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Nachdem eine der größten Trona-Minen Afrikas schließen musste, fehlt Tausenden Massai in Kenia das Wasser. Jetzt kämpfen sie ums tägliche Überleben.
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NewsTranskript
00:05Diese Masai-Community in Kenia kämpft um ein lebenswichtiges Gut, Wasser. Denn das wird immer knapper.
00:13Frauen kommen hier schon um drei Uhr morgens an.
00:16Viele sind stundenlang unterwegs, in der Hoffnung auf Wasser.
00:20Wir wollen, dass die Regierung uns hilft.
00:22Auslöser der Krise ist ein Streit um diese Mine. Die Regierung hat sie geschlossen.
00:28Wir wollen, dass das Unternehmen den Menschen das gibt, was ihnen zusteht.
00:32Mit dem Aus für die Mine brach auch die Wasserversorgung zusammen. Ganze Dörfer sitzen auf dem Trockenen.
00:38Ich wünschte, ich könnte allen helfen.
00:41Wer trägt die Verantwortung? Werden die Masai zum Opfer im Kampf um Bodenschätze?
01:035 Uhr morgens in einem Masai-Dorf nahe der tansanischen Grenze.
01:07Issa Lorenzo steht früh auf für den langen Marsch zur Wasserstelle.
01:12Vorher muss sie die Ziegen melken. Die Milch soll ihr Kraft geben für den langen Weg.
01:18Doch wegen der anhaltenden Dürre geben ihre Ziegen nur wenig.
01:22Und seitdem die Regierung vor zwei Monaten die benachbarte Mine von Tata Chemicals vorläufig geschlossen hat, ist alles noch schlimmer.
01:32Seit Tata geschlossen hat, ist unser Leben schrecklich. Wir bekommen kein Wasser mehr.
01:38Früher brachte die Firma mindestens einmal im Monat Wasser zu uns.
01:41Menschen, die dort gearbeitet haben, verdienen nichts mehr und sind jetzt zu Hause.
01:47Esther lebt mit vier Kindern rund zehn Kilometer von der Fabrik entfernt.
01:51Schon immer ist das Leben in dieser kargen Region hart gewesen.
01:55Mit der Schließung der Mine kam die Hungersnot.
02:00Ich kann eine Woche ohne Essen auskommen.
02:04Wenn ich eine Tasse Mehl bekomme, koche ich damit für meine Kinder, damit sie morgens etwas zu essen haben.
02:10Für mich ist es okay, wenn ich nur Tee mit Milch trinke.
02:27Seit Mai hat es nicht mehr geregnet.
02:29Alle drei Tage muss Esther sich jetzt mit ihren Eseln auf den weiten Weg zu einer Wasserstelle machen.
02:35Wasser holen ist bei den Masai traditionell Frauensache.
02:39Bisher versorgten die Minenbetreiber alle Dörfer in der Umgebung über eine Pipeline und Tankwagen, auch in den großen Trockenzeiten.
02:48Jetzt ist der nächste Tank, an dem es noch Wasser gibt, drei Stunden entfernt.
02:52Und auch dort reicht es oft nicht für alle.
02:58Die kenianische Regierung plant langfristig eine eigene Wasserleitung zu bauen, doch das kann dauern.
03:05Mit ihren zwei Eseln macht Esther sich auf den langen Weg.
03:11Ob sie mit vollen Kanistern zurückkommt, weiß sie nicht.
03:19Ihr Dorf und die gesamte Region, durch die sie wandert, liegen auf dem Privatbesitz der Minenbetreiber.
03:28Was ist das Problem?
03:30Schon seit mehr als 100 Jahren fördert der indische Konzern Tata Chemicals hier das seltene Throna-Erz.
03:37Es wird aus dem angrenzenden Salzsee gewonnen, exportiert und zur Herstellung von Glas- und Putzmitteln weiterverarbeitet.
03:47Die Mine liegt rund 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Nairobi.
03:51Das riesige Privatgelände der Firma ist Relikt der Kolonialzeit, erstreckt sich bis an die tansanische Grenze und umfasst mehrere Dörfer.
04:00Doch die Mine ist der kenianischen Regierung ein Dorn im Auge, weil es keine Gewinnbeteiligung gibt und alle Exporte ins
04:06Ausland gehen.
04:08Ende Juli hat die Regierung das Unternehmen geschlossen, offiziell wegen Nicht-Einhaltung der neuen Bergbaugesetze.
04:15In diesem Kampf um Macht und Profit sind die Anwohner die Leidtragenden, erklärt Gemeindevorsteher Dennis Kouja.
04:24Wir wollen nicht, dass das Unternehmen geschlossen wird. Wir wollen, dass das Unternehmen den Menschen das gibt, was ihnen zusteht
04:30und in Betrieb bleibt.
04:33Viele Menschen arbeiten hier und wir wollen, dass die Arbeitsverträge weiterlaufen. Aber die kenianische Regierung hat das Unternehmen geschlossen.
04:41Sie sagen, dass es die Auflagen nicht erfüllt.
04:47Bei seinem Besuch in die Region im September machte Kenias Präsident William Ruto klar, dass er keine Wiedereröffnung von Tata
04:54Chemicals plant.
04:56Der 100 Jahre alte ausbeuterische Vertrag zur Rohstoffgewinnung kann so nicht mehr bestehen bleiben.
05:06Als Folge des politischen Streits sind nicht nur Jobs weggefallen.
05:09Auch die Wasserversorgung der 30.000 Menschen, die auf dem Privatgelände der Firma leben, liegt weitgehend brach.
05:16Und das in der trockensten Region Kenias.
05:19Bisher haben die Wasserlieferungen des Konzerns das Überleben der Menschen hier gesichert.
05:23Auf unsere Nachfrage zur aktuellen Notlage antwortet der Konzern ausweichend.
05:28Der Wasserservice von Tata Chemicals unterstütze die Menschen von Magadi und deren Tiere weiterhin.
05:34Doch tatsächlich ist es viel weniger als zuvor. Und auch die Regierung schickt nur selten Wasser.
05:40So wie Ester müssen viele jetzt kilometerlange Wege auf sich nehmen, um zu überleben.
05:45Eine Freundin aus dem Nachbardorf hat sich hier angeschlossen.
05:49Gemeinsam sind sie jetzt schon zwei Stunden unterwegs, ohne Wasser bei knapp 40 Grad Celsius.
05:56In Nairobi plant unterdessen Carol Wairimo, sich auf den Weg zu machen.
06:01Sie will Hilfe aus der 150 Kilometer entfernten Hauptstadt in das Massailand bringen.
06:07Dafür sammelt sie privat Spenden.
06:08Vielen Dank. So kann ich einigen Familien Wasser bringen.
06:13Hast du noch mehr Kanister?
06:15Ich hole welche von unten.
06:17Danke. Das hilft wirklich.
06:20Ich mache sie sauber, fülle sie mit Wasser und bringe sie nach Magadi.
06:25Sie sammelt, was sie kriegen kann.
06:26Wir haben 25 Kilogramm Reis von Garden of Hope gespendet bekommen und zwei Kartons mit Bindens.
06:39Diese 25 Kilo Reis werden uns helfen, zusammen mit all dem, was heute hoffentlich noch dazukommt.
06:51Von privaten Spendengeldern kauft sie weitere Lebensmittel.
07:00Sie hat eine besondere Beziehung zur Gemeinde von Ester.
07:04Über ein Hilfsprojekt der Kirche lernte sie die Menschen dort kennen und unterstützt seitdem vor allem die Kinder im Dorf.
07:10Jetzt in der Wasserkrise will sie unbedingt vor Ort helfen.
07:16Das ist ein guter Preis.
07:19Maismehl ist eines der Hauptnahrungsmittel der Maasai.
07:24Ich hoffe, ich kann das Leben der Gemeinde, zu der wir fahren, so ein kleines bisschen verbessern.
07:31Ich möchte einfach helfen, in welcher Form auch immer ich kann.
07:36Ich bin so froh, dass wir damit wenigstens 25 Familien mit Essen versorgen können.
07:4125 Familien.
07:58Vor kurzem hat der Präsident gesagt, dass die Gemeinden dort Hilfe bekommen würden.
08:02Aber bis jetzt ist nichts passiert.
08:04Es ist schlimm, was vor Ort passiert.
08:07Man kann sagen, dass die Menschen dort leiden, wegen politischer Auseinandersetzungen.
08:15Mehr als vier Stunden wird sie durch diese unwirtliche Region Kenias unterwegs sein.
08:20Über unbefestigte Straßen bis hin zu dem riesigen Privatgelände von Tata Chemicals am Salzsee.
08:27Die strengen Sicherheitskontrollen am Eingang des Geländes dürfen wir nicht filmen.
08:33Magadi heißt nicht nur der See, so nennen hier alle auch die Mine.
08:37Wer in die Maasai-Dörfer will, muss über die einzige Straße durch das Fabrikareal.
08:45Inzwischen nähern sich Esther und ihre Freundin der Wasserstelle.
08:48Von allen Seiten strömen Menschen mit ihren Eseln dorthin.
08:53Sie ist eine der wenigen, die noch von Tata Chemicals einmal in der Woche beliefert wird.
08:58Doch als Esther ankommt, herrscht Chaos.
09:01Auch der Aufseher der Wasserstelle ist verzweifelt.
09:07Die Menschen kommen von weit her.
09:09Hier sterben Esel, weil es kein Wasser gibt.
09:11Frauen brechen ohnmächtig zusammen.
09:13Wir haben keine Hilfe, wir brauchen aber Hilfe.
09:15Bringt uns Essen und einen zweiten Tank.
09:18Wir brauchen Motorräder, um entlang der Wasserleitung undichte Stellen zu reparieren.
09:22Wir brauchen so viel Hilfe.
09:29Der Tank ist fast leer.
09:31Der Vorrat reicht nicht für die vielen Menschen, die hierher kommen.
09:35Frauen kommen hier morgens um drei Uhr an.
09:38Tag und Nacht suchen sie nach Wasser.
09:41Es ist so furchtbar.
09:45Von oben lassen sich noch die letzten Reste Wasser aus dem Tiefen des Tanks holen.
09:51Esther ist spät dran und muss warten, bis sie an der Reihe ist.
09:56Ob sie heute noch Wasser bekommt, weiß sie nicht.
10:02Meine Kinder müssen dann heute schlafen, ohne etwas zu essen und können sich nicht waschen.
10:13Ein Esel ist vor Schwäche an der Wasserstelle zusammengebrochen.
10:18Wir wollen, dass die Regierung uns hilft, Wasser zu bekommen.
10:22Dieses Wasser hier reicht nicht aus für die vielen Menschen.
10:24Es reicht nur drei Tage.
10:25Der Tank ist zu klein.
10:26Wir brauchen einen großen Tank, der mindestens sechs Tage reicht.
10:29Das würde uns schon helfen.
10:33Auch Carol kommt auf dem Weg zum Masai-Dorf an der Wasserstelle vorbei.
10:37Spontan entscheidet sie, ihre Lebensmittel hier zu verteilen.
10:41Wir kamen hier an und haben gesehen, wie viele Frauen hier sind und dass sie Hunger haben.
10:45Wir haben gehört, dass sie seit drei Uhr morgens unterwegs sind.
10:48Sie haben keinen Tee getrunken und nichts gegessen.
10:50Ich fühle mich verpflichtet, zu helfen.
10:55Carol verteilt etwas von dem Maismehl, das sie mitgebracht hat.
10:58Und sie betet für die Frauen, während Esther auf Masai übersetzt.
11:03Ich habe nicht viel, was ich geben kann.
11:07Aber ich will euch ein Paket Mehl geben.
11:16Und ich bete, dass Gott im Himmel euch sieht und helfen wird.
11:3120 Frauen bekommen je ein Paket Mehl.
11:34Genau wie die Kinder, die da sind.
11:39Ich bin überwältigt.
11:42Ich wünschte, ich könnte mehr machen und all diesen Menschen helfen.
11:45Ich wünschte, ich könnte all diesen Menschen helfen.
11:51Nach einer Stunde Wartezeit bekommt Esther an diesem Tag doch noch Wasser.
11:57Mit 40 Litern tritt sie den drei Stunden langen Heimweg an.
12:01Im Dorf wird sie das Wasser mit anderen Frauen teilen.
12:05Dass sich ihre Lage bald verbessert, glaubt sie nicht.
12:09Wer sich in Zukunft um die Wasserversorgung kümmern wird, bleibt offen.
12:12Und solange der Streit um die Mine anhält, ist die Zukunft der Masai hier ungewiss.
12:18Und dann in den Renn-Karne, ist die Zukunft der Produktion der Angebung.
12:23Und dann in den Renn-Karne wird sie nicht mehr mit anderen Frauen ausgeteckt.
12:24Von der Renn-Karne wird sie nicht mehr mit uns in den Renn-Karne machen.
12:27Wenn ihr weitergeht, wird sie nicht mehr mit anderen Frauen llegar.
12:28und dann in den Renn-Karne wird sie nicht mehr mit dem Dosen-Karne machen.
12:31Mit飛werfen dann wird sie nicht mehr mit uns in den Renn-Karne au water.
12:33Das ist eine Krone.
12:33Vielen Dank.