- vor 8 Minuten
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SpaßTranskript
00:00Wenn du plötzlich in dieser Situation bist, dann wächst du über dich hinaus.
00:03Du mobilierst Kräfte, von denen du bisher nicht mal wusstest, dass du sie hast.
00:06Du bist sehr stark.
00:08Wie stark werden wir dann sehen?
00:22Kannst du mir deinen Lippenstift leihen?
00:28Wir müssen gehen.
00:42Wir müssen gehen.
01:12Wir müssen gehen.
01:30Du verblößt mich immer wieder.
01:32Ich brauche deinen Lippenstift oder willst du mich etwa so gehen lassen?
01:35Natürlich nicht.
01:45Soll ich dir helfen?
01:46Nein, nein, nein, danke. Dafür bin ich alt genug.
01:55Gut so?
01:57Oder sehe ich aus wie ein Clown?
01:58Du siehst perfekt aus.
02:00Ja, wie ein Gespenst auf Reisen.
02:06Willst du nicht im Gut anrufen und Bescheid sagen, dass wir kommen?
02:10Ja.
02:11Eddie soll uns abholen.
02:12Ja, bitte schicken Limousine.
02:14Klar.
02:16Ich bin aufgeregt wie ein Teenager.
02:23Die sollen sich aber keine Umstände machen.
02:33Eddie Behringer?
02:34Eddie Behringer?
02:34Hallo, Eddie.
02:35Hier ist...
02:35Hallo, Bianca.
02:35Was gibt's?
02:36Ich hab ne Bitte.
02:38Schieß los.
02:39Für dich tu ich doch fast alles.
02:41Judith hat doch meiner Omi bei eurem Besuch einen Gutschein geschenkt, für einen Wohlfühltag
02:44auf Gut Wellinghoff.
02:45Ja, ich weiß.
02:46Den würdest du jetzt gerne einlösen.
02:49Wirklich?
02:50Ja, wirklich.
02:51Das ist ja... super.
02:54Kannst du uns zu Hause abholen?
02:55Ja, ja klar. Wann denn?
02:57Sofort, wenn's geht.
02:59Bin in einer Viertelstunde bei euch.
03:01Toll, danke.
03:02Eddie, sagst du den anderen Bescheid, dass wir kommen?
03:04Mach ich.
03:09Das haut ein von den Socken.
03:13Schnell kochen.
03:14Das sagt ja schon der Name.
03:16Damit geht's...
03:16Doch!
03:17Wir kochen langsam.
03:17Es geht aber einfach mal ein schneller Mann.
03:19Was ist mit dir los?
03:21Ihr glaubt nicht, wen ich gleich abhole.
03:23Du wirst es uns sicher gleich erzählen.
03:27Bianca kommt mit ihrer Großmutter aufs Gut.
03:30Keine Scherze, Eddie.
03:31In dem Fall wären sie wirklich völlig daneben.
03:33Ich mach keine Scherze.
03:35Sie will ihren Gutschein einlösen.
03:36Ich muss los.
03:37Die beiden warten schon.
03:39Das ist ja ein kleines Wunder.
03:42Ich glaube zwar nicht an Wunder, aber dass Frau Berger hier nochmal auf das Gut kommt,
03:47grenzt nahe dran.
03:49Ja.
03:51Was machen wir denn jetzt?
03:53Klaren Kopf bewahren.
03:55Zunächst muss die Familie Wellinghoff informiert werden.
03:57Ja, Jude zuerst.
03:58Die hatte nämlich die Idee mit diesem Gutschein.
04:00Ich kümmere mich drum und Sie lassen Ihre kulinarische Fantasie spielen.
04:04Frau Berger soll hier auf dem Gut einen ganz besonderen Tag erleben.
04:07Ja, mal wieder ein Schuss aus der Hüfte.
04:09Ist doch Ihre Spezialität.
04:11Ja, schon.
04:11Aber ich habe überhaupt keinen blassen Schimmer, was man an einer herzkranken Frau kochen soll.
04:15Sie werden schon was finden da.
04:17Wo ist denn eigentlich Denise?
04:19Ich habe sie heute noch nicht gesehen.
04:20Ja, die hat sich sicherlich ihren Magen verdorben mit ihren blöden Tütensuppen.
04:23Keine Panik.
04:24Sie wird sicher gleich hier auftauchen.
04:28Wer es glaubt wird selig.
04:30Ja.
04:31Ja.
04:33Ja.
04:42Ja.
04:45Ja.
04:46Ja.
04:47Ja.
05:06Was machst du denn da?
05:09Aufräumen, siehst du doch.
05:11Lass liegen, das machen wir nachher.
05:15Wäre echt eine super Idee, Tütensuppen aus Cocktailgläsern.
05:21Bestand von Denise.
05:24Oh, ich habe so was Irres geträumt. Was denn?
05:29Ich schwimme in einem Meer.
05:31Ist doch toll.
05:33Von Tütensuppen. Hier eine Nudel, da ein Böhnchen.
05:40Wenn du schon von Tütensuppen träumst, kannst du ja auch aufräumen.
05:43Was? Wieso denn ich?
05:45Ich habe eine prima Idee.
05:47Dann schieß los.
05:49Auf wen der Flaschenhals zeigt, der muss ran.
05:52Okay.
06:03Was will uns das jetzt sagen?
06:06Dass wir schnell zu dritt aufräumen müssen.
06:09Gute Idee.
06:10Okay.
06:15Hat dir die Überraschung gefallen?
06:17War wirklich ein wunderschöner Abend.
06:19Ihr bereut es wirklich nicht, dass ihr euer Konzert verpasst habt?
06:22Nein. Keine Sekunde.
06:24Dachtest du wirklich, wir lassen dich alleine?
06:26Ich habe euch die Karten doch geschenkt.
06:28Ja. Aber wir vergnügen uns und du sitzt alleine zu Hause?
06:32Nee.
06:34Ihr seid richtige Freunde.
06:37Gegen Freundschaft kann das beste Konzert nicht anstinken.
06:40Wer sind schon Regicide?
06:41Oh, das reicht noch zum Anstoßen.
06:50Auf die Freundschaft!
06:52Auf die Freundschaft!
06:53Ja.
07:02Unóc.
07:12Ja.
07:13Ich bin verträuter.
07:15Ja.
07:15Ja, ich bin allein.
07:17Und ich bin allein.
07:20Ich bin allein.
07:21Ich bin nicht allein.
07:22Ich bin allein.
07:26Guten Morgen, Oliver.
07:29Guten Morgen.
07:32Alles in Ordnung?
07:34Ja?
07:37Entschuldigen Sie die frühe Störung, aber es gibt wichtige Neuigkeiten.
07:41Ist was passiert?
07:42Frau Berger, Biangas Großmutter, kommt auf das Gut, um ihren Gutschein einzulösen.
07:48Ich wusste, dass sie nochmal hierher kommen wird.
07:51Hoffentlich mutet sich die gute Frau nicht zu viel zu.
07:54Ich denke, Frau Berger weiß ziemlich genau, was sie tut.
07:56Wann kommt sie?
07:58Die ist vor ein paar Minuten losgefahren. Sie wird gleich hier sein.
08:01Ja, mal los. Das wird bestimmt ein ganz besonderer Tag für uns alle.
08:07Ach so. Möchten Sie beim Empfang von Frau Berger und Bianca dabei sein?
08:11Ja, unbedingt.
08:12Ich sage Ihnen Bescheid, wenn Sie eintreffen.
08:14Danke, Georg.
08:23Das klingt doch nicht schlecht.
08:26Drei Zimmer, Apartment, Helm, Dachterrasse, Autostellplatz, Provisionskreis vermieten für nur.
08:32Du suchst eine Wohnung?
08:35Ja, irgendwo muss ich ja wohnen.
08:38Gefällt dir dein Zimmer nicht?
08:39Doch, es ist wunderschön.
08:41Ihr stimmt vielleicht irgendetwas mit deiner Matratze nicht?
08:44Nein, alles bestens.
08:46Ja, warum suchst du dann eine Wohnung?
08:47Ja, weil ich doch nicht von jetzt auf gleich in euer Leben eindringen kann.
08:51Aber wir sind doch alle froh, dass du endlich zurückgekehrt bist.
08:54Ich habe mich doch auch riesig über eure herzliche Aufnahme gefreut, aber ich will eure Gastfreundschaft nicht noch länger strebazieren.
09:02Du bist doch kein Gast.
09:03Du bist mein Sohn.
09:06Ihr beschämt mich mit eurer Großherzigkeit.
09:08Dir steht in diesem Hause ein Platz zu wie jedem anderen Mitglied der Wellinghoff-Familie?
09:13Bitte, Pascal.
09:15Bleib bei uns.
09:16Du würdest uns allen einen großen Gefallen tun.
09:18Das würde ich ja gerne, aber...
09:22Na gut, ich kann auch im Wunsch nicht widerstehen.
09:24Aber nur vorübergehend.
09:26Muss ich nicht die erstbeste Wohnung nehmen.
09:27Aber eines müsst ihr mir versprechen.
09:29Ja?
09:30Sicher.
09:31Wenn euch meine Anwesenheit hier zu viel wird, dann sagt bitte Bescheid und ich verlasse sofort das Haus.
09:36Du wirst uns nie zu viel.
09:39Entschuldigt bitte.
09:42Es ist alles so neu für mich.
09:44Plötzlich habe ich eine Familie, die sich rührend um mich kümmert.
09:47Bisher habe ich immer alleine gelebt.
09:48Das ist jetzt vorbei.
09:50Du gehörst zu uns, zu deiner Familie.
09:53Erst jetzt merke ich, was ich all die Jahre so schmerzlich vermisst habe.
09:59Noch Kaffee?
10:00Danke, aber ich muss in die Bank.
10:02Nur kein Stress.
10:03Frühstücke in Ruhe zu Ende.
10:04Ich möchte keine Privilegien, nur weil ich Wellinghoff heiße.
10:07Frau Heilmann arbeitet bereits seit einer halben Stunde.
10:09Na, dann gehen wir los.
10:12Hab einen schönen Tag, Ariane.
10:14Euch auch.
10:28Na, kleines Lesestündchen?
10:29Da bist du ja endlich.
10:31Kannst du mir mal bitte aus der Küche das Buch der 100 Rezepte holen?
10:34Mhm.
10:35Ja, was ist heute noch?
10:37Warum denn so eilig?
10:38Kommt der Papst zu Besuch?
10:39Nee, aber Bianca.
10:40Mit ihrer Großmutter.
10:43Ach.
10:44Aber ich denke, die...
10:45Ja, nicht so viel denken.
10:46Hol mir lieber das Buch.
10:48Was suchst du denn?
10:49Ja, ein Rezept natürlich.
10:50Ich habe keine Ahnung, was ich kochen soll.
10:53Ach, du findest schon das Richtige?
10:55Da bin ich mir sicher.
10:56Ja.
10:56Ich aber nicht.
10:57Die beiden sind gleich da und nichts ist fertig.
10:59Das wäre noch nie passiert.
11:01Wie wäre es denn mit einer Pilzcremesuppe als Vorspeise?
11:05Viel zu mächtig.
11:07Liegt viel zu schwer im Magen.
11:09Oder Sägediener Gulasch.
11:11Viel zu scharf.
11:15Ich sehe schon.
11:16Mit meinen Vorschlägen habe ich wohl keine Chance.
11:19Schon.
11:19Wenn ein Gescheiter dabei wäre.
11:21Aber Biancas Großmutter sieht das doch total locker.
11:24Du kannst doch improvisieren.
11:26Improvisieren?
11:27Frau Berger ist eine ganz besondere Frau.
11:29Also möchte ich auch etwas ganz Besonderes für sie kochen.
11:33Aber es ist.
11:34Möchtest du das Buch jetzt alleine holen, oder wie?
11:36Ich gehe ja schon.
11:42Sophia ist total happy wegen gestern Abend.
11:44Mit unserer Tütensuppenorgie hatten wir wohl den richtigen Riecher, was?
11:48Es war eine tolle Nacht.
11:49Und wir drei hatten auch mal richtig Spaß zusammen.
11:52Aber auch nur wir zwei.
11:56Wie meinst du das jetzt?
11:58Als du so in meinen Armen lagst, dachte ich,
12:01vielleicht könnte sich doch noch etwas mehr zwischen uns entwickeln.
12:04Sven.
12:05Ja?
12:06Wir sind Freunde.
12:08Aber...
12:09Nichts aber.
12:11Es ist viel mehr wert als jede halbgare Liebesgeschichte.
12:16Ich muss.
12:17Bärbel braucht das noch.
12:27Frau Heilmann, bitte zu mir ins Büro.
12:30Ach.
12:40Was kann ich für Sie tun?
12:42Ich hätte gerne die internen Bilanzanalysen der Wellinghoff-Bank der letzten drei Jahre.
12:47Die sind streng vertraulich.
12:49Frau Heilmann, offensichtlich hat man versäumt, Ihnen mitzuteilen, dass ich ab sofort der persönliche
12:54Assistent von Herrn Wellinghoff-Junior bin.
12:57Stimmt.
12:57Das wusste ich noch nicht.
12:58Macht ja nichts.
12:59Die beiden Herren haben derzeit so viel um die Ohren, da geht schon mal die eine oder andere
13:03Information verloren.
13:04Natürlich.
13:06Wären Sie jetzt so freundlich und würden Sie mir das gewünschte Material zur Verfügung
13:10stellen?
13:10Ich suche es Ihnen heraus.
13:13Ich möchte mir gerne einen Überblick verschaffen.
13:17Das kann aber einen kleinen Moment dauern.
13:19Ich bin sicher, dass Sie mich nicht unnötig warten lassen.
13:23Ah, und noch etwas.
13:24Frau Heilmann.
13:25Ja, bitte.
13:27Ich hoffe, dass wir in Zukunft gut miteinander auskommen werden.
13:30Nein, das heißt, da bin ich mir eigentlich ganz sicher.
13:33Auf gute Zusammenarbeit.
13:36Sonst noch etwas?
13:38Nein, danke, das war's vorerst.
13:54Pascal Wellinghoff.
13:55Hallo, hier ist Oliver.
13:57Oliver?
13:58Was kann ich für dich tun?
13:59Ich brauche deine Hilfe.
14:00Das ist meine Aufgabe als dein Assistent.
14:03Ich kann heute erst später ins Büro kommen.
14:05Private Gründe.
14:06Kein Problem.
14:07Ich versuche, die Stellung zu halten.
14:09Falls die Firma Bayer & Sohn anruft, sag Ihnen, dass wir Ihren Krediteintrag wohlwollend
14:14prüfen.
14:15Richte ich aus?
14:17Wenn mich sonst irgendjemand sprechen will, dann vertröste Sie einfach auf morgen.
14:20Dann bin ich wieder im Hause.
14:22Internationale Bankenkonferenz?
14:25Gute Ausrede.
14:26Da erkennt man den Profi.
14:29Ich kann dich leider nicht ersetzen, aber ich bemühe mich, dich würdig zu vertreten.
14:33Da habe ich keine Sorge.
14:35Ich danke dir.
14:39Es ist doch schön, plötzlich einen Bruder zu haben, der einen bei der Arbeit auch noch
14:43unterstützt.
14:45Komisch ist es für mich schon.
14:48Bruder und Assistent.
14:52Das ist ein bisschen viel auf einmal, findest du nicht?
14:54Wenn ihr erst länger zusammenarbeitet, werden deine Bedenken bestimmt bald verflogen sein.
14:59Ich hoffe es.
15:01Gespannt bin ich jedenfalls schon.
15:04Bianca und ihre Großmutter müssen jeden Augenblick kommen.
15:06Ich würde sie gerne empfangen.
15:07Ich komme dann nach, um Sie zu begrüßen, ja?
15:29Herzlich willkommen auf Gut Wellinghoff.
15:31Oh, das ist ja eine Begrüßung wie bei der Queen.
15:35Sie sollen sich hier wie zu Hause fühlen.
15:38Darf ich's wagen?
15:39Meine Arm und Geleit ihr anzutragen, bitte.
15:53Moment, Moment, Moment.
15:56Oh, wir müssen wieder nach Hause fahren.
15:59Wieso denn das?
16:01Ich hab meinen Gutschein vergessen.
16:03Vielleicht ist er ja im Auto.
16:07Ta-ta.
16:08Ach, Gott sei Dank bin ich ja noch nicht ganz verkalkt.
16:11Wir hätten Sie auch ohne Gutschein empfangen.
16:13Da bin ich ja beruhigt.
16:15Darf ich Sie jetzt ins Haus bitten?
16:17Frau Wellinghoff erwartet Sie in der Halle.
16:19Danke.
16:20Das Abenteuer kann beginnen.
16:23Na dann, festhalten.
16:42Wenn das Leben ganz und gar im Augenblick stattfindet,
16:45wenn es einem gelingt, alles andere zu vergessen,
16:48dann erreicht man vielleicht das Leben an sich.
16:54Sie sind da.
16:55Was, jetzt schon?
16:56Sie werden gerade von Frau Wellinghoff begrüßt.
16:59Ich sehe, Sie haben ja doch noch ein Rezept gefunden.
17:02War ja auch eine schwere Geburt.
17:03Ja.
17:03Und ich hab keine Ahnung, ob das Frau Berger schmeckt.
17:06Wunderbar.
17:08Hallo zusammen.
17:10Hallo.
17:11Meine Großmutter wollte unbedingt zur ersten Küche.
17:14In diesem Duft kommt man doch gar nicht vorbei.
17:19Herzlich willkommen in meiner Küche, Frau Berger.
17:22Hier riecht es doch wie im Schlaraffenland.
17:24Ja.
17:25Es gibt Saltenbocker à la Romana.
17:28Brokkoli-Auflauf.
17:30Na, Ihre Nase möchte ich haben.
17:31Ihre ist doch viel schöner.
17:33Und Ihren Humor.
17:34Dazu gibt es frischen Salat mit rota und gelber Paprika,
17:38Sellerie.
17:41Ach, das hab ich doch seit Jahren nicht gegessen.
17:45Bismarck-Heringe.
17:46Mit einer Riese Muskatnuss.
17:48In Kräutersenfsauce.
17:49Nicht zu vergessen, Kerbel.
17:51Und Estragon darf auf keinen Fall fehlen.
17:53Genau.
17:54Ich setz schon mal die Kartoffeln auf.
17:56Und ich öffne das Glas.
17:58Gut, machen wir es so.
18:03Danke.
18:09Na, noch müder vor einer kurzen Nacht?
18:12Überhaupt nicht.
18:12Und du?
18:13Ich bin total fit.
18:15Oh.
18:17Die riechen aber schön.
18:20Was sind denn das?
18:22Das sind Gabara.
18:24Und die sehen so schön aus.
18:27Wieso interessierst du dich plötzlich für Blumen?
18:30Na, wenn man so viel miteinander zu tun hat wie wir.
18:33Da sollte man sich für die Dinge des Anderen interessieren.
18:36Tu dir nur keinen Zwang an.
18:38Entweder du interessierst dich wirklich für Blumen oder du lässt es besser.
18:41So eine schöne Nacht wie gestern habe ich noch nie erlebt.
18:44Dann sollten wir sowas öfter veranstalten.
18:47Oh ja.
18:50Ich habe mich in deinen Armen ganz wohl gefühlt.
18:53Sophia, höre ich da etwa andere Absichten?
18:57Sven, glaubst du nicht, dass du und ich...
18:59Sophia, Freunde sein ist viel mehr wert als eine halbgare Liebesgeschichte.
19:05Als Freund bin ich immer für dich da.
19:08Wirklich?
19:10Na klar.
19:19In der Küche ist es doch immer am gemütlichsten.
19:23Na, wenn man nicht gerade kochen muss.
19:26Mh.
19:29Köstlich.
19:32Was denn?
19:33Kein Hering?
19:34Nein, danke.
19:36Aber den sollten Sie unbedingt probieren.
19:38Der ist absolut lecker.
19:39Ja, das glaube ich.
19:40Aber mit Heringen können Sie mich jagen.
19:43Als Kind musste ich die immer essen.
19:46Mein Bedarf an Heringen ist eins für alle Male gedeckt.
19:48Wollen Sie dann nicht lieber Bärbelzalt im Bocker probieren?
19:52Machen Sie sich mal keine Sorgen.
19:54Ich fall schon nicht vom Fleisch.
19:57Und du?
19:58Habe ich dich auch mit Heringen traktiert?
20:00Zum Glück nicht.
20:01Immer wenn es Heringen gab, hast du mir ein Rührei gemacht.
20:03Inzwischen esse ich die ja schon fast gerne.
20:05Hätten Sie ein kleines Schnäpschen für mich?
20:09Hering muss schwinden.
20:22Ihr auch?
20:23Nein, danke. Für mich nicht. Nicht im Dienst.
20:26Na.
20:40Auf das, was wir lieben.
20:43Auf das, was wir lieben.
20:45Auf das, was wir lieben.
20:59Auf einem Bein steht sich's schlecht.
21:03Oh, diesen Spruch sollte man sich besser verkneifen, wenn man im Rollstuhl sitzt.
21:09Sie kriegen trotzdem noch einen.
21:14Ich auch.
21:17Oh, das war's.
21:18Das war's.
21:50Ich habe bloß ein paar Heringe zu viel gegessen.
21:55Das schöne Herbstwetter ist extra für Sie.
21:59Ich liebe diese Jahreszeit.
22:03Dieses Licht und diese umwerfend intensiven Farben.
22:09Ich mag es, wenn das Laubsen unter den Füßen raschelt.
22:12In dieser Jahreszeit wünsche ich mir immer besonders, eine Malerin zu sein.
22:17Um diese wunderbaren Stimmungen einzufangen.
22:22Oh, ein Ahornblatt.
22:27Das Symbol von Kanada.
22:30Ein faszinierendes Land.
22:32Sie kennen Kanada?
22:36Ich war mit meinem Mann dort.
22:40Vier Wochen sind wir kreuz und quer herumgefahren.
22:46Es war eine wundervolle Zeit.
22:48Ihr Mann?
22:52Er ist schon lange tot.
22:56Er ist im Herbst gestorben.
22:59Und seitdem wollte ich auch im Herbst starben.
23:08Wann kommt denn Ihr Kind auf die Welt?
23:12Im Frühling.
23:15Oliver und ich können es kaum noch erwarten.
23:17Ich genieße jede Sekunde, die unser Kind in meinem Bauch heranwächst.
23:20Oh, warten Sie, warten Sie.
23:22Birnen.
23:25Sven hat bestimmt nichts dagegen, wenn wir uns eine nehmen.
23:28Die haben auf Sie gewartet.
23:31Sie sind schwanger.
23:33Sie brauchen Vitamine.
23:37Und Sie sind unser Gast.
23:40Oh, danke.
24:03Hier bist du.
24:10Ich dachte, du bist im Park.
24:12Ich wollte einen Moment allein sein.
24:15Soll ich wieder gehen?
24:16Nein, auf keinen Fall.
24:23Na, was grübelst du?
24:26Über Kati.
24:28Biss auch?
24:31Ich verstehe einfach nicht, wie sie mit Omis Sterben umgeht.
24:35Was meinst du?
24:37Sie scheint die Situation überhaupt nicht wahrzunehmen.
24:40Manchmal habe ich das Gefühl, sie ignoriert Omis Zustand vollkommen.
24:46Jeder hat seine eigene Art, mit dem Tod umzugehen.
24:52Und dann weiß ich auch nicht, was ich selber denken soll.
24:57Kann ich sie überhaupt aushalten, bei Omis zu sein, wenn sie stirbt?
25:01Oder...
25:03...möchte ich lieber, dass sie einfach eines Morgens nicht mehr aufwacht?
25:17Wenn es soweit ist, dann wirst du wissen, was richtig ist.
25:45Ich wollte zwischen zwei Kunden-Termin mal kurz vorbeischauen, ob du zurechtkommst.
25:49Alles bestens.
25:50Und?
25:51Ja, ihr steht ja 1A positioniert da.
25:53Meine Gratulation.
25:55Das war auch ein hartes Stück Arbeit.
25:56Ist uns nicht in den Schoß gefallen?
25:58Das glaube ich gern.
26:00Und jetzt, wo die Werdinghoffs komplett sind, geht es bestimmt noch ein Stückchen aufwärmen.
26:04Keine Vorschusslorbeeren, bitte.
26:06Du willst doch sicher Gehalt haben.
26:09An wie viel hast du denn so gedacht?
26:10Ich möchte mich hier erstmal bewähren.
26:12Dann reden wir auch über den Gehalt.
26:14Geld war mir noch nie so wichtig.
26:17Ungewöhnliche Einstellung für einen Banker?
26:18Ich bin ein ungewöhnlicher Banker.
26:21Wenn du Fragen hast, Maren, Oliver und ich sind bestimmt für dich zu sprechen.
26:26Danke, gut zu wissen.
26:27Vielleicht brauchst du einen kleinen Vorschuss?
26:30Nein, danke, nicht nötig.
26:32Ich kann dich wohl mit nichts locken?
26:33Doch.
26:34Aber ich sag dir rechtzeitig Bescheid.
26:36Ich muss zu meinem nächsten Kunden.
26:37Wir sehen uns dann sicher heute Abend?
26:39Bestimmt.
26:55Stuhl.
26:56Du bist ja wahnsinnig kreativ.
26:58Tja, was erwartest du von einem Gärtner?
27:09Stuhl, Oma?
27:11Wie viele Punkte gibt das?
27:14Das Wort gibt es nicht.
27:16Natürlich.
27:17Steht doch da.
27:20Also gut.
27:22Wenn es euch nicht gefällt.
27:35Rollstuhl, Oma?
27:35Na, Rollstuhl, Oma.
27:37Da geben wir gerne noch fünf Punkte extra.
27:40Und fünf für mich, denn das O kommt von mir.
27:58Kann ich dir was helfen?
28:00Wenn du willst.
28:01Ich packe gerade euer Essen ein.
28:04Du warst ganz wunderbar vorhin.
28:07Was meinst du?
28:10Du hast dafür Omi spontan umdisponiert,
28:12hast du auf Bismarck-Heringen,
28:13obwohl du dir mit dem Essen
28:15so eine Mühe gemacht hast.
28:16Ach, das ist doch selbstverständlich.
28:19Sie hatte so eine Lust da drauf.
28:21Mein Essen könnt ihr auch zu Hause genießen.
28:23Hast du eben ein großes Herz?
28:25Ach, was.
28:27Den Brokkoli-Auflauf,
28:28den tue ich dir in eine extra Dose, ja?
28:30Mach, wie du denkst.
28:32Wir vermissen dich.
28:36Ich wäre auch gern wieder hier, aber...
28:38Ach, Bianca.
28:48Ach, zwei, zwei, eins...
28:53Schon wieder geschummelt.
28:55Das ergibt sechs Punkte, keine acht.
28:58Ach ja?
28:59Da muss ich mich ja geirrt haben.
29:03Du passt ja auch wie ein Schießhund.
29:05Ich erkenne Schumle an ihrer Nasenspitze.
29:07So, tatsächlich?
29:11Hier ist eine tolle Stimmung.
29:14Ich habe Frau Berger beim Schummeln erwischt.
29:16So glauben Sie ihr kein Wort.
29:18Ich würde doch niemals schummeln.
29:20Schon alleine dieses Wort.
29:22Ich geh, ich geh, ich geh, ich geh.
29:24Kann ich denn noch irgendwas für Sie tun?
29:27Ja, ich möchte noch einmal an den See.
29:30Ich hole Sie gleich.
29:32Danke.
29:36So, meine Lieben, gewonnen.
29:40Ursula Berger ist nicht nur eine ehrliche Haut, sondern sie hat eben auch gewonnen.
29:46Bitte hat etwa jemand mehr als 86 Punkte?
30:16Wunderschön.
30:21Hier lebt ein Schwan, über den gibt es eine Geschichte.
30:25Ach, wirklich?
30:28Schwäne suchen ja für gewöhnlich eine Gefährtin, mit der sie ein Leben lang zusammenbleiben.
30:34Nur er durfte das noch nicht.
30:37Warum nicht?
30:38Wenn in dem Jahr, in dem den Wellinghoffs ein Sohn geboren wird, auf diesem See nur ein einziger männlicher Schwan
30:45zur Welt kommt,
30:47werden die Schicksale der beiden auf geheimnisvolle Weise miteinander verwoben.
30:51Der Schwan ist dann dazu verurteilt, so lange allein zu bleiben,
30:55bis der Sohn der Wellinghoffs seine Liebe gefunden hat.
30:59Aber wir wissen ja,
31:01der Schwan wird nicht mehr lange allein sein.
31:28So eine coole Oma habe ich noch nie kennengelernt.
31:30Sie ist wirklich witzig.
31:32Sie erinnert mich so sehr an meine Großmutter.
31:34Hat die auch beschissen?
31:35Na, im Gegenteil.
31:37Die ist absolut korrekt und etipatete.
31:40Ist Frau Berger eigentlich wirklich so krank?
31:44Eddie hat erzählt, die Ärzte haben sie aufgegeben.
31:47Ich kann das gar nicht glauben.
31:49Sie ist doch noch so gut drauf.
31:51Na, vielleicht hat sie sich nur zusammengerissen.
31:53Nee, das hätte man gemerkt.
31:58Kann es sein, dass wir sie nie wiedersehen?
32:05Scheiße.
32:08Große Scheiße.
32:12Eigentlich wollten wir ihr einen schönen Tag auf dem Gut bereiten.
32:16Statt dass Nancy und uns einen wunderschönen Tag geschenkt.
32:20Eure Zuneigung hat ihr sehr gut getan.
32:24So gelassen kann ein Mensch nur sein,
32:25wenn er mit sich und der Welt im Reinen ist.
32:29Hat deine Großmutter denn noch irgendeinen Wunsch?
32:32Leider keinen, den wir ihr erfüllen können.
32:35Was denn?
32:36Ich glaube, sie würde gern meinen kleinen Bruder Heiko noch mal sehen.
32:39Aber der treibt sich irgendwo in der Weltgeschichte rum.
32:42Kann man ihn nicht ausfindig machen?
32:44Wir haben keine E-Mail, keine Adresse, keine Handynummer.
32:50Und so, wie es aussieht,
32:52wird er es sicher auch noch schaffen.
32:56Das wäre schön.
33:24Oh, das wollte ich schon immer können.
33:27Können Sie mir das beibringen?
33:30Klar.
33:33Also, Sie müssen den Gras halben zwischen die Daumen klemmen.
33:37So.
33:38Hier unten zusammen.
33:39Bisschen Spannung drauf.
33:41Und dann durch das kleine Loch pusten.
33:49Ach, Omi, ich bewundere deinen Mut und deine Lebensfreude.
33:55Ich kann mir ein Leben ohne dich überhaupt nicht vorstellen.
34:02Mein Musiklehrer hatte recht musikalisch total unbegabt.
34:09Lassen Sie sich Zeit.
34:11Oh.
34:17Oh.
34:17Entschuldigung.
34:18Entschuldigung.
34:18Auf sich zu entschuldigen.
34:19Zeigen Sie mir lieber noch mal, wie das geht.
34:22Na gut.
34:22Gut.
34:23Also, wichtig ist die Spannung.
34:30Oliver, ich muss mit dir sprechen.
34:32Oh, jetzt nicht, bitte.
34:33Sorry.
34:34Also, ich gehe schon mal raus.
34:35Ich komme gleich nach.
34:38Ich würde gerne Bianca und ihre Großmutter verabschieden.
34:42Sagen wir in einer halben Stunde?
34:43Gut.
34:44Im Wohnzimmer.
34:45Mhm.
34:45Gut.
34:46Bis dann.
34:52Vielen Dank.
34:53Ihr habt mir eine riesige Freude gemacht.
35:00Ich bin sehr glücklich darüber, dass Bianca bei euch eine neue Familie gefunden hat.
35:10Dafür danke ich euch von ganzem Herzen.
35:19Allt, wartet!
35:21Ihr habt euer Essen vergessen!
35:33Schmeckt vielleicht nicht so gut wie Bismarck-Heringen-Kräuter-Senf-Soße?
35:37Lasst es euch trotzdem schmecken.
35:39Ja, aber Sie sind ein Schatz.
35:45Zweiter Versuch.
35:56Musik
36:17Das ist doch kein Wunder, dass du erschöpft bist.
36:19Bei all dem, was du heute unternommen hast.
36:21Ach, hab ich gar nicht gemerkt.
36:24Die waren alle so nett zu mir.
36:26Sie haben dich eben auch lieb.
36:29Ich hab sie auch lieb.
36:33Oliver war heute besonders nett zu mir.
36:38Also, wenn ich ein paar Jährchen jünger wäre, ich hätte mich unter Garantie auch in ihn verliebt.
36:45Da hab ich ja noch mal Glück gehabt. Gegen dich hätte ich keine Chance.
36:49Ach, aber jetzt muss ich mich ein bisschen ausruhen.
36:53Schlaf gut.
37:00Lecker.
37:03Könntest du eine Weile auf Omi aufpassen? Ich müsste noch mal zur Apotheke.
37:07Kann ich machen. Ich hab nichts vor.
37:09Falls ich in der Stunde noch nicht zurück bin, müsstest du ihr zwei von diesen Tabletten geben.
37:13Die pennt doch sowieso.
37:23Ich kann es.
37:35Das war sehr schön gestern.
37:41Früher haben wir uns viel öfter spontan geliebt.
37:44Überall.
37:46Wir können von Glück reden, dass wir nie verhaftet wurden.
37:48Wie die Erregung öffentlichen Ärgern ist.
37:52Erinnerst du dich noch an New York?
37:53Wieder. Ich hab ja von der Stadt kaum was gesehen.
37:56Der Fahrstuhl? Die kleine Gasse hinterm Hotel?
37:58Hör auf, ich will gleich rot.
38:02Das muss jetzt auch schon wieder sechs oder sieben Jahre her sein.
38:04Ach.
38:08Ein Kohler bitte noch.
38:09Kommt sofort.
38:15Du musst die Zeit zu schnell vorbeigehen. Kann man da nichts dagegen tun?
38:19Doch. Sich lieben.
38:21Überleg mal, was wir die letzten acht Jahre alles erlebt haben.
38:24Wir haben geheiratet zum Beispiel.
38:26Wir haben zusammen das Fisch vor Fun aufgebaut.
38:28In Dänemark den Segelschein gemacht.
38:33Du hast an der Volkshochschule die ganzen Sprach- und Tanzkurse gemacht.
38:36Wir haben achtmal deine und achtmal meinen Geburtstag gefeiert.
38:40Ja, von den ganzen grundlosen, spontanen Feiern mal ganz ab.
38:45Trotzdem, wenn ich an Biancas Großmutter denke,
38:49das Leben geht so schnell vorbei.
38:52Wichtig ist doch nur,
38:54dass man sein Leben liebt.
38:57Am besten jeden Tag so, als ob es der letzte wäre.
39:14Auch ein Whisky?
39:17Was gibt's denn?
39:21Wo ist das Problem?
39:22Oliver, ich habe den Eindruck, dass die meine Anwesenheit hier nicht behakt
39:25und schon gar nicht, dass ich dein Assistent bin.
39:28Du täuschst dich, Max.
39:29Wenn du ein Problem damit hast,
39:33dann lehne ich das Angebot von unserem Vater ab.
39:35Und dann?
39:38Ich finde überall einen guten Job.
39:40Das glaube ich dir.
39:42Aber wir wollen nun mal alle, dass du bleibst.
39:44Ich kann aber nicht mit der Gewissheit leben,
39:45dass du mich nicht akzeptierst.
39:47Natürlich akzeptiere ich dich.
39:48Für dich ist das vielleicht völlig normal.
39:51Aber ich hatte niemals Geschwister.
39:53Und ich habe mich immer danach gesehnt.
39:56Und jetzt bekommst du sie gleich im Doppelpack.
39:58Einen kleinen Bruder und eine kleine Schwester.
40:02Da hast du recht.
40:04Ich kann's nur einfach immer noch nicht glauben.
40:06Soll ich dich kneifen?
40:09Pascal, dies hier ist dein Zuhause.
40:14Und einen Assistenten brauche ich dringend.
40:16Und du bist der Beste dafür.
40:22Komm her.
40:32Du warst als Kind immer schon ein bisschen härter als Bianca.
40:38Aber du hast auch einen guten Kern.
40:43Das ist mir neu.
40:49Du sollst wissen, Kathi.
40:54Ich habe dich immer geliebt.
41:00Und du sollst wissen, Umi.
41:05Ich habe dich immer gehasst.
41:15Kümmer dich ein bisschen um, Kathi.
41:18Mach ich.
41:19Ich weiß genug, um dir das Leben zur Hölle zu machen.
41:21Wag es bloß nicht.
41:23Wie geht's dir denn mit Pascal?
41:26Was würdet ihr sagen, wenn man euch nach 16 Jahren plötzlich noch einem Bruder vorsetzt?
41:31Versprichst du mir, nicht traurig zu sein?
41:34Das kann ich nicht.
41:37Das kann ich nicht.
41:39Das kann ich nicht.
41:43Das kann ich nicht.