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SpaßTranskript
00:03Du warst als Kind immer schon ein bisschen härter als Bianca, aber du hast auch einen
00:10guten Kern. Das ist mir neu. Du sollst wissen, Kathi, ich habe dich immer geliebt.
00:31Und du sollst wissen, Omi. Ich habe dich immer gehasst.
01:01Und du sollst wissen, Omi. Ich habe dich immer gehasst.
01:22Das glaube ich nicht.
01:29Warum?
01:35Warum bist du denn so wütend auf mich? Was habe ich dir denn getan?
01:41Getan? Gar nichts hast du getan. Für mich jedenfalls nicht.
01:54Aber das stimmt doch nicht.
01:57Garja? Dir ging es doch immer nur um Bianca. Ich kam immer an zweiter Stelle.
02:05Du warst als Kind immer schon ein bisschen komplizierter. Aber ich habe euch beide...
02:14Erspare mir das. Ich brauche deine Liebe nicht. Jetzt nicht mehr.
02:19Kathi. Es tut mir leid, wenn ich nicht so für dich da sein konnte, wie du dir das vielleicht gewünscht
02:28hättest.
02:31Aber... Aber du sollst wissen, dass ich immer mein Bestes getan habe, um dir nah zu sein.
02:39Du bekommst gleich die Tränen. Verschließ dein Herzlicht.
02:47Werde nicht hart. So wirst du nicht glücklich.
02:57Predigt beendet?
03:00Es ist noch nicht zu spät für dich, Katja.
03:13Ich könnte eine neue Knoblauchstätte brauchen. Und die Messer müssten auch geschliffen werden.
03:22Was ist mit Küchenvorräten?
03:24Alles da soweit.
03:27Und Heringe? Brauchen wir davon noch?
03:30Die mögen sie doch nicht.
03:32Aber Biancas Großmutter.
03:34Sie glauben doch nicht, dass sie wiederkommt.
03:37Gestern habe ich zunächst auch nicht geglaubt, dass sie nochmal kommt.
03:41Das war erstaunlich, ja.
03:44Aber so sehr ich daran glauben möchte, sie kommt nicht wieder.
03:55Darf ich das dann entsorgen?
03:57Nein!
04:21Es heißt, man soll nicht weinen, dass es vorbei ist, sondern lachen, weil man es erleben durfte.
04:28Auch wenn es absolut richtig ist.
04:30Es ist schwer, danach zu leben.
04:34Dann sind die ganzen Tage, wenn wir das nicht weiterentwickeln.
04:36Und das geht weiter, wenn es nicht mehr ist.
04:43Das ist mein Herz.
04:43Aber es ist ein Herz.
04:43Und das ist ein Herz.
04:46Und das ist ein Herz.
04:50Und das ist ein Herz.
04:53Und das ist ein Herz.
04:56Aber es ist ein Herz.
05:01Und das ist ein Herz.
05:05Ist für Recherchezwecke.
05:07Ich muss doch wissen, was in der Society so los ist.
05:12Für unsere Tombola habe ich übrigens mit potenziellen Sponsoren gesprochen.
05:17Und?
05:17Die meisten sind bereit, uns mit Sachpreisen zu unterstützen.
05:21Das ist doch super.
05:22Ich frage mich nur, wie wir das alles schaffen wollen.
05:25Rein organisatorisch meine ich.
05:27Wieso?
05:28Wie wollen wir tausende von Losen verkaufen?
05:34Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
05:36Tja, du willst doch die Lose nicht mit mir auf der Straße verkaufen, oder?
05:41Nein.
05:43Vielleicht sollten wir nur wenige Lose verkaufen, aber dafür richtig teuer.
05:48Du meinst wie bei dem Buffet der Sinne.
05:50Alles in einem kleinen Rahmen, aber dafür sehr exklusiv.
05:53Wir verkaufen das Lose für 500 oder noch besser für 1000 Euro.
05:58Das ist ja kein Problem.
06:00Wir haben ja hochwertige Preise.
06:03Sprich doch nochmal mit den Sponsoren.
06:05Je attraktiver unsere Preise sind, desto teurer können wir jedes einzelne Lose verkaufen.
06:10Das mache ich.
06:12Sprich am besten als erstes Pascal an.
06:15Wieso?
06:16Der hat doch Kontakte zu Gott und der Welt.
06:19Wenn du meinst.
06:20Fragen kostet ja nichts.
06:26Wie geht es eigentlich deiner Großmutter?
06:29Die kriegt nicht mehr viel mit.
06:32Dabei hat sie einen so stabilen Eindruck gemacht.
06:36Das täuscht.
06:44Ich hatte einen wundervollen Traum.
06:48Erzähl.
06:50Zuerst waren wir wieder zu Hause.
06:58Du, Kathi und ich.
07:05Dein Papa war auch da.
07:09Wir waren ganz lustig und fröhlich und haben gelacht.
07:16Und dann?
07:18Und dann stand ich plötzlich mitten in einem leuchtend gelben Rapsfeld.
07:29Ich habe in den strahlend blauen Himmel geblickt.
07:35Und als ich wieder herunterblickte, da ging die Sonne schon am Horizont unter.
07:44Sie war ganz rot und wunderschön.
07:57Kennst du das, wenn einem die Sonne bis auf die Knochen wärmt?
08:06Jedenfalls habe ich mich plötzlich ganz leicht und glücklich gefühlt.
08:15Schöner Traum.
08:17Geht das so?
08:21Bianca?
08:27Versprichst du mir etwas, wenn ich bald gehe?
08:34Versprichst du mir, nicht traurig zu sein?
08:41Das kann ich nicht.
08:46Dein Leben geht weiter.
08:50Schau nach vorne.
08:52Umi, lass uns bitte über was anderes reden, ja?
08:56Ich hatte ein erfülltes Leben.
08:58Für mich ist es richtig, wenn ich jetzt gehe.
09:06Aber das Loslassen fällt so schwer.
09:11Ich weiß.
09:16Aber du bist nicht allein.
09:19Du hast wundervolle Freunde.
09:25Freunde ersetzen keine Familie.
09:30Das hast du doch selber gesagt.
09:33Das stimmt.
09:36Aber jetzt weiß ich,
09:39dass gute Freunde
09:40auch zur Familie werden können.
09:51Es ist immer furchtbar,
09:52einen geliebten Menschen zu verlieren.
09:54Aber so richtig schlimm finde ich,
09:56wenn der andere ganz plötzlich stirbt,
09:59dann hat man nicht mehr mehr die Chance,
10:00sich zu verabschieden.
10:03Dann muss ich dir jetzt etwas sagen.
10:06Was denn?
10:08Ich liebe dich.
10:09Nur für den Fall,
10:10dass ich das noch nicht erwähnt haben sollte.
10:15Gut, dass wir drüber gesprochen haben.
10:17Danke.
10:18Danke.
10:18Genau.
10:23Matthias.
10:24Ja?
10:25Ich darf mir gar nicht vorstellen,
10:27dass du irgendwann nicht mehr da bist.
10:31Das würde ich nicht verkraften.
10:33Mir genauso.
10:36Wenn es eines Tages wirklich soweit sein sollte,
10:39dann will ich vor dir den Abgang machen.
10:44Das könnte dir so passen.
10:46Und ich sollte die ganze Arbeit hier alleine machen.
10:49Das ist also deine einzige Sorge.
10:53Damit du das Alleinsein schon mal üben kannst,
10:55gehe ich mir jetzt erstmal ausgiebig die Nase pur.
11:08Danke.
11:10Danke, Bärbel.
11:12Entschuldigung,
11:13aber ich habe wirklich keinen Appetit.
11:17Appetit.
11:17Bianca bringt mir gleich meinen Tee.
11:21Appetit kommt manchmal auch beim Essen.
11:25Hm?
11:36Dann esse ich eben einen für Sie.
11:40Mh, sehr lecker.
11:44Bärbel, Sie sind eine ausgezeichnete Köchin.
11:50Danke.
11:52Aber ich bin sicher,
11:53Sie werden sich nicht Ihr ganzes Leben
11:55hinter Ihren Töpfen verstecken.
11:58Das tue ich doch gar nicht.
12:01Kochen
12:01ist kein Ersatz für das Leben.
12:04Sie sind jung.
12:07Bleiben Sie offen.
12:09Verlieben Sie sich.
12:11Ich,
12:12ich bin ganz glücklich so.
12:14Sie sind eine attraktive junge Frau.
12:18Anscheinend haben Sie das irgendwann mal vergessen.
12:25Jetzt nicht mehr.
12:34Was willst du?
12:36Ariane glaubt,
12:37dass du gute Kontakte
12:38zu potenziellen Sponsoren
12:39für unsere Tombola hast.
12:40Ich fürchte ja,
12:41dass sie dich da völlig falsch einschätzt.
12:43Vielleicht tust du das ja gerade.
12:45Deine Kontakte sitzen doch schon
12:47inzwischen alle längst im Knast.
12:48Was du nicht sagst.
12:49Du glaubst wohl,
12:50du weißt alles.
12:51Ich weiß genug,
12:52um dir das Leben zur Hölle zu machen.
12:53Wag es bloß nicht.
12:55Du tust mir weh.
12:59Ich werde Ariane ausrichten,
13:01dass du uns gerne helfen würdest,
13:02aber leider selber
13:03nach Sponsoren Ausschau hältst.
13:05Wie recht du hast.
13:07Womit?
13:09Was soll das?
13:11Was soll das?
13:12Sponsoring.
13:14Ich habe es gestern
13:15nicht mehr zum Geldautomaten geschafft.
13:16Ich brauche was für ein Taxi.
13:18Ach, zur Hölle.
13:19Dafür reicht das Geld nicht.
13:21Warum klauen alle Bettler
13:23immer bei mir?
13:23Weil du ein gutes Herz hast.
13:38Habe ich hier vielleicht
13:39meine Brille liegen lassen?
13:40Keine Ahnung.
13:41Komisch.
13:52Sag mal,
13:54du und Pascal,
13:55versteht ihr euch?
14:00Keine Ahnung.
14:02Wir hatten ja kaum eine Chance,
14:03einander kennen zu lernen.
14:05Am ersten Abend
14:06warst du doch ganz begeistert von ihm.
14:07Seitdem hat er doch keine Zeit mehr für mich.
14:09ziemlich schwache Leistung
14:11für einen Bruder,
14:11wenn du mich fragst.
14:13Ihr werdet noch genug Gelegenheit haben,
14:15euch zu beschnuppern.
14:16Ich gehe keinen Schritt mehr auf ihn zu.
14:20Pascal überlegt,
14:21ob er hier einzieht.
14:22Was hältst du davon?
14:24Wie?
14:26Was soll ich denn davon halten?
14:28Er gehört zur Familie.
14:3130 Jahre lang war er nicht da.
14:32Warum jetzt plötzlich?
14:35Kann es sein,
14:37dass du eifersüchtig auf ihn bist?
14:39Quatsch.
15:03So, das müssten jetzt alle sein.
15:07Danke.
15:08Wollen Sie sonst noch etwas sehen?
15:09Nein, danke.
15:10Das reicht mir erst mal.
15:11Gut.
15:13Hätten Sie Lust,
15:14heute Abend mit mir essen zu gehen?
15:17Ich meine,
15:17wir könnten uns dabei auch
15:18persönlich etwas näher kommen?
15:20Sollten wir das?
15:22Zur Förderung des Arbeitsklimas.
15:24Ich finde,
15:24rein geschäftlich
15:25hier Beziehungen funktionieren nicht.
15:27Da bin ich aber ganz anderer Ansicht.
15:30Ich trenne grundsätzlich
15:32Privates von Geschäftlichem.
15:38Aha.
15:40Aha.
15:54Werbel ist gerade gegangen
15:57Schön, dass sie da war
15:59Hat sie die Heringe wieder mitgenommen?
16:02Nein, die stehen im Kühlschrank, falls du noch mal Lust bekommst
16:07Warum bist du denn so bedrückt?
16:13Ich habe nachgedacht
16:15Worüber denn?
16:17Über dich und über Kathi
16:21Und?
16:23Habe ich bei euch etwas falsch gemacht?
16:26Wie kommst du denn da drauf?
16:33Vielleicht war ich nicht genug für euch da
16:36Du warst immer für uns da
16:42Auch für Kathi?
16:47Kathi war schon immer sehr eigenständig
16:51Vielleicht war sie das ja nie wirklich
16:58Vielleicht hat sie sich
17:02Nach mehr Zuneigung gesehnt
17:05Das glaube ich nicht
17:08Sie glaubt, dass ich dich ihr vorgezogen habe
17:12Hat sie das gesagt?
17:21Nicht wirklich
17:24Das könnte sie auch nicht wirklich sagen
17:27Du bist die beste und tollste Omi der Welt
17:30Und wer das Gegenteil behauptet, der kriegt es mit mir zu tun
17:35Bianca
17:37Kümmer dich ein bisschen um Kathi
17:45Ich glaube
17:48Ich glaube, sie ist sehr einsam
17:52Mach ich
18:04Ariane
18:05Gut, dass ich dich treffe
18:06Was gibt's?
18:08Ich habe vorhin mit Sophia gesprochen
18:10Ach, über mich?
18:12Über deinen geplanten Einzug hier
18:14Pascal, ich fürchte, Sophia fühlt sich von dir ein wenig vernachlässigt
18:18Ich glaube, sie ist ein bisschen eifersüchtig auf dich
18:21Wirklich?
18:22Vielleicht kannst du mal mit ihr reden
18:23Ja, aber natürlich
18:25Sie ist in einem schwierigen Alter
18:27Sie hat ihren Platz im Leben noch nicht gefunden
18:29Da fühlt man sich schnell mal ausgeschlossen
18:30Dieses Gefühl kenne ich sehr gut
18:33Entschuldige
18:34Schon okay
18:35Sophia und ich kommen schon klar
18:37Ich kann sie auch gut verstehen
18:39Wer will schon vom einen auf den anderen Tag
18:40Einen wildfremden Menschen vor die Nase gesetzt bekommen
18:43Du bist ihr Bruder
18:44Halbbruder
18:45Und in dieser Rolle muss ich mich wohl erst noch bei ihr bewähren
18:49Ich werde mal gleich zu ihr nach oben gehen
18:50Danke für dein Verständnis
19:06Wer ist da?
19:07Ich bin's, Pascal
19:10Lass mich in Ruhe, ich habe keine Zeit
19:14Ich habe gesagt, du sollst mich in Ruhe lassen
19:16Ich kann gerade nicht
19:17Das also ist das Reich meiner kleinen Schwester
19:22Was willst du?
19:24Mit dir reden?
19:25Hat Mama dich geschickt?
19:27Ehrliche Antwort?
19:28Ja
19:28Ja, hat sie
19:31Ich wollte aber ohnehin mit dir reden
19:36Worüber denn?
19:38Sophia, ich weiß, dass ich euer Leben ziemlich durfeinanderwirble
19:40Und das tut mir auch leid
19:42Aber ich bin weiter ehrlich zu dir
19:45Ich habe mir immer eine echte Familie gewünscht
19:47Und ich bin sehr froh, dass ich euch kennenlernen kann
19:49Schön für dich
19:52Sophia, wenn du ein Problem damit hast, dann sag's einfach
19:54Und dann verschwinde ich hier sofort wieder
19:58Meinst du das ernst?
19:59Klar
20:02Würdest du einfach so fahren?
20:05Also, mein Koffer ist schnell gepackt
20:10Bevor ich das entscheiden kann, muss ich dich erst mal ein bisschen besser kennenlernen
20:14Ich bin bereit dazu
20:17Katja
20:21Finden Sie eigentlich auch, dass ich mich hinter meinen Kochtöpfen verstecke?
20:28Dafür sind unsere Töpfe nun wirklich nicht groß genug
20:32Ein Clown gefrühstückt, oder was?
20:36Sagen Sie mal, was halten Sie eigentlich von unserem verlorenen Sohn da oben?
20:41Pascal?
20:43Wie?
20:45Was soll ich von dem halten?
20:46Na, das frage ich Sie
20:48Irgendeine Meinung müssen Sie doch über ihn haben
20:50Es ist nicht unsere Aufgabe, über die Herrschaften zu urteilen
20:53Na, wer spricht denn hier von Aufgabe?
20:56Es bringt doch Spaß, so ein bisschen Tratschen
20:58Nun sagen Sie schon
21:00Bleib doch unter uns
21:03Können Sie ein Geheimnis für sich behalten?
21:06Darauf falle ich nicht rein
21:09Worauf?
21:09Na, wenn ich jetzt Ja sage, dann sagen Sie ich auch
21:12Ne, ne, veräppeln kann ich mich alleine
21:14Sie sind wirklich neugierig
21:16Nein, nicht neugierig
21:19Interessiert
21:19Ach, so nennt sich das jetzt
21:24Also gut
21:25Also was?
21:26Ich weiß nicht, was ich von Pascal halten soll
21:29Aber ich merke nur, dass es Herrn Wellinghoff gut tut, seinen Sohn wieder bei sich zu haben
21:34Wieso?
21:35Er wirkt so gelöst
21:36So habe ich ihn schon lange nicht mehr erlebt
21:40Und wie ist es bei Ihnen?
21:43Ich kenne Pascal kaum
21:46Ja, ich meine nicht Pascal, ich meine Eddie
21:51Was soll mit ihm sein?
21:53Na ja, wie verstehen Sie sich denn mit ihm?
21:56Na, wie immer
21:58Nur die Aktion mit dem Blutdruckmeskerät, die fand ich etwas komisch, aber sonst
22:03Was ist denn daran komisch?
22:05Nein, er hat genervt mit dem Gerät
22:07Ich weiß nicht, wozu ich das brauchen soll
22:11Vielleicht sollte ich es einfach verschenken
22:12Ans Rote Kreuz zum Beispiel
22:14Das machen Sie nicht
22:15Warum nicht?
22:16Mit Georg, überlegen Sie doch mal
22:18Eddie hat das Gerät doch nicht für Sie gekauft
22:20Sondern?
22:22Na, er hat es für sich gekauft
22:24Er will sich halt sicher sein, dass es seinem Vater gut geht
22:28Na, wenn er das wissen wird, kann er doch fragen
22:32Sagen Sie mal, Georg, sind Sie so blöd oder tun Sie bloß so?
22:35Jetzt messen Sie verdammt noch mal Ihren Blutdruck
22:37Eddie zuliebe
22:46Namen, darf ich Sie noch was fragen?
22:49Ja, bitte
22:51Wie kommen Sie eigentlich mit Pascal zurecht?
22:54Dazu kann ich noch nichts sagen
22:56Ich bewundere ihn
22:58Er hat sich selbst eine Weltkarriere erarbeitet
23:02Weltkarriere in Paderborn, naja
23:04Wieso Paderborn?
23:07Ach, ich dachte, Sie wüssten davon
23:08Ich weiß was
23:09Da hätte ich wohl besser meinen Mund gehalten
23:12Was ist mit Paderborn?
23:14Jetzt sagen Sie schon
23:15Pascal hat dort als stellvertretender Filialleiter gearbeitet
23:23Stellvertretender Filialleiter?
23:24Ja
23:26Alter, mir wäre es wirklich lieber, wenn Ihr Vater Ihnen das erzählt
23:30Ich lasse Sie dann wohl besser allein
23:46Ja?
23:47Du hast mir einen stellvertretenden Filialleiter als Assistenten vorgesetzt?
23:51Worum geht es denn?
23:53Sprich langsamer, sonst verstehe ich dich nicht
23:55Wer ist es?
23:57Oliver
23:57Aus Paderborn?
23:59Wieso hast du mir das nicht erzählt?
24:01Jetzt beruhige dich erst mal
24:02Wir reden später darüber
24:04Da kannst du Gift drauf nehmen
24:05Aber nicht jetzt
24:07Wie soll ich denn mit Pascal zusammenarbeiten?
24:09Ich habe gesagt, nicht jetzt
24:11So etwas bespricht man nicht am Telefon
24:13Ach, wenn es dir nicht passt, natürlich nicht
24:15Oliver?
24:17Was war denn?
24:19Nichts
24:20Abwiegeln war schon immer deine Stärke
24:27Ha!
24:30Salzmühle?
24:31Hm?
24:32Gibt es nicht
24:33Wieso?
24:34Ja, weil es Pfeffermühle und nicht Salzmühle heißt
24:37Ach, du kannst bloß nicht verlieren
24:40Lass uns aufhören
24:41Wieso denn?
24:42Ich habe keinen Bock mehr
24:44Ach, irgendwie
24:46Irgendwie macht mir dieses Spiel ohne Frau Berger keinen Spaß mehr
24:50Komisch
24:52Früher konnte ich alte Menschen irgendwie nicht ausstehen
24:54Aber jetzt?
24:55Aber sie kommt nicht wieder
24:56Das weiß ich
25:00Wo ist Georg?
25:01Der ist im Moment nicht da
25:03Kann ich irgendetwas für Sie tun?
25:06Sind die etwa aus meinem Garten?
25:08Seit wann ist denn das Ihr Garten?
25:10Das sind Zuchtrosen
25:11Ja, und?
25:12Wenn Sie Rosen haben wollen, sagen Sie mir Bescheid
25:15Ich kümmere mich darum
25:16Wieso denn?
25:18Die sind doch sehr schön
25:19Sven!
25:25Also ich bin Arbeitgebern gegenüber einem ganz anderen Umgangston gewohnt
25:28Ich möchte in den Weinkeller
25:30Den Schlüssel hat Herr Behringer
25:31Es wird doch wohl einen Ersatzschlüssel geben
25:33Den darf ich nicht rausrücken
25:35Ach, und warum nicht?
25:36Weil das eine strikte Anweisung von Herrn Behringer ist
25:40Ich bin der Sohn des Hauses
25:41Falls Sie das noch nicht mitbekommen haben sollten
25:43Also Schlüssel, Weinkeller
25:45Falls Herr Behringer irgendwelche Probleme machen sollte
25:48Sagen Sie ihm, er soll sich an mich wenden
25:50Gern
25:57Na bitte, geht doch
25:59Na bitte, geht doch
26:37Sie lassen aber auch nicht locker?
26:39Hartnäckig ist mein zweiter Vorname
26:40Darf ich reinkommen?
26:42Ich mach gerade Sport und bin völlig verschwitzt
26:44Ich liebe Schweiß
26:45Das hat so was Animalisches, finden Sie nicht?
26:48Sie wollen mich doch nicht etwa hier draußen stehen lassen
26:57Geschmack voll eingerichtet
27:00Danke
27:02Warum gehen Sie nicht erst mal duschen
27:04Und ich stelle inzwischen den Champagner kalt
27:08Ich dachte, Sie lieben Schweiß
27:09Außerdem glaube ich nicht, dass Sie so lange auf mich warten wollen
27:12Ich hab nichts Besseres vor
27:13Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen auch den Rücken schrubben
27:17Danke
27:17Ein Wellinghoff im Bett reicht mir
27:30Du machst mich nervös
27:32So ein Idiot
27:33Brecht einfach meine Rosen ab
27:37Hey
27:37Ich muss euch mal was fragen
27:39Na?
27:40Was haltet ihr eigentlich von meinem neuen Bruder?
27:44Da fragst du am besten Sven
27:46Frag Denise
27:48Was soll das denn?
27:50Anfangs dachte ich, er ist ein Gentleman
27:52Und jetzt?
27:53Jetzt denke ich
27:55Er hat einen ganz schön knackigen Arsch
27:57Und ich finde, er ist einer
27:59Lasst los die Finger von ihm
28:05Wie geht's dir denn mit Pascal?
28:09Was würdet ihr sagen, wenn man euch nach 16 Jahren plötzlich noch einem Bruder vorsetzt?
28:13Weiß nicht
28:14Weiß nicht
28:16Eben
28:31Ich wollte euch nur schnell ein paar Leckereien vorbeibringen
28:35Du bist toll
28:40Wie geht's denn deiner Großmutter?
28:43Sie schläft viel
28:45Ich will nichts stören
28:47Du störst nicht
28:50Ich bin so froh, dass du da bist
28:54Kannst du kurz halten?
29:00Danke
29:10Guck mal, Omi, wer da ist
29:11Und was er dir mitgemacht hat
29:14Olive
29:17Oh, den hab ich doch richtig gehört
29:21Oh
29:25Wer soll denn das alles essen?
29:27Na, ich hoffe, Sie, Frau Berger
29:29Ich glaube, es wird Zeit
29:33Sag Ursula zu mir
29:39Sehr gern
29:41Ursula
29:48Ihr wollt euch doch küssen
29:50Wolltest du vielleicht ein paar kernlose Trauben?
29:53Dann tu doch das, bitte
29:55Ich kann doch ein Apfel schälen
29:59Vor mir braucht ihr doch nun wirklich keine Geheimnisse zu haben
30:05Oder soll ich mir die Augen zuhalten?
30:19Und damit seid ihr zufrieden?
30:48120 zu 80
30:51Bist du jetzt beruhigt?
30:55Mein Blutdruck
30:58Schön, dass du da bist
31:01Verstaunst du was?
31:02Ich hab den Blutdruck eines 30-Jährigen
31:04Na, na, jetzt übertreib mal nicht
31:10Jetzt zeig ich dir mal, was ich so drauf hab
31:12Oh, Vorsicht, Vater
31:13Leg das lieber weg
31:14Nicht, dass du dich verletzt
31:16Traust dich wohl nicht gegen deinen Vater anzutreten?
31:18Doch, schon
31:19Aber ich weiß nicht, ob dein Ego eine solch schmerzvolle Niederlage verkraften könnte
31:23Mach dir mal keine Sorgen um mein Ego
31:24Los, jetzt lassen wir's jucken
31:26Wie bitte?
31:28Das sagt man doch so, oder?
31:30Okay
31:32Ich hab dich gewarnt
31:33Und los
31:35Gegen mich hast du keine Chance
31:41Warum wirst du dann plötzlich so rot, hä?
31:47Nicht das Glas
31:49Gib mir meine Tasse, bitte
31:51Du weißt schon
31:53Opis
32:02Das hat er für mich geritzt
32:06Das hast du mir mal erzählt
32:10Ich hab deinen Großvater wirklich sehr geliebt
32:15Nach ihm gab es keinen anderen Mann mehr in meinem Leben
32:22Hat angeboten, hat's wirklich nicht gemangelt
32:28Ich weiß nicht, wenn es wirklich so etwas wie einen Himmel gibt
32:35Dann seh ich ihn ja hoffentlich bald wieder
32:38Das wirst du
32:40Ganz bestimmt
32:45Er fehlt mir
32:50Sehr sogar
32:52Ich weiß
32:56Du glaubst
32:58Die Liebe ist wirklich stärker als der Tod
33:00Ja
33:02Das glaub ich
33:05Und dann hoffe ich auch wieder, dass es nicht so ist
33:08Du fürchtest
33:10Dass du nach Oliver nie wieder einen Mann findest
33:13Den du so lieben kannst wie ihn
33:17Durch ihn hab ich ja erst erfahren, was Liebe ist
33:24Eis gekühlt
33:41Respekt
33:43So viel Power hätte ich dir gar nicht zugetraut
33:46Das klingt ja fast wie eine Beleidigung
33:48Nein
33:48Ich meine
33:49Für dein Alter bist du echt noch ganz schön fit
33:53Für mein Alter
33:55Also
33:56Dafür, dass du so selten Sport machst
33:59Sollte das eben gerade ein Kompliment werden?
34:01Nein
34:01Ja
34:02Ja
34:03Also
34:04Was ich sagen will ist
34:06Okay
34:06Also vielleicht hapert es noch ein bisschen an der Kondition
34:09Aber
34:09Ich hab einfach gar nichts mehr, ne?
34:11Du machst es nur noch schlimmer
34:14Ich lass aber auch kein Fettnäffchen aus
34:16Den Charme hast du eindeutig von mir geerbt
34:28Ich muss dich mal was fragen
34:30Schieß los
34:33Du hast dich in den letzten Tagen so seltsam benommen
34:37Findest du?
34:39Die Sache mit dem Blutdruckmessgerät, die kommt doch nicht von ungefähr
34:44Schon möglich
34:47Hat das was mit Frau Berger zu tun?
34:55Ich hab den Tod noch nie so nah erlebt wie jetzt
34:58Und dass du oder ich
35:01Auch irgendwann mal sterben werden
35:05Das hab ich vorher noch nie drüber nachgedacht
35:09Wir alle verdrängen den Tod
35:11Solange wir können
35:14Ja
35:16Und du bist
35:17Eben der wichtigste Mensch für mich auf dieser Welt
35:19Und
35:22Ich liebe dich
35:23Eben
35:27Ich lieb dich auch
35:31Tut mir leid, wenn ich dich genervt hab, ne?
35:36Oh, guck doch mal, wie ich da aussehe
35:39Wie schrecklich
35:42Diese Hosen
35:44Ach, und sowas hat man mal getragen
35:46Die kommen bestimmt wieder in Mode
35:48Ach, wenigstens muss ich das nicht mehr erleben
35:51Oh
35:51Man ist doch wach
35:58Katja und ich
36:01Da haben wir mit Papa und dir ein Picknick gemacht
36:04Erinnerst du dich noch?
36:06Als ob es gestern wäre
36:08Wie alt war ich denn da?
36:11Fünf
36:14Das war der Tag, an dem du so krank geworden bist
36:18Erst warst du nur erkältet
36:21Und dann bekamst du plötzlich hohes Fieber
36:26Und ein paar Tage später
36:27Da mussten wir dich ins Krankenhaus bringen
36:30Dein Herzmuskel war entzündet
36:34Das weiß ich gar nicht mehr
36:37Da warst du noch zu klein, um dich zu erinnern
36:42Wir dachten, wir verlieren dich
36:45War es so schlimm?
36:48Du warst für eine Minute tot
36:50Die Ärzte mussten dich wiederbeleben
36:55Ich war tot
36:59Ich hätte das Licht überlebt
37:01Wenn du nicht wieder zurückgekommen wärst
37:04Ich bin ja noch hier
37:15Wie geht es dir, Bianca?
37:17Ich bin okay
37:21Und doch möchtest du heulen
37:24Ich einmal damit anfangen, kann ich nicht mehr aufhören
37:29Du bist viel stärker, als du glaubst
37:33Auch wenn es blöd klingt, aber
37:37Die Zeit heilt alle Wunden
37:42Nicht alle
37:59Diese Hilflosigkeit ist es, die mich einfach fertig macht
38:02Vielleicht heißt Leben auch täglich, den Gedanken an den Tod zu verdrängen
38:07Aber jetzt gibt es kein Verdrängen mehr
38:10All das, wovor ich solche Angst hatte, passiert jetzt
38:13Und ich weiß nicht, ob ich noch genug Kraft habe
38:38Und ich weiß nicht, ob ich noch nicht mehr
38:45Hast du es dir schon überlegt?
38:47Was?
38:48Ob ich das Haus verlassen soll
38:53Von mir aus kannst du bleiben
38:58Ich weiß zwar noch nicht ganz, wie ein großer Bruder zu sein hat
39:00Aber ich verspreche dir
39:02Ich bin für dich da
39:04Das werden wir sehen
39:06Wir sollten uns wirklich besser kennenlernen
39:07Erzähl mir was von dir
39:10Das geht nicht so auf Knopfdruck
39:11Ähm, bist du verliebt?
39:14Nein
39:16Dann wird es aber höchste Zeit
39:17Gibt es denn niemanden, der dir gefällt?
39:20Das ist alles etwas kompliziert
39:21Ah
39:23Was heißt, du liebst jemanden, aber eher dich nicht?
39:27Ich muss jetzt schlafen
39:28Ich schreibe morgen Französisch
39:29Na dann, toi, toi, toi
39:36Gute Nacht, kleine Schwester
39:37Ich hab dich lieb
39:41Gute Nacht, großer Bruder
39:43Gute Nacht, kleine Schwester
39:47Ich glaube, wir beide sind uns sehr ähnlich
39:49Wir sind beide einsam
39:59Du Traum auf meine Stirne
40:05Du Durst auf meinen Lippen
40:11Du Kleinod in meinem Herzen
40:18Komm
40:21Lass mich dich beschützen
40:33Gutem Abend, gutem Nacht
40:40Mit Rosen bedacht
40:49Mit Niklein bestückt
40:59Fluch unter die Türen, morgen früh, wenn Gott will.
41:32Wenn Gott will, wirst du wieder gefällt.
41:59Was meinst du, was jetzt alles auf uns zukommt?
42:02Wir schaffen das schon.
42:03Wie du willst, aber dann muss ich ja nicht mitkommen.
42:05Dann setze ich dich da ab und fahre dann weiter.
42:06Das kommt überhaupt nicht in Frage.
42:08Wir gehen jetzt zu Bianca und zwar gemeinsam.
42:10Manche Dinge vergisst man einfach nie.
42:12Weil die halbe Kindheit dranhängt.
42:14Wir möchten Sie gern unterstützen bei allem, was jetzt auf Sie zukommt.