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SpaßTranskript
00:01Du Traum auf meiner Stirne,
00:07du Durst auf meinen Lippen,
00:13du Kleinod in meinem Herzen.
00:21Komm, lass mich dich beschützen.
00:35Guten Abend, gute Nacht
00:42Mit Hosen bedacht
00:51Mit Mäcklein bestückt
01:01Schlug unter die Dämmorgen
01:10Früh, wenn Gott will
01:22wirst du wieder
01:28gefängt
01:34Wenn Gott will
01:38wirst du wieder
01:40mit Mäcklein bestückt
01:43mit Mäcklein bestückt
02:13mit Mäcklein bestückt
02:23mit Mäcklein bestückt
02:56Willst du das wissen?
02:59Sie sind in meinen Armen gestorben
03:02Hast du einen Arzt gekommen?
03:05Mäh, Mäcklein
03:05Mach das, der muss sowieso kommen
03:07Kommst du?
03:08Gleich
03:08Cadi, bitte
03:10Ich komme ja schon
03:22Musik
03:50Musik
04:21Musik
04:57Und, was hat der Arzt gesagt?
04:59Sie ist tot
05:02Dann hattest du wohl doch recht
05:08Ich stelle jetzt den Totenschein aus
05:13Damit müssen Sie so schnell wie möglich zum Standesamt
05:17Standesamt?
05:18Unsere Omi will nicht heiraten, die will begraben werden
05:21Sie können sich jetzt mit einem Beerdigungsinstitut in Verbindung setzen
05:25Das klingt doch schon besser
05:28Am besten rufst du da gleich mal an
05:30Ich kann das nicht, diese ganze Bürokratie
05:33Das hat doch sonst immer alles Omi gemacht
05:35Schon gute Fragen
05:40Herzliches Beileid
05:41Danke für Ihr Mitgefühl
05:42Ach, nun sagen Sie, wenn Sie schon mal hier sind
05:45Da gibt's doch dieses Geld, wenn jemand gestorben ist
05:47Können Sie das nicht gleich für uns mitbeantragen?
05:50Sie meinen sicher das Sterbegeld?
05:52Können Sie das sagen?
05:54Soviel ich weiß
05:55Ist es vollständig abgeschafft worden
05:58Abgeschafft?
06:00Aber unsere Omi hat doch ein Leben lang eingezahlt
06:03In diese
06:03Diese ganzen Versicherungen
06:05Und da kommen Sie und sagen mir, das wäre abgeschafft?
06:07Ich spreche nachher mit der Krankenversicherung
06:09Entschuldigen Sie bitte
06:11Ich muss dann weiter
06:15Danke
06:20Danke
06:25Was ist denn?
06:28Ach, man wird ja wohl noch mal fragen dürfen
06:30Ja, sicher
06:32Ich hab's doch nur gut gemeint
06:34Was meinst du, was jetzt alles auf uns zukommt?
06:37Ich würde es lieber gar nicht wissen
06:39Wir schaffen das schon
06:40Irgendwie
06:54Wie kann man sagen
06:56für certain
06:58Maybe you're still here
07:01I feel you all around me
07:05Your memory's so clear
07:09Deep in the stillness
07:14I can hear you speak
07:17You're still an inspiration
07:20Can it be
07:24That you are my
07:28Forever love
07:32And you are watching over me
07:37From up above
07:43Fly me up to where you are
07:48Beyond a distant star
07:53I wish upon tonight
07:56To see you smile
08:00I wish upon tonight
08:02If only for a while
08:04To know you're there
08:08A breath away's not far
08:12To where you are
08:24Is sie weg?
08:25Der Bestatter hat sie gerade abgeholt
08:39Wie schnell das alles geht
08:44Erwartest du Besuch?
08:47Omi ist nicht mehr da
08:48Daran musst du dich jetzt gewöhnen
08:51Das ist gar nicht so schwer, glaub mir
08:52Das Leben geht weiter
08:56Sei nicht traurig
08:57Ich bin auch noch da
09:00Gibt's schon Kaffee?
09:05Ich bin leider ein bisschen eilig
09:12Sei mir nicht böse, aber ich muss jetzt wirklich los
09:20Marianne wartet sicher schon
09:22Also es bleibt dabei, du kümmerst dich um die Formalitäten?
09:25Ich sag dafür auf dem Gut Bescheid
09:26Ich danke dir
09:35Wie?
09:41Wie?
09:44Wie?
09:46Wie?
09:48Wie?
09:57Welinghoff?
09:58Ich bin's.
10:01Und mir ist tot.
10:05Es tut mir so leid.
10:12Ursula?
10:15Sie ist tot.
10:23Guten Morgen.
10:24Ah, guten Morgen, Vater.
10:25Hast du gut geschlafen?
10:26Wollen wir zusammen frühstücken?
10:27Leider nein, ich muss los.
10:30Ich habe ein Meeting mit allen Abteilungsleitern.
10:33Aber Oliver wird sicher gleich kommen.
10:35Warum frühstückt ihr nicht zusammen?
10:36In Ruhe. Ihr könnt dann später nachbauen.
10:38Muss Oliver nicht auch zu dem Meeting?
10:41Eigentlich ja, aber ausnahmsweise nein.
10:44Er soll sich ruhig ein bisschen um seinen großen Bruder kümmern.
10:48Ich werde ihn vertreten.
11:04Komm, lass uns erst mal frühstücken.
11:07Geh du, ich kann nicht. Ich muss direkt in die Bank.
11:10Vorher wollte ich noch schnell bei Bianca vorbei, um zu kondolieren.
11:13Ich komm mit.
11:14Ähm, das musst du nicht. Das mache ich schon.
11:17Ich wollte auch direkt von da aus weiter.
11:19Dann verpasse ich wenigstens nur das halbe Meeting.
11:21Aber was soll das? Bianca ist wie eine Freundin.
11:23Ich war selbstverständlich mit dir.
11:24Ich lasse dich auch jetzt nicht allein.
11:27Ich fahre von da mit dem Taxi nach Hause.
11:28Dann kannst du hinterher auch direkt in die Bank.
11:30Also gut.
11:31Wie du willst.
11:32Aber dann muss ich ja nicht mitkommen.
11:33Dann setze ich dich da ab und fahre dann weiter.
11:34Das kommt überhaupt nicht in Frage.
11:36Wir gehen jetzt zu Bianca und zwar gemeinsam.
11:38Bianca braucht uns. Uns beide.
11:51Ich vermisse dich so sehr.
11:54Deine bedingungslose Liebe.
11:56Dein grenzenloses Verständnis.
11:58Dein grenzenloses Verständnis.
12:31Signorenresidenzflora?
12:33Frau González?
12:34Ja, hallo.
12:36Hier ist Bianca Berger.
12:37Ich wollte fragen, ob sich vielleicht mein Bruder Heiko inzwischen bei Ihnen gemeldet hat.
12:42Hat er nicht.
12:45Gut. Danke. Wiederhören.
12:58Oliver?
13:00Guten Morgen.
13:01Wo ist Oliver?
13:02Wollt ihr mit mir frühstücken?
13:03Ähm, Oliver wartet auf mich im Wagen.
13:05Wir sind in Eile.
13:07Biancas Großmutter ist gestorben.
13:08Ach, das tut mir leid.
13:10Sag Oliver bitte, dass uns Vater nach dem Frühstück zusammen in der Bank erwartet.
13:13Pascal, Oliver kann wirklich nicht. Wir gehen jetzt zu Bianca, um zu kondolieren.
13:17Ja, und was ist mit mir?
13:19Frag doch Eddie, ob er dich bringen kann, oder nimm dir ein Taxi.
13:28Mit mir kann man es ja machen.
13:34Katerfrühstück für Hartgesottene.
13:37Prärie-Auster.
13:38Zwei Spritzer Olivenöl.
13:40Zwei Löffel Wustasauce.
13:42Zwei Löffel Tomatensaft.
13:43Zwei Spritzer Zitronensaft.
13:45Ein Tropfen Tabasco.
13:47Ein Eigelb, Salz und Pfeffer.
13:49Gut umrühren und möglichst in einem Zug trinken.
13:52Na dann, Prost.
13:55Machen Sie sich keine Umstände.
14:00Ja.
14:01Ein paar Gurken reiten vollständig.
14:05Oh, was empfehlen Sie denn so gegen Kater?
14:09Mir ist leider heute überhaupt nicht nach Scherzen zumute.
14:12Unsere Omi ist letzte Nacht von uns gegangen.
14:27Darf ich Ihnen unser tiefes Mitgefühl aussprechen?
14:30Danke.
14:32Meine Cousine kann jetzt verständlicherweise erstmal nicht zur Arbeit kommen.
14:39Also, ich empfehle immer Prärie-Auster auf Ex.
14:41Das überlebt kein Kater.
14:46Ich informiere Frau Wellinghoff.
15:01Ja, bitte?
15:02Hier ist Georg.
15:03Frau Wellinghoff, ich habe eine traurige Nachricht für Sie.
15:06Was ist passiert?
15:08Frau Neubauer war gerade hier. Sie kommt vermutlich gleich zu Ihnen.
15:12Ursula Berger ist letzte Nacht gestorben.
15:20Was können wir tun?
15:22Ich würde gern zu Bianca fahren und dir unser Beileid auch sprechen.
15:27Vielleicht kann ich hier bei der Organisation der Beerdigung behilflich sein und ihr lästige Laufereien abnehmen.
15:33Das ist eine sehr gute Idee, Georg.
15:36Sicher auch ganz im Sinne meines Mannes.
15:39Lassen Sie sich von Ihrem Sohn zu Bianca bringen und kondolieren Sie bitte auch im Namen der Familie Wellinghoff.
15:45Selbstverständlich. Auf Wiederhören.
15:55Wir fahren zu Bianca.
16:06Kein Appetit?
16:11Schlechte Laune?
16:16Jeder traut auf seine Art.
16:18Dir ist doch wirklich nichts heilig.
16:19Ich habe die ganze Zeit keinen Bissen runterbekommen, der Schmerz.
16:22Ja, mein allerherzlichstes Beileid.
16:24Ich brauche dein verlogenes Beileid nicht.
16:27Gib mir lieber meine 200 Euro zurück. Ich bin ja schließlich nicht die Sparkasse Paderborn.
16:33Du erinnerst mich auch eher an ein billiges Bordell in Bangkok.
16:43Das sind gerade mal 50. Was ist mit dem Rest?
16:47Die 50 von eben und die 50 macht 100.
16:50Den Rest überweise ich dir.
16:52Wirklich sehr witzig.
16:53Ich kriege noch genau 150 Euro von dir und die sind morgen auf meinem Konto.
17:10Ach, Kathi!
17:12Es tut mir so leid.
17:14Ich habe schon von Georg gehört.
17:16Sie hat uns verlassen.
17:17Für immer.
17:20Wir fühlen mit euch.
17:21Mit dir und Bianca.
17:24Alle Wellinghoffs.
17:28Es ist ein schwerer Schlag.
17:32Ein wirklich großer Verlust.
17:34Möchtest du lieber nach Hause gehen?
17:35Nein, es geht schon, danke.
17:38Zu Hause, da erinnert mich alles an Omi.
17:40Da halte ich es einfach nicht aus.
17:43Arbeit lenkt ab.
17:45Das ist jetzt das Beste.
17:52Da bist du ungefähr so alt, wie ich jetzt bin.
17:55Du lächelst.
17:57Du warst so glücklich.
18:00Weil der Mann, den du geliebt hast, bei dir war.
18:24Es tut mir so leid.
18:29Wir sind immer für dich da.
18:31Wenn wir dir irgendwie helfen können.
18:34Danke.
18:35Komm doch.
18:36Saja.
18:38Wollen Sie nicht reinkommen?
18:40Willst du nicht du zu ihm sagen?
18:42Du hast doch sicher nichts dagegen.
18:44Lassen wir es gut, so wie es ist.
18:45Bitte.
18:48Sei doch nicht so steif.
18:52Ein herzliches Beileid.
18:56Auch im Namen meiner Familie.
19:14Es geht mir alles so nah.
19:17Tod.
19:18Und Geburt.
19:22Ein Leben geht zu Ende.
19:24Ein neues Beginn.
19:30Wir möchten dir helfen.
19:32Nach der Beerdigung soll es doch sicher ein Essen geben.
19:34Ich dachte, ein Fisch.
19:36Das ist gut.
19:36Dann werde ich mich darum kümmern.
19:38Tina und Matthias sind ja sehr gute Freunde von uns.
19:41Ja, das ist eine gute Idee.
19:44Ich gehe nachher gleich bei den beiden vorbei
19:46und bespreche das mit ihnen.
19:47Danke.
19:48Danke.
19:50Danke.
19:53Danke.
19:56Ich glaube, wir sollten dich dann auch nicht weiter stören.
19:59Es stört mich nicht.
20:00Ich bin froh, dass ihr hier seid.
20:02Ich rufe dich später noch an.
20:10Danke.
20:12Es lieb.
20:17Wenn irgendetwas ist,
20:20dann rufen Sie uns bitte an.
20:25Mach ich.
20:26Danke.
20:27Danke.
20:31Danke.
20:47Na, gut geschlafen, kleine Schwester.
20:49Ja, großer Bruder.
20:51Und, nervös?
20:53Ja, die Klausur.
20:54Ach, ja, die Klausur.
20:56Ach, nö.
20:58Nö, vielleicht ein bisschen.
21:00Setz dich doch zu mir.
21:01Mit einem guten Frühstück im Magen
21:02schreibt sich jede Klausur wie von selbst.
21:04Sorry.
21:05Kann leider nicht.
21:06Die Klausur.
21:08Aber wenn du mir noch was Nettes erzählen willst,
21:10kannst du gerne mitkommen.
21:11Hier macht wirklich jeder, was er will.
21:13Rücksichtslos.
21:16Man sei doch nicht gleich beleidigt.
21:19Das ist doch nicht ernst gemeint.
21:20War nur ein Scherz.
21:21Es ist eine seltsame Art, Scherze zu machen.
21:23Langsam frage ich mich,
21:24warum ich überhaupt hier geblieben bin.
21:26Mama, halblang.
21:28Was ist denn los mit dir?
21:29In diesem Haus scheint sich kein Mensch
21:31für mich zu interessieren.
21:31Weder Vater noch Oliver noch Judith.
21:34Meine Mutter hat sich heute
21:34überhaupt noch nicht sehen lassen.
21:36Ist irgendwas mit mir,
21:38bin noch nicht aussätzig.
21:40Fühle mich hier regelrecht ausgeschlossen.
21:42Hast du das gemeint,
21:43als du gestern gesagt hast,
21:44du wärst alleine?
21:45Nein.
21:48Dann sind wir uns wirklich ähnlich.
21:50Ich fühle mich auch andauernd ausgeschlossen.
21:53Außer dir kümmert sich hier niemand um mich.
21:56Kein Mensch hat Zeit.
21:58Nur weil die Oma von eurer Putzfrau gestorben ist.
22:01Biancas Omi ist tot?
22:03Ja.
22:04Oliver und Judith sind gerade hingefahren.
22:14Weißt du schon, wann die Beerdigung ist?
22:16Nein, noch nicht.
22:18Bianca organisiert das alles.
22:20Ich hab gesagt, ich mach das.
22:22Organisation ist ja schließlich mein Job,
22:24aber sie will unbedingt alles selber machen.
22:27Obwohl die Ämterrennerei.
22:29Ich weiß nicht, ob das so ihr Ding ist.
22:31Bianca ist manchmal so...
22:34undiplomatisch.
22:36Georg und Eddie sind unterwegs zu Bianca,
22:38um zu kondolieren.
22:39Ach, das ist aber lieb von den beiden.
22:41Georg hat mir versprochen,
22:42dass er Bianca alle lästigen Laufereien abnimmt.
22:46Hab ich mir fast gedacht,
22:47dass du dahinter steckst.
22:48Du und dein gutes Herz.
22:50Nein.
22:51Das war allein Georgs Idee.
22:55Na klar.
22:56Georgs Idee.
22:59Bei Beerdigung fällt mir ein,
23:00ich müsste heute Nachmittag frei haben.
23:02Natürlich.
23:03Ich hab dich doch schon vorhin gefragt,
23:05ob du nicht lieber nach Hause gehen willst.
23:06Ich will nicht nach Hause.
23:08Ich muss noch mal in die Stadt.
23:09Ich hab nichts Passendes anzuziehen.
23:11Sieh mich an.
23:12So kann ich unmöglich dahin gehen.
23:14Nein, stimmt.
23:15Für eine Beerdigung nicht gerade passend.
23:17Könnte ich vielleicht auch einen kleinen Vorschuss haben.
23:20Du kannst dir nicht vorstellen,
23:20was ich in letzter Zeit für Medikamente ausgeben musste.
23:23Omi war ja praktisch gegen nichts versichert.
23:26Der Arzt war außer sich.
23:28Mach dir mal keine Sorgen.
23:30Vielleicht finden wir ja hier etwas Passendes für dich.
23:33Dann musst du dich nicht noch zusätzlichen Unkosten stürzen.
23:36Schau doch mal in meinem Schrank nach.
23:38Willst du wirklich?
23:40Und das kann ich nicht annehmen.
23:42Natürlich kannst du das.
23:44Ich bin mir allerdings nicht so ganz sicher,
23:46ob das mit der Größe hinhaut.
23:48Das haut schon hin.
23:49Du weißt doch, ich hab's gern etwas...
23:51...léger.
24:22Eins schöner als das andere.
24:24Die sind beide einfach süß.
24:25Ja, aber einen Tick zu gewagt.
24:27Meinst du?
24:28Ich fürchte, ja.
24:29Ja, dann besser nicht.
24:31Wir fragen Judith.
24:33Die hat bestimmt ein passendes Kleid für dich.
24:35Oder wir verdecken den Ausschnitt mit einem Tuch
24:38oder mit einer Kette.
24:41Schau mal.
24:42Was meinst du?
24:44Die ist wunderschön.
24:46Und bestimmt sehr wertvoll.
24:48Also, das kann ich unmöglich annehmen.
24:50Das sollst du auch nicht.
24:52Die will ich selber tragen.
24:54Die steht ja auch wirklich fantastisch.
25:00Dieser Pascal spinnt doch.
25:01Einfach meine Rosen abzubrechen.
25:03Ja, er bildet sich ziemlich viel darauf ein,
25:06dass er Wellinghoff heißt.
25:08Das waren Zuchtrosen.
25:10Ich weiß echt nicht, was ich machen soll.
25:13Der Mörder ist immer der Gärtner.
25:16Du spinnst aber auch.
25:27Biancas Omi ist tot.
25:30Das gibt's doch gar nicht.
25:33Woher weißt du das?
25:34Hat mir Pascal eben erzählt.
25:36Der schon wieder.
25:37Woher will der denn das wissen?
25:38Ach, keine Ahnung.
25:39Ist doch auch egal.
25:41Judith und Oliver sind schon zu Bianca gefahren.
25:43Ich kapier das nicht.
25:44Ich...
25:44Gestern war sie doch noch so gut drauf.
25:46Ja, sicher.
25:48Ja, ja.
25:50Aber sie war auch todkrank.
25:56Aber irgendwie ist das doch schön.
25:59Ich meine, dass es einem nochmal so richtig gut geht, bevor man stirbt.
26:08Wie die beim Scrabble geschummelt hat.
26:11Ich und schummeln?
26:13Allein schon das Wort Igitt?
26:14Die war echt total witzig.
26:19Bianca tut mir so leid.
26:21Mir auch.
26:23Können wir denn nicht irgendwas machen?
26:39Judith ist nicht da.
26:40Vielleicht ist sie zu Bianca gefahren.
26:42Das habe ich in ihrem Schrank gefunden.
26:44Das ist doch genau das Richtige für dich.
26:47Apart.
26:48Judith hat bestimmt nichts dagegen, wenn du es zur Beerdigung trägst.
26:50Ach, ich weiß nicht.
26:52Das kann ich nicht annehmen.
26:53Von dir ja, aber Frau Simon, ich kenne sie ja kaum.
26:56Mach dir keine Sorgen.
26:57Ich regle das schon mit Judith.
26:59Lass mal.
27:00Das ist mir irgendwie unangenehm.
27:02Außerdem will Frau Simon das Kleid bestimmt selber tragen.
27:04Ich meine, es ist so bildhübsch.
27:07Und dieses Material.
27:10Ja, bitte?
27:11Guten Morgen.
27:13Störe ich?
27:14Nein, überhaupt nicht.
27:15Komm rein.
27:16Ich wollte doch nur kurz von Sophia berichten.
27:18Ich habe mit ihr gesprochen.
27:19Ach, das ist schön.
27:20Nimm doch bitte Platz.
27:24Kathis und Biancas Großmutter ist leider heute Nacht verstorben.
27:26Ja, ich habe schon von der traurigen Nachricht gehört.
27:29Mein herzliches Beileid.
27:30Danke.
27:32Ach, darf ich?
27:36Familienschmuck.
27:37Die Kette gehörte Alexanders Mutter.
27:41Manche Dinge vergisst man einfach nie.
27:44Weil die halbe Kindheit dranhängt.
27:47Das sind die Murmeln, mit denen ich als Kind immer spielen durfte.
27:50Immer wenn meine Mutter die Kette getragen hat,
27:53die müsste man als Jungjubiläer.
27:54Der Verschluss ist defekt.
27:56Das ist mir gar nicht aufgefallen.
27:58Dabei wollte ich sie bei der Beerdigung tragen.
28:02Kathi, würdest du die Kette bitte zum Juwelier bringen?
28:05Er möchte den Verschluss erneuern.
28:08Mit einem lieben Gruß von mir.
28:10Am besten, du wartest darauf.
28:11Steck sie gleich ein.
28:13Meinst du wirklich?
28:14Die Kette ist doch so wertvoll.
28:15Nachher passiert noch was.
28:17Ich rufe beim Juwelier an.
28:18Die sollen jemanden vorbeischicken, um die Kette abzuholen.
28:20Ja gut.
28:21Aber dann sag bitte, dass es dringend ist.
28:26Ich hätte Lust, ein paar Schritte zu gehen.
28:28Willst du mich nicht begleiten?
28:29Dann kannst du mir von Sophia erzählen.
28:31Aber gerne.
28:47Wo ist denn Pascal?
28:49Ja, das wollte ich dich eigentlich fragen.
28:51Ich dachte, ihr kommt zusammen her.
28:53Ich war noch mit Judith bei Bianca.
28:55Er wollte sich eigentlich ein Taxi nehmen.
29:00Vater, wieso hast du mir nicht erzählt, dass Pascal uns angelogen hat?
29:04In Bezug auf seine Vergangenheit.
29:07Das ist Geschichte.
29:09Vergangenheit.
29:10Was zählt, ist die Zukunft.
29:11Vater, ich bitte dich.
29:13Er war stellvertretender Sparkassenfilialleiter in Hintertupfing.
29:17Er hat einen Fehler gemacht, aber ich habe das mit ihm geklärt.
29:19Ach, du hast es mit ihm geklärt.
29:21Und ich erfahre davon mal wieder nichts.
29:23Aber ich soll mit meinem Herrn Bruder vertrauensvoll zusammenarbeiten.
29:25So ungefähr habe ich mir das vorgestellt.
29:27Oh, das tut mir leid, Vater.
29:28Aber ich habe mir das anders vorgestellt.
29:30Aber wenn ihr beide euch so einig seid,
29:32warum machst du ihn dann nicht zu deinem Assistenten anstatt zu meinem?
29:35Nun halte mal die Luft an und beruhe dich wieder.
29:40Durfte ich bitte erfahren, warum du nicht zum Abteilungsleitertreffen gekommen bist?
29:43Und sag mir nicht, weil du mit Judith bei Bianca warst.
29:46Doch, genau deswegen.
29:48Wir waren kondolieren.
29:49Judith wollte unbedingt.
29:50Da konnte ich aber schlecht Nein sagen.
29:53Kondoliert?
29:54Ja.
29:56Ach, du weißt es noch gar nicht.
30:00Biancas Großmutter ist letzte Nacht gestorben.
30:05Entschuldige, aber das habe ich wirklich nicht gewusst.
30:09Wie geht es denn Bianca?
30:12Sie wirkte ganz gefasst.
30:16Ihre Großmutter war eine sehr sympathische und kluge Person.
30:22Ja, das war sie.
30:28Es tut mir leid, Vater.
30:29Ich wollte mich nicht schon wieder mit dir streiten.
30:32Schon gut.
30:34Was hast du?
30:38Der Tod von Frau Berger macht mich...
30:42...traurig.
30:46Das war eine gute Idee von dir.
30:48Die frische Luft tut gut.
30:50Ich musste einfach mal raus.
30:52Hier können wir auch ungestört reden.
30:55Ich wusste nicht, ob ich vorher in dem Beisein deiner Assistentin über familiäre Probleme sprechen sollte.
31:00Katja ist absolut vertrauenswürdig.
31:02Das wusste ich nicht, so gut kenne ich sie nicht.
31:05Du wolltest mir von Sophia erzählen.
31:08Ich habe ihr Vertrauen wiedergewonnen.
31:10Ich glaube, sie mag mich.
31:11Das freut mich.
31:13Sie fühlt sich häufig einsam und ausgeschlossen.
31:16Der wirkt so ein großer Bruder natürlich manchmal Wunder.
31:18Sie hat tatsächlich nicht viele Freunde.
31:20Auch nicht in der Schule.
31:22Sie hat immer Angst, dass sie nur wegen ihres Geldes geliebt wird.
31:25Mir scheint, ihre einzigen Freunde sind euer Hausmädchen und dieser Gärtner.
31:28Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll.
31:31Auf der anderen Seite sind die beiden sehr nett.
31:33Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Bediensteten.
31:36Das habe ich schon bemerkt.
31:38Der Tod von Katis und Biancas Großmutter geht mir sehr nah an.
31:41Sie scheint aber allen sehr beliebt gewesen zu sein.
31:44Frische Luft macht hungrig.
31:46Du wirst es kaum glauben, aber ich habe den ganzen Morgen noch keinen Bissen zu mir genommen.
31:49Irgendwas kam immer dazwischen.
31:51Dann ab in die Küche.
31:52Ich laufe noch ein wenig.
32:04Ich laufe noch ein wenig.
32:30Juwelier, Christensen und Söhne?
32:32Ja, mein Name ist Kathi Neubauer.
32:34Ich bin die persönliche Assistentin von Frau Wellinghoff.
32:37Das Bankhaus, ja.
32:39Wir haben hier eine defekte Kette, die sofort repariert werden müsste.
32:43Nein, nur der Verschluss.
32:45Ich bringe Sie Ihnen gleich vorbei.
32:48Wie bitte?
32:50Nein, Sie brauchen niemanden vorbeizuschicken.
32:52Ich bringe Ihnen das gute Stück.
32:54Ja, persönlich.
32:58Das sagte ich doch gerade.
33:00Mein Gott, Sie sind aber auch...
33:03Ja, vielen Dank.
33:05Auf Wiederhören.
33:25Mein herzliches Beileid.
33:27Vielen Dank.
33:35Tut mir sehr leid.
33:38Auch von Bärbe herzliches Beileid.
33:40Wir wollten ja auch mitkommen, aber...
33:41Ja, einer musste ja in der Küche die Stellung halten.
33:45Es ist ganz lieb von euch, dass ihr gerade an mich denkt.
33:47Frau Wellinghoff hat mich gebeten, Ihnen das Mitgefühl der Familie auszurichten.
33:55Vielen Dank.
34:15Wir werden Ihre Großmutter sehr vermissen.
34:20Sie war eine feine Person.
34:22Alle haben sich gefreut, dass Sie nochmal bei uns auf dem Hut waren.
34:25Darüber hat sich niemand mehr gefreut als Sie selbst.
34:28Bianca, wir möchten Sie gern...
34:31unterstützen bei allem, was jetzt auf Sie zukommt.
34:36Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
34:38Du musst gar nichts haben.
34:41Wir machen das für dich.
34:43Haben Sie sich schon entschieden, wann die Beerdigung stattfinden soll?
34:47Ich dachte so schnell wie möglich.
34:49Ja.
34:56Dann werde ich für morgen versuchen, einen Beerdigungstermin zu bekommen.
35:05Eddie kann sich inzwischen um die Ämter kümmern.
35:11Es gibt ja einiges zu tun.
35:16Na dann.
35:17Also, los.
35:22Können wir jetzt einen Moment setzen?
35:26Ist was passiert?
35:28Frau Berger.
35:32Oliver und ich waren vorhin bei Bianca.
35:35Und wie geht's dir?
35:37Na, wie schon.
35:38Sie ist sehr traurig.
35:39Aber auch erstaunlich gefasst.
35:41Ich glaube, sie hat sich sehr gefreut, dass wir gekommen sind.
35:45Ich habe mich ein bisschen über Oliver geärgert.
35:48Was war denn mit Oliver?
35:50Erst wollte er nicht mitkommen, dann war er furchtbar steif.
35:54Naja, es ist eine schwierige Situation.
35:57Ja, für mich etwa nicht?
35:59Doch.
36:00Auch.
36:01Aber Bianca ist deine Freundin.
36:04Ich habe ihr versprochen, mich um das Beerdigungsessen zu kümmern.
36:07Sie möchte, dass es hier stattfindet.
36:08Gerne.
36:09Wenn wir ihr damit helfen können.
36:10Macht dir keine Sorgen.
36:11Wir kümmern uns um alles.
36:23Ach du Arme.
36:25Traust du immer noch um deine verlogenen 150 Euro?
36:28Ich finde das nicht komisch.
36:29Musst du auch nicht.
36:31Warum behandelst du mich immer so von oben herab?
36:33Ganz ernsthaft jetzt.
36:35Weil das die einzige Sprache ist, die du verstehst.
36:37Meine Großmutter ist heute Nacht gestorben.
36:40Die du heiß und innig geliebt hast.
36:42Im Gegensatz zu dir geht mir der Tod nah.
36:45Mir kommen die Tränen.
36:51Vielleicht sollten wir aufhören, uns zu bekämpfen.
36:56Wir könnten so stark sein, wir beide gemeinsam.
37:00Es gab Zeiten, da hast du keine Gelegenheit ausgelassen.
37:03Da war dir jedes Mittel recht.
37:06Daran hat sich nichts geändert.
37:10Ich könnte eine starke Schulter gebrauchen.
37:12Gerade jetzt, wo ich mich so allein fühle.
37:15Das lässt sich ganz leicht korrigieren.
37:18Du bist nicht allein.
37:23Wo bist du?
37:39Untertitelung. BR 2018
38:05Ja, Herr Behringer, es geht um einen Termin für eine Beerdigung. Ja, verbinden Sie.
38:12Hier, Herr Behringer, es geht um einen Beerdigungstermin. Na, möglichst gleich morgen.
38:19Das weiß ich auch, dass das kurzfristig ist. Was gibt's denn da nachzusehen?
38:25Mann. Keine Termine frei. Nächste Woche. Na, hören Sie mal, soll das ein Witz sein?
38:34Wie soll man dann eine Beerdigung eine Woche im Voraus anmelden?
38:38Ja, dann holen Sie Ihren Chef, Mann.
38:41Ich warte.
38:45Ja, hier ist Behringer. Hören Sie, es ist der ausdrückliche Wunsch der Familie Wellinghoff, dass diese Beerdigung morgen stattfindet.
38:53Wie viele Wellinghoffs kennen Sie denn? Was soll denn das heißen? Hätten Sie das gleich gewusst.
38:59Aha.
39:01Morgen, elf Uhr. Vielen Dank. Auf Wiederhören.
39:06Na, bitte. Warum nicht gleich so?
39:11Herr Behringer, Herr Behringer. So habe ich Sie ja noch nie erlebt.
39:15Dann seien Sie in Zukunft gefälligst auf der Hut. Sie ahnen ja nicht, wozu ich sonst noch fähig bin.
39:31Da bist du ja endlich. Hast du mich schon vermisst?
39:34Dabei warst du doch in den besten Händen.
39:36Ja, sicher. Niemand nimmt.
39:38Pascal ist ein ausgesprochen charmanter junger Mann.
39:43Der Juwelier hat angerufen. Die können leider niemanden schicken.
39:46Wie kommt das denn? Die sind doch sonst so zuvorkommend.
39:50Ja, die... Da sind einige krank geworden, ganz plötzlich.
39:54Ich habe gesagt, ich bringe die Kette vorbei. Persönlich.
39:57Das ist lieb von dir.
39:58Kannst du mir die Kette gleich geben? Ich will dann los.
40:01Aber Kathi, du hättest doch raufgehen können und sie dir nehmen.
40:04Das würde ich doch nie tun. Einfach in dein Zimmer gehen und deine Sachen nehmen?
40:08Schon gut.
40:10Na dann, komm.
40:29Kathi, Kathi.
40:51Könnte es sein, dass du aus Versehen die Kette von Frau Wellinghoff eingesteckt hast?
40:56Warum hätte ich das tun sollen?
40:58Vielleicht, weil deine halbe Kindheit an der Kette hängt?
41:04Ja, das wäre natürlich ein Grund.
41:32Aber vielleicht hast du das gute Stück ja aus Versehen eingesteckt.
41:39Oliver, ich möchte nicht, dass du zur Beerdigung kommst.
41:42Wir müssen uns vertrauen können, ohne Wenn und Aber.
41:44Und warum hast du mir da nicht erzählt, dass du eine Affäre hast?
41:47Ich hätte nie gedacht, dass dir die Geschäfte eines Tages wichtiger sein könnten, als die Menschen, mit denen du zusammenlebst.
41:53Omi, ich habe so Angst vor der Beerdigung.
41:55Du würdest mir sicher in die Augen schauen und mir sagen, dass alles gut wird.