
23:26Ja, das mache ich.
23:31Schlaf ein halbes Stündchen und dann geht es dir bestimmt besser.
23:43Du bist immer so hilfsbereit.
23:47So warmherzig.
23:49Das ist doch selbstverständlich.
23:50Sag das nicht.
23:54Ich habe mich mit Oliver gestritten.
24:00Er ist so anders geworden.
24:04Ich verstehe ihn manchmal einfach nicht mehr.
24:09Er hat doch sicher viele mir Ohren, oder?
24:11Das gibt sich bestimmt.
24:15Soll ich dir noch ein Glas Wasser holen?
24:26Dann könnt ihr keine Kopfschmerzen wegen eurem Streit. Ihr werdet euch bestimmt bald wieder vertragen.
24:31Das hoffe ich auch.
24:35Am liebsten schon heute Abend.
24:39Ich... ich schlafe jetzt ein bisschen.
24:42Ich will doch fit sein, wenn wir uns heute Abend wieder versöhnen.
24:56Oliver Wellinghoff hier. Sind Sie so nett, mich mit Direktor Dr. Schumacher zu verbinden?
25:02Wellinghoff.
25:03Danke.
25:06Lars? Hallo, Oliver hier.
25:08Sag, machst du schon wieder eine neue Sekretärin?
25:12Aha.
25:13Verstehe.
25:15Ja.
25:16Hör mal.
25:18Wäre das möglich, dass du mir für die kommende Nacht die Cordelia überlässt?
25:22Boah, das wäre super.
25:25Ja.
25:26Liegt sie immer noch an derselben Stelle?
25:29Na klar, wird gemacht.
25:31Ich danke dir.
25:33Auf bald, mein Freund. Mach's gut.
25:44Du wolltest noch etwas mit mir besprechen, Vater?
25:46Ja, eine delikate Angelegenheit. Setz dich.
25:52Willst du...
25:53Wenn ich mich... Nein, bitte du zuerst.
25:55Nein, nein, sprich du nur. Ich wollte dich sowieso nur fragen, ob du einen Konjak mit mir trinken willst.
25:58Danke. Nein.
26:01Was wolltest du sagen?
26:03Wenn ich mich in irgendeiner Weise falsch verhalten haben sollte...
26:06Aber wie kommst du denn auf die Idee?
26:08Nein, Pascal. Ich finde es wunderbar, dass du hier bist. Und ich hoffe, dass du dich inzwischen auch wohl bei
26:14uns fühlst.
26:15So ist es ja auch, Vater.
26:19Ah, mein Junge. Es tut gut, deinen Vater zu haben. Jetzt würde ich doch gerne einen Konjak nehmen, wenn ich
26:26darf.
26:27Aber ja. Ja.
26:28Du bist ja schon groß genug.
26:41Cheers.
26:42Cheers.
26:48Weißt du, wie stolz ich darauf bin, zwei erwachsene Söhne zu haben?
26:51Hm. Ich kann es mir denken, Vater, aber das war doch sicherlich nicht das, worüber du mit mir sprechen wolltest.
26:55Doch. Genau darüber. Ein Gespräch zwischen Vater und Sohn. Zwei erwachsene Leute. Verstehst du?
27:03Ehrlich gesagt, nein.
27:07Du und Oliver, ihr seid... Zwischen euch gibt es ein Missverständnis.
27:13So? Was denn?
27:14Du hast Oliver unterstellt... oder besser gesagt...
27:21Er hat keine Affäre mit meiner Assistentin Maren Heilmann. Und hat auch nie eine gehabt. Ist das klar genug?
27:29Ich hätte sowieso mit niemandem darüber gesprochen.
27:31Du hast mich nicht richtig verstanden.
27:35Darüber gibt es nichts zu reden.
27:39Er hat keine Affäre mit Maren.
27:42Aber Vater, bitte. Maren... Ach mein Gott, Frau Heilmann hat mir doch selbst gesagt...
27:46Was sie dir auch immer gesagt haben, Marc. Das hast du falsch verstanden.
27:51Was gibt es denn daran bitte falsch zu verstehen, wenn Maren mir wortwörtlich sagt, dass sie ihr Einwählinghoff im Bett...
27:57Du?
27:59Ja, mein Gott, was ist denn schon dabei?
28:01Maren ist eine junge, attraktive Frau. Und wenn man Tag für Tag zusammen arbeitet, dann kann so etwas schon mal
28:06passieren.
28:06Außerdem ist das längst Geschichte.
28:14Du schon wieder?
28:15Ich wollte nur Tschüss sagen.
28:17Was denn, du bleibst nicht?
28:19Ich will nach Hause.
28:20Hm.
28:22Du weißt am besten, was gut für dich ist.
28:24Aber verkriech dich nicht in deinen vier Wänden.
28:26Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, dann rufst du an.
28:28Versprochen?
28:29Versprochen.
28:34Bianca, du weißt, dass ich dich sehr gern habe.
28:38Ja, weiß ich.
28:41Ach, dieses Mottenpulver geht mir gar nicht aus der Nase.
28:45Vielleicht komme ich auch morgen schon wieder zur Arbeit.
28:48Ja.
29:07Oliver, schön, dass du da bist.
29:10Entschuldige, ich wollte dich nicht wecken.
29:12Hm. Ich bin wohl eingenickt.
29:14Die ganze Beerdigung hat mich doch mehr angestrengt, als ich dachte.
29:18Komm her.
29:19Ich wollte mich nur schnell umziehen. Ich muss noch mal weg.
29:25Du musst noch mal weg?
29:26Ja.
29:28Ich habe dir doch gesagt, dass ich den Termin mit Dr. Schumacher auf heute Abend verlegt habe.
29:34Vielleicht wolltest du es mir sagen, aber...
29:37Judith, worüber haben wir denn die ganze Zeit gestritten?
29:42Über den Termin mit Dr. Schumacher. Es ist wirklich wahnsinnig wichtig.
29:46Ich konnte ihn gerade mit Mühe noch verschieben, damit ich zu der Beerdigung kommen konnte.
29:49Aber jetzt muss ich da hin.
29:53Du hättest mir vorhin ruhig nochmal sagen können, dass du weg musst.
29:56Ich habe mich so auf den Abend mit dir gefreut.
30:00Es tut mir leid.
30:03Aber die Beerdigung und alles...
30:06Ich bin auch durcheinander.
30:09Ich hätte den Termin fast selber vergessen.
30:13Hauptsache, du vergisst unseren Termin mit Dr. Silberstein morgen nicht.
30:17Ein Gynäkologe.
30:18Dr. Silberstein, na klar, ganz dick vermerkt.
30:22Warte nicht auf mich. Es könnte spät werden.
30:28Ich warte gern.
30:34Hätte ich vielleicht doch bleiben sollen?
30:37Ich konnte nicht.
30:40Ich will alleine sein.
30:42Allein mit meinen Gedanken und mit meiner Trauer.
30:46Auch wenn alle mir helfen wollen, seien wir doch mal ehrlich.
30:49Auch diese Gefühle kann man nicht wirklich teilen.
30:52Man muss sie leben und geschehen lassen.
30:55Auch wenn es verdammt weh tut.
31:04Bianca?
31:06Komm, steck ein. Wir fahren.
31:08Wo willst du denn hin?
31:09Eine alte Bekannte besuchen.
31:12Sei mir nicht böse, aber ich hab heute überhaupt keine Lust, neue Bekanntschaften zu machen.
31:16Sie heißt Cordelia und du wirst sie sehr mögen.
31:20Komm, steck ein. Keine Widerrede.
31:35Alles in allem fand ich, wir haben uns von Frau Berger würdig verabschiedet.
31:40Ich glaube, Kathi und Bianca waren auch sehr zufrieden.
31:44Und du hast dich in dieser Großfamilie offensichtlich auch recht wohl gefühlt.
31:49Das bestreite ich nicht.
31:50Das sollst du auch gar nicht. Ich find's ja gut.
31:54Bei einem solchen Anlass merkt man plötzlich, was für wunderbare Menschen unter unserem Dach versammelt sind.
31:59Da kannst du nehmen, wen du willst.
32:01Jeder hat gezeigt, dass mehr in ihm steckt, als man vermutet hätte.
32:06Kathi überrascht mich immer wieder.
32:08Weil sie mich so unvermittelt umarmt hat?
32:10Nein. Das hast du doch genossen, du alter Casanova.
32:14Nein. Sie wollte uns partout die Kosten für die Beerdigung zurückerstatten.
32:19Das hast du ja hoffentlich ausgeredet.
32:20Natürlich. Ich werde doch nicht zulassen, dass die beste Assistentin, die ich je hatte, sich verschuldet.
32:26Mit Kathi hast du wirklich einen guten Fang gemacht. Mittlerweile kann ich das auch beurteilen.
32:31Mit Bianca haben wir es aber ebenso gut getroffen. Sie ist etwas stiller, aber auch sehr zuverlässig.
32:36Manchmal ein bisschen eigen.
32:39Ich mag sie beide.
32:40Ich sage doch, wir sind eine wunderbare Familie.
32:44Dafür liebe ich dich.
32:51Solltest du dich nach dieser anstrengenden Beerdigung nicht ein wenig ausruhen?
32:54Ich bin topfit.
32:56Wo willst du überhaupt hin?
32:57Grundsätzlich in eine völlig andere Richtung als du.
33:01Schwarz steht dir ausgesprochen gut.
33:04Ein Kompliment von dir. Danke.
33:07Wenn ich dich so sehe, denke ich an die schwarze Witwe.
33:09Ein niedliches Tierchen, oder?
33:12Aber pass auf, mein Lieber. Die schwarze Witwe frisst gerne ihre Männer.
33:15Aber du hörst nach der Begattung Kathi nachher.
33:17Na, dann brauchst du ja keine Angst zu haben.
33:19Ich würde das Risiko gern nochmal auf mich nehmen.
33:21Oh, keine Chance, Pascal.
33:23Auch als schwarze Witwe würde ich lieber verhungern, als dich zu fressen.
33:28Magst du mich denn gar nicht mehr?
33:30Wenn ich dich fressen würde, müsste ich mich hinterher garantiert übergeben.
33:35Geh doch zum Teufel.
33:37Gerne. Ich werde ihn daran erinnern, dass er dich abholen soll.
33:41Aber vorher nehme ich unten noch einen kleinen Absacker.
33:47Das ist Cordelia.
33:49Ich glaube, ich mag deine Bekannte jetzt schon.
33:51Ich habe schon vor längerer Zeit mit ihr Bekanntschaft gemacht.
33:54Sie gehört einen Geschäftsfreund von mir.
33:56Er ist im Prinzip mit der Cordelia verheiratet.
34:00Sie ist wirklich wunderschön.
34:06Darf ich bitten?
34:18Na dann, Leinen los.
34:27Na, Alexander? Sehnsucht nach mir gehabt?
34:30Ich kann auch meine Gäste nicht allein lassen.
34:34Was trinkst du denn da?
34:40Mh.
34:42Kakaolikör. Lecker.
34:45Schwindler. Das ist doch bestimmt nicht deine Geschmacksrichtung.
34:48Gewöhnungsbedürftig.
34:49Aber alles an dir ist so lecker.
34:53Danke.
35:01Nein, Alexander. Das dürfen wir nicht. Nicht hier.
35:03Du hast recht.
35:05War keine gute Idee.
35:07Nein, die Idee war sogar sehr gut.
35:09Nur das Timing.
35:10Geduld ist nicht meine steige Seite.
35:12Dann komm doch einfach morgen Nachmittag zu mir nach Hause.
35:15Jetzt wo Omi nicht mehr da ist.
35:17Und was ist mit Bianca?
35:19Lass dir was einfallen.
35:21Du bist doch ihr Arbeitgeber.
35:23Wenn sie hier ordentlich zu tun hat,
35:24dann kann sie uns auch nicht stören.
35:27Ist das nicht ein bisschen gemein?
35:29Wieso?
35:30Arbeit ist doch die beste Therapie.
35:32Sie lenkt ab von der Trauer.
35:34Darauf sollten wir noch einen Drink nehmen.
35:36Das war's.
35:45Das war's.
35:49Das war's.
35:53Das war's.
35:58Das war's.
36:00Das war's.
36:02Das war's.
36:03Amen.
36:49Vielleicht ist deine Großmutter schon irgendwo da oben und sieht uns hier stehen.
37:00Du weinst ja.
37:07Beine, Noah, es wird dir gut tun.
37:18Ich bin ja bei dir.
37:21Ich weiß gerade gar nicht, ob ich vor Trauer oder vor Glück.
37:42Du hast wirklich einen erstaunlichen Appetit.
37:46Ich merke jetzt gerade Lunger. Ich glaube, ich habe seit Tagen nicht mehr richtig viel gegessen.
37:50Hoffentlich reicht das, was ich mitgebracht habe.
37:52Wenn nicht, muss ich nochmal los, Nachschub besorgen.
37:54Noah, willst du mich gleich schon wieder loswerden?
37:58Ich bin dir total dankbar, dass du mich hierhergebracht hast.
38:05Was hast du eigentlich Judith gesagt?
38:10Nicht wichtig.
38:17Ich habe dir versprochen, dich heute Nacht nicht allein zu lassen.
38:22Wir haben uns aber auch versprochen, uns nicht mehr alleine zu sehen.
38:24Bianca, wir tun nichts Verbotenes.
38:27Ich werde auf diesem Schiff wie dein Bruder sein, nicht mehr und nicht weniger.
38:31Wenn du eine Schulter brauchst, um dich anzulehnen, ich bin für dich da.
38:37Im Moment ist mir kalt.
38:40Komm her.
38:41Komm her.
39:14Komm her.
39:16Keine Angst.
39:19Du wirst nie alleine sein.
39:24Du hast mich.
39:27Und du hast Freunde.
39:36Es wird sicher noch eine Weile wehtun, wenn du an deine Großmutter denkst.
39:46Aber du stehst es durch.
39:49Du bist stark.
39:50Du bist stark.
39:54Verheime dich ohne weiter.
39:55Du bist bewundern.
40:07Alles wglich.
40:07Sch любов sind sie?
40:13Du bist von dir.
40:22Wenn du dir andet patchst, kannst du mir faststerени söyleye mushrooms aftereklares.
40:53Untertitelung. BR 2018
41:12Wir werden das nicht tun dürfen, oder?
41:14Oliver, was für eine Art Beziehung haben wir eigentlich?
41:16Judith, bitte! Ich will mich jetzt nicht mit dir streiten.
41:18Ich auch nicht!
41:19Ja, dann ist doch alles okay!
41:20Ist es nicht!
41:21Bleibt es bei unserer Verabredung heute?
41:23Habe ich den Sturmfreie Boot, ja?
41:24Bianca wird hier unabkömmlich sein.
41:26Ich war so lange stark.
41:28Aber die Nacht auf dem Boot, sie hat alles wieder verändert.