- vor 20 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Ich habe dir versprochen, dich heute Nacht nicht allein zu lassen.
00:03Wir haben uns aber auch versprochen, uns nicht mehr alleine zu sehen.
00:05Mirka, wir tun nichts Verbotenes.
00:08Ich werde auf diesem Schiff wie dein Bruder sein, nicht mehr und nicht weniger.
00:12Wenn du eine Schulter brauchst, um dich anzulehnen, ich bin für dich da.
00:31Ich bin ein wahrer Vertraue und ich habe gesehen, die Kraft, was mein Gott kann.
00:45Ich bin ein wahrer Vertraue und ich glaube, in dir.
01:11Du bist mein vollkommenes Glück.
01:14Ich habe so sehnsucht bei dir.
01:19Ich will dich lieben.
01:22Du musst mich lieben.
01:55Ich bin ein wahrer Vertraue und ich habe keine Angst mehr vor der Zukunft.
01:59Ein neuer Tag beginnt und ich bin wieder voller Zuversicht, voller Hoffnung und voller Kraft, die mir Oliver gegeben hat.
02:20Geht's dir gut?
02:25Danke für die Nacht.
02:27Du hast mir so nah, mir geht's jetzt so viel besser.
02:34Du wirst nie alleine sein.
02:45Weißt du, dass wenn ich unseren Stein in der Hand halte und an dich denke, dass ich dann weiß, wie
02:50es dir gerade geht?
02:54In der Nacht, als deine Großmutter starb, da habe ich das gespürt.
03:02Pass gut auf ihn auf.
03:05Er beschützt unsere Liebe.
03:08Wovor denn?
03:09Im Alltag.
03:13Apropos.
03:15Willst du heute arbeiten oder dir lieber einen Tag frei nehmen?
03:17Ich will arbeiten.
03:19Ich will bei den anderen sein.
03:27Wir werden das nicht tun dürfen, oder?
03:28Tsch.
03:41Was wirst du Judith sagen?
03:46Ich weiß es nicht.
04:11Oliver?
04:13Oliver?
04:14Oliver?
04:40Sven kann richtig gut Blumen arrangieren.
04:42Hm? Ein tüchtiger Junge.
04:44Aber so richtig gut wurde das Ganze erst, als Denise dazu kam.
04:47Sie hat das gewisse Gespür für Farbkombinationen.
04:49Aha. Farbkombination.
04:52Ja, aber trotzdem sah das Ganze so gewöhnlich aus.
04:55Ein Blumengebinde eben.
04:57Und da hatte ich die Idee mit den Scrabble-Steinen.
04:59Wir werden dich nie vergessen. Ich habe es gelesen.
05:02Schöne Idee.
05:03Das war eine super Aktion, Mensch.
05:06Wir haben die ganze Nacht gearbeitet.
05:08Sven ist sogar eingepennt. Das ist richtig süß.
05:11Dann haben Denise und Sven wohl einen freien Tag verdient. Was meinst du?
05:16Oh ja, das ist stark. Darf ich gleich zu Ihnen und Ihnen das sagen?
05:19Nein, nein, nein. Das ist nicht deine Aufgabe. Das muss ich auch erst noch mit Georg besprechen.
05:23Schade.
05:24Ihr drei seid wohl ein richtig gutes Team?
05:28Sven und Denise sind wahrscheinlich die besten Freunde von mir.
05:31Hast du keine Freunde in der Schule?
05:34Nicht wirklich.
05:36Ich habe das Gefühl, die meisten tun nur so, als würden sie mich mögen, weil ich Geld habe.
05:41Auf solche Freunde kannst du ruhig pfeifen. Ich kenne das.
05:47Aber jetzt wird es Zeit. Ab in die Schule.
05:50Aber wenn Sven und Denise heute frei haben.
05:52Wenn ihr auch Freunde seid, vergiss nie, du bist deine Bellinghoff.
05:57Und du machst dein Abitur.
06:00Ja, ich weiß.
06:12Es ist schon komisch, dass man in Zeiten der Trauer eine solche Freude empfinden kann,
06:16wie ich sie letzte Nacht erleben durfte.
06:29Omi, auch wenn ich dich so sehr vermisse,
06:32weiß ich ganz genau, dass du immer bei mir sein wirst.
06:35Und das zu wissen und zu fühlen,
06:38tut sehr gut.
06:39Und das zu wissen,
07:38und das zu wissen, dass du siehst,
07:39Danke, Denise. Sie können meinen Teller abräumen.
07:42Das Rühreir war übrigens hervorragend.
07:45Ich werde es Bärbel ausrichten.
07:46Danke auch noch für Ihren nächtlichen Einsatz.
07:49Der Blumenschmuck für Frau Bergers Beerdigung war wirklich sehr schön.
07:53Ach, das hat auch Spaß gemacht.
07:55Ich werde mich erkenntlich zeigen.
08:11Anderen Leuten bei der Arbeit zuzusehen, bringt Ihnen wohl Spaß, was?
08:15Das ist schließlich meine Pflicht.
08:19Ich muss überprüfen, ob meine Angestellten auch noch die erforderliche Leistung erbringen.
08:23Ja, nun kriegen Sie sich mal wieder ein.
08:28Das ist meine Küche.
08:29Und ich bin hier der Verwalter.
08:31Manchmal sind Sie ein richtiger Kotzbrocken.
08:34Das will ich nicht gehört haben.
08:36Beringer?
08:37Ach, guten Morgen, Herr Wellinghoff.
08:39Ich dachte schon, es wäre niemand da.
08:41Doch, Bärbel und ich.
08:43Und was ist mit Bianca?
08:45Kommt Bianca heute?
08:46Sie hat eigentlich gesagt vielleicht, aber wenn Bianca vielleicht sagt, dann meint sie eigentlich ja.
08:52Bärbel meint wahrscheinlich ja.
08:54Also wenn das stimmt, muss sie jeden Moment hier sein.
08:57Wenn Bianca kommt, dann geben Sie doch Denise und Sven den Tag frei.
09:01Freigeben?
09:02Ja, wegen Ihres Engagements für die Trauerfeierlichkeiten.
09:05Der schöne Sargschmuck, Sie wissen schon.
09:09Also, ich meine, Bianca, nach all dem, was sie durchgemacht hat, wird sie da nicht überlastet sein?
09:16Arbeit ist die beste Therapie, um mit Trauerfertigung zu werden.
09:19Bianca's Cousin ist übrigens derselben Ansicht.
09:23Ja, wenn Sie meinen.
09:25Ja, das meine ich.
09:27Gut, dann werde ich das veranlassen, Herr Wellinghoff.
09:30Und wenn wirklich Not am Mann ist, sind Sie ja auch noch da, Georg.
09:33Dann legen Sie einfach mal selbst mit Hand an.
09:36Selbstverständlich, Herr Wellinghoff.
09:41Ah, guten Morgen, Vater.
09:43Ah, Pascal, da trinke ich doch noch eine Tasse Kaffee mit dir.
09:46Hast du Oliver schon gesehen?
09:47Wir wollten eigentlich zusammen joggen, aber er hat wohl verpennt.
09:57Wenn der Chef sagt, ich soll mit Hand anlegen,
10:01bitte schön, mache ich das.
10:27Guten Morgen.
10:30Guten Morgen.
10:31Gut geschlafen?
10:34Und über was habe ich dir getan?
10:37Willst du mich bestrafen?
10:39Nein.
10:40Wie kommst du denn darauf?
10:42Wo warst du?
10:44Das habe ich dir doch gesagt, bei Dr. Schumacher.
10:47Bei deinem Geschäftskollegen die ganze Nacht?
10:49Ja.
10:51Wir haben bis heute Morgen um drei hart verhandelt.
10:53Der ist ein alter Fuchs.
10:54Ich musste verdammt aufpassen, dass er mich nicht über den Tisch zieht.
10:57Aber die Anstrengung hat sich gelohnt.
10:59Es ist ein gutes Geschäft zustande gekommen.
11:02Ja, und ich habe im Laufe des Abends auch einiges getrunken.
11:04Und Schumacher war so freundlich, mir ein Gästezimmer zur Verfügung zu stellen.
11:07Hast du auch mal eine Sekunde an mich gedacht?
11:10Ich habe die ganze Nacht auf dich gewartet.
11:12Ich dachte, du schläfst tief und fest.
11:14Ein Anruf, Oliver.
11:16Ein Hallo, ich lebe noch.
11:17Das ist doch wirklich nicht zu viel verlangt.
11:19Entschuldige.
11:22Was soll ich jetzt noch sagen, außer, dass es mir leid tut?
11:26Schon gut.
11:28Aber irgendwas stimmt nicht mehr zwischen uns.
11:30So ein Quatsch.
11:31Ich weiß wirklich nicht, was du meinst.
11:33Deine ganze Art.
11:34Wenn ich nur daran denke, dass du nicht mehr zur Beerdigung wolltest.
11:37Ich dachte, das hätten wir geklärt.
11:39Oliver, was für eine Art Beziehung haben wir eigentlich?
11:41Judith, bitte. Ich will mich jetzt nicht mit dir streiten.
11:43Ich auch nicht.
11:44Ja, dann ist doch alles okay.
11:45Ist es nicht.
11:48Oliver, sag mir ganz ehrlich, was ist los mit dir?
11:51Entschuldige.
11:53Wenn ich dir nicht genüge, so wie ich bin, dann weiß ich auch nicht, was ich machen soll.
11:56Oliver, bitte.
11:58Geh jetzt nicht.
12:10Gut geschlafen im Haus, Wellinghoff.
12:12Sehr gut.
12:13Aber ein bisschen einsam war es schon.
12:27Bleibt es bei unserer Verabredung heute?
12:29Habe ich den sturmfreier Boot, ja?
12:30Aber natürlich, Bianca wird hier unabkömmlich sein.
12:33Ich hoffentlich nicht.
12:34Dir wird schon etwas einfallen, um Ariane's Arbeitsreifer zu stoppen?
12:38Du solltest deine Frau nicht so unterschätzen.
12:41Ich sollte dich nicht unterschätzen.
12:44Sagen wir 15 Uhr bei dir.
12:46Gebongt.
12:47Ich freue mich schon darauf, meinen Beschützer durch mein Fenster winken zu sehen.
12:50Und ich kann es kaum erwarten, endlich mal wieder mit dir allein zu sein.
12:54Bis später.
13:07Bis später.
13:08Ich freue mich.
13:19Einen wunderschönen guten Morgen.
13:21Damit ist es jetzt ja wohl vorbei.
13:23Unser Pascal, immer charmant, immer schlagfertig.
13:27Ganz recht.
13:27Du kleines Miststück.
13:30Spricht man so mit einer Frau, die gerade ihre Großmutter verloren hat?
13:33Wenn sie Kathi Neubauer heißt, ja.
13:37Deine Lebenswürdigkeit kennt wirklich keine Grenzen.
13:39Genau wie deine.
13:40Jede Situation wird hemmungslos ausgeschlachtet.
13:43Jetzt tust du mir aber Unrecht.
13:45Was kann ich dafür, wenn ich hier so freundlich eingeladen werde?
13:47Hm, ich denke eine ganze Menge.
13:49Dein Vater ist eben ein verständnisvoller Mensch.
13:51Deshalb hat er ja auch dich am Hals.
13:53Du aber auch.
13:54Und so schnell wirst du mich nicht wieder los.
13:58Ist alles zu Ihrer Zufriedenheit?
14:01Mein Ei ist kalt.
14:02Ich möchte ein frisches viereinhalb Minuten Bio-Ei.
14:05Oh, ich werde mich sofort darum kümmern.
14:07Besser zwei.
14:09Und ich möchte Sie als Eier im Glas.
14:11Gerne.
14:12Was für ein Glas?
14:14Ein großes, bitte.
14:16In Ordnung.
14:18Mit frischen Kräutern.
14:20Aber ja.
14:21Aber keine Petersilie.
14:22Selbstverständlich.
14:23Nehmen Sie, Frau Neubauer, Ihre Pingeligkeit nicht übel.
14:25Jeder trauert auf seine Arzt.
14:27Ich weiß.
14:28Geht es Ihnen denn schon ein bisschen besser?
14:30Noch nicht.
14:31Aber wenn ich erst meine Eier gegessen habe.
14:33Ach, übrigens Denise wegen neulich.
14:35Als Sie mir den Schlüssel zum Weinkeller nicht geben wollten.
14:38Ja, das war bei...
14:38Nein, nein, nein, nein.
14:39Sie haben vollkommen korrekt gehandelt.
14:41Ganz im Sinne Ihres Verwalters.
14:43Ja.
14:44Jetzt weiß ich ja Bescheid.
14:45Ich hoffe, mein harscher Ton hat Sie nicht zu sehr verletzt.
14:48Nein.
14:49Die arme, kleine Denise hat sich ja die ganze Nacht in ihr Kissen geweint.
14:55Betrachten Sie das hier offiziell als Entschuldigung.
14:57Okay.
14:58Chili.
14:59Ich möchte meine Eier im Glas mit einem Hauch Chili.
15:02Aber nur ein klitzekleiner Hauch.
15:12Du solltest lieber nicht noch einmal versuchen, mich vor anderen Leuten zu brüskieren.
15:15Du betrittst sonst dieses Haus nie wieder.
15:19Und das bestimmst du?
15:20Ja.
15:21Das bestimme ich.
15:24Sorry, war nicht so gemeint.
15:27Aber du musst zugeben, wenn du dich entschuldigst, wirkt es immer so...
15:30Wie soll ich sagen?
15:33Unbeholfen.
15:38Guten Morgen allerseits.
15:42Guten Morgen, Bianca.
15:44Na?
15:45Wie war deine Nacht so groß allein?
15:47Ähm, es war eine ganz besondere Nacht.
15:51Ich war allein und doch nicht allein.
15:53Schwer zu erklären.
15:55Du bist wirklich tapf.
15:56Ihr macht es mir aber auch leicht.
15:58Ich fühle mich hier so aufgehoben.
16:01Sind Sie sicher, dass Sie heute schon wieder arbeiten wollen?
16:04Ja.
16:05Ich bin froh, hier zu sein.
16:06Die Arbeit wird mir gut tun.
16:08Na dann.
16:10Frohes Schaffen.
16:10Eier im Glas mit einem Hauch Schil.
16:20Köstlich, diese Sanddorn-Marmelade.
16:21Herrlich.
16:23Nur meine Eier im Glas lassen auf sich warten.
16:25Nimm doch auch etwas.
16:26Danke, ich habe keinen Hunger.
16:27Du weißt nicht, was dir entgeht.
16:29Doch.
16:30Ich wohne hier.
16:33Entschuldigung, ich...
16:35Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie schön es für mich ist,
16:37dass ich hier bei euch sein darf?
16:39Nein.
16:40Das musst du aber auch nicht.
16:41Wir haben dich gerne eingeladen.
16:43Du bist so gut zu mir.
16:45Womit habe ich das bloß verdient?
16:47Ich will ja nicht drängen, Kathi, aber unsere Arbeit wartet.
16:50Wenn ich zu Ende gegessen habe, kann ich viel besser und konzentrierter arbeiten.
16:56Endlich.
16:57Ich dachte schon, die Eier müssten erst noch gelegt werden.
17:00Wir müssen unbedingt noch die Liste mit den Preisen für die Tombola aktualisieren.
17:12Und genießbar. Nehmen Sie es gleich wieder mit.
17:15Haben Sie keinen Appetit mehr?
17:18Sie können es gerne selber essen.
17:21Ich bin fertig.
17:36Diese Person macht mich wahnsinnig.
17:38Wer denn?
17:39Ja, wer denn? Wer denn? Wer denn? Frau Neubauer natürlich.
17:43Ach, haben Madame unsere Eier etwa nicht geschmeckt?
17:46Wir dürfen sie selber essen.
17:49Scharf, aber nicht zu scharf.
17:51Es darf eben nur ein Hauch Chili sein.
17:55Ihr seht ja fröhlich aus.
17:57Dein Cousinchen lässt mal wieder kein Fettnäpfchen aus.
18:00Ihr dürft Kathi gerade nicht so ernst nehmen.
18:03Die ist ein bisschen durcheinander.
18:04Also durcheinander ist gut.
18:06Manchmal frage ich mich, wie du es mit der aushältst.
18:08Sie ist eben meine Cousine.
18:10Ja, na und?
18:11Vielleicht ist es ihre Art zu trauern, ungenießbar zu sein.
18:14Ach Sven, du hast doch überhaupt keine Ahnung.
18:16Wer ist bei dir schon gestorben?
18:17Dein Hamster?
18:18Vier Hamster und drei Hasen.
18:20Vielleicht ist Sven ja dann doch der Experte.
18:22Wisst ihr, was mich vorhin am meisten überrascht hat?
18:26Pascal Wellinghoff hat sich bei mir entschuldigt.
18:28Ach, es geschehen noch Zeichen und Wunder.
18:32Herr Wellinghoff hat beschlossen, dir und Denise heute freizugeben.
18:35Wieso das denn?
18:37Weil ihr beide zusammen mit Sophia diesen wunderschönen Blumenschmuck
18:40für den Sarg von Biancas Großmutter gezaubert habt.
18:43Das hat ja wohl die halbe Nacht gedauert.
18:45Stimmt.
18:46Aber ich muss doch noch die Rosen beschneiden.
18:48Ach, das hat doch noch bis morgen Zeit.
18:51Nach dem Mondkalender ist es aber heute am besten.
18:53Ja, dann schneide halt deine Rosen an deinem freien Tag.
18:57Den Rosen ist das wurscht.
18:58Hauptsache der Mond spielt mit.
18:59Sag ich doch.
19:00Ja, aber wir können doch Bianca unmöglich heute alleine arbeiten lassen.
19:04Geht ruhig.
19:04Die Arbeit tut mir gut.
19:06Ja.
19:19Ist die Verlustrechnung in Sachen Deider dabei?
19:21Die ist noch in Arbeit.
19:22Ich bring sie dir, sobald sie fertig ist.
19:24Machen, ich muss ein ernstes Wort mit dir reden.
19:26Setz dich bitte.
19:29Du klingst unzufrieden.
19:32Ich hab mich über dich geärgert.
19:35Wie kommst du dazu, mit anderen über unsere ganz persönliche Beziehung zu reden?
19:39Ich weiß nicht, wovon du sprichst.
19:41Ach, und woher weiß Pascal von unserem Verhältnis?
19:44Pascal?
19:47Ich hab keine Ahnung.
19:48Maren, warum lügst du mich an?
19:50Er hat es mir selbst erzählt.
19:53Also gut, ich wollte dich nicht belasten.
19:56Mich nicht belasten?
19:58Das musst du mir etwas genauer erklären.
20:00Dein Sohn hat mich angegrabscht.
20:03Mehrmals.
20:03Ach, das ist doch dummes Zeug.
20:04Leider nicht.
20:07Ich musste mich irgendwie vor ihm schützen.
20:09Da hab ich gesagt, dass mir ein Wellinghoff genügt.
20:12Wie auch immer.
20:14Unsere Beziehung geht nur dich und mich etwas an.
20:16Niemanden sonst.
20:18Hab ich mich klar genug ausgedrückt?
20:21Ich wollte ihn doch nur loswerden.
20:23Maren, ist das ein für alle Mal klar?
20:25Es wird nicht wieder vorkommen.
20:27Danke, Maren.
20:35Du kannst jetzt gehen.
20:59Erst haben wir uns gestritten, weil er nicht mit zur Beerdigung kommen wollte.
21:01Und dann ist er die ganze Nacht nicht nach Hause gekommen.
21:07Hast du schon mit ihm geredet?
21:14Mache ich irgendwas falsch?
21:17Nein.
21:19Nichts, gar nichts.
21:21Aber woran liegt es, dass er so verschlossen ist?
21:23So, so unnahbar.
21:28Hat er gesagt, wo er war?
21:31Bei einem Geschäftskollegen.
21:34Bei einem Geschäftskollegen?
21:35Dann ist ja alles in Ordnung.
21:36Warum hat er mich nicht angerufen?
21:38Weil Männer von Natur aus vergesslich sind.
21:40Macht dir nicht solche Sorgen.
21:41Das ist nicht gut.
21:42Weder für dich noch für euer Kind.
21:44Oliver und ich haben heute einen Termin beim Frauenarzt.
21:47Wenn er den vergisst...
21:48Das kann ich mir nicht vorstellen.
21:51Ich lasse den Trippeltest machen, um sicher zu sein, dass unser Kind gesund zur Welt kommt.
21:55Du solltest jetzt einen schönen Spaziergang machen und zur Ruhe kommen.
21:58Und du solltest dich mit Oliver aussprechen.
22:02Wenn er nicht wieder wegläuft?
22:04Gern.
22:14Hast du eine Minute Zeit für mich?
22:16Was gibt es denn?
22:17Ich wollte mit dir nochmal über meine Aufgabenbereiche sprechen.
22:19Kannst du das nicht mit Oliver besprechen?
22:21Den habe ich heute überhaupt noch nicht gesehen.
22:23Weißt du, wo er steckt?
22:24Seit Oliver seine eigene Abteilung leidet, bin ich über seine Termine im Detail nicht mehr informiert.
22:29Am besten du fragst Maren, die weiß sicher, wo er ist.
22:32Ich muss noch in die Kreditabteilung.
22:34Wie sieht es denn heute Nachmittag bei dir aus?
22:36Hast du da ein bisschen Zeit für mich?
22:37Tut mir leid, aber ab 15 Uhr habe ich einen Außentermin.
22:41Ach, kann ich mitkommen?
22:43Wieso denn das?
22:46War nur ein Scherz.
22:48Obwohl ich von meinem alten Herrn sicherlich noch eine Menge lernen könnte.
22:52Vielleicht klappt es ja heute Abend.
22:54Gut.
22:55Ich habe mir übrigens einen Mietwagen genommen.
22:57Der Chauffeur ist immer gerade im Einsatz, wenn ich ihn mal brauche.
23:00Kein Problem.
23:00Wir rechnen das über das Firmenkonto ab.
23:03Reich am besten die Rechnung Maren weiter.
23:05Danke, mache ich.
23:06Ach, eine Bitte habe ich noch.
23:08Hättest du was dagegen, wenn ich mir die letzten Geschäftsberichte ansehe?
23:11Im Gegenteil.
23:12Du musst sie dir ansehen, damit du hier so schnell wie möglich sattelfest bist.
23:17Mein Computer läuft noch.
23:18Wenn du Fragen hast, wende dich an Maren.
23:20Ansonsten fühle ich dich hier ganz wie zu Hause, mein Junge.
23:22Danke, Vater.
23:24Wofür?
23:26Für das Vertrauen.
23:49Welche der Preise haben wir denn jetzt durch Sponsoring schon abgedeckt?
23:54Danke.
23:55Die zwei Cabriolets sind so gut wie gesichert.
23:58Die Maledivenreise auch.
24:01Den Goldbarren soll die Wellinghoff-Bank übernehmen.
24:04Kathi, was hast du?
24:07Kathi!
24:08Ich kann nicht mehr.
24:09Ich schaffe das nicht.
24:10Die arme Omi.
24:12Wie kann ich dir helfen?
24:14Entschuldige, Ariane.
24:15Es tut mir leid.
24:17Ich glaube, ich muss mal ein bisschen alleine sein.
24:19Mich wieder fangen.
24:20Ja.
24:21Willst du dich gleich hier hinlegen?
24:23Oder lieber nach Hause gehen?
24:25Ich gehe lieber nach Hause und ruhe mich ein bisschen aus, wenn du nichts dagegen hast.
24:28Natürlich.
24:30Entschuldige bitte, wenn ich dich heute überfordert habe.
24:33Du kannst doch nichts dafür.
24:39Bianca?
24:40Ja?
24:43Störe ich dich?
24:45Nein.
24:49Ich brauche dringend was zu trinken.
24:52Hast du vielleicht einen Saft für mich?
24:54Natürlich.
24:56Setz dich.
24:57Ich hole dir einen.
25:00Für dich bitte auch.
25:07Wie hast du geschlafen heute Nacht?
25:10Hat dir deine Großmutter See gefehlt?
25:15Es war ungewohnt.
25:18Ich hatte auch eine etwas eigenartige Nacht.
25:23Ich war allein.
25:26Oliver musste bei einem Geschäftsfreund übernachten.
25:32Ich weiß, du hast selbst genug zu verarbeiten.
25:34Es tut mir leid, wenn ich jetzt auch noch mit meinen Problemen ankomme.
25:38Ist schon okay.
25:42Ich kenne Oliver schon so lange.
25:45Aber heute stand er vor mir wie ein Fremder.
25:48Dabei wollte ich nur wissen, wo er die ganze Nacht gewesen ist.
25:52Ich weiß ja, dass es lächerlich ist.
25:56Was meinst du denn?
25:58Dass ich eifersüchtig bin.
26:01Auf wen?
26:02Auf seine Arbeit.
26:07Die Arbeit ist ihm wichtiger als ich und das Kind.
26:11Das glaube ich nicht.
26:13Es ist aber so.
26:15Und ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen kann.
26:18Oder will.
26:21Es tut mir weh.
26:35Es hat gut getan.
26:44Wenn du was brauchst.
26:47Danke fürs geduldige Zuhören.
26:51Ich gehe dir mal lieber.
26:53Bevor ich gleich loshole.
26:59Entschuldige, ich...
27:02Ich wollte dich nicht von der Arbeit abhalten.
27:30Ich wollte dich nicht von der Arbeit abhalten.
27:54Ich wollte dir nur noch mal mein Mitgefühl ausdrücken und dich fragen, wie es dir geht.
27:59Ich habe dir doch heute früh schon gesagt, Umis Tod ist furchtbar für mich.
28:03Es tut mir wirklich leid.
28:06Wenn du Trost brauchst.
28:08Nicht nötig.
28:09Ariane hat mich lebenswürdigerweise früher nach Hause entlassen.
28:12Ich komme mir auch gern zu dir nach Hause und versüße dir deine Trauer.
28:17Danke, aber ich lege mich einfach gleich wieder hin.
28:20Einfach alles wegschlafen.
28:22Das hat Omi immer gesagt.
28:24Hat sie das?
28:26Eine kluge Frau.
28:27Ich bin dir wirklich sehr dankbar, dass du mich angerufen hast.
28:30Aber ich kann jetzt nicht stundenlang mit dir telefonieren.
28:32Ich lege mich einfach wieder hin.
28:34Und sei mir nicht böse, ja?
28:35Aber nein.
28:38Schlafen.
28:39Aber nicht zu tief.
28:45Heuchler.
28:54Ja, bitte.
28:56Frau Heilmann, verbinden Sie mich mit Frau Wellinghoff.
28:59Kennen Sie das nicht selbst?
29:01Es ist mir aber wesentlich lieber, wenn Sie das tun.
29:03Dann ruiniere ich nicht diese komplizierte Telefonanlage.
29:07Ich verbinde.
29:16Willinghoff?
29:17Dir auch, Willinghoff.
29:19Pascal, was gibt's?
29:20Ich habe gerade vorhin mit deiner Assistentin telefoniert und ich fürchte, es geht ihr schlecht.
29:25Richtig schlecht.
29:27Ich weiß.
29:28Der Tod ihrer Großmutter.
29:30Ich mache mir Sorgen um sie.
29:32Du hättest sie in ihrem Zustand nicht nach Hause schicken dürfen.
29:35Sie wollte aber unbedingt.
29:37Mir war auch nicht ganz wohl bei der Sache.
29:39Das Alleinsein bekommt ihr anscheinend nicht.
29:42Trauern ist gefährlich.
29:44Sag so etwas nicht.
29:47Ich fahre am besten mal zu ihr nach Hause.
29:50Und sehe nach, wie es ihr geht.
29:52Das ist sicherlich eine gute Idee.
29:54Ich fahre gleich los.
29:55Mach dir keine Sorgen.
30:05Ich fahre gleich los.
30:18Warum kann ich diesen kurzen Moment des Glücks nicht genießen, ohne dass die Realität gleich wieder Einzug hält?
30:24Ich liebe Oliver.
30:26Ich kann nicht anders.
30:30Was soll ich bloß tun?
30:37Was machst du da?
30:39Ach, nicht.
30:40Ich...
30:41Ach, die Ahnung.
30:43Die Gläser sind mir runtergefallen.
30:44Es tut mir leid.
30:45Es ist halt alles noch ein bisschen viel für dich.
30:50Löde Idee von Herrn Bellinghoff, dich für drei arbeiten zu lassen.
30:54Das geht schon.
30:54Nein, so geht es eben nicht.
30:58Du bist jetzt raus in den Park und machst einen ordentlichen Spaziergang.
31:01Hm?
31:09Das war's.
32:03Hallo, Oliver. Ich bin's noch mal.
32:06Jetzt rufe ich dich schon zum fünften Mal an. Wo bist du denn?
32:10Wir haben doch nachher den Termin beim Gynäkologen.
32:14Bitte melde dich.
32:17Oliver, bitte lass mich jetzt nicht hängen.
32:33Ist jemand da?
32:34Ja, hier.
32:37Was machen Sie denn da?
32:39Sicher keine Rückengymnastik.
32:42Sie brauchen sich vor mir aber nicht zu verstecken.
32:44Ja, das würde ich auch niemals tun.
32:46Aber diese kleine Scherbe ist bis in die allerletzte Ecke geflutscht.
32:50Heimlicher Polterabend.
32:51Na, schön wär's. Bianca ging's nicht so gut.
32:55Was ist mit ihr?
32:57Sie hat fast geweint.
33:00Ich hab sie zum Luftholen in den Park geschickt.
33:02Gut.
33:04Wir dürfen Sie im Moment nicht überlasten.
33:07Ja, mich hat es sowieso gewundert, dass sie gleich wieder arbeiten will.
33:10Tja.
33:12Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann ist es vielleicht am besten, wenn man unter Menschen ist.
33:17Ja, aber sie mutet sich immer so viel zu.
33:23Wir müssen alle ein bisschen auf sie aufpassen.
33:26Was?
33:26Was wollten Sie denn?
33:28Tja, was wollte ich eigentlich?
33:32Richtig, ich wollte Bianca was fragen.
33:34Was denn?
33:35Nicht so wichtig.
33:49So stürmisch, Ariane.
33:56Kathi, ich dachte, du trauerst.
34:02Das tue ich auch.
34:03Eins für mich.
34:07Und eins für Umi.
34:12Umi, du sollst doch nicht immer so schnell trinken.
34:16Und zu feierlichem Kleid?
34:19Ja, so trauert man in Asien.
34:22Wusstest du das nicht?
34:23Bitte, setz dich doch.
34:25Ich mach schon.
34:34Bitte entschuldige mich einen Moment.
34:36Ich hab ganz vergessen, einen Friseurtermin abzusagen.
34:51Geh ran.
34:52Geh ran.
34:55Schieß mir, Box.
34:58Ja, von wegen, sturmfreie Bude.
35:00Lass dich hier bloß nicht blicken.
35:01Meine Frau ist bei mir.
35:19Sieh nur.
35:20Die Umi.
35:27Wie es wohl sein mag nach dem Leben.
35:31Vielleicht so ruhig und friedlich wie der See.
35:47Hat dir der Blaustein gesagt, wo ich bin?
35:51Diesmal war es wohl eher Bärbel.
35:54Sie hat mir gesagt, dass es dir nicht so gut geht.
36:00Bärbel hat dir gesagt, dass du mich an der Ruine findest.
36:04Sie sagte, im Park.
36:06Den Rest konnte ich mir denken.
36:10Wenn du da bist, ist alles wieder einfach.
36:12Und auch das Schwierige.
36:19Wie war dein Tag?
36:22Ich war ziemlich durch den Wind.
36:26Judith anzulügen war richtig übel.
36:30Und an Arbeit war auch nicht zu denken.
36:32Bin dann kreuz und quer durch die Stadt gefahren, als würde ich irgendwas suchen.
36:35Hast du's gefunden?
36:38Ja.
36:39Ich hab dich gefunden.
36:42Wieder gefunden.
36:50Ach, Bianca.
36:56Judith kam vorhin zu mir.
36:59Sie war auch ziemlich durch den Wind.
37:00Oh mein Gott.
37:02Der Termin war Dr. Silberstein.
37:05Ich hab ihr versprochen, mitzukommen.
37:06Ja, dann geh, beeil dich.
37:21Ich verstehe nicht, warum Abschied immer so traurig sein muss.
37:25Vielleicht, weil er uns ein geliebter Mensch verlassen hat?
37:28Aber darum muss man doch nicht traurig sein.
37:35Omi sprühte nur so vor Lebenslust.
37:38Ja.
37:39Sie war aber merkenswert.
37:41Sie hatte Humor.
37:44Möchtest du vielleicht etwas trinken?
37:54Hast du was?
37:55Nein, nein, ich dachte nur...
37:58Aber da war nichts.
38:11Auf, Omi.
38:22Von mir aus kann's losgehen.
38:25Aber weißt du, wo Oliver sich versteckt?
38:27Den hab ich den ganzen Tag noch nicht gesehen, geschweige denn gefahren.
38:30Aber sein Auto steht auf dem Parkplatz.
38:32Wo kann er denn nur sein?
38:34Ich hab keinen blassen Schimmer.
38:36Sein Handy ist schon den ganzen Tag abgeschaltet.
38:38Ich...
38:39Ich verstehe einfach nicht, was mit ihm los ist.
38:42Soll ich mal in der Bank anrufen?
38:43Das hab ich auch schon versucht.
38:45Vielleicht hat er Außentermine.
38:47Zu Fuß?
38:47Das glaub ich kaum.
38:53Dann wird sicher gleich kommen.
38:54Oliver ist ja zuverlässig.
38:55Ja.
38:56Bis gestern hab ich das auch geglaubt.
38:59Mensch, Judith, was ist denn los?
39:00Du bist ja ganz durcheinander.
39:02So, findest du?
39:03Ich hab auch einen Grund dazu.
39:06Was bedrückt dich denn?
39:07Ach, Eddie.
39:08Da hat sich so einiges angesammelt.
39:11Findest du nicht, dass Oliver sich verändert hat?
39:14Verändert?
39:16Er ist mal so, mal so.
39:17Das war er schon immer.
39:19Er ist unkonzentriert mit seinen Gedanken.
39:21Ständig woanders.
39:21Er lacht nur noch ganz selten.
39:23Ist doch nicht normal.
39:26Wenn du willst, dann frage ich ihn mal.
39:27Bloß mich.
39:32Für mich hat er auch keine Zeit.
39:36Ich glaub, ich geh wieder ins Haus.
39:39Was ist mit dem Arzttermin?
39:40Soll ich noch warten?
39:58Ich war so lange stark.
40:00Oliver auch.
40:02Wir haben uns so lange nicht berührt.
40:05Ich hab mich fast daran gewöhnt.
40:06Ich hatte sogar schon gedacht, dass es so weitergehen kann.
40:10Dass wir uns nur anschauen.
40:12In den Augen des anderen sehen, wie sehr wir uns lieben und trotzdem nichts Verbotenes tun.
40:17Aber die Nacht auf dem Boot.
40:20Sie hat alles wieder verändert.
40:23Wir sind wieder da, wo wir nicht sein sollten.
40:32Eddie!
40:33Ist Judith noch nicht da?
40:35Sie ist schon wieder weg.
40:36Weg?
40:37Ja.
40:38Sie hat versucht, dich zu erreichen.
40:39Wo ist sie denn hin?
40:41Sie hat auf dich gewartet, war sauer, weil du nicht gekommen bist.
40:43Hat mich hier stehen gelassen, ist wieder ins Haus gegangen.
40:45So spät bin ich doch gar nicht dran.
40:47Ich weiß ja auch nicht.
40:48Ehrlich.
40:50So hab ich Judith noch nie erlebt.
40:52Wie dann?
40:53Na so, wie soll ich sagen, so aufgelöst.
40:57Judith!
40:58Na richtig, entschuldige meine Verspätung, aber ich bin ja gerade noch rechtzeitig.
41:02Du musst doch für eine einfache Untersuchung nicht ins Krankenhaus.
41:04Nein.
41:05Also gut, dann lass uns zu Dr. Silberstein fahren.
41:07Nein.
41:09Wir fahren nirgendwo hin.
41:11Ich fahre allein, Oliver.
41:15Ich verlasse dich.
41:22Ich komme einfach nicht von ihm los.
41:24Immer wenn ich ihn sehe, verliebe ich mich neu in ihn.
41:27Ich werde einfach so lange in einem der Gästezimmer schlafen, bis zwischen uns alles wieder so ist wie früher.
41:31Nichts wird so sein wie früher.
41:33Überraschung, mein Kätzchen!
41:36Maren!
41:36Wie gerne hätte ich dir deinen Wunsch erfüllt, unsere kleine Familie wieder vereint.
41:41Wo ist bloß mein kleiner Bruder?
41:43Ich bin jaoder.
41:51Ich hoffe, ihre Küche.
41:54Untertitelung des ZDF, 2020